Beiträge von David G.

    Als Nicht-Lemgoer-Fan aber als Sympathisant für Handball aus der Provinz und langjähriger Beobachter möchte ich schon drauf hinweisen, dass ich weder Interesse daran habe, das der TBV untergeht noch daran, alles schönzureden.
    Aber es kann auch der größte Fan (oder Funktionär) des TBV nicht abstreiten, dass das, was so über die Medien läuft, von Fans und Offiziellen so teilweise gegensätzlich diskutiert wird, fatal an alle anderen Vereine erinnert, wo es bergab ging (nicht zwangsläufig untergingen), sei es Wallau, Nordhorn, Essen,Magdeburg, wetzlar und natürlich mein VfL. Dort hies es noch im Frühjahr 2011: wir sind schuldenfrei und haben 4,4 Millionen in 6 Wochen zur Schuldentilgung eingesammelt. Und was ist? Zum Bilanzstichtag 30.06.2011 (als rund ein Vierteljahr später) Verbindlichkeiten von über 4 Millionen Euro. Zu Saisonbeginn 2012/2013 Gehaltskürzungenund verzögerte Zahlungen. Usw. usw. Haben also die Verantwortlichen gelogen? Nicht unbedingt, denn man ist auch berauscht, wenn man an etwas Großem mitgestalten kann, etwas, was Ruhm und Ehre verspricht, was man in seinem Unternehmen so nicht bekommt. Das kann schon mal blenden. Und ehe man sich versieht, wacht man morgens auf und stellt fest, huups, es ist zu spät. Jetzt helfen nur noch Durchhalteparolen, griechische Scheininvestoren oder Anzeigen gegen Dritte. In Lemgo kennt man solche Situationen bisher nicht, es wird Zeit, sich daran zu gewöhnen.
    Natürlich ist hier nichts bewiesen, natürlich kann alles noch gut werden oder alles ist schon zu spät. Aber Anzeichen darf/soll man doch werten und darüber diskutieren, dieses einfach abzutun wie TCLIP aka verdeckter PR-Mann des Beirates (reine Mutmaßung und von mir aus auch provokant) des ist mir zu einfach.

    Will jetzt keine Beutelschneiderei betreiben, aber wer sich als was auch immer dermaßen ins operative Geschäft begibt, nimmt nicht nur Sponsorinteressen wahr, der ist Handballfunktionär. Und wenn sich nach der China-Nullnummer (die ja auf seinem Mist gewachsen sein soll) auch die Zerbe-Nummer als eine mit dem gleichen Wert herausstellen sollte, dann schützt ihn überhaupt keine Distanz mehr davor, selber wie die Sau durchs Dorf getrieben zu werden. Und ob die Unternehmenden den TBV nicht fallen lassen werden ist wirklich zu hoffen. Nur in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs wird es immer schwerer Summen für "Hobbies" abzuziehen, auch wenn die Unternehmen noch so groß sind. Das gilt auch noch für viele andere Vereine genauso

    Ich schrieb schon vor geraumer Zeit in deisem Thread, dass ich weitere negative finanzielle Entwicklungen fürchte, und ich fühle mich bestätigt: Da kommt noch richtig was.
    Und was der BV-Vorsitzende so alles an Erkenntnissen von sich gibt, beruhigt mich überhaupt nicht wirklich. merke: wer ein großes Unternehmen geführt hat, muss noch lange kein toller handabllfunktionär sein. Beispiele gibt es zuhauf.
    In Lemgo wird es eng.
    Dabei habe ich keine Bedenken, mit dieser Mannschaft die Klasse zu halten. das schaffen die. es sein denn, zu Weihnachten kommt der große Kehraus.

    so, alles gelöscht. Soll sich ja keiner unwohl fühlen. Nur soviel zu Heriticus Verschwörungstheorie: bitte mal bei Heinz Jacobsen anfragen, ob es Einsicht ins Protokoll gibt.
    Und zum Handballerischen: Zeig mir den Trainer, der sich NICHT am Anfang leichte Gegener und möglichst viel Heimspiele wünscht, um seine neu formierte Mannschaft einzuspielen (erst recht vor dem Hintergrund des besorgten Managers und Geldbringer, das im Oktober/November die Sponsoring-Budgets fürs kommende Jahr verplant werden).

