Beiträge von David G.

    Das der THW die höchsten Gehälter zahlt, stimmt eben nicht. Ende der 90er war der teuerste Spieler Talant D. bei Nettelstedt, auch bei GWD wars recht ordentlich. Hinzu aber dahinter gesellte sich Yoon vom VfL, der dann abgelöst wurde von Oleg V. DAHINTER kamen dann Spieler wie seinerzeit Lövgren oder Fritz beim THW oder aber auch Skrbic, Gentzel oder Vranjes von Nordhorn (fragt aber nicht nach Steuern). Die nächste Runde läutete dann der HSV an, mit den Brother Gilles, Lijewski, Laskovic. Auf diesem Level fanden sich dann so ziemlich alle wieder (also ca. 1/3 höher als die gleiche Klasse zuvor). Die nächste Steigerung fand dann im Zuge der Umwerbung der Rhein-Neckar-Löwen von Karabtic statt oder die Sponsoring-Übernahme bei Lemgo (Galya, Mimi, etc.), da kam der nächste Zuschlag drauf, so dass jetzt Spieler wie Vukovic vom VfL auf einem Nieveau ist wie vorher ein Lövgren. Und ein Jicha oder ein Omeyer jetzt sicher ganz oben stehen. Aber ich halte die Spitzenverdiener nicht für das Problem, davon gibt es nicht zuviel, aber von der Reihe dahinter (inzternationale Klasse) und bis zur 3. Reihe (nationale Klasse) gibt es schon einige, auch die, die dorthin geschrieben werden. Und die sind schlichtweg zu teuer bezahlt.

    Der THW hat sicher auch seine Zurückhaltung aufgegeben, das steht auch fest. Jetzt bietet der THW eben mit, so wie es Barcelona in den letzten 5 Jahren mit Ciudad gemacht hat. Es ist/war nämlich ein Irrglaube, das Barca soo viel bezahlt hat. Erst in neuerer Zeit ziehen die nach, analog zum THW. Und nun müssen auch sie sparen.

    Die Meldungen über die Schwierigkeiten von Ciudad Real, das Kasi-Theater der Rhein-Neckar-Löwen, die Meisterschaft des HSV oder das Gebaren meines VfL in der letzten Zeit werfen bei mir die oa. dringliche Frage auf: Inwieweit ist das Mäzenatum einzuschränken oder gar zu verbieten?

    Jetzt könnte man argumentieren, dass ist doch Sache des jeweiligen Vereins damit umzugehen bzw. umgehen zu müssen. Zahlt der Mäzen ist das schön. Widmet er sich anderen Hobbies zu, droht die Pleite. Was geht das die anderen Klubs an?

    Man könnte es aber auch so sehen: Dank beispielsweise der Herren Rudolph, Nielsen oder Diaz und deren Gebaren frei nach dem Motto "was kostet schon die Welt, ich will es haben" sind die Preise, sprich Gehälter" kräftig gestiegen, und dieser Preisanstieg geht vertikal bis hinab in die unteren "Qualitätsstufen" der Bundesliga. In den letzten 10 Jahren haben sich die Gehälter fast verdoppelt. Und das sicher nicht, weil die Einnahmesituation der Klubs sich analog verbessert hat. Es ist also keine marktgerechte Preisentwicklung, sondern eine Quasi-Monopol auf der Nachfragseite, weil jedes Jahr irgend ein neuer Hobbiest das Portemnnaie ganz weit aufmacht und den Spielermarkt korrumpiert. Und das die Herren Spieler mal dazu neinsagen ist illusorisch und auch verständlich.
    Das kann auch für Klubs, die eben über keine Mäzene haben, sehr kritische Auswirkungen haben, z.B. Wetzlar hatte es immer schwer, und es war auch in Dutenhofen immer spitz auf Knopf genäht. Jetzt haben sie eine wunderschöne Halle, einen durchaus entsprechenende Zuschauzuspruch und gehen letztes Jahr fast Insolvenz.
    Oder, das Gegenstück im Ranking, der THW Kiel. Ein finanziell erzsolider Klub muss aufgrund der Preistreiberei eines HSV oder Löwen an die Reserven gehen.
    Lemgo oder Flensburg geht es nicht besser.
    Alles das, weil es jedes Jahr irgend einen Preistreiber gibt. Und was ist mit den unauffälligeren Mäzenen, dort wo es nicht so auffällt, weil die Clubs so im Niemandsland rumtreiben, wie z.B. Meslungen oder der TUS-N-Lübbecke? Ohne die Eigentümer von Braun oder Spielothek, wären die überhaupt noch im bezahlten Handball? Auch die machen das Leben für andere Vereine viel schwerer, weil auch dort Gehälter aufgerufen werden, wo ein sportlicher Konkurrent ohne Mäzen nicht mithalten kann.
    Wie könnte denn eine Regelung aussehen, um diesen sehr kritischen und überraschendweise so gut wie nie thematisierten Zustand in den Griff zu bekommen?
    Immer dran denken, mit einer Regelung übers Mäzenatentum wären der Liga die Negativschlagzeilen wie Nordhorn, Essen, Gummersbach (Maxima) und Dormagen (2001) erspart geblieben. Und die anderen, indireten wohlmöglich auch.

