Beiträge von Lasse

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    Original von FrodoDer Angreifer versucht nur seinen Tordrang durchzusetzen und die Regelwidrigkeit wird ja schließlich vom Abwehrspieler begangen, sobald der Angreifer den Ellbogen oder andere Techniken einsetzt um sich vom Abwehrspieler zu lösen kann man schon über ein Offensivfoul nachdenken.

    Nicht ganz, die Spielfortsetzung richtet sich nach dem ersten Foul, das in dieser Beschreibung klar vom Verteidiger begangen wurde. Wenn der Angreifer sich durch einen Ellbogenschlag vom Verteidiger befreit, dann kann man durchaus (bzw. muss) auf FW für und persönliche Strafe gegen den Angreifer entscheiden.

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    Original von Theoitetos
    Kampfgericht = Tisch, an dem Zeitnehmer und Sekretär sitzen ... und vllt. noch Spielaufsicht oder Technsicher Delegierter

    Okay, das ist meiner Meinung nach logisch. Frank meinte aber etwas von einem 3m-Abstand, vorher hat der Hallensprecher ja auch nicht am Kampfgericht, sondern dahinter gesessen.

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    Original von Theoitetos
    also bei uns im HVS hat der Hallensprecher grundsätzlich nie was am Kampfgericht zu suchen, sprich darf dort nie Platz nehmen und muss immer woanders sitzen

    "am Kampfgericht" ist aber auch eine sehr schwammige Formulierung. Ab welcher Entfernung sitzt man denn nicht mehr am Kampfgericht?

    In meiner Heimathalle ist das Kampfgericht eigentlich grundsätzlich in "Greifweite" der Zuschauer, dort eine 3m-Regel o.ä. einzuführen, würde sicher nicht grad für Freude sorgen, wenn die Halle voll ist (das Gleiche dann vielleicht noch für die Spielerbänke, dann gibts fast keine Sitzplätze mehr).

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    Original von Rheinland-SR
    Iich habe gerade durch Zufall ein passendes Video bei Youtube, zu diesem Thema, gefunden.

    http://www.youtube.com/watch?v=NlwLZl…related&search=

    Das ist genau das besagte Spiel.

    Es ist koreanisches Fernsehen, sehr subjektiv und natürlich auch nur einige Szenen gezeigt.

    Aber die Situationen sind schon recht krass, oder?

    Teilweise schon sehr alberne Szenen dabei, allerdings wollten die Koreaner sich nicht wirklich über die rote Karte beschweren, oder? Ich meine, dem von außen einspringenden Spieler mit gestrecktem Arm ind Gesicht zu greifen, zeugt nicht grad von Sportsgeist...

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    Original von kampfzwerg
    @ex-hvs-sr:

    war doch eine klare torgelegenheit!!

    und war das abpfeifen jetzt richtig oder nicht,steig grad nicht durch!


    Nein, das Abpfeifen war definitiv falsch, da habe ich bislang auch keine andere Meinung zu gelesen. Die SR hätten den Vorteil abwarten müssen.

    Was die Spielfortsetzung angeht, bin ich auch der Meinung, dass es 7m hätte geben müssen, denn dies lässt sich eigentlich durch nichts widerlegen: Die Torgelegenheit war klar da, das Eingreifen des Offiziellen ebenfalls, wodurch die Torgelegenheit verhindert wurde.

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    Original von Einwurf
    in einem Pkt. muss ich 'eisbeer' widersprechen: kommt es aufgrund der vorherigen Regelwidrigkeit des Abw.sp. nur noch zu einem unkontroll. Wurf (in diesem Fall neben das Tor), handelt es sich um die Vereitelung einer klaren Torgelegenheit, und hier muss auf 7m entschieden werden und keinesfalls auf FW (plus progr. Bestrafung des Abw.sp.) .

