das war der Grund für die Spielannulierung
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Regionalligist Bittenfeld bestraft
HSC Coburg jubelt und rückt auf zum VfB: X:0-Wertung
Jubel beim Regionalligisten HSC Coburg über unverhoffte Punkte: Die erste Saisonniederlage am 3. Spieltag beim TV Bittenfeld war längst abgehakt. Doch jetzt wurde bekannt, dass der Gastgeber bei seinem Spieler Michael Schweikardt das "Doppelspielrecht" nicht beachtet hatte. Folge: Der Bittenfelder 34:26-Erfolg wird in eine 0:X-Niederlage umgewandelt. Die Coburger rücken dadurch mit 8:2 Punkten im Feld der zehn Mannschaften an die dritte Stelle, hinter den punktgleich führenden Teams HSC Bad Neustadt und VfB Forchheim (je 9:1).
Der unverhoffte Aufschwung durch die zusätzlichen zwei Punkte soll jetzt in Coburg auch auf dem Parkett in eigener Halle genutzt werden, um mit einem Sieg heute im Nachbarduell gegen Bayreuth (4:6) weiter auf Kurs Richtung Aufstiegsrunde zu bleiben, die bekanntlich die jeweils ersten fünf Teams aus den beiden Regionalliga-Gruppen erreichen.HSC-Kapitän und Torwart Stefan Apfel ist über die X:0-Wertung glücklich: "Damit konnten wird natürlich nicht rechnen, doch die Regeln haben nicht wir, sondern der Verband gemacht. Die zusätzlichen zwei Punkte sollten noch zusätzliche Kräfte bei uns freisetzen, um unser Saisonziel auf der ersten Etappe zu verwirklichen."
Der 22-jährige Bittenfelder Schweikardt war in der Partie gegen Coburg einer der erfolgreichsten Schützen. Doch seine Freigabe über ein Doppelspielrecht lag nach Prüfung aller Unterlagen nicht vor. Ein Doppelspielrecht benötigte Schweikardt deshalb, weil er auch beim Bundesligisten Frisch-Auf Göppingen spielt. Spieler unter 23 Jahren dürfen dies beantragen und können so für einen Bundesligisten und für einen niederklassigen Verein auf Punktejagd gehen, damit sie genügend Spielpraxis erhalten. Erneuert werden muss dies allerdings jedes Jahr. Dies ist auch geschehen und der Pass von Schweikardt lag auch am Spieltag gegen Coburg (24. September) vor. Doch unter Wahrung einer Sieben-Tage-Frist wäre der Linkshänder erst am 28. September spielberechtigt gewesen. Nur merkten es die eingeteilten Schiedsrichter und die Bittenfelder Verantwortlichen nicht.
Erst im Bittenfelder Lokalderby darauf beim VfL Waiblingen, wo heute (20 Uhr, Vorbericht) der VfB Forchheim zu Gast ist, fiel es dann dem dort eingeteilten SR-Gespann auf und der Stein kam ins Rollen. Kurios, dass Schweikardt in Waiblingen gar nicht spielte, aber sein Pass mit dem entsprechenden Vermerk noch in der Spielermappe lag.
Der Punktverlust kann für den TV Bittenfeld bitter und teuer werden, wenn die ebenfalls angepeilte Aufstiegsrunde nicht erreicht wird. Sollten die Bittenfelder, die jetzt mit 5:5 Zählern als Fünfter geführt werden (gleichauf mit dem Sechsten Waiblingen), doch am Ende unter die ersten fünf Mannschaften kommen, dann hätten sie gegenüber den Konkurrenten einen Nachteil, denn die Punkte der direkten Duelle werden bekanntlich mitgenommen. Voraussetzung dafür ist aber auch eine Qualifikation der Coburger. - Martin Zillig -
Quelle: Coburger Tageblatt vom 15.10.2005