Deswegen wird es ja geändert. Niemand darf mehr in der C-Jugend 3:2:1 spielen. ![]()
Die Begründung würde ich auch gerne hören...
Deswegen wird es ja geändert. Niemand darf mehr in der C-Jugend 3:2:1 spielen. ![]()
Die Begründung würde ich auch gerne hören...
Zitatund dann beschwerst du dich wieder über schlecht ausgebildete trainer ..
Mir ist lieber, die Trainerkollegen schnappen in Kurzlehrgängen ein paar Basics auf, als dass sie gar keine Lehrgänge besuchen.
ZitatHabe ein paar Fragen, damit ich es besser verstehe.
also dürfen die mC-Mannschaften weiterhin 3:2:1 spielen? Ist es an eine Spielklasse gebunden? Wir die 3:2:1 dann in den Auswahllehrgängen gelehrt? Welche Deckungsvorgaben werden denn vom Verband gemacht?
Diese Saison ist es wirklich so, dass die 3:2:1 in Niedersachsen in der C-Jugend nur in der höchsten Liga gespielt werden darf. Macht zwanzig Mannschaften in Niedersachsen plus Bremen bei den Jungs und vierzig Mannschaften bei den Mädchen wegen unterschiedlicher Ligensysteme. Das führt zu folgender Tragikomik:
Die Landesauswahlspielerinnen Lara, Luzie, Marieke und Pia spielen in der Auswahl eine 3:2:1 Deckung, die Basics werden erwartet.
Marieke spielt in der Landesliga, wo die 3:2:1 Deckung erlaubt ist. Sie ist alter Hase in der Deckung.
Pia spielt ebenfalls in der Landesliga und zwar seit dieser Saison bei mir. Sie darf ebenfalls die 3:2:1 Deckung spielen. Pias Mannschaft besteht aber überwiegend aus dem Jungjahrgang, die vor der Saison frisch aus der D-Jugend hochgekommen sind. Die durften keine Raumdeckung spielen sondern Manndeckung und ich konnte von einer 3:2:1 Deckung vorerst nur träumen (die ich sonst im Trainingslager vor den Sommerferien immer eingeführt habe). Pia spielt nun seit drei Spielen auch im Verein die 3:2:1 Deckung. Da war die DHB Sichtung aber schon vorbei.
Lara spielt eine Klasse tiefer und darf die 3:2:1 Deckung in ihrer Mannschaft nicht spielen, weil der Landesverband das so sagt und keine Ausnahmeregelungen zulässt. Die örtliche Handballregion hat eine "Mir-doch-egal-Klausel" in die Durchführungsbestimmungen aufgenommen. Laras Mannschaft darf doch die 3:2:1 Deckung spielen und tut das auch.
Luzie spielt in der zweithöchsten Liga. Sie darf keine 3:2:1 Deckung spielen. Ihre Handballregion hält sich an die Vorgaben des HVN und Luzie spielt keine 3:2:1 Deckung.
Der TSV N. spielt in derselben Liga wie meine C II. Die scheißen auf die Durchführungsbestimmungen des Landesverbandes und spielen verbotenerweise eine 3:2:1. Und es stört niemanden. Die haben keine Auswahlspielerin.
Wir können eigentlich gar nicht genug Vorschriften als Trainer bekommen. Dann müsste jede Mannschaft einen Juristen beschäftigen und alles wäre gut.
Ich finde, wir sollten Abwehr und Angriff bis zu den Minis runter minutiös durchregulieren...
Ausbilden geht schon. Die Landesverbände müssten hier nur mehr attraktive Angebote schaffen. Wenn der Kinderhandballgrundkurs (zweitägiges niedersächsisches Modell) zu lang oder zu teuer ist, muss dann was Kürzeres oder Günstigeres her. Wir haben seitens des Vereins Mädchentrainerkurse angeboten (siehe aktuelle handballtraining junior
), die dauerten nur einen Vormittag, boten drei Demo-Einheiten und kosteten kleines Geld. Aber dieses ewige Regulieren...
Und hochgeholt.
