Leider bin ich des Dänischen nicht mächtig und kann mir selber ein Bild machen. Aber wenn es so sein sollte, das der Kasi-Jesper sich sein Geld nur geliehen haben will und nun es von seinem Hobby zurück gezahlt haben möchte, spricht das meiner Meinung nach mal wieder für diesen vollkommenen Realitätsverlust von Leuten dieser Machart.Die merken viel zu spät-wenn überhaupt-dass sie sich übernommen haben, suchen dann dritte Schuldige und zuguterletzt stellen sie sich als Opfer da und verlangen gar noch die "investition" zurück. Wahrscheinlich hat sein Steuerberater gesagt, dass verlustige Kredite sich steuerlich besser darstellen lassen als Ausgaben der persönlichen Liebhaberei. Nielsen ist jetzt wieder nur der nächste einer langen Reihe von Vorgängern (und Nachfolgern). Man könnte jetzt sagen, sollen sie doch mit Ihrem Geld anfangen, was sie wollen, aber die Auswirkungen solcher Mäzene sind immens, die Kostenentwicklung im Handball und anderen Zweitsportarten ist vornhemlich dank dieser Gönner explodiert und kleinere oder gönnerlose Klubs müssen sich immer mehr strecken um halbwegs mitzuhalten und stehen immer mehr mit einem Bein im Groschengrab. Vielleicht ist das derzeitige Spanien, die Geschichte um Lemgo und nun auch noch AGK wenigstens dafür gut, das man nicht jeden Preis mitgeht. Ach was schreibe ich Blödsinn, was geht gerade nochmal in Paris ab? Ich gebe dem Thema keine 3 Jahre. Wer hält dagegen?
Beiträge von David G.
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Selbst wenn das dänische Insolvenzrecht sich wie das deutsche verhält und der Insolvenzverwalter feststellt, dass die Ablösesumme niemals hätte bezahlt werden dürfen (wenn schon damals feststand, das die Mannschaft erst gar nicht zu Beginn der Saison aufläuft) muss der THW nichts zurück erstatten, es sei denn, die THW-Verantworlichen wurden schon vorher von den AGK-Leuten in Kenntnis gesetzt. Aber warum sollten sie? Allerdings wird der Geschäftführer von AGK für den Betrag haften müssen (es sei denn, er wüsste selber nichts vom Rückzug). Das AGK ohnehin in der totalen Abhängigkeit der Familie Nielsen stand macht die Sache nicht einfacher. Faktisch war die Zahlungsunfähigkeit immer drohend da, nämlich immer dann, wenn der KAsi-Jesper mal die Lust verlieren würde, und das kann schnell gehen, wie gesehen. Das ist auch die Chance für den ehemaligen GF, nach dem Motto eigentlich hätte es das Projekt AGK gar nie so geben dürfen wenn nicht die Familie Nielsen da gewesen wären, wir waren immer abhängig. Und diese Abhängigkeit konnte nicht aufgelöst werden und unbequeme Fragen traute ich mich nicht an Kasi-Jesper zu stellen, daher kam der Rückzug so total überraschend.
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Alf, Du verstehst -glaube ich zumindest - nicht um was es mir geht. Ich sage nicht, dass deine Lösung falsch ist, aber genauso gut kommen noch andere in Betracht. Und die von Dir negierten Szenarien hat es tatsächlich schon gegeben, das eine Freigabe an die finale Zahlung gebunden ist, kommt vor, immer wieder. Das daraus wieder neue Schwierigkeiten erwachsen können ist auch unstrittig, aber dennoch möglich. Sicher wissen es nur der THW und Kim Anderson. Ich hoffe (und eigentlich gehe ich davon aus) das die Ablöse schon geflossen ist und der THW an diese Zahlung die Freigabe gekoppelt hat. Aber - denkbar sowie möglich sind andere Szenarien. Und das das mit Kopenhagen verhandelte Ablösespiel jetzt durchaus mit einem anderen Klub durchzuführen ist - spricht eher dafür denn dagegen.
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Alf, um es kurz zu machen: Kennst Du den Vertrag? Ja, dann ok. Nein, dann sind beide-also auch meine- Lösungen möglich. Freigabe gegen ERFOLGTE Ablöse ist auch so selten nicht.
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Diese Sicherheit besteht nicht so einfach. Die Vertragsauflösung hatte eine Bedingung, nämlich das eine Ablöse fließt. Wenn diese nicht geflossen ist, kann es je nach Vertragsgestaltung durchaus sein, das der Vetrag weiter besteht. Und ich glaube nicht, das die Rechtsanwälte in Kiel ausgerechnet bei Kasi-Jesper unvorsichtig gewesen sein sollten. Vom Gegenteil ist auszugehen.
Dann ist auch die verbandsrechtliche Sache nicht ganz ohne. EIn Anderson hat ja seinerzeiteine Vertragsanzeige analog zum Anstellungsvertrag unterschrieben. Auch hier werden die RA aufgepasst haben. Ich gehe mal stark davon aus, das die Spielberechtigung wieder beim THW liegen könnte.Übrigens habe ich nicht geschrieben, das Alfred gegen Vujin ist sondern das er kein Fan von ihm ist. Er war halt der beste verfügbare RR auf dem Markt. Abert sicher kein gleichwertiger Ersatz für Anderson. Oder sieht das wer anders?