    Hölle-Süd,
    bin insgesamt mit Deiner Analyse einverstanden, nur drei Dinge: erstens ist diese Entwicklung ("über den Verhältnissen leben") in GM nicht erst seit einigen Jahren präsent, sondern seit Beginn der 90er, lediglich zu Beginn der 2000er Jahre (2001-2004) gabe es oswas wie einen berechtigten Ansatz zum Aufschließen zu den Großen, aus dieser Zeit resultieren auch die ersten ausgeglichenen Etats (wie 10 Jahre vorher und fast 10 Jahre nachher eben nicht).
    Zweitens spreche ich vom Kaderfehler, das die Ursache dessen eben oben zu suchen ist (der Fisch stinkt vom Kopf) ist eh klar, dennoch ist erst einmal eine Unhomogenität der einzelnen Positionen festzustellen.
    Drittens hätte diese Unhomogeniät -besonders linke Seite zu rechts - abgebaut werden können. Niemand hat den VfL gezwungen, mit Sprem zu verlängern, kein Verrag,keine Abrede, nichts. Auch der Vertrag von Teppich soll nach seiner so erfolgreichen Ausleihe beim BHC ohne Not verlängert worden sein und auch für Putic hat es ganz andere Lösungen gegeben. Kurz: es gab nicht die Unveränderlichkeit der Vertragswerke um alles so zu lassen, wie es ist. Eigentlich hat man damit gerechnet, das Pfahl nach Hamburg geht, die 250K€ einsackt, dafür noch einen soliden RL und einen neuen, presiwerteren RR. das war der Plan. Leider hat Onkel Rudolph da nicht mitgespielt.

    Es kann doch keine zwei Meinungen darüber geben, das die DHB-Spitze da vertreten sein sollte. Punkt. Das sie das nicht gemacht haben, zeigt wieder einmal, auf welchen hohem oder weltfremden Roß dort gesessen wird. Und eigentlich hat Heiner Brand als langjähriger Mannschaftskamerad und Spitzenfunktionär auch dort zu sein. Wenn er es nicht wollte, weil die beiden keine Freunde waren und dieser Zustand auch darüber hinaus halten sollte, muss er nicht hingehen. Das kann er dann aber auch so sagen und nicht einen Urlaub vorschieben.

    Das das Fernbleiben bei der Beerdigung ausschlaggebend ist, habe ich doch schon vor 2 Tagen geschrieben. Das versteht auch jeder und da gibt es doch keine 2 Meinungen?

    Aber die Namensgebung sorgt doch kaum für weitere Aufregung, das interessiert doch ohnehin niemanden ausserhalb der Gummersbacher Innenstadt. Die geht doch vollkommen unter.

    Und das Heiner Brand sicher zur Beerdigung hätte gehen können wenn er denn nur wollte ist doch auch klar. Der Urlaub ist doch hier nur willkommene Begründung, ob die jetzt tragfähig ist oder nicht. Freunde waren die eben nicht und Heiner Brand kann nicht über seinen Schatten springen, das habe ich vorher schon mal geschrieben, da fehlt es manchmal. Wie man eben auch an gewissen Äußerungen und Tendenzen zur Bundesliga sieht.

    Zitat


    Im bundesdeutschen Kontext und der Wahrnehmung eben schon. Alleine schon wegen der gesetzten Prioritäten. Dafür muss man aber halt mal die Perspektive etwas weiter fassen, als nur innerhalb des Oberbergischen.

    Was soll ich das verstehen? Das im bundesdeutschen Kontext ein Wunderlich es mehr "verdient" hätte als ein Heiner Brand, dass der Platz nach seinem traurigen Ableben nach ihm benannt werden sollte? Oder, dass nach der Bekanntgabe des zukünftigen Namens des Platzes im Mai dieses Jahres diese nach 5 Monaten rückgängig gemacht werden soll, weil ja Wunderlichs Tod da reingerutscht ist? Oder weil im bundesdeutschen Kontext ein Wunderlich ohnehin der bedeutsamere Handballer für den VfL war? Mit Verlaub, das ist Blödsinn. Auch wenn ich immer der erste bin, der die regionale Augenbinde der derzeit VfL-Verantwortlichen bemängele, dieses Mal ist es einfach nur dumm gelaufen.

    Und, was ja überhaupt nicht zur Sprache gekommen ist (über Tote soll man nicht schlecht reden, daher drücke ich mich vorsichtig aus): ein Erhard Wunderlich war ein nicht wirklich umgänglicher und daher auch nicht wirklich beliebter Zeitgenosse .(wer seinen Weg verfolgt und ihn auch noch persönlich kennt, weiss was gemeint ist). Er ist sehr weit weg von der Volksümlichkeit und damit auch Beliebtheit eines Heiner Brands. Dennoch war er der letzte richtige Superstar des VfL Gummersbach (sorry Andy, sorry Kretsche, sorry Yoon).

    Ging aber anderen genau so, zB. Hansi Schmidt. Wenn einer für den Aufstieg des VfL steht, dann doch dieser Überhandballer, der soweit über allen anderen stand. Auch er ein Beispiel, wie man trotz unglaublicher sportlicher Leistung, keine entsprechende Würdigung findet.

    Das meint auch keiner. Lediglich gerade heute die Platzeinweihung/Grundsteinlegung und das letzte Woche niemand bei der Beerdigung war stößt dem ein oder anderen auf. Das der Platz diesen Namen bekommt hat mit Wunderlich natürlich nichts zu tun.

