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CHRISTIAN DISSINGER PATRAIL-NACHFOLGER IN SCHAFFHAUSEN
Hinter die in der Montag-Ausgabe von der in Mannheim erscheinenden Rhein-Neckar-Zeitung lancierten Transfermeldung gehört im Prinzip ein Fragezeichen. Der Autor gilt indes als intimer Kenner der regionalen Handballszene und die Zitate im Artikel lassen eigentlich gar keinen andern Schluss zu: Die vor dem Wiederabstieg in die 2. Bundesliga stehende TSG Ludwigshafen-Friesenheim muss mit dem Wegzug ihres grössten Talentes, Christian Dissinger (19), nach Schaffhausen rechnen.
Am Rheinfall soll der linke Aufbauer mit dem guten Auge und präzisen Wurf Nachfolger von Mait Patrail werden. Der Schaffhauser Wunschspieler hat mit Patrail verblüffende Ähnlichkeiten. Er sieht ihm nicht nur ähnlich und ist ebenfalls über 200 cm lang, er wird (wie Patrail) in DHB-Kreisen als Jahrzehnte-Talent gehandelt. In diesen Tagen weilt er mit der DHB-Juniorenauswahl von Martin Heuberger in einem kurzen Trainingscamp, und an der U-21-WM im August in Griechenland soll er in der DHB-Auswahl eine Schlüsselrolle spielen.
"Uns schwebt eine Art Dreijahres-Projekt vor, von dem Christian profitieren soll. Er kann bei uns den nächsten Schritt in seiner Karriere machen", sagt Kadetten-Manager Peter Leutwyler, und der Spieler bestätigt: "Die Aussicht international spielen zu können, und das schon mit 19 Jahren, ist einfach sehr, sehr reizvoll". Das letzte Wort hat jedoch Friesenheim, wo der Jungstar noch einen Vertrag bis 2012. Verhandlungen gab es bisher nicht. Das soll sich ändern: "Wir werden auf die TSG zugehen", verspricht Peter Leutwyler.
Hans Hugentobler