Beiträge von David G.

    EllaK: so einfach geht das mit dem vergelich der Tore ja auch nicht. Pfahl wäre - wenn er denn diese Entwicklung auch in Balingen genommen hätte - schon lange nicht mehr in Balingen, ok, auch nicht in GM, aber dafür sicher woanders. So schwarz-weiss ist der Handball nicht.

    Das was der User Schnuggl sagt, ist das eigentlich Bedenkliche in der Geisteshaltung in GM, dass es gar nicht ohne Mäzenatentum geht. Und genau das ist falsch. Der Rekord-Meister aus dem hohen Norden macht es doch vor, dass es geht, allerdings auf seinem Niveau. Der dortige Hauptsponsor zahlt eben nicht mehr als den derzeitigen Marktwert des Sponsorings. Wenn meine Zahlen stimmen, reden wir von rund 500TE pro anno. Ein Betrag, der auch von anderen Firmen sicher bezahlt werden würde, wenn die Provinzial nicht mehr möchte. Dafür redet sie aber nicht in die Vereinsführung rein, dafür gibt es keine falschen Rücksichtnahmen und deswegen kann/konnte der THW so fokusiert arbeiten.
    Wir haben damals (2004/5) auch überlegt, beim VfL als Hauptsponsor einzusteigen, der von einer seriösen Vermarktungsfirma errechntet Wert für das Haupsponsorpaket (Trikotbrust, Banden, Boden, etc.) des VfL GM betrug 260.000€. Aufgerufen wurde mehr als das Dreifache (damals mit der TUI), als dann Eaton einstieg wurden immerhin rund 350TE/Anno erzielt, also ein rel. marktgerechter Preis. Und damit fehlten auf einmal in der Kalkulation 400TE, die dann von den altbekannten eingebracht werden durften.

    Auch in Göppingen, Berlin(?), Balingen oder Großwallstadt gibt es keinen Sponsor, dem man sein Engagement als Liebhaberei auslegen könnte. Und deswegen arbeiten diese Klubs grundsätzlich seriös.
    Die Mäzenatenklubs gibt es auch: GM, Hamburg, RNL oder Melsungen. Na, merkt ihr was, so zum Thema Unruhe, Gehaltspoker, etc?
    Zusammengefasst: es geht auch seriös, liebe Gummersbacher Fans, Verantwortliche und sonstige: löst euch inhaltlich davon, dass es immer nur mit dem big spender geht. Es geht manchmal ein paar Jahre, aber der das traurige Ende kommt immer immer immer immer immer immer immer.

    Ja ne, is klar. Die EHF ist sicher für die Verluste eingesprungen, weil sie es unbedingt wollte, dort zu spielen? Ich verstehe ja generell, das man als Vereinsfan immer eine leicht rosatönende Brille trägt, aber ich jetzt sollte es genug sein. Deine Merchandising-Aussage geht auch in die gleiche Richtung. Merchandising hat selbst zu Hochzeiten in Köln nicht nennenswert Geld gebracht. Nicht nur, weil die Stückzahlen überschaubar blieben, nein, weil Frau Kölnarena ja auch kräftig die Taschen aufgehalten hat. Kölnarena macht nur Sinn, wenn damit Kölner Unternehmen eingebunden werden. Ansonsten hat man mit einer vollen 4000er Halle genauso viel bzw. wenig Kohle netto in der Tasche als bei einer vollen Kölnarena, und wann war die mal nach 2003 richtig voll? Vom Aufwand mal ganz zuschweigen.
    Ach ja, die Business und Logen fallen hundertprozentig der Kölnarena zu (bis aufs Backstage-Restaurant), werden aber als Zuschauer zu 100% mitgezählt, ob die jetzt besetzt sind oder nicht. Gilt auch für die Haie etc.
    Und noch etwas, in den Saisons 2001-2004 wurden bei den richtig vollen Spielen (Kiel, Magdeburg) nicht mit Freikarten um sich geschmissen. Interessanter waren da die Spiele gegen Großwallstadt, Eisenach, da waren es keine 3000 Zahlenden, und das im Kölnarena-Rausch.
    Und wie soll ein Steuerberater, der 10 Jahre lang jeden Beleg des VfL bucht, also jeden Euro kennt, der umgedreht wurde, wie soll der sich verrechnen? Weil er als Berechnungsgrundlage nicht die vorhandenen Zahlen genommen hat, sondern die offiziell verkündeten Zuschauerzahlen mal 15 Euro? Mann, dann wird mir erst recht bange um den VfL!
    Dream on!

