Beiträge von Lasse

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    Original von Redcloud31

    öhmmmm ?( wenn ich in Abwehr ein Eigentor verursache, und das Tor vom Schiri der angreifenden Mannschaft (egal welchem Spieler)zugeordnet wird, dann sollten Striche und Spielstand übereinstimmen!!! Wie du zu einem anderen Ergebnis kommst, ist mir gerade schleiherhaft.

    Ich nehme mal an, dass es hier nur um die Formulierung geht. Um ein Eigentor zu werfen, muss man in Ballbesitz sein (wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass ein einfaches Abfälschen des Balles nicht als Eigentlich definiert wird). Und die Mannschaft in Ballbesitz ist immer im Angriff, egal, ob sie noch in der eigenen Hälfte ist. Also kann ein Spieler der abwehrenden Mannschaft nie ein Eigentor werfen.

    Meiner Meinung nach darf dafür kein Strich gemacht werden, da es ja eigentlich auch keinen richtigen Torschützen gibt. Ich meine mich aber erinnern zu können, dass uns beigebracht wurde, dass im Zweifel der Strich einfach bei irgendwem gemacht werden soll.

    Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, im Spielbericht zu vermerken, dass es X Eigentore gab (wohl ziemlich selten mal eins, und so gut wie nie mehr), dann sollte es auch keine Nachfragen geben.

    Nachdem ich vor ein paar Tagen mal wieder ein Spiel live (also im TV) gesehen habe, stellt sich mir wieder die Frage, warum man ausgerechnet bei dieser Situation eine Verschärfung bringen musste?

    Das Spiel war im Allgemeinen recht fair, aber es schien als relativ normal zu gelten, dass dem einspringenden Außen in die Beine gerannt wird, den fast gerade wieder gelandeten Rückraumspieler mit einem Stoß gegen die Schulter kopfwärts auf den Boden zu schicken, oder einfach nur dem Gegner unauffällig in Gesicht zu schlagen (ohne dass ich da wirklich Absicht unterstellen würde). Warum werden solche Sachen nicht, oder nur kaum bestraft?

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    Original von Hodges
    Und jetzt kommt aber der kritische Punkt: Wegen der Anzeigentafel wissen wir gar nicht, von welcher "Zwischenzeit" wir ausgehen müssen.
    Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist bei allen Sekunden gleich groß (!!!!) und daher können und dürfen wir SR hier gar nichts hinein-interpretieren (!!!). Und das macht Lasse/Steinar, wenn er behauptet, dass es doch höchst wahrscheinlich ist, dass es nicht 3 volle Sekunden sind. Diese Aussage ist einfach falsch. Wie gesagt, wir kennen gar nicht die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Verteilung.

    Ergo: 3 Sekunden bleiben 3 Sekunden!!!

    Ich finde diese Aussage ja sehr beeindruckend, nachdem du schon selber festgestellt hast, dass selbst bei einer Nachkommastelle in neun von zehn Fällen keine drei Sekunden mehr zu spielen sind. Bei zwei Nachkommastellen sind es schon 99 von 100 Fällen.

    Aber generell gilt natürlich, dass es die beste Idee ist, wenigstens noch einen Moment zu zögern, bis man die Zeit anhält, oder aber die Uhr ganz herunterlaufen lässt. Das Problem ist nur, dass es SR gibt, die auf die Zeit (ganz bewusst) gar nicht so genau achten. Und wenn ein solcher SR dann nun eben die Uhr bei genau 29:57 anhalten lässt, dann sollte er wissen, dass es fast ganz sicher keine drei Sekunden mehr sind.

    Das einzige, was meiner Meinung nach einen Einspruch in einem solchen Fall abschmettern ließe, ist der nicht zu beweisende Punkt, dass es wirklich keine drei Sekunden mehr waren, egal, wie wahrscheinlich es ist.

    Wo wir aber gerade bei Wahrscheinlichkeiten sind: Wie oft kommt man denn wirklich in eine solche Situation, dass man tatsächlich bei 29:57 die Uhr anhält, der Spieler und die SR dies unterschiedlich einschätzen UND dieses Tor/Nicht-Tor dann auch noch eine Entscheidung bringen muss? Da gibt es viel häufigere und viel strittigere Situationen.

