Beiträge von Lasse

    1. Ein taubstummer SR? Hat wohl seine guten und schlechten Seiten...
    2. Ein SR darf nur aufgrund seiner eigenen Wahrnehmungen Bestrafungen aussprechen, ihn darüber zu informieren würde also nichts bringen, außer dass er vielleicht eher dadurch verunsichert wird. Also ich würde vielleicht erstmal die MV direkt ansprechen und wenn das nicht aufhört, eventuell mal einen kleinen Bericht an die entsprechenden Stellen schicken.

    Da gibt es die Möglichkeit, sich beim zuständigen Schiedsrichterwart schriftlich zu beschweren. Ich weiß ja nicht, in welcher Spielklasse das war, aber wenn sich solche Aussagen belegen lassen, dann denke ich, werden die beiden zum Rapport bestellt und im Wiederholungsfalle gäbe es dann die Herabstufung bis in den Kreis. So würde ich es zumindest handhaben.

    Dabei fällt mir auch was ein: Gilt es eigentlich als Tätlichkeit, wenn der SR einem Spieler die Pfeife in den Bauch drückt?

    Stehen wirklich alle Spieler von blau im Spielfeld? Dann wäre es auf jeden Fall ein Wechselfehler, aber ich denke mal, du meinst, dass alle "aktiven" (also die 7) Spieler auf dem Feld stehen?

    Grundsätzlich kann man da eigentlich nichts machen, solange der Wiederanpfiff nicht verzögert wird. Theoretisch könnte man das ja auch ohne Time-Out machen (was unsinnig wäre).

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    Original von rückraum-shooter
    wir spielen, wie alle anderen mannschaften in unserer liga ohne kapitänsbinde, und es hat noch nie ein schiri was gesagt. kommt vielleicht auch drauf an, wo man spielt. in der oberliga oder bezirksliga is das vielleicht pflicht, aber in unserer kreisliga kam noch keiner auf die idee, eine kapitänsbinde zu tragen. letztens hatten wir ein trainingsspiel gegen eine c-jgd, bei der eine spielerin eine anhatte. ich finde das in dem alter noch ein wenig übertrieben.. naja

    Pflicht ist es eigentlich in jeder Spiel- und Altersklasse, aber je tiefer Alter und Spielklasse runtergehen, desto weniger wird es einen SR interessieren.

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    Original von SRBHV
    Sicher hat der Spielführer wenig Aufgaben aber ich als SR muß wissen wer mein Ansprechpartner während des Spiels ist.
    Es gibt manchmal Dinge die ich der Mannschaft sagen will und nicht jedem einzelnen Spieler, das mache ich dann über den Spielführer.

    Das war auch erst mein Gedanke, aber mein Ansprechpartner ist doch der MV? Zumindest ist der MV der einzige, der den SR ansprechen darf.

    Hmm... ganz ehrlich: Ich hab auch keine Ahnung, wofür man überhaupt einen Mannschaftskapitän braucht. Für die Seitenwahl vor dem Spiel kann man ja schließlich auch einfach irgendwen bestimmen.
    Aber so ist das eben mit einigen Regeln: Sie sind vorhanden, auch wenn sie noch so schwachsinnig sein mögen. Aber so genau gucke ich persönlich da nie drauf.

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    Original von vr316
    Interessant ist es auch, wenn ein E-Jugendtrainer der einzige Betreuer ist und disqualifiziert wird. Dann stehen die Kiddies ohne Trainer da. ?(

    Tja... dumm gelaufen, sag ich mal. Zu meiner Fußball-SR-Zeit wollte das sogar mal ein Trainer ausnutzen und nach seiner roten Karte nicht den Sportplatz verlassen. Aber in den Hallen können sie ja von der Tribüne aus auch noch die Aufischt haben, sie dürfen eben nur nicht mehr coachen. OK, da leiden die Kinder am meisten drunter, aber wenn sowas öfter passiert, sollten die Vereine reagieren.

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    Original von agusta
    Ich dachte immer, SR-Entscheidungen könnten nicht nachher noch rückgängig gemacht werden. das ist ja doof!

    Wie gesagt, eigentlich kann grundsätzlich jede Entscheidung vor Wiederaufnahme des Spiels zurückgenommen werden. Wird nur so gut wie nie gemacht, weils dafür eigentlich so gut wie nie einen Grund dafür gibt, schließlich entscheiden die SR nach ihren Beobachtungen und nicht nach den Beobachtungen des Kampfgerichts oder der Mannschaften.