    Und wenn der Angreifer nun aus 15 Metern neben das Tor wirft? 7m ist wie so oft situationsbedingt, eine Regel die besagt, dass in dem Fall, dass der Angreifer den Ball noch irgendwie in Richtung Tor wirft, immer 7m zu geben ist, kann nicht Sinn und Zweck sein.

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    Original von RiddlerGE
    Ich kann mir nur vorstellen, dass einer der Offiziellen sich ebenfalls auf ein Wortgefecht eingelassen hat und dass es deshalb zu der zusätzlichen Manschaftsreduzierung gekommen ist.

    Dann hätte es aber a) keine rote Karte für den Spieler gegeben und b) im Spielformular so eingetragen sein müssen (was wir zwar nicht wissen können, aber möglicherweise Mr_JayJay).

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    Original von berndo
    Wenn der Abwurf (z.B. nach einer Korrektur) angepfiffen worden ist und der TW dann den Torraum mit dem gefassten Ball verläßt.

    = Dummer Torwart. Oder kennt jemand ein Beispiel, bei dem der TW nach Pfiff mit dem Ball in der Hand aus dem Torraum geht?

    Okay, denkbar wären auch noch überschnelle SR...

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    Original von goalie
    einzige Möglichkeit ist meiner Ansicht nach, irgendwann auf passives Spiel zu entscheiden, wenn Abwehr und Angriff sich den Ball öfter hin und her spielen.

    Und gegen wen? Gut, man kann immer noch sagen, die Angreifer haben Druck zu machen, also FW für die Abwehr, aber wenn die Spieler dann schlau sind, stellen sie sich direkt an die Mittellinie, so dass nicht klar ersichtlich ist, wer angreift und wer abwehrt. Davon mal abgesehen, dass a) der Angriff mit dem Ballbesitz beginnt, die Entscheidung, passives Spiel gegen die Angreifer zu pfeifen, nur scheinbar logisch (und richtig) wäre und b) es den Teams auch egal sein kann, ob sie sich den Ball mit oder ohne Unterbrechung hin- und herspielen, dann wird der FW eben ausgeführt und landet "leider" wieder direkt beim 3m entfernt stehenden Gegenspieler.

    Letztendlich kann man als SR das Spiel nur irgendwie zu Ende bringen und hoffen, dass ein guter, neutraler Beobachter da war, der einem hinterher wirklich objektiv sagen kann, ob man selber wirklich schlecht war, oder die Mannschaften sich da in irgendwas reingesteigert haben. So oder so, man sieht als SR schon schlecht genug aus (egal, ob berechtigt oder nicht), da muss man auch noch nicht versuchen, den Eindruck mit irgendwelchen dubiosen Entscheidungen wie passivem Spiel oder unsportlichem Verhalten zu retten.

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    Original von Einwurf
    Wie hättet ihr entschieden

    Nichts. Was willst du denn da entscheiden? Wenn er sich den Ball mit seinem Gegenspieler zupasst, kannst du als SR nicht einmal auf passives Spiel entscheiden.

    Maximal unsportliches Verhalten wäre hier noch denkbar, aber nur durchsetzbar, wenn es sich um maximal einen Spieler pro Mannschaft handelt. Wenn sich aber beide Mannschaften so offensichtlich gegen die SR stellen, haben die eigentlich keine Chance. Klar, sie könnten so lange Spieler runterstellen, bis das Spiel abgebrochen werden muss, aber wie erklärt man das dem Sportgericht...?

    Vollkommen richtige Entscheidung, da der TW ja eine Regelwidrigkeit begangen hat und da das Spiel zu dem Zeitpunkt nicht unterbrochen war, muss die Spielfortsetzung gegen den Fehlbaren Spieler sein. Auch der Ort war korrekt, da dies der der Regelwidrigkeit nächste Ort ist, sofern der TW nicht irgendwo im Feld stand.

