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Es liegt wohl hauptsächlich daran, was DYN finanziell in Umsetzbarkeit investiert. Billig bedeutet in der Regel auch irgendwo Abstriche machen zu müssen. Bei dem geringen Abo-Preis kann man dann halt auch nicht Premiumqualität erwarten. Mir persönlich sind stabile Streams wichtiger als ein monatlicher Rabatt von ein paar Euronen fürs nächste Jahresabo.
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Ich picke mir mal diese Sätze heraus, weil ich die Argumentation nicht für richtig halte. Warum verkauft DYN die Abos für einen aus Sicht vieler User günstigen Preis? Doch nicht aus Nächstenliebe, sondern um wettbewerbsfähig zu sein. Als Start-up im Bereich Sportstreaming, benötigt man auch relativ kurzfristig eine gewisse Basis an Abonnenten, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu gewährleisten. Die Unterstellung preiswert/billig = schlecht, trifft auch nicht generell zu. Uns Verbrauchern wird ständig suggeriert, dass wir die Verantwortung an irgendwelchen Mißständen tragen, nur weil wir günstige Angebote auswählen. Für mich totaler Quatsch. Es liegt einzig und allein am Wirtschaftssystem. Es ist doch ein Trugschluß, dass höhere Erlöse 1:1 am Ende beim Erzeuger/Hersteller/Dienstleister landen und das Endprodukt verbessern. Irgendwer hält zwischendurch immer die Hand mit auf, einschließlich dem Finanzminister, der über die Umsatzsteuer immer mitkassiert. Andere Streamingplattformen bieten ihre Abos auch zu günstigen Preisen an, haben dann aber gegenüber DYN z. T. den Vorteil, nur aus der Konserve zu liefern. Die Anzahl der Livestreams, die DYN für alle Sportarten im Portfolio produzieren läßt, liegt irgendwo im vierstelligen Bereich, bedeutet auch einen gewissen technischen und finanziellen Aufwand. Ob die gegenwärtigen Erlöse dafür tatsächlich reichen, keine Ahnung. Mit Anlaufproblemem bei DYN, habe ich schon vor dem Start gerechnet. Umfang und Zeitraum, konnte man aber bestenfalls nur erahnen. Ich hoffe nur, dass es nicht die Dimensionen von SDTV annimmt, denn die haben Jahre für ein vernünftiges Produkt gebraucht.