Der HSV wird das Spiel mit großer Sicherheit in der Alsterdorfer Sporthalle austragen. Und zwar, weil die Einnahmen geteilt, die Hallenmiete dabei aber nur bis zu 10% der Gesamteinnahmen angerechnet wird. Ein Spiel in der Colorline Arena wäre für den HSV also ein Zuschussgeschäft.
Beiträge von wintermute
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Hier mal zwei neue Personalentwicklungen beim HSV:
ZitatAlles anzeigenEin neuer Profi greift voll an
Mannhard Bech ab sofort Marketingleiter / Boss Rudolph »Er tut uns gut«
DIRK HOFFMANNEr hat früher in HSV-Bettwäsche geschlafen und hatte Poster von Lars Bastrup an der Wand. Mannhard Bech ist großer HSV-Fan - und nicht nur der Fußballer, sondern auch der Handballer. Seit 1. November ist er der neue Vertriebs- und Marketingleiter des kriselnden Bundesligisten.
"Ich mache das einfach aus Bock, nicht weil ich wirtschaftlich abhängig davon bin", sagt der 37-Jährige. Seit 1996 ist er selbstständig und führt in Kiel drei überaus erfolgreiche Unternehmen (Süßwarengroßhandel, Medieneinzelhandel, Sportagentur). Zuvor war er vier Jahre Handball-Profi. Mit 24 Jahren schaffte er es in die Bundesliga, spielte drei Jahre beim THW Kiel und eine Saison bei der SG Flensburg-Handewitt (Position: Linksaußen).
Der viermalige Nationalspieler lebt mit seiner Familie in Owschlag. Mit seiner Frau Michaela hat er drei Kinder, Maxie, Mats und Mette sind sieben, fünf bzw. zwei Jahre alt. Wie ist er zum HSV gekommen? "Als im Juli in der Presse war, dass Dierk Schmäschke möglicherweise ins Präsidium aufrückt, habe ich mich einfach mal bei Präsident Andreas Rudolph als Geschäftsführer beworben." Der Posten ist es nicht geworden, aber als Vertriebs- und Marketingleiter kann er seine hohe Kompetenz ebenso voll einbringen. Was will er tun? "Wir müssen das Vertrauen der Zuschauer zurückgewinnen, Sponsoren auch pflegen, nachdem man sie akquiriert hat, sie mit einbeziehen in die Vereinsstrategie." Der HSV dürfe sich nicht zu billig verkaufen, das Produkt "ist top: ein gutes Team, die Raute, die Arena, ein charismatischer Trainer".
Rudolph lobt seinen neuen Mann: "Ein Experte, der uns sehr gut tut." Und der sogar die ersten drei Monate ohne jeglichen Vertrag für den HSV gearbeitet hat. Bech wiederholt: "Ich mache das aus Leidenschaft. Und wäre bereit, mich in Zukunft noch mehr einzubringen, um die Strukturen zu verbessern. Ich bin für alle Optionen offen."
(MOPO vom 08.11.2005 / SEITE 28)
ZitatGetrennte Wege: Pressesprecher Roland Jahnke (34) hört nun doch auf. Der dienstälteste Mitarbeiter der Geschäftsstelle, auch für den Veranstaltungsablauf zuständig, hatte zum 31. Oktober gekündigt, wollte aber freiberuflich für den Verein weiterarbeiten. Dieses Angebot zog Jahnke nun zurück. Die Nachfolge ist offen.
Und über Fitzek:
ZitatAlles anzeigenKompetenz im Rücken
Handball: Christian Fitzek und sein neues Leben als sportlicher Leiter des HSV
HAMBURG -
Eine Stunde nach Spielende am vergangenen Sonnabend streckt Christian Fitzek den Kopf in den Presseraum der Color-Line-Arena. "Ist ein Bier okay?" will er von Martin Schwalb wissen. "Nein, danke!" entgegnet der. Fitzek hatte eigentlich im Auftrag der Mannschaft gefragt, aber derlei Mißverständnisse dürfen schon vorkommen, das 26:20 gegen Pfullingen war schließlich für beide das erste Heimspiel in neuer Funktion: für Schwalb als Trainer der HSV-Handballer, für Fitzek als deren sportlicher Leiter.Drei Wochen zuvor hätte Fitzek die Getränkeversorgung in der Mannschaftskabine noch selbst geregelt. Damals trug er als HSV-Trainer die alleinige Verantwortung, und was das im Mißerfolgsfall bedeuten kann, bekam er am 15. Oktober zu spüren: Er wurde entlassen, nach nur fünf Monaten. "Was ich in diesen Tagen erleben mußte, das wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht", sagt Fitzek heute, und man könnte meinen, er spräche von einem früheren Leben.