    "Unsportliches Verhalten" ist natürlich auch immer so eine schöne Aussage. Ich meine, natürlich wird der Gegner vorgeführt, aber wird er das nicht auch, wenn er mit 20-30 Toren Unterschied abgeschossen wird? So gesehen haben die ganzen Daddeleien sogar zwei Vorteile: Die Zuschauer haben etwas zu bestaunen (wenn es denn funktioniert) und für die unterlegene Mannschaft schlägt sich das Ganze nicht so schlimm im Torverhältnis nieder.

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    Original von Loomit

    Im Regelheft steht, dass wenn eine klare Torgelegenheit ausgelassen wird, direkt auf Freiiwurf für die Gegnerische Mannschaft gepfiffen werden kann, wegen passiven Spiels.

    Dann könnte ja auch ein Kempa zuzählen:

    Du springst, bist frei vor dem Tor und spielst zu Deinem mitgelaufenen Mannschaftskameraden ab, der dann das Tor erziehlt.

    ... Aber abpfeifen???

    Diese Formulierung hatte ich auch in Erinnerung, habe sie aber in den Regeln nicht mehr gefunden. Hast du da zufällig eine Regel, bzw. Erläuterung parat?

    Aber wie du auch schon schreibst: Abpfeifen? Gerade solche Aktionen machen den Sport doch erst so faszinierend.

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    Original von tobinho
    Das Mannschaften zum Saisonende hin jedoch bewußt Spiele verlieren bzw die Motivation nicht mehr ganz so groß ist erlebt man aber eigentlich in jeder Liga.
    Grade in den unteren Ligen ist es doch gang und gebe, dass Mannschaften bei denen es um nichts mehr geht (Schon Meister, im Niemandsland, etc) auf einmal gegen Teams verlieren die man in der Hinrunde noch klar schlug.
    Sowas gibt es ja eigentlich immer. Leider.

    Das ist wohl richtig. Allerdings sehe ich noch immer einen Unterschied zwischen "seht zu, dass sich keiner verletzt" und "seht zu, dass wir um jeden Preis verlieren".

    Drehen wir das ganze doch mal in die absurde Richtung: Es spielen zwei Mannschaften gegeneinander, die sich beide keine Aufstieg leisten können, aber trotzdem beide oben mitspielen. In dem Fall würde es ja nicht mal helfen, einfach einen Tick schlechter zu spielen als der Gegner, man müsste schon aktiv was für die Niederlage machen. Sei es nun durch weniger erzielte Tore (bzw. den Ball so oft wie möglich ins eigene Tor "lassen") als der Gegner oder durch einen provozierten Spielabbruch. Beides wäre sicher äußert attarktiv für die Zuschauer und würde sicher auch den Ruf unseres Sports enorm aufwerten.

    Ich denke, man sollte das Ganze sehr differenziert betrachten. Auf der einen Seite hat man sicher Mannschaften, die nur nicht aufsteigen, weil sie sich in der höheren Liga mehr anstrengen müssten (in der Kreisoberliga Hannover gab es früher so eine Mannschaft), auf der anderen Seite gibt es sicher auch einige Mannschaften, die sich den Aufstieg einfach nicht leisten können.

    Ich persönlich sehe kein Problem darin, dass eine Mannschaft, die überraschend Meister wird, auf den Aufstieg verzichtet, weil sie es wirtschaftlich nicht stemmen könnte. In dem Fall müsste halt der Zweite aufsteigen. Oder der Dritte. In dem Fall gäbe es zumindest keine weiteren Absteiger.

    Hier stellt sich dann natürlich die Frage: Wären auch Mannschaften zu bestrafen, die sportlich nicht aufgestiegen wären, aber durch den Verzicht einer besser platzierten Mannschaft?

    Auf jeden Fall bin ich der Meinung, und damit schließe ich mit einigen an, dass es bei der geplanten Regelung zum Ende der Saison dazu kommen könnte, dass Spiele absichtlich verloren werden und genau das wäre in meinen Augen eine wesentlich größere Wettbewerbsverzerrung und Unsportlichkeit, als der Verzicht auf den Aufstieg.

