Oh je, da ziehen dunkle Wolken über Gummersbach auf. Hat man sich zu sehr nur auf eine Person verlassen? Man scheint nach einem kurzen Hoch wieder kurz vor dem Aus zu stehen. Da muss man definitiv den Finger in die Wunde legen und alles kritisch hinterfragen. ![]()
Beiträge von wintermute
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Es scheint, da hat jemand bei den Wilhelmshavenern den Nerv getroffen. Habe noch nie erlebt, wie man sich über eine solche Äußerung derart echauffieren kann.

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Zu dem Thema wird auch bei allesaussersport in den Kommentaren diskutiert. Dort geht man davon aus, dass sport-digital zumindest im TV als Mediendienst auf Sendung gehen muss, weil bis jetzt noch keine Sendelizenz für einen "normalen" Fernsehsender beantragt wurde. Voraussetzung für einen Mediendienst sind aber wohl erstens eine geschlossene Nutzergruppe und zweitens das Angebot nur als pay-per-view. Inwieweit unter diesen Bedingungen eine kostenlose Ausstrahlung der Spiele möglich wäre kann ich nicht beurteilen.
Anders sieht es bei Angeboten im Internet aus, die nicht lizenziert werden müssen.
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Velyky Der HSV will nachlegen
Neue Runde im Poker um BlitztransferNILS WEBER
Der über den Jahreswechsel ruhende Poker um einen vorzeitigen Wechsel von Superstar Oleg Velyky zum HSV geht in die nächste Runde. Die Hamburger wollen Kronaus derzeit verletzten Spielmacher (Bänderriss im Sprunggelenk), der beim HSV einen Vertrag ab 2008 besitzt, bekanntlich schon zur Rückrunde. Das erste HSV-Angebot hat Kronau abgelehnt und wartet auf den nächsten Vorstoß.
Die Hamburger sind bereit, aufzustocken, denn ein Velyky könnte im Kampf um Titel und Champions-League-Platz das Zünglein an der Waage sein. "Ab nächste Woche werden wir wieder in Kontakt mit Kronau treten", kündigt HSV-Sportchef Christian Fitzek neue Gespräche an.
(MOPO vom 05.01.2007 / SEITE 35)
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Handball Kaum Livebilder im TV
Stell dir vor, es ist WM - und keiner sieht hin
ARD und ZDF zeigen nur die deutschen Spiele, der Rest wird im Internet verkauft.Von Erik Eggers
Köln -
Die Vorfreude ist zu spüren bei Ulrich Strombach. "Das wird die beste WM aller Zeiten", prophezeit der Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB), und zuletzt konnte der Gummersbacher auf die glänzende Nachfrage für das Großereignis im eigenen Land verweisen. Zwei Wochen, bevor die deutsche Nationalmannschaft am 19. Januar in Berlin gegen Brasilien die XX. Welttitelkämpfe eröffnet, sind mehr als 260 000 der 300 000 Tickets vergriffen.
Doch nun macht sich Ernüchterung unter vielen Handballfunktionären breit. Nach Lage der Dinge wird die WM in der deutschen Öffentlichkeit kaum stattfinden. Bisher steht nur fest, dass ARD und ZDF die deutschen Spiele übertragen. Die restlichen Partien, in denen Künstler wie der Kroate Ivano Balic oder der wuchtige tunesische Shooter Wissem Hmam auftreten, bleiben dem deutschen TV-Publikum vorenthalten. "Das täte mir in der Seele weh", beschleicht DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier die Ahnung, dass der erhoffte Werbeeffekt für den Handball verpuffen könnte: Stell dir vor, es ist WM, und keiner sieht hin.
Das schlimmste Szenario: Die deutsche Mannschaft scheidet in der Hauptrunde aus. Dann würde es bei Liveübertragungen von drei Vorrunden- und vier Hauptrundenspielen bleiben. Im Viertel- und Halbfinale fiele das TV-Bild aus. Das Finale am 4. Februar, das sich die ARD gesichert hat, fände ohne deutsche Beteiligung in den Dritten Programmen statt. In diesem Fall wären gerade acht der 92 WM-Partien im Free-TV zu sehen. Bredemeier hat die Hoffnung aber nicht aufgegeben: "Dazu wird es nicht kommen, dann würden sich Sportfive und der Weltverband noch mal bewegen."