Fünf Tage später kam Schwalb - und mit ihm die Idee, Fitzek dem Verein zu erhalten. "Mir ist es wichtig, jemand so Kompetentes wie Christian an meiner Seite zu haben", versichert der neue Coach. Fitzek sagt: "Meine Aufgabe ist, Martin den Rücken freizuhalten." Wie um es zu beweisen, ist sein Platz bei den Spielen jetzt hinter der HSV-Bank, dort wo gewöhnlich auch die verletzten Spieler sitzen. "Eigentlich ist es fast genauso wie vorher", sagt Fitzek, "nur daß ich nicht mehr eingreifen kann." Er will es auch nicht: "Ich glaube nicht, daß Martin Tips von mir braucht."
Es erstaunt, wie schnell der 44jährige das Trainerdasein hinter sich gelassen hat. Im nachhinein betrachtet, verlief Fitzeks Ämtertausch nahezu geräuschlos. Nicht einmal eines neuen Vertrags bedurfte es: Der alte wird lediglich modifiziert, die Laufzeit zunächst bis 2007 festgeschrieben; sie verlängert sich jedes Jahr automatisch, wenn keine Partei kündigt. In der Geschäftsstelle an der Schnackenburgallee bekommen er und Schwalb ein gemeinsames Büro.
Die Wunden, die bei der Entlassung aufgerissen wurden, sind scheinbar schon verheilt. Häufig mußte sich Fitzek danach vorwerfen lassen, zu nett gewesen zu sein im Umgang mit seinen Spielern. "Die das behaupten, waren nicht ein Mal beim Training", protestiert Fitzek. Vergangenheit! Will er in Zukunft anders auftreten? Bei der Frage hebt Fitzek beide Ellbogen. Er will sie einsetzen bei Bedarf, um sich den nötigen Freiraum zu schaffen.
Fitzeks vordringliche Aufgabe ist jetzt die Sichtung neuer Spieler, sie kam bisher beim HSV zu kurz. Gemeinsam will man nun ein Team formen, das sich in der Bundesliga-Spitze etabliert. "Bisher haben wir fertige Stars eingekauft", sagt Fitzek. "Unser Ziel muß sein, die künftigen Stars frühzeitig zu erkennen und an den Verein zu binden, so wie es uns der THW Kiel vormacht."
Mit dem zwei Jahre jüngeren Schwalb ist er seit einer Ewigkeit bekannt, gemeinsam haben beide in der Nationalmannschaft gespielt. "Alle Personalien werden als 2:0-Entscheidungen von Martin und mir ausfallen", versichert Fitzek. Von kleinen Mißverständnissen einmal abgesehen.
leo, rg
erschienen am 8. November 2005 -
Ein aus meiner Sicht sehr guter und treffender Artikel von Achim Leoni aus dem Abendblatt:
ZitatAlles anzeigenEin Schwalb macht noch keinen Sommer
Handball: Unter dem neuen Trainer offenbart der HSV Hamburg beim 26:20 über den VfL Pfullingen-Stuttgart alte Probleme
HAMBURG -
Es bedurfte schon der nachdrücklichen Aufforderung des Hallensprechers, um die fast 5000 Zuschauer in der Color-Line-Arena für die letzten 120 Sekunden auf die Beine zu bringen. Was der HSV Hamburg ihnen in den vorangegangenen 58 Spielminuten gegen den VfL Pfullingen-Stuttgart am Sonnabend dargeboten hatte, war nicht eben Handball, der von den Sitzen reißt - es sei denn, um vorzeitig das Weite zu suchen. Selbst HSV-Präsident Andreas Rudolph war es phasenweise des Schlechten zuviel: "Manchmal wirkt die Mannschaft so verkrampft, daß ich kaum hinschauen kann."Doch die Bundesliga ist zum Glück ein schnellebiges Geschäft, und so wird von dem mühsamen 26:20-(12:11)-Sieg wohl nur zweierlei überdauern. Erstens: die zwei Punkte für den HSV, der sich damit auf den achten Tabellenrang verbessert hat; zweitens: daß für Trainer Martin Schwalb nach zwei Auswärtssiegen auch die Heimpremiere unterm Strich geglückt ist. Nicht alle sahen es später so pragmatisch wie Linkshänder Roman Pungartnik: "Wenn wir immer so spielen und am Ende gewinnen, soll es mir recht sein." Schwalbs Vorgänger Christian Fitzek, dessen Platz als sportlicher Leiter jetzt drei Meter hinter der Mannschaftsbank ist, räumte immerhin ein: "Mit dem Ergebnis kann man zufrieden sein, mit der Leistung nicht."