    Eine andere Idee wäre auch noch, dass der Verband sich verpflichtet, die Vereine finanziell zu unterstützen, wenn nötig. Aber da glaube ich selbst nicht dran...

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    Original von Lothar Frohwein

    Drei Punkte für den Sie mit +6 und Abzug eines Punktes beim Verlierer?

    Damit die Kluft von oben nach unten noch größer wird? Es gibt doch schon jetzt kaum ein Spiel des THW, des HSV, der SG etc. gegen Mannschaften ab Platz 7 oder 8, das nicht mit mindestens sechs Toren Unterschied gewonnen wird.
    Dann könnte es passieren, dass es künftig unten in der Tabelle negative Punkte gibt. Hildesheim hätte die letzte Saison mit -1 Punkt abgeschlossen :pillepalle:, Düsseldorf mit +1, Wetzlar mit +7, Balingen mit +7, der TuS mit +8...


    Nee Vlado, dat geit nicht.

    Naja, hier in Irland ist das mit den Minuspunkten so geregelt: Für den Nicht-Antritt einer Mannschaft gibt es zu den 0:2 Punkten, die sich eh aus dem Verlust des Spiels ergeben, einen Pluspunkt Abzug. Eine Mannschaft kann aber nicht in den Minusbereich gehen, die Minuspunkte werden aber auch nicht "in Gedanken gespeichert". Verliert ein Team also ausnahmslos jedes Spiel, tritt im Laufe der Saison zweimal nicht an und gewinnt das letzte Saisonspiel, beendet sie die Saison mit zwei Pluspunkten... (exakt so lief es in einer Saison und letztendlich hat diese Regelung sogar die Meisterschaft beeinflusst).

    Gehört jetzt nicht unbedingt zu den Vorschlägen, zeigt aber, dass sich der Handball-Schwachsinn nicht nur auf Deutschland beschränkt.

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    Original von meteokoebes
    Sagen wir mal so. Stenzel erkennt schon einige der aktuellen Schwachstellen. Passives Spiel ist da ein großes Beispiel. Bei den Zuschauern ist immer noch die "5-Sekunden-Regel" im Kopf drin. Wie oft liest man in den Internetforen von unterschiedlicher Auslegung des Zeitspiels (der Begriff Passiv hat sich auch noch nicht durchgesetzt)


    Stellt sich nur die Frage, in welche Richtung man da denken sollte. Ich persönlich halte weder von einer Shot-Clock noch von der kompletten Abschaffung des passiven Spiels etwas. Und ganz im Ernst: Die Zuschauer, die das passive Spiel verstehen wollen, verstehen es auch. Bei den anderen hilft auch keine Änderung der Regel.

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    Original von meteokoebes
    Auch die Sache mit dem letzten Freiwurf muss man überdenken. Die Rudelbildung war nicht schön anzuschauen. Das Verhindern von Wechseln am Ende bei der abwehrenden Mannschaft ist schon gut gewesen, aber ein Anspiel mit Sprungwurf erhöht halt die Chancen zu Gunsten der Angreifer.


    Hier muss natürlich gefragt werden: Welches Ziel wollen die Regelmacher erreichen? Möglichst viele Tore (wie ich es bei einem zusätzlichen Pass durchaus sehe)? Dann könnte man natürlich auch andere Möglichkeiten diskutieren, zum Beispiel, dass keine Abwehrspieler, außer des TW natürlich, erlaubt sind, der ausführende Spieler also quasi einen 7m aus 9m (und mit oft ungünstigerem Winkel) ausführen darf.
    Oder der gefoulte Spieler darf, ähnlich wie beim Eishockey, einen TG ausführen.

    Die Möglichkeiten (sowohl sinnig als auch unsinnig) sind also in vielen Fällen unbegrenzt. Aber in den meisten von Vlado Stenzel angesprochenen Punkten sehe ich persönlich einfach keinen Handlungsbedarf (und zum Punkt 6: Gibt es für einen Goalie was genialeres, als einen 7m PLUS Nachwurf zu vereiteln? :D)