Jochen, die von mir genannten Firmen sind alle Trikotsponsoren plus zusätzlich entsprechende weitere Werbemedien. Dafür werden sechstellige Beträge bezahlt. Dieser errechnen sich (bzw. sollten sich errechnen/vergleichen lassen, zb. durch TKP).
Das Argument des Networking wird natürlich besonders von den Vereinen selber strapaziert, da es eben nicht messbar ist. In den konkreten Fällen findet/fand es nicht statt und hat eben keinen Nutzen. Networking im VIP-Bereich (sog. strippenziehen, meet and greet, etc.) macht nur auf einer kleinregionalen Sache Sinn, z.B. in diesen lokalen Wirtschaftsklubs (Klub 100, Business club, etc) und auch nur dort gefühlt. Kann man auch alles messen, bzw. wurde schon analysiert. Im Endefeffekt wird ein gefühlter Nutzen immer attestiert, damit diese Ausgaben eben als Betriebsausgaben steuermindernd gebucht werden können. Deswegen ist die Gleichung Privatperson=Mäzen hinfällig, denn diese Privatpersonen versuchen fast immer, die Ausgaben als Betriebsausgaben steuermindernd abzusetzen. Frag doch mal einen Prüfer des Finanzamtes, die schauen sich das in den letzten Jahren immer genauer an, Thema Liebhaberei. Ich behaupte, dass das in den 3 Ligen nach Fussball (Handball, Eishockey und Basketball) mindesten die Hälfte aller Sponsorzahlungen verdeckte Liebhaberei sind und zukünftig vermehrt abgebaut werden (müssen).
Beiträge von David G.
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Arcosh, generell ok, nur bitte, wer hat einen Werbewert von den Genannten? Und es ist doch zweifelsohne 100mal besser eine win-win-Situation mit seinem Sponsor zu generieren als nur eine win-Situation zugunsten des Vereins. Schau mal zum Fussball, wie lange und partnerschaftlich echtes Sponsoring funktionieren kann. Oder in den hohen Norden. Der THW hat nur einen mit b+m, und genau der ist auf dem Ars.... Ansonsten alles Unternehmen, die was davon haben, einen marktgerechten Gegenwert dafür entrichten (die Zahlen kenne ich). Die daraus resultierende Stabilität kommt nicht von ungefähr. Beim VfL kommt nur Schwalbe und (noch) die Kreissparkasse in Betracht (deren jährlicher Beitrag geht in Ordnung, aber dafür dürfen die nebenbei noch ordentlich reinzahlen). Alle anderen zahlen für was, was sie nicht benötigen und dann auch noch zuviel. Da ist die Gefahr, ich weiss nun mal von der vorherrschen Meinung in GM, dass der VfL für 3Mio Sponsoring gut ist. Und das ist er eben nicht. Und vor dieser Fehleinschätzung kann man nicht genug warnen.
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Nun, es besteht schon ein grundlegender Unterschied zwischen einem Mäzen und einem Sponsor: Der Mäzen bekommt für sein Geld keine Gegenleistung, der Sponsor bekommt Werbung.
Natürlich kann aus einem Mäzen ein Sponsor werden (allein aus Fiskalischen Gründen, denn ansonsten betreibt er Liebhaberei). So wie z.B. Rudolf mit seiner GDH, der hat allerdings nichts von seinen Kontakten. Oder beim VfL damals ISE als größter Einzelsponsor, der hat damit als Automotive-Zulieferer nicht einen Auftrag mehr an Land gezogen. Um es kurz zu machen: Auch Sponsoren, die nichts von der Werbung haben sind Mäzene. Beim VfL fallen mir von den größeren
adhoc ein: Kienbaum, Ferchau, Schmidt+Clemens,Intrum und auch Eaton. Früher noch viel mehr. Na, schnackerlts? Ach ja, ich warte auf denjenigen, der jetzt kommt und erzählt, das vor dem Engagement kein Schwein Kienbaum (oder einer von den anderen) kannte und erst durch das Engagement beim VfL in den Reigen der Großen gelangte. Dann möchte ich plädieren, das Forumseintrittsalter auf 12Jahre zu erhöhen.