    Das Derad an Kiel zerbrochen ist, tut mir leid. Das hat er sich sicher anders vorgestellt. Sicher sollte er zu Beginn als alter US-Adlatus der Liga ebendiesen Stuhl warmhalten. Dann nahm die Sache mit den beiden THW-Granden eine ganz andere Dynamik ein und US musste entdecken, dass sein Weg zurück nicht einfach werden sollte. Dummerweise hatte der neue AR-Vorsitzende auch nicht einen Narren an US gefressen und Derad fand sich zwischen den Fronten wieder und wurde zerrieben und von US auch noch vorgeführt (Transfers, Trainer, Spieler). Allen in Kiel ist doch klar, wo die wirkliche Hausmacht sitzt und wer an den Strippen zieht. Derads Wahl war aber von Anfang an falsch. Von seiner Persönlichkeitsstruktur eher introvertiert, wenig kommunikativ und eher geheimniskrämerisch veranlagt, mit einer Aussenwirkung eher als Buchhalter denn als Manager des Branchenprimus der Handballwelt ausgestattet, konnte das nur schiefgehen. Der THW hat in Kiel eine andere Rolle als jeder andere Klub woanders, Dort kommen regelmäßig die Granden aus Politik, Wirtschaft und Kultur zu den Spielen, die erwarten auch solch einen Gegenpart auf Klubseite. Derad stand immer auf verlorenem Posten. Das Verhältnis mit Gislason kommt noch dazu, war aber nicht entscheidend.
    Ob US zurück kommt? Wahrscheinlich. Als GF? Wahrscheinlich nicht, eher so als Sportdirektor und Aussenminister, so wie Juan Marin bei Ciudad. Aber dennoch wird klar sein, wer die Hosen anhat. Eigentlich wäre die Idealbesetzung des GF tatsächlich Theo Storm, als leichtlebiger Sanguiniker, an dem so alles abprallt. Wenn halt die Sache mit Karrabatic/Noka nicht wäre. Wenn...

    Nun, den Oberberger aus dem OBERBERGISCHEN LAND als "Rheinanrheiner" zu sehen, ist schon ein wenig gewagt. Wobei, langsam macht sich sogar der Karneval dort breit. Alles nur eine Frage der Perspektive.
    Aber die Dormagener sollten sich nicht zu große Brocken zum Vernaschen aussuchen. Wie siehrt es denn 20km flussabwärts aus, liegt Düsseldorf nicht am Rhein, und spielt Düsseldorf nicht in Liga 2 und hat Düsseldorf direkt mal 8 Punkte Vorsprung? Genau, die Macht am Rhein in Liga 2 ist nicht Dormagen, sorry.

    Mit RR haben die Dormagener einen richtig guten Fang gemacht. Bin mal gespannt, ob die Dormagener nach dem auch guten Trainer KW den "Defensiv-Struktur-Handball von RR mögen werden. Fakt ist, dass er gerade mit jungen, unverdorbenen Spielern mit seiner sehr aufrichtigen Art super klarkommt und sie auch entwickeln kann.
    Was mich nur wundert ist, dass er überhaupt Dormagen in Betracht zieht. Wenn ich bedenke, dass vor nicht allzu langer Zeit Lemgo, Melsungen und Wetzlar an ihm interessiert waren. Vielleicht haben ihn ja die Erlebnisse Gummersbach und Minden nachhaltig abgeschreckt. Nun ja, nun muss er mit Lieven klar kommen.
    Und zu Minden: ich bin mir sicher, das RR nur Hottis Bauernopfer war um nicht selber den Hut nehmen zu müssen, bei der Transferpolitik des Allmächtigen Postboten. Mit RR wäre Minden diese Saison auch aufgestiegen. Ich weiss, das werde ich nie beweisen können. Aber dieses eine Mal muss das genehmigt sein.