Jetzt ist es soweit, kommende Saison darf ich in Niedersachsen in der weiblichen C-Jugend keine 3:2:1 mehr spielen. Dazu fällt mir nur die öffentliche Kampfhundediskussion vor rund 15 Jahren ein. Die Bild Zeitung hatte das Thema hochgekocht und alle Bundesländer mussten mit heißer Nadel Kampfhundeverordnungen stricken. Die Ergebnisse waren jurisitisch gesehen abenteuerlich. Der Polizeichef von München rühmte damals die bayerische Effizienz. Mit einer örtlichen Kampfhundeverordnung sei das Problem in kürzester Zeit in den Griff bekommen worden, München sei "kampfhundfrei". Was er verschwieg, war der gewaltige Anstieg von Boxermischlingen quasi über Nacht.
Was hat das doch gleich mit der Deckung zu tun, die ich nächste Saison nicht mehr spielen darf? Hab ich vergessen... ![]()
(Der Gedanke hinter dem Gebot, nur noch Manndeckungsvarianten, 1:5 oder 3:3 zu erlauben ist die Vielzahl von defensiv gespielten 3:2:1 Deckungen, die eher einer 5:1 gleichen und die Halbverteidiger kaum den Neuner verlassen. Mein süßer, kleiner, bissiger Boxermischling wird aber auch außerhalb des Neuners zubeißen.)
Um die ernste Lage der taktischen Vorschriften im Kinderhandball mal offensiv anzugehen, habe ich diesen Text auf der Facebook Seite meines Landesverbands verfasst:
ZitatVorschlag für die Durchführungsbestimmungen im Kinderhandball 2015/16
Liebe Handballfreunde!
Ich erlebe derzeit vor allem in der D-Jugend in den Hallen eine Tendenz zum 0:6 oder 1:5 Angriff. Fünf oder sechs Angreifer rennen in die Nahwurfzone (manchmal auch erst nach ein bis drei Pässen), igeln sich dort ein und Passspiel wird zur Glückssache. Wunderbar noch, wenn der Übungsleiter sich dann noch über die unerlaubte defensive Deckung innerhalb des Neuners beschwert. Meine erlebten Beispiele reichen von oberster Klasse weibliche D bis unterste Klasse männliche D in der Region Hannover.
Gestern erst wieder in der männlichen D-Jugend erlebt: Die Deckungsformation will den Gegner vorschriftsmäßig bei 15 m in Empfang nehmen, wenige Sekunden später befinden sich alle zwölf Feldspieler innerhalb des 9m Kreises. Es wird wohl eine vorschriftsmäßige sinkende Manndeckung gespielt, die Grenzen zur 6:0 oder 1:5 sind aber fließend und kaum noch auszumachen. Der Abwehr kann man kaum einen Vorwurf machen, steht sie doch taktisch richtig zwischen Gegenspieler und Tor. Das Interessante war: Tabellenführer und Tabellenletzter spielten gegeneinander und beide Teams spielten im Angriff dasselbe "Konzept".
Diese Tendenz führt allerdings die bestehenden Durchführungsbestimmungen im Bereich E und D-Jugend ad absurdum! Die Deckung kann nicht mehr vorschriftsmäßig außerhalb des Neuners agieren und dort die Zweikämpfe ausführen, weil der Angriff die Abwehr in den 9m Kreis zwingt. Soll der Geist der Durchführungsbestimmungen gewahrt werden, muss etwas passieren. Ich dachte da an ein Verbot von 0:6 oder 1:5 Angriffsformationen, ein 2:4 Angriff in E und D-Jugend sollte ebenfalls auf die Rote Liste gesetzt werden.
Folgende Situation. Der schlecht ausgebildete Trainer A will sich an die Durchführungsbestimmungen in der D-Jugend halten und offensiv decken. Ihm ist eine offene Manndeckung bzw. als defensivste Variante eine sinkende Manndeckung vorgeschrieben. Idee der Vorschrift ist das Ermöglichen von möglichst vielen 1:1 Situationen, natürlich am liebsten außerhalb des Neuners.
Der schlecht ausgebildete Trainer B macht ihm - unbeabsichtigt - einen Strich durch die Rechnung. Dessen Bengels rennen jeden Angriff alle in den Neuner rein und "drücken" so die Deckung in die Nahwurfzone. Spiegelverkehrt passiert dasselbe auf der anderen Seite (leider wirklich so erlebt). Die taktische Ungeschicktheit beider Mannschaften und die fehlende Übersicht der Trainer verhindern ein "ordentliches" Handballspiel. Alle Vorgaben des Landesverbands zur Förderung der offensiven Deckung gehen ins Leere.