Ein Schwalb allein macht eben noch keinen Handballsommer in Hamburg. Der Trainer ist neu, die Probleme sind die alten: eine erschreckende Vielzahl technischer Fehler, überhastete Abschlüsse, Anfälligkeit bei Gegenstößen. Viel hätte nicht gefehlt, und der tapfere Tabellenvorletzte aus Schwaben, für den bislang erst ein Erfolg (gegen das sieglose Schlußlicht Delitzsch) zu Buche steht, hätte die allgemeine Hamburger Verunsicherung in Punkte umgemünzt. Erst in der Schlußphase erarbeitete sich der HSV noch ein Ergebnis, das den Tabellenstand widerspiegelt, was die Zuschauer, unter ihnen Ex-Trainer Bob Hanning, mit höflichem Applaus quittierten.
"Wenn man mit der Einstellung herangeht, das Spiel früh zu entscheiden, geht es meist schief", erklärte Schwalb. Die Wurfauswahl seiner (freilich durch Verletzungen dezimierten) Mannschaft fand der Coach "unerfreulich", die Vorwärtsbewegung habe ihm "gar nicht gefallen. Da weiß die linke Seite nicht, was die rechte tut." Zufrieden stimmte ihn nur die Abwehrleistung.
Hier war Schwalbs Handschrift wohl schon zu erkennen - auch wenn er selbst den Begriff nicht mag. "Vor uns", mahnt der Trainer, "liegt noch ein langer, steiniger Weg." Der nächste Schritt erfolgt am 16. November beim Spiel in Nordhorn.
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Scheißspiel, 4962 Zuschauer. Mehr gibts nicht zu sagen.
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Jetzt muss ich doch noch den Artikel aus der Sport Bild posten. An einigen Stellen zwar schlecht recherchiert (Zuschauerzahlen, Gehälter wurden auch schon vor der Saison gekürzt) doch ganz interessant:
ZitatAlles anzeigenNeue Sorgen um den HSV
Nach Hamburgs Talfahrt fürchtet der Liga-Chef, daß HSV-Retter Rudolph die Lust am Klub verliert und der Bankrott droht. Die Rivalen ködern schon Spieler wie Pascal Hens. Der einzige HSV-Schutz: das überteuerte Gehalt
Von Sven Beckedahl
Neulich hat Wolfgang Gütschow wieder eine dieser Anfragen aus der Kategorie »Was wäre, wenn ...« erhalten. Das Management des Bundesliga-Aufsteigers SG Kronau/ Östringen wollte vom Spielerberater Gütschow wissen, ob Nationalspieler Pascal Hens (25) den HSV Hamburg verlassen und ins Rhein- Neckar-Gebiet wechseln wolle – falls der HSV pleite geht.
Gütschow kennt das schon. »Solche Anfragen kommen ständig«, sagt er. Wie die Geier kreisen die Konkurrenten über dem HSV. In der Hoffnung, daß es den schlagzeilenträchtigen Klub endgültig erwischt.
Andreas Rudolph (50), seit 1. Januar der Präsident in Hamburg, ist empört: »Kronau ist an Pascal und seinen Berater herangetreten. Ich finde es befremdlich, daß diese Anfrage nicht an uns als Verein gerichtet worden ist. Offenbar gibt es da in der Liga keine Solidarität.«
Sicherheitshalber gibt Gütschow schon mal Entwarnung und betont: »Andreas Rudolph ist einer der feinsten Leute im Handball-Business. Er ist absolut ehrlich und seriös. Für Pascal ist Hamburg optimal. Sportlich, persönlich und wirtschaftlich.«
In der Bundesliga ist man da anderer Meinung. Aktueller Anlaß ist die Beurlaubung von Trainer Christian Fitzek, nachdem der »Titelkandidat « (Bundestrainer Heiner Brand vor Saisonbeginn) auf Platz zwölf gerutscht war. Eine Woche später war Martin Schwalb neuer Trainer – und Fitzek darf nun als Sportdirektor weitermachen.
