Beiträge von Lasse

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    Original von Schmiddy

    Ich sehe es genauso wie du, bzw. wie alle hier...
    ich habe da nur allerdings eine Meinungsverschiedenheit mit einen Trainer, der der Meinung ist, das dieses Verhalten Unsportlich ist...
    Und angeblich hatten die dieses Beispiel auf einen Trainerseminar

    Da würde mich dann jetzt aber die Spielfortsetzung interessieren, die der Trainer vorgeschlagen hätte...

    FW für die Abwehr, weil der Angreifer unsportlich ist, oder FW für den Angriff, weil der Abstand verkürzt wurde? Als Angreifer kann man ja auch immer noch so argumentieren, dass man den Wurf zurückgehalten hat, weil der Abwehrspieler schon rausgestürmt ist.

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    Original von Seppi
    ...allerdings nimmt Dir Erläuterung 5:2b mit 16:1c diese Möglichkeit wieder. Heißt, abwarten, ob trotz Regelwidrigkeit von B15 der angreifenden Mannschaft Vorteil zu gewähren ist und dann mindestens Gelb für B15. Falls kein Vorteil, neuer Freiwurf :)

    lg seppi

    Das sehe ich nicht so. Wenn 15:9 sagt, die Spieler sind nach Erl. 5:2b zu bestrafen, wenn eine Störung vorliegt, diese aber nicht vorliegt (wie es in diesem Fall mit dem angetäuschten Abspiel - um darauf mal einzugehen - nicht zwingend vorliegen muss), dann greift die Erl. 5:2b in meinen Augen nicht mehr.

    Es kann ja auch durchaus sein, dass der Spieler gerade aus dem Angriff zurückgetrabt kommt und dabei dichter alss 3m an den Werfer herankommt, dieser ihn aber gar nicht wahrnimmt und vollkommen ungehindert den FW ausführen kann.

    Schmiddy: Unsportliches Verhalten vom Angreifer kann ich da nicht ausmachen, denn so lange er die Regeln zur Ausführung der Würfe (3 Sekunden, Fuß auf dem Boden etc.) einhält, kann er machen, was er will. Ansonsten müssten wir auch anfangen, Dreher von außen zu bestrafen, denn dabei fühle ich mich als TW immer ziemlich vorgehführt. ;)

    Regel 13:8
    Zu frühes Eingreifen bei der Wurfausführung ist entsprechend 15:9 und Erläuterung 5:2b zu ahnden.

    Wobei 15:9 dir als SR noch die Freiheit lässt, den Spieler nicht (progressiv) zu bestrafen, wenn er die Ausführung des FW dadurch nicht behindert.

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    Original von peppi99
    Ich denke entscheidend ist, dass der TW im Torraum abgesprungen ist. Somit also den Torraum verlässt. Anders ist es wenn ein Feldspieler außerhalb des Kreises abspringt und den Ball in der Luft fängt und wirft, dieses ist ja Regelkonform. Genauso wie das Prellen im Kreis, wenn man außerhalb steht und man möge mich korrigieren, auch ein Blocken eines Wurfes in der Luft durch einen Abwehrspieler der außerhalb des Kreises abgesprungen ist, ist erlaubt.

    Der Luftraum gehört m.A. nicht zum Torraum.

    Gruß

    Peppi

    Wenn der TW aber beim Verlassen des Bodens bereits den Torraum verlässt, müsstest du bei mindestens jedem zweiten Hampelmann 7m geben. Also scheidet diese Idee dann wohl eher aus.

    Ich würde auch grundsätzlich sagen, dass der Torraum erst verlassen ist, wenn der TW außerhalb des Torraums den Boden berührt. Eben genauso wie es auch beim Feldspieler und dem Betreten des Torraums ist.

