Beiträge von David G.

    Ich denke auch, das Abstiegsgespenst ist gebannt. TVG macht nicht die Muss-Punkte, Neuhausen hat auch nicht mehr den LAuf, und Essen kommt bestenfalls näher aber nicht mehr ran. MInden ist jetzt DER Wackelkandidat, wenn einer der vorher genannten drei einen Lauf bekommt. Jetzt können sie sich auf die neue Saison konzentrieren

    Es war nie so einfach wie dieses jahr, einen vernünftigen Kader auf zu bauen. Daher bitte nicht (nur) an Vasilakis denken. Ein guter Spieler, manchaml sogar ein sehr guter. Leider einer, mit einem grenzenlosen Ego und sehr sehr schwierig in den Griff zu bekommen. Daher auch seine rel. ausgeprägte Wechselhäufigkeit. Ich halte ihn für die falsche Wahl, zumal er ins Alter kommt. Beide RR dann über 30, wo ist da die Perspektive?

    Da braucht man doch nur die Erfahrungen vom TBV Lemgo auf Schalke heran zu ziehen, um sich ein Bild zu machen. Wer damals da war, wird sich erinnern, dass es aus Sicht des Zuschauers katastrophal war, die Stimmung so lala (und dabei war ein Weltrekordspiel) und wurde auch nie mehr wiederholt.
    Man muss bei der Diskussion schon trennen, einerseits die Stadionummer (die m.E: direkt vom Tisch muss, weil es das kaputt macht, was die Handballhallen ausmacht) und anderseits der Modus. Ich bin auch ein Verfechter des jetzigen Systems. Anderseits muss es sich offen für Änderungen zeigen, wenn sie denn notwendig sind. Und ein bisschen Not herrscht schon, wenn man sich die Aussichten des Handballs in einer Langfrist-Perspektive anschaut.
    Play-off würde ich gar nicht so als Teufelszeug bezeichnen, keinesfalls auf eine Stufe mit diesm Endspielgedöns stellen. Sind ja nicht nur Eishockey-Ligen, die sowas betreiben, das machen ja auch alle großen US-Meisterschaften, und die die EM- und WM-Wettbewerbe im Handball und im Fussball machen das doch ähnlich, nur ohne Rückspielchance (ko-Modus). Auch in einer genannten Mischform mit Gruppenphase. Oder die CL. Und an einen richtig unverdienten Weltmeister kann ich mich nicht erinnern. Alternativen zu diskutieren halte ich schon für wichtig, ein weiter so wie bisher wird auf Sicht schwierig werden.

    Der VfL kann jetzt den (schalen) Sekt kaltstellen, das Abstiegsgespenst sollte gebannt sein. Hoffentlich sind die nicht stolz drauf sondern demütig und ziehen die richtigen Lehren aus dieser Saison.
    Der TVG tut mit leid, aber auch hier scheint mir konsequenter Dilettantismus über Jahre hinweg schlussendlich zum Ziel zu führen.

    Der VfL wird in der Tat noch nachrüsten müssen, um nächstes Jahr nicht abzusteigen. So reicht das nicht, egal wer aufsteigt, da muss dann schon ganz viel Glück im Spiel sein, um drin zu bleiben.
    Im übrigen finde ich die Verpflichtungen nicht nur nicht ausreichend, ich finde, sie sind auch ziemlich uninspiriert und birgen kein positives Überraschungspotential. Ein Bult wird keine Sprung machen, ein Larrson spielt das, was er seit Jahren spielt, und naja ein Santos ist ein netter Junge, wo ich nicht sehe, das er ein ganz Großer wird (stand irgendwo hier, muss er aber auch nicht, es würde ja ein solider LA reichen).
    Gemessen an den Verpflichtungen von Stojanevic oder Ilic ist da keine auch nur halbwegs berechtige Chance auf gleichwertige Üerraschung. Von einem Naricisse erst gar nicht zu reden (Schmie, der THW war nicht dran, Karabtic kam später, die hatten Boquist geholt), an dem war der VfL Jahre dran und dann kam der Moment mit dem ersten Kreuzbandriss und er war auch noch preiswert zu haben. Wenn man mal überlegt, das für das gleiche Gehalt wenig später der RR Zacharov geholt wurde, aber dass ist wieder eine ganz andere Geschichte.