Und genau das ist das Risiko. Firmen, welche Consumer-goods herstellen, schalten Werbung, auch und erst recht, wenn das Geschäft schlecht läuft. Die Pseudo-Sponsoren sparen als erstes daran, und auch wenn das Geschäft nicht schlecht läuft, muss denen nur eine Laus über die Leber laufen, sie sind beleidigt und ziehen sich zurück. Und dann brennt der Baum. Wie oft hat das der VfL schon erlebt? Wie stehen die Chancen, dass er solches wieder erleben darf, bei der Sponsoren-STRUKTUR? -
Genau das ist der Punkt. Entweder Modell Balingen oder Modell Mäzen. Modell Balingen soll jetzt kommen, wird aber in GM nicht funktionieren, die gleiche Situattion gabe es schon 2000-2001/2. (und in den 90ern) Modell Mäzen wird auf Dauer auch nicht funktionieren, hat der VfL selber mannigfache Erfahrungen gemacht (und viele andere auch. warten wir doch mal. was Hamburg demnächst macht, wenn sich Rudolph zurückzieht/ziehen sollte. 20 Mio. in 7 Jahren ist kein Pappenstiel).
Aber warum müssen die überhaupt Modell Balingen fahren, haben doch 4,2 Mio. für die nächste Saison im Sack, mit einer neuen Halle muss es sicher nicht weniger werden. Und warum dann überhaupt konsolidieren, sind doch schuldenfrei, haben einen 100% gedeckten Etat. Ist doch alles wunderbar. -
Auge, natürlich ist es so, wie Du schreibst: der Vfl hat es geschafft, Dormagen nicht. Da hat keiner mit dem Finger auf den anderen zu zeigen.
Aber ist es nicht grundsätzlich verständlich, dass sich Vereine, die z.B. nicht den Europapokal gewonnen haben, den auch gerne gewönnen hätten, indem sie Spieler verpflichtet hätten, die sie am Ende mit erlassenen Schulden bezahlen könnten?
So war das damals bei Nordhorn, bei Essen und nun eben bei Gummersbach, nur mit dem Unterschied, dass es der VfL wohl hoffentlich geschafft hat.
Und das die Dormagener jetzt am lautesten schreien, ist doch auch normal, erst nimmt man ihnen die Spieler, und am Ende hat man auch selber kein Geld, eine normale, verständliche Reaktion also.
Und die dritte Gruppe hat auch nichts mit Neid zu tun, die gönnt dem VfL die Rettung, macht sich aber Sorgen über die Zeit danach, weil man nicht konstruktives zu hören bekommt, ausser substanzlosen Allgemeinplätzen. Und eines ist auch sicher: wenn jetzt Transparenz den neuen VfL ausmachen soll, dann sollten die Verantwortlichen erst nach der Erteiling der Lizenz damit anfangen. Diese Rettung würde keine Transparenz vertragen. -
Aber das ist doch genau das Problem: Die Hallen sind gut gefüllt und die Probleme sind weiterhin da (Wetzlar ist ja offiziell durch die Medien gelaufen und Flensburg hat das still irgendwie geschafft. Und Lemgo backt deutlich kleinere Brötchen, aber da sind die Fans auch zahlreicher und vor allem nicht so anspruchsvoll) Trotz gefüllter Hallen, trotz guter regionaler Vermarktung. Es muss was in GM kreeiert werden, was eben über das bekannte hinaus geht. Der Standort ist nicht für mehr als 2 Mio gut.
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Die Kosten sind nicht gestiegen, die geplanten und zugesicherten (!) Einnahmen konnten nicht erzielt werden. Die Kosten sind rel leicht zu planen, 70-80% Gehaltsaufkommen, die kann ich ja ganz genau kalkulieren, auch die anderen Betriebskosten habe ich drin. Einziges Risiko sind hier vereinbarte Prämienzahlungen für EC-Siege und entsprechende Mehraufwendungen der Reisekosten. Was dann noch kommen kann, sind nachträgliche Spielerverpflichtungen, wo man aber erst auch per Nachweis der Finanzierung die Spielgenehmigung bekommt.