    Es hilft alles nichts, es fehlt noch ein neuer Ansatz, der mir berechtigte Hoffnung an einen zukünftig funktionierenden VfL gibt.

    Es war aber (fast)nie so, dass es keine Karten mehr gab, also waren die rund 2000 Zuschauer nicht das Ergebnis einer zu geringen Kapazität. Sicher kommen bei einer attraktiveren Halle direkt ein paar hundert mehr, aber nicht das doppelte, so zu rechnen wäre naiv.
    Meine einfache Rechnung hat den Vorteil, dass sie eben einfach einen Überblick ermöglicht. Getränkeinnahmen, Werberechte etc. sind möglich, aber nicht ein Muss, beispielsweise in der Kölnarena verdient der VfL nichts. Und nicht zu vergessen, dass die Hälfte der Baukosten von VfL-Seite kommen muss/soll, also rund 4-5Mio Euro. Auch wenn diese zwischenfinanziert werden sollten, umsonst bekommt der Vfl das nicht, dafür wird er auf manches verzichten (z.B. Einnhamen aus Namensgebersponsoring, Werbeflächen, etc), oder aber eine sehr hohe Miete zahlen. Der VfL rechnet auch nicht wirklich mit großen Zuschauereinnahmen sondern geht von dem sonstigen Vermarktungspotenzial der Halle aus (Buseiness-seats, Banden, generell höhere Sponsorattraktivität). Aber unterm Strich machen es die normalen Besucher aus, inweiweit eine Sportmarke wahrgenommen wird. Unabhängig von den Zahlen wird es kein Selbstläufer, wenn der VfL um Platz 10 oder gar darunter spielt. Ich erinnere mich noch an die Saisons 2000-2002, in Gummersbach kamen im Schnitt keine 1200, nur die Kölnarenaspiele zogen, aber dahinter lag ein sehr gutes Marketing-Konzept. Jetzt wieder nach Köln zu gehen wird in gleicher Weise nicht gelingen, das hat man sich mit dem langweiligen Geister-Spielen vor 2500 zahlenden Zuschauern in den Saison 2005, 2006 und 2007 kaputtgemacht. Wer erinnert sich nicht noch an die Schönrechnerei, dass es sich lohnen würde? Es wurde ein Desaster. Und letzten Freitag, bei einem Endspiel um den Europapokal(!) waren nach offiziellen Angaben 7.900 Zuschauer in der Halle, also in echt (nach Abzug der mitgezählten aber nicht mitbezalenden Business- und Logenplätzen) also runde echte 4000 zahlende Zuschauer. Da hat der VfL wieder ein Minus geschrieben, garantiert. Daher wirklich Augen auf bei der Schönrechnerei Zuschauereinnahmen und Etatplanung und zukünftiges Zuschauerpotenzial bei einer neuen, schönen Halle. Das klingt ein bisschen nach dem Tanz ums goldene Kalb.