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    Original von Theoitetos
    Genau einfach die Uhr am Ende runterlaufen lassen und kein TO mehr ;) eventulle Strafen die kommen müssen kann ich auch jetzt noch geben, genau wie die Spielfortsetzung.

    Und ich stimme T.N.T. zu: Diskussionen über Zehntelsekunden sind praxisfremd und damit sinnentleert.

    So ganz praxisfremd sind sie nicht, meiner Meinung nach. Wenn die Uhr nämlich tatsächlich 29:57 (oder im Extremfall sogar 29:58/59) anzeigt, der Spieler das sieht und deshalb nicht wirft und nun der SR den Wurf nicht mehr zulässt, haben wir einen Regelverstoß, der nicht wegdiskutiert werden kann, genauso wie den Einfluss auf das Spielergebnis.

    Deshalb sollte man als SR wissen, dass es bei 29:57 eben keine drei Sekunden mehr zu spielen sind und der 7m/FW auf jeden Fall wiederholt werden muss - gesetzt den Fall, der Spieler wirft nicht vorher.

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    Original von Theoitetos
    Und ich habe gerade per Mail bekommen, das man vor hat das Spielfeld auf 30x50m zu vergrößern.
    Also freuen wir uns alle auf die neuen Regeln ...


    Dafür wird dann aber der Meter um 25% gekürzt, damit die neuen Spielfelder in die alten Hallen passen, oder? ;)

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    Original von Dany
    @Meba
    ich werde nie wegen einer Sekunde was ändern. Wenn es bei jedem dritten Spiel vorkommt und in den unteren Klassen noch häufiger (also jedes zweites Spiel), dann frag ich mich warum ich solche Spiele nie bekommen habe, da ich dies noch selten machen müssen habe, im Schnitt etwas 1 bis 2mal in der Saison (und ich komm generell auf 30 Spieler).


    Wenn du auf 30 Spieler kommst, bist du auch beim Rugby. Da hat man solche Probleme in der Tat nicht. :baeh:

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    Original von Dany
    Lasse
    jep aber hat die gleiche Wirkung wie 7:2 in diesem Fall da die Zeit steht. Ist also egal welche Regel man anwendet.


    Stimmt, ich bin da selber durcheinandergekommen mit "maximal drei Sekunden halten" und "innerhalb drei Sekunden spielen".
    Eigentlich geht es aber auch darum, dass bei 29:57 keine drei vollen Sekunden mehr übrig bleiben und damit auch der Wurf wiederholt werden muss.

    Hier würde nicht 7:2 greifen, sondern 15:5:

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    Nach dem Anpfiff eines Wurfes muss der Werfer den Ball innerhalb von drei Sekunden spielen.

    Die Frage ist aber, ob tatsächlich noch volle drei Sekunden zu spielen sind, wenn die Uhr 29:57 anzeigt. Meiner Meinung nach nicht, da die drittletzte Sekunde schon angebrochen war, also nur noch 2,x Sekunden zu spielen waren. Hätte die Uhr 29:56 angezeigt, wären es in der Tat noch mehr als drei Sekunden zu spielen gewesen.

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    Original von bini81
    Also wie bereits geschrieben geschah das ganze 2x.
    torhüterin von hinten nach vorne zum werfen, Spielerin x raus, 2. Torhüterin rein.
    Und daher ist es doch in beiden Fällen Wechselfehler gewesen oder? Jeweils für die eingewechselte Torhüterin.


    Ich denke, was Steinar meinte, war, dass der Trainer es nach den ersten 2min gelernt hätte und es eben gar nicht zu der zweiten Situation gekommen wäre.

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    Original von Bilbo

    die Lehrmeinung ist allerdings schwachsinn, gibts die irgendwo nachzulesen? evtl. sogar mit ner erläuterung, was der verantwortliche große Denker sich DABEI gedacht hat...

    Ich kann dir nicht sagen, ob man das irgendwo nachlesen kann, uns wurde es nur so beigebracht. So im Nachhinein fällt mir aber auch grad wieder ein, dass unser Lehrwart ein Idiot war... aber das ist ein anderes Thema.

    Lehrmeinung: Wenn er in einer fremden Sprache ruft, muss man als SR davon ausgehen, dass es sich um Beleidigungen, oder wenigstens Meckereien handelt.

