Beiträge von Hoelle-Sued

    EXTREM wichtiges Spiel und sehr sehr richtungsweisend für beide Teams. Gewinnt Minden, so können sie weiter vom Klassenerhalt träumen und der HBW muss richtig hart für selbigen kämpfen, gewinnt der HBW wäre ein riesiger Schritt für den Klassenerhalt getan und Minden müsste sich wohl mehr an Großwallstadt, Lemgo und evtl. sogar Gummersbach halten um noch weiter vom Klassenerhalt träumen zu können.

    Was die Stärken angeht, so ist es mal ein komplett offenes Spiel, evtl. mit leichten Vorteilen beim HBW.

    Essen völlig überfordert und ideenlos. Möglich, dass das Fehlen von Kropp oder der Ausfall von TW Kulhaneks eine Rolle spielten, aber ich glaube nicht, dass in Balingen schon mal eine solch schwache Erstliga-Mannschaft auflief.

    Besser -mindestens in der ersten Hälfte- präsentierte sich der HBW, auch wenn man den Eindruck hatte, er stolpere oft über die eigenen Füße. Das konnte nicht die Mannschaft gewesen sein, die letzte Woche aus Berlin fast einen Punkt mitgenommen hätte! Bei solch einem Spiel müsste man eigentlich etwas für's Torverhältnis tun. Aber wie Hoelle-Sued andeutete, die Balinger sind es nicht gewohnt, gegen Mannschaften zu spielen, denen sie überlegen sind. Immer wenn der Abstand auf 5 bis 6 Tore angewachsen war, und man den Sack hätte zumachen können, setzte irgend etwas im Kopf aus.
    Aber im Gegensatz zu Hüttenberg in der letzten Saison war der TUSEM nicht in der Lage das auszunützen.

    Die Krönung des Ganzen waren aber die Schieris Baumgart/Wild. Was die für einen Stuss (auf beiden Seiten) zusammenpfiffen, reicht eigentlich für eine halbe Saison.

    Essen wird wieder runter gehen, aber so wenig Potential, wie es eben die Gesamtleistung zeigt, sehe ich absolut nicht. Der Rückraum ist eigentlich sogar sehr interessant, was aber absolut fehlt sind passende Mittelmänner/Spielmacher. Geb Essen nen Herth und König, ich denke sie könnten zumindest um den Klassenerhalt kämpfen, vor allem wenn noch ein guter Keeper im Tor wäre. Wie die Nr. 1 wäre, konnte man nicht genau sehen, die Ersatzmänner jedenfalls waren grottenschlecht, zu schlecht für die Bundesliga, selbst wenn unsere zu unfähig (zu wenig gefordert?!) waren sich darauf einzustellen. Viele der verworfenen/gehaltenen Bälle wären einfach drin gewesen, wenn sie aufs kurze Ecke geworfen wären. Bliß konnte wirklich nur das, eben das Spekulieren auf die lange Ecke.

    Der Doktor erteilt eine Lehrstunde - das Thema: Abstiegskampf. Good bye, Essen ...

    Diesmal aber ganz schwieriges Thema, da der HBW wohl eines seiner ersten Spiele als klar bessere Mannschaft in der Bundesliga bestritt und sich dadurch wohl nur bedingt gefordert sah und sich die Mannschaft (abgesehen von Puhle!!!) dem Gegner anpasste. Dottore war so sauer, dass er gleich zu Beginn von HZ2 eine frühe Auszeit nahm und (glaub) die ganzen Feldspieler auswechselte, wobei diese Maßnahme auch berechtigt war.

    Schwach: HBW
    Schwächer: Tusem
    ohne Worte: Schiedsrichter (spielte zwar heute zum Glück keine Rolle, aber einfach unglaublich mit dem Höhepunkt, dass ein Tor gegeben wurde, wo der Ball vom Pfosten abprallte, nichtmal in Nähe der Torlinie - Selbst ein Blinder hätte sich vermutlich für diese Entscheidung geschämt und leider war das nicht nur ne krasse Ausnahme, sondern auf beiden Seiten unglaublicher Mist!)

    @Hoelle-Sued:
    Betrachte es einfach mal von der anderen Seite. Dass ein Richter das Abhören von Telefonaten genehmigt hat (meines Wissens ist nicht publik gemacht worden wessen Telefonate abgehört wurden) und auch nach der Anhörung der Spieler noch ausreichend Tatverdacht sieht um ein Verfahren einzuleiten und entsprechende Auflagen gegenüber den Spielern und Beteiligten zu verhängen, spricht für eine entsprechende Beweislast gegen die Beschuldigten. Nur weil bislang nur ein geringer Teil der Informationen an die Öffentlichkeit gelant ist bedeutet nicht, dass es nicht weitere Beweise und Indizien gibt. Auch die 1500€ von Nikola Karabatics Konto sind nur die bislang bekannte und zugegebene Summe.

    Naja, mit solchen Annahmen bin ich extrem vorsichtig, dass wegen des Vorgehens auch genügend Beweislast vorhanden sein muss, dass weil's Staatsanwälte und Richter machen, die Sache halbwegs korrekt sein muss, dazu hab ich inzwischen viel zu viel erlebt. Und hier deutet so manches zwischen den Zeilen eben eher in die gegensätzliche Richtung, wie eben die PK des Staatsanwalts. Normal sagt man doch viel weniger weil es eben um ein laufendes Verfahren geht. Amateuerhaft war doch schon die Art und Weise vom Sonntag, dass die Spieler zwar erst nach dem Spiel "abgeholt" wurden, aber VOR dem Spiel schon Spielerfreundinen abgeholt werden, womit das entsprechende Spiel natürlich noch als "normal" bezeichnet werden kann.

    Welche Telefonate abgehört wurden ist übrigens auch meines Wissens nicht bekannt.

    Und ja, bzgl. der 1.500 Euro, bzw ähnlicher Umstände (Summen) beim Bruder Luka, so bleibt meine Kritik ja immer unter dem Vorbehalt der bisher genannten/bekannten Fakten, sieht die Wahrheit am Ende ganz anders aus und Nikola Karabatic könnten 25.000 Euro oder 50.000 Euro Wetteinsatz nachgewiesen werden, dann sähe alles natürlich ganz anders aus.

    Zitat

    P.S.: Da in Frankreich auf Wettbetrug wohl eine Freiheitsstrafe von 3 bis 5 Jahren steht, ist auch bei kleineren Wettsummen ein konsequentes Vorgehen der ermittelnden Behörden gerechtfertigt - egal ob der einzelne Spieler nun Initiator oder Mittäter ist.

    Wenn ich das richtig verstanden habe geht es nicht um Wettbetrug, sondern um "Sportbetrug". Natürlich soll man auch bei Verdachtsmomenten ermitteln, aber eben im rechtlich einwandfreien Rahmen und ohne Leute zu schaden, bevor eine Schuldfrage auch geklärt ist.
    Wenn es dann um Wettsummen geht, dann sind diese schon relevant, sogar extrem relevant, da es ja bei der Thematik "Sportbetrug" wohl fast nur um Indizien gehen kann und hier kommen eben die Wettsummen ins Spiel. Hätte Karabatic 10 oder 50 Euro auf Rennes gesetzt, würde hier irgendjemand was sagen, außer vielleicht unverständliches Kopfschütteln, dass er gegen eigene Spielkameraden wettet, wenn er verletzt fehlt? Das aber die 1.500 Euro für Karabtic wohl so viel ist, wie für viele von uns eben 50 oder 100 Euro, das wird schnell vergessen.