    Ich denke (spekulativ), die machen weitere Verpflichtungen davon abhängig, was der neue Hauptsponsor bringt, bzw. ob es denn einen neuen gibt oder ob nicht stattdessen in Ermangelung desselben einer der Premiumpartner (Ferchau, S+C) auf die Brust muss.
    Wenn meine Info stimmen, dann versucht man auch den Hauptsponsor von Ferndorf anzuzapfen (der dem VfL schon einmal geholfen hat). Wird spannend sein zu beobachten, Aber eines ist auch klar, "Kaderstrategische Planung" sieht anders aus.

    Der HSV wird am "sabbernden Lappen" sehr viel Spaß haben. Heititei kennt der auch nicht. Mahe ist der einzige im gegenwärtigen Team, der dahin geht wo es wehtut (und immer wieder neu anrennt) UND der Handball spielen kann. Der Rest kann nur eins vons beiden. Er wird dem VfL fehlen.
    Wobei, wenn man sich die Neuverpflichtungen für kommende Saison ansieht, dann wird auch ein Dennis Krause fehlen. Auch ein Pfahl wurde auch nicht halbwegs adäquat ersetzt. Wenn die jetzt nicht einen richtig guten RL und einen zumindest Perspektivspieler für höhere Aufgaben auf RR aus dem Hut zaubern, wirds nächste Saison richtig lustig.

    Barna Putics wird nie anders spielen als bisher, Licht und Schatten (idR. mehr vom letzteren) werden sich weiterhin abwechseln. das hat nichts mit dem alten, der neue, der reifere oder der nichtrauchende Putics zu tun. Er ist eben so wechselhaft. Daher ist und bleibt er ein Spieler für die bestimmten 10 Minuten (aber auch da gibt es keine Grantie) und keiner, dáuf den man bauen oder mit dem man rechnen/kalkulieren kann. Also muss derVfL entscheiden, ob er das Geld hat, einen richtig guten und soliden RL zu holen und dahinter- anstelle einen jungen einzubauen - einen Barna zu halten oder mit Barna als Nr. 1 auf RL das bekannte Risiko einzugehen. Auf besserung/Entwicklung hoffen geht nicht. Jedenfalls alles kein Grund für ein Putics-dissen. Meine Meinung: der VfL hat kein Geld um sich einen Putics für die besonderen Momente leisten zu können udn als nr.1 ist er zu unberechenbar. Also besser ohne ihn planen.

    Und noch etwas zu Santos: Mut und Herz hat er ja, sonst hätte er sich den Wurf zum Siegtreffer nicht genommen, nach 3 voran gegangenen Fahrkarten. Aber ich denke, er ist nicht der große Hoffnungsträger auf LA, da fehlts ein wenig im Handgelenk, nur hüpfen reicht nicht.

    Unabhängig davon, dass die anderen direkten Konkurrenten stagnieren, ist die Entwicklung von Essen wirklich sehr positiv. Balingen enttäuscht mich heute. Hatte fest mit einem Sieg gerechnet.

    EDIT: weiss jetzt nicht, wieso und weshalb ich hier gelandet bin. Geistige Umnachtung macht sich breit.

    Diddi
    hast Dich ja nicht mehr rück gemeldet, nachdem Dein Resume beantwortet wurde. Nun, aufgrund des gestrigen Sieges von Göppingen über den THW und den Matchwinner Prost fühle ich mich nochmals geneigt, darauf hinzuweisen, das dieser Prost jetzt beim VfL hätte spielen können. Bleibst Du bei deinem Resume?

    Anscheinend ja, denn die Spatzen pfeifen von den Dächern, das ein erneuter Versuch mit Duschebajew gestartet wurde, und so ein Doppelpack macht es irgendwie doch interessant. Der Ausverkauf in Madrid geht weiter und der HSV hat aus dem letzjährigen Verhandlungsdebakel anscheinend nichts gelernt.

