Beiträge von Zickenbändiger

    Zitat

    Original von Gordon73
    Dann schau dir das Team aus Burgdorf jetzt mal an! Die haben aber richtig fett aufgerüstet und werden um die Meisterschaft mitspielen!

    Dann spielen sie ja die vierte Saison in Folge um die Meisterschaft mit. :)

    Entschuldigt, wir schweifen ab. Worum ging es doch gleich? Ach ja, Minden. Nacht allerseits.

    Dauerkarte nicht ausgeschlossen! Ich war bei Burgdorf gegen Essen, DHB-Viertelfinale. So eine Stimmung gab es selbst beim Eishockey (ECH natürlich) in Hannover nicht!

    Aber das bleibt sicher Wunschdenken. Dass Hannover (wieder) einen eigenen Erstligisten bekommt, halte ich für höchst unwahrscheinlich.

    Hannover ist zwar handballbegeistert, aber was Minden hier letzte Saison gegen Magdeburg gezeigt hat... Die haben bei der Gegenwehr nicht mal gezappelt.

    Das war keine Werbung, ich werde mir das gut überlegen, da Geld für auszugeben. Magdeburg kann aber gerne wiederkommen!

    Moin!

    Zitat

    original von seraph
    Ich gebe Dir recht, dass gerade im Jugendbereich auf korrektes Abwehrverhalten geachtet werden sollte. Damit haben viele SR Probleme, besonders in den Bereichen, in denen Eltern oder Trainer pfeifen müssen. ABER....das ist für mich keine Begründung auf 6:0 zu gehen. Bei sowas bin ich als Trainer gefordert meine Kinder selber im Zaum zu halten. Wer von hinten zieht oder reißt, kommt auf die Bank, wer klammert wird ermahnt und geht das nächste Mal raus. Ob das die anderen Mannschaften auch machen ist mir erstmal egal, denn gute Abwehrarbeit zahlt sich immer aus.

    So ganz egal ist mir das nicht, was die anderen treiben. Ich werde in Zukunft im Training Fouls simulieren müssen, damit meine weibliche E mit dem regelmäßigen festgehalten und umgerissen werden klar kommen. Mittelfristig verschwinden solche Gegner in der Versenkung, bis dahin muß ich sie aber ertragen.

    Zitat

    Original von Michaelb
    Genau die Argumente, wie im Vorjahr in Westfalen. Das ganze steht und fällt mit der Bereitschaft ALLER (Trainer, Schiedsrichter, Eltern), sich die Forderungen der Rahmenkonzeption zu eigen zu machen. Wenn du von "taktischen Zwangsvorgaben" redest, zeigt dies, dass bei dir die Bereit- schaft (noch) nicht vorhanden ist. Lies dir doch wenigsten die DHB Rahmenkonzeption mal durch, dann weisst du, was bezweckt werden soll.

    Entschuldigt, ich drücke mich zu ungenau aus. Meine wE spielt sehr erfolgreich eine Manndeckung ab dem gegnerischen Sechser, Körperkontakt strengstens verboten, Ball rausfangen ist oberste Devise. Inzwischen sind wir soweit, dass trotz dieser offenen Deckung hinten keine Tor mehr fallen. Nur die meisten Trainer, die nun gezwungen werden sollen, ebenso zu spielen, sind damit ÜBERFORDERT. Ein langjähriger Trainer erzählt mir regelmäßig allen Ernstes, das "wrestling" seiner Mannschaft sei vom DHB genau so gewollt.

    Zurück zum Thema. Bevor die Schieris in der untersten Jugend nicht entsprechend geschult sind, artet diese Reform in eben jene Dauerringkämpfe aus. Da wäre es mir lieber, die Gegner spielten eine "Banküberfalldeckung" (Hände hoch! Nicht bewegen!). Eine Regel, wonach bei Zeitstrafen wieder aufgefüllt werden darf, ist in der E-Jugend überflüssig. Die Schieris lassen ohnehin alles laufen.

    Zitat

    Und mit der 2 min. Strafe ist bei uns genauso, der jenige der die Zeitstrafe bekommt muss raus, aber es darf ein anderer sofort wieder auffüllen, und ich glaubhe diese Regel gilt überall in deutschland, oder etwa nicht?

    In Niedersachsen soll auch dies erst mal die Entscheidung der Kreise bleiben...

    Karsten

    Zitat

    Die Westfalen durften schon im letzten Jah. DHB-Rahmentrainingskonzeption (Offensive Deckungsvarianten!) anwenden. Das hat in unserem Kreis einigermassen geklappt, weil die Vereine und Trainer einsichtig waren. Die Kinder hatten mit der offensiven Deckung mehr Spass, weil auch mehr Tore fielen. Das mit der persönlichen Strafe kommt jetzt dazu. Und wird kaum zu Aufregungen führen, denn: wieviel Zeitstrafen gibt es denn wirklich in der E/D-Jugend? Das da "pädagogisches Pfeifen" im Mittelpunkt steht, ist doch logisch.