    Auch muss ich mal in den Chor der Gummersbacher einfallen:
    Respekt hin oder her, aber wer sonst in Gummersbach bedeutet soviel für diese kleine Stadt im Oberbergischen, die sonst kaum einer kennen würde. Natürlich muss der Platz so heissen.
    Mich wundert nur, das HB da überhaupt mitmacht, denn eines ist er mit Sicherheit nicht: Ein Selbstdarsteller. Eher das Gegenteil ist der Fall, er fühlt sich nämlich gar nicht so wohl, in der Öffentlichkeit zu stehen und richtig sicher und wohl fühlt er sich nur im Kreise seiner Handballkumpels oder eben Familie. In den letzten Jahren nach der WM hat er natürlich noch mehr an Popularität gewonnen, weil er eben so bodenständig geblieben ist. Aber natürlich geht das alles an ihm nicht spurlos vorbei und gekoppelt mit der ihm eigenen oberbergischen Sturheit kommt dann mal das ein oder andere Unglückliche über seinen Schnurrbart.

    Der Kaderfehler beim VfL ist mit der Torwartneuverpflichtung nur unzureichend abgestellt worden. Denn es ist immer noch so, das der Kader zu INHOMOGEN zummengestellt ist. Einer durchaus starken rechten Seite (selbst wenn Zrinic nur Durchschnitt bringt) ist eine linke Seite gegenüber gestellt, die nur in Ausnahmefällen adäguat spielt. Ein Putic ist bekannt dafür, nur 3 von 10 Spielen seine Leistung abzurufen (ich weiss, die letzte Rückserie war anders, aber das war die Ausnahme, nicht die Regel). Dem VfL stünde ein solider, konstanter RL, der vielleicht nur 4 von 5 macht, diese aber regelmäßig, viel besser zu Gesicht. Ein Putic ist ein guter Joker-Spieler für die berühmten 10 Minuten. Und dahinter? Ein Krause, der sicher viel mehr bringt als gedacht, aber es reicht eben nicht. Und Linksaussen? Ein teppich, der beim BHC so gut wie gar nicht zum Zuge kam und ein Sprem, der seine guten Tage schon lange lange vorbei hat und immer noch Übergewicht mit sich rum schleppt. Noch dazu fehlt mit den beiden Ex-Kreisläufern die Abwehrzentrale, auch wenn sich Kopko recht gut schlägt.

    Obwohl wieder gleiche Kaderfehler der letzten Saison diese Saison wiederholt wurde, obwohl die Lesitungsträger Pfahl und Schindler noch nicht voll da sind, obwohl die Torhüter schwächeln, wird der VfL gewinnen. Weil der TVG noch schwächer als letzte Saison ist, weil der TVG mein erster Kanditat für Platz 16 ist und er ohnehin von Jahr zu Jahr schwächer wird. Ich würde mich noch nicht einmal wundern, wenn die VfL-RL-Diva allein für 7 bis 8 Buden gut ist, das wäre sogar typisch.
    Eine einzige Chance besteht indes für den TVG: wenn es tatsächlich einen Riss im Team des VfL gibt. Im Gummersbacher Forum wird gegenwärtig wieder eine Gehaltskürzung gegen den Willen der Spieler erwähnt. Angeblich auch nicht alle sondern nur ein paar.

    Wenn das stimmt, das er hier mitliest und dennoch immer so weiter und immer noch schlimmer weiter macht, dann lässt das gewisse Rückschlüsse auf seine Persönlichkeitsstruktir zu, die wiederum in seinem Verhalten zum Ausdruck kommt. Ein selbstverstärkender Effekt also. Das einzige, was ich hier einfach nicht verstehe: warum lassen sich das de BL-Vereine gefallen? Das will mir nicht in den Sinn.

    Kai gefällt sich immer in der Rolle des Underdogs, der aus Nichts das Meiste rausholt, darin ist er sehr eitel und unterscheidet sich nicht von anderen Trainern. War bei Bayer Dormagen auch so, da glaubte er auch, das der Etat ach so niedrig war. Was ein richtig niedriger Etat war, hat er allerdings dann in seinem letzten Jahr in Dormagen kennenlernen dürfen. Wetzlar hat einen Etat, der sicher vor dem des TVG ist (der von Jahr zu Jahr unbedeutender wird, auch keine neue Entwicklung). Wetzlar hat auch einen höheren Etat als Gummersbach (also wenn man das Geld nimmt, was WIRKLICH in der Kasse ist und für die Mannschaft ausgegeben werden kann) und erst recht einen höheren Etat als Balingen. Ich glaube auch nicht, das der Mindener Etat wirklich höher ist. In Wetzlar ist wirklich was geschehen.
    Dennoch soll das die Leistung von Wetzlar und Wandschneider keinesfalls schmälern.