Beiträge von Forum5

    Überraschend starker Auftritt der Ungarinnen gestern gegen ab Minute 15 ziemlich verunsichert agierende Spanierinnen. Vor allem die junge Noemi Hafra zeigte, dass aus ihr noch eine ganz große Spielerin werden könnte. Die Talsohle scheint bei der letzten EM erreicht worden zu sein, da Erfolg/Niederlage bei den Ungarinnen sehr eine nervliche Sache zu sein scheint, kann man dieses gestrige Auftreten mit einer guten Teamgesamtleistung in die Hauptrunde mitnehmen und dort das eine oder andere Mal vielleicht noch anschreiben.

    Ungarn hat mit dem heutigen Sieg über schwache Kroatinen die Pflicht erfüllt, zur Kür dürfte es nicht mehr kommen.
    Spielstenogramm: Ungarn hat sich mehr mit dem Spiel, Kroatien mehr mit dem Schiedsrichtern beschäftigt.

    Es ist für mich befremdend, dass jedes sportliche Ereigniss mit Politik in Verbindung gebracht wird. Vor allem in Bezug auf Ungarn. Vielleicht sollte man die Lachnummern, die der österreichische Vereinshandball abgibt, auch mit Politik in Vetbindung bringen?

    Habe von beiden Vergleichen Ungarn -Deutschland Ausschnitte (auf ung. Plattformen) gesehen. Die deutschen Girls haben den favoritisierten Ungarinnen scheinbar ganz schön zugesetzt, die Franzenstädterinnen haben sich wirklich schwer getan, in Hälfte 2 waren die deutschen Girls da etwa 15 Minuten sehr präsent, Györ hat sich das Spiel heute nach dem Kantersieg beim Hinspiel mMn leichter vorgestellt, dementsprechend in das Spiel gegangen. Der THC hat gut dagegengehalten, aber Györ hat nur das Notwendigste getan. Waren aber nur Zusammenfassungen, da kann ich nur bedingt urteilen.

    Scheint ein kleiner Umbruch in der europäischen Handballlandschaft in Gang zu sein. Der Rückwärtsgang Serbiens wurde mir von einem ehemaligen serbischen Spieler, welcher jetzt in Wien lebt, prophezeit.
    Die ersten Gruppenzwei fix bei der Euro dabei, die Gruppendritten spielen ein Play-Off, ist das richtig?
    Österreich im "Nationencup" heute in Graz Schweden unterlegen, sportliche Wertigkeit des Bewerbs jedoch kaum beurteilbar.

    Natürlich bringt der jetzige Modus auch interessante Spiele mit sich.
    Slowakei gegen Rußland vor vollem Haus unglücklich -1, bereits das 2. Mal, dass die Slowakei gegen die Russen binnen kürzester Zeit mit -1 unterlegen waren.
    Vor allem, dass die Slowaken die EM 2022 veranstalten dürfen hat dem Handballsport dort scheinbar sehr geholfen.
    Eingeschossen hat man sich nach Spielende dort übrigens sehr auf die Schiedsrichter, welche für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht werden.
    Und da Platz 3 auch eine Qualifikationschance bedeutet, werden auch Spiele wie Israel-Kosovo interessant.
    Man muss, wie ich schon geschrieben habe, die ersten drei Turniere abwarten, dann evaluieren und wenn nötig Korrekturen vornehmen.
    Österreich spielt zur Zeit ja praktisch nur Freundschaftsspiele, da ist die Stärke nur schwer zu beurteilen.
    Ungarn ist nach nur zwei Spielen praktisch durch, da geht es nur noch in den Duellen gegen Rußland, wer Erster bzw. wer Zweiter wird.

    I@ Jonas: hat in der Vergangenheit glaube ich schon einige Turiniere gegeben, wo nicht qualifizierte Länder dann plötzlich doch dabei wRen ;)
    Gibt nicht umsonst national Ligen, die mehrklassig sind. Spielen ja auch nicht Post SV Wien und die Fivers in einer Liga.
    Früher hat es B- und C-Weltmeisterschaften gegeben, im Eishockey bedient man sich auch weiter diesen Systems.
    Sollte man auch im Handball überlegen, vl bei den Damen eine B-EM einführen, man würde sich so die Vorqualifikation zum WM-Play-Off ersparen.
    Natürlich sollten diese Turniere mit Schmalspurlogistik ohne Anforderungen an das Hallenprofil (eine ordentliche Halle für Spieledes Veranstalters und des Finalspiels würden reichen) ausgeschrieben werden. Daran scheitert ja im Damenbereich einiges, man muss ein 16er-Turnier auf 3 Länder verteilt austragen (EM22).
    Ich stehe der Aufstockung auf 24 nicht unbedingt negativ gegenüber, man sollte aber nach 3 Turnieren mal evaluieren. Das man im Handball auch zurückfahren kann wenn es nötig ist hat man ja bei der CL schon bewiesen.