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Nun, einen Artikel der über Dragicevic so schreibt würde ich nicht gerade als Referenz heranziehen. Vujin sollte nach Gummersbach, das stimmt. Alfred wollte ihn auch, für Gummersbach, das stimmt auch. Für Kiel hätte er lieber was anderes, zB. einen Anderson.
Ich bin übrigens ohnehin der Meinung, dass Anderson zumindest verbandsrechtlich einen Vertrag beim THW hat, da ja die Ablöse nicht geflossen ist, bzw. nicht fließen wird. Oder gibt es da andere Quellen?
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Ich denke, die beiden tun sich nicht viel, als Leumund taugen beide nichts.
Da Alfred sicher kein Vujin-Freund ist, könnte ich mir vorstellen, dass der THW nicht nur einen Schweden aus Kopenhagen auf der Liste hat.
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Mal ein neuer Name für Geerkens Nachfolger: wie wäre es denn mit Flatten, nach dem Bewerbungsgespräch heute bei handball-world? Der würde doch derzeit prima zum VfL-Niveau passen, da gesellen sich dann echte Qualitäten zueinander.
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Schwenker zum VfL - Ich lach mit tot.
Wie soll das denn funktionieren?
Auf der einen Seite ein erfolgreicher, angeschlagener Manager, der dafür bekannt ist excellent zu netzwerkeln - bis aufs eine Mal wo es schiefgegangen ist, aber fürs Arbeiten eine Armada von Mitarbeitern hatte (wieviel waren nochmals in Kiels Geschäftstselle beschäftigt?), der noch in Prozessen wegen Bestechlichkeit gefangen ist?
Auf der anderen Seite ein ehemals erfolgreicher Verein, gescheitert darin, die großen Zeiten wieder zu beleben, sich jetzt auf den regionalen Ansatz wieder fokussierend, mit einem sehr starken (und tatsächlich ins aktuelle Geschäft eingreifenden) AR, ohne Möglichkeit wieder ganz nach oben zu kommen, die einen GF brauchen, der wirklich Strukturen schafft und den doppelten Spagat beherrschen muss, zwischen führen und führen lassen, zwischen hart arbeiten und Sonne scheinen lassen.
Und da ist die Lösung US? Im Leben nicht. Wenn der kommt, ist der nach einem halben Jahr wieder weg. Oder er wird nach einem halben Jahr weggeschickt. Und dann wird es teuer. Teuerer als bei Gorr, denn der Herr Schwenker verlegt seinen Lebensmittelpunkt nicht für Nüsse und nicht kurzfristig in schöne Oberbergische.
Das soll aber nicht bedeuten, dass weder der VfL noch US NICHT mit dem Gedanken kokettieren. Nur Sinn macht es m.M. nach gar keinen. -
Was mir nicht gefällt, aber bei nicht so optimistischer Betrachtung der gegenwärtige Lage ins Bild passt:
Mit Toyota geht ein Weltkonzern, der leider nicht gehalten werden konnte. Und es kommt eine doch eher kleine Bank. Das ist vom Renomee her nicht das gleiche. Ich wette, der Kurs der HBL ist gesunken. -
Ah, er nu wieder. Hat viel gemacht, noch vielmehr versprochen und dann am Ende ganz wenig halten können. Aus falsch verstandener Selbstüberschätzung. und keiner, der ihn stoppte, nur welche, die ihn bauchpinselten (zumindest in den späteren Jahren).
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Wen hast Du denn in Kiel gesehen, den ich anscheinend nicht gesehen habe?
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Positiv ausgedrückt, sind die Hüttenberger eben noch nicht in der "Profiwelt" angekommen. Ich kann sie verstehen, als eingeschworene Gemeinschaft so zu reagieren, solche Briefe seitens der VfL Mannschaft oder nahezu einer jeder anderen Mannschaft der 1. Liga sind nicht nur undenkbar, sie wären auch unglaubwürdig. Das macht sie sympathisch, nichstdestotrotz empfinde ich den darin aufgeführten Anspruch an Ethik als nicht-adäquat. Niemand, auch kein Jan Gorr sind gezwungen worden, sich als Profi-Trainer/Spieler zu verdingen. Daher muss man auch B akzeptieren wenn man A wollte. Diese ganze Finanznummer jetzt mit heranzuziehen bringt nichts, das ist abgesichert, da bn ich mir sicher. Dennoch werde ich nicht müde zu bestätigen: das hat kein Stil.
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Alter Sack, das frage ich mich auch, ob da mal irgendwer zu ende gedacht hat. Und Gorr könnte genau das durchspielen, zur Schadenminderung ist er ja verpflichtet, sich einfach 2 Jahre hinsetzen (oder waren es drei?) geht jedenfalls nicht so einfach. Aber warum nicht für kleineres Geld irgendwas reizvolles machen und sich die Differenz auszahlen lassen. Gibt schlechtere Situationen.