Beide Trainer wollen sich an die Vorschriften halten, können aber aufgrund der Angriffsweise die vorgeschriebene Deckung nicht umsetzen. Die einzige Lösung kann doch nun nur sein, auch den Angriff zu regulieren und 0:6, 1:5 oder 2:4 Angriffssysteme zu verbieten!
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Edith: Uiiihh... jetzt bekomme ich sogar schon Telefonanrufe nach Beiträgen. Viele Grüße nach Hessen!
Das mit fünf oder sechs Angreifern in der Nahwurfzone ist weder Scherz noch Satire. Ich habe nie behauptet, das sei schön anzusehen oder effektiv oder ergebe irgendeinen taktischen Sinn.
Ich beschreibe nur, was ich in der Halle erlebe / erleben muss.
Hallo Melissath!
Erst mal Glückwunsch zu Eurem umsichtigen Verband. In Niedersachsen ist in der D-Jugend die Raumdeckung verboten und meine Mädels spielen in der C-Jugend bis zum letzten Wochenende immer noch 1:5 Deckung, weil ich erst einmal eine Raumdeckung einführen musste. Duch vier Jahre Gehirnwäsche mit Manndeckung setzen die Mädchen aber die ballorientierte Deckung nicht um und ich hatte es noch nie so schwer, eine Raumdeckung zu vermitteln. Eingangs der D-Jugend war das immer wesentlich leichter... als es noch erlaubt war.
Apropos vermitteln. Bei Euch sind doch sicher weiterhin Manndeckungsformen erlaubt. Ich habe am Wochenende die 3:2:1 erstmals im Punktspiel getestet, aber erst in der zweiten Halbzeit. Zur Einführung einer neuen Deckung starte ich mit der gewohnten Deckung um Sicherheit zu vermitteln, dann stelle ich im Spiel um. Kann das nicht der Hintergrund sein, dass bei Euch in der Liga die Deckung umgestellt wird?
Taktisch gesehen macht ein radikaler Wechsel der Deckungsform im Spiel meistens Spaß. Jedes mal, wenn ich in der Vergangenheit zur Halbzeit die Deckung umgestellt habe, um ein frisch geübtes System zu spielen, kamen die Gegner damit nicht zurecht. Egal ob von Halbfelddeckung auf 1:5 oder von 1:5 auf 3:2:1 - die zweite Halbzeit haben wir meist deutlich gewonnen. Dieses Wochenende lagen wir zur Halbzeit mit zehn Toren zurück und haben nach der Umstellung auf 3:2:1 erst einmal acht Tore aufgeholt.
Zum zählen: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - usw.
ZitatEr spricht Menschen ohne Rechtsausbildung die Fähigkeit ab, als Sportrichter richtige Entscheidungen treffen zu können und bezeichnet dies als Willkür.
Wenn Du mir Dein Auto zur Reparatur gibst, wird das Pfusch. Wenn Du mir Deine Schwester zur Blinddarmoperation gibst, wird das auch nichts. Und eine Bilanz solltest Du mich auch nicht erstellen lassen. Dazu fehlt mir die Ausbildung.
Hier geht es um die Tatbestandsmerkmale "Regelverstoß" und "spielentscheidend". Ersteres ist relativ einfach zu klären. Sehen die Handballregeln die Ausführung des Freiwurfs nach dem Pausen- oder Schlusspfiff vor und der Schieri verweigert die Ausführung, habe ich einen Regelverstoß.
"Spielentscheidend" ist schon wesentlich schwieriger. Sowohl sportbewanderter Laie als auch Jurist kommen schnell zum Ergebnis, dass mindestens ein Punkt durch den Regelstoß verloren sein muss. Danach trennt sich die Vorgehensweise beider ehrenamtlicher Richter. Der Jurist legt das Tatbetandsmerkmal aus, sucht oder bastelt eine Definition für "spielentscheidend" und subsummiert dann den Sachverhalt unter dem Tatbestandsmerkmal. Er muss bei der Definition vor allem einen Wahrscheinlichkeitsgrad für den entgangene Punktgewinn finden und letztlich schauen, ob der nicht gegeben Freiwurf diesen Wahrscheinlichkeitsgrad erfüllt. In aller Regel wird der Einspruch allerdings zu dünn begründet sein, um von "spielentscheidend" auszugehen.
