Beiträge von Zickenbändiger

    Ich hab irgendwie gar keine Meinung zu Joel Abati. Hier in der Handballprovinz bin ich zu weit weg vom Geschehen. Aber wenn der Mann innerhalb von acht Stunden sechzig Antworten zu seinem Thread verursacht, dann muß das schon ein Pfundskerl sein...

    Zwei Klassiker fallen mir noch ein, die aber nicht an meine oben genannten Beispiele anknüpfen:

    - "Macht Druck!"
    Meist in den Altersklasse zu hören, in denen die Ballannahme im Laufen bzw. der Paß in den Lauf noch ein Problem ist. So was muß man ja nicht trainieren, das wird einem in die Wiege gelegt.

    - "Bietet Euch an!" oder "Freilaufen!"
    Minis und E-Jugendliche werden hiermit gerne konfrontiert. Meines Erachtens viel zu abstrakt, als dass ein Achtjähriger damit was anfangen könnte (nicht der Achtjährige mit vier Jahren Handballerfahrung - ich meine den Achtjährigen mittlerer Art und Güte). "Weg von X / den Blauen / deinem Gegenspieler!" oder so ähnlich müßte es lauten. Damit kann ein Kind was anfangen. "Anbieten" ist ja genau, was Kinder die ganze Zeit tun - nur halt mitten zwischen zwei Verteidigern.

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    Millos:
    Um durcheinander laufen zu können muss man einen Startpunkt haben und das ist nun mal die Position im Handball

    Nicht in der E-Jgd.! :D Jedenfalls nicht bei mir, weil ich verbunden mit Positionsspiel sofort den Standhandball einführe. Ich experimentiere mit dem "geordneten Chaos ohne Stillstand". Klar stehen auch meine Spielerinnen herum, aber sie dürfen jederzeit woanders hinlaufen.

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    Millos:
    Gibt es überhaupt unsinnige Traineranweisungen ?...
    Wenn die Kinder machen was Sie wollen wozu brauchen sie dann noch einen Trainer ?

    Für gute Traineranweisungen vielleicht?

    Micha, hast Du den Weltklasse-Return nicht bemerkt? Ich wollte Dir ein Restaurant aus Indonesien entlocken, wo man ähnliche Speisen bekommt wie in den Filmen "Eat the Rich" oder "Delicatessen". Und aus Dänemark kam dies Jahr auch noch ein Machwerk in diese böse Richtung.

    Warum soll ich als Einziger unter SIS leiden??? Zur Zeit ist alles friedlich, ich kann alle Tabellen einsehen. Die Ruhe vor dem Sturm.

    Jörg und ich sind nachher am geplanten Tatort von Samstag und werden die Details abklären.

    Können wir machen, dass wir uns in Lehrte Treffen. Schaut mal ins SIS wegen der Halle, ich hab selbst gerade nicht parat, wo die ist. Erst zu mir kommen wäre ein Umweg. Beim Autobahnkreuz fahrt Ihr auf die A2 Richtung Berlin. Alles weitere über Routenplaner und SIS.

    Micha: Wo wären denn die kulinarischen Gesetze liberal genug, dass wir beim nächsten Treffen Deine Vorlieben berücksichtigen können?

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    als Neuer hier hat mich sehr erschreckt, das jeder Kreis in Deutschland seine eigenen kuriosen Zusatzregeln aufstellen kann. Im Jugendbereich lese ich hier von abstrakten Auswüchsen.

    Bingo. Und in den Durchführungsbestimmungen unseres Kreises steht auch was Witziges. Jugendmannschaften E und D SOLLEN eine offensive ZWEI-LINIEN-ABWEHR spielen. Da hat wer was gelesen und abgeschrieben. Nicht mal beim DHB käme man auf die Idee, in der E-Jgd. eine Raumdeckung zu fordern. (Es sei denn, das wäre plötzlich der letzte Schrei.)

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    Original von dj planlos
    wie häufig kommt es denn bitte vor, dass man in der Alterklasse 2-Minuten geben muss????? Ich pfeif seit 5 Jahren und musste das erst ein mal machen!!!!!!!

