Beiträge von Forum5

    Platzierungsspiele in fast leerer Halle in Kopenhagen - Argentinien schlägt Serbien, schon überraschend.


    Für mich nicht überraschend, habe die Südamerikaner gegen Ungarn und Österreich gesehen. Haben eine ordentliche WM gespielt, sie ach dem Aufzreten gegen Ungarn in der Hauptrunde erwartet.
    Für Österreich ist die WM nun auch vorbei. Nach dem Sieg zum Auftakt gegen das KSA nun doch noch ein 2. Sieg gestern gegen ein weiteres Handballentwicklungsland. Platz 19 ist es geworden, nur Mazedonien (was ist dort los?) als europäische Nation noch schlechter platziert.
    Österreich war zwischen 1993-2010 bei keinem einzigen Großturnier mit dabei, für eine Generation plus gab es international keine Erfolge, man war hungrig, international wieder mal aufzeigen zu können.
    Die EM 2010 tat dem österreichischen Handball gut, es folgte zwar eine WM 2011 mit viel Luft nach oben. Am sportlichen Höhepunkt war man 2014/15 wo man eine gute EM in Dänemark und eine ordentliche WM im Katar spielte.
    Danach ging es jedoch bergab, Leistungsträger auf wichtigen Positionen beendeten altersbedingt ihre Karriere, diese konnten nicht ersetzt werden. Jenem (großteils Westwien)-Jahrgang, welcher bei den U18/U20-HeimEMs 2012 bzw. 2014 aufzeigen konnte gelang es niemals in ihre Fußstapfen zu treten.
    Durch Setzungen bei der Auslisung hat man aber Chancen nächstes Jahr in Wien wieder in die Hauptrunde zu kommen, es gibt jedoch auch schon das Horrorszenarium einer Hauptrunde ohne Österreich in einer leeren Stadthalle.
    Durch die Aufstockung der Teilnehmerzahl bei EMs bzw. WMs scheinen ständige Qualifikationen dafür durchaus realistisch, nur wird man bei diesen wohl nur eine Rolle wie zur Zeit bei dieser aktuellen WM spielen.

    Das war desaströs, was die Ösis abgeliefert haben.
    Ich wüßte nicht, warum es gerade zur EM besser werden sollte.


    In Österreich beginnt nun die Aufarbeitung des Debakels. Ziel war ja die Hauptrunde, geträumt hat man von der Olympiaqualifikation. Geworden ist es eine herbe Enttäuschung. Im Fokus der Kritik die Doppelbeschäftigung des Teamchefs, der große Unterschied zwischen einigen gewiss vorhandenen Topspielern und dem Rest, dessen Erfahrungen nur aus der schwachen heimischen Liga kommen.
    MMn sind die Hebeln vor allem im oberen Nachwuchsbereich anzusetzen. Überregional wird erst ab U20 gespielt, sonst spielen die im Nachwuchs besser aufgestellten Vereine nach wie vor gegen Vereine, dessen Spieler teilweise erst vor ein paar Tagen angemeldet wurden und dann bei diesem Spiel das erste Mal auf der Platte stehen. Oft ist dann jedes Teaining sportlich wertvoller als dieses Spiel. Hier müsste man die Hebel ansetzen, ab U15 müsste zumindest zweigleisig Österreichweit gespielt werden.
    Erfolge werden sich aber nicht von heute auf morgen einstellen.
    Ein Hoffnungsschimmer am Horizont: der neue Wiener Bürgermeister kündigt den Bau einer zeitgemäßen Eventhalle für bis zu 20.000 Zuseher an, damit sollen auch sportliche Großereignisse, für welche die Stadthalle nicht mehr verwendbar ist, wieder nach Wien geholt werden.
    Bis zu einer WM 27? könnte dieses System aber greifen und eine Qualifikation dann für Olympia 2028 kein Wunschdenken mehr sein.
    Momentan das letzte Ziel für diese WM ist es aber noch mit Weber einen Spieler unter den Top 10 der Torschützenliste zu haben.