Der Laie nimmt das Wort "spielentscheidend" und versucht damit etwas anzufangen. Er kennt keine grammatische Auslegung, keine systematische Auslegung, keine historische Auslegung und keine teleologische Auslegung und wird sich an den Wortlaut klammern. Dann wandert der Blick zwischen Sachverhalt der Einspruchsbegründung und der Rechtsordnung so lange hin und her, bis der Bauch eine Entscheidung getroffen hat... Willkür. Das ist leider - nicht nur - meine Erfahrung. Ich habe auf der Hauptversammlung meines Landesverbands mal vorgeschlagen, die Sportgerichtsvorsitzenden mit einem Volljuristen zu besetzen. Großes Entsetzen, nicht mal die damals noch bestehenden Regionalverbände hätten solche Selbsteinschränkungen. Angesichts der Gelder, die die Vereine für Rechtsmittel zahlen müssen, ist die Dienstleistung als Gegenleistung armselig.
Vor den Sportgerichten herrscht in aller Regel die blanke Willkür. Der Vorsitzende des Sportgerichts (Fliesenleger) schaut in die Rechtsordnung und stolpert über "spielentscheidender Regelverstoß". Hmmmm.... ein Werfer, 9m vorm Tor, sechs Mann in der Mauer... der Ball geht doch eh nicht rein... nicht spielentscheidend. Kurzer Anruf bei Beisitzer 1 (Sachbearbeiter im JobCenter) und bei Beisitzer 2 (Straßenbahnfahrer) und alle drei sind sich einig: nicht spielentscheidend!
Da es keine Kommentierung zur Rechtsordnung gibt, rätseln die Hobbyrichter also über die Bedeutung "spielentscheidend" und müssen sich ganz ohne Hilfe mit der Frage auseinandersetzend, wie wahrscheinlich wäre ein Tor und welcher Wahrscheinlichkeitsgrad muss erreicht sein, dass der Regelverstoß tatsächlich spielentscheidend war. Und aus dem Bauch heraus geht der Ball eben nicht rein...
Habe ich dagegen ein kompetent besetztes Sportgericht muss ich vortragen:
- die sechs Abwehrspieler sind nur so groß: Spieler 1, Spieler 2, usw.
- auf Angreiferseite waren zum Zeitpunkt folgende Spieler auf dem Feld und hätten werfer dürfen: Spieler 1, Spieler 2, usw.
- der Spezialist, der geworfen hätte, ist Spieler 3
- Spieler 3 hat jahrelang hochklassig in Liga X gespielt
- Spieler 3 hat in den letzten drei Jahren 5 von 6 direkten Freiwürfen verwandelt, weil er... (2,06 m groß ist / eine Seitfallwurf beherrscht)
- der direkte Freiwurf hätte von einer zentralen Position ausgeführt werden müssen, was dem Werfer entgegen kam
- Trainer X der gegnerischen Manschaft hat die Angewohnheit, die großen Spieler in die Mitte zu stellen, statt auf die Wurfhand, was Spieler 3 entgegenkommt
Wenn ich DAS vortrage, wird der Einspruch farbenfroh... und mit einem Einzeiler abgewiesen, weil der Regelverstoß nicht spielentscheidend war.
Hannover sollte vielleicht mal einen Trainerwechsel in Erwägung ziehen. Seit Jahren leistet sich die eigentlich top besetzte Mannschaft einen Aussetzer nach dem anderen. Auf der einen Seite schlagen sie Hamburg, die nicht schlecht gespielt haben, auf der anderen Seite kann man bei Hannover sprichwörtlich schon die Uhr danach stellen, wann sie sich den nächsten Aussetzer gegen ein Team leisten, das leistungsmäßig deutlich schwächer einzustufen ist. Irgendwie fehlt mir da ein bisschen das Verständnis..
Nach den beiden Ergebnissen der Kieler gegen Lemgo und Balingen habe ich dasselbe gedacht. Wie können die da noch an dem Trainer festhalten.
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Ziemer wieder bärenstark, seine beiden Gegenüber haben aus dem Rückraum kaum ein Ball zu fassen bekommen. Die Deckung hat es allerdings dem BHC mit Würfen aus dem Rückraum sehr leicht gemacht. Dasselbe Problem hatten die Gäste allerdings auch.