Die Einnahmen sind da schon viel schwieriger zu planen, vor allem Zuschauer (wenn man nicht Kiel ist) und klein- bis Mittelsponsoring. Einbrüche gibt es gerne dann bei großen Risiken (z.B. Kölnarena, jedesmal ein sechstelliges Risiko), bei ausbleibenden Zuschauereinnahmen, optimistischen Fehlkalkulationen im Pokal sowie bei jeweils wirtschaftlichen Entwicklungen, dann wartet man gerne auf sein Geld. Und wenn dann noch der ein oder andere Großsponsor seine fixe Zusage nicht ganz so fix hat vertraglich absichern lassen, wupps, fehlt Geld. Wobei ein fehlendes Fünftel wie 2008/2009 und 2005-7 schon ganz großes Kino ist. Kann mir so eine Fehlplanung nicht erklären, vor allem nicht zum wiederholten Male.
Übrigens hat der VfL bestenfalls ein 12tel der Zuschauereinnahmen aus Kiel. Darum ist Kiel auch so konsequent stark über die ganzen Jahre: dort machen die Zuschauereinnahmen rund die Hälfte des Etats aus (und die Hallenkosten dank Pauschale nur ein 10tel). Da kann man ganz anders planen. dann kommen noch fast in gleichem Maße Klein-Mittelsponsoring zu, sodass die Provinzial nur das toping on the cake sind. Das nennt man dann einen grundsoliden und gesunden Klub (d.h. nicht, dass man den nicht auch zugrunde wirtschaften kann).
Was der User Schnuggl sagt, stimmt ja auch, generell scheint es, dass man dem Teufel noch mal von der Schippe gesprungen ist, und das ist gut so. Kann auch die Empörung bei anderen Vereinsanhängern verstehen, dennoch ist es für mich gut dass der VfL erst mal drinn bleibt. Nur: Die einzige Hoffnungsquelle - neben dem Geseiere neue Strukturen, professionell, blablabla - ist die neue Halle ab 2013/2014. Und genau hier sehe ich ein unglaubliches Risiko der Wirkungsüberschätzung. Ich erinner deshalb gerne an die Megakrisen in Flensburg, in Wetzlar, in Lemgo(?), auch VfL ganz in Köln. Dieses Krisen kamen auf, NACHDEM die Hallen ausgebaut bzw. neu gebaut wurden. Das hat die Augen ein wenig verdunkelt vor der Tatsache, dass ich eine Halle beliebig ausbauen kann, aber nicht die Einwohnerzahl meiner Region. Und die Region per Marketing zu vergrößern (wir müssen ins Sauerland, ins Märkische, in den Siegener Raum, etc.) ist im Handball ohnehin und im alternativreichen Raum zwischen Köln-Wuppertal-Dortmund-Siegen erst recht von einem kleinen mittelständischen Unternehmen wie dem VfL (um in der neuen Unternehmersprache zu bleiben) nicht zu leisten, soviele Mittel hat nicht mal der THW.
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Snuffmaster
es reicht nicht zu sagen, dass ich die Tatsachen nicht richtig wieder gebe. Da wo ich nicht im Konjunktiv geschrieben habe, sind die von mir geschilderten Tatsachen bitte als solche zu sehen, sie als eigene Schutzbehauptung für die Betriebsblindheit als falsch abzutun ist schlichtweg durchsichtig und naiv. Oder Du bringst eigene Fakten auf den Tisch. Und dann kann man immer noch sehen, welche Tatsachen jetzt tatsächlicher sind.Und zum Thema Strukturen: es scheint, ob dieses gebetsmühlenartige Herleiern der endlich neuen Strukturen sowas ist, wie ein Universalmessias, natürlich verbunden mit "Hoffnung" das die jetzigen aber wirklich toll und vertrauenswürdig sind.
Also noch mal ganz klar: Strukturen sind kein Konzept wie man sich am Markt platzieren möchte, ist das so schwer verständlich oder will das nicht verstanden werden????!!!!!
Strukturen waren vorher da, sind jetzt da und werden morgen da sein. Ob die jetzt immer richtig passen oder optimierungsbedürftig sind, daüber kann man sicher streiten. Aber Strukturen werden von handelnden Personen gelebt, und das sind die gleichen, wie vorher auch, nur in anderen Aufgaben. Und Strukturen helfen ein ökonomische Nische effizient zu füllen, aber sie schaffen keine!Und noch ein Widerspruch für mich: wenn angeblich 2009/2010 rund 600TE Verbindlichkeiten abgebaut worden sind, und 2011 gab es keine Verluste, dann kann man doch von einer richtig guten Situation reden, warum also das ganze TamTam nach Veränderung ud Reissleine zeihen? Die Antwort spare ich mir. Aber gewiss werden einige Blindfische auch hier noch was schönes drin sehen.
