Beiträge von Lasse

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    Original von ulle
    Entscheidung nur in der Praxis und die Resonanz wird immer unterschiedlich bleiben (Spieler - Zuschauer - Kollegen - Beobachter).

    Richtig. Und solange es hierzu keine eindeutige Regelklarstellung gibt, wird es auch jeder SR anders bewerten. Dummerweise wohl auch jeder Beobachter. Die Zuschauer sollten uns als SR einfach mal egal sein, denn da ist leider immer noch am wenigsten Regelkenntnis vorhanden.

    1. Immer in Richtung Kopf werfen ist unsportlich.
    2. Es geht hier nicht um einen abgerutschten Ball, sondern um einen Spieler, der gezielt ins Gesicht wirft.
    3. Erklär mir jetzt noch mal bitte genau, warum es nicht miteinander vergleichbar ist. In beiden Fällen wird dem Gegenspieler absichtlich ins Gesicht geworfen.

    Und immer dieses "Das ist das Berufsrisiko des Torwarts" kann ich auch schon nicht mehr hören. Schließlich wird der TW auch bestraft, wenn er einem in den Torraum laufenden oder springenden Spieler in den Bauch tritt. Warum eigentlich? Kann man sich als Angreifer doch auch drauf einstellen, oder?

    Es ist aber sehr interessant, mal zwei Threads zu vergleichen: Nämlich diesen hier und den, in dem es um Spucken aufs Spielfeld geht.
    Ein Spieler, der versucht, einen Gegenspieler (den Torwart) auszuschalten, darf nicht bestraft werden, während ein Spieler, der "nur" auf den Hallenboden spuckt, am besten gleich disqualifiziert wird.

    Aber rein interessehalber mal folgende Situation:
    Die Mannschaften stehen bereit, dass die 2. Halbzeit beginnt. Der SR pfeift das Spiel an, ein Spieler der anwerfenden Mannschaft prellt mit dem Ball nach vorne und drischt aus etwa 2 Metern Entfernung dem Abwehrspieler den Ball ins Gesicht, so dass dieser blutend zu Boden geht. Diese Aktion wiederholt er in dem gleichen Angriff mit den restlichen 5 Abwehrspielern. Danach erzielt er ein Tor.
    Und jetzt möchte ich gerne Euch als SR sehen, wie Ihr der verteidigenden Mannschaft erklärt, dass man da nichts machen kann.

    Und falls es irgendwem nicht aufgefallen sein sollte: Ich habe etwas übertrieben, aber der Sachverhalt ist exakt der gleiche wie der, um den es die ganze Zeit geht.

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    Original von Schieri_neu
    Würd´ mich mal das Urteil eines mögl. Einspruchs interessieren.

    Ich denke, das ist wieder eindeutig: Keine Chance, der Einspruch wird nicht einmal verhandelt werden. Wo soll denn der SR einen Regelverstoß begangen haben? Zumal die meisten doch eh nur ins Spielprotokoll sowas wie "DQ nach 8:5" oder so schreiben. Und eine Sperre gibts ja eh nicht, gegen die man Einspruch einlegen könnte.

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    Original von T.N.T.
    Teddy: Glaub nicht, dass ich mir das einfach mache, habe mich aber selbst bei meinem Schirilehrwart (immerhin auch Zweitligaschiedsrichter) erkundigt, und der hat mir das so unmißverständlich vermittelt.
    Sobald Du in einer Situation aus dem Spiel heraus ROT zeigst, beugst Du als derjenige, der eigentlich danach leiten soll, das geltende Recht.

    Oder man handelt nach den Regeln:

    Zitat

    Regel 8:5
    Ein Spieler, der den Gegenspieler gesundheitsgefährdend angreift, ist zu disqualifizieren (16:6c), insbesondere, wenn er:
    [...]
    b) eine Aktion so ausführt, dass der Gegenspieler an Kopf oder Hals getroffen wird;
    [...]