Bisher sind die Fronten starr. Hintergrund für die verzwickte Lage ist ein TV-Vertrag, den der Weltverband IHF im Januar 2006 mit dem Sportrechtehändler Sportfive abgeschlossen hat; Sportfive zahlt für alle Weltmeisterschaften von 2006 bis 2009 die Rekordsumme von 33 Millionen Euro. Angesichts der Konstellation in Deutschland tat sich Sportfive schwer, diese Ausgabe für das wichtigste Turnier im wichtigsten Markt - Deutschland hat die meisten Handballmitglieder weltweit - zu refinanzieren. Als ARD und ZDF, die zunächst alle Spiele kaufen wollten, sich auf die deutschen Partien konzentrierten und Eurosport nicht mitbot, blieb das Deutsche Sportfernsehen (DSF) übrig.
Der Münchner Handball-Bundesliga-Sender stieg aus dem Verhandlungspoker jetzt aus. Einer Einigung, so DSF-Sprecher Fabian Schiffer, habe unter anderem entgegengestanden, dass Sportfive im Ausland insbesondere mit Pay-TV-Anbietern ins Geschäft gekommen sei. Weil aber das DSF auch per Satellit ausstrahlt, wäre "die Übertragung von Spielen zahlreicher Nationalteams, darunter einige der stärksten, nicht gewährleistet" gewesen.
In der Tat sah Sportfive die exklusiven Rechte ihrer Partner im Ausland durch DSF-Übertragungen gefährdet. Aber letztlich scheiterte der Abschluss am Geld: Den Sportrechte-Händlern war das DSF-Angebot, das bei rund 200 000 Euro lag, zu niedrig. Und als sich Sportfive kürzlich erneut ans DSF wandte, um nachzuverhandeln, blockte der Spartensender ab: Die Zeit für die Vorbereitung sei inzwischen zu knapp.
So bleiben den hiesigen Handballfans für die Spiele ohne Deutschland nur TV-Schnipsel: "Es wird Nachverwertungen auf anderen Kanälen geben", sagt Sven Harke von Sportfive, die Rede ist von Nachrichtensendern wie N 24. Zwar versichert der TV-Rechtehändler "die Möglichkeit, alle Spiele zu sehen". Dabei handelt es sich um eine Notlösung: Per Internet-Live-Stream möchte Sportfive die Begegnungen einzeln an die Fans verkaufen.
Das wäre dann als Testlauf zu verstehen für den geplanten Sportfive-Pay-TV-Sender "Sport digital", der erst im Februar gestartet werden sollte - mit Live-Spielen aus der Handball-Bundesliga, zum Beispiel HSV-Minden am 22. Februar. Und eine Lösung, die DHB-Funktionär Horst Bredemeier stark missfällt: "Das wäre zu wenig für ein solches Turnier."
erschienen am 4. Januar 2007
Quelle: Hamburger Abendblatt
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Was denkt Ihr denn alle, wer die Werbung bezahlen soll? IHF und DHB haben sicherlich kein Geld, um groß angelegte Kampagnen zu starten.
Nur mal so zum Beispiel:
- Im Umfeld der ARD-Sportschau kostet ein 30sek-Spot im Jahresschnitt so ca. € 40-50.000
- Eine Anzeige ca. DIN A4 in der BILD kostet ca. € 80.000Unter 3-4 Mio. Euro muss man mit einer deutschlandweiten Kampagne gar nicht anfangen.
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Original von wintermute am 27.10.06
Man kann nur hoffen, dass Bogdan Wenta seine gleichzeitige Funktion als polnischer Nationaltrainer nicht als Druckmittel verwendet. -
Wichtig ist erstmal auch, auf welchem Weg das Angebot empfangbar sein wird. Ist es nur Satellit und Internet oder auch Kabel.
Hier der Artikel:
ZitatAlles anzeigenTV-Präsenz der HSG Nordhorn nimmt weiter zu
Samstag, 30. Dezember 2006 08:00 Uhr
Sportfive steigt einWenn die HSG Nordhorn heute beim HSV Hamburg (19 Uhr Color Line Arena) das letzte Spiel des Jahres bestreitet, dann ist zum fünften Mal in dieser Saison das Deutsche Sportfernsehen dabei, um ein Spiel des Grafschafter Handball-Bundesligisten live zu übertragen. Für das kommende Jahr allerdings dürfte die TV-Präsenz noch zunehmen. Denn: Die Sportrechte-Agentur "Sportfive", die sich für diese Saison mit der HBL auf eine Pay-TV-Komponente geeinigt hat, will nach Angaben von HSG Manager Bernd Rigterink die ersten drei Heimspiele des aktuellen Tabellensechsten live übertragen. Bis auf die Partie gegen HBW Balingen-Weilstetten, die wie geplant am Sonntag, 11. Februar, um 17 Uhr beginnt, wurden allerdings Spielverlegungen nötig. Die Partie gegen die HSG Düsseldorf findet nun am Sonntag, 25. Februar, um 17 Uhr statt und das Niedersachsen-Derby gegen den Wilhelmshavener HV wird am Freitag, 10. März um 19.30 Uhr angepfiffen.