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    Original von coachy
    Hallo Lasse,

    es stellt sich nicht die Frage, ob das Tor regelgerecht erzielt wurde, da es ja bereits von den beiden Schiedsrichtern als regelgerecht anerkannt wurde. Ich sehe es als mehr als bedenklich an, wenn unparteiische SR in einer Landesligapartie ein bereits von ihnen anerkanntes Tor, auf unbeweisbare Aussagen eines Zeitnehmers des Heimvereines hin, nachträglich aberkennen.

    coachy

    Eben genau nicht. Wenn die Zeitnehmerin, die in dem Fall ja als (theoretisch) unparteiische Helferin fungierte, versichert, dass die Spielzeit abgelaufen war, darf das Tor eigentlich auch nicht mehr gegeben werden. Sie wird vermutlich nicht gesagt haben "Ich denke mal, dass es so war, aber aufgepasst habe ich nicht". Und die SR haben ja anscheinend die Zeit auch nicht selber mit ihren Uhren verglichen.
    Während des laufenden Spiels kann das Tor bis zum Wiederanpfiff ja wieder zurückgenommen werden, also geht das nach Spielschluss auch. Und so blöd wie es klingen mag, aber das ist eine Tatsachenentscheidung und damit unanfechtbar.
    Ist der FW denn nun direkt verwandelt worden, oder wurde noch abgespielt? Denn nur dann kann es einen Regelverstoß der SR gegeben haben, was einen Einspruch ermöglichen würde.

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    Original von meteokoebes
    Wie kann ich denn mit Sicherheit sagen, dass die Zeit abgelaufen war, wenn ich das Ausbleiben der Hupe nicht bemerke, das Spielgeschehen beobachte und nicht auf die Uhrzeit achte :nein:

    Da ist irgend etwas nicht ganz richtig. Das muss den Entscheidungsfindern deutlich gemacht werden.

    Dummerweise ist aber das Unentschieden im Spielformular eingetragen. Was bedeutet, nachträglich das Tor noch zu geben und damit aus dem Unentschieden einen Sieg zu machen, wird wohl nicht gehen.
    Dass das Kampfgericht anscheinend gepennt hat, ist eine andere Sache.

    Für mich wäre es auf jeden Fall entscheidend, ob es ein direkt ausgeführter FW war oder nicht, sprich ob eine Widerholung hätte erfolgen müssen.

    Problematisch... einerseits, wenn die Zeitnehmerin versichert, dass die Spielzeit vor dem Tor vorbei war und die SR das so akzeptieren, dann wird ein Einspruch wohl wirkungslos bleiben, denke ich.
    Interessant wird es erst, wenn ich deinen zweiten Satz richtig verstanden habe. Meinst du mit "unmittelbarer Ausführung", dass direkt aufs Tor geworfen wurde, oder wurde nochmal abgespielt? Wenn nämlich direkt aufs Tor geworfen wurde, hätte der FW widerholt werden müssen. (Regel 2:5). In diesem Fall dürfte ein Einspruch auf jeden Fall gte Aussichten auf Erfolg haben.

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    Original von steelscout
    Da hätt ich gleich nochmal ne Frage:

    Folgende Situation:
    Unser Rechtsaußen sieht, dass sein Gegenspieler nen guten Meter im Kreis steht und springt daraufhin in den Kreis. Der Gegenspieler springt im entgegen. Entscheidung Stürmerfoul.

    Nach dem Spiel den Schiri drauf angesprochen, er meint er hätte gesehn, dass der Abwehrspieler deutlich im Kreis stand und auch aktiv Abwehrarbeit geleistet hat, aber man hätte in Lehrgängen gelehrt, solche "provozierten" 7m nicht mehr zu geben.

    Ich mein, klar will er nur den 7m, aber der Gegenspieler hat nun mal im Kreis nicht als Abwehrspieler zu fungieren. Genau darum gibts doch die Regel, oder?

