...und Magdeburg ist noch nicht raus aus dem Schlamassel. In Göppingen wird der Hallenausbau teurer...
Die Schieflage in Stralsund ist ja nichts unbekanntes. Die roten Retter-Shirts sind in der Halle präsent. Aber die gute Aktion der Brauerei brachte nicht die erhoffte Lösung der Altschulden und in Bezug auf die Kontrolle des früheren Managers Haack gibt es wohl keine oder nur wenige Positivnachrichten. Dombdera kann man wohl die wenigsten Vorwürfe machen und die Reißleine im Umfeld hatte ja der Geschäftsführer Fritz schon früh bis zum Boden durchgerissen. Im Fall Berka führte eine Fansymbolisierung nicht zur eigentlich schon entschiedenden Trennung. Schneiders Worte in der Aufstiegspressekonferenz in Magdeburg waren deutlichste Anzeichen für den Abschied. Zuvor erklärte Kreisläufer Göde seinen Wechsel u.a. mit Unterschieden im Management.
Aktuell sind in Stralsund nur noch die Trainingsbedingungen erstklassig. Alles andere hat gute Potentiale, ob es für Liga 1 noch einmal ausgebaut werden kann, bleibt abzuwarten. Wenn die Halle nicht kommt, kann die Stadt sich die Bürgschaft sparen. Dann geht der kleinere Millionenbetrag halt nicht in Bundesligahandball spielende Unterhaltung, sondern als Vertragsstrafe an "glückliche" Bauwerksplaner aus Nürnberg.
In Stralsund spielt man dann wohl eher in der Regionalliga (Nord)Ost. Aber auch dort kann es spannenden Sport geben.
Schade, dass dann im Miteinander von Leistungssport und Leistungskultur (Theater) einer der "Partner" ohne dauerhaft ausbaufähiges Potential ausgeht.
Wir haben/hatten eine echt gute Mannschaft (viele aktuelle Nationalspieler), aber die Euphorie vergangener Jahre wich durch die wenigen Positivnachrichten langsam einer Ernüchterung. Oft wurden eher die bequemen als die radikalen Schritte angegangen.
Die ewige Hallenfrage lähmt die Entwicklung schon über Jahre, verhinderte im Vorjahr den eigentlich schon gewollten Aufstieg, oder glaubt einer an den plötzlichen Leistungsabfall in Halbzeit 2 der Relegation Teil 1 in Dormagen?
Wer noch langfristiger zurücksieht, kann die überraschende Trennung von Norbert Henke schon als Ende einer länger andauernden Positiventwicklung ansehen. Damals zogen noch alle an einem Strang, jetzt ist der Strang seilweise vergeben und die Finger, die feste ziehen sollten, zeigen lieber auf Schuldige...
Mich würde eine transparentere Politik auch freuen. Vielleicht sollten die Vereinsangaben zu Altschulden und die konkreten Auflagen klar veröffentlicht werden und jeder Spieler bei den üblicherweise als zu akzeptieren geltenden Gehaltsrückständen sofort einen Insolvenzantrag stellen.