Beiträge von JA!

    Ich beobachte in der Halle auch gern Dinge, die gar nicht so im Fokus stehen; Gesten, Körpersprache usw. Die nonverbale Kommunikation gibt mE oftmals sehr viel preis, auch wenn da natürlich immer viel subjektive Interpretation mitschwingt. Mika Damgaard ging bei den Auszeiten immer als erster weg, nämlich schon als Benno seine Ansage beendet hat und die Mannschaft noch ihren Schlachtruf ausführte. Das wirkte fast so, als wenn er dachte "nicht labern, sondern machen!" Gepaart mit Mikas Aussage (und Celjes vor einiger Zeit als "Traumversion" gepostete Stimmungsaufnahme) birgt das für mich eine gewaltige Brisanz. Auch wenn man es Mika nicht im Spiel ansieht, scheint er doch sehr ehrgeizig zu sein und einen gewissen Anspruch an sich und die Mannschaft zu haben. Ich erinnere mich da auch gern an das Hannover-Spiel letztes Jahr, als Mika lange nach Abpfiff noch auf der Platte blieb (als Einziger!) und sogar das Gespräch mit einigen enttäuschten Fans suchte und sich persönlich für den desaströsen Auftritt der Mannschaft entschuldigt hat. Sollte Mika also tatsächlich unzufrieden sein und daraus seine Konsequenzen ziehen, hätte das fatale Folgen - und wie mir scheint, auch nicht nur sportlich. Ich weiß nicht, was und warum es in der Mannschaft schon wieder nicht stimmen sollte. Diese Situation hatten wir ja vor Bennos Amtszeit schon und Benno schien das Problem (auch durch personelle Veränderungen) behoben zu haben.
    Auch wenn man Roberts Aussagen sicher nicht immer ganz ernst nehmen kann, die Diskrepanz zwischen seiner "Spielanalyse" und Mikas Sichtweise stimmt sehr nachdenklich. Allein Roberts Aussage zur guten Abwehrleistung angesichts 32 Gegentoren zu Hause zeigt eine erhebliche Wahrnehmungstrübung (und die Löwen haben uns ja nicht mal mit ihrem gefürchteten Tempospiel überrollt, dazu hat Jannick auch noch einige freie Dinger weggenommen). Auch Marko wiegelt ja öffentlich gern mal ab ("Unsere Zeit kommt noch...") Ich würde schon gern mal erfahren, wie dieses Spiel in der Mannschaft intern ausgewertet wird - ohne Trainerteam, sondern wirklich durch die Beteiligten...Jannick wirkte auch ziemlich entnervt bei seiner Auswechslung.

    O`Sullivan 0/5. Das ist für mich die größte Enttäuschung heute. Von RR erwarte ich nicht mehr und Michi mit seinen üblichen 50 %. Aber auch der hochgelobte Schmid hat nicht besser getroffen, aber sicherlich cleverer das Spiel gemacht. Bei uns muss schon alles passen, um gegen so einen Ggner was zu holen. Unsere Fehlerquoten sind generell viel zu hoch, in allen Bereichen. Wurfquote, technische Fehler, Wurfauswahl, Spielanlage, alles stark ausbaufähig.


    Bei 0 aus 5 hast du aber die beiden direkten Anwürfe auf das leere Tor unterschlagen :wall: beim zweiten Mal haben dann auch die Herren in Schwarz ihre Regelunkenntnis zur Schau getragen, 2 min wegen absichtlichen Fußspiels, aber kein 7m ob der regelwidrigen Verhinderung einer klaren Torchance - in diesem Fall sogar eines klaren Tores). Nach Marko haben wir jetzt wohl auch Sully offensiv soweit limitiert, dass er nicht zu viel SChwung ins Angriffsspiel bringt (wenn ich da an letztes Jahr Weihnachten denke... ;(;(;( Ansonsten bleibt alles wie gehabt, klappt beim Gegner das Rückzugsverhalten, wird es dünne, wir kreuzen ein bisschen bis Mika wirft oder manchmal auch Mads/Zele - Plan B? Fehlanzeige! Irgendwas verändern, Spieler auswechseln? Nicht bei Benno, Molina nur Statist, Kalarash nur in den letzten 5 min, von de la Pena brauchen wir gar nicht reden. Immerhin Weber gewechselt. LA ist eigentlich egal, wer da hoch und runter läuft, ein(?) Torwurf aus dem gebundenen Spiel dazu ein Kontertor von Musche aufs leere Tor und ein glücklicher Abpraller für Lukas. Bester Spielstand 0:0 und 1:1 - damit ist eigentlich alles gesagt. Die Löwen abgezockt und mit einer kleinen aber feinen Veränderung nach dem 6:7 Anschluss, der 7.Feldspieler - mit dem wir gar nicht klarkamen.