    Da hättest Du mal vor anderthalb Wochen bei uns pfeifen sollen. Wir haben zwar die Regel nicht, wonach man bei Hinausstellungen auffüllen darf. Aber selbst wenn, hätte unser Gegner bei einem richtigen Schieri irgendwann niemanden mehr gehabt, den er hätte reinschicken dürfen. Statt dessen gab es immer schön Freiwurf für uns. Und heute durfte ich eine Stellungnahme schreiben, weil sich der gegnerische Verein über meinen Spielbericht auf der Homepage geärgert hat. :wall:

    Da wird in der Praxis schon nicht bestraft (hab in zweieinhalb Jahren in der E-Jgd. noch keine Hinausstellung erlebt, aber viele hinausstellungswürdige Fouls) und dann darf man auch noch auffüllen. Das ist wie Kempa-Trick Verbot bei den Minis... :pillepalle:

    Moin!

    Harmi hat mich da auf eine Idee gebracht. Ist Euch auch schon mal aufgefallen, wie oft bei Anweisungen im Kinder- / Jugendhandball Dinge verboten werden, die später - und sei es nur im Leistungsbereich - gebraucht werden? Ich sag nicht, dass Kinder die folgenden Dinge können müssen, nur statt sie zu verbieten, baue ich sie lieber probeweise ab und zu ins (Koordinations-) Training ein.

    - "Mit beiden Händen wird gefangen!"

    Richtig, aber wär es nicht toll, wenn es auch nur mit einer ginge? Manchmal ist die zweite Hand einfach zu weit weg. Irgendwo las ich gerade hier in der HE, dass unser Damenbundestrainer von Spielerinnen schwärmen würde, die im Sprint einhändig einen Paß annehmen könnten. Die haben wohl als Kind nicht auf ihren Trainer gehört...

    - "Falscher Fuß ist vorne!"

    Ich werde mich hüten, bei einem gelungenen Schlagwurf aus vollem Lauf so was zu sagen. Irgendwann soll ja auch mal mit dem "falschen Bein" abgesprungen werden - jahrelang verbieten um es dann plötzlich wieder einzuführen? Und beim Stemmwurf lautet die Korrektur: "Du könntest noch härter werfen, wenn Du den linken Fuß vorne hättest." "Falsch" klingt immer irgendwie negativ.

    - "Von so weit weg wird nicht geworfen!"

    Mein Favorit. Wie Harmi neulich so schön sagte, der Ball muß im modernen Handball ins Tor hineingetragen werden. Bloß nicht werfen!

    - "Auf die Positionen - nicht durcheinanderlaufen!"

    Yeah! Es könnte ja schnell werden und die Abwehr würde die Übersicht verlieren. Standhandball ist so viel ordentlicher.

    Fällt Euch noch was ein?

    Edit: Nun der Titel etwas weniger irreführend.

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    Original von Micha
    Ich bin fürs Hiller. :D

    Angesichts des grinsenden Smilies bin ich mir immer noch nicht sicher, ob Micha ein Großmeister der Ironie ist und ich nun ein ums andere mal reinfalle oder ob wir tatsächlich was Fleischloses suchen müssen. Sollte mich aber wundern, wenn es so was nicht auch bei den Asiaten gäbe. Alternativ:

    jörg: Bella Italia wäre nicht allzu weit weg.

    Das Oberligaspiel ist in Lehrte, zwanzig / fünfundzwanzig Minuten von hier. Ob das dort voll wird, muß ich noch mal auskundschaften. Dann müßten wir gegen vier dort sein.

    Ich schlag mal vor, Futter gegen 19:00. In unmittelbarer Umgebung des Shakespeare gibt es:

    Chinamann
    Thaimann
    Indermann

    Indisch ist nicht mein Ding, die hauen überall diesen widerlichen Koriander dran. Der Chinamann ist relativ neu und quasi mitten im Zielgebiet. Im Thairestaurant war ich mal mit der Skatrunde, war lecker.

    Mattes und Micha: Wie sieht Euer Zeitplan aus? Falls Interesse besteht, könnten wir vorweg noch Pseudokulturelles veranstalten oder vielleicht irgendwo noch ein Handballspiel angucken. (z.B. 16:30 Spitzenspiel Oberliga Männer Erster gegen Vierter).

    Micha: Nee, lass mal. Den armen Vegetariern das Grünzeug wegessen?