    Da steht nirgendwo, dass man den Gegner mit der Hand oder ähnlichem treffen muss.
    Diesem Regelauszug nach müsste man allerdings jeden Kopftreffer bestrafen. Also wieder ein Fall von unklarem Regeltext...

    Du darfst aber nicht den allseits beliebten chronologischen Ablauf vergessen: Ist der Ball im Tor, bevor der Kontakt stattfindet, ist auf Tor zu entscheiden. Und wenn er Angreifer nicht grad progressionswürdig in die Abwehr springt, kannst Du nichts mehr machen.

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    Original von Schwaniwolli
    Wenn Du als gesperrter Spieler oder MV als Betreuer auf den Bank sitzt, dann wird das Spiel immer so gewertet, wie es sportlich ausgegangen wird. Die Mannschaft kann nie die Punkte verlieren, wenn ein gesperrter Betreuer auf der Bank sitzt.

    Die Praxis scheint dann doch anders zu sein. Oder das ist wieder regional unterschiedlich?
    Auf jeden Fall wurde bei uns jetzt ein Spiel als verloren gewertet, weil eine Mannschaft einen gesperrten Spieler/Offiziellen als MV eingesetzt hat. Begründet wird das ganze mit § 5 a/f RO. Die Sperre hat sich damit auch um ein weiteres Spiel verlängert.

    Wahrscheinlich irgendwelche, mit denen in letzter Zeit anscheinend desöfteren versucht wird, Schiedsrichter zu verunsichern. Also mit welchen, die es nicht gibt. Zur Saison 2004/2005 gab es auf jeden Fall keine offiziellen Regeländerungen, die den gesamten DHB/IHF-Bereich betreffen.

    Ich glaube, er meinte, wenn er als gesperrter Spieler auch zum Einsatz kommen würde, würde das Spiel als verloren gewertet. Habe ich das so richtig verstanden, Kleiner Muck (Dein Nick klingt übrigens in der direkten Ansprache etwas albern :P )?
    Falls das nicht so gemeint war, würde es mich interessieren. Der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers (was er ja ist, wenn er gesperrt ist) führt doch zum Verlust des Spiels?

    Zitat

    Original von Schwaniwolli
    1. Einspruch hat keine Aussicht auf Erfolg, Geld zum Fenster rausgeschmissen.
    2. Die Regelung, dass in der Buli die Zeit sofort angehalten wird macht durchaus Sinn, da durch den hohen Lärmpegel in vielen Hallen das Signal des Z/S oft nicht gehört wird und dann die Diskussionen erst recht losgehen.
    3. Hochball = abosluter Blödsinn

    und tschüsssss

    Das ist wohl wahr. Dann stellt sich uns wohl nur die Frage, warum wir das nicht bis in die unteren Kreisklassen übernehmen? Was bei hohem Lärmpegel gut ist, kann doch bei akustischer Flaute auch nicht schlecht sein, oder?

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    Original von Nauru

    Ich dachte das Team Time-Out gibt es nur wenn die Auszeitnehmende Mannschaft auch noch beim Pfiff des Z im Ballbesitz ist ?

    Zu dem Zeitpunkt war die Mannschaft ja auch noch in Ballbesitz, Zeitspiel wurde erst eine Sekunde später gepfiffen.

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    Original von berndo
    Wie legt man jedoch die Reststrafzeit fest, wenn niemand sagen kann wann der Spieler eingetreten ist?
    In dem Fall dürfte dann allerdings der Spieler "auf eigene Faust" zu früh rein sein und somit würde er auch erneut bestraft werden. Aber wie lange müsste dann der "andere" Spieler draussen bleiben?

    Ich würde sagen, dann muss man zu Gunsten des Spielers davon ausgehen, dass er erst gerade jetzt eingetreten ist. Also die Reststrafzeit von da an plus die 2 Minuten.

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    Original von SRBHV
    :D Ok, ich bin bei euch keine Panik.