»Das zeugt nicht unbedingt von langfristigem Denken«, sagt Bernd- Uwe Hildebrandt, Vorsitzender der Handball-Bundesliga (HBL). »Sportlich andauernder Mißerfolg führt auch zu Mißmut – und Mißmut führt auch zum Kurzschluß. Dann ist das Thema dort beendet.«
Rudolph leidet unter den betrügerischen Machenschaften seines Vorgängers Winfried Klimek, der wegen Betrugs und Untreue zu fünf Jahren Haft verurteilt worden ist. Klimek hatte den Klub 2002 mit der Lizenz des VfL Bad Schwartau nach Hamburg gebracht, Mondgehälter ausgehandelt (siehe Kasten: Bertrand Gille 31 000 €, Pascal Hens 30 000 €, Guillaume Gille 28 000 €, Goran Stojanovic 18 000 €, Torsten Jansen 14 000: DIE TOPVERDIENER DES HSV. Die Statistik zeigt die Brutto-Monatsgehälter der HSV-Stars 2004/05. Inzwischen liegen sie etwas niedriger. HSV-Chef Rudolph: »Wir frieren einen Teil der Gehälter ein. Sie bekommen alle Chancen, Geld wiederzubekommen.« Präsident Andreas Rudolph hält den Klub zur Zeit fast im Alleingang am Leben. Die Liga ist misstrauisch) und den Retortenklub an den Rand des Ruins getrieben. Da mit Geld operiert wurde, das gar nicht vorhanden war, beklagte unter anderen Lemgos Manager Fynn Holpert »Wettbewerbsverzerrung«.
Im vergangenen Jahr kassierte der HSV wegen Verstoßes gegen die Lizenzbestimmungen acht Punkte Abzug. Die Lizenz für die laufende Saison erhielt der Klub nur, weil die insolvente Spielbetriebs GmbH durch eine neue ersetzt wurde.
Von 11000 auf 4600 hat sich die Zuschauerzahl mehr als halbiert. Zuletzt war es allein Rudolph zu verdanken, daß es den Klub noch gibt. Laut »Hamburger Abendblatt« wird er bis Saisonende mehr als 3 Mio. Euro in den HSV investiert haben.
Er versucht zu beruhigen: »Ich habe hier anfangs ein finanzielles Chaos vorgefunden. Nun sind wir auf dem Weg, ein ganz seriöser Klub der Bundesliga zu werden. Wir werden alle Verträge erfüllen. Der HSV ist nicht mein Spielzeug und nicht mein Hobby. Natürlich hatten wir uns die Saison anders vorgestellt. Aber der Verein muß sich möglichst schnell von mir unabhängig machen. So wie jetzt kann es nicht weitergehen. « Genau diese Mentalität wirft Hildebrandt dem HSV-Chef vor.
Hildebrandt zu SPORT BILD: »Dadurch, daß Andreas Rudolph Unsicherheit sät, indem er sagt, er hat irgendwann keine Lust mehr oder daß der Verein nach zwei Jahren selbständig ohne ihn auskommen müsse, ist die Sache für uns logischerweise immer sehr kritisch. Das ist mir zu sehr auf die Einzelperson Rudolph aufgebaut. Da muß dringend Ruhe rein. Die gewinnen ja weder Zuschauer noch Sponsoren, wenn man soviel Unruhe hat.«
Immerhin bekommen die Spieler ihr Geld, ohne den Klub zu belasten. Bei dem hohen Gehaltsniveau keine Selbstverständlichkeit. Zvonimir Serdarusic, Trainer des THW Kiel, bestätigt, daß man lange um Hens geworben habe. »Es gibt keinen Verein, der ihn nicht will – aber nicht für das Geld«, so Serdarusic, »15 000 Euro netto, das hat keine Sau.«
Bis auf den HSV. »Der Verein ist nun schuldenfrei – bis auf das, was der Verein mir schuldet«, sagt Rudolph, »aber mit diesem Geld kalkuliere ich nicht.«
Für Hildebrandt ist der ausgeglichene Kontostand des HSV kein Kunststück. »Klar, wenn ich Insolvenz
angemeldet habe, bin ich immer dicke da, wenn ich keine Altverbindlichkeiten habe. Das sind die deutschen Gesetze, die das zulassen. Die Omnisport ist, wie wir jetzt offiziell wissen, mit vier Millionen Euro abgeschmiert. Also viel mehr, als man uns immer glauben machen wollte. Das ist also richtig fetter Betrug gewesen.« Daß Rudolph mit Privatvermögen den HSV am Leben hält, betrachtet man mit Sorge.Auch Gütschow: »Es ist unwahrscheinlich, daß ein Mann einen Verein jahrelang privat finanziert.« Hildebrandt hat den HSV jedenfalls genau im Auge: »Wir beobachten die Lage in Hamburg nicht aus Mißtrauen, sondern weil die Erfahrungen zu böse waren. Rudolph hat immer gesagt, daß er Strukturen aufbauen will. Aber wenn ich höre, daß er mit privatem Geld dabei ist, scheint es ihm ja nicht gelungen zu sein, daß viele mitmachen.«
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Ah, ich verstehe:
Die neue Hierarchie in der Liga
oben: alle anderen
unten: HSV

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Hier scheint es welche zu geben.