    Moin!

    Ich erlebe in der weiblichen E leider weder Zeitstrafen noch "pädagogisches pfeifen". Mit letzterem sind die Schieris überfordert, progressive Bestrafung scheitert am Mitleid o.ä. der Spielleiter. Ergebnis: Es gewinnen die "Klammeraffen", die jeden gegnerischen Angriff durch festhalten, klammern, Ball wegreißen usw. zerstören. Wer ballorientiert spielt, hat nach zehn Minuten keine Lust mehr. (Und bei uns gibt es noch keine taktischen Zwangsvorgaben.)

    Wenn die Schieris schon nicht bereit sind die Regeln zu erklären, dann würde ich mir doch wenigstens mal ne gelbe Karte wünschen. In dieser Altersklasse macht das noch richtig Eindruck. Das kommt aber so gut wie nie vor. Dann sollen die Verlegenheitstrainer doch lieber wieder alle 6:0 decken. Das ist zwar auch nicht schön, aber wir fördern zumindest nicht den Ringernachwuchs. Und die Schieris hätten es wieder schöööön übersichtlich.

    Gruß

    Karsten

    Moin!

    Zwei Monate Sperre ist der Regelfall. Ausnahmen:

    - Du wechselst und kannst einen Vertrag vorweisen (Oberliga aufwärts).

    - Freundschaftsspiele

    - Der alte Verein hat in Deiner Altersklasse keine Mannschaft.

    Gibt noch weitere Fälle, die greifen aber bei einem "normalen" Wechsel nicht.

    Karsten

    Moin!

    In der Trainingslehre gilt doch, vom einfachen zum schwierigen. Wenn ich also Tempospiel einführe, was ist einfacher? Der schnelle Paß nach vorne, wenn der Gegner stören darf oder wenn dies ausgeschlossen ist? Ich meine, dass durch die Regeländerung beim Anwurf nun der Gegenstoß auf der "schnellen Mitte" aufgebaut werden muß. Meine Mädels spielen in der kommenden Saison das zweite Jahre E-Jugend, gleich nach den Ferien wird den Torhüterinnen eingeimpft, dass jeder Ball aus dem Netz sofort an die Mittellinie zu fliegen hat.

    Gruß

    Karsten

    Moin!

    Das mit dem Sperre-freien Zeitraum ist zwar richtig, aber das Pokalfinale scheint mir eine Angelegenheit der gerade abgelaufenen Saison zu sein. Dafür bist Du gemäß § 26 Absatz 1 a) der Spielordnung gesperrt. Diese Ausnahme von der Wechselsperre gilt jeweils nur für die kommende Saison, also Relegationsspiele.

    Das mit der Eintragung 1.6. ist natürlich ärgerlich. Falls Du Dich SCHRIFTLICH mitsamt Datum am 26.05. abgemeldet hast, ließe sich sicher noch was machen. Falls es mündlich war, bist Du zwei Monate gesperrt (und ein wenig in die Pfanne gehauen worden).

    Mit sportlichen Grüßen!

    Karsten

    Moin!

    Ich hatte mal dieselbe Diskussion mit einem erfahrenen Schieri. Ein Blick in die Handballregeln lassen jedoch keinen Zweifel, wie zu entscheiden ist:

    Regel 7:4 a)... Sobald der Ball danach [tippen oder prellen] mit einer Hand oder beiden Händen gefasst wird, muss er innerhalb 3 Sekunden beziehungsweise nach höchstens 3 Schritten abgespielt werden.

    (und jetzt kommts...) Das Prellen oder Tippen beginnt dann, wenn der Spieler mit irgendeinem Körperteil den Ball berührt und Richtung Boden lenkt.

    Da bleiben doch eigentlich keine Fragen offen? Außer man ist Haarspalter wie ich und fragt sich, ob ich nach dem prellen oder tippen noch aufs Tor werfen darf....

    Karsten

    Zitat

    wird bei der b-jugend dann auch bestraft wenn man mit einer normalen defensiven 6-0 deckung spielt??

    Moin!

    Nein, der DHB wünscht sich zwar auch in der B und A-Jgd. eine offensive Deckung, durchgesetzt soll sie aber vorerst nur maximal bis in die C. Und selbst dort gilt es wohl eher als Empfehlung.

    Karsten

    Zitat

    Ws ist denn die F-Jugend?? Ich spiele schon seit den Minis und ich war nie in der F-Jugend. bei uns waren Super-Minis, Minis, E-Jugend, D-Jugend, C-Jugend, B-Jugend, A-Jugend, Frauen /Männer.