    Es wird in Zukunft wohl vermehrt zu Doppel/Dreifachbewerbungen kommen. Die Veranstaltungskosten sind enorm, die Einnahmen speziell im Frauenbereich aber überschaubar. Bei drei Veranstaltern hast du zumindest gut besuchte Spieler des Heimteams.
    Für mich unverständlich, dass sich Österreich mit viel Tradition im Damenhandball nicht um eine (Mit)Austragung bewirbt. Hierzulande wird viel über Gleichberechtigung gesprochen (was ja nichts kostet) aber sehr wenig gemacht (Quer durch alle politischen Landschaften).
    Vor allem im eigenen Land könnte man mit dem einen oder anderen Land mithalten. Die Schweiz im Gegensatz dazu sehe ich hier sportlich chancenlos.

    Einige interessante Vergleiche stehen an. Dänemark, Schweden und Norwegen um zwei Halbfinaltickets, Ungarn, Tunesien und Ägypten um die Olympiaqualifikation. Sehe hier den Veranstalter als Favorit für das Halbfinale, ziemlich offen der andere Vergleich.
    Dann gibt s noch ein afrikanisches Duell in der Hauptrunde, mindestens ein Team damit unter den Top 10. Ungarn traue ich an einem Toptag eine Überraschung gegen Norwegen zu, an einem schlechten Tag ist aber auch eine Niederlage gegen Tunesien möglich.

    Im Gegensatz zu Österreich für die nächstjährigen TeilheimEM hat Ägypten sportlich Werbung für die HeimWM in zwei Jahren gemacht. Bin schon gespannt auf das Afrikaduell in der Hauptrunde, jedenfalls beendet zumindest ein Team aus Afrika die WM unter den Top 10. Gut für den Handballsport.

    Enttäuschend die Vorstellung Österreichs bei der WM nachdem nach der Auslosung von einem Traumlos geschrieben wurde. Jetzt träumt man bei der Heim-EM nächstes Jahr durchzustarten. Hoffentlich wird das kein Albtraum aus dem man dann aufwacht. Für mich steht das Abschneiden bei der WM 1:1 für die Strukturen im österreichischen Handball.

    Ungarn recht problemlos mit plus 6 über den Katar. War einiges besser als in den beiden Spielen bisher. Bei den ein, zwei Situationen wo die Asiaten, die eine für mich enttäuschende Leistung abgaben und die Niederlage gegen Angola verständlich machten, ran kommen hätten können war Mikler im Tor eine Bank.

    Also bei den Spielen welche ich bisher gesehen habe waren die Schiedsrichterleistungen im Großen und Ganzen in Ordnung. Ich unterteile die Entscheidungen der Refs in richtig/vertretbar/falsch. Mit Ausnahme von 1-2 Entscheiden war alles bisher den ersten beiden Kategorien zuzuordnen.

    Das Interesse an Spielen ohne skandinavische Beteiligung ist in Kopenhagen ja gigantisch, die Halle platzt aus allen Nähten.
    :irony:


    Habe diesbezüglich schon mal einen Thread eröffnet.
    Jetzt folgen noch weitere Ereignisse in Skandinavien, Damen-EM 2020, Männer-EM 2020, MännerWM 2023, Damen-WM 2023.
    Dass sich Dänemark noch um die Männer-EM 2022 und 2024 beworben hat nur so nebenbei.
    Kurz und bündig: es reicht eigentlich.
    Ungarn heute mit +10 über Katarbezwinger Angola, Leistung schwer einzuschätzen, in Hälfte 2 wurde da einiges liegen gelassen, Differenz war schon zur Halbzeit gegeben.
    Bleibt nur zu hoffen, dass nach dem Unentschieden gegen Argentinien in der Schlußabrechnung nicht das eine oder andere Tor fehlt, man weis dann, wo man es verabsäumt hat.

    Inferiore Leistung Österreichs. Hier spiegelt es sich mMn wieder, dass die nationale Liga zu den schwächsten Europas gehört, man im Nachwuchs bei Spielen, welche 79:0 enden locker aufgeigen kann, man als EC-Startberechtigter (Wien Margareten Fivers!) auf die Teilnahme verzichtet. Dasdann in ausländischen Ligen Spieler teilweise recht gut aufspielen liegt wohl auch daran, dass man dort starke Mitspieler hat. Wenn die dann fehlen, verliert man wie heute die Nerven und geht gegen Mannschaften, welche sich in der Verlängerung gegen Grönland für dieses Turnier qualifizieren, unter. Für mich am Desaster nicht Spieler und Trainer, sondern die Funktionäre die Hauptschuldigen.

