Ehrlich gesagt finde ich diese Strafe mehr als sympathisch, weil sie im Hinblick auf zukünftige Verstöße dieser Art eine gute Handhabe ist, diese zu verhindern, denn sie ist schon extrem hart!
ABER: Diese Strafe wird niemals vor einer Revisionsinstanz bestand haben und spätestens vor dem CAS wird sie kassiert. Das Problem ist einfach, dass das Regelwerk eine solche Strafe absolut nicht hergibt. Lediglich der eine Absatz, dass die Strafe nach oben oder unten korrigiert werden darf, könnte möglicherweise dafür herhalten. Aber eigentlich ist die Strafe für das Verhalten G.P.s klar geregelt. Es gibt den juristischen Grundsatz "Nulla poena sine lege" - Keine Strafe ohne Gesetz. Der ist hier in meinen Augen aber verletzt. Hier ist etwas bestraft worden, nämlich die vorsätzliche Beeinflussung eines Spielergebnisses durch einen Offiziellen mit grob unsportlichen Mitteln, die den Fairplay Gedanken völlig missachten, und das steht leider nicht im Regelwerk, also bleibt nur die Bestrafung des Unerlaubten Betretens des Spielfeldes und das selten dämliche Interview danach. Leider. Und da kann man niemals einen Punktabzug rechtfertigen. Zumal man ganz klar sagen muss, ich halte es nicht für sicher, dass es sich um eine 100%ige Torchance handelte. Ich denke die Hypo Spielerinnen hätten möglicherweise auch noch eingreifen können. Das ist zumindest nicht ausgeschlossen.
Und der Vergleich mit anderen Vergehen passt schon, allerdings würde ich auch sagen, dass die damaligen Strafen eher deutlich zu milde waren, als dass dieses hier zu hoch ist.
Trotzdem: G.P. ist menschlich gesehen ein riesiges... Ich sag es nicht, jeder weiß aber was ich meine. Das schlimmste ist für mich diese geheuchelte Reue, die ihm doch wohl niemand abnimmt. Er hat genossen was er getan hat und der Lattenwurf hat ihn auch noch belohnt. Schade.
Vom Rechtsempfinden ist die Strafe in meinen Augen gerecht. Nur leider ist sie nicht rechtmäßig!