    Also zuerstmal die Frage ?( Wo steht das der hinausgestellte Spieler einen
    Wiedereintrittszettel hat? --> Nirgends!! :nein:
    Ihr habt wieder etwas dazugegedichtet was in der Fragestellung gar nicht aufgetaucht ist.

    Öhm... sind die bei Euch nicht Pflicht? Dann sorry, davon bin ich ausgegangen, denn bei uns müssen diese bis in die untersten Regionsklassen (Kreisklassen) vorhanden sein, deshalb bin ich davon ausgegangen, dass er einen hatte.
    Aus diesem Grund gilt bei uns auch der Grundsatz, dass der Spieler selber für seinen Wiedereintritt verantwortlich ist.
    Dann stellt sich nur noch die Frage, ob die Uhr zu sehen ist, oder ob das nur eine Tischuhr ist. Ist es eine große Uhr, kann man dem Spieler auch durchaus unterstellen, dass wenn er ab 27:12 eine 4minütige Strafe abzusitzen hat, diese logischerweise auch erst nach der Halbzeitpause zu Ende sein kann. Bei einer kleinen Tischuhr ist das dann natürlich was anderes.
    Und zum Zeitnehmer: Wenn er wirklich den Spieler wieder reingeschickt hat, gibts natürlich einen Eintrag im Protokoll, da es ja wie gesagt (zumindest bei uns) nicht seine Aufgabe ist.

    Ganz klare Sache: 2min für den Spieler (also DQ), bis 31:12 weiter mit 4/1, danach bis 32:00 mit 5/1. Ein Spieler ist grundsätzlich selber für das Eintreten verantwortlich. Vor allem in dieser Situation kann der Spieler jawohl seinen Fehler nicht auf Z/S abschieben. Entschuldigung, aber wenn auf meinem Zettel steht "Zeit des Wiedereintritts: 31:12" und der Z schickt mich vor dem Pausenpfiff wieder rein, dann ist das klar meine eigene Doofheit.

    Die Frage ist schon deshalb nicht ganz eindeutig, weil auch nicht klar ist, ob die erste Strafzeit schon begonnen hat. Also könnte theoretisch auch c) richtig sein.

    Aber zum ursprünglichen Fall: Hier würde ich auch klar zu a) tendieren, denn es kann ja nicht sein, dass die Strafzeit nicht komplett abgesessen werden muss. Was hätte das auch für einen Sinn? Die Begründung von Schwaniwolli, dass der Spieler eh weg ist, würde auch bedeuten, dass wir nach einer DQ (vor Wiederanpfiff) keine Strafen mehr verhängen könnten.

    Ich denke mal, mit einem kurzen Blickkontakt hätten die SR das schnell klären können, wenn auch etwas verzögert. Aber so ein gutes Zusammenspiel haben gerade in den unteren Spielklassen nur wenige Gespanne.
    Und zu den 2min: Wenn der Ton von der Bank entsprechend war, kann man durchaus auch 2min geben, auch wenn es vorher keine Verwarnung gab. Aber das ist eben das Problem bei subjektiven Beschreibungen, man weiß nicht, wie es sich wirklich angehört hat oder was wirklich gesagt wurde.

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    Original von coachy
    2. Mit einer derartigen Knieverletzung (Kreuzbandriß etc.) rennt man nicht mehr wie ein junger Hund übers Feld.

    Leider sieht man als SR nicht immer die wirklichen Verletzungen. Wenn der Spieler nun erstmal in die Kabine getragen wurde, sehe ich als SR auch nicht, ob der Krankenwagen kommt und der Spieler könnte ja auch eine Memme sein und hat in Wirklichkeit gar nichts. Das kann ich alles als SR nicht wissen und... äh... hat wohl auch nix mit dem Fall zu tun... es sei denn, die Brüder hätten sich ähnlich gesehen... was sie ja nun nicht haben.