    Eine weitere Frage ist natürlich, um mal ein Argument von harpo58 aufzugreifen, ob es die SR überhaupt interessieren muss... ich meine, eine DQ wegen SR-Beleidigung zieht doch eine automatische Sperre nach sich, die auch sofort in Kraft tritt, oder? Sollte ich mich hier täuschen, könnt ihr diesen Beitrag natürlich auch schreddern.

    Dem Betreuer/jetzt Spieler sollte dies eigentlich bekannt sein (wenn nicht, ist es auch wurscht). Ein Einsatz dieses Spielers würde also den Einsatz eines gesperrten Spielers und damit den automatischen Spielverlust bedeuten, oder irre ich mich da? So gesehen ist eigentlich alles, was wir als SR nach diesem Punkt, in dem der Spieler das Spielfeld betritt, vollkommen irrelevant und nur noch für die Statistiker.

    Gut, eleganter sieht es natürlich aus, wenn man trotzdem regelkonform bestraft, aber wie gesagt, so richtig wichtig ist es dann doch nicht mehr...

    Edit: TLpz: Genau deinen letzten Punkt meinte ich ja auch, als ich sagte, die Bank wird in der Progressionsreihe wie eine einzelne Person behandelt. Das Problem ist natürlich so gesehen, dass bei einer tatsächlich einzelnen Person nach der DQ eh nix mehr geht, die Bank aber theoretisch aus vier Personen bestehen kann.

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    Original von whv-handballer
    Willste bei dem Spiel für einfaches meckern dann auch rot geben, dass wäre ja bissel hart finde ich! Deswegen kann man ja ruhig in der Situation runterschrauben :)

    In dem Punkt ist die von berndo zitierte Regel 16:6 a) aber eigentlich eindeutig. Wenn schon V und 2-min gegeben wurden, ist auch einfaches Meckern eine DQ (oder man hört einfach weg).

    Die Frage ist doch, warum die Bank nach einer DQ besser gestellt sein soll als nach einer V.

    Naja, irgendwie wird damit aber auch die Progressionsreihe ad absurdum geführt. Hätte der Betreuer also einfach nur gemeckert, würde der MV also 2-min bekommen, da er aber gleich disqualifiziert wurde, kommt er mit einer V davon? Irgendwie seltsam...

    Ich bin eigentlich der Meinung, dass bei uns mal gelehrt wurde, dass die Bank in Sachen Progression wie ein einzelner Spieler behandelt wird, die Bestrafung kann (bzw. soll) also nicht wieder schwächer werden.

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    Ich zitiere den Punkt mal, damit nicht jeder im PDF nachlesen muss:

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    22. Die Erteilung der Teilnahmeberechtigung
    Teilnahmeberechtigt ist, wer beim Anpfiff anwesend und in das Spielprotokoll eingetragen ist. Nach Spielbeginn eintreffende Spieler/Offizielle müssen von Sekretär/Zeitnehmer die Teilnahmeberechtigung erhalten. Der MVA meldet solche Spieler/Offizielle beim Sekretär an. Der
    Sekretär muss nunmehr umgehend alle Eintragungen im Spielprotokoll vornehmen. Hierzu legt der MVA bei Spielern den Spielausweis vor und gibt die Trikotnummer bekannt. Sollte kein Spielausweis vorliegen, bestätigt der Spieler seine Spielberechtigung durch Unterschrift nach
    dem gleichen Verfahren, wie es für solche Fälle vor dem Spiel vorgeschrieben ist. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens kann die Teilnahmeberechtigung erteilt werden.

    Hierzu fallen mir zwei Sachen ein:

    1. Wenn der Sekretär die Eintragung vornehmen soll, widerspricht das den in einigen Verbänden üblichen Anweisungen, dass nur die SR bestimmte Bereiche des Spielforumlars ausfüllen dürfen. In dem Fall des HVW scheint Punkt 3 der Richtlinien das allerdings anders zu regeln.

    2. Wenn der MV vor dem Spiel alle Pässe den SR gibt (wie es meiner Erfahrung nach mindestens 90% aller MVs machen), kann der nachzutragende Spieler dann darauf bestehen, dass der SR das Spiel unterbricht, um den Pass vorzulegen?