    Ich persönlich halte das allerdings für Schwachsinn und würde da gar nicht drauf reagieren, es sei denn, ich oder mein Gespannpartner versteht, was der Trainer sagt und es handelt sich wirklich um das oben genannte.

    Was mich an der ganzen Sache im Moment eigentlich am meisten überrascht, ist die Tatsache, dass es nach aktueller Lehrmeinung anscheinend vollkommen in Ordnung wäre, gezielt Gegenspielern die Nasen zu brechen. Wäre ich also Trainer, würde ich meinen Spieler mit dem härtesten Wurf anweisen, die Gegenspieler einen nach dem anderen auszuschalten. Und wenn dann ein SR die Frechheit besitzt, dem einen Riegel vorzuschieben, lege ich Protest ein.

    Ich frage mich, warum Leute wie Zeitz noch nicht darauf gekommen sind, der soll ja recht hart und präzise werfen können.

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    Original von Uwe aus LD
    Ich verspreche dir gleichzeitig, mich zu bemühen, auf deine Äußerungen hier nicht mehr einzugehen und zu antworten.


    Ja, ich habe schon festgestellt, dass du dich tot stellst, sobald du nicht weiter weißt. Schade, das macht eine konstruktive Diskussion leider unmöglich.

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    Original von thomask
    Lasse
    tut mir echt leid, dass ich auch noch meinen Senf dazu gebe. Aber die Aussage unseres Sportgerichts " Wenn die Vereine wüssten wie oft sie gerechtfertigt Einspruch einlegen könnten, hätte ich endlich mal was zu tun. Aber sie beugen sich jeder regelwidrigen Entscheidung der SR um keinen Ärger zu haben"


    Wenn die Kameraden dort zu wenig zu tun haben, ist das schade. Auf der anderen Seite sollen sie sich doch freuen, dass sie die Vereine weniger Geld kosten.

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    Original von thomask
    Frage, warum soll ich einen SR schützen, der entgegen der Regeln Schwachsinn pfeift?


    Es geht hier auch nicht darum, SR zu schützen, die Regelverstöße begehen. Es geht hier darum, SR zu schützen, die nach den Regeln pfeifen. Und wenn jedes Mal, wenn die SR etwas pfeifen, wovon irgendjemand meint, dass es in den Regeln aber ganz anders steht (was nachweislich nicht der Fall ist), Einspruch eingelegt wird, wird das ganze System nun mal ad absurdum geführt.

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    Original von thomask
    Vielleicht solltest du diejenigen die die Regelfragen entwerfen darauf hinweisen, dass sie hier Blödsinn geschrieben haben, weil sie die Regel 17.6 falsch ausgelegt haben und die Antwort deiner Meinung nach falsch ist.


    Gibt es so ein Feedback-System? Wenn ja, wo?

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    Original von Uwe aus LD
    jfherden
    Doch, 17:6 tut dies und kann dies und wenn danach nicht verfahren wird liegt ein Regelverstoß vor, der, wenn spielentscheidend und Einspruch eingelegt ist, zu einem Instanzenbescheid führt. Ob dir das recht ist oder nicht.

    Auf Deutsch, sagt die Regel hier: Wenn einer der Schieris eine Verhinderung der klaren Torgelegenheit sieht, reicht das aus, einen 7-Meter zu geben, es müssen nicht beide so sehen.

    Sorry, aber da liegst du falsch. Regel 17:6 bezieht sich ausdrücklich nur auf die Bestrafung, nicht auf die Spielfortsetzung. Aber ich nehme mal an, dass es im großen Reibach dazu wieder einen Kommentar mit "aber das ist so und so gemeint" gibt.

    Und bitte halt dich doch mit deinen Kommentaren zu Einsprüchen hier zurück. Du tust weder den SR, noch den Verbänden einen Gefallen, wenn das jemand Ernst nimmt und in jede mögliche Fehlentscheidung einen Regelverstoß der SR interpretieren und die Verbände mit schwachsinnigen Einsprüchen überschwemmen.

    Und bevor du antwortest, dass du dir von mir nichts befehlen lässt: Es ist nur eine Bitte. Du darfst natürlich schreiben, was du willst.

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    Original von berndo

    17:7 ist nur relevant bei gegensätzlichen Entscheidungen bzgl. der Spielfortsetzung.

