Beiträge von JA!

    Es fehlt auch an der realistischen Einschätzung der Gesamtsituation oder auch an Respekt vor den Gegnern. Die HF-Teams sind einfach besser und tiefer besetzt und deutlich turnierhärter.

    Das die Spanier sich heute noch mal so zerrissen haben, so zurückgekommen sind und sich so über Bronze freuen, nötigt mir högschden Respekt ab.

    Ich hätte es Schweden sehr gegönnt, aber die Leistung der Spanier war Spitze. Da macht Gonzalo Timberlake mal eins seiner wenigen schwächeren Spiele, dafür hält Corrales wie ein Wilder. Auch Alex D. heute auf den Punkt wieder da.

    Auch wenn ich das Spiel heute nicht gesehen habe, konnte ich die ganze Zeit nicht verstehen, dass Spanien oftmals so unterschätzt wird. Die sind nach wie vor in der Lage, internationale Titel zu gewinnen, vor allem auch wegen ihrer Mentalität mit einer unglaublichen Nehmerqualität. Es ist immer wieder beeindruckend, wie sie vermeintlich bessere Mannschaften auf ihr Niveau holen und ihnen ihr Spiel aufzwingen.

    Vielleicht, weil Weber zu Übereaktionen neigt?

    Und jetzt nicht gleich wieder steil gehen.

    Ich denke manchmal, dass sein Ehrgeiz / seine eigenen Erwartungen so überbordend sind, dass er es nicht schafft seine Energie/ sein Können in die richtigen Bahnen zu lenken.

    Sein Gesicht spricht manchmal Bände… nach der Niederlage gegen Frankreich sah es aus, als ob er gleich wie ein kleines Kind losheulen würde.

    Er kämpft mit seinen Emotionen und die stehen ihm vielleicht im Wege.

    Dieser Sichtweise zu Webers Emotionen kann ich auch definitiv folgen und ich bin mit seiner Performance in dieser Saison alles andere als zufrieden, es erklärt nur immer noch nicht, warum seine (in Teilen sogar erwartete) Nichtleistung so viel mehr dramatisiert wird, selbst dann, wenn sie inhaltlich schwer haltbar ist - ich nehme nochmal das Norwegen-Spiel, 2. Halbzeit, weil das bei mir so ein Knackpunkt war, dass mich die Thematisierung Webers extrem genervt hat. Alfred hat ihn für einige Minuten noch einmal gebracht, was angesichts der 2 Slapstickeinlagen im ersten Durchgang sicher mutig war. Weber hatte dann diese eine Szene, als er statt zwischen 1 und 2 selbst durchzugehen, zu Dahmke rausspielt (der dann verwirft). Ansonsten hatte er davor vier nennenswerte Aktionen, allesamt positiv für Deutschland. Dennoch ging es hier nur um die schwache Leistung von Weber.

    Das ist der Grund, warum ich hier versuche, die sicherlich berechtigte Kritik etwas zu relativieren und zu reduzieren und nun wahrscheinlich als großer Weber-Fan gesehen werde.

    Ernst und Groetzki auch. Beide erfahren genug, aber mit dem Ergebnis kann man nicht zufrieden sein.

    Wenn man einerseits argumentiert, dass man mit Rückraumern aus Leipzig, Wupperlingen und Erlangen nicht viel erwarten kann, dann impliziert das natürlich, dass man mit einem vom Meister eher rechnen muss. Das ist zumindest die Denke des Mainstreams. Ich habe versucht es mit Fallhöhe etwas zu umschreiben. Wir sehen Weber oft genug und schätzen ihn vielleicht anders ein. Seit der Vertragsverlängerung ist bei ihm der Riemen runter. Wir wissen das, viele andere vielleicht nicht.

    Deiner Einschätzung im Thread " Neuausrichtung" kann ich komplett folgen.

    Sich jetzt für ihn in die Bresche zu werfen ist ehrenwert, aber wir sind mit gegnerischen Spielern oft auch nicht zimperlich.