    In der tat ist genau das die Frage, die sich der VfL (aber eigentlich fast jeder Verein) stellen muss, aber nicht zukünftig, sondern jetzt. Der Zuschauerzuspruch dieses Jahr war angesichts der eher durchswchnittlichen Saison mehr als positiv, aber bitte, es sind nur 2000 Zuschauer. Eine neue Halle mit rund 4000 Zuschauern muss erst noch gefüllt werden. Aber selbst damit wird der Etat sich nicht entsprechend nach oben schieben lassen. Kleine Modellrechnung: 17 Heimspiele (EC lass ich mal weg, die Reisekosten und Prämien fressen ohnehin alles auf) mit tatsächlich 4000 Zuschauern (davon rund 500 Karten für Sponsioren, bc-Club, etc) mit einem angenommenen Durchschnittspreis netto von 15€ (das ist nicht so wenig!) x 3500 x 17 = 892.500€ netto, also soviel ist das auch nicht. Und davon wird noch je nach Modell die Hallenmiete, Kredite, Betriebskosten abgezogen und/oder auch Vermarktungsrechte abgegeben werden müssen . Also richtig den großen Sprung macht man damit nicht, man könnte es schaffen den gesamten Ertrag auf 3 Mio. zu steigern. Damit habe ich weniger, als für diese Saisonursprünglich veranschlagt wurde (ich schreibe nicht, als tatsächlich eingenommen, das ist viel niedriger). D.h. auch mit der neuen Halle wird man nicht übers untere Mittelfeld hinaus kommen, wenns mal super läuft, evtl. PLatz 6. Und das ist genau der Punkt, Hallenhandball mit Ambitionen kann man nur noch in größeren Aglomerationen abhalten, und auch dort ist es schwierig, was würde HSV oder RNL ohne Ihre Gönner machen? Der Handball ist schlicht zu teuer geworden, erst recht für Vereine wie dem VfL, Großwallstadt oder eben auch Essen (da verstehe ich es am wenigsten) oder auch Dormagen.
    Auszunehmen sind für mich eigentlich nur 2 Vereine, zum einen Göppingen, die es durch ein weitsichtiges Management, eine konsequente Umsetzung des Konzeptes geschafft haben, genau die Rolle einzunehmen, die der VfL gerne hätte. Aber mit einer anderen Infrastruktur und Wirtschaftskraft. Als zweiter Verein, der eigentlich Vorläufer war für Göppingen ist Flensburg zu nennen, wobei man da langsam aber sicher an die Grenzen des Wachstums gestossen ist. Lemgo ist (vorerst) mit diesem Weg gescheitert, aber kann einen Neuaufbau versuchen.
    Also, welches Modell wird beim VfL funktionieren? Der Name ist auch eine Last, ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Rolle wie Balingen, Wetzlar oder bestenfalls Großwallstadt vom Gummersbacher Publikum und Umfeld goutiert wird. Und eine andere Rolle wird wieder ins Chaos führen. Es sei denn, es finden sich Mäzene. Und hier frage ich mich, wie lange die Finanzämter da noch zuschauen (Stichwort Liebhaberei), wenn man sieht, welche Sponsorleistungen zu teuer bezahlt werden.

    Man kann sicher davon ausgehen, dass die Gläubiger schon seit jeher in Kenntnis der Situation sind. Gibt ja eigentlich nur 2, die Kreissparkasse und Kienbaum. Beide haben überhaupt kein Interesse, dass es zum Supergau, sprich Zwangsabstieg kommt. Insolvenz ist hier nicht das abschreckende Moment, sondern eher das Ende der Tradition. Die Kreissparkasse möchte zudem ihren Ex-Vorstand schützen, Lust auf eine Schlammschlacht haben die nicht. Erst recht nicht, wenn sie die zu erwartenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf in ihrem Verkaufsgebiet negativ einschätzen. Ob die jetzt 50 oder nur 10% Quote bekommen ist fast egal, daher grünes Licht für eine Einigung.
    Bei Kienbaum ist die Sacher differenzierter zu sehen, sicher hat der nicht wirklich geglaubt, seine Kohle wieder zu sehen, aber hier spielen die Emotionilät und die neue, kleinere vorgesehene Rolle beim VfL einer leichten Einigung entgehen. So nach dem Motto, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. Aber auch hier wird es eine positive Einigung geben.
    Ausschlaggebend wird daher sein, ob es innerhalb des Vereins gelingen wird, die beiden Lager der Zukunftmodelle in Eintracht zu bringen, es gibt durchaus ein starke Gruppe, die einen Neuanfang in der 3. Liga befürwortet, notfalls auch mit einer Insolvenz als Folge. Demgegenüber stehen die Hoffnungsträger, die glauben, mit einer neuen Halle und ohne Schulden wirds schon wieder werden.
    Es wäre schön, wenn man beiden Gruppierungen zu verstehen geben könnte, dass keiner der beiden Wege mittel- bis langfristig Erfolg verspricht, sondern ein dritter Weg noch gefunden werden muss (und auch den gibt es, ganz sicher), den gab es ja mal 2001-2003 mit der Kölnarena und Jahrzehnte vorher mit Dortmund. Leider ist die Möglichkeit jetzt weggefallen. dann muss eben eine andere her. Wennd der Wirtschaftsstandort GM eben nur für max. 2,5 Mio. Euro Ertragskraft gut ist, man aber 4-5 Mio. braucht, um um die Plätze 3-8 mitzuspielen, dann muss man sich eben was anderes einfallen, als das Prinzip Hoffnung und immer höhere Schuldenberge anzuhäufen.