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    Ich würde damit gerne, zumindest für meinen Teil, den Ausflug nach Edemissen aus dem Programm für den 11.12. streichen ... der Weg ist mir ehrlich gesagt ein bißchen weit für ein Oberliga-Spiel, wenn Patrick hinterher nicht mitkommt.

    Sehe ich auch so. Von der Schmeichelei mit Oberliga und so nehme ich allerdings Abstand. :D

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    wo nehmen wir ein bißchen feste Nahrung auf, bevor wir uns dem "Wasser des Lebens" widmen?

    Die Frage sollten wir beide klären und nicht die ortfremden Gäste damit quälen.

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    wer pennt wo?

    Klären wir hier.

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    was machen wir wann am Sonntag?

    Albert hat da zumindest einen guten Vorschlag. Aspirin hinterher finde ich unanständig, das gehört wie Doping verboten.

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    Ich glaube, irgendwann sollte ich mich mal einklinken und einen Abend mit Euch um die Ohren schlagen

    Wir werden Dich zu jedem weiteren Treffen an diese Worte erinnern. Vielleicht kriegen wir Dich ja mal aus Husum wech. Andererseits, Jörg und ich kommen sicher auch gern wieder in den Norden.

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    Original von Millos
    Ein Auszug aus unseren Regeln (Jungen E und Mädchen D)
    ...
    kein Alkohol vor - wärend - nach den Spielen und auch möglichst nicht rauchen

    Das sind ja harte Sitten, zehnjährigen Jungs und zwölfjährigen Mädels das après-Spiel-Bier zu verwehren. :D

    Zockerkönig: Du mußt mit den Klammern aufpassen, sonst versauen sie Dir die Smilies! :hi: Ein Feld Abstand lassen.

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    wenn der Trainer was erzählen will und Gequatsche geht weiter, schweigt der ÜL bis Ruhe ist

    Um das zu begreifen mußten erst mal dreißig Jahre bei mir ins Land ziehen. Ein kleiner Tipp für Trainerneulinge: Auch wenn es noch so juckt, nicht lauter werden wenn alle quatschen - LEISER werden bzw. schweigen. Schont die Stimmbänder und wirkt häufig noch besser.

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    Bei "Zickenalarm" werden die Bälle weggeräumt

    Oder man ruft den Bändiger.... :lol:

    Moin!

    Feste Regeln haben wir nicht wirklich (wE), aber die ein oder andere Gepflogenheit hat sich schon eingeschliffen.

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    Es werden grundsätzlich alle Spielerinnen eingesetzt, die auf dem Spielbericht stehen

    Nicht nur das, sie bekommen auch alle dieselbe Spielzeit (pi mal Daumen), unabhängig davon wie es gerade steht.

    Alle dürfen ins Tor, niemand muß. Auch bei Spielen, allerdings maximal vier Mädels. Durch positive oder negative Erfahrungen findet ein automatisches Siebverfahren statt, ohne dass ich wen ermuntern / abhalten muß.

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    Der Trainer hat immer Recht?

    Das ist Naturrecht, das hab ich mir nicht ausgedacht. :D

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    Wenn der Trainer redet, herrscht Ruhe

    Da arbeite ich gerade dran. RolfB hat mir den Tipp mit Purzelbäumen als Belohnung für dazwischenquatschen gegeben. Das setze ich mit Freude um.

    Mit meiner Co-Trainerin habe ich gleich zu Beginn unserer Zusammenarbeit vor über zwei Jahren vereinbart, dass wir uns gegenseitig vor der Mannschaft nicht kritisieren.

    Pflichtduschen nach dem Spiel scheint in der heutigen Zeit für manche Eltern (nein, die schicken wir nicht unter die Brause) ein Problem zu sein. Wir dachten, wir würden ihnen entgegenkommen, aber das Wasser ist zu kalt, die Duschräume zu dreckig, Duschzeug nicht immer dabei, zu Hause duschen ist auch schön.... ;( Du kriegst ne Macke.

    Bei den Minis wird häufig im Training eine Regel gespielt, dass alle einmal den Ball im Angriff gehabt haben müssen, bevor aufs Tor geworfen werden darf. Halte ich für Minis angemessen, in der weiblichen E habe ich das aufgegeben. Wer kennt nicht das maulige Kind, das NIIIEEE den Ball bekommt und deswegen lieber nicht mitspielen möchte. Sind bei mir immer die lauffaulen Mädels. Und nun müssen sie sich freilaufen oder eben "verhungern".