Was mich wieder geärgert hat, die Burgdorfer lassen ihre Deckung des Kreisläufers wieder schludern. Vor einigen Jahren konnte bald jeder Kreisläufer durch die Deckung spazieren, wie er wollte. Gestern gab es wieder große Unaufmerksamkeiten, dem Kreisläufer die Laufwege Richtung Ball zuzustellen. In Ballnähe gab es zwar intensive Rangeleien um jeden Zentimeter mit dem Kreis, abseits vom Ball fehlte diese Aufmerksamkeit.
"Stattdessen wird auf Schulung der Trainer immer mehr Wert gelegt."
Wo liegt dieses Finnland?
Dort scheint man uns um Längen voraus zu sein.
In Niedersachsen stehen die für die E-Jugend maßgeblichen Regeln nicht mehr im Regelheft, sondern in einer Art Verwaltungsvorschrift zum Kinder- und Jugendhandball. Diese Durchführungsbestimmungen wiederum kennen erfahrungsgemäß zwar die meisten Trainer, aber die wenigsten Schiedsrichter. Lässt ein Trainer regelwidrig decken, kann der andere Trainer noch so viel reklamieren. Es interessiert den Schieri nicht. Oder ich bekomme eine Verwarnung, weil meine Halben in der wC eine Pressdeckung bei Ballbesitz der benachbarten Außen spielen. Zurück zur Natur! Handballregeln wie im Regelheft! ![]()
Es läuft die vorletzte Transferphase! Nicht verpennen!
Bewerbung angekommen, Du bist dabei.
Wir sind zu viert. Zwei bis vier weitere Manager sind willkommen!
Bei mir ist Deine Meldung nicht angekommen. Bitte noch mal die Liga "Handballecke" suchen und Dich anmelden!
Startpunkt auf Sonntag 0:00 verschoben. Wo bleiben unsere Mitstreiter von letzter Saison? ![]()
Wir sind schon wieder zu dritt! Wer spielt noch mit? Ich verlege notfalls die Startzeit nach hinten.
ZitatWenn deine Spieler gut genug sind um das zu lösen, dann braucht man keine Auslösehandlungen.
Wenn ich sechs Nationalspieler auf der Platte stehen habe und wir spielen in der Bezirksliga... brauche ich keinen Trainer. ![]()
Ohne jetzt alles durchgelesen zu haben:
1. Nicht jeder Trainer hat den Luxus über eine großartig ausgebildete Mannschaft zu verfügen.
2. Nicht jeder Trainer trainiert Männer/Jungs. Im Damen- /weiblichen Bereich gelten andere Gesetzmäßigkeiten.
3. Nicht jeder Trainer mag ein individuell geprägtes Spiel. Ist ein durch und durch konzeptionell denkender Trainer, der seine Mannschaft akribisch vorbereitet, schlechter als der "Freigeist", der auf die individuelle Stärke baut und offene Lösungen bevorzugt? Ich denke, beide Trainertypen haben ihre Berechtigung.
Erfahrungsgemäß gibt es immer Situationen, in denen dringend mal was klappen muss. Kurz vor der Halbzeit, kurz vor Spielende, in der Chaosphase eines Spiels, im Formtief der eigenen Mannschaft. Wohl dem, der da einen Spielzug ansagen kann, damit die Mannschaft einfach mal für einen Angriff Sicherheit hat und zum erfolgreichen Abschluss kommt. Spielzüge sind nicht Teufelswerk, sondern haben ihre Berechtigung. Wer nur auf Spielzüge setzt, muss die Schattenseiten in Kauf nehmen (Roboter trainieren; keine Alternativen, wenn die Abwehr unerwartet agiert).
Ich bin großer Freund eines einfachen Postionsspiels mit druckvollem Stoßen. Kann mit einer guten Mannschaft gegen 60, 70, 80 % aller gleichaltrigen Gegner erfolgreich sein, je nach Stärke meiner Spielerinnen. Irgendwann treffen wir aber auf die Deckung, die das im Verbund ohne Weiteres verteidigen kann. Wenn ich jetzt in der Kleingruppe keine neuen Aufgaben für den Gegner stellen kann (Auslösehandlungen), dann verliere ich dieses Spiel.