    Okay, jetzt hab ich es auch gesehen. Es heißt "gegensätzlicher Auffassung darüber sind, welche Mannschaft in Ballbesitz kommen soll", es geht gar nicht primär um die Art der Spielfortsetzung. Allerdings wäre es hier auch hilfreich, 17:6 entsprechend zu formulieren, dass auch die "härtere" Spielfortsetzung genommen wird, nicht nur die Strafe.

    Die Bestrafung ist klar. Aber in Bezug auf die Spielfortsetzung scheint man da hellseherische Fähigkeiten zu erwarten, oder woher soll man wissen, dass die SR sich auf 7m einigen? Nach 17:7 hat doch die Meinung des FSR Vorrang und der hat auf FW entschieden.

    Die Frage ist doch, wenn das Buch eh von Leuten verfasst wurde, die die Formulierungen der Regeln beeinflussen können, warum gibt es solche Klarstellungen nicht im offiziellen Regelheft? Dann könnte man sich einige Diskussionen sparen.

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    Original von Uwe aus LD


    Doch ist es, sogar mit Begründung(s.o.), aber wenn man nicht verstehen will, pfeift man halt anders.


    Es ist nur schade, dass diese Regel noch von niemandem genannt werden konnte. Und es ist auch schade, dass du deine eigenen Argumente nicht gelten lässt, wenn andere Leute sie verwenden.

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    Original von Uwe aus LD
    An der von Outsider81 zitierten zutreffenden und überall vertretenen Lehrmeinung hat sich auch nichts geändert.


    Und nun wird aus der Regel auf einmal doch wieder nur eine Lehrmeinung. So langsam verrennst du dich in deinen eigenen Argumenten.

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    Original von Uwe aus LD
    Wenn die Auffassung von jfherden, dass 8:5a den Kopftreffer mit umfasst zutreffend wäre, wäre die Regelung 8:5e überflüssig, da ja schon durch 8:5a die DQ gegeben werden müsste (wenn aus dem Spiel raus, auf jeden Fall auch bei einem freien Ball).


    Es war 8:5b), nicht a). Im übrigen könnte hier sogar c) Anwendung finden.
    Ich gebe dir Recht, dass mit der entsprechenden Anwendung von 8:5 b) und c) der e)-Teil überflüssig wäre. Aber e) kommt nun einmal aus dem laufenden Spiel heraus gar nicht zur Anwendung, da es sich ausdrücklich nur auf FW und 7m bezieht.

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    Original von Uwe aus LD
    Noch ein letztes Mal die richtige


    Für mich ist das Thema hier jetzt beendet, denn Unbelehrbare soll man ziehen lasse und nicht weiter füttern.
    Gruß Uwe


    Haha, lustiger Wortwitz. Ich lasse mich übrigens gerne belehren, aber nur von Fakten. Dazu gehört das Regelheft und offizielle Regelklarstellungen. Bislang kam hier nur die allgemeine Lehrmeinung zur Sprache, was prinzipiell aber nichts anderes als "vom Hören sagen" ist.

    Vielleicht kannst du mir aber abschließend eine Frage beantworten: Wie verhältst du dich als SR, wenn ein Angreifer mehrfach dem Abwehrspieler aus kürzester Distanz (sagen wir mal 1-2 Meter) mit voller Wucht den Ball ins Gesicht drischt? Nehmen wir auch mal an, die Abwehrspieler müssen auch jedes Mal mit gebrochener Nase das Spielfeld verlassen. (Gut, dass er es jedes Mal schafft, die Nase zu brechen, ist etwas weit hergeholt, aber es geht ja nur um eine theoretische Situation.)

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    Original von Outsider81
    Steht im aktuellen Handball-SR Handbuch kein Kommentar zu unserer Regeldiskussion? In der 8.Auflage steht "Dagegen kann ein Kopftreffer aus dem laufenden Spielgeschehen heraus nicht zur Disqualifikation führen, auch wenn der Torwart sich nicht bewegt haben sollte."

    Dass es allgemeine (oder zumindest häufige) Lehrmeinung ist, ist - zumindest mir - durchaus klar. Es ging mir von Anfang an ja auch nur darum, dass es eigentlich durch keine Regel gedeckt ist.