    Zweieinhalb Jahre war Körperkontakt verboten, seit dieser Woche führe ich ihn ein. Halte ich im nachhinein für eine gute Entscheidung. Die Mädchen werden so zur Beinarbeit gezwungen und konnten sich ganz auf den Ballgewinn konzentrieren. Das hat sehr gut geklappt.

    Hi Lika!

    Nach der Spielordnung ist es eigentlich NICHT vom Kreis abhängig. Wo die unteren Verbände von der SpO abweichen dürfen, das ist dort immer ausdrücklich geregelt. Beim Festspielen ist das nicht der Fall. Die Landesverbände werden sich wohl daran halten und keine unzulässigen abweichenden Bestimmungen erlassen, die Kreise kochen aber oft ihr eigenes Süppchen. (Was soll ihnen auch passieren?)

    Zum Thema Festspielen habe ich in meinem Kreis ein Merkblatt erstellt, vielleicht bringt es Dich weiter. Schau mal unter Richtlinien/Ordnungen - Festspielen.

    ATOM: Mit Sicherheit nicht. Dafür gibt es ja den § 55 SpO DHB, damit so was nicht passiert.

    @ Coocky: Entschuldige bitte, dass ich

    a) so arrogant rübergekommen bin,
    b) Jugendlichen in Deinem Alter nichts zutraue
    c) Dich "frustriert habe, bevor Du angefangen hast". :hi:

    zu a) Ich bin als Trainer furchtbar arrogant. Das ist Berufskrankheit, wenn man im Kinderhandball tätig ist und die Trainerkollegen der anderen Mannschaften erlebt. Gerade Mädchen will offenbar niemand trainieren, der Grundkenntnisse im Handball hat.

    zu b) Ist halt meine Erfahrung.

    zu c) Da haben Ralf 81 und härter_schneller Recht. In einigen Vereinen kann man es sich nicht aussuchen. Und richtig, lieber eine engagierte und neugieriege Sechzehnjährige als ein vierzigjähriger Papa, der schon alles weiß.

    Hier finden sich weitere Hinweise der hilfreichen Geister aus der Handballecke.

    Coocky: Ohne Dir Böses zu wollen - meld Dich in ein paar Jahren noch einmal! Ganz große Klasse, dass Du mit sechzehn schon ins Trainergeschäft einsteigen möchtest, aber allein kann das nix werden. Als Achtzehnjähriger habe ich mit einer mD angefangen und mußte im nachhinein erfahren, dass ich alles falsch gemacht habe, was man eben so falsch machen kann. Wenn Du Ambitionen hast, such Dir im Verein einen erfahrenen Trainer und schau ihm ein paar Jahre über die Schulter, bzw. übernimm Teile des Trainings unter Aufsicht. Der Frust, einen ganzen Jahrgang "versaut" zu haben, kann ganz schön groß sein.

    Falls ich das "mit trainieren" falsch verstanden habe und Du unter der Regie einer Trainerin / eines Trainers arbeiten wirst, dann meld Dich noch mal per PN. Ich habe einiges an Konzeptarbeit zu Papier gebracht.

    Dem Argument kann ich wohl folgen. Nur wenn ich die Wahl hätte, im Laufe meines Lebens fünf mal von einem Schäferhund gebissen zu werden oder null mal von einem Pit Bull, dann fiele mir die Entscheidung leicht. Die Opfer, die natürlich im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen, sind Kleinkinder. (Nur so konnte die Bild Zeitung überhaupt die Politik so weit bringen, dass überall juristisch unhaltbare Verordnungen mit heißer Nadel gestrickt wurden.) Und an so einem Bonsai kann ein Schäferhund auch ne Menge Schaden anrichten. Wenn es also stimmt, dass prozentual gesehen Schäferhunde wesentlich öfter zubeißen als Pits, dann sehe ich keinen Grund für eine Schlechterstellung der Vierbeiner mit dem härteren Biß. Angenommen die Quote der Beißer wäre zehn zu eins, rechtfertigt das noch ein Verbot von Pit Bulls, bloß weil sie härter zubeißen können?