    Für mich sind Spiele wie Deutschland -Israel oder Polen - Kosovo einfach sportlich wertlos, da muss man die Qualifikation anders gestalten. Die ersten 9-11 der Weltrangliste fix dabei, dazu die Gastgeber, spielen in 3 Qualifikationsgruppen, deren Sinn es ist, dass die beiden Gruppenersten bei der EM dann die Gruppenköpfe bilden. Für Istael, Kosovo, Belgien, Luxemburg usw. Ist es sportlich reizvoller gegen erreichbare Mannschaften zu spielen. Aus der unteren Gruppe dann 12 Teilnehmer, welche sich eben qualifizieren müssen, in der oberen Gruppe hast du dann auch für das Publikum interessante Spiele (Deutschland-Schweden, Frankreich-Spanien, Dänemark-Norwegen wären da zB möglich und würden für mehr Publikumsinteresse sorgen wie oben genannte Spiele).
    Wie das sportliche Verhältniss dann bei der EM aussehen wird, da gebe ich keine Prognose ab. Jedenfalls steht aber so gut wie fest, dass mein Freudensausbruch, wenn sich Öaterreich sportlich für eine EM in Zukunft qualifizieren wird, deutlich geringer ausfallen wird, als bei einem Turnier mit 16 Teams.

    Welch' Überraschung !

    Während der Verkauf im deutschen Vorrundenspielort Berlin sowie dem Halbfinalstandort Hamburg bereits sehr gut gelaufen ist, ist München das Sorgenkind. "Es ist der schwierigste Standort", gab auch Michelmann zu. In der Landeshauptstadt Bayerns wird die Gruppe B mit Spanien, Kroatien, Mazedonien, Island, Japan und Bahrain ausgetragen.
    Quelle: 301 Moved Permanently


    Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum man in München nicht das nahe Österreich gesetzt hat. Da wäre sicher einiges aus der Alpenrepublik rüber gekommen, vor allem weil ja doch ein klein wenig Euphorie hierzulande ob der Euro 2020, welche ja im Anfangsstatus auch in Österreich stattfindet, herrscht. Kroatien ist natürlich sportlich interessant, aber nicht sehr für die kroatischen Fans selbst, für sie beginnen die Großturniere erst mit den Entscheidungsspielen in der Hauptrunde bzw. den Finaltagen.
    Dänemark ist mir im Jänner keine Reise wert, ich werde aber mit einigen Freunden voraussichtlich am 13. Jänner nach München zu einem Turniertag fahren. Karten besorgen wir uns aber erst knapp zuvor bzw. vorOrt, Jänner ist Grippezeit und wir wollen da nicht dann die Karten verfallen lassen müssen.
    Ich hoffe, Graz lernt bzgl. der Euro 2020 daraus und setzt Slowenien. Die haben 2004 ein (sehr gut veranstaltetes) Heimturnier gehabt, waren auch in Kroatien sehr präsent, die kommen im Gegensatz zu den kroatischen Fans auch in der Vorrunde.

    Pick Szeged scheint die Führungsrolle in der ungarischen Liga übernommen zu haben. Mit Carlos Pasztor haben sie außerdem einen Trainer dem der Verein, für den er auch spielte, doch mehr am Herzen zu liegen scheint als ein Verein, dessen Bindung mehr oder weniger nur ein Vertrag ist. Bei Veszprem ist da in letzter Zeit einiges schief gelaufen.

    Habe ein paar Ausschnitte der beiden Spiele gesehen. Zu THC gegen Györ ist nicht viel anzumerken, für die Ungarinnen mehr oder weniger ein Trainingsspiel in Hälfte zwei, die Franzenstädterinnen haben aber analog zur Vorwoche daheim gegen Kristiansand wieder zu kämpfen gehabt. Ein enorm wichtiger Sieg für sie, die Gruppe ist sehr ausgeglichen, da hätten sie leicht überbleiben können. Bietigheim kann sich aber beim Retouspiel ohneweiters Chancen ausrechnen, in ihrer neuen Heimat, einem Vorort Budapests, wo sie ihre CL-Spiele austragen müssen, sind die Fradigirls scheinbar noch nicht ganz angekommen.

    Ferencvaros Budapest scheint in einer sehr ausgeglichenen Gruppe zu spielen. Die letzten Jahre immer knapp am Einzug ins Final-4 gescheitert müssen die Fradigirls heuer aufpassen überhaupt die Vorrunde zu überstehen.
    @ Germanicus
    Danke für das Reinstellen der Szene in den letzten Spielsekunden.

    Wie jedes Jahr gibt die österreichische Liga im internationalen Vergleich Ihre schon gewohnt traurige Nummer auch heuer ab.
    Gegen den Vertreter aus Holland - auch alles andere als eine Handballgroßmacht - scheiterten die beiden österreichischen Vertreter Westwien und Hard.
    Damit wurde nicht einmal die Qualifikation für das Play-Off zur Gruppenphase der EHF-Liga geschafft.
    Die Holländer werden traurig sein, dass es in diesem Play-Off keinen weiteren Club aus Österreich mehr gibt...