    Und bzgl. eines Betrugs, egal ob sportlich oder auch sonst, es ist für mich ein großer Unterschied ob jemand Initiator oder Mittäter ist, bzw. evtl. sogar "Opfer" an anderer Stelle. Beim Fußball wurde das gerade bzgl. Wetten ja schon so genannt, dass junge Spieler bedroht wurden, bzw. noch "besser", Verandten oder bekannten gedroht wurden. Und gerade in diesem Fall, wo ein Großteil der kurzfristig festgenommenen Spieler nichtmal bei dem unter Betrugsverdacht stehenden Spiels gespielt haben, haben wir allein wegen diesem Umstand schon ein großes Fragezeichen! Dei verletzten Spieler können auf jeden Fall nicht mehr AKTIV/DIREKT betrogen haben, sondern max. indirekt beeinflusst haben oder eben "nur" Mitwisser gewesen sein. Sind dann von diesen Spielern wirklich nur solch kleine Summen gesetzt worden, dann wird's doch noch komischer.

    Und die Summe von 1.500 Euro spricht doch nun wirklich weder für Initiator oder Mittäter, sondern eher für Mitwisser, also zumindest wenn Karabatic nicht zu viele Handbälle an den Kopf oder in die Glocken bekommen hat.

    Warum haben die dann nicht mehr gesetzt, damit es sich wenigstens lohnt?
    Warum lassen sie einen Barmanager richtig mitverdienen und holen sich auch noch nen weiteren Mitwisser mit an Bord?
    Warum haben sie das denn nicht besser in Spielen gemacht, wo sie durch Mitspielen noch viel mehr Einfluss (Sicherheit) nehmen könnten?

    Also so viel Dummheit auf der einen Seite, auf der anderen aber doch so weit denkend nicht selbst zu wetten, sondern die Wetten über Freundinnen und Co platzieren zu lassen? Und clever aufgeteilt in 100Euro-Tranchen sind die Wetten, bzw. zumindest Teile davon, auch noch?

    Was mich bei dem Spiel auch noch interessieren würde, wie hoch waren denn hier die Wetteinsätze in anderen Ländern, vor allem Asien?


    ähm - die Wetten GEGEN den eigenen Verein, auch wenn es nur wenige hundert Euro sind, geben doch einen ganz eindeutigen Anfangsverdacht her, um in Sachen Sportbetrug zu ermitteln. Ergo - > abhören der Telefone. DADURCH wiederum hat man dann (davon gehe ich jedenfalls aus) weitere, erheblich stärkere Beweismittel /Indizien gegen die nun Beschuldigten erhalten. Und erst DANACH folgten die Festnahmen. Den Anfangsverdacht gab es in Kiel selbstverständlich, ob gegen Spieler - nun ja, ich wüsste nicht, woher, aber wenn man aufgrund des Anfangsverdachts z.B. die Telefone der Verdächtigen überwacht hätte, hätte ich das für absolut unbedenklich gehalten. Und wenn sich dadurch dann so starke Verdachtsmomente gegen Spieler ergeben hätten (wie gesagt, ich wüsste nicht, wo die herkommen sollten im Fall des THW, aber das spielt ja erstmal keine Rolle), dann hätte natürlich auch nix gegen eine U-Haft gesprochen...

    Hätte Karabatic gespielt, dann wäre ich bei Dir bzgl. angemessenem Anfangsverdacht zur Abhörung eines solchen Spielers. Da sehe ich dann nun wirklich keinen Unterschied mehr zu meinem Beispiel mit den THW-Spielern. Wohlgemerkt auch im Verhältnis zu der von Karabatic gesetzzten Summe. Hätte Karabatic 50k gesetzt, somit ca. 50% des gesamten Wetteinsatzes und auch ein klar größerer Teil seines vermutlichen Gehalts, dann sähe es auch noch anders aus, aber weniger als 2% des Wetteinsatzes des Spiels, wohl weniger als 5% seines Monatsgehalts, das kann doch da nicht reichen. Bei solchen Zahlen ist ja auch sogar wirklich denkbar, dass ein verletzter Spieler sich denkt, ich wette gegen, gewinnen meine Kameraden, KLASSE, verlieren sie, ist es nciht so schlimm und mache mir nen richtig schönen Abend mit meiner Freundin.

    Ganz davon ab, gibt es hier ja aber noch viel größere Probleme auf juristischer Ebene, denn Karabatic hat NICHT in eigenem Namen gewettet, seine Freundin wurde wohl offensichtlich erst in den letzten Tagen verhört, also allein aus diesem FORMALEN Grund ist die Verletzung der Privatssphäre (Telefonate Abhören), sofern das bei den Karabatic-Brüdern geschehen ist, ein absolutes Unding. Und die Telefonate von den Freundinnen abhören, das kann nun auch nicht sein, denn Wetten ist ja bekanntlich nicht verboten.

    Meine persönlichen Vermutungen in der ganzen Geschichte ist inzwischen:

    Es wurde geschoben, wer der/die Drahtzieher sind ist absolut offen, wobei der Barmanager (wegen des Wetteinsatzes) und Bojinovic (weil er selbst laut eigenem Anwalt ein Spieler ist) bei mir ganz oben stehen.
    Manche Spieler, die gewettet haben, haben sich evtl. "nur saudumm" verhalten, denn ich würde nicht in der Situation eines Spielers stecken wollen, der von Problemen weiß (ein Mannschaftskamarad wird erpresst/ist in der Hand von jemanden wegen z.B. Schulden, Liebesdingen -Affäre, schwul sein,etc.-) und muss nun entscheiden ob er einen/zwei/drei Kameraden "verpetzt" oder die Füße still hält, solange es dem eigenen Verein ja nichtmal schadet (Meisterschaft war ja schon gewonnen). Oder man macht eben nichts. Das "Nichtstun" ist leider ein sehr verbreitetes Vorgehen, selbst wenn's keine großen Zwickmühlen sind. Dumm, richtig DUMM ist es dann aber noch ein paar Euronen gewinnen zu wollen. Und genau danach sieht es doch bei manchen Spielern, wie den Karabatic-Brüdern, aus, wobei auch hier ja denkbar ist, dass man zu Hause, gerade mit dem Lebenspartner über etwas spricht, wo man nicht weiß, was man tun soll und dieser dann sein Wissen nutzt um ein paar Euronen zu verdienen. Das wäre dann ja sogar nichtmal gesetzeswidrig, so weit ich weiß.

    Dazu sieht es eben auch danach aus, dass vor allem die Judikative und evtl. auch Exekutive sich krass falsch verhalten haben. Wenn nicht nur Telefonate von stark verdächtigen Leuten (sprich denen mit sehr hohem Wetteinsatz und wo dieser auch den Leuten zuzuordnen war ohne Datenschutzgesetze zu verletzen) abgehört wurden und sich dabei dann evtl. andere wie Karabatic belastet haben, dann sehe ich wirklich keine Gründe für das Verhalten bei den Karabatic-Brüdern und dessen Freundinnen. Oder die genannte Summe des Wetteinsatzes von 1.500 Euro wäre komplett falsch und in Wahrheit viel höher.

    Der Straftatbestand des Sportbetrugs wird nicht durch den Vermögensschaden bzw. -nutzen verwirklicht, sondern bereits durch das absichtliche manipulieren des Ergebnisses. Sprich auch wenn da NIEMAND gewettet hätte, aber aus irgendeinem Grund der begründete Verdacht aufgekommen wäre, das Ergebnis sei manipuliert, müssten alle für diese Manipulation Verantwortlichen mit erheblichen Gefängnisstrafen rechnen. Der Verdacht ist hier durch die Wetten entstanden, daher also die weiteren Ermittlungen, insbesondere die Überwachung der Telefone aller Verdächtigen. Die halte ich bei einer möglichen Strafe von mehreren Jahren Gefängnis für durchaus gerechtfertigt. Du scheinst nach wie vor nicht realisiert zu haben, dass es nicht primär um die Wetten geht, sondern dass in Frankreich im Zuge der Tour Skandale ein Gesetz entstanden ist, dass alleine den Betrug im Sport hart bestraft...