    Argentinien - Ungarn 25:25 (10:13)
    Das Turnier macht heute schon richtig Laune. Argentinien holt ein Unentschieden gegen Ungarn - und ein Sieg der Südamerikaner wäre nicht unverdient gewesen. Der Kampf um Platz 2 und 3 verspricht spannend zu werden.


    Ungarn grottenschlecht, Ideen- und Konzeptlos im Angriff, fehlerhaft in der Abwehr, können den Punkt vor allem Mikler verdanken. Der "Sieg des Jahres 2018" in Slowenien scheint eine Eintagsfliege gewesen zu sein.

    "Dänemark und Norwegen haben eine Lunschengruppe bekommen"- dieser Ausspruch von Stefan Kretschmar sorgt in der österreichischen Presse ("Sportwoche") für Zündstoff, da damit das österreichische Nationalteam indirekt als Luschenmannschaft bezeichnet wird.
    Eine wahre Luschenorganisation ist dafür die österreichische Presse, zB orf.at. Auch zwei Stunden nach Spielende kein Wort über das Auftaktspiel in Berlin, dafür wird über die Auflösung eines Leihverteages von einem Fußballspieler zwischen dem Tabellenletzten der 1. Liga Admira und dem FAC (2. Liga) in einem 6-Zeiler ausführlich berichtet...

    Sehe auch Schweden als ganz klaren Favoriten, dessen einziges Ziel es nur sein kann, zwei Siege in die Hauptrunde mitzunehmen.
    Papierformmäßig wohl Ungarn erster Anwärter auf den Aufstieg in die Hauptrunde. Bei den Magyaren wechselt aber sehr oft Licht und Schatten, am besten nachvollziehbar mit den Ergebnissen in der Vorbeteitung gegen Dänemark, sehr abhängig auch von der Tagesform von Mikler. Er kann ein sehr starker Rückhalt sein und das gibt dem Rest der Mannschaft genügend Selbstvertrauen, um die nötigen Tore in der Offensive zu erzielen. Bei viel Schatten wäre auch ein Vorrundenout (bzw. die bedeutungslosen Platzierungsspiele) möglich, bei viel Licht, wie etwa beim Sieg im Play Off in Slowenien sogar eine Überraschung gegen das Dreikronenteam. Am Ende wird es wahrscheinlich zu Platz 2 oder 3 reichen, Ziel ist im Endklassment Platz 7 (Olympiaqualifikation!).
    Argentinien für mich auch für den letzten Aufstiegsplatz leicht zu favoritisieren, aber auch Ägypten wäre hier keine Überraschung. Der Vizeweltmeister 2015 Katar ist schwer einzuschätzen, hat bei der letzten WM eigentlich auch überrascht, Angola für mich Außenseiter.

    Also hätte Österreich in München gespielt wäre ich sicher vor Ort gewesen. So sind die Spiele in München doch nicht sehr interessant, die Sieger der meisten Spiele stehen schon vor Spielbeginn fest. Trotzdem beachtlich, dass in München der Vorverkauf so gut läuft, der 13. Jänner ausverkauft ist. Mit der Erhöhung auf 32 Teilnehmer wird es noch mehr Spiele in der Vorrunde geben, welche für neutrale Zuseher nicht sehr interessant sein werden. Aber so lange die Einnahmen passen wird man beim Welthandballverband bzw. in der EHF zufrieden sein.