    Der VfL ist nicht in Insolvenz und hat wohl auch noch keinen gestellt, das ist richtig. Damit ist aber der VfL nicht automatisch weniger in der Bredouille, so zu denken ist schon naiv bei den Zahlen. Es könnte ja auch sein, dass der GF die Insolvenzordnung nicht sooo genau kennt und schon vor 1 oder 2 Jahren den Insolvenzantrag hätte stellen müssen, Thema Überschuldung. Ich sage, dass ist ein ganz dünnes Eis und ich behaupte, dass die VfL-Verantwortlichen glücklich wären, wenn sie zumindest die Zahlen mit Dormagen tauschen könnten. Ich hoffe für Geerken, dass er irgendwo den einen oder anderen Besserungsschein, Rangrücktritt oder gar eine Patronatserklärung des AR versteckt hält.

    Leider hat der herr Horstmann vergessen zu sagen, das mehr als ein Drittel des jetzigen Schuldenstandes unter seiner Ägide aufgelaufen ist. Und man darf noch gerne auf die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2009/2010 warten. Da kommt noch richtig was, genau wie dieses Jahr. Was bei der ganzen Sache noch gar nicht genügend erwähnung findet: da werden zu Saisonbeginn Etats zwischen 3,6 und 4,4 Mio. Euro verkündet, am Ende fehlen 1 - 1,5 Mio. Euro. Dabei wurden aber noch Spieler/Trainer verkauft bzw. nicht verlängert, sagen wir mal rund 500Teur pro Saison, und das war ja zu Saisonbeginn gar nicht geplant. Das heisst, in Wirklichkeit wurde daher in den laufenden Saisons durchschnittlich 1,5 - 2 Mio. Euro Miese gefahren, ganz ohne alte Schulden. Und das gilt für die Saison 2010/2011 höchstwahrscheinlich genauso. Eine beängstigende Rechnung. Und alle neuen Vernatworlichen waren auch da schon dabei, wenn auch manchmal in anderer Funktion.
    Ich hoffe wirklich, dass es gelingt die Gläubiger in der Quote zu drücken (daher spielt die Lizenzverweigerung den VfL-Verantwortlichen in die Tasche, denn bliebe es dabei, gäbe es gar nichts) oder aber die oberbergische Wirtschaft macht die Taschen auf, das glaube ich aber nicht.
    Aber am meisten Sorge macht mir, was kommt nach dem Cut und 0Euro Schulden? Mit 2 Mio. Etat spielt man gegen den Abstieg, da kommt dann im erfolgsverwöhnten GM keiner mehr, das Modell Balingen zieht in GM nicht.

    Ich denke auch, dass bei Seads Aussage "was wäre wenn" nur ein wehmütiger Rückblick ihm zugestanden werden sollte. Natürlich ist diese Aussage im Kontext mit Potenzial irreführend und natürlich auch ein bisschen größenwahnsinnig. Aber welcher gute Trainer ist das nicht?

    Aber die Aussage, das in den letzten Jahre "Schulden mit Schulden abgebaut" wurden , erinnert mich ein wenig an minus mal minus ergibt plus. Gibt es aber in diesem Fall eben nicht. Der Vfl hat in jedem der mindestens letzten 7 Jahre über seine Verhältnisse gelebt. Das ist Fakt und den muss man auch nicht klein- oder schönreden. Balingen könnte ja auch sagen, was haben wir für ein Potential, wenn Daimler Benz uns jedes Jahr mit 2 Millionen sponsort.

    Aber das soll doch nicht die tolle gestrige Leistung schmälern, das war ganz groß, dieses Zurückkommen.
    Ein bisschen Angst habe ich dennoch vor der nächsten Saison, falls die Lizenz kommt und Vukovic, Wienczek (wahrscheinlich), Kranz und Stojanovic weg sind und es kommt nichts gleichwertiges. Mit dem Torwart (auch der neue ist nicht der Brüller) und dem Rückraum wirds sportlich sehr eng werden. Und man kennt ja das Gummersbacher Anspruchsdenken, das bekommt dann eine Eigendynamik, am Ende könnte man gegen den Abstieg spielen und nur noch 800 Zuschauer kommen hin. Und dann hat sich das auch mit dem Potenzial erledigt.