Aber letztlich kommt es doch auf so viele Faktoren an (eigene Mannschaft, Stärke der Gegner, Altersklasse, Zielsetzung Trainer/Mannschaft/Verein), dass keine pauschale Weisheit passt. Ich trainiere eine weibliche C in der höchsten Liga. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich in der Altersklasse in der Liga mit angesagten Auslösehandlungen extrem erfolgreich sein kann. Man kommt sich vor wie Harry Potter: Ansage Auslösehandlung - Durchführung Übergang/Sperre/Einlaufen - Tor. Sehr verlockend, das so zu spielen. Auf der Strecke bleibt aber zu viel. Diese Saison halten wir die Auslösehandlungen bei einem Minimum und konzentrieren uns auf Schlagwürfe, Sprungwurfvarianten, Expresspässe, Nachlaufen/Gegenziehen Kreiskläufer, Zusammenspiel Rückraum-Kreis. Je besser die Musiker...
Wenn ich alleiniger Manager in meiner Liga bin, ist mir der Sieg nicht zu nehmen. ![]()
Wo bleiben meine Mitstreiter?
Moin!
Ich habe wieder eine Liga bei Sportnachrichten - kicker online im Managerspiel Pro gegründet. Liganame ist wieder Handballecke.
Bitte meldet Euch dort an und gebt mir hier eine kurze Info, weil ich hier öfter reinschaue.
Ligastart ist der 15.08. Das Datum kann ich aber noch nach hinten verschieben, wenn wir noch zu wenige Teilnehmer sind. Optimal wären sechs bis zehn Teilnehmer.
Willkommen in der HE!
Mein ehemaliger Verein (östlicher Stadtteil Hannover) hätte da vielleicht was für Euch. Die Anmeldungen laufen erst seit dieser Woche, da dürfte noch in allen Alterklassen Luft sein. Lasst Euch aber nicht zu viel Zeit!
Start - Handballturnier des TuS Bothfeld 04
Gruß
ZeeBee
Das ist recht einfach. Da gibt es eine Spielform, mit der kannst Du über eine ganze Saison hinweg arbeiten, wenn Du immer neue Aufgaben / Anreize gibst.
Vergiss einfach das "1" in der "1:5-Deckung", das haben die Kurzen ja schon länger geübt. Die Details (Blick zum Ball, Hand an den Körper, wenn KM im Rücken; Stellung auf der Wurfarmgegenseite, so dass HM bei Drehung des KM auf Ballseite steht; Ballweg zum KM abschirmen) können ja im Zielspiel vermittelt werden, kompliziert und neu sind doch eher die "5", die auf einmal kooperieren sollen.
Endlinienball
Halbes Handballfeld, zwei Mannschaften, ein Ball und der gehört hinter die gegnerische Grundlinie abgelegt.
Wichtige Variablen, um das Spiel zu steuern: Breite des Feldes, Breite des Angriffsraums (ggf. durch Hütchen enger machen als das Feld) und ganz wichtig die Mannschaftsstärke
Erst lässt Du fünf Minuten bei Manndeckung laufen. Handballregeln.
Dann kommen zwei entscheidende Regeländerungen:
1. Keine Pässe mehr nach vorne, nur noch zur Seite oder nach hinten.
2. Statt Abwurf nach einem Punkt darf losgeprellt werden.
Raumgewinn gibt es also nur noch durch Prellen / bzw. max. drei Schritte - tippen - drei Schritte.
Dann "sortierst" Du nach und nach die Mannschaften in Abwehr und Angriff nach regeltechnischen und taktischen Gesichtspunkten.
Angriff:
- Alle Angreifer müssen sich hinter die "Balllinie" zurückziehen, weil der Ballführer schließlich nicht nach vorne passen darf.
- Ballannahme im Sprint mit Richtung Abwehrlücke (zunächst das Stoßen mit der Passrichtung)
- Für Fortgeschrittene: Alle Angreifer müssen fünf Schritte hinter die Ballllinie zurück, bzw. nach Ballabgabe sofort 5 m hinter die Balllinie für den erneuten Anlauf.
Damit ist der Angriff erst mal beschäftigt. Die Abwehr soll jetzt Kooperation lernen. Also sortierst Du die Abwehr:
Abwehr
- Bildet eine Abwehrkette! Rückt zum Ball ein, halbiert den Abstand zwischen eurem Gegenspieler zu seinem Nachbarn Richtung Ball!
- Zählt von außen ab, wer Euer Gegenspieler ist! Es spielen 1. gegen 1. von links, 2. gegen 2. von links... 1. gegen 1. von rechts..
- Greift euren Gegenspieler deutlich vor der Abwehrkette an! Durch die Kette bewegt sich eine "Blase" mit der Ballrichtung immer spiegelverkehrt zum Ball (letztlich das "kooperative Abwehrdreieck").