    Das Thema Weber wird sich jetzt automatisch wieder auf Clubebene verschieben und da haben wir ja Gott sei Dank noch für mind. 5 Jahre Gesprächsstoff. :hi:

    :lol::thumbup:

    Das ist doch wie mit den eigenen Kindern, die darf ich auch auch viiiiieeeeel mehr kritisieren als jeder andere.

    Ansonsten hatte ich ja geschrieben, dass mich einfach genervt hat, dass Weber letztlich ja - zumindest gefühlt - zu dem Spieler hochsterilisiert wurde, von dem allein der Erfolg der Mannschaft abhing und selbst dann noch ständig im Fokus stand, als er von Alfred so gut wie gar nicht mehr auf die Platte geschickt wurde.

    Groetzki würde ich differenzieren zwischen Vorrunde und Hauptrunde bis zum Norwegen-Spiel sowie ab Norwegen I. Das waren ja eigentlich zwei unterschiedliche Spieler.

    Ernst hatte, zumindest von dem, was ich gesehen hatte, in der Liga wenigstens Leistungen gezeigt, die eine Nominierung nachvollziehbar gemacht haben-da hätte der sogar mehr Feuer als Weber abbekommen müssen ;)

    Darf man von Weber aber nicht schon ein bisschen mehr erwarten als von M'Bengue? Also von wegen SCM vs. BHC und so..

    Na wenn das die neue Bewertungsrichtlinie sein soll, von welchem Club man zur Nati kommt...nö, kann ich so nicht für mich finden. Qualität und Erfahrung sind sicher ein Bewertungsparameter und da mag man von Weber vielleicht etwas mehr erwarten. Gemessen an ihrer Leistung im Verein haben beide gleichermaßen geliefert oder besser nicht geliefert. Ansonsten erwarte ich Teamgeist, Loyalität und Einsatzwille und da habe ich bei beiden nicht mitbekommen, dass sie sich etwas haben zu Schulden kommen lassen. Drux würde ich da übrigens auch noch mit einreihen.

    Insofern sehe ich nicht, warum die eine Nichtleistung ellenlang und stereotyp thematisiert wird und die andere/die beiden anderen als normal angesehen werden kann.

    Um diese Frage zu beantworten: er hätte auf Halblinks Stutzke direkt mitnehmen sollen.

    Dazu den jungen Uscins als "Jugend Forscht".

    Beide wären M'Bengue und Weber, jetzt rückblickend auf deren gesamte Turnierleistung, wohl nicht entscheidend hinten angestanden, ganz im Gegenteil.

    Über Drux könnte man turnierrückblickend auch spekulieren. Insgesamt wenig Auftritte gehabt und auch wichtige Szenen beigesteuert, früh ausser Gefecht gewesen. Als Säule mit Erfahrung sicher schwierig ihn zu Hause zu lassen, aber auch hier muss man in Zukunft überlegen, ob das reicht.

    Das sind die entscheidenden Punkte - hinterher ist es leichter. Hätte es Alfred so gemacht und die unerfahrenen Spieler hätten dem nicht standgehalten, würden die gleichen Leute sagen, hätte er mal die international erfahrenen Spieler mitgenommen. Hätten M'Bengue und/oder Weber ihre Ligaleistungen vergessen machen können und wenigstens Normalform gezeigt, hätte die Sache anders ausgesehen, aber hätte , hätte, Fahrradkette. Alfred hat sicher drauf gehofft und es hat nicht funktioniert, muss er sich ankreiden lassen, wird auch sich selbst hinterfragen. Letztlich ist's ein mehr als ordentlicher 5.Platz geworden und mit einem Aus gegen Frankreich muss man realistischer Weise in fast jeder Konstellation rechnen.

    Was habt ihr denn hier alle mit Weber-Bashing?

    Er wurde gemäß seiner Leistungen bewertet und viele fragten sich, wieso er so ohne Selbstvertrauen auftritt.

    Es wurde sich doch eher Sorgen um ihn gemacht als dass im Hass entgegen schlug und noch extra einen mitgegeben wurde ihm auch nicht.