Und jetzt noch ein Sachverhalt, der mich doch weiterhin nachdenklich stimmt: der Etat für die nächste Saison ist doch jetzt wohl gedeckt und beträgt rund 4,2 Mio. Jetzt sind Krantz und Vukovic weg, beide haben gutes Geld verdient. Mit Stojanovic ist der Spitzenverdiener von der Gehaltsliste. Evtl. geht Wiencek auch noch, der für damalige Verhältnisse auch ordentlich verdient hat (Anic und Wiencek zusammen waren sogar teuerer als Gunnarson). Jetzt kommt ein preiswerter Torwart, für Krantz kommt wohl gar nichts (ich weiss, Mahe, aber der hat eine ganz andere Rolle) und für Vukovic evtl. der Slowene aus Spanien oder sonstwer, jedenfalls preiswerter als bisher. Als überdurchnittliche Spieler verbleiben (noch) wohl nur Pfahl und Zrnic sowie der Trainer bei ähnlichem Gehalt. Der Rest ist BL-Durchschnitt und darunter. Wobei auch dieser mitunter sehr gut bezahlt wird, ein Wagner bekommt pro monat einen deutlich fünfstelligen Gehaltsscheck.
Ich schätze (Achtung snuffmaster!!), die Gehaltsumme auf bestenfalls 2 - 2,2 Mio (wenn es mehr sein sollte, ist keinem mehr zu helfen). Dann verbleiben noch 2 Mio. für den Rest, und das ist mindestens 1 Mio zuviel. Ich vermute mal, dass mit neuen Strukturen gemeint ist, evtl einen Wasserkopf an Verwaltung abzubauen? Also einfach mal ein paar Leute rausschmeissen und mit dem spitzen Bleistift an die Kosten zu gehen? Oder doch noch andere stille Verbindlcihkeiten zu tilgen? Denn mit einem solchen Etat muss man mindestens Platz 6-8 erreichen. -
Auf den ersten Blick könnte es so sein, aber der 2. und 3. Blick sagen was anderes:
-Timmerbeil hat doch selber gesagt, dass bis auf 2002/2003 kein Überschuss -130.000-erwirtschaftet werden konnte (nebenbei, das spricht eigentlich auch sehr für das damalige Konzept)
-Gehälter wurden in 2009/2010 sehr zögerlich ausgezhalt, häufig mit mehr als monatlicher Verspätung.
-ab spätestens 2010 hat ein ein Unternehmer monatlich rund 100TE in den Vfl gepumpt, ohne Sponsorgegenlesitung (der bis gestern einer der Gläubiger war/ist).Alles das sind eindeutige Indizien, dass sicher kein Überschuss erzielt worden ist, um Verbindlichkeiten abzubauen. Jetzt stellt sich die Frage, ob Horstmann Blödsinn erzählt hat (nur nebenbei: die jetzige Aussage, endlich professionell zu arbeiten ist schon ein Schlag ins Gesicht von Hernn Horstmann, er hat also amateurhaft, sprich schlecht gearbeitet), oder aber ob andere Wege denkbar sind, trotz Verlusten Vebindlichkeiten abbauen zu können.
Zum Beispiel könnte es sein, das Transfererlöse rausgerechnet worden sind, oder die Hilfszahlungen ab 2010 als betriebsfremde Erträge, usw. usw. Ein bisschen Phantasie, ein guter Steuerberater und da geht dann einiges. -
Mal ganz simpel dargestellt:
kommunizierte Schulden 4,4 Mio. (m.E. fehlen da noch die Unterdeckungen aus 2009/2010 und 2010/2011)
den Gläubigern angeboten wurde 50% Quote, damit der Vfl zum 30.06.2011 schuldenfrei dastehen soll, macht 2,2 Mio.
Geplanter Etat für 2011/2012 4,2Mio (vielleicht waren es jetzt auch 4,4, kann jetzt nicht nachsehen)
Liquiditäsunterdeckung für kommende Saison genau diese 2,2 Mio.d.h. man hat aus den kalkulierten und abgesicherten (!) Einnahmen von 4,2 eben 2,2 rausgezogen, um die Schulden damit zu bezahlen. Und genau die fehlen, bzw. fehlten, denn die hat man binnen 1 Woche aquiriert.