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Beim HSV Hamburg hat aufgrund der personellen Situation (B. Gille und Knorr verletzt) wohl Branko Kokir am Kreis gespielt und sich gar nicht so schlecht angestellt. Laut Bild hat er diese Position auch schon in der Nationalmannnschaft besetzt.
Goran Stojanovic hat sich Ende der ersten Halbzeit verletzt. Über die Schwere der Verletzung weiß ich aber nichts.
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Thomas Knorr hat sich im Training einen Sehnenanriss am linke Fuß zugezogen. Ihm drohen eine Operation und 6-8 Wochen Pause.
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Zumindest für diese Saison hat der HSV die komplette Hallenmiete vorab bezahlt.
Das Thema war übrigens nicht alllein für den HSV geplant, sondern auch für die anderen Teams.
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Beim HSV macht man sich schon Gedanken über die kommende Saison:
ZitatAlles anzeigenVier Spieler müssen gehen
Zukunftsplanung läuft an / Jansen fällt weiter aus / Knorr verletzt
DIRK HOFFMANN/NILS WEBERIm feinen Harvestehude saßen sie zusammen. Erst ab 19.31 Uhr in der Wohnung des Präsidenten, dann ab 21.14 Uhr beim schicken Italiener Palazzo. Boss Andreas Rudolph, Trainer Martin Schwalb, Sportdirektor Christian Fitzek und Manager Dierk Schmäschke. Thema: Strategie und Zukunft des HSV Handball.
"Wir müssen jetzt Fleisch an die Rippen bekommen", sagt Rudolph, "das heißt, die jetzige Mannschaft auf Vordermann bringen und nach Ergänzungen für die neue Saison gucken." Nach einhelliger Meinung ist die jetzige Kader-Größe von 18 angemessen. Aber, so Rudolph: "Wir wollen für die neue Saison zwei fertige Spieler und zwei Talente holen." Was nichts anders bedeutet als: Vier Spieler müssen nach dieser Spielzeit gehen.
Die Verträge von Goran Stojanovic, Matze Karbowski, Jan Schult und Sebastian Opderbeck laufen aus. Aber, so der Boss: "Das bedeutet nicht, dass automatisch diese Spieler uns verlassen werden." Alle haben die Möglichkeit, sich ab sofort für die Zukunft zu empfehlen.
Einer, der natürlich langfristig in Hamburg behalten werden soll und ohnehin einen Vertrag bis 2007 hat, ist Toto Jansen. Seit knapp einem Monat fällt der Linksaußen schon mit einem Haarriss im Schienbeinknochen aus. Nach einer erneuten Computertomographie steht fest: Toto fehlt noch mindestens zwei weitere Wochen, verpasst zwei Pflichtspiele. "Es ist frustrierend. Ich kann einfach nur warten, kann nichts machen", so Jansen.
Thomas Knorr musste Dienstagabend das Training abbrechen, ihm droht nun auch eine Zwangspause. Der Oldie hat Probleme mit der rechten Fußsohle, eine Sehne scheint entzündet. Eine Computertomographie soll Aufschluss geben.
(MOPO vom 27.10.2005 / SEITE 31)
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Das erste Training unter Martin Schwalb und: Die Liebesbeziehung Hoffmann - Schmäschke geht weiter:
ZitatAlles anzeigen»Sitzen könnt ihr zu Hause!«
Schwalbs erstes Training mit Power
DIRK HOFFMANN, NILS WEBERDa war Feuer drin! Bei seinem ersten Training mit den HSV-Handballern machte Neu-Coach Martin Schwalb gleich deutlich, was auf die Profis künftig zukommt.