    Ich bin der Meinung, dass Weber hier in einer Quantität diskutiert wurde, die weder seiner Einsatzzeit und noch weniger seinem Einfluss auf das Spiel entsprach. Selbst als er nur wenige Minuten auf der Platte war (2.HZ Norwegen?) und in der Zeit zwei Tore o. Fehlwurf/ein 7m+Zeitstrafe und ein Stürmerfoul gezogen hatte, wurde nur über seine eine Wurfverweigerung geschrieben - mehr Aktionen hatte er da gar nicht mehr.

    Letztlich hat er das bestätigt, was man auf Grund seiner Form in der Bundesliga befürchten musste. Nicht mehr, aber auch nicht weniger - ähnlich übrigens M'Bengue, der hier auch nicht ewig thematisiert wurde.

    Das "Sorgen machen" werte ich jetzt mal als :irony:

    Na toll! Ich habe nur noch die letzten Sekunden gesehen, da in meiner Tageszeitung, der "Magdeburger Volksstimme" (bekannt für Fehlinformationen), gestern ein Spielbeginn von 15.30 Uhr angegeben wurde.

    13.00 Uhr ist aber auch eine blöde Zeit. Da finden doch sonst nur bei OS Platzierungsspiele um die Plätze 20-24 statt. :/

    Ging mir auch so. Zum Glück habe ich meine Nachbarin um viertel 2 getroffen und sie hat mich verwundert gefragt, warum ich kein Handball gucke :lol:

    Ich verstehe die Frage in diesem Zusammenhang zwar nicht, weil ich die Abhängigkeit im Angriffsspiel von Knorr nie bestritten habe. Es ist aber offensichtlich wie dominant und wichtig er für unser Spiel schon ist.

    Ich kann Fragen dieser Art generell wenig abgewinnen. Das sind reine "Schatten"diskussionen, die gar nicht oder zumindest wenig relevant sind. Warum sollen wir uns jetzt den Kopf zermartern, wie es ohne Knorr (oder ohne Wolff in dieser Form) ausgesehen hätte. Sie waren da und haben Topleistung gebracht - fertig! Genauso wenig bringen die immer wiederkehrenden Fragen, wie viel besser oder schlechter die Mannschaft mit Spieler x y z gewesen wäre, wenn diese, aus welchen Gründen auch immer, nun einmal nicht dabei waren.

    Ich erinnere gern an Dagur S. vor der EM 2016: Ich möchte nicht über Spieler reden, die nicht dabei sind, sondern über die, die spielen. (aus dem Gedächtnis zitiert) Das Ergebnis hat gezeigt, dass es nicht nur eine Floskel war, sondern er das ernst gemeint hatte.

    Gestern war es eher Häfner als Weber, der in den ersten Minuten 3 Assists macht. Man kann Häfner zugute halten, dass er wenigstens geworfen hat. Sein Wurf aus dem Stemmschritt war die Krönung.

    Weber wurde hier in der HE aber nunmal als Sündenbock auserkoren, selbst wenn er nur 5 Minuten auf der Platte stand und dabei fehlerfrei blieb, siehe 2.HZ gegen Norwegen.

    Dass er analog zur Bundesliga enttäuschend performt hat, bleibt aber unbestritten.

    wir haben eine Halbzeit von unserem TW gelebt und jetzt tun das die Franzosen...was ist daran dilettantisch? Könnte besser sein, ja - aber auch schlechter. Wir sind immer noch dran.

    Wobei es in HZ 1 nur zum unentschieden reicht, während die Franzosen ungefährdet davon ziehen, es ist schon etwas mehr als die Torwartleistung.

    Interessant ist, dass man bei Weber u.a. moniert, dass er nur Angriff spielt und man einen Wechsel braucht. Jetzt wird für Peke krampfhaft eine erklärbare Verwendung gesucht, weil die Position eigentlich top besetzt ist, und zieht nun den Angriff-Abwehr-Wechsel für Köster vor. Mmmmhhh. Wenn Golla, Köster und Kohlbacher gesund sind und ihre derzeitige Form haben, wird es für Peke einfach schwer werden. Ein großes Manko der letzten Jahre waren eben auch die ständigen Wechsel.