Oldie,@ more99
Jawohl, Jacobsen ist beratungsresistent (wobei ich keinen erkenne,der ihm Ratschläge geben d ür f t e)und es juckt ihn kein bisschen, wie er leistungsstarke junge Leute durch Nichtbeachtung und Nichtgewährung von Spielanteilen fortwährend frustriert und deprimiert.
Nochmal zum Mitschreiben: Ich habe nie gesagt, dass Jacobsen beratungsresistent ist. Seine Erfolge mit dem Team sprechen für sich, und ich bin der Meinung, dass er ein absoluter Glücksfall für die Löwen ist. Dass man sich ab und an vielleicht wünscht, er möge öfter mal wechseln, ist ein anderes Thema.
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Da das Management und der Teammanager tatenlos zusehen, wird das ein Argument für alle zukünftigen potentiellen Spieler sein nicht zu den RNL zu wechseln.
Warum sollte das ein Problem sein? Jacobsen geht doch nach dieser Saison. Und wie sein Nachfolger das handhaben wird bleibt abzuwarten.
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Von Jacobsen als Trainer halte ich in Bezug auf Menschenführung und technisch/taktische Weiterentwicklung eines Spitzenteams n i c h t s.
Was Menschenführung angeht maße ich mir kein Urteil an. Dazu bekommt man als Fan viel zu wenig mit, was intern (im Training, bei Mannschaftsbesprechungen, auf Auswärtsfahrten etc.) so alles passiert. Aber gar nichts von ihm zu halten, was taktische oder technische Weiterentwicklungen angeht finde ich schon sehr ... wie soll ich sagen ... speziell. Jacobsen hat es geschafft, eine 3-3- Abwehr einzuführen, die für mich mitentscheidend war für die erste Meisterschaft. Dass die danach nicht mehr bzw. nur noch selten gespielt wurde hängt u.a. wohl mit dem Personal zusammen bzw. damit, dass die Gegner sich besser darauf einstellen konnten. Die -1-Abwehr mit Pekeler auf der Spitze war eine sehr gute taktische Maßnahme, die oft im richtigen Moment erfolgte. Gerade auch die Umstellungen im Spiel sind es, wegen der man mMn Jacobsen eine Stufe höher einschätzen sollte als Gudmundsson, der das selten bis nie hin bekam. Auch im Angriff gibt es in der Zeit, seit Jacobsen Trainer ist, durchaus das eine oder andere Element, das neu hinzu kam. Offensichtlich ist das 7 gegen 6, das die Löwen im Normalfall, wie ich finde, deutlich besser spielen als die allermeisten anderen Teams.
Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass der ursprüngliche Kern des jetzigen leistungsfähigen Teams und der jetzigen Spielweise nach wie vor seinem Vorgänger zu verdanken sind (die negative Meinung der Löwenfans hier, ließ mich immer ein bisschen ratlos zurück)...und sein Nachfolger im Grunde die wesentliche Umbruchsarbeit schultern wird...aber gerade die Leute die er hat voll zu motivieren und perfekt einzustellen, ist doch seine Stärke. Da habe ich bei Fäth keine Bedenken (der ist ja auch unter dem "harten Hund" in Berlin aufgeblüht). Das er seine Spieler vor Kamera zusammenfaltet, finde ich nicht sympathisch, aber das die wissen woran sie dabei sind scheint auch klar.
Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe keine negative Meinung zu Gudmundsson. Ausnahme: Die Reaktionen im Spiel. Da war er mMn zu zögerlich, taktische Anpassungen vorzunehmen. Was das Zusammenfalten angeht: Ja, da wünschte ich mir auch ab und an, dass er das unterlassen würde. Allerdings scheinen die Spieler, zumindest die, die schon eine Weile dabei sind, mittlerweile sehr genau zu wissen, wie sie das einzuschätzen haben.
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Worin ich aber fast die Hauptstärke der Löwen sehe, ist das Athletiktraining. Viele Teams haben diese 7-10 sehr starken Spieler auf die sie hauptsächlich setzen + Entlastungsspieler. Aber kaum eines schafft es mit so wenig Verletzungen durch die Saison zu kommen und das ist mittlerweile denke ich etwas, wo man nicht mehr von Zufall oder Glück sprechen kann. Selbst wenn Schmid und Co die Turniere nicht mitspielen müssen. Dadurch entsteht in meinen Augen viel von der Konstanz, die die Löwen an den Tag legen können, weil eben nicht wie bei Flensburg 2015 oder Kiel 2016 die halbe Mannschaft verletzt ist.
Da sprichst du einen Punkt an, von dem auch ich denke, dass der oft unterschätzt wird. Bei aller Kritik daran, dass Jacobsen zu selten wechselt, ist die Anzahl der schwereren Verletzungen im Vergleich zu anderen Mannschaften mit ähnlicher Belastung eher gering. Ich glaube nicht, dass man hier nur Glück hat, robuste Spieler zu haben, sondern dass das auch und v.a. am entsprechenden Training (und an der medizinischen Betreuung) liegt.