    Warum, weil deine Meinung die einzig wahre ist, so wie du es wiederholt beim Handball durchklingen lässt? Was sollte sich denn ändern, wenn es auch vorher Woche für Woche heiße Diskussionen nach Ansicht der Videos gab? Das ändert sich doch nicht, mir hat auch jemand weiß machen wollen, dass die Rote Karte gegen Orban falsch war und hat dann so wie du bezüglich Videobeweis gewettert :wall: was soll man da noch argumentieren ? Eine einheitliche Regelung, wann der Schieri das Video anschauen muss, wäre natürlich hilfreich, z.B. bei jedem Elfmeter und bei jedem Tor, ursächlich ist das wohl nicht gewollt, genau so wie einheitliche Regelung zur Nachspielzeit.

    Was hat er denn getan, was man sich nicht erlauben darf?


    Das würde mich aber auch mal interessieren.
    obotrit
    Ich verstehe deinen Einwand nicht. Ja, es ging um LA und darum, dass es fast egal ist, wer da als Nr. 2 zum Testspiel aufläuft. Aber für das Publikum ist es halt cooler, wenn auch ein Einheimischer dabei ist. Und daher muss der Bundestrainer in MD auch mit der Frage rechnen. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

    Apropos Volksstimme, Juschus jammert rum, daß der Bundestrainer keinen Spieler des SCM für den Lehrgang nominiert hat.
    Ich finde, die Nichtnominierungen gehen voll in Ordnung.


    Ich fand es auch schade, dass kein Magdeburger vor heimischen Publikum nominiert wurde. Es wäre ja qualitativ kein Unterschied zu seinem Leipziger Buddy gewesen, wenn er Musche oder Mertens als Gensheimer Backup getestet hätte. Sollte Prokop tatsächlich so dünnhäutig auf diese Frage reagiert haben, spricht das nicht gerade für Souveränität.

    Ich wollte Tatort gucken und habe nach 15min gemerkt, dass ich mich verwählt hatte...eigentlich schon früher, aber bis halb 9 habe ich ihm noch Chance gegeben, dann habe ich umgeschaltet. :pillepalle::wall::pillepalle:

    ALF,
    als bekennender Statistikfan hast du selbst völlig zu Recht schon oft darauf hingewiesen, dass statistische Erhebungen in Mannschaftssportarten nicht unreflektiert, sondern mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten sind. Das muss ja auch gelten, wenn das Ergebnis die eigene Meinung bestätigt. Ich habe da so meine Zweifel, dass diese Erhebung tatsächlich das gemessen hat, was sie vorgibt zu messen. Wenn Mannschaft A zehn Schiedsrichterentscheidungen zu ihren Gunsten hat und Mannschaft B nur 5, hört sich das erstmal plausibel an. Wenn aber für Mannschaft A 100 Szenen ausgewertet wurden und für B nur 50 zur Verfügung standen, beweist das eben nicht eine signifikante Bevorteilung eines Teams, sondern lediglich, dass die Schiedsrichter bei 10% ihrer Entscheidungen falsch liegen. Der statistische Unsicherheitsfaktor Mensch ist da noch gar nicht einbezogen. Ich kann einfach bei solchen Untersuchungen nicht ernsthaft den Maßstab der Gütekriterien anlegen. Es gibt keine zwei identischen Fouls, dafür ist der Kontext viel zu komplex. Wäre es anders, gäbe es sicher schon Rechenprogramme, die einen menschlichen Schiedsrichter entbehrlich machten.
    Wer entscheidet denn eigentlich, was eine diskussionswürdige Szene und damit untersuchungsrelevant ist? Selbst ein Nicht-Pfiff kann eine spielentscheidende Schierientscheidung sein. Bei Bayernspielen werden selbst klarste Entscheidungen angezweifelt, wenn sie für Bayern entschieden werden. Selbst im Ticker ist dann von einer vertretbaren Entscheidung die Rede, so dass allen, die es hören und lesen möchten, gleich der Zweifel mitgeliefert wird. Wenn ich dann erst an die nahezu endlosen Diskussionen hier im Forum zu einzelnen Pfiffen oder ganzen Spielleitungen denke...beim Fußball ist es noch krasser. Dort debattieren sogenannte Expertenrunden stundenlang im Wochentakt und kommen nicht auf einen allgemeingültigen Nenner.
    Wenn wir mal zu diesem Spiel hier und seiner meistdiskutierten Szene zurückkommen. Selbst mehrere Kameraeinstellungen konnten es nicht 100%ig klären, ob der entscheidende Körperkontakt vor dem Strafraum stattfand oder Forsberg schon Kreidestaub unter der Sohle hatte. Eine rationale Entscheidung war hier gar nicht möglich, es läuft also auf eine emotionale Entscheidung hinaus (im Prinzip fällt die je nach Sympathie aus) - wie soll ich so etwas statistisch erfassen?
    Selbst eine krasse Fehlentscheidung hat letztlich nicht den gleichen Einfluss auf das Ergebnis. Auch da kann man ruhig bei diesem Spiel bleiben, um das es hier eigentlich ging. Der Elfer für Leipzig war selbst für halbwegs objektive Bayerngegner eine Fehlentscheidung. In anderen Spielen hätte das gereicht zum Sieg, hier eben nicht. Wie wird das dann statistisch einfließen? Gelbe Karten sind beim Fußball ja auch so eine Sache, da gibt es nicht selten "Sammelkarten", weil es dem Schieri beim 5.Mal eben reicht, obwohl jedes Foul für sich nicht zwingend gelb war. Wenn dann ein Gegenspieler kurz danach foult, ist das Geschrei groß, dass scheinbar mit zweierlei Maß gemessen wird, dabei war es bei jenem eben erst das erste oder zweite Foul und so könnte man unzählige Unwägbarkeiten einer solchen Erhebung enttarnen. Für mich bleibt das daher pseudowissenschaftliche Arbeit.