    Andi-Schmerzgrenze,
    Du hast mit deiner Einlassung bzgl. der Gummersbacher Zuschauerzahlen absolut recht. Ohne wenn und aber. Ich gehe ja noch sogar weiter, das Gummersbach mehr benötigt, da ein VfL der um Platz 15 mitspielt, von (fast) keinem der verwöhnten Gummersbacher gesehen werden will. Diese Sorge treibt mich ja derzeit um, wenn Du bitte meine Beiträge nachverfolgen möchtest. Allerdings sehen viele Gummersbacher meine Bedenken leider direkt als Nestbeschmutzung an.
    Aber man muss dem VfL gerade im Vergleich zum DHC konstatieren, extrem hohe Sponsoringeinnahemn zu generieren. Ok, vieles davon ist verdecktes Mäzenatentum, aber das einige, was dann übrigbleibt ist dennoch dreimal soviel wie in Dormagen generiert wird. Sicher könnte hier ein Marketingfachmann mehr herausholen. Aber ob es sich rechnet? Ich denke nicht!

    Um die wunderbare Freunschaft zwischen dem DHC und dem VfL weiter voran zu bringen: Eigentlich gehört doch dieser Thread in die Rubrik "2. Liga"?

    Und noch eine Meinung: JoJo hin oder her, auch er kann nicht zaubern. Lieven konnte es auch nicht. Derad auch nicht, es konnte nie jemand, nur die Bayer AG konnte. Und als sie wollte, klappte es auch mit der 1. Liga, mal ganz gut, mal weniger. Und als sie nicht mehr wollte, war es eben vorbei. Aber streut euch doch nicht Sand in die Augen. Sicher kann man die Arbeit von JoJo besser machen (wenn sie denn so war wie hier geschildert), aber das bringt auch nicht die notwendige fehlende Million. Und ein richtig guter Marketing-Mann kann nicht bezahlt werden und würde diese Tätigkeit auch nicht übernehmen wollen. Daher sehe ich in dieser Personalie keine kein Allheilmittel. Es ist eigentlich ganz simpel: Du brauchst für die 1 Liga (um keine Fahrstuhlmannschaft zu sein) im Schnitt mindestens 3000 zahlende Zuschauer, eher 4000, ein Mittelsponsoring von rund 600- 1 Mio und oben darauf die 1 bis 3 Top-Sponsoren, macht dann minimum 2 -2,5 Mio.. Wenn eine dieser Säulen fehlt, brauchst Du einen Gönner. Derzeit hat der DHC keine dieser Säulen und auch keinen Gönner. Daher spielen sie in der nächsten Saison in der 2. Liga. Und keine Regel ohne Ausnahme (zumindest gefühlt): Mein Respekt geht an Balingen.

    Na prima, Maik Thiele als Trainer der II, wenn das man nicht lustig wird. Und jetzt warte ich wieder auf den, der diese Entscheidung wieder von vorneherein als die beste aller Lösungen ansieht.

    David mag den Trainer sogar sehr. Weiss aber auch, dass dieser Trainer nicht allein gelassen werden darf bzw. allein sportlich bestimmen darf. D.h. dieser Trainer ist nicht unter allen Bedingungen ein guter, ja sogar ein sehr guter Trainer. Aber nicht in der, in der sich derzeit als Alleinunterhalter befindet.

    Gibts bei euch nichts zwischen schwarz und weiss, himmelhochjauzend oder zu Tode betrübt? Ist es direkt negativ, wenn man anmahnt, das ein Linksaussen Lützel mit einem Rückraumlinks Putisc überhaupt nicht zu den formulierten Zielen und Etatangaben der Verantwortlichen passt?
    Und wenn jetzt wieder die Namen Teppich oder Multhauf fallen: gerade letzter stagniert ein wenig und lässt eine BL-Tauglichkeit missen. Teppich hat sich auch nicht gerade aufgedrängt. Wieder negativ? Nein, realistisch. Gewöhnt euch mal an Platz 10-13, wenns gut geht. Aber besser jetzt alles ist happy und spätestens im nächsten Februar ist die Halle leer. Es fehlt mir hier def. an gesunder Distanz, bei aller Begeisterung für seinen Verein. Übrigens ist auch der VfL mein Verein.