In echt war es so, das die Gläubiger mit weniger als 50% (also 2,2Mio) zufrieden waren (mussten). Ich kann mir aber auch vorstellen, dass da wieder einer aufgetaucht ist, der sagte: Jungs, sammelt alles was ihr einsammeln könnt, drückt die Gläubiger wo ihr sie drücken könnt, und am Ende des Tages deckel ich den Rest. Daher auch immer die Zuversicht, daher auch der kurzfristige Appel an die oberbergische Wirtschaft, daher auch die Naivität, einen solchen Lizenzantrag überhaupt abzugeben. Wie schon geschrieben, nicht schlecht.
Aber auch und erst recht bei Einbezug dieser Möglichkeit bin ich mal gespannt, wie dieses zukünftig verhindert werden soll. Denn das war dann sowas wie unglaubliches Glück und pokern, aber nicht konstruktives,kreatives Gestalten einer schulden- und mäzenfreien Zukunft. -
Mal ganz im Ernst: Das hat mit Verschwörungstheorien nicht zu tun. Hier wurde die HBL durch Verweigerung der Lizenz einfach clever instrumentalisiert und so ziemlich alle vorgeführt. Als ob die in einer Woche 2,2 Mio eingesammelt hätten, das geht an jeder Realität vorbei. Danke an die Gläubiger, danke an den Regisseur dieses Drehbuchs, Hollywood liegt ab jetzt rechts vom Rhein.
Für die Fans, Für die Region und sogar fü die Mannschaft freut es mich dennoch, haben es verdient.
Nur, liebe Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure des VfL: wenn es ein Mehrteiler werden soll, braucht ihr ein brauchbares Konzept und kein (konstruiertes) Wunder aus dem Bauernstadl. -
Also ist es so gekommen wie erwartet, ich bleibe dabei, es werden erfolgreiche Nachverhandlungen mit den Gläubigern geben und dann wuppt das auch mit der Lizenz. Aber ich stelle fest, dass doch immer mehr die Frage nach dem "was kommt danach" stellen. Und ich finde wirklich, dass dieses ganze Struktrurengerede sehr dünn ist und eben alles, nur kein Konzept. Und wer meint, eine ISO-Zertififzierung (den Gedanken gab es schon 2000/2001 auf der Höhe der Iso-Mode ) bringt was, sollte sich mal mit den Grundsätzen einer Zertifizierung auseinandersetzen, gefällt vielleicht der Firma Ferchau.
Auch das Werben mit der Akademie für die Bundesliga ist eigentlich nicht ganz fair, hart ausgedrückt und interpretiert konkurrieren da 2 Systeme miteinander (wenns fianzeill eng wird, und ist es das nicht chronisch?). Ich als Sponsor würde schon sicherstellen wollen, das mein Obulus für die Nachwuchsförderung auch da ankommt und nicht in iregndwelche Profitaschen gesteckt wird.
Kurz: es fehlt immer noch das sowas, was man mit Recht als Konzept bezeichnen würde. Einfach zu sagen wir sind professionell ist schwach, waren die Leute vorher durchaus auch, nur die Eigendynamik eines Schweinezyklus sollte man nicht unterschätzen.
Zum Thema Heiner Brand: ich finde es überhaupt nicht bedenklich oder schlimm, dass er sich für seinen Heimatverein einsetzt, er ist ja nun auch kein Trainer mehr. Eine Zusammenarbeit in irgendeiner Form hat es seit 2000 gegeben, wenn auch informell. Er wurde fast zu jeder Verpflichtung konsultiert und um Meinung gefragt. Zuletzt wurde auch die (richtige) Verpflichtung von Patrick Wienczek auf sein "Drängen/Empfehlung" hin getätigt, mit der Folge der 3 Kreisläufer im Kader. -
Nun, ist doch relativ einfach zu spekulieren:
Der Junge auf dem weissen Pferd ist nicht gekommen und hat die Prinzessin erlöst, denn ansonsten hätte man schon was gehört.das gleiche gilt für den SuperGau, denn dann hätte man auch schon was gehört.
Es ist also wie immer im Leben - grau. Das heisst, ein bisschen was ist zusammengekommen, aber nicht die volle Summe. also fängt jetzt das prognostizierte Nachverhandeln mit den Gläubigern an.