    Das ist mir alles klar und bei KLAREN Verdachtsmomenten würde ich ja auch nichts sagen, gar nichts, siehe mein Beispiel mit dem hohen Wetteinsatz und dem Barmanager. Nur bei 1.500 Euro von einem verletzten, also nicht spielden Spieler sehe ich diese allein aus den bekannten Informationen wirklich nicht als gegeben an, wohlgemerkt JURISTISCH. Moralisch und als Fan betrachtet ist mir auch klar, bzw. bin ich überzeugt, dass Karabatic zumindest etas mitbekommen/gewusst hat.

    Und lese ich nun das letzte Post von Arcosh, dann wundert das mich nun auch nichtmehr, denn auch dieses Ergebnis fand ich schon sher merkwürdig, wobei ich es wegen den fehlenden Wetteinsätzen (denn diese Zahlen kommen ja normal schnell raus, siehe eben Rennes) eher als ne Art "Generalprobe" angesehen hatte oder als Beweis/Indiz für den Fall der Fälle, das man eben gegen einen Betrugsvorwurf eine plausible Erklärung hat, die ne klare sportliche Schwäche zeigt und man somit den "sportlichen Betrug" kaum beweisen kann.

    Das ist ja das große Dilemma, bei der tour de France und dem Radsport hast Du klar "Betrug" (Wettbewerbsvorteil) durch Doping das ist beleg- und beweisbar. Du kannst aber nicht belegen/beweisen, dass einer absichtlich nen Wurf über oder neben das Tor setzte, nen Fehlpass absichtlich spielte hier bleibt es immer bei Indizien und da sollte man auf juristischer Ebene zumindest sehr vorsichtig sein. Wetten sind für Sportler nunmal nicht GESETZLICH verboten, auch nicht für Angehörige und Bekannte von Sportlern, was auch juristisch wohl schwer wäre als Gesetz.

    Nach den bisher bekannten Fakten scheint es für mich so, dass die Unschuldsvermutung (die mir juristisch wichtig ist) hier ziemlich mit Füßen getreten wird. Natürlich kann es noch (theoretische) Szenarien geben, die das aktuelle Vorgehen dann doch rechtfertigen, z.B. ein Karabatic hätte Schlafmittel in die Getränke der Spieler gemixt, er hätte den ein oder anderen Spielenden (in dem/den entsprechenden Spielen) erpresst, etc. nur halte ich diese für extrem unwahrscheinlich. Ne wahrscheinliche, plausible Erklärung ist mir bisher nicht eingefallen, außer eben die "Mitwisserschaft", was dann aber kein Sportbetrug ist/wäre, ich somit nichtmal weiß, ob es darauf überhaupt eine gesetzliche Strafe gibt. Moralisch ist und bleibt das verwerflich im Idealfall "nur dumm".

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    Edit sagt ncoh ich sehe gerade Dein Wappen, Kiel, was hättest denn gesagt, wenn bei dem Verdacht bzgl. CL-Finale erstmal ALLE Spieler vom Staatsanwalt 2-3 Tage festgehalten/festgenommen worden wären und dann nur mit Kaution wieder frei gekommen wären? Das wäre in meinen Augen ähnlich, denn jeder Spieler hat vom Sieg profitiert, die Siegprämie ist vermutlich sogar höher gewesen als die Gewinnsumme von Karabatic beim Rennes-Spiel (also größeres finanzielles Indiz), Verdachtsmomente auf Betrug in dem Spiel gab es ja auch, etc.

    Was meinst, wie sehr diese Spieler da in ihrer Karriere "gekillt" worden wären?

    Da würde mich jetzt ein Link brennend interessieren. Natürlich gibt es völlig andere Spielergebnisse wenn man nur Tore aus gerade oder nur aus ungeraden Spielminuten wertet. Aber insgesamt gesehen dürfte die Anzahl der in ungeraden Minuten erzielten Tore nicht signifikant von der Anzahl der Tore in geraden Minuten abweichen.

    Den/einen Link kann ich Dir leider nicht mehr liefern, das war vor einigen Jahren in nem andern Forum (welches es leider nimmer gibt), wobei ich nimmer weiß, ob sich ein User die Mühe machte oder es von woanders im Netz übernommen wurde. Bezogen auf Deinen Punkte "Anzahl der Tore", das wurde da nicht "geprüft", gefühlsmässig (nur mit dem Gefühl muss man vorsichtig sein) sehe ich es wie Du wobei die Anzahl der Tore ja nichts bzgl. Verteilung/Ergebnisse/Veränderung/etc., sprich "es gleicht sich aus" zu tun hat.

    Zitat

    Gerade wenn du die Mathematik als Basis deiner Ansichten heranziehst spricht alles für eine Gleichverteilung der strittigen Entscheidungen (sofern du keine bewusste Einflussnahme der Schiedsrichter annimmst und die Anzahl der betrachteten Spiele groß genug ist.) Alles andere (siehe das Beispiel mit geraden und ungeraden Spielminuten) sind reine Zahlenspielereien ohne Aussagewert.

    Absolut nicht, was mathematisch hier wohl am besten passt (von den einfachen und bekannten mathematischen Grundgesetzen), wäre der bekannte Gauss, sprich die Gauss'sche Normalverteilung, und da hast Du lange keinen Ausgleich, bei einem Teil, dem größeren Teil kann man dann vielleicht halbwegs von Ausgleich sprechen, bei anderen aber gleicht sich eben nichts aus.
    Aber selbst hier fehlt dann noch so vieles, wie eben Qualität, Wertigkeit, Folge, etc. von Fehlentscheidungen. Ganz zu schweigen von den möglichen Folgen von Fehlentscheidungen, wenn eine durch Fehlentscheidungen herbeigeführte Niederlage z.B. zu nem Kopfproblem führt, weil der Druck steigt, etc. Oder eben ja auch der Gegenteilige Effekt, dass man als Begünstigter auf ner Erfolgswelle schwimmt.

    Was aber am Ende immer bleibt ist bezogen auf die Floskel "Über eine Saison gleicht sich alles aus", dass diese eben wirklich nur ne inhaltslose und leere Floskel bleibt.

    Aha. Eben.

    Hast Du eigentlich die Diskussion verfolgt?! Oder kommen die Worte bei Dir immer gern zusammenhangslos auf den Bildschirm?

    Zitat

    Laut deiner subjektiven Einschätzung. Oder auf der Basis von deinem seltsamen "Tore bei geraden und Tore bei ungeraden Minuten"-Beispiel ?

    Seltsam? Kannst mir ja gerne erklären, arum sich das mit den Fehlentscheidungen ausgleichen soll, aber bei den Toren in geraden und ungeraden Minuten nicht. Da sind wir übrigens dabei, hast Du überhaupt nur eine Brgründung für Deine Behauptung geliefert? Kann mich dran erinnern, darfst aber gerne mal nachholen, dann kann man auch über diese diskutieren, sofern Du überhaupt eine findest.

    Zitat

    Kurz gesagt, die Basis für meine Behauptung ist "Mathematik" und "Logik".

    Tut mir leid, aber DAS konntest du nun wirklich nicht deutlich machen...

    Ist mir mittlerweile aber auch egal geworden... [/quote]

    Wohl keine Argumente, aber bei nächster Gelegenheit dann wieder den gleichen Mist von sich geben?!