    In Hannover muss meines Wissens nach bei jedem (oder nur bei jedem mit angesetztem SR?) Spiel mindestens ein Ordner mit Namen ins Spielformular eingetragen werden. Da das aber anscheinend nicht überprüft wird (wurde?), möchte ich nicht wissen, wie oft da einfach nur "Müller" stand...

    Und es gibt auch Hallen, in denen man etwa 20 Ordner bräuchte, um so einen Vorfall zu verhindern. Nämlich solche, in denen Spielfeld und Zuschauer nur eine hüfthohe Bande trennen.

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    Original von Outsider81

    Ist klar, nur wie ist die Begründung dafür?

    Ich persönlich würde sagen, es ist die gleiche Begründung wie für die Frage, warum er nicht mehr spielen darf: Er ist gesperrt, weil er sich vermutlich in irgendeiner Weise falsch, bzw. unangemessen verhalten hat.

    Soll heißen, dass eben nicht "Spieler XY" gesperrt wird, sondern "Person XY". Und da in diesem Fall "Person XY" eben "Spieler XY", "Trainer XY" und "Schiedsrichter XY" ist, darf er keins dieser Ämter ausfüllen.

    Edit: Inwiefern es sinnvoll ist, eine Sperre aus anderen Sportarten auf Handball zu übertragen (sofern es gemacht wird), ist eine ganz andere Frage...

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    Original von TLpz
    Unter der Voraussetzung, das die Kampfgerichte ordentlich geschult sind, wäre dies eine m.E. sinnvolle Maßnahme. Die letztendliche Kontrolle über die Anzahl der Tore (und die Spielzeit) haben natürlich immer noch die SR.

    Auch, wenn ich dir im Großen und Ganzen zustimme, aber meiner Meinung kann man nur eines haben: Entweder die SR haben das letzte Wort oder sie sparen sich das Schreiben.

    Wenn sie sich die Tore nicht notieren, kann ich auch nicht erwarten, dass sie die Anzeigetafel kontrollieren (dann müsste man auch nicht aufs Notieren verzichten). Der Idealfall ist natürlich ein dritter, angesetzter Unparteiischer, der Kampfgericht (Sekretär) macht, aber das wird wohl in den unteren Klassen nicht durchführbar sein (wobei da für gewöhnlich die Spiele auch noch nicht so schnell sind, dass die SR mit Notieren nicht hinterherkommen).

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    Original von Schwaniwolli
    Ich bin sogar stolz auf mein kindliches Gemt und Deine Drohungen waren ja hier "Schwarz auf Weiss" zu lesen.

    Nanana, nu werdense ma nicht albern, junger Herr. Von Schwarz auf Weiß kann hier ja mal gar keine Rede sein, eher Schwarz auf Hell-Orange oder so...

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    Original von Keith
    die Auswechselspieler springen daraufhin wütend auf, machen ein bis zwei Schritte auf das Spielfeld und bekunden lautstark ihren Unmut.

    Die Frage ist aber, ob man hier wirklich nur den Wechselfehler bestrafen will, für mich ist das eher unsportliches Verhalten, und dafür habe ich keine Beschränkung gefunden. Theoretisch sollte die Hinausstellung aller protestierenden Spieler also möglich sein.

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    Original von sunny-1
    vorletzter Post


    letzter Post

    Na was denn jetzt. Nicht das es nur komisch aussieht und sich komisch liest, aber ich habe jetzt geschlagene 10 Minuten versucht, den Wiederspruch in den Aussagen nicht zu finden.

    Kannst dus auch für mich Dummen besser erklären?

    Ich denke, ein paar Anführungszeichen hätten in seinem letzten Post deutlicher gemacht, dass er sich mit der Aussage auf den Eingangspost bezieht. Quasi ein "Zitat" aus der Sicht eines anderen SR.

