Gruppe E in Mannheim ist seit gestern durch. Das Spiel der Schweden gegen die Niederlande war der krönende Abschluss. Das hat richtig Spaß gemacht! Die Stimmung war da auch klasse, v.a. wegen der niederländischen Fans. Mein Platz war gleich neben deren Fankurve, und was die abgerissen haben, war top! Mitten unter den Oranje-Fans, komplett in Orange, mit Perücke, komplett geschminktem Gesicht und voll dabei: Jeffrey Boomhouwer.

Zum Sportlichen: Der Gruppensieg der Schweden war verdient, wenn auch ein bisschen glücklich. Die Holländer haben im letzten Spiel mächtig dagegen gehalten. Hätte mich über ein Unentschieden gefreut; wäre mMn ein gerechtes Ergebnis gewesen. Die Schweden waren am Ende aber etwas abgezockter (außer Wanne, wegen seines Offensivfouls kurz vor Ende), und sie hatten Palicka, der in der entscheiden Phase eine Schippe drauflegen konnte.
Das Vorspiel (ist nicht despektierlich gemeint) war etwas schwerere Kost, v.a. die erste Halbzeit. Bosnien konnte sich etwas absetzen, aber die Georgier haben nicht aufgegeben und sich verdient zum 9:9 zur Halbzeit ran gekämpft. In der zweiten Halbzeit zunächst ein ähnliches Bild, bsi georgien langsam, aber sicher Oberwasser bekam. Dann wurden die Aktion der Bosnier etwas fahriger. buric, der hinter dem Tor seines Teams saß, hat auch irgendwann mal wutentbrannt seine Wasserflasche weggekickt. Er hat sich dann aber beim Ordner, in dessen Nähe die Flasche flog, entschuldigt.
Der Liebling der SAP Arena hatte dann auch noch seinen großén Auftritt. Der georgische Torhüter Tsintsdaze, hatte nach schwachem Start ins Spiel den Platz zwischen den Pfosten geräumt, kam später aber wieder rein. Was dann kam, habe ich so noch nicht gesehen. Siebenmeter, Tsintsadze hält, Nachwurf, Tsintsdaze hält wieder. Pfiff der Schiedsrichter, erneuter Siebenmeter für Bosnien, weil ein Georgier beim Versuch, den Ball wegzufischen, durch den Kreis gelaufen war. Siebenmeter, Tsintsadze hält, Nachwurf, Tsintssadze hält wieder. Die Halle tobte, und spätestens, als er einen langen Pass abfing, prellend nach vorne sürmte und am Schluss noch einen Pass auf Rechtsaußen spielte, den sein Mitspieler verwandelte, erhoben sich sehr viele Zuschauer für ihn. Der Jungs hatte sichtlich Spaß und konnte, so sah es jedenfalls aus, gar nicht fassen, wie er hier umjubelt wurde. Und dann wurde er auch noch "Man of the match".