"Die Spiele können gegen Bezahlung im Internet oder Fernsehen gesehen werden", berichtete Rigterink. Genauere Informationen über das technische Prozedere für den Konsumenten allerdings werde es erst Mitte Januar geben. "Derzeit ist Sportfive dabei", so Rigterink, "einen Kanal aufzubauen." Dann sollen jede Woche mehrere Handballspiele live zu sehen sein, "und das in der ganzen Welt", wie der Nordhorner Manager betont.
Für die Vereine ist das bei der Vermarktung ein wichtiger Schritt nach vorn. Zum einen erhalten sie pauschal einen Beitrag von der HBL für den Verkauf der Rechte. Was aber viel entscheidender ist: "Das ist für Sponsoren um so interessanter", freut sich Rigterink, gegenüber den Geldgebern noch bessere Argumnete zu haben. Die frei empfangbaren Live-Spiele jede Woche im DSF wird es ebenso weiterhin geben wie Zusammenfassungen und gelegentliche Direktübertragungen vor allem in den dritten Programmen der öffentlich-rechtlichen Sender.
von Frank HartlefQuelle: Grafschafter Nachrichten
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Kiels Manager Uwe Schwenker erteilte Gedankenspielen des HSV an eine Verpflichtung/Leihgabe von THW-Torhüter Henning Fritz (32), der bei Trainer Noka Serdarusic in Ungnade gefallen ist, eine Absage: "Wir planen weiter mit drei Torleuten", sagte Schwenker. HSV-Präsident Andreas Rudolph: "Damit war zu rechnen. Kiel macht keinen Konkurrenten stark."
HAerschienen am 3. Januar 2007
Quelle: Hamburger Abendblatt
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Mehr zu Thema Fritz:
ZitatAlles anzeigenFitzek »Wir haben kein Torwart-Problem«
Leiht der HSV Kiels Nationalkeeper Fritz trotzdem aus?NILS WEBER
Sein Besuch in Hamburg hat für Wirbel gesorgt. Welthandballer Henning Fritz und der HSV - geht da doch etwas? Klubboss Andreas Rudolph hat Interesse an einem Leihgeschäft bis Saisonende bekundet.
Anlass war der Besuch des beim THW Kiel in Ungnade gefallenen Nationalkeepers beim HSV-Heimspiel gegen Nordhorn, der laut Fritz privater Natur war. "Henning ist ein super-interessanter Spieler. Wenn er zu uns will, muss man darüber nachdenken. Aber er allein muss entscheiden, was er will. Wir werden nichts forcieren", sagt HSV-Sportchef Christian Fitzek.
Erst vor Kurzem hat Fritz (beim THW nur Torhüter Nummer drei) seine einseitige Option für eine Vertragsverlängerung bis 2009 gezogen, obwohl ihm ein Abschied nahe gelegt worden war. Jetzt herrscht Eiszeit. Der formschwache 32-Jährige fühlt sich unwürdig behandelt. "Dass Kiel ihn freigibt, ist utopisch. Wenn er aus Balingen käme, würde ich verhandeln", hatte Rudolph gegenüber der MOPO erklärt.Die Frage ist jedoch, ob sich der THW trotz der Rivalität zum HSV Fritz auf Dauer leisten kann und will - als Unruheherd und finanziell. THW-Insider äußern, dass Kiel einem längerem Leihgeschäft mit anteiliger Gehaltsübernahme nicht abgeneigt ist.
Rudolphs Interesse ist darin begründet, dass die Torhüterleistungen des HSV in den letzten Wochen selten so überdurchschnittlich waren, wie es die Saisonziele sind, auch wenn Per Sandström gegen Nordhorn eine brillante Schlussphase spielte. Fitzek stellt sich demonstrativ vor den jungen Schweden und Oldie Goran Stojanovic: "Wir haben kein Torhüterproblem."