    Und genau darauf braucht man nicht einzugehen. Erstmal solltest du erklären, auf welcher Basis du annimmst, dass sich Fehlentscheidungen für oder gegen ein Team nicht ausgleichen ? :rolleyes:

    Gehe hin, nimm Tor aus geraden Minuten über eine Saison verteilt und erstelle einer Tabelle und mache selbiges mit den ungeraden Minuten und vergleich dann. Beim Fußball wurde das schon gemacht und es kommen total andere Ergebnisse bei rum, sprich nach dem "es gleicht sich aus-Märchen" dürfte es sowas ja nciht geben. Das es beim Handball bzgl. Tabellenstand natürlich nicht so krass wie beim Fußball wäre, das ist klar, ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass solche aussagen einfach komplett inhaltslos sind.

    Das besagt nichts bzgl. der Thematik, wer bevorteilt wird, wer benachteiligt wird, aber ausgleichen tut sich nichts. Und da sind noch gar keine Faktoren dabei, wie Werthaltigkeit und unterschiedliche Auswirkungen von Fehlentscheidungen. Oder meinst, wenn ein Fehler in der 60. Minute beim Stand von 26:26 sich mit nem Fehler in der 60. beim stand von 25:35 ausgleicht?

    Kurz gesagt, die Basis für meine Behauptung ist "Mathematik" und "Logik".

    Zitat

    Nö... ich weise lediglich auf Berichte hin, die sowohl hier als auch bei uns im Forum stehen.
    Demzufolge gibt es zwei Versionen. Und ich glaube nicht, dass Herr Brack die Wahrheit für sich gepachtet hat...

    Habe ich bzgl. Brack nicht behauptet, nud muss ich Griffel beipflichten, dass Brack nicht für solch heftige Vorwürfe bekannt ist und damit eben solche Aussagen auch entsprechend eingeordnet werden können. Hinzu kommt, dass, im Handball erst Recht, sich häufig beide Teams benachtiligt fühlen und somit ein Hinweis "auch die andern fühlten sich benachtiligt" ebenfalls nicht sehr aussagekräftig ist. Nimmt man allein das letzte TV-Spiel Gummersbach-HSV, da gab#s auch Fehlentscheidungen auf beiden Seiten, als neutraler Zuschauer tu ich mir schwer zu sagen, wer insgesamt eher benachteiligt urde, da müsste ich das Spiel wirklich sehr klar nur bzgl. Schiedsrichterleistung anschauen. Meine Tendenz war eher contra HSV, wobei eine Fehlentscheidung komplett hängen blieb und die war ein angebliches Stürmerfoul von Gummersbach (Mahe?!), was wirklich eine extrem lachhafte Entscheidung war.

    Kurz gesagt,

    - Abwehr im Kreis wird im handball allgemein sehr willkürlich gepfiffen
    - Abgestanden beim Tor wird auch oft nicht gepfiffen
    - Schritte wird auch oft nicht gepfiffen
    - Stürmerfoul wird auch oft sehr unterschiedlich gepfiffen

    Alleine bei den Punkten hast schon in jedem Spiel auf beiden Seiten einige Fehlentscheidungen, ausgleichen tut sich das aber im Leben nie. benachteiligt fühlen sich aber bei engen Spielen dann oft beide Mannschaften, die die verliert aber nachvollziehbar noch mehr als die, welche gewonnen hat.

    Lies dir mal meinen Beitrag durch und zeige mir, dass ich ausschließlich Karabatic meine. Wer da nun Mitläufer oder Initiator ist oder ob überhaupt, ist mir selbstverständlich nicht bekannt. Ist auch gar nicht so wichtig für mich.
    Das Wetten haben sie ja alle gestanden. Das reicht mir. Das ist verwerflich, total unkollegial, unsportlich und doch wohl zumindest verbandsrechtlich strafbar.

    Da Dein Post nach meinem bzgl. nicht spielen, Karabtic, Wetteinsatz kam, dachte ich schon, dass Du auch speziell auch diese Spieler (Karabatic-Brüder) meinst.

    Und bei Nikola Karabatic hieß es doch letztens dass seine Freudin auf eigene Rechnung gewettet hätte (was ich nun auch nicht glaube). Sprich mit dem letzten Satz von Dir bin ich nicht mehr so sicher, ob das nun stimmt.

    Völlig egal ob strafrechtlich relevant...erlaubt oder auch nicht:

    Meiner Meinung nach ist gegen seinen eigenen Verein und Arbeitgeber zu Wetten ist eine absolute Sauerei...und verdient größt mögliche Missbilligung... :wall:

    Da bin ich absolut bei dir, nur finde ich es mind. genauso falsch wenn Ermittlungen, sprich Judikativve und Exekutive ziemlich wild und willkürlich agieren und danach sieht es für mich bisher aus, bei dem, was bisher an die Öffentlichkeit kam. Wie eben die Fragen,

    - woher wissen diese Leute, WER gewettet hat, wenn (z.T.) in anonymen 100Euro-Beträgen gesetzt wurde
    - überhaupt Kautionen für Freundinnen/Ehefrauen, die "nur" gesetzt hatten
    - überhaupt Festnahme bei Spielern, die angeblich "nur" 1.500 Euro gesetzt hatten und nicht im Spiel mitgespielt haben, wie auch hier Kaution (das es moralisch ein absolutes NoGo ist und evtl. auch sportrechtlich entsprechende konsequenzen hat/haben sollte, hat damit nichts zu tun, das steht außer Frage)
    - da es sich um Leute des öffentlichen Lebens handelt sollte man bzgl. dem Vorgehen auch passender vorgehen, das bisherige Vorgehen kommt doch ein kompletten öffentlichen Vorverurteilung gleich

    Um mal einen Vergleich zu bringen, wieviele Tage war eigentlich Schwenker "verhaftet" und wie hoch war seine Kaution? Und nun vergleiche man dieses mit Karabatic, bzw. den Karabatic-Brüdern, Spielerfrauen/-freundinnen etc. Klar, anderes Land, aber Frankreich gehört ja schließlich auch zu der zivilisierten Welt.

    Man sollte vielleicht auch nicht ignorieren, dass die Polizei offenbar Telefone der Spieler abgehört hat. Je nachdem, was da so besprochen wurde, können da dann eben auch die, die nicht gespielt und wenig gewonnen haben ein ernstes Problem bekommen.

    Und genau da wird's doch schon schwer, wie oben beschrieben, as rechtfertigte denn das Abhören mancher Telefonate? Also ich finde, dass eine Wette über 1.500 Euro bei einem Spieler, der nicht im entsprechenden Spiel mitwirkt, absolut keine Rechtfertigung darstellt. Ob nun Karabatic-Telefon abgehört wurde, das weiß ich freilich nicht, wirkt aber bisher so.
    Wird das Telefon des Kneipenbesitzers abgehört, der 25k gewettet hat, das ist dann natürlich etwas anderes, oder eben ein Telefon eines anderen Wetters mit entsprechend sehr großer Wettsumme, denn es muss ja noch jemand fett gesetzt haben um auf die ca. 85k zu kommen.

    Sorry... natürlich gleicht sich das beim HBW nicht aus. Der HBW wird permanent benachteiligt und zwar die ganze Saison über. Es gibt eigentlich immer nur Fehlentscheidungen zu Lasten der Gallier von der Alb.

    Sollte das oben falsch rübergekommen sein, bitte ich um Entschuldigung... Balingen hat ne Sonderregel... :hi:

    Kommt eigentlich sowas rum, wenn man keine Argumente hat? Habe doch deutlich geschrieben, dass ich zur Sache mit den Schiris nichts sagen kann, da ich nichts gesehen habe, nur Dein Argument des "gleicht sich aus" habe ich als schwachsinnig hingestellt, komisch, dass Du darauf dann irgendwie so gar nicht eingehst, sondern nur plumpes Zeugs schreibst, was mit dem Inhalt meines Postings wirklich nichts zu tun hatte, siehe "Sonderregel Balingen".

    Zitat

    Und jetzt mal ernsthaft :
    Es scheint schon so gewesen zu sein, dass sich die Fehlentscheidungen sogar innerhalb der Partie ausgeglichen haben.
    Da wir beide nicht dabei waren, können wir aber auch einfach nur mit der Schulter zucken - und bei Brauer/Holm einen schlechten Tag vermuten.

    Warst nicht dabei, schreibst aber Sachen zu der Schiedsrichterleistung. War Brack eigentlich in ner Berliner Kneipe oder war der vielleicht sogar in der Halle und hat etwas sehen können?

    Ich mache es kurz, warum Spieler, die nicht mitgespielt aber mitgewettet haben, trotzdem mit dran sein könnten. Wenn es nur die Gebrüder Karabatic gewesen wären, könnte man noch argumentieren, dass es einfach Kameradenschweine sind, die den Ersatzspielern nix zutrauen und aus purer Gehässigkeit wetteten oder weil sie es so bei Mamma S. gelernt hatten.
    Nun haben aber weitaus mehr Personen gewettet, zudem versucht, das zu verschleiern und insgesamt deutlich mehr Geld gesetzt als üblich ist.
    Das riecht nach Absprache und gemeinschaftlichem Vorgehen, also zumindest Mittäterschaft, wenn nicht gar Anstiftung, da ja ein paar Wetter doch gespielt hatten.
    Das Argument nicht gespielt reicht mir da als Ausrede/Alibi nicht automatisch.

    Willst Du es nicht verstehen? Es geht nicht um Vermutungen, Glauben oder sonstwas. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass dies natürlich kein Zufall war, aber es ist und bleibt Glauben/Vermutung/etc. Seit wann soll das juristisch denn bitte reichen?

    Juristisch gibt es noch Indizien, OK, damit kann man auch noch leben, da sind wir dann aber bei Deinen Punkten,

    - ANSTIFTUNG, woher nimmst du da ein Indiz, wenn insgesamt ca. 85k "zu viel" gewettet wurde und auf Karabatic jeweils 1.500 Euro Wetteinsatz gehen? Sorry, das ist nun wirklich kein Indiz, sondern eher ein absolutes Gegenindiz, dass er bei einem Anteil von nichtmal 2% am gesamten Wetteinsatz wohl ein "Anstifter" ist.

    . MITTÄTERSCHAFT, theoretisch schon eher denkbar, aber bei eben nichtmal 2% des gesamten Wetteinsatzes aber auch ziemlich hoch gegriffen, denn der Anteil ist in meinen Augen nur ein Indiz für "Mitwisserschaft" und da sind wir wohl auch juritisch auf nahezu unmöglichen Eis. Während es an der Börse ja noch Insiderhandel juritisch gibt, so ist mir das bei (Sport)wetten wirklich unbekannt. Ich kenne sogar auch jemanden, der im Wettbusiness so tief drin war/ist, dass er schon Fußballergebnisse vorhergesagt hat, was ja schon alleine durch Quotenveränderungen auch wirklich machbar ist. Das ist dann schon im Prinzip ein sehr ähnlicher Umstand und wohl kaum strafbar. Erst recht, wo evtl. noch nichtmal klar ist (juritisch), wer nun wirklich der Wettinitiator bei Karabatic war, er oder seine Freundin, denn auch die kann ja eben "mitbekommen", dass einige GEGEN Montpellier wetten und hat sich dann eben angeschlossen.


    Du darfst mir aber nun gerne erklären, wo Du die Indizien siehst, dass man bei weniger 2% des fragwürdigen gesamten Wetteinsatzes, die eine Mittäterschaft oder gar Anstiftung begründen.

    Indizien sehe ich viel eher bei einem Bojinovic, der ja selbst laut eigenem Anwalt ein Spieler ist und von dem der Wetteinsatz noch nicht öffentlich genannt wurde. Wobei mir da ja auch noch viele Informationen fehlen, die die Staatsanwaltschaft schon haben sollte, wie eben den Wetteinsatz oder gar finanzielle Situation (bei Spieler ja öfters nicht die beste, siehe im Fußball T. Cichon).

    Gerade dann sollte er aber doch wissen, dass (a) auch Schiedsrichter mal einen schlechten Tag haben können und (b) dass es sich mit Fehlentscheidungen für und gegen das eigene Team über die Saison irgendwann ausgleicht.
    Dafür sollte ein Herr Brack eigentlich schon lange genug im Geschäft sein.

    Im oben stehenden Interview präsentiert er sich mit solchen Äußerungen aber eher wie ein schlechter Verlierer. Er hätte das ganze ja auch gerne moderater ausdrücken können, z.B. "die
    Schiedsrichter hatten heute auch nicht ihren besten Tag" oder so...

    Ich mag ihn ja sonst auch - aber mit diesen (in)direkten Anschuldigungen hat er sich keinen Gefallen getan. :nein:

    Ich hab das Spiel nicht gesehen, wer aber zu ner inhaltslosen Floskel greifen muss, der hat wohl nicht viele Argumente, denn "ausgleichen" ist nicht. Statistisch gibt's das nicht mit dem angeblichen Ausgleich, also ist so ne Floskel einzig und allein dafür da um Fehler kleinzureden.

    Wer nicht mitgespielt hat, kann nicht betrogen haben?
    Natürlich kann er das theoretisch, z.B. indem er entsprechend auf die einwirkt, die dann gespielt haben.
    Da käme dann gleich noch ein neuer Tatbestand hinzu.
    Nenne ich aber nur als Beispiel, nicht dass ich solches für gegeben halte.

    Natürlich kann man auch betrügen ohne mitzuspielen, wie erpressen, Schlafmittel in Getränke mixen, etc. ABER es war davon bisher nicht die Rede und bei dem geringen Wetteinsatz (von Karabatic und anderen Spielern) glaube ich an sowas keineswegs. Also was soll dann bitteschön der Grund sein, welcher das Festnehmen rechtfertigt?

    Es geht dabei nicht um die Höhe des Wetteinsatzes. In Frankreich ist Sportbetrug strafbar, unabhängig von den finanziellen Auswirkungen (im Gegensatz zu Deutschland, da geht es beim Betrug immer um einen Vermögensschaden) - und ich bin ziemlich sicher, dass da auch Spieler, die nicht mitgespielt haben, aber in die Planung involviert waren, ebenfalls verurteilt werden können.

    Genau, und welcher Ansatz gibt es für Sportbetrug, wenn besagte Spieler noch nichtmal mitgespielt haben? Klar, Vernehmung ist ja noch nachvollziehbar, aber 2 Tage "festnehmen"? Wäre der wetteinsatz 50.000 gewesen, so könnte ich es ja verstehen, weil da ein indiz für "Beeinflussung/Erpressung//etc." wegen des Betrages höher wäre, selbst wenn ein Spieler nicht spielte, aber die bisher bekannten Fakten rechtfertigen eine Festnahme in meinen Augen eben nichtmal im Ansatz. Auch Deine letzte Vermutung wird doch bei dem niedrigen Betrag extrem nebensächlich, oder glaubst Du allen ernstes, dass jemand, der ca. ne Mio +/- verdient für 3k Gewinn groß was plant/bei einer Planung mitmacht?!

    Und das in Frankreich die finanzielle Höhe eines Betrugs keine Rolle spielt, das glaube ich kaum. Wissen tue ich es freilich nicht, aber vorstellen kann ich's mir nicht.

    Ticker aus Frankreich zum Thema...meine Hauptinfoquelle...hätte ich doch nur besser diese doofe Sprache gelernt :cool:

    EN DIRECT. Paris truqués : l'avocat d'un joueur évoque «une erreur de la Française des Jeux»

    Wenn ich das richtig verstehe, bemängelt einer der Karabatic-Anwälte sehr deutlich, dass die zwei ja wegen Verletzungen gar nicht "betrügen" konnten, was man ja nur zu 100% bejahen kann.

    Im Teil von 14:05 ist vielleicht der Hauptgrund zu finden, der anwalt vom PSG-Spieler gibt zu, dass sein Klient, Bojinovic, ein "großer Spieler" ist. Sagt zwar deutlich, dass er noch nie auf handballspiele gewettet habe, nur ob man sowas glauben kann? Er erklärt dann auch, weshalb sein Klient gegen Montpellier gewette hat, sie hätten in HZ1 schon häufiger Schwierigkeiten in der Saison gehabt und dazu fehlten ja viele Spieler.

    Irgendwie erinnert mich das an einen Fußballer namens T. Cichon, da ist auch nur ein Teil öffentlich geworden, aber "Spieler" hat man nunmal schnell in der Hand, wenn jemand manipulieren will.

    Inzwischen muss ich sagen, dass ich vieles von der Vorgehensweise extrem mies finde. Ich bin zwar 100% überzeugt, dass hier geschoben wurde, aber wie die Justiz hier vorgeht, das ist schon extrem unterirdisch. Für 1.500 Euro Wetteinsatz (Karabatic-Brüder, sollte diese Zahl stimmen?!)jemand über Nacht festzuhalten ist schon ein starkes Stück, erst recht, wenn der Hauptvorwurf, bzw. die einzig mögliche Straftat, "Spielmanipulation" wegen Nichtmitspielens gar nicht von die Spielern begangen worden sein kann. Was das dann noch für Folgen hat bei solch öffentlichen Personen, das kommt noch extrem erschwerend hinzu.

    Ich wäre bei dem Wirbel um Karabatic auf jeden Fall nie von "nur 1.500 Euro" etteinsatz ausgegangen.

    na ja...ein wenig in der französischen Presse stöbern und nicht nur den hier veröffentlichten Teil und schon weiß man mehr...und das liest sich nicht gut...

    In Wettbüros war keiner persönlich, waren online Wetten, womit auch das Thema "Anonym-Wetten" erklärt sein dürfte, an Anonyme zahlt es sich auch ganz schlecht aus...

    Der Wettanbieter Française des Jeux (FDJ) hat den Stein ins Rollen gebracht. Der FDJ registrierte «ungewöhnlich hohe Wetteinsätze» auf das Spiel in Cesson und meldete diese den zuständigen Behörden. Während der Halbzeitpause seien besonders viele und hohe Einsätze auf eine Niederlage von MAHB getätigt worden. Laut «France 3» hat die Polizei in den 6 Monaten intensiver Ermittlungen herausgefunden, dass viele Wetten damals von Ehefrauen, Freundinnen und andere Verwandten der Spieler sowie von dem MAHB nahestehenden Personen getätigt worden seien. Den Haftbefehlen waren gezielte Abhöraktionen der Telefonate der Spieler vorausgegangen. Die Spieler seien "sicher gewesen, das Spiel zu verlieren". Auch von "dickem Geld" war die Rede.

    Sieht nicht witzig aus...

    Du hast absolut recht, dass man bei Artikeln aus 2. hand vorsichtig sein sollte, was ich wegen Bequemlichkeit nicht war.

    Nun habe ich mir etwas Mühe gemacht und auf lequipe.fr gestöbert und wohl nen Ursprung der Zahlen gefunden:

    {url="http://www.lequipe.fr/Handball/Actua…rruption/316795"]Quelle[/url]

    Das ist nun etwas differenzierter, wenn ich es richtig übersetzen. Zum einen wird bzgl. des Wettverhaltens nur explizit "Paris" genannt, somit also nur ein Teil, zum Anderen ist es aber sogar ein Zitat des Staatsanwaltes, also deutlich mehr Gewicht als irgendwo in nem Artikel die Behauptung von Internetwetten. Kannst mir da Diene Quelle mal nennen, denn das habe ich noch nicht gefunden, was Du geschrieben hattest.

    Auch taucht in dem Artikel ein Barmanager auf, der 25k gesetzt haben soll, also den wohl bisher größten Anteil. Bleibt da nun die Frage, handelte der auf "eigene Rechnung", sprich initierte das Ganze evtl. oder hat er nur als Gefallen für jemand mitgewettet? Hat er evtl. als Barmanager so manches mitbekommen, was nicht gerade im Sinne der Spieler (mancher) ist, öffentlich zu werden?

    Nur bleibe ich dann schon dabei, wie die Polizei bei doch so niedrigen Wetteinsätzen von 1.500 Euro (Karabatic-Brüder) da überhaupt überhören darf/durfte und wie die rausbekommen haben, WER da gesetzt hat, wenn das in 100 Euro-Tranchen in Wettbüros platziert wurde, was bei den Summen ja iederum auch absolut denkbar, möglich und auch sinnvoll (im Sinne des nicht erwischt werdens) wäre. 25k ist da schon eine ganz andere Summe.

    So gäbe das aber auch alles viel mehr Sinn, ein Welthandballer Karabtic erfährt, dass da was läuft. Etwas dagegen tun kann man auch kaum, erst recht, wenn man keine Spielerkumpel hinhängen will. Also denkt er halt, ein paar hundert Euro Gewinn, wovon man sich nen schönen Urlaub macht oder as auch immer, das geht ja auch im "kleinen Rahmen". Nachvollziehbarer, aber fataler Gedanke. So sah's vielleicht noch bei mehreren Spielern aus und schon hast solch eine Situation, die eigentlich kaum einer will und obwohl die das Geld ja auch nicht nötig hätten.

    Nur warum konzentriert man sich so sehr auf die Spieler, wenn mit 25k ein "Hauptwetter" bekannt ist? Da müsste man doch viel eher ansetzen.

    @Herectius,
    MEA CULPA, auch an alle Schwulen, der Satz war absolut nicht so gemeint, sondern wirklilch auf den Sachverhalt bezogen, wobei die Schwulenthematik im sport hier nur bzgl."Statistik" herhalten sollte.

    Ich skizziere das nicht. Ich weise nur darauf hin, daß es hier nicht bei einem "Du-Du-Du" bleiben wird, wenn es zu einer Veruteilung kommen sollte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sportbetruges. Es gibt jetzt einfach zwei Möglichkeiten für jeden Beschuldigten: beweisbar schuldig oder nicht. Ob das juristische einwandfrei bewiesen werden kann, diskutiere ich hier ja gar nicht. Das kann nur das Gericht klären. Aber wenn es bewiesen werden kann, bleibt es eben nicht bei einer Ermahung oder 6 Monate und Geldstrafe, sondern es geht hinter Schloss und Riegel, sofern die Formulierung aus dem Artikel richtig ist. Denn wenn das Strafmaß "drei bis fünf Jahre" beträgt, ist bei Schuldspruchkein milderes Urteil als drei Jahre Haft möglich. Das ist alles, was ich sage. Alle Konjunktive und Eventualfallschilderungen also bitte mitlesen.

    Es sagt aber doch keiner, dass dies abschließend vor Gericht entschieden wwird/werden muss und somit ist gerade bzgl. Strafe wieder alles denkbar. An Knast glaube ich ehrlich gesagt kaum, außer meine letzte Vermutung bestätigt sich, dass das Ding viel fauler ist, als anfangs geschildert.

    Zitat

    Daß durch - nicht nur - diesen Fall die derzeit sowieso katastrophale Außendarstellung des Handballs noch weiter zerstört wird und das gefühlte Vertrauen auf die Verlässlichkeit jedes Ergebnisses jedenfalls bei mir so langsam auf Nullniveau sinkt, ist noch einmal etwas anderes. Ich setze dabei eine erschlichene oder zu Unrecht erhaltene Spiellizenz durchaus mit anderen Arten von wettbewerbsverzerrendem Betrug gleich. Insofern steht der "Fall Montpellier" da nicht alleine.

    Sehe ich zwar auch so, doch leider ist das so etwas was sich Realität nennt. Da gibt's nunmal keine Fairness und Gerechtigkeit, LEIDER. Das ist komplett losgelöst vom Handball. Man kann max. hoffen, dass es nicht ganz so schlimm ist, bei dem, was man mag, hier Handball, und ich finde sogar, dass es hier noch geht.

    Zitat

    Ich persönlich fühle mich derzeit auch so ein bischen um mein Hobby betrogen. Bekanntlich sammle ich Spielergebnisse und bewerte diese statistisch. Je mehr manipulierte oder auch nur mutmaßlich und möglicherweise manipulierte Ergebnisse ans Tageslicht kommen, desto wertloser wird diese Arbeit und desto weniger Freude macht das alles.

    Die wahre Aufgabe könnte da doch sein, die statistischen Eier herauszufinden. Das immer betrogen werden wird, das steht für mich fest, alles andere wäre Träumerei. So wie es schwule Sportler gibt, so gibt's eben auch spielsüchtige und dagegen kannst Du wirklich nichts tun. Dazu kommen dann aber noch die ganzen anderen "Interessen", die ja leider auch vieles beeinflussen und eben oft nicht fair machen. Da kannst aber wirklich hinschauen, wo Du willst, Du wirst überall was/einiges finden. Jede Saison wirst Du viele "Merkwürdigkeiten" sehen (können), sicher mag davon sogar der Großteil nur Glück/Pech/Unvermögen/etc. sein, aber bestimmt nicht alles. Damit wirste leben müssen. Ich mag handball eben, weil ich es früher selber spielte, weil es einfach ein geiler Sport ist, viel Kraft, Power, etc. und daran wird sowas nichts ändern, vor allem ist es eh ein insgesamt unumgängliches Übel ist. Verfolgen tue ich solche Sachen dann aber schon, nur akzeptieren muss ich sie leider auch. Alleine wie Gummersbach noch in der Liga spielt, das hat ncihts von fair und der Verein war mir früher sympathisch, fair ist aber was anderes.

    @Hoelle-Sued:
    Meiner Meinung nach ist es noch zu früh sich Gedanken über die juristische Aufarbeitung und Beweisbarkeit der Vorwürfe zu machen. Die französische Polizei wird nicht ohne Grund über sechs Monate gewartet haben bis zur Festnahme der Spieler. Die französische Presse berichtet u,a, davon, dass in den Tagen vor der Festnahme die Telefone einiger Beschuödigter abgehört worden sein sollen. Wie viel Beweiskraft hinter den Festnahmen steckt wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

    Gedanken machen, macht doch Spass ;)

    Wie aber gerade bzgl. des HW-Artikels schon geschrieben, sind Gedanken wohl mehr denn je erlaubt, vor allem weil das doch zum Himmel stinkt. Ich könnte auch sagen, die Spieler Karabatic und Co waren z.T. so clever die Summen in 100 Euro-Stückelungen zu setzen, sind dann aber so dumm bei dem niedrigeren Betrag am Tel darüber zu reden, ein halbes Jahr später?

    Und wie schon gesagt, woher wissen die überhaupt, dass eben die entsprechenden Spieler/Verwandten gewettet hatten, wenn passend gestückelt wurde? Und haben dann sogar ne Genehmigung zum Abhören bekommen?

    Das bei Montpellier was faul ist/war, das liegt auf der Hand, aber was uns bisher bzgl. des Skandals "verkauft" wird, das stinkt ebenfalls zum Himmel.

    Handballworld.com-Artikel gelesen und zwei Punkte stechen da in meinen Augen extrem heraus:

    Zitat

    ...
    Details nannte er mit Blick auf den ehemaligen Welthandballer Nikola Karabatic: "Er wird beschuldigt, 1.500 Euro abgehoben und über seine Lebensgefährtin gesetzt zu haben." Eine vergleichbare Situation gebe es bei seinem Bruder Luka Karabatic.
    ...
    Insgesamt sei ein Gewinn von über 252.880 Euro bei einem Gesamteinsatz von 87.880 Euro erzielt worden. Dies sei das Vierzigfache von dem, was sonst mit einer Handballwette umgesetzt würde. Darüber hinaus seien insgesamt 99,94 Prozent aller Wetten aus lediglich drei Regionen vorgenommen worden - aus Montpellier, Rennes und Paris. Die Wetten seien zudem innerhalb einer Stunde und jeweils in Anteilen von jeweils 100 Euro gesetzt worden, damit die Anonymität gewahrt bleibe.
    ...

    Da werde ich extrem hellhörig, denn das sieht evtl. nach mehr aus, bzw. diese Zahlen sind so komisch, dass sie eben hinten und vorne nicht zusammen passen.

    1. Karabatic-Brüder jeweils 1.500 Euro?! Zusätzlich gesetzt wurden aber ca. 85.000 Euro, es geht um 8 Spieler (bisher), wo ist da die ganze restliche Kohle von 80k? Bzw. wer soll da den Mammutanteil gesetzt haben?

    2. Innerhalb einer Stunde sind 85k in 100 Euro-Teilen gesetzt worden?! Also ca. 850 Wettbürobesuche von Frauen/Freundinnen/Verwandten innerhalb einer Stunde? Sorry, wer soll das denn bitte glauben?

    Und eigentlich noch ein
    3. Anonymität soll gewahrt worden sein, woher ist dann bekannt, dass überhaupt die Montpellierspieler über Verwandte/Frauen/Freundinnen gesetzt hatten?

    Da stinkt etwas aber extrem, so extrem, dass ich mir sicher bin, dass die Öffentlichkeit die Wahrheit nichtmal im Ansatz erfahren wird.

    Wieso wird eigentlich immer selbstverständlich davon ausgegangen, dass solche Skandale dem Handball schaden? Gehen seit Hoyzer weniger Leute zum Fußball? Schadet es der Formel 1, wenn Schumacher einem anderen Fahrer ins Heck fährt? Gibt es die Tour de France wirklich immer noch?

    In erster Linie bewirken solche Skandale zuänchst mal nur, dass der Handball in die Medien kommt und somit mehr Aufmerksamkeit erhält. Siehe auch z.B. diesen Artikel zu Bad news are good news.

    Auf der einen Seite ja nicht grundsätzlich verkehrt der Gedanke, aber auf der anderen Seite sehr gewagt udn mit einem Beispiel, "Tour de France" auch eigentlich genau das gegenteilige Beispiel angesprochen, denn der Radsport hat klar unter den Skandalen gelitten!!!

    Der Vorteil hier ist, dass es ein sehr begrenzter Skandal ist, das wird dann also kaum schaden, auch heir kann man die Tour de France nehmen, hätten nur 1, 2 gedopt, so wäre das komplett egal gewesen wie es anfangs ja auch erstmal war. Und hier haben offensichtlich ein paar Spieler einfach versucht ein paar Euros "Bonus" zu verdienen und sonst nichts. Gefährlicher wäre es, wenn da mehr flächendeckend wäre, was man bei aller Liebe nicht ausschließen kann, was eben so manche überraschende Ergebnisse, wie das Hereticus genannt, auch aufzeigt, bzw. aufzeigen kann. Sprich an eine absolute Ausnahme im Fall Montpellier glaube ich nicht, nur ist dann mehr die Frage nach Hintergründe/Motivationen von einzelnen Ergebnissen.

    Bzgl. der "Flächendeckung" noch was, was denkt ihr, warum ein "Hoyzer" und die paar kleinen "Wettbetrüger" aus dem ehemaligen Jugoslawien hingehängt wurden, aber viele andere Sachen nicht konsequent verfolgt werden? Gerade die riesige chinesische Wettmafia kommt immer schön ungeschoren davon?! Auch kann man vom Fußball wieder auf den Handball ableiten, im ganzen Handballgeschäft soll es keine Spielsüchtigen Spieler geben?! Unrealistisch, sprich sauber wird auch dieser Markt nicht sein, nur evtl. nicht so verhunzt wie der Fußball, das aber vor allem nur deshalb, weil es insgesamt um viel weniger Geld geht, die umsätze viel geringer sind und eine Beeinflussung durch einen Spieler deutlich schwieriger ist als im Fußball, etc.

    Ich glaube, einige haben den Ernst der Lage noch nicht ganz verstanden. Ohne jetzt das französische Strafrecht im Detail zu kennen, würde der untenstehende Satz (aus diesem HW.com-Artikel) bedeuten, daß die Herrschaften bei einer Verurteilung tatsächlich einfahren (wenn die Formulierung so stimmt):

    "Drei bis Fünf" heißt jedenfalls in Deutschland bei Schuldspruch mindestens drei Jahre einsitzen (das wäre das niedrigst mögliche Strafmaß, wenn der Strafrahmen bei drei bis fünf Jahren liegt), und bei einer Haftstrafe von über zwei Jahren wäre jedenfalls hierzulande keine Vorabbewährung (also Aussetzung der Haft) möglich. Ergo: Einfahren.

    Es geht hier nicht mehr um sportliche Belange oder Kaderplanung. MAHB ist erschossen. Denen kann seit Sonntag egal sein, ob Karabatic zu Paris oder nach Hamburg wechselt oder nach Katar. Alleine diese Vorwürfe haben MAHB schon erledigt. Daß die betroffenen Spieler nun teilweise schon am ersten Tag zugegeben haben, daß die Vorwürfe was das Wetten angeht zutrifft, bedeutet, daß MAHB diese Personen keinesfalls weiter beschäftigen kann, schon alleine damit die Vereinsverantwortlichen ihre weißen Westen behalten, denn das könnte auf anderer Ebene - wie im "wirklichen" (Geschäfts-)Leben - durchaus von Bedeutung sein. Damit stünde MAHB mit nur noch halber Mannschaft da. Wenn der Verein - wider Erwarten - doch etwas damit zu tun hat, ist er eh erledigt. MAHB ist, jedenfalls in der bisherigen Bedeutung, seit Sonntag Geschichte, daran können wir uns schon mal gewöhnen. Den letzten großen Auftritt durften die paar spärlichen Leute am Donnerstag in Flensburg bewundern.

    Und ich finde auch, daß das nicht nur für den Handball in Frankreich ein GAU ist sondern für den Handball im Allgemeinen. Auf welches Ergebnis kann man noch wetten (hihi), daß es sportlich zu Stande gekommen ist - wann war einfach nur die "Luft raus", wann brauchte die Frau des Torwarts ein neues Auto? Warum verliert Flensburg 2011 am letzten Spieltag mit sechs Toren gegen das sonst chancenlose Ahlen/Hamm? * Was kann man überhaupt noch glauben?

    * Ich will niemandem etwas anhängen. Es handelt sich dabei nur um ein besonders ungewöhnliches Ergebnis aus der jüngeren Bundesligazeit, das hier nur zur Veranschaulichung ausgewählt wurde.

    Vorab, ich bin kein Jurist und natürlich auch nicht im französischen Recht bewandert, denk aber immer daran, das sind die Leute, die diese Artikel verfassen auch nicht!

    Und was Du skizzierst ist gerade rechtlich doch extrem übertrieben! Das Wetten (was zugegeben wurde) ist rechtlich offensichtlich komplett irrelevant. Es bleibt einzig und allein die Frage des Betrugs, sprich "absichtlichen Verlierens". Da sind die verletzten Spieler dann schonmal ziemlich fein raus aus der Problematik, denn wie willst Du denen wirklich was anhängen, wenn sie nicht spielten? Gerade ein Nikola kann doch problemlos sagen, dass er sein Team eben gut kennt, er weiß, dass es schwer wird, wenn er nciht dabei ist und deshalb gewettet habe!

    Es bleiben also "nur" die Spieler, welche dabei waren und selbst da wird es schwierig, wenn keiner einknickt, etwas zu beweisen, erst recht, wenn selbiges Team ja schon vor dem Spiel gegen schwächere Teams verlor bzw. unentschieden gespielt hat. Es werden hier also wohl alle weiteren Indizien zum Betrug fehlen, außer eben den getätigten Wetten. Bei Wettbeeinflussung von Außen gibt es immer mehr, z.B. Telefonverbindungen, Beschuldigungen wegen Erpressungen, Geldflüsse neben den Wetten, abgehörte Telefonate, etc.

    All das wird es hier sehr wahrscheinlich nicht geben, also bleibt eben nur der "Verdachtsmoment", ich bin natürlich auch davon überzeugt, dass sie absichtlich verloren haben, aber sorry, das reicht nicht für eine Verurteilung in einem Rechtsstaat. Wobei es natürlich auch nicht die erste "merkwürdige" Verurteilung in einem Rechtsstaat wäre.

    Was bleibt ist am Ende die Sportgerichtsbarkeit und die sportliche Seite. Ein Nikola Karabatic wird aber sehr wahrscheinlich nicht vor die Tür gesetzt, denn für ihn gibt's immer eine "einfach Begründung", warum man ihn nicht rausschmeißt und eben zu ihm hält, er hat eben nicht gespielt und somit nicht manipuliert. Und Montpellier ist auch deswegen noch lange nicht erschossen, in 1, 2, 3 Jahren interessiert das keine Sau mehr, so ist eben nunmal unsere Gesellschaft. Ein paar Spieler werden fliegen, ein paar neue werden kommen und Fall erledigt. Was wohl vorerst angeknackst, bzw. kaputt sein wird, ist die Vormachtsstellung in Frankreich, aber sicherlich nicht mehr.

    Anders gefragt, glaubst Du an die unschuld vom THW Kiel bzgl. CL?! Ich nicht, hat's Kiel geschadet?

    Und was den schon aufgebrachten Vorwurf des "zu langen Festhaltens" angeht, das finde ich wesentlich spannender, denn sehr wahrscheinlich spielt auch das Karabatic und Co eher in die Karten, da wird dann auch juristisch bei den eher betroffenen/gefährdeten Spieler ein Vergleich geschlossen (und nichtmal im Ansatz was von Freiheitsstrafe, geschweige denn 3 Jahren), zahlt ein paar Euro und gut ist.

    Denen wird allen nichts oder fast nichts passieren bzgl. staatlicher Seite. Sportlich werden vermutlich ein paar Strafen ausgesprochen, die unterschiedlich hoch sind, 1-2 Sündenböcke ausgeschaut und das war's dann auch schon.