    Die Fivers bekommen nun national ihre Rechnung für ihre Strategie, auf internationales Antreten zu verzichten und praktisch sowie kostengünstig nur ihren (recht guten) Nachwuchs hochzuziehen, ihre letzten Zugpferde werden nicht besser sondern nur älter, präsentiert.
    Man spielt nur in der unteren Gruppe,verpasste erstmals seit 15 Jahren die obere Gruppe, erstmalig ein regierender Meister überhaupt. Wenn man nicht neue Führungskräfte holt wird man in Zukunft kaum noch bei der Titelvergabe ein ernstes Wörtchen mitreden können.
    Eine ähnliche Philosophie verfolgt Linz, mit dieser ist man nun am Tabellenende angekommen. Einst Handballhauptstadt Österreichs, in den 80ern mit drei Vereinen in der höchsten Spielklasse vertreten (VÖEST, Edelweiss, ASKÖ- heutiger HC Linz) ist dort langsam aber sicher Handballwüste. HC Linz - früher unter ASKÖ Kleinmünchen (Stadtteil von Linz) und ASKÖ Linz konnte etliche Titelgewinne nach Oberösterreich bringen (Meister, Cup), ist der Dinosaurier der Liga (einziges Team welches seit Gründung einer gesamtösterreichischen obersten Spielklasse durchgehend mit dabei ist), stand Anfang der 90er in einem Europacupfinale, wird als AbstIegskanditaten Nr.1 gehandelt, scheinbar überforderte Funktionäre versuchen dort nochmals ein Rettungsmanöver (ua wird ein 38-jähriger Spieler reaktiviert).
    Positiv zu erwähnen UHK Krems, welcher eine gute Linie zwischen Routines und Jugend (ua mit dem Enkelsohn von Gunar Prokop) fährt, auch Vorjahrsaufsteiger Graz deutet an, an die großen Zeiten des Grazer Handballs in einer neuen Halle zumindest Erinnerungen aufkommen zu lassen.
    International zählt die österreichische höchste Luga, jetzt Spusuliga, wohl zu den Schwächsten Europas. Während Westwien und Hard am niederländischen Vertreter in der EHF-Cup Qualifikation scheiterten, waren es für das ungarische Durchschnittsteam Tatabanya dann im Play-Off nur zwei Trainingsspiele um über dieses Team in die EHF-Gruppenphase zu kommen.
    Daran wird auch das Mitveranstalten der EURO 2020 nichts ändern.

    Fragt mal die Schweden, was die Planung für die EM 2020 angeht. Das nenne ich mal einen Heimvorteil allererster Güteklasse. Auch gleich zwei Gruppen der Vorrunde nach Trondheim zu legen, auf diesen Mist muss man erstmal kommen. Wenn es wenigstens Oslo wäre...


    Das Problem der EURO20 hat mit der Vergabe begonnen. Vorrunde in Norwegen, Hauptrunde in der "Ruine"(so wird die Wiener Stadthalle von den Wiener Sportfans gerne bezeichnet) und dann wieder ab nach Skandinavien zum Finalturnier. Besonders happy wird man sein, nach dorthin zum Spiel um Platz 5 reisen zu dürfen. Für mich unverständlich, dass man so ein Turnier überhaupt vergeben konnte. Bei besserer Planung hätte es die Euros Kroatien/Österreich, Schweden/Norwegen und Ungarn/Slowakei gegeben.
    Da wird viel über Umweltbeladtungen und Klimawandel gejammert, dieses Thema dürfte an der EHF komplett vorbeigegangen sein.

    Tadelloser Auftritt von Ungarn heute, man hat sich ordentlich präsentiert, der Abwärtstrend der letzten Jahre scheint gestoppt. Ein Sieg gegen Rumänien ist immer etwas besonderes, war nach den ersten Turniertagen nie und nimmer zu erwarten.Außer dem Debakel gegen Norwegen allesamt gute Leistungen, aus dem Nachwuchs kommt jetzt scheinbar einiges nach, da kann man optimistisch in die Zukunft schauen. Mit 4 Siegen aus 6 Spielen ist man bei Turnieren schon oft in das Halbfinale gekommen, diesmal könnte es Rang 9 werden, das zeigt die Ausgeglichenheit im Damenhandball.

    Ich hätte da eine Anfrage bzgl. Rußland:
    In der Qualie gegen Österreich in der Südstadt verloren, war da vorOrt, das Rückspiel mit Ach und Krach mit +1 gewonnen, haben da nicht viel drauf gehabt. Planlos, hilflos im Angriff, die Verteidigung patzte nach Noten. Jetzt EM-Topfavorit?
    Für mich nicht ganz nachvollziehbar.