Man spürt in jeder Lage die Autorität des 193fachen Nationalspielers, ohne dass er wie ein Diktator auftritt. Um 10 Uhr holte er sein Team (ohne Hens, die Gille-Brüder und Lijewski, alle bei ihren Nationalteams) in der Sporthalle Ochsenzoll mit einem Pfiff zusammen, hielt eine kurze Ansprache. Auch mit dabei: Der am Tag zuvor als Sportdirektor wieder eingestellte Ex-Trainer Christian Fitzek, der ebenso ein paar Worte zur Mannschaft sprach.
Zum Warmmachen gabs dann eine Mischung aus Hand- und Fußballspiel, danach gings zur Sache. Kurze Sprints um Hütchen herum, vorwärts, rückwärts, seitwärts, mit anschließendem Torwurf. Und Strafsprints, wenns keinen Torerfolg gab. Als sich einige Spieler bei einer kurzen Trinkpause auf die Bank niederließen, wurde Schwalb laut: "Von Hinsetzen war nicht die Rede. Sitzen könnt ihr zu Hause. Soll ich noch ein Sofa holen?"
Ein anderes Mal schrie Schwalb: "Hey, Leute, wir ziehen das hier durch. Nicht stehen und dumm gucken." Um 11.28 Uhr war das erste Training beendet. "Das war eine knackige Einheit, die echt Spaß gemacht hat", sagte Thomas Knorr hinterher. Schwalb erklärte: "Gerade koordinative Sachen sind wichtig. Je schneller wir auf den Beinen sind und je mehr Kondition da ist, desto höher können wir die Konzentration halten." Eines war ihm aber schon noch wichtig: "Ein Schleifer bin ich nicht."
Christian Fitzek kämpft derweil um die Länge seines Vertrags: "Die gleiche Laufzeit wie bei Martin Schwalb wäre das Sinnvollste." Das hieße bis 2008. Rudolph dazu: "Das mit dem neuen Vertrag müssen wir ja jetzt nicht übers Knie brechen ..." Am Abend gabs ein erstes Meeting. Ab der kommenden Saison würde Fitzeks Arbeit dem Klub zusätzliches Geld kosten, weil es die Stelle bisher nicht gab. "Was wir jetzt vor allem brauchen, ist Geld", sagt Rudolph. Der entmachtete Dierk Schmäschke soll sich jetzt auf die Sponsorenakquise stürzen. Weil der hoffnungslos überforderte Manager aber wenig Erfolg auf diesem Gebiet hatte, bleibt zu befürchten, dass Rudolph selbst auch in der neuen Saison Millionen investieren muss.
(MOPO vom 26.10.2005 / SEITE 36-37)
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Wie die Mopo heute schreibt, kam der Vorschlag zu dieser Lösung von Fitzek selbst. Alle anderen waren sofort begeistert.
Und hier der Artikel:
ZitatAlles anzeigenFitzek wieder im Boot!
Der vor einer Woche geschasste Trainer ist jetzt neuer Sportlicher Leiter
NILS WEBER, DIRK HOFFMANNDie einzige Konstante beim HSV scheint zu sein, dass der Verein immer für eine Überraschung gut ist. Das bewiesen Hamburgs Handballer gestern eindrucksvoll. Nicht nur wurde Martin Schwalb auf einer Pressekonferenz offiziell als neuer Trainer vorgestellt, sondern im gleichen Atemzug verkündete Manager Dierk Schmäschke, dass Schwalbs vor einer Woche beurlaubte Vorgänger Christian Fitzek künftig den neu geschaffenen Posten des Sportlichen Leiters einnehmen wird - in enger Zusammenarbeit mit seinem alten Freund Schwalb.
Fitzek, der mit Schmäschke und Schwalb auf dem Podium Platz genommen hatte, schaute anfangs aus der Wäsche, als beschäftige man ihn als Ballwart weiter. Dabei war es sogar seine Idee gewesen, ihn als Sportchef wieder ins Boot zu holen.