Hört sich doch logisch an? -
Hab mir gerade mal das volle Interview mit Timmerbeil auf rundschau-online durchgelesen. Kann mir mal einer erklären, warum selbst der ehem. (von 2000 an) Steuerberater der VfL Spielbetriebs-GmbH und deren jetziger AR-Vorsitzende nicht die Geschichte korrekt wieder geben kann? Es war der Verein, der insolvenz ging und in deren Folge fast auch die GmbH, die ihrerseits wieder finanzielle Probleme hatte (Rückzug des Mäzen SMM durch nicht geklappte Fusion mit Wuppertal und Verweigerung der Stadt GM, SMM im Hallenneubau!!! entgegenzukommen). Aber die GmbH ging nicht in die Insolvenz, konnte sogar beitragen, dass der Stammverein ein gewisse Quote anbieten konnte und schaffte schließlich die Lizenz gegen alle Chancen zu bekommen (die sog. Lex Gummersbach). Aber bei null stand die nie. Sollte doch ein Steuerberater wissen, ob sein Klient in dei Insolvenz ging oder nicht, auch wurde Krämer erst 2002 AR-Vorsitzender. Hoffentlich weiss es der heutige AR-Vorsitzende besser, seinen möglichen Sponsoren das richtige zu sagen unddie Kuh vom Eis zu kriegen.
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Nun ja, die ersten beiden Möglichkeiten kann man ausschließen, immerhin DAS bringt ja dieTradition mit sich, das man das Procedere kennt. Und die Grundrechenarten kennen die auch, selbst ein ehemaliger Torwart (da meine ich nicht nur AG mit).
Sicher ist der Lizenzvorenthalt ganz bewusst in Kauf genommen worden, um auch die letzten Zweifler zu überzeugen, dass es dieses Mal es nicht nur ganz schlimm und sehr ernst ist, sondern wirklich ganz ganz schlimm und noch viel ernster. Aber kann man es verdenken? Sind doch alle lange genug im Handball dabei und haben genug gehört, also lieber Barfuß oder Lackschuh.
Kriminell? Naja, ganze Länder machen es doch vor, Banken auch, warum nicht auch ein klammer Verein?
Ich würde es genau so machen (aber nur, wenn ich ein wirklich tragfähiges Konzept in der Hinterhand hätte, ausdrücklich hätte, aber darüber habe ich mich schon ausgelassen). Ich frage mich allerdings, welches Unternehmen Geld in einen Verein pumpt, welches direkt wieder zurück in die ach so geliebte Bank fliesst? Also einfach weg ist, ohne jede Chance unternehmerisch arbeiten zu können? Wenn das Unternehmen evtl. nächstes Jahr ein wenig Liquidität benötigt und deswegen zur Bank läuft, leihen die ihm sein eigenes Geld, vereinfacht dargestellt. Ist schon komisch, oder? -
Und welche Aussagekraft haben denn Deine Spekulationen auf die mögliche Einigung hin, sprich weitere Reduzierung der Quote für die Gläubiger um so eben mit weniger als 2 Mio hin zu kommen?
Ob das Geld jetzt von einem Unternehmen kommt oder von einer Privatperson ist zunächst einmal schnurz, das interessiert höchstens später mal das Finanzamt. Und ob ich jetzt Privatperson bin oder Unternehmen: einen Kredit an einen Verein oder sonstwen versuche ich immer irgendwie bestmöglich abzusichern, allein um mir hinterher keine Vorwürfe der Leichtfertigkeit oder gar Fahrlässigkeit anhören zu müssen. Zum Beispiel im konkreten Fall durch Transferrechte an Spielern, die der Verein natürlich lieber selber einstecken würde, bzw. schon im Etat verplant und/oder gar schon ausgegeben hat.