    Kienbaum musste ja in die Bütt nach dem Zerwürfnis mit Krämer.
    Aber ich werde nicht müde zubehaupten,es liegt nicht oder nur sekundär an den Qualtiäten der Geschäftsführer/AR. Was hat denn Horstmann, ein bekannt und erwiesenermassen guter Fachmann erreicht? In seiner Ägide wurden genauso viel Verbindlichkeiten aufgebaut, wie in den späten Jahren von Krämer ab 2005/6. was kann ein Geerken et al denn schon machen ausser sich vom Tafelsilber zu trennen? Konstruktiv an Zukunftsmodellen arbeiten, wenn einem der Pleitegeier im Nacken sitzt? Was sollte ein Houlet machen, wenn sich durch seinen Vorgänger bedingt, viele Strukturen aufgelöst und verselbstständigt haben und schon AR-Mitglieder hinter dem Rücken der Geschäftsführung Spieler zu horrenden Gehältern verpflichten? Von den exorbitanten Verlusten mal ganz schweigen, die der Business-Club-König Hecker hinterlassen hat, weil er schnell gemerkt hat, das er so nichts reissen kann. Aber was sollte er machen, gegen den Allmächtigen anstinken und keine Vereins-EM abhalten?
    Fakt ist: der VfL braucht ein neues Konzept, ein ganz neuen Ansatz, auch der Finanzierung, notfalls auch mit dem Gang durch die dritte Liga. Und die neue Halle braucht er auch. Nur wie will er die finanzieren? Die Chance der Finanzierung durch den EKZ-Investor hat man nicht genutzt, weil es eben auch verschiedene Interessenlagen und Standortpräferenzen gab.
    Und bitte nicht: wir machen jetzt in junge deutsche Talente. Das machen alle Vereine, wenn ihnen nichts mehr einfällt. Das muss tiefer gehen. Und eine Akademie ohne Bundesliga ist so interessant wie ein Kühlschrank am Nordpol. Als Nachwuchsreservoir taugt sie nur bedingt (gemessen an den Kosten konnte und könnte man sich junge Talente auch effizienter sichten und verpflichten), aber als Anker in der Region ist sie Gold wert.

    Nein, das addiert man nicht.
    Aber die Verluste der Saions 2009/2010, 2010/211 kommen noch hinzu, das erhöht dann wieder die ALTLASTEN (über die falsche Verwendung dieser Begrifflichkeit habe ich moch schon ausgelassen.

    Habe eben den Bettel-Brief gelesen mit den besagten Gründen, warum jetzt alles besser sein soll als früher. Ich frag mich, warum Alle die gleichen Fehler noch einmal machen müssen. Der Brief ist wahrscheinlich aus den Jahren 1994, 1997 und 2000 hervorgeholt worden und mal schnell mit aktuellem Datum versehen worden.

    Das Schlimme daran ist, das die Leute das wirklich ehrlich meinen (so wie die Leute zuvor auch) und auch wirklich gute Leute sind, aber eines ist ganz deutlich: Auch hier wird kein neues Geschäftsmodell vorgestellt, welches zukunftssicher ist. Zu sagen, wir sind ab jetzt ein Unternehmen ist schon reichlich dünn. Man sollte mal Mitschnitte von PK der letzten 10 Jahre mitlaufen lassen, es ist echt immer das Gleiche.
    Schade.
    Und immer noch grüßt täglich das Murmeltier.

    Snuffmaster: alles was David G. schreibt entspricht 100% der Wahrheit. Auch wenn es beim Schmieden von Verschwörungstheorien nicht hilfreich ist. Von ungedeckten schecks habe ich übnrigens nicht geschrieben.
    Und das der VfL so hohe Sponsoreinnahmen hat, ist ja Teil des Problems, das sind nämlich verdeckte Mäzenaten-Leistungen. Oder wieso sollte ein Haupotsponder mehr als das doppelte bezahlen, als er in Form von Werbeleistung erhält? Und der Sponsor weiss das auch, also Mäzenatentum. Und komme mir jetzt bitte nicht einer mit dem überragenden Werbewert des VfL. Der Werbewert runtergebrochen den TKP ist für jeden Verein von einer vernünftigen Sponsoring-Agentur errechenbar. Und der VFl bekommt eben mehr und das führt zur Verblendung, nach dem Motto für 3 Mio. Sponsoring sind wir immer gut. Und wenn die neue Halle kommt und der VfL muss die Rechnung zahlen (Betriebskosten ohnehin, aber auch Zins und Tilgung für den Eigenanteil, denn so sicher ist das mit der einheimischen Wirtschaftsförderung nicht), ist es auch essig mit der Verbesserung der Zuschauereinnahmen. Und was dann?