    Ich behaupte gar nicht, dass Bayern nicht auch schon von Schierientscheidungen profitiert hat, oftmals aber auch nicht und für eine glaubhafte statistische Erhebung fehlt mir einfach ein rationales Messinstrument.

    Ich versuche es noch einmal @ Rheinland SR
    Das ist genau der Punkt, den ich meine. Du suchst einzelne Szenen (die du subjektiv anders bewertest) und leitest daraus eine Allgemeingültigkeit für deinen Standpunkt ab. Warum diskutierst du bspw nicht über die klarste Fehlentscheidung vom Mittwoch (Elfmeter für Leipzig), die mit etwas Glück für Leipzig den Sieg hätte bedeuten können und sie zumindest bis zum Elfmeterschießen im Rennen gehalten hat ?( Es passt eben nicht zu deiner Wahrnehmung. Zum Thema Ribery,

    @ Küstentanne
    da bin ich auch der Meinung, dass er schon öfter für seine Unbeherrschtheiten hätte rausfliegen müssen - sicher nicht so oft, wie es die Öffentlichkeit fordert, wohl aber deutlich öfter, als es passiert ist. Gerade bei Ribery kann man aber auch - wenn man es den wollte - sehen, wie komplex eine empirische Untersuchung einer systematischen Bevorteilung ist. Genau genommen hätten nämlich auch so manche seiner Gegenspieler bei richtiger Regelauslegung zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr auf dem Feld stehen dürfen oder zumindest sehr viel vorsichtiger agieren müssen. Da wird oftmals sehr bewusst getreten und provoziert, weil man ihn gut genug kennt. Nochmal: das ist keine Rechtfertigung für Riberys Aussetzer und schon gar keine Entschuldigung für eine fehlende Bestrafung. Es verdeutlicht aber, dass man nicht einfach mal ein paar ausgewählte Entscheidungen pro Bayern unreflektiert summieren kann, um daraus eine Systematik abzuleiten.