    Danke für die Antworten. Imagesteigernd für ihn war seine Tätigkeit bei Veszprem ja gerade nicht, tippe, dass er bis zu seinem nächsten Vereinsvertrag wohl selbst bestrebt bleibt diese Funktion weiter auszuüben. Für Ungarn gilt es ja, eine schlagkräftige Truppe für die Heim-EM 2022 aufzubauen. Da sollte man beim Teamtrainet etwas längerfristig planen.
    @ toelky
    Ich interessiere mich für den ung. Handball, wie du an den Zugriffen zu diesem Thread siehst, auch viele andere. Habe in Ungarn Verwandtschaft, aus der auch jemand in der Handballakademie von Veszprem seine Ausbildung macht. Die Infos über den ung. Handball sind jedoch für mich nur beschränkt, ich kann nur wenig ungarisch. Beziehe sie hauptsächlich via Internet und dem "Kezilabdamagazin" auf M4. Wäre toll, wenn du ab und zu etwas Aktuelles über den ung. Handball hier ins Forum schreibst ;):)

    MWn ist Vranjes auch ungarischer Nationaltrainer. Die nach der total verpatzten EM doch überraschende Qualifikation für die WM, wo Nagy in den PlayOff-Spielen gegen Slowenien nochmals seine Klasse aufblitzen ließ, stärkte Vranjes nochmals den Rücken. Ist er nun auch als Nationaltrainer Geschichte?

    Gestern war ein großer Tag für den österreichischen Handball. In der zweitgrößten Stadt Österreichs, Veranstaltungsort der Männer-EM 2020, wurde eine neue Halle für 3000 Zuseher eröffnet. Es handelt sich hierbei um die wohl einzige Spielstätte der höchsten österreichischen Spielklasse, welche als zeitgemäß bezeichnet werden kann (moderne Mobiltribünen mit lauter Einzelsitzen). Die erste neue Halle in ganz Österreich, in der Handball vor über 1000 Zuseher gespielt werden kann, seit über 10 Jahren. So viel zum Stellenwert des Handballsports hierzulande, wo sich die Politiker bei der Euro 2020 in 1. Reihe Fußfrei ein Gesichtsbad nehmen wollen, viele das erste und wohl letzte Mal bei einem Handballspiele anzutreffen.
    Den Grazer Politikern sei es jedenfalls vergönnt, sie haben mMn ihre Leistung mit der neuen Halle erbracht, die für den Grazer Sport (auch Volleyball und Basketball wird in ihr gespielt) die Voraussetzung für eine positive Zukunft sein sollte.
    1700 Zuseher fanden sich ein und sahen einen 35:27 Erfolg der heimischen HSG über Aufsteiger Leoben im Steirerderby. Der klare Sieg würde erst in Hälfte zwei eingespielt, in Hälfte eins das Kräftemessen ziemlich ausgeglichen.
    Heute folgt das Vorarlbergderby und auch ein Spiel im Handballkeller Hollgasse, wo die Zuseher weiterhin auf altmodischen Sitzbänken Platz nehmen dürfen.
    Wünsche jedenfalls dem Grazer Handball, welcher in den 80-erJahren einst die Führungsrolle im österreichischen Vereinshandball inne hatte, dass sie wieder einigermaßen an diese Zeiten anschließen werden können.

    Ich habe ein wenig Einblick bekommen, wie in Wien im Damenhandballnachwuchs gearbeitet wird, und kann mich den Eindruck nicht verwehren, das es das wichtigste ist, das der Mitgliedsbeitrag eingezahlt wird. Ist leider notwendig, da die Hallenmieten in der Stadt Wien enorm hoch sind.
    Durch meine Verwandtschaft in Ungarn habe vl auch Einblick wie bei einem unterklassigen Verein am Land im Nachwuchs gearbeitet wird, bessergesagt gearbeitet werden kann. Da liegen genau diese Welten dazwischen, welche am Ende den Abstand zwischen Ungarn (2.) und Österreich (15.) ausmachen.
    Mit der U20 Weltmeister und der U18 Vizeweltmeister, da kann man nur gratulieren. Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft die ungarischen Damenspitzenmannschaften nicht mehr so auf Legionärinnen angewiesen sind und die eine oder andere Spielerin den Schritt zu einer Klassespielerin im Erwachsenenbereich schaffen wird.
    Für Österreich bleibt zu hoffen, das der Sport hierzulande ähnlich wie die Kultur gefördert wird (Theater wo kaum 20 Leute, davon die Hälfte mit Freilarten, einer Vorstellung bewohnen bekommen Förderungen wo man nur noch den Kopf schütteln kann), dann sollte man in Zukunft zumindest nicht auf eine Wildcard angewiesen sein, um solchen Veranstaltungen beizuwohnen.