(MOPO vom 03.01.2007 / SEITE 34)
Quelle: Hamburger Morgenpost
Aus meiner Sicht brauchen wir Henning Fritz in Hamburg nicht.
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Auf jeden Fall war die Fritz-Story neben der Mopo auch für Abendblatt, Welt Hamburg und Bild Hamburg (ok, alles drei Springer Titel) eine Meldung wert.
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Hier mal ein paar News zu RR beim HSV aus der morgigen Mopo:
ZitatPungi Zoff mit den Bossen!
»Ich bin enttäuscht vom HSV« / Rechtsaußen fühlt sich abgeschobenMit seinen Toren beim Final Four war er im April 2006 der Pokalheld des HSV. Jetzt hat Roman Pungartnik in Hamburg ausgespielt. "Ich bin sehr enttäuscht vom HSV", sagt der Rechtsaußen zur MOPO traurig.
"Die ganze Stadt weiß schon, dass mit Hans Lindberg ein neuer Spieler einen Vertrag unterschrieben hat. Keiner hatte den Mut, mir das ins Gesicht zu sagen. Martin Schwalb nicht, Christian Fitzek und Andreas Rudolph auch nicht. Ich bin doch kein kleines Kind", lässt der 35-Jährige seinen Frust ab. Außerdem habe sein Berater den Klub um ein Gespräch vor Weihnachten gebeten. In zwölf Bundesligaspielen erzielte Pungi bislang 39 Tore. Lindberg ist dänischer Nationalspieler (37 Länderspiele, 71 Tore) und derzeit noch in Viborg angestellt.
Die Vereinsführung wehrt sich. Boss Andreas Rudolph: "Pungis letzte Aussage war, dass er nach der Saison zurück nach Celje will. Er hat mich jederzeit ansprechen können." Trainer Martin Schwalb sagt: "Die Planung für diese Position ist nicht abgeschlossen. Ich kann verstehen, dass er nicht glücklich ist. Lindberg hat ein Angebot, aber unterschrieben ist nichts." Sportchef Christian Fitzek: "Wir hatten vereinbart, im Januar zu sprechen. Wenn er es früher gewollt hat, hätte er es nur einmal sagen müssen." Keine Frage: Die Fans werden Pungartnik auf jeden Fall vermissen.
(MOPO vom 02.01.2007 / SEITE 28)
Quelle: Hamburger Morgenpost
Eigentlich wärs mir schon recht, wenn Roman noch eine Saison bleiben würde. Perspektivisch gesehen ist eine Verpflichtung von Lindberg aber wahrscheinlich sinnvoller.
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War ein tolles Spiel - wenn auch nicht spielerisch so doch emotional. Respekt an die Norhorner Fans, die wirklich gut Stimmung gemacht haben.
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Original von zmagoválec
hm, vielleicht war ich doch zulange in München, aber irgendwie seh ich da keinen Fehler ...Der HSV schreibt von der Gesamtbilanz 2006, woraus bei Sport1 die Bilanz gegen Nordhorn wird. Bei insgesamt 44 Spielen gegeneinander hätte man bereits eine ca. 20-jährige gemeinsame Bundesligageschichte.
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Original von Felix0711
Zu Schröder kann ich nix sagen, aber die Torstatistik spricht trotz allem im Vergleich klar gegen ihn.
Liegt aber auch daran, dass sich Schröder und Pungartnik in Hamburg die Einsatzzeiten teilen wogegen Schöne aufgrund der Verletzung von Knezevic wohl immer komplett spielt.
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Zur Belustigung sollte man sich jetzt auf jeden Fall nochmal die damalige offizielle Gummersbacher Pressemeldung und die Kommentare einiger VfL-Fans (z.B. Loran) auf den ersten Seiten dieses Threads durchlesen.
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Heute stand 7.500 (also Oberrang geöffnet) in der Bild. Es ist also wieder mit über 8.000 Zuschauern zu rechnen.
Edit:
Interessante Statistik bei Sport1.de:ZitatDie Bilanz spricht für die Hamburger. Sie gewannen 30 Mal gegen Nordhorn, es gab drei Unentschieden und nur elf Niederlagen.
Und dann sage noch einer der HSV habe keine Tradition.