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heindaddel,
die derzeitigen Verantwortlichen haben sich doch klar positioniert: entweder keine Schulden mehr oder 3. Liga. 3. Liga würde aber zwangsläufig bedeuten, die schließen die Spielbetriebs-GmbH, und mangels Vermögen gibt es eben dann für die Gläuber gar nichts. Zumal die Gläubiger ja eine Bank und ein Sponsor sind, bin ich mir sicher, dass die beiden nicht den schwarzen Peter des Bundesliga-Handball-Todes haben möchten. Hinterher fragt doch keiner, warum die Bank die Reissleine gezogen hat, sondern nur das sie es getan hat.Und dschon ist man der Schuldige. Und ausgekocht sind die derzeitigen Verantwortlich schon genügend, das Spiel zu spielen. Und aus dieser Konstellation rührt mein Optimisus her (das es die Lizenz gibt, nicht es es ab jetzt wieder alles ganz toll wird und der VfL in 3 Jahren wieder oben ist).Alternativ können die auch so ein Kaninchen wie Dormagen die HRC(oder HCR) aus dem Zylinder ziehen. Das war genauso ein geplanter Lückenbüßer (das hat nichst mit Naivität oder Leichtgläubigkeit des Herrn Lieven zu tun, der wusste genau was er tat, HRC war ein bewusster Trojaner). Oder wie damals Schorn beim Tusem mit Weinerplan (das da was schief lief, pfiffen schon die Spatzen von den Dächerm resp. die Eulen von der Akropolis, bevor der Vertrag mit dem Tusem überhaupt aufgesetzt wurde).
Diese Nummer ist auch variierbar, so wie damals in Nordhorn auf einmal Mercedes-Benz auf den Trikots war (war aber nur ein örtlicher Händler, dem Rigterink ein paar mehr LKWs abgekauft hatte), daher musste es auf Intervention aus Stuttgart schwarz auf roten Trikots geflockt werden. War unheimlich werbeträchtig. Ich will damit sagen, wenn die Emotionen Überhand nehmen und der Blick für die Realität verloren geht, sind der Phantasie auch gestandener Geschäftsleute keine Grenzen gesetzt. Es ist mitunter sehr erschreckend.
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Aus dem heutigen Handball-world-Artikel:
"Einzig in der Saison 2002/03 gab es ein Plus von 130.000 Euro", stellte
Timmerbeil fest, der auch strukturelle Probleme ausmachte. In Köln
fehlten die Zuschauer, um wirtschaftlich zu arbeiten und in Gummersbach
sprangen nach und nach die Sponsoren ab. Nun will man professionelle
Strukturen aufbauen und auf Nachhaltigkeit und Transparenz setzen.Immerhin wird jetzt damit zugegeben, das die Altlasten Neulasten sind und es grundlegende Probleme gibt. Diese Erkenntnis gibt Hoffnung. Allerdings birgt die Aussage von Timmerbeil wieder die Gefahr eines großen irrtums der Fehleinschätzung: In Köln sind die Zuschauer erst dann ausgeblieben, als man das Highlight Kölnarena inflationierte und am Ende immer da spielte. Das war der Kardinalfehler von Krämer(s), Hecker und Konsorten, leider hat Timmerbeil sich das auch noch schöngerechnet. Aber bis dahin hat das Kölnmodell in seiner Ganzheitlichkeit vortrefflich funktioniert.
Das Risikopontenzial sehe ich vor allem in der Aussage des Rückzugs der oberbergischen Sponsoren. Das ist schlicht falsch, nie gab es mehr oberbergische Sponsoren, nie wurde mehr "heimisches" Geld aufgebracht. Allerdings war Handball früher aber viel preiswerter. Das letzte oberbergische Modell stammt aus den 90ern, da engagierten sich 2 damals noch kerngesunde, große mittelständische, finanzkräftige Firmen beim VfL, das waren Ackermann und Eschmann-Stahl. Dieses Engagement führte dann indirekt zur Maxima-Katastrophe. Und irgendwie erinnert mich das jetzige Modell mit Ferchau, S+C genau daran. Schwalbe nehem ich ein bisschen raus, da sie wirklich was von Sportwerbung hätten. Allerdings nicht im Handball (oder auch Tischtennis) sondern im Radsport, da ist also doch die Heimatverbundenheit ausschlaggebend. Alles nicht die besten Vorraussetzungen, wenn es nur eine win-Situation für den VfL gibt, und keine echten win-Win für die Sponsoren. Ich denke, darüber kann es nun wirklich nicht 2 Meinungen geben.Aber, ich glaube mittlerweile fest an die Lizenzerteilung. Warum? Ganz grob fehlen dem VfL ja 2 Millionen für die Saison, die sie ja an die Gläubiger auszahlen müssen, um -wie gewünscht - schuldenfrei dazu stehen.Würde man die Gläubiger nicht bedienen, wäre es wohl kein Problem die Saison mit 4,2 Mio. E darzustellen (allein das ist schon recht verwunderlich). Also wird am ende des Tages nur eine Million reinkommen, oder 1,2 oder was auch immer und das würden die Gläubiger eben anstelle der 2 Millionenj annehemn. d.h. 2 Millionen kann ich zusammenkratzen durch frisches Geld oder durch Verbindlichkeitenabbau durch Gläubigerverzicht.