Sowohl HSV-Präsident Andreas Rudolph als auch Schwalb waren sofort angetan. "Ich bin froh, dass die Kompetenz von Christian weiter im Verein ist. Wenn das funktioniert, dann ist das eine geniale Sache. Der Versuch kostet nichts, weil der Vertrag erstmal bis Saisonende läuft." Warum also Fitzeks saure Miene? "Das hat damit zu tun, dass ich anstrengende Tage hinter mir habe", so der Ex-Trainer und ergänzte im Hinblick auf seine Blitz-Beurlaubung: "Das, was letzten Montag passiert ist, wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht."
Fitzek, der Schwalb seit 20 Jahren kennt, ist in seiner neuen Funktion für die Organisation des Spielbetriebes, den Spielermarkt und als Schnittstelle zwischen allen Bereichen im Verein zuständig. "In erster Linie geht es darum, Schwalbe den Rücken frei zu halten, damit er sich voll aufs Sportliche konzentrieren kann."
Schwalb, der vorerst im NH-Hotel wohnen wird, sieht seinen neuen Job als "Riesenchance" und "Liebesheirat". Zärtlichkeiten haben die Spieler aber nicht zu erwarten. "Wir werden hart arbeiten. Die Jungs werden sich noch umschauen", so der 42-Jährige und kündigt eine harte Linie an: "Auf Namen werde ich keine Rücksicht nehmen. die sind mir total egal. Wenn einer nicht will, dann fliegt er raus." Baldige Wiederanstellung in anderer Funktion nicht ausgeschlossen ...
(MOPO vom 25.10.2005 / SEITE 28)
Und ein Kommentar von Dirk Hoffmann. Den letzten Satz konnte er sich wohl nicht verkneifen:
ZitatZwei Gewinner und ein großer Verlierer
DIRK HOFFMANNDas passt (leider) mal wieder zum HSV. Der Trainer wird vom Verein erst demontiert, dann gefeuert und schließlich wieder eingestellt. Ein wohl einmaliger Vorgang im Profi-Sport. Dass die Idee, als Sportdirektor für den Krisen-Klub weiter zu arbeiten, von Christian Fitzek selbst kommt, ist in doppelter Hinsicht bezeichnend. Es spricht für ihn, weiter an das Projekt HSV Handball zu denken und nicht im Schlaf sein Gehalt weiter kassieren zu wollen. Es spricht gegen den HSV, nicht früher erkannt zu haben, dass Fitzeks neues Aufgabengebiet professionell beackert werden muss. Bisher war Geschäftsführer Dierk Schmäschke für diese Dinge zuständig. Dessen erneute Degradierung, von Präsident Andreas Rudolph abgesegnet, spricht Bände. So gibt es am Ende zwei Gewinner: Christian Fitzek und den HSV. Der Verlierer heißt Dierk Schmäschke.
(MOPO vom 25.10.2005 / SEITE 28)
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Finde ich auch gar nicht so schlecht. Wenn man ihn eh bis Saisonende bezahlt, kann er auch was dafür machen.

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Bei HW.com stimmt die Tabelle nicht - das Spiel WHV - HSV wurde dort als Unentschieden eingetragen. HSV muss 9, WHV nur 4 Punkte haben.
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Zitat
Original von meteokoebes
Scheinbar hat das Abendblatt erst später seinen Redaktionsschluss

Ja, komischerweise erscheint die Morgenpost immer schon am Vorabend und das Abendblatt morgens!
ZitatOriginal von meteokoebes
Wer könnte das wohl sein? Eine Möglichkeit wäre z.B. Alois Mraz, wenn er wieder fit ist. Ich hoffe aber nicht, denn ich möchte ihn schon noch ein paar mal im HSV-Trikot sehen. Seine erster Einsatz war ja durchaus vielversprechend.
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Zitat
Original von Ronaldo
Du hast die Mannschaften aus dem Westen Stuttgarts "übersehen": Kornwestheim und Oßweil.
.Ist das nicht eher der Norden?
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Die Bild Hamburg schreibt heute, dass die Ablöseforderung für Schwalb bei 70.000 Euro liegt. Als weitere Kandidaten werden Hasanefendic und Kljaic genannt. Mit beiden wurde wohl schon Kontakt aufgenommen.
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Zitat
Original von Felix0711
Schlechter Tausch...Komisch, soweit ich mich erinnern kann hätte FrischAuf Kokir auch gerne gehabt.

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Mich freuts für Tobias Mahncke, dass er nun auch mal in der Bundesliga ran durfte und auch gleich einen guten Einstand hatte. Wieder mal ein Talent aus Hamburg, das gute Ansätze zeigt.