INTERVIEW PER SANDSTRÖM, NEUER HSV-KEEPER
»Reeperbahn? Nur bei Tag!«
In der MOPO spricht er erstmals über seinen Wechsel
NILS WEBER
Er ist der Mann der Zukunft zwischen den Pfosten des HSV: Per Sandström (25). Im Sommer wechselt der schwedische Nationalkeeper von Sävehof nach Hamburg (Vertrag bis 2008).
MOPO: Warum haben Sie sich für den HSV entschieden?
Sandström: Der HSV ist ein guter Verein und Hamburg eine schöne Stadt. Ich wollte unbedingt in die Bundesliga. Sie ist stärker als die schwedische Liga. Das erhöht meine Chancen im Nationalteam.
MOPO: Ihre Teamkollegen in Sävehof, die Ex-Hamburger Peter Möller und Jonas Ernelind, haben Ihnen zum Wechsel geraten. Was haben die erzählt?
Sandström: Dass der HSV eine gute Adresse mit einer super Arena und Hamburg eine tolle Stadt ist, wo immer was los ist.
MOPO: Welche Ziele haben Sie mit dem HSV?
Sandström: Ich will mich verbessern und dem Klub helfen zu siegen. Und Titel gewinnen!
MOPO: Waren Sie schon einmal in Hamburg?
Sandström: Ja, letztes Jahr. Ich habe mit Vereinsvertretern gesprochen und ein Spiel geguckt. Für Sightseeing war leider keine Zeit.
MOPO: Was kennen Sie denn vom Hörensagen?
Sandström: Dass in Hamburg oft Stau ist!
MOPO: Reeperbahn?
Sandström: Na klar, davon habe ich auch gehört. Die ist ja berühmt. Ich werde sie mir mal ansehen - bei Tageslicht natürlich!
MOPO: Ist Ihr nächster Hamburgbesuch schon geplant?
Sandström: Im März werde ich wiederkommen, um eine Wohnung zu suchen.
MOPO: Ziehen Sie allein hierher?
Sandström: Das weiß ich noch nicht. Meine Freundin Maria hat noch nicht entschieden, ob sie mitkommt.
MOPO: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Sandström: Ich versuche, Golf zu spielen, aber ich bin ziemlich schlecht. Handicap 36. Da gibt es noch viel zu tun.
MOPO: Sie können ja mit ihrem künftigen Coach trainieren. Martin Schwalb ist begeisterter Golfer.
Sandström: Bloß nicht! Er soll keinen schlechten Eindruck von mir bekommen.
(MOPO vom 18.02.2006 / SEITE 35)