Es gibt Informationen, dass ein Berliner Fuchs mit niederländischen Wurzeln bald ein blau-weißes Triklot trägt. ![]()
Beiträge von Shooter99
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Das Beste aus meiner Sicht vorab: Absteigen wird der VfL in dieser Saison nicht. Mein Gefühl sagt mir, dass das Team letzten Endes doch noch die Klasse hat, um einen Nicht-Abstiegsplatz zu erreichen.
Aber - darüberhinaus kann ich die Lobeshymnen für Manager und Aufsichtsrat nicht nachvollziehen. Santos ist sicherlich ein guter Junge. Aber hätte der VfL wirklich einen Linksaußen gebraucht und nicht eher Rückraumspieler? Konsequenz wird sein, dass der eigene Nachwuchs zum wiederholten Mal in der Fremde sein Glück versuchen wird.
Und beim Finanziellen kann man sich über die Blauäugigkeit, mit der hier die Behauptung der schwarzen Zahlen nachgeplappert wird, nur wundern. Ich sag nur soviel: Wenn man zu erwartende Einnahmen rechnerisch vorzieht, ist es fast immer möglich, ein Plus auszuweisen. Ein alter Buchhaltertrick - nur kommt das dicke Ende dann noch.

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In 4,2 Mio euro werden um die 50% Gehaltskosten drinnen sein. Mit Vukovic und Stojanovic verlassen aber die 2 größten Gehaltsposten den Verein. Ob die 4,2 Mio euro Etat wirklich das Maß sind, muss sich zeigen. Kosten hat der VfL genug. Neben Gehalt für die Spieler fallen dann noch Angestellte an. Dazu Kosten für Halle und Umfeld. auch die Akedemie wird Geld verschlingen. Was aber wofür ausgegeben wird, kann man nun wirklich nicht sagen. Die Frage ist auch: Wie hoch waren Zinstilgungen in den letzten Jahren. Wohin floss das Geld der Ablösen in Wirklichkeit. Das alles kann sich wirklich klären, wenn der Vorstand sein Vorhaben in die Tat umsetzt. Dann sollten wir bald alle Fragen geklärt haben.
Die Aussage zu Vukovic und Stojanovic ist definitiv falsch
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Für mich heißt das aber auch, dass etwa Vuckovic für ne Ablöse auch schon diese Saison nach Nettelstedt wechseln darf, wenn das kurzfristig überhaupt machbar ist. Vielleicht verdichten sich ja kurzfristig auch die Gerüchte um Pfahl. Wer weiß, in diesen aufgeregten Zeiten ist sogar täglich ne Neuigkeit drin.

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Eine Lizenzverweigerung in erster Instanz ist kein Weltuntergang. Letztes Jahr hat sogar Delitzsch am Ende die Lizenz bekommen, obwohl sie zwei Wochen später zugeben mussten, dass es nicht für eine weitere Saison reichen wird. Selbst wenn die HBL aus der x-ten Insolvenz gelernt haben sollte und diesmal wirklich genauer und kritischer hinschaut (wie sie es jährlich aufs neue betont) so bleibt dennoch die Erkenntnis, dass der VfL Gummersbach eben nicht Delitzsch oder Dormagen ist und es im deutschen Handball genug gewichtige Stimmen gibt die ein berechtigtes Interesse am Fortbestand des Erstliga-Handballs in Gummersbach haben.
Im Moment stört mich am meisten der Zeitpunkt der Pressemitteilung. Für den TV Großwallstadt und den VfL Gummersbach stehen am Wochenende wichtige Europapokalendspiele statt und kurz vorher lässt die HBL diese Bombe platzen.
Selten so was Dummes gelesen: Es ist völlig uninteressant, ob es Dormagen, Delitzsch oder Gummersbach ist, die regeln gelten für alle gleich. Deiner Argumentation folgend könnte man auch sagen, dass Geschwindigkeits-Übertretungen nicht für Mercedes-Fahrer gelten, weil die ja durch ihren Kauf eines hochpreisigen Autos sehr viel für die deutsche Wirtschaft getan haben

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Innerhalb der Beschwerdefrist (diese 1 Woche) muss der Nachweis erfolgen. Nach Ablauf der Frist ist das nicht mehr möglich, selbst wenn noch zehn Millionen in bar auftauchen würden.
Merci, dann wäre die rettung quasi nicht mehr zu schaffen, es sei denn, dass etwa Kienbaum oder Ferchau, beides international agierende Unternehmen, neben "Schwalbe" nochmals tief in die Geldbörse greifen würden. Doch das ist in dieser Größenordnung nicht wirklich zu erwarten.
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Mir stellt sich die Frage, wie dieser Satz zu interpretieren ist:
Gummersbach kann gegen den Bescheid innerhalb einer Woche nach Zustellung Beschwerde einlegen und seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit noch nachweisen.
Heißt das, dass man eine Woche hat, um Breschwerde einzulegen UND die leistungsfähigkeit nachzuweisen
oder
heißt das, dass man eine Woche für die Beschwerde hat, und für den nachweis noch länger?Beide Interpretationsmöglichkeiten sind denkbar.
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Eines gilt es beim VfL deutlich zu trennen: Die sportliche und die wirtschaftliche Entwicklung.
Wirtschaftliche Zukunft: Positiv ist, dass man mit G. Timmerbeil einen Experten an Bord hat, der mit Geld umgehen können müsste und der offenbar die richtige Ansprache hat, um mit Gläubigern, Sponsoren usw. zu sprechen. Vielleicht lässt es sich dann tatsächlich realisieren, dass der VfL von seinen Altschulden runterkommt. Damit wäre einiges gewonnen. Dies brächte neue Bewegungsfreiheit im operativen Geschäft. Ob sich die Sponsoren allerdings über Jahre hinweg mit BuLi-Mittelklassehandball zufrieden geben würden, steht auf einem anderen Blatt. Damit wären wir bei der
Sportlichen Zukunft: Hier sieht es wesentlich schlechter aus. Zum einen verliert der VfL jedes Jahr sportliche Qualität, ohne diesen Aderlass adäquat kompensieren zu können. Nach dieser Saison Stojanovic und Krantz, 2012 dann Wiencek. Dafür kommt dann das "Super-Talent" Mahe. Wenn ich sowas schon höre. Talent ja, aber für Super fehlt doch noch einiges. Wäre er jetzt schon super, würde er nicht beim VfL spielen. Und was kommt noch? Ach ja, Gaubatz. Schaun wir mal, was der im Schatten von Zrnic bringt - wenn ihn Hasanefendic überhaupt bringt. Vielleicht vergisst er ihn auch, wie andere, die jetzt folgerichtig wechseln. Jahr um Jahr gelingt es dem VfL nicht, Akademiespieler in die Bundesligamannschaft zu integrieren. Dafür gibt es nur zwei Erklärungen: Entweder das Akademie-Konzept ist falsch und bringt nur zweite Wahl heraus, oder aber die Spieler bekommen erst gar keine echte Chance. Mit Minuten-Einsätzen hat sich jedenfalls noch nie ein Akteur weiterentwickelt. Und weil ein Axel Geerken leider weder das nötