Alles anzeigen@oliolli: Vielen Dank für Deine Ergänzung.
Damit bestätigt sich für mich:
* der DHC ist doch überschuldet
* der DHC entschuldet sich auf Kosten der Allgemeinheit (Insolvenzausfallgeld, öffentliche Glübiger)
* die Rettung ist nur mit dem Insolvenzplan und Zustimmung Gläubigerversammlung möglichSolche Verhandlungen wie im Vorfeld der Gläubigerversammlung kenne ich aus eigener beruflicher Praxis sehr gut. Selbst wenn alles geklärt ist, ist so eine Versammlung immer noch ein Risiko. Die Strategie des Insolvenzplans ist doch auch kein Geheimnis. Der Insolvenzverwalter erklärt den Gläubiger, dass es bei Abwicklung (endgültiger Schlussstrich) für jeden bspw. 30% seiner Forderungen gibt, also 70% Verlust. Er macht das Angebot eines Insolvenzplans, das das Unternehmen entschuldet und die Geschäftsfähigkeit sichert. Dafür müssen die Gläubiger auf 50% verzichten, bekommen dafür aber die anderen 50% in absehbarer Zeit.
Wenn auf so einer Gläubigerversammlung plötzlich der Eindruck entsteht, sei es nur aufgrund eines unbedarften Satzes eines Insolvenzverwalters oder einer anderen früher handelnden Person, die öfter mal in der Öffentlichkeit unbedarfte Äußerungen gemacht hat, kann das ganze Gebilde kippen. Dann sagt ein Hauptgläbiger plötzlich "Nein" und will lieber 30% sofort und Haken dahinter. Dann ist nichts mit erfolgreichem 26.5., nichts mit Entschuldung per 10.6.
Der DHC hätte spätestens mit der Mahnung der ersten Rate an HR-C einen Sanierungskurs einschlagen können. Mit Verzicht auf Neuzugänge, Abgang von 2-3 Leistungsträgern (so wie im Vorjahr praktiziert...) hätte man sicherlich 300 T€ einsparen können.
Mal noch ne ganz andere Rechnung. Oliolli spricht von 600.000 Lücke in der laufenden Saison. War das nicht der Betrag von HR-C? Müsste die Lücke nicht geringer sein, da ja Lieven selbst zugeschossen hat?
Wie auch immer: es bleiben viele Fragezeichen und die Zukunft ist alles andere als sicher. Auf dieser Grundlage kann sich die HBL gar nicht anders verhalten, da sie allen Clubs verpflichtet ist und die anderen Clubs schützen muss.
@oliolli: Die Lizenzierungskomission nennt sich unabhängig, weil kein Vereinsvertreter in der Komission sitzt. Die HBL ist ja der Zusammenschluss aller Vereine, also allen verpflichtet. Ein HBL-Hauptamtlicher kann da durchaus drin sitzen und das Interesse der HBL als Ganzes insoweit vertreten, um den Vereinen zu helfen. Diese Hilfen und Empfehlungen gab es übrigens mehrfach an den DHC. Wurden aber nicht angenommen, stattdessen wurden der HBL teilweise falsche Informationen übermittelt.
Der DHC hätte spätestens mit der Mahnung der ersten Rate an HR-C einen Sanierungskurs einschlagen können. Mit Verzicht auf Neuzugänge, Abgang von 2-3 Leistungsträgern (so wie im Vorjahr praktiziert...) hätte man sicherlich 300 T€ einsparen können.
Ronaldo da stimme ich dir zu. Die HSG A-H ist ja auch durch "nichtfließen" von zugesagten Sponsorengeldern in wirtschaftliche Schieflage geraten. Was sie gemacht? Richtig Calli einer unserer konstantesten Leistungsträger ist abgegeben worden. Die restlichen Spieler hätten gehen können, sind sie nicht sondern sie haben auf 20% ihres Gehaltes verzichtet und auch richtig die Vereinsführung hat sich um neues Geld bemüht. Alle diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Situation sich offenkundig gebessert hat. Für das neue Jahr geht man jetzt nur noch von "verlässlichen" Geldern aus und plant eher vorsichtig, zumindest wird das so kommuniziert.
Der DHC hat sich neue Spieler geholt obwohl doch da schon klar war, dass ein großer Teil der Sponsorengelder fehlen wird.
Warten wir ab was passiert.