    Um jetzt nicht in das Horn der Dormagener rein zu blasen: Ich bin VfL-Anhänger. Dennoch muss man sich den Blick für die realitäten bewahren.

    Seit geraumer Zeit beobachte ich das Possenspiel des VfL
    über Finanzen, Altlasten und Ursachenforschung. Nun, wo es wohl richtig ernst
    wird, werde auch ich erstmals meinen Senf dazu beitragen:


    Zum ersten, die Altlasten. Dieser Begriff ist schlichtweg
    falsch und wird ständig von Verantwortlichen, Fans und sogar von der Journaille
    gebetsmühlenartig strapaziert. Die Fakten sind: 2006 –Verlust 680 TEuro, 2007
    –Verlust 1,45 Mio. Euro, ja sogar 2009 (!) 1,3 Mio Euro. 2010 und 2011 wurden auch deutliche
    Verluste erzielt, beispielsweise hat der Hauptsponsor schon sein Geld für die
    Saison 2011/2012 jetzt schon reingegeben.


    Lediglich im Jahr 2008 wurde ein Gewinn erzielt, dank
    Transfererlöse und der Einlage der IGM. Das war auch das Jahr, wo ja der
    finanziell angeblich so unterbewanderte Houlet die Geschäftsführung innehatte.
    Die Zahlen sind übrigens „in Stein gemeisselt“, kann man beim Bundesanzeiger
    nachlesen.


    Wir merken, man braucht gar keinen Krämer um vernünftige
    Schulden zu machen. Zur Saison 2004/2005 hatte der VfL rund 900TKE
    Verbindlichkeiten, welche allerdings durch Eigenkapital und Nachrangigkeit
    abgesichert waren. Davon würden die Verantwortlichen heute träumen. Und nun
    bitte, macht weiter mit Altlasten.


    Die Wahrheit ist: Der VfL hat kein funktionierendes Geschäftsmodell.
    Zuschauereinnahmen sind nicht existent, das, was die Eugen-Haas-Halle
    aufbringt, geht in die Häppchen und Schnittchen für die Sponsoren und Förderer,
    da bleibt nix. Das Highlight Kölnarena hat man sich marketingtechnisch kaputt
    gemacht, indem man immer da spielen wollte. Sollte sich ja rechnen, ach ja, wer
    hats damals (schön-)mgerechnet?


    Der verstärkte Einbezug der lokalen Unternehmen/Sponsoren
    ist prima, nur bis auf Schwalbe produziert handelt keiner mit Consumergoods,
    d.h. da hat keiner was von (zu teuer bezahlter) Werbung. Der VfL war immer
    angewiesen, Sponsorenrechnungen zu schreiben, die dem Marktwert deutlich
    überstiegen haben, sprich, die Sponsoren haben mehr bezahlt als bekommen.
    Selbst bei Eugen Haas selig hat man schon siebenstelligen Beträge von Erdgas
    bekommen und auch benötigt.


    Also war man immer darauf angewiesen, was man so schön als
    Mäzenatentum bezeichnet. Und das geht auf Dauer nicht gut, so wie die Beispiele
    Maxima (auch die haben richtig bezahlt), SMM und Kienbaum gezeigt haben. Das
    Geschäftsmodell, mit dem auch der VfL den Spagat hinbekommt, überhaupt
    Bundesliga mit Anspruch „Europäisch“ zu spielen einerseits und andererseits
    keine Zuschauereinnahmen, keine passende Wirtschaftsstruktur vorzuweisen,
    dieses Modell muss noch erfunden werden.


    Aber ich bin mir schon recht sicher, dass gerade bei den AR
    und Gläubigern gerade das Spiel läuft „wer zuckt als Erster“ und dann werden
    die Penunzen schon fliessen. Und dann wird wieder verkündet werden, dass man
    jetzt aber neue Strukturen schaffen möchte, alle an einem blauweissen Strang
    ziehen und in spätestens 3 jahren will man wieder oben sein. Und in drei oder
    fünf Jahren geht der Schweinezyklus wieder von vorne los.


    Und täglich grüßt das Murmeltier!