    Diese Initiative ist gut, denn sie führt wieder mal vor Augen, das sich der Handball und seine handelnden Leitprotagonisten nur um sich selber drehen und zunehmend den Blick über den Tellerrand verlieren. Ein einziges Meiterschaftsfinale zischen dem ersten und zweiten nach 34 Spielen zu küren, ist ein Witz und nicht durchsetzbar. Und wem würde es helfen, der Liga? Quatsch, höchstens den teilnehmenden Clubs und ggfs. der HBL, die damit noch ein kleines Mini-F4 bekommt. Und die Schere zwischen den Spitzenklubs und den anderen geht weiter auseinander.
    Ein variabler Spielplan hinsichtlich Gegner und genauer Datierung ab Dezember ist wegen den Vorlaufzeiten der Hallenreservierungen unmöglich, von den großen Hallen wäre höchstens der THW in der Lage, die Ostseehalle so variabel zu halten.
    Der Vorschlag der Doppelspieltage zu Angang der Saison um mögliche Freiräume für die Nati zu generieren, ist noch das machbarste, aber weniger Spiele und damit weniger Belastung erziele ich dadurch auch nicht.

    MAn sollte mal die Symptomsbekämpfung hinten anstellen und über die wahre Crux nachdenken: Der Handball ist zu schwach um wahre Reformen an zu stossen:

    1. Vielzahl an Wettbewerben
    Dieser ganze Plumquatsch an Vereinseuropa- oder Weltmeisterschaften, Supercup, dieser neue Cup der EHF (Name vergessen) sorgt doch vornehmlich für diese terminhatz. Da muss reduziert werden, kann man m.M. alles streichen.. Traut sicher aber keiner (EHF, IHF), weil die jeden Cent mitnehmen können/müssen um sich zu finanzieren. Weil ansonsten kaum Möglicheiten zur Verfügung stehen, Gelder zu akquirieren.

    2. Turnus der großen Nati-Wettbewerbe
    Alles schon drüber geschrieben, alle 2 jahre WM und EM, dann noch Olympia ist viel zu viel und entwertet auch die einzelnen Titel. Andererseits kann der Handball nur noch mit Erfolgen der Nati nennenswert auf sich aufmerksam machen. Die Ligaclubs sind doch fast nur noch regionales Phänomen. Selbst wenn der THW eine Rekordsaison hinlegt und die CL gewinnt, ist das eine kleine News in den großen Sendern, mehr nicht (mehr). Ergebnisse der wahl zur Mannschaft des Jahres usw. sagt weiteres. Und das die BBL den Handball im medialen Ranking und Wahrnehmung überholt hat, liegt nicht nur am Aufstieg Bayern Münchens, was alleine gesehen schon traurig genug ist.

    3.der Wille zur Änderung
    Die Ligen zeigen auf die Verbände und monieren die zu häufigen Wettbewerbe der Nationalmannschaften (eigentlich geht es darum, mehr Kohle zu wollen). Wissen aber, dass ohne Nati gar nichts mehr läuft.
    Die Verbände zeigen auf die Clubs und sagen, ohen Nati wärt ihr nix. Allerdings vergessen die Verbände, dass ohne starke und vernünftige Ligen es keine starke Nati gäbe und -auf Sicht - keine starken, finanzkräftige und zuschauerintensive WM/EM mehr gäbe.
    Die Spieler, die ob der großen Anzahl der Spiele um ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit fürchten. Aber würden die Spieler denn für 30% weniger Spiele auch 30% weniger Gehalt fordern? Das geht bei Romminger und Konsorten total unter, die sollten doch wiessen, dass der Handball als zuschauerfinanzierte Sportart von jedem einzelnen Spiel lebt.


    Zusammengefasst: jeder der Beteiligten hat Probleme und sucht eine Lösung beim jeweils anderen. Leider haben die nicht verstanden, dass der Kuchen Handball so klein ist (und immer kleiner wird) das der andere Beteiligte aber von seinem Stück Kuchen nichts abgeben kann ohne um (gefühlt) seine Existenz zu fürchten.
    Dann entwicklen sich solche Stilblüten wie die Spielplanalternativen. Aber ändern tut das nichts, das der Handball strukturell zunehmend ins Hintertreffen gerät.