    Moin!

    Die F-Jugend sind sämtliche Minis. Die Spielordnung des DHB kennt jenen "Kosenamen" aber nicht, sondern arbeitet mit der formaleren Bezeichnung F-Jugend.

    Karsten

    Moin!

    Der DHB testet noch, wie die Rahmentrainingspläne bundesweit umgesetzt werden können. Einige Landesverbände haben in der abgelaufenen Saison schon experimentiert, bei uns in Niedersachsen hat man erst mal zugeschaut.

    Es hängt wirklich vom Landesverband und dann vom Kreis ab, was vorgeschrieben wird. Und selbst die Durchsetzung variiert.

    In der C-Jgd. gelten die Neuerungen wohl eher als Empfehlung. Die D soll Manndeckung oder 1:5 spielen, die E-Jgd. Manndeckung. Das mit der Zahl der Torschützen spielt meines Wissens nur beim zweimal drei gegen drei eine Rolle, wo die Tore mit eben jener Zahl multipliziert werden. Aber auch das wird unterschiedlich gehandhabt.

    Alles wenig durchdacht, was da von "oben" kommt.

    Karsten

    Moin!

    Vielleicht ist das Thema doch noch nicht erschöpft. Beim Überfliegen der Argumente habe ich den üblichen Streit zwischen ausbildungs- und erfolgsorientierten Handballern gesehen. Die jungen Idealisten gegen die alten Hasen sozusagen. Es gibt aber noch eine dritte Meinung.

    Weiter oben las ich einen zutreffenden Satz. Wenn ein Kind erstmals in die Halle kommt, jagt es dann dem Ball nach oder stellt es sich freiwillig an den 6m? Natürlich wird dem Ball nachgejagt. Alles andere macht eben keinen Spaß. Ist eigentlich schon mal jemandem aufgegangen, dass es mit diesem Spaß bald vorbei ist? Bei konsequenter Regelauslegung (nämlich klare Zuordnung 1 Spieler gegen 1 Spieler) gibt es jedes Mal 7m, wenn die Anfänger dem Ball nachjagen und nicht "stupide" bei einem Gegenspieler stehen. Statt taktisches Zwangskorsett "Fleischmauer" gibt es dann das Korsett Manndeckung.

    Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Es gibt nichts langweiligeres, als defensiv ausgerichtete Kindermannschaften. Aber ein Übel durch ein anderes zu ersetzen?!

    Seit anderthalb Jahren trainiere ich eine weibliche E-Jugend. Wir haben als komplette Mini-Mannschaft in der zu hohen Altersklasse angefangen und nur Niederlagen kassiert. Abwehrtaktik war von Anfang an: Den Ball holen! Im Training habe ich schnell gemerkt, dass Manndeckung den Mädchen keinen Spaß machte. Sie wollten nur den Ball. Zur Schadensbegrenzung habe ich meine beiden "weitesten" Spielerinnen abwechselnd Libero spielen lassen. Bei Ballverlust an die Mittellinie zurück und Gegenstöße verhindern. Nach und nach habe ich einzelne Spielerinnen auch mal die stärkste Gegenspielerin manndecken lassen. Nach anderthalb Jahren habe ich die Mädchen so langsam soweit, dass ihnen auch die Manndeckung Spaß macht. Aber der Ball hat immer noch eine magische Anziehungskraft.

    Diese Saison werde ich versuchen, die zwei bis drei stärksten Gegenspielerinnen direkt zu decken. Der Libero wird beibehalten. Und da ich immer wieder Anfänger dazubekomme, laufen diese eben dem Ball nach. Damit sie erst einmal Spaß am Handball gewinnen, ohne vom Trainer zu etwas gezwungen zu werden. Nächstes Jahr (nach zweieinhalb Jahren) werde ich dann soweit sein, die unsinnigen Forderungen des DHB zu erfüllen. Und dann belohne ich die gegnerischen Mannschaften, die ihr Spiel nur auf eine einzige große Spielerin zuschneiden, da ich sie zwischenzeitlich nicht "doppeln" darf und auch noch schwache Spielerinnen decken muß.

    Bei aller Liebe für die offensive Deckung, als Trainer ist es meine Sache, wie ich taktisch agiere. Es gibt nämlich für Anfängermannschaften genug Gründe, erst einmal keine reine Manndeckung zu spielen, sondern erst einmal auf den Entwicklungsstand der Spieler Rücksicht zu nehmen. Die Manndeckung ist das Produkt einer Entwicklung und nicht ihr Anfang.

    Mit sportlichen Grüßen!

    Der Zickenbändiger