    Die Diskussion hier und die mediale Aufbereitung zeigen einmal mehr, wie der Mythos vom scheinbaren Bayernbonus unendlich genährt wird. Bei jedem Bayernspiel wird jede auch nur halbwegs strittige Szene regelrecht seziert, jede Fehlentscheidung zu Gunsten Bayerns ohnehin in jeder möglichen Form aufgebauscht, damit dann gebetsmühlenartig das immer gleiche Lied angestimmt werden kann. Fallen die Pfiffe der strittigen Zweikämpfe oder gar offensichtliche Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Bayern aus, wird es am liebsten gar nicht erwähnt oder wenn es zu eklatant ist, reflexartig relativiert und bagatellisiert Da erwartet ein Großteil der Zuschauer geradezu die Todsünde der Spielleitung, nämlich Konzessionsentscheidungen. (Besonders schön zu lesen beim Elfmeter für Leipzig oder dem CL-Rückspiel in Madrid in der letzten Saison)
    Bayern polarisiert einfach so stark, dass eine sachliche Auseinandersetzung gar nicht möglich ist. Bayernfans sehen es naturgemäß eher durch die Fanbrille, aber im Gegensatz zu anderen Mannschaften sehen es nicht nur die Fans des unmittelbaren Gegners, sondern alle Nicht-Bayernfans ebenfalls durch die Antifanbrille. Damit wird medial suggeriert, dass es bei Bayernspielen Strategie und besonders häufig der Fall ist, dass sie bevorteilt werden und dass anderen Teams das nie widerfährt. (Ich habe bspw. nichts von einem Werder-Bonus gehört, obwohl Hoffenheim doch wohl sehr übel mitgespielt wurde)
    Am besten sind dann die sogenannten wissenschaftlichen Untersuchungen, die einen Bayernbonus empirisch belegen wollen. Die mögen in ihrer quantitativen Erhebung eventuell objektiv sein, valide sind sie mit Sicherheit nicht. Es ist ein Fakt, dass Bayern in den letzten gut 40 Jahren meistens ein Bundesligaspitzenteam am Start und eher eine spielbestimmende Ausrichtung hatte (wenn auch nicht immer so krass wie unter Guardiola). Zudem gehen gerade spielerisch schlechte Mannschaften mit der Einstellung ins Spiel, dass sie nur eine Chance haben, wenn sie besonders körperbetont und kämpferisch zu Werke gehen. Damit ist auch klar, dass es wesentlich mehr Zweikämpfe vor allem im und am Strafraum der Bayerngegner gibt. Wenn dort mehr Entscheidungen getroffen werden müssen, gibt es logischerweise auch mehr Fehlentscheidungen. Eine Relation wird aber weder zur Anzahl generell noch zu den Fehlentscheidungen zu Ungunsten untersucht. Man könnte ketzerisch sagen, dass eine solche Untersuchung womöglich noch die allgemeingültige These vom Bayernbonus widerlegen würde... Da das Bayernspiel idR darauf ausgelegt ist, den Ball selbst zu haben und möglichst weit weg vom eigenen Strafraum zu halten, sind die Abwehrspieler naturgemäß weniger in defensive Zweikämpfe verwickelt und somit logischerweise auch weniger anfällig für Karten. Und zu guter Letzt kann man 10 Schiedsrichtern einen Zweikampf zeigen und erhält dann 15 verschiedene Einschätzungen. Wie soll ich da seriös eine signifikante oder gar strategische Bevorteilung untersuchen.
    Mich amüsieren die meisten dieser Diskussionen nur noch... :P

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr Neid, Missgunst und daraus resultierender Hass jegliche Objektivität vernebeln. Wären die beiden Elferszenen auf der anderen Seite gewesen, dann würde man in den Medien und Foren genau über eine Szene diskutieren und den sogenannten Bayern - Bonus anprangern, dass nämlich "wie immer " die Bayern einen unberechtigten Elfmeter bekommen hätten :wall: mir muss mal jemand plausibel erklären, warum der Schieri erst auf den Punkt zeigt, wenn er doch vorsätzlich pro Bayern pfeift ?( es wäre ja ein leichtes für ihn gewesen, gleich auf Freistoß für das erste Halten zu zeigen, anstatt sich selbst in diese ja dann doppelt missliche Lage zu bringen.

    Am meisten nervt mich der pro Bayern Reporter.


    Wo gibt es denn den? Bei der ARD jedenfalls nicht. Keine Ahnung, warum das so sicher 11m gewesen sein soll, entscheident ist doch, wo das Foul ist und nicht, wo der Spieler letztlich fällt. Über Rot hätte sich Vidal aber definitiv nicht beschweren dürfen. Bezeichnend ist ja auch, dass über die klare Schwalbe zum Elfer kaum ein Wort verloren wird. Hätte Bayern den bekommen, wäre wieder die Stimmung am kochen

    Lustig sind die Begründungen, der Spieler sagt das, was man eigentlich vom Verein erwarten würde, dass nämlich sein Spiel zur Spielphilosophie der Mannschaft passt. Vom Verein kommt dagegen der ewig gleiche Wortlaut, vom CL-Teilnehmer und von der HBL umworben.