    Damit geht der sehr teuere Linksaussen beim VfL von der Gehaltsliste und nach Szilagy der letzte ernsthafte Kritiker von Sead von Bord. Wahrscheinlich kommt jetzt ein doch eher unerfahrener neuer Mann oder man fährt weiterhin mit Lützel auf LA. Das wird eine echt spannende Saison mit diesem Kader. Irgendwie scheint mir doch Geld zu fehlen. Das ist nie und nimmer ein Kader eines 4,2 Millionen-Etats. Meine Vermutung, dass die 2,2 Mio. Schuldentilgung nicht aus neuenMitteln stammt sondern aus dem Etat heraus umverteilt wurde, nimmt Gestalt an. Dann muss ich mich aber fragen, was das ganze Theater sollte, von wegen Region und Unternehmer stehen hinter dem VfL, etc.
    Ich will hier nichz unken, aber wir werden noch was aus dieser Richtung hören.

    Borah,
    gerade weil Du ein Zebra-Anhängr bist, habe ich den Vergleich mit Noka gezogen. Um zu verdeutlichen, dass man zwar nicht unbedingt gut mit Freigeistern, Stars und Talenten umgehen können muss, um trotzdem ein guter Trainer sein zu können. Noka war/ist doch zweifelsohne ein Guter, oder? Und er ist doch zweifelsohne ein selbstgefälliger, sturer Bock, oder? Und er glaubt doch auch, nur er allein hat das Handball-Abc verinnerlicht, oder?
    Und alles das ist fast typisch für viele erfolgreiche Trainer (auch im Fussball, z.b: Mourinho?!). Der Unterschied zwischen Noka und Sead sehe ich eben woanders: der eine ist diszipliniert und geht voran und wird dafür sogar mitunter von seinen Spielern nahezu vergöttert, trotz des schwierigen Charakters - der andere......eben nicht.

    Nach meiner persönlichen Überzeugung muss ein guter Trainer stark und charakterfest sein, aber die beiden obengenannten sind keine Zukunfstmodelle. Da werden zunehmend andere soziale Kompetenzen im Trainergeschäft erforderlich und erfolgreich sein.

    Nun ja, dann verschwende doch mal einen Gedanken über Noka, und stell Dir vor, wie er mit Spielern umginge, die ihm nicht blind folgen. Das muss also kein Ausschlusskriterium für einen guten(=erfolgreichen) trainer sein, gleiches liesse sich über Talentförderung behaupten. Sead ist sogar ein sehr guter Trainer, wenn man darunter vornehmlich versteht, Spieler und Mannschaft technisch und körperlich fit zu bringen resp. zu halten. Manchmal ist er auch auch sehr guter taktischer Trainer, das aber nicht immer, da er in der Hitze des Gefechtes gerne mal den Faden/Kopf verliert (das passierte einem Noka viel seltener bis gar nie). Hauptkritikpunkt bei Sead ist tatsächlich seine Eitelkeit, die alleinige Nummer 1 sein zu müssen. Da vergisst er manchesmal, das ein Trainer als erstes vorangeht und die Vorbildrolle einehmen muss, Thema Wasser predigen und Wein trinken. Das hat ihm schon manchesmal in den Mannschaften mit mündigen und selbstständigen Spielern den Rückhalt und damit den Erfolg gekostet. es kommt nicht von ungefähr, dass er seine größten (und überraschensten) Erfolge mit Underdogs und Nationalmannschaften erzielte.

    Kentin ist ohne Frage ein riesen Talent. Aber bei einem von-vorneherien-gegen-den-Abstieg-spielenden-Klub-der-ohnehin-nix-zu-verlieren-hat ab und zu wechseln und zu performen nun bei einem Club der gegen-jede-realität-immer-noch-gefühlter-mindestens-champions-league-spielender-super-Traditionsrekordsieger ist, das ist eine andere Welt und mindestens 2 höhere Ligen. Und nun kommt ein Junge aus der rheinischen Provinz, der sich eigentlich schon mindestens in Montpellier oder Berlin. aber eigentlich schon in Kiel oder Ciudad sieht, in die oberbergische Tristesse. Das birgt auch gutmeinend einige Brisanz. Das muss nicht unbedingt gutgehen. Daher: derzeit ohne Berücksichtigung. Allerdings muss ich einräumen: gehts gut, erst recht mit Putics. kann es DIE Überraschung geben. Aber es kann mit begründeter höherer Wahrscheinlichkeit ein totaler Schuss in den Ofen geben. Und bitte: vergesst den Trainer nicht. Der tut sich bekanntlichg schwer mit Talenten und Freigeistern oder Stars. Da wird er eifersüchtig. Es kann/darf ja nur einen geben.