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    Original von TLpz
    Ich wüßte nicht, warum es hierzu Anweisungen o.ä. geben sollte. Die Regel ist klar, klar ist auch das "in Richtung Boden lenken" eine gerichtete Aktion ist unter der man den Ball unter Kontrolle haben muß.

    Das Problem könnte vielleicht sein, dass es anscheinend in vielen Gegenden (u. a. während meiner SR-Ausbildung im Kreis Hannover) eben so gelehrt wird, dass das Herausspielen bereits das Anprellen ist. Ich erinnere mich an die Aussage unseres damaligen Lehrwartes (sinngemäß): "Jeder Ball kommt irgendwann runter, also lenkt man den Ball mit dem Herausspielen automatisch zu Boden."

    Genau aus dem Grund denke ich, wäre eine Regelklarstellung von oberster Ebene vielleicht nicht einmal ganz verkehrt.

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    Original von sunny-1
    Und jatzt kommt das, in meinen Augen einfache. Richtet sich die Aktion des Verteidigers nicht nach dem Ball und ist ausschließlich nach vorne gerichtet, kann er Duschen gehen.

    Das Problem ist in meinen Augen, dass aus 8:2 d) (Es ist erlaubt: [...] d) von vorne, mit angewinkelten Armen Körperkontakt zum Gegenspieler aufzunehmen, ihn auf diese Weise zu kontrollieren und zu begleiten.) recht schnell 8:5 d) (Ein Spieler, der den Gegenspieler gesundheitsgefährdend angreift, ist zu disqualifizieren (16:6b), insbesondere, wenn er: [...] d) einen im Lauf oder im Sprung befindlichen Gegenspieler stößt oder so angreift, dass dieser dadurch die Körperkontrolle verliert.)werden kann.

    Regel 8:2 erlaubt ja ausdrücklich eine Abwehraktion, die sich ausdrücklich nicht auf den Ball bezieht. Die Kunst ist eben, als Abwehspieler den teilweise sehr schmalen Grat zwischen kontrollieren/begleiten und stoßen nicht zu überschreiten. Auf der anderen Seite ist es Aufgabe der SR, eben dies zu erkennen, was oft nicht wirklich einfach ist.

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    Original von Smily84
    Der Vorfall wurde nicht geahndet, aber hab hinterher zuhören bekommen das hätte klar Rot geben müssen, wegen Gefährdung des gegnspielers.

    Warst du im Torraum? Dann wäre die Aussage quatsch, da der hereinspringende Spieler eher den TW gefährden würde als anders herum. Außerhalb des Torraums würde ich dem vermutlich zustimmen, da dort der Hampelmann nix zu suchen hat.

    Ich würde sagen, die Entscheidung ist richtig, da der Spieler die Richtung des Balles ja bewusst geändert hat. Etwas anderes wäre es sicher, wenn er tatsächlich versucht, den Ball zu fangen und er dabei auf den Boden fällt (der Ball, nicht der Spieler).

    Ich frage mich da vor allem noch folgendes: War das ein kompletter SR-Neuling, oder war er möglicherweise nicht einmal ausgebildeter SR und ist für den nicht aufgetauchten SR eingesprungen?

    Ich meine, wenn der schon öfter gepfiffen hat, muss den Staffelleitern doch mal die Unmenge an gelben Karten in den Spielformularen aufgefallen sein, denn ich glaube nicht, dass er nur in dem Spiel spontan vergessen hat, wie viele Karten es geben darf und bei durchschnittlichen Spielen würde ich mal behaupten, dass man locker auf zehn gelbe Karten kommen würde, zumal er damit ja auch nicht zu geizen scheint...

    Oder stelle ich mir die Arbeit der Staffelleiter falsch vor und die achten nur auf Ergebnis und ob DQ/Ausschlüsse und Einsprüche eingetragen sind? Aber selbst dann würde sich sowas doch auch mal rumsprechen.