    Die Diskussion über das Rauchen im Profisport ist uralt und in dem Zusammanhang hier vollkommen fehl am Platze, dient aber wohl dem ein oder anderen Unzufriedenen hier als Blitzableiter, um zumindest irgendwas zu haben, um Putics Leistung zu verstehen. Daraus jetzt wieder etwas zu konstriieren, wie "Rauchen=unprofesionell=typisch für Lemgo, die wollen nur Geld verdienen ist" ist doch albern. Des VfLs größte Heroen haben gequalmt, auch der Rekordtorschütze der Liga, der vorne wie hinten gespielt hat, der im Training immer nur das nötigste getan hat. Meine persönliche Meinung ist auch die, das ein Sportler nicht zu rauchen hat, würde ich als Trainer ncht sehen wollen. Aber viele Wege führen nach Rom. Nur damit kann man Putics auch nicht verstehen.
    Zurück zum Spiel: Melsungen also wie immer, jetzt gehts wieder ins graue Mittelfeld. Die sind angeschlagen. Sollte der VfL mal mit Verve und Aggressivität loslegen und darin nicht lockerlassen, damit die Torhüter anstacheln, eine gute Leitung zu bringen, ist ein Sieg gar nicht so unwahrscheinlich. Sollte der VfL aber zögerlich oder ängstlich agieren, könnte das Melsungen das Selbstvertrauen wieder geben und es kann ein Desaster werden.

    Absolut richtig. Der Abgang von Sead lag vor allem an der Schwäche und Inkonsequenz der Führung, bei aller Wertschätzung des Nervpotenzials des Sead H. Ein guter Trainer, ohne Frage. Taktisch gehts mit ihm manchmal durch. Für Minden im Vergleich zu Ulf S. ein Quantensprung. Einzig die Tatsache, dass Sead H. bisher noch nicht als Feuerwehrmann eingesprungen ist, lässt noch Raum für Zweifel am Gelingen. Hätte Hotti nicht viel zu lange an US festgehalten und Sead wäre spätestens zur Winterpause gekommen, hätte Minden diese Sorgen nicht.

    merci.
    Zunächst wollte ich bei Santos 2 von 4 schon motzen (im Vergleich de HSV-LA 100%), dann wurde jedoch derer vom weltmeisterlichen RA gewahr (20%) oder der von Lüzel 33%. Bester Schindler mit 60% (das sollte eigentlich mindest-Durchschnitt sein), Pfahl und Putic mit je 50%.
    Insgesamt 43%. das ist schon sehr bescheiden. Haben die denn nur schlecht geworfen/bzw. die TW besonders gut gehalten oder waren die Schusschancen eben nicht so zwingend herausgespielt? Oder haben sich einige (oder besser: fast alle) wieder undiszipliniert voreilig die Würfe genommen?

    research-it,
    das Interview habe ich noch nicht gelesen, kenne aber die Handelnden recht gut. Das die Arbeit in Balingen viel solider und bodenständiger und damit teppich-verhaftender ist als beim chronisch träumenden VfL bestätige ich sofort und wünsche mir sowas auch in GM. Nur will das hier keiner hören, alles unter CL-Quali ist ein Betriebsunfall bzw. ein temporäres Problem.
    Nur eines auch noch, ganz so ein kleines gallisches Dorf ist Balingen nicht, der geschätzte Doktor hat auch schon mal seine (privaten) Momente, wo er sich eher als Caesar denn Majestix aufführt, wer ihn kennt, weiss das aber einzuschätzen. Und ganz so dörflich klein wie sie tun (finanziell) sind sie auch nicht. Jedenfalls gibt es einige Clubs in der Liga die einen kleineren Spieleretat haben (jetzt warte ich wieder drauf, bis mit irgend so ein Schlaumeier wieder offizielle Zahlen vorlegt und behauptet, dass diese nicht lügen).

    Bitte vermeide den Plural. Eigentlich ein Verfechter des "am Trainer solang wie möglich festhalten" kommt der Wechsel überhaupt nicht überraschend und absolut richtig. Einzig überraschend ist doch die mind. 4 Monate zu spät erfolgte Trennung. Wenn das für Minden in die Hose geht (Abstieg), kann sich Hotti ob seiner Altersmilde eine dicke Scheibe davon abschneiden. Hätte er doch besser mal die Handballecke gelesen.