    Die Weiterverpflichtung von Putcs ist folgerichtig und kann richtig Sinn machen, vorausesetzt er hat jemanden zur Seite, der eine solide, berechenbare Rolle spielt. Diese ist jetzt weg, und mit Krause kommt auch eher ein Abwehrspieler. D.H derzeit ist Putics als Nummer eins auf der Königsposition gesetzt. Und das birgt ungeheures Risiko. Wenn Putics mal seinen Kopf frei bekommen würde, dann hat er das Potenzial für das ganz Große. Nur für Potenzial kann man sich nichts kaufen. Daher mehr Risiko als Chance, aber wenn es knallt dafür richtig.
    Allerderdings scheint mir beim VfL auch das sportliche Konzept wenig stringent, 2 ähnlich veranlagte, eher bestenfalls durchschnittliche, sich nicht ergänzende Torhüter, die Königsposition äußerst risikoreich besetzt, Rückraum Mitte mit einem sympathischen aber begrenzten Schindler allein auf sich gestellt, Pfahl als einzige qualitative Ausnahme im gesamten Rückraum, lediglich der Kreis ist derzeit gut aber dreifach besetzt. Und der für das kämpferische Element zustänige Krantz ist ersatzlos gestrichen. Der wird richtig fehlen, mehr als einige der sog. Stars. Das kann auch ins Auge gehen.
    Und vom doch so gelobten Nachwuchs der so tollen Akademie kommt nur nichts nach, nein besser, die Guten suchen fast alle das Weite und gehen wer weiss so wohin. Von der zweiten Mannschaft hört man nur wirklich lustiges.
    Irgendwie wirkt das sehr hilflos und nicht stringent. Dabei soll doch alles besser werden.

    Super Sache, ohne Ironie. Diesen Vorschlag hat die Kreissparkasse anno 2002 leider nicht verwirklichen wollen. Das ist genau so ein dritter Weg mit win-win um den Standortnachteil wettmachen kann. Ob jetzt die ersten Einlagen gefakt oder nur umgeleitet wurden, ist egal.

    Allerdings können das die anderen Vereine nachmachen und schon ist der Abstand wieder hergestellt, daher muss man immer kreativ bleiben.

    Flevo, gerade Euer Beispiel zeigt doch, dass es eben "nur" mit einer neuen Halle nicht getan ist! Und im übrigen kannst Du die beiden Vereine und das Anspruchsdenken gar nicht vergleichen. Dormagen war in Saison so was von tot (Umfeldtechnisch) und hing nur am Säckel von Bayer. Mit der neuen Halle begann zweifelsohne eine deutlcihe Verbesserung, aber es reicht eben nicht, um ohne einen Mäzen (Bayer) am Standort ein Bundesligatauglichen Etat hinzustellen. Immer daran denken, die Zuschauereinnahmen machen bestenfalls 50% des Etats aus.
    Nichtsdestotrotz ist eine neue Halle natürlich in Gummersbach überlebensnotwendig, und wenn es nur darum geht, im Falle eines Abstiegs (wenn man tatsächlich mit 2 Mio plant könnte das ja auch mal passieren) wieder hochzukommen. Nur mit der EHH im Rücken würde ein Abstieg das totale Aus bedeuten.