Da sieht man hier mal wieder, wie genau manche Journalisten fremde Texte verstehen können. Das hier ist der Ursprungstext, eine PM des HSV:
ZitatGegen Nordhorn kann die ohnehin sehr gute sportliche Bilanz 2006 weiter aufgebessert werden. In Bundesliga, DHB-Pokal, Europapokal und Supercup verließen die Hamburger 30 Mal als Sieger das Parkett, drei Mal trennte man sich Unentschieden und nur elf Mal blieben die zwei Punkte beim Gegner.
Nochmal Edit: das hatte Moose ja alles schon bei den Fehlern geschrieben.
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Ich kann die Leistungen von Schöne in dieser Saison nicht beurteilen. Am Mittwoch war er schwach. Schröders Form jedenfalls steigt stetig an und auch im letzten Länderspiel hat er im Gegensatz zu Schöne überzeugt.
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Doch, Kozlina spielt schon hauptsächlich Abwehr. Im Angriff nur, wenn es bei Harbok nicht so läuft. Kann er aber natürlich auch ganz gut.
Laut Magdeburger Forum stand das mit Skof und Kozlina in der Bild Magdeburg.
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Aus der Mopo:
ZitatAlles anzeigenINTERVIEW ANDREAS RUDOLPH
»Der Neid auf den HSV ist groß«
Nach einer Sensations-Hinrunde zieht der Präsident seine BilanzDIRK HOFFMANN
Die HSV Handballer haben die beste Hinrunde ihrer Geschichte gespielt. Vor dem nächsten Hit morgen gegen Nordhorn (19 Uhr, Color Line Arena) zieht Boss Andreas Rudolph Bilanz.
MOPO: Platz drei in der Bundesliga, im DHB- und Europapokal jeweils das Viertelfinale erreicht - haben Sie damit gerechnet?
Rudolph: Nein. Das macht uns stolz und zeigt, dass wir bei der Planung der Mannschaft alles richtig gemacht haben.
MOPO: Was macht den Unterschied zur letzten Saison aus?
Rudolph: Wir sind damals als Zehnter unter Wert geschlagen worden. Zudem zahlt sich jetzt die Arbeit von Trainer Martin Schwalb aus. Und unsere Neuzugänge sind sehr gut integriert.
MOPO: Wie bewerten Sie deren Leistungen?
Rudolph: Nick Yoon ist immer noch der herausragende Spieler der Bundesliga. Er übernimmt Verantwortung - und wird ihr gerecht. Unser Torwart-Duo Per Sandström und Goran Stojanovic ist eine Klasse besser als unser Torwart-Duo in der vergangenen Spielzeit. Iwan Ursic war durch seine Verletzung gehandicapt und explodiert jetzt. Bruno Souza hats schwer bei uns als Ergänzungsspieler, ist aber wertvoll für uns.
MOPO: Ursic sollte aussortiert werden ...
Rudolph: Er wird auch kommende Saison trotz der Verpflichtung von Torgovanov für uns spielen. Wenn wir die Champions League erreichen, brauchen wir einen großen Kader.
MOPO: Kritiker sagen, der HSV habe eine seelenlose, zusammengekaufte Mannschaft und Sie würden nur so mit Geld um sich werfen ...
Rudolph: Diese Leute verstehen nichts. Der Zusammenhalt im Team ist noch größer als vor zwei Jahren, als es um die Existenz ging. Auch die Spieler, die nicht so zum Zug kommen, bringen sich ein, geben Tipps, feuern an. Der Vorwurf die Finanzen betreffend: Yoon und Jogi Bitter sind die besten Beispiele, dass das mit dem vielen Geld nicht stimmt. Der Neid auf den HSV ist groß, weil es endlich ruhig ist im Klub und Spieler gerne zu uns kommen.
MOPO: Der Verein ist nach wie vor finanziell total abhängig von Ihnen. Wie lange noch?
Rudolph: Der HSV wäre ohne mich seit zwei Jahren tot. Ich habe dem Klub die Chance gegeben, attraktiv für Unternehmen zu werden. Ich spiele gerne länger eine tragende Rolle, hoffe aber über den sportlichen Erfolg auf mehr Einnahmen durch Zuschauer und Sponsoren.
MOPO: Wird der HSV Deutscher Meister?
Rudolph: Das Niveau von Kiel und Flensburg haben wir noch nicht. Aber wenn sich andere im Titelrennen so streiten, freut sich vielleicht am Ende doch der Dritte.
(MOPO vom 29.12.2006 / SEITE 32)
Quelle: Hamburger Morgenpost