    Da fällt mir noch ein garstiger Witz ein:

    Was hat vier Beine und einen Arm?

    Ein Pit Bull auf dem Kinderspielplatz.

    Und da fällt mir noch was ein: Besagte Anwältin hatte in ihrer Nachbarschaft einen Halter von zwei Schäferhunden, der die beiden Kumpels im nahe gelegenen Wald häufig frei laufen ließ. Die Beiden machten es sich zum Spaß, regelmäßig über andere Hunde herzufallen und zu beißen, auch den Hund der Anwältin. Anruf beim Ordnungsamt: Eine einzelne Beschwerde rechtfertigt kein Einschreiten, so die Auskunft. Wochenlange Recherche bei anderen Hundehaltern, derer Lieblinge ebenfalls Opfer der Attacken waren, Namensliste und Daten der Angriffe erstellt und ans Ordnungsamt weitergeleitet. Nach mehreren Wochen schaute mal wer bei dem Hundehalter vorbei, keiner zu Hause. Beim nächsten Versuch auch nicht und die Sache verlief im Sande.

    Neue und härtere Verordnungen gegen Kampfhunde mußten ja wie eine Wunderwaffe wirken. :pillepalle:

    Ich bin vor vier Jahren mal durch Zufall in die Protestbewegung gegen die Gefahrhundeverordnung NRW geraten. War zu dem Zeitpunkt Praktikant einer hundehaltenden Anwältin. Da habe ich einige interessante Dinge erfahren.

    Die Rasseliste in NRW mit angeblich per se gefährlichen Arten enthielt eine längst ausgestorbene Hundeart sowie eine Hundeart, die selbst Experten nicht kannten (chinesischer Kampfhund?).

    In der sog. Beißstatistik liegt traditionell mit Riesenabstand vorne... der Deutsche Schäferhund. Wenn ich mich richtig erinnere, dann nicht nur in absoluten Zahlen (je mehr Schäferhund, desto Biß - logisch) sondern auch relativ gesehen. Gilt bei uns in der Theorie noch eine Gleichbehandlung der Menschen vor dem Gesetz, so gilt dies nicht für den Oberbeißer. Der tauchte nicht auf der Liste der Hunde auf, die verboten werden sollten. ?( Kommissar Rex hatte halt die bessere Lobby.

    Apropos Lobby. Ebenfalls nicht in der Liste war der Rhodesian Ridgeback. Es hielt sich hartnäckig das Gerücht, die Schwester der Ministerin Höhn würde diese Rasse züchten.

    In der Kanzlei der Anwältin lernte ich einen Brasiliero hastenichtgesehen kennen, einer von den ganz, ganz bösen Hunden laut der Verordnung. Einer der knuddeligsten Vierbeiner, die mir je untergekommen sind.

    Ganz vorn in der Protestbewegung war eine Pitbullzüchterin. Sie züchtete die Kumpels als... Familienhunde. Hab auch mehrere Staff-Halter kennengelernt, die einen "Kampfhund" und Kinder zu Hause hatten.

    Der Polizeipräsident von München rühmte sich damals damit, dass er die Stadt von Kampfhunden gesäubert hätte. Es ginge doch nichts über eine harte Linie. Zu dieser Zeit kam es allerdings in Bayerns Hauptstadt zu einen immensen Anstieg der "Boxermischling"-Population. :D Rasselisten sind ne tolle Sache!

    Gerade als die Gefahrhundeverordnung in Kraft trat und die Viecher einen Maulkorb tragen mußte, bin ich Opfer einer Kampfhundeattacke geworden - und das als aktiver Widerstandskämpfer! Ein Hundehalter einer Bordeaux Dogge ("Scott & Huutch" mit Tom Hanks) kam in die U-Bahn und entschuldigte sich mit Tränen in den Augen bei seinem Hundchen, dass es einen Maulkorb tragen müsse. Irrtümlicherweise glaubte der Mann, dass die Maulkorbpflicht in der U-Bahn nicht gelte und machte das Ding genau neben mir ab. Der Hund hatte inzwischen etwa 200 ml Sabber durch den Maulkorb gesammelt und schüttelte sich dann plötzlich ganz kräftig... echt lecker!