    Diddi,
    ich bezog (und beziehe) meine Aussagen auf die Haupt-/Trikotsponsoren. Dort geht es grob im Wesentlich um die Awareness, Medienpräsenz und Kontakte. Deswegen ist die Telekom bei Bayern, weil sie für viel Geld noch mehr Awareness (Markenbekanntheit) bekommt. Ausgedrückt in sog. Kontakten. Die kann man zigfach gewichten, analysieren, etc. Deswegen sind diese Unternehmen auch im Fussball und nicht im Handball (also die Zentralen, nicht die örtlichen Niederlassungen), weil sie dort viel mehr erreichen und runtergebrochen auf die Einheit TKP (Tausenderkontaktpreis) sogar viel weniger bezahlen müssen. Erst dann kommt sowas wie Symphatie, Fanmunity, etc.
    Im Vergleich Fussball zu Handball ist das Verhältnis TKP so grob bei 1:6 (das schwankt von Club zu Club, von Region zu Region und von Jahr zu Jahr, aber tendenziell ist das so). Allerdings ist nicht nur der Preisvorteil zugunsten des Fußballs sondern auch die schiere Größe. Selbst wenn der THW die CL gewinnt, hat er weniger Medienkontakte als ein unterdurchschnittlicher Zweitligist.
    Beim VfL deutlich weniger, das Verhältnis war aus VfL-Sicht mal günstiger (man erinnere sich mal an den bundesweiten Medienhype der drohenden Untergänge bei Maxima 97 oder 2000, oder die Weltrekordspiele in der Kölnarena). Aber mittlerweile hat der Markenwert VfL deutlich nachgelassen, jetzt ist es "nur noch" ein Traditionsclub der regelmäßig seine besten Spieler abgeben muss, nicht mehr sehr viel vor Großwallstadt oder Göppingen. Die (Medien-)Öffentlichkeit hat sich eben an den Durchschnitt gewöhnt.
    Und der VfL hat soviel, viel zuviel von "Sponsoren" bekommen, deutlich über dem Marktwert. Und dieses hat auch zu diesen Fehleinschätzungen in den letzten Jahren geführt. Man war ja regelrecht geschockt, dass nach den (zuvielen) rund 700K von der Tui Eaton nur die Hälfte bezahlt hat (und auch das war sehr gutmeinend marktgerecht). Der VfL spielt eben nicht mehr um die großen Titel, er spielt auch nicht mehr vor 18000 Zuschauern, sondern vor 1800, und ernimmt auch nicht (fast regelmäßig berechenbar) an den einzig noch medienträchtigen Events im Handball teil (final4, CL).
    Und das wird sich auch nicht mit der neuen Halle ändern. Das ist der eigentliche Kardinalfehler, dass man nach dem Gau immer in Köln zu spielen ab 2005 keine Etatanpassung vorgenommen hat, keiner der GF und auch kein AR. Und der neue Etat ist wieder mit 4,2 kalkuliert. Warum das geht? Weil wieder einige viel zuviel bezahlen. Und wenn einer von denen ausfällt, ist der eben nicht zu kompensieren (vergl. bitte Essen mit der Post/dann Weinerplan, Nordhorn mit Rigterink, früher gab es noch andere Beispiele, wie Niederwürzbach, Schwabing, etc. Immer das gleiche fehlerhafte/risikobelastete Prinzip).
    Daher muss der VfL etwas finden, was dieses Geld verlässlich einbringt. Denn bei aller angesagten Bescheidenheit: Ein VfL der mit angepassten Etat zwischen Platz 18 und 12 spielt, wollen im Schnitt keine 1000 Zuschauer sehen. Und eine neue Halle allein reisst das auch nicht raus. Von der Infrastruktur wäre der VfL damit immer noch hinter Wetzlar! Nur, das in Wetzlar Begeisterung (und Insolvenzgefahr) ausbricht, wenn es auf Platz 10 zugeht. Und hinter RNL, THW, HSV, den Füchsen, Göppingen, Flensburg, Lemgo, Hannover, Magdeburg, ohnehin.
    Man hat dann eigentlich nur den Standard in der BL, nicht mehr, also kein Grund zu Jubelarien.

    Das Thema VIP und Hospitaility ist schon seit Jahren ein Thema, Ausuferungen schon lange nicht mehr möglich. Liebhaberei durch den Gesellschafter habe ich zuletzt noch bei 2 Prüfungen erlebt, jedesmal aus Sponsoring-Sicht deutlich begründbarer als z.B. ein GDH (oder GHD) in Hamburg oder ein Kienbaum oder ein S+C in GM. Und weitere 2mal Liebhaberei wegen zu hohen Preisen (und da wurden TKP herangezogen, die sind im Handball ohnehin 4-5 teuerer als im Fussball, aber bei vielen Vereinen, bzw. Mäzene/Sponsoren soagr nochmals deutlich darüber. Mich würde sehr interessieren, ob ein Rudolf privat 20mio da reingetan hat als Mäzen (also versteuertes Geld, also mehr als 30Mio oder ob es als Betriebsausgaben der GDH gelaufen ist (also steuermindernd). Zwischen beiden Varianten liegen aus der Sicht eines Gesellschafters Welten. Und eines habe ich auch erlebt, Prüfer lesen sich im Internet durchaus Aussagen der handelnden Personen durch, und dann gehts los. Ich würde das nicht unterschätzen.