Faiplay, Du hast nicht leider nicht verstanden, sittenwidrig meint was anderes. Und üblicherweise ist es eher umgekehrt der Fall, das Trainer auch gerne mal ihre Machtposition nutzen. Wer lange im Geschäft ist, kennt das divenhafte Verhalten vieler (das bezieht sich aber jetzt nicht auf Gorr). Das hat was mit dem Spiel der Kräfte zu tun. Das Trainer Verträge gar nicht erst antreten dürfen ist so neu auch nicht, wer erinnert sich noch an Noka und die Rhein-Neckar-Löwen?
Dennoch versteh ich alle, die das Verhalten des VfL kritisieren, ablehnen und verärgert darüber sind. Da geht es bei mir aber eher um das "wie". Das man zu einer anderen Einschätzung der Situation kommt als ein Jahr zuvor kann passieren und ist auch sogar nachvollziehbar.
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Ich denke auch, Faiplay hat noch nicht ganz verstanden, was Profisport bedeutet. Das ist nicht immer nett, das ist nicht immer bequem und vor allem ist es nicht immer fair und noch weniger gerecht, weder auf der Platte noch abseits davon. Ein Jan Gorr hätte ja bei solchen Maßstäben mit der Bekanntgabe des Abschiedes von Hüttenberg verwerflichen Hochverrat begangen. Da gibt es doch zig Beispiele, die man anfüren kann. Deswegen dieses in meinen Augen dumme und ungeschmeidige Verhalten des VfL als menschenverachtende Machenschaften zu geißeln führt am Thema vorbei und wird anderen menschlichen Tragödien nicht gerecht. Fakt ist, Gorr wird weich fallen, er wird wieder aufstehen und einen anderen Verein finden. Entlassungen gehören zum Traineralltag, sie so zu erfahren ist heftig, gehört aber zum Lernprozeß. Ein Kurtagic wird die Chance ebenso ergreifen, auch er hat doch eigentlich doppeltes Spiel gespielt (handschlag mit BHC), wenn man es so eng sehen möchte. Ich denke, für seine eigene Entwicklung wäre ein Wechsel besser gewesen und er hat dieses Risiko des Scheiterns vor sich. Der einzige, der sich blamiert hat, ist der VfL, und dafür muss er halt bezahlen. So ist das nun Mal.
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Du betreibst Kaffeesatzleserei. Wer weiss, welche Klauseln alles in so einem Vertrag drin stehen. Denkbar ist doch eine feste Aböse UND Zustimmung des abgebenden Vereins. Da besteht Vertragsfreiheit.
Daher ist es müßig, da jetzt weiter zu mutmaßen. -
Emir hat sich eine festgeschriebe Ablöse im Akademievertrag reinschreiben lassen. Clever, oder?
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Ich glaube nicht, dass dieses Modell mit einem dreifachen Jobsplitting für Lützelberger den Zielen der Akademie gerecht wird. Wenn es - wider allem Erwarten - dazu kommen sollte, plädiere ich dafür, die Akademie als reinen Papiertiegr wieder einzustampfen.
Irgendwie habe ich immer mehr das Gefühl, das hier von Getriebenen gehandelt wurde. Wenn ich es richtig verstanden habe, war der BHC handelseinig mit Kurtagic aber der VfL wollte ihn nicht ziehen lassen (wegen Anstellungsvertrag in der Akademie hatten sie sowas wie ein Joker). Da dieses aber keinem zu verkaufen wäre, die Rolle rückwärts mit dem Trainer, ohne vorher mit Gorr verhandelt zu haben und - und das ist schon ziemlich peinlich - und ohne mit Kurtagic einen gültigen Cheftrainer-Vertrag zu haben. Denn anders ist ja die Äußerung von AG nicht zu verstehen, dass man sich noch mit Kurtagic über die Laufzeit einigen müsse. Das ist gerade ganz großer Sport im Oberbergischen, man oh man. Da ist ein Karnickelzüchterverein professioneller. Das heisst, eigentlich hat man jetzt gar keinen Trainer. Ich könnte daher wetten, dass der Vertrag mit Kurtagic kein preiswerter wird. Herr, lass Hirn und Management regnen.
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Mensch Snuffmaster, lass gut sein, mit dieser Milchmädchenrechnung machst Du die Entscheidung noch unsympathischer als ohnehin schon (zumindest bei Nicht-Vflern). Ich freue mich auch für Emir (wobei ich sein Risiko sehr wohl sehe), aber Geschmäckle hat das nun mal.
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Dann wär es zwar spannender aber erfahrungsgemäß vergrößern sich damit die Unterschiede mit einem Play-off noch mehr. Der große und die größeren Clubs haben aufgrund Ihrer Finanzkraft bessere Chancen weiter zu kommen und damit vergrößern sich noch die Einnahmendisparitäten. Als zuschauerfinanzierte Sportart mit größtenteils regionalen Sponsoren ( gerade auch der THW) sind Vereine auf möglichst viele Spiele angewiesen. Daher finde ich die Jammerei der Nationalspieler ob der vielen Spiele immer etwas scheinheilig. Keiner von denen kommt mal mit dem Vorschlag, weniger Spiele und dafür weniger Geld.