Alles wird gut! -
Heinddaddel, Du hast verstanden!
Lediglich den Neustart in der 3. Liga gilt es meines Erachtens zuvermeiden, sofern und nur wenn dann ein funktionierendes Geschäftsmodell entwickelt wird, welches sicherstellt, dass der VfL tatsächlich zwischen PLatz 3-8 spielen kann. Aber ohne Mäzenatentum, ohne Nachschiessen und/oder Vorziehen von Sponsorzahlungen etc. Und genau daran mangelt es mir auch dieses Mal. Nur Schuldenfrei reicht nicht.
Und das Modell Balingen/Dormagen/Friesenheim und wie sie alle heissen, also mit rund 2-3 Mio Euro gegen den Abstieg zu spielen funktioniert in GM nicht, dafür wurde man zu verwöhnt.
Ich bin auch mal auf die Abschlüsse 2010 und 2011 gespannt-wenn jetzt schon das <hauptsponsorgeld für die nächste Saison verbraten ist.
Einen Neuanfang in der 3. Liga bedeuted aber eine BL-Abstinenz nicht nur von 2-3 Jahren, denn dann wird die Halle kaum kommen, die Begeisterung der jetzigen Sponsoren abflauen, das wäre dann tatsächlich ein Weg über 5-10 Jahre. Und wer weiss, wie der Handball sich bis dahin kostenmäßig entwickelt? Für eine Kommune mit 50.000 Einwohnern (und mit deutlich weniger in der Stadt selber) kann das eine lange lange Durststrecke werden.Snuffmaster: Ich verstehe doch Dein Ansinnen, auch Deine Motivation, und ich hoffe auch für den VfL. Doch in desem kritischen Moment ist selbst nur ein bisschen Betriebsblindheit fehl am Platze, es muss doch irgendwann mal schluss sein mit dem Schweinezyklus.
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Also, lieber Andy, bei allem Zorn, sollten wir doch um Sachlichkeit bemüht bleiben. Erschlichen wurde gar nichs, 2004 gab es die Lizenz ohne Auflagen danach regelmäßig mit Auflagen. Und solange Schulden/Kredite bedient worden, kann man nicht von erschleichen sprechen. Der VfL hat sich selber ein bisschen durch die mehr oder weniger selbst gesetzte deadline der Entschuldung bis zum Saisonende unter Druck gesetzt. Und dieses Geld fehlt jetzt in der kommenden Saison. Daher ist es legitim und auch Pflicht, wenn eine Einigung mit den Gläubigern gelingt (und sie wird gelingen, dann reichen auch evtl. die bisher gesammelten 800KE), auch in der 1. Liga zu starten. Nichts anderes hatte auch Dormagen beabsichtigt, haben dummerweise nur den falschen Insolvenzantrag gestellt.
Was mich aber viel mehr umtreibt: Und was dann? Heute habe ich von Geerken gelesen, dass der Saisonetat für 2011/2012 tatsächliche 4,2 Mio Euro beträgt. Jetzt stelle ich mir 2 Fragen: was um himmels willen kostest an der Rumpftruppe 4,2 Mio. bzw. was oder wer wird damit sonst noch bezahlt? Denn dieser Kader darf nächstes Jahr doch nur höchstens 2,5 -3 Mio. kosten. Ich glaube, der VfL zahlt immer noch zuviel. Wenn ich daran denke, dass ein Zacharow so viel bekommen hat wie seinerzeit ein Narcisse. Da fällt es sicher den Spielern leicht, mal auf 20% zu verzichten, wenn die verbleibenden 80% immer noch deutlich mehr sind, als bei vielen anderen Vereinen.Und die zweite Frage: wo um himmels willen sollen 4,2Mio überhaupt herkommen, ohne jede Zuschauereinnahme? Über den echten Marktwert habe ich schon was geschrieben. Das macht mir mehr Angst als das Ergebnis der jetzigen Vergleichsverhandlungen.