- Passt Dein Gegenspieler, sinkst Du sofort in die Kette zurück!
- Für Fortgeschrittene: Kommt ein Ballführer in deinen "Streifen" (halber Abstand zum linken und rechten Nachbarn), trittst Du zu Deinem Nachbarn heraus und rufst "Kreuz" oder "Switch"! Dein Nachbar muss sofort in die Kette zurücksinken und du übernimmst seinen Spieler!
Wenn die Abwehr etwas pfiffig ist, kommt es zum typischen "Raumdeckungsdilemma" des Angreifers. Der war es gewohnt, bei Ballannahme einen Gegenspieler als Problem vor sich wahrzunehmen und er hatte seine Werkzeuge zur Lösung des Problems. Stattdessen nimmt der Angreifer nun nicht mehr einen Gegenspieler wahr, sondern sieht sich einer Wand aus fünf Abwehrspielern gegenüber. Hiergegen hat er keine Lösung parat und psychologisch nimmt sich der Spieler immer in Unterzahl wahr.
Das Angriffsspiel kommt auf beiden Seiten ins Stocken. Solange die Angreifer noch regelmäßig durchbrechen, korrigiere ich die Abwehr... bis es regelmäßig zum Raumdeckungsdilemma kommt. Dann muss der Angriff erste Werkzeuge an die Hand bekommen. Quizfrage an die Mannschaften:
Wo sind die Schwächen der Abwehrkette?
- Die Deckung verschiebt zur Ballseite. Dort sind die Lücken eng, auf der ballfernen Seite sind die Lücken groß. Expresspässe auf die ballferne Seite können eine Lösung sein.
- Je schneller die Abwehr zur Ballseite verschiebt, desto eher erwischt man sie mit einem schnellen Richtungswechsel auf dem falschen Fuß.
- Der Gegenspieler wird von seinen Nachbarn unterstützt. Die beiden Außen haben zu einer Seite keinen Nachbarn. Dort ist immer ein interessanter Durchbruchraum.
- Ein Spieler tritt schnell auf den Ballführer heraus. Durch das Abwehrdreieck kommt der Ballführer nicht leicht in die sich öffnenden Lücke links und rechts in der Tiefe, wohl aber der schneidende Nachbar, wenn er den Pass schnell genug vor oder auf der Balllinie bekommt.
- Der Ball ist schneller als die Abwehr. Erhöhe ich die Passgeschwindigkeit, findet meine Mannschaft eher eine Lücke.
Das ist nur die Einführung. Dass kann über Wochen hinweg gespielt werden. Ist der Angriff beider Seiten zu erfolgreich, wird notfalls das Spielfeld oder die Endzone verjüngt - oder vergrößert, wenn die Abwehr zu stark ist. Soll der Angriff richtig arbeiten müssen, stopfe ich auf beiden Seiten einen Spieler mehr in die Deckungsreihe.
Durch den begrenzten Passraum in die Tiefe habe ich über zwanzig Meter Spielfeldlänge immer die spielnahe Situation des Positionsspiels. Für Fortgeschrittene kann ich Positionswechsel einbauen. Diese Saison haben wir Pressdeckung gegen die Außen damit geübt oder Pressdeckung gegen Halb bei Ballbesitz Außenangreifer. Sperren (ohne Absetzen wegen der Passregel) können ebenfalls geübt werden. Wichtig ist nur, dass ich immer die Seite korrigiere und stärke, die gerade ins Hintertreffen gerät.
Die Sache ist eigentlich relativ einfach. Der DHB sagt:
Zitat§ 82 SpO/DHB
(6) Ein Verein, der einen oder mehrere Spieler bzw. einen Jugendsprecher zu einem Auswahlspiel, Lehrgang oder einer sonstigen Maßnahme
der satzungsgemäßen Organe des DHB oder seiner Verbände abstellen muss, kann die Verlegung angesetzter Spiele beantragen; Spiele der Jugendmannschaften sind zu verlegen.
Stelle ich den Spieler nicht ab und er spielt an dem Tag, wird das Spiel gewertet!
Allerdings gilt auch:
Zitat(8) Die Verbände können im Falle des Abs. 6 für Maßnahmen ihres Bereiches abweichende Bestimmungen erlassen.
Es kommt hier also auf die Spielordnungsergänzung des Landesverbands an.