    Wenn der Abwehrspieler in irgendeiner Weise eingreift, während er im Kreis steht (und sei es nur durch "Winkel verkürzen - also kein Körperkontakt), habe ich grundsätzlich keine Probleme damit, den 7m zu geben.
    Aber irgendwie scheint überall anders gelehrt zu werden.
    Wir hatten am Wochenende sogar einen SR, der uns den Anwurf weggepfiffen hat, weil wir ihn nach vorne ausgeführt haben... Aber nach dem Spiel konnte man sich mit ihm darüber unterhalten, auch in einem anständigen Ton. Mal davon abgesehen, dass das Gespann bis eben auf diesen Bock ausgezeichnet gepfiffen hat und das Spiel auch nicht grad knapp war.

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    Original von steelscout
    Gegen desolate Schiries kannst du in der Regel nix machen.
    Selbst wenn sich die Fans beider Mannschaften (!) einig sind: "Die wissen überhaupt nicht, was die zusammenpfeiffen..." hilft nur eins:

    Wo doch ausgerechnet auf der Tribüne immer die besten Schiedsrichter sitzen...
    Mal ganz ehrlich: Bei dem, was ich teilweise für Sprüche von der Tribüne höre, frage ich mich, ob die Zuschauer überhaupt bei der richtigen Sportart sind.
    Mach dir mal den Spaß und lerne die Regeln und setz dich dann mal bei zwei unbekannten Mannschaften als neutraler Beobachter auf die Tribüne. Dann versetz dich am besten noch in die Lage der SR, die nicht das ganze Spielfeld von der Tribünenposition aus sehen können. Du wirst dich wundern, was auf den Tribünen teilweise für eine "geballte Kompetenz" herrscht.

    Aber wie gesagt: Ein TW, der alleine spielen darf, weil seine Mitspieler sich nicht benehmen konnten, tut mir zwar irgendwo leid, aber wenn er es nicht rafft oder aus falsch verstandenem Fair Play sich einfach nicht "verletzen" will, dem kann ich auch nicht mehr helfen.

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    Original von Haase

    Wird nicht ein Spielabbruch aufgrund der starken dezimierung einer Mannschaft als Niederlage für eben diese gewertet ?
    (wenn nicht könnte man ja versuchen bei einer drohenden Niederlage einen Abbruch zu erzwingen)

    Wenn der SR aus freien Stücken abbricht, ist es seine Schuld. Grundsätzlich kann ein Spiel ja auch TW gegen TW fortgeführt werden.
    Dass die Mannschaften selten einen Abbruch versuchen zu provozieren, liegt wohl daran, dass das nicht grad wenig Geld kostet.

    Übrigens hatte ich das letzte Saison mal, dass eine A-Jugend nur mit 6 oder 7 Mann angetreten ist und in der Halbzeitpause sagte der Trainer zu seinen Spielern, dass das Spiel eh abgebrochen wird, wenn sie nur noch zu viert sind. Ich hatte in der 2. HZ auch das Gefühl, dass sie genau diese Situation herbeiführen wollten. Sogar das Kampfgericht wollte schon aufhören, das sie wirklich nur noch zu viert auf dem Feld standen.

    Grundsätzlich müsste es ein Wechselfehler sein, allerdings würde ich hier Fingerspitzengefühl zeigen, wenn von der Mannschaft nur 1 Offizieller aufs Spielfeld gelaufen ist, dann würde ich ihn zum "2er-Kontingent" zählen und ihn kurz darauf ansprechen, dass er sich wenigstens um seinen verletzten Kameraden kümmern soll...
    Ist er der dritte Mann, kanns nur 2min geben.

    Deine Autorität wird natürlich erheblich leiden, wenn der Trainer weiß,dass du die Herausgabe der Pässe nicht verweigern darfst.
    Und wir sitzen doch im Endeffet immer am längeren Hebel: Keine Unterschrift - kurze Bemerkung im Spielprotokoll - Strafe für den Verein. Fertig. Spätestens, wenn er die Strafe mal aus eigener Tasche bezahlen durfte, wird er es sich überlegen.

    Ich halte es da eigentlich so: Wenn die Mannschaft unverschuldet, also durch Verletzungen, so dezimiert ist, bin ich grundsätzlich eher bereit, abzubrechen, als wenn sie sich durch DQ oder Ausschlüsse selber reduziert hat.
    Aber ich denke, eine clevere Mannschaft wird dich schon dazu bringen können abzubrechen. Was will man denn auch als SR dagegen machen, wenn sich auf einmal drei oder vier Spieler verletzen, womöglich sogar gleichzeitig? Ich bin kein Arzt und werde mich hüten, die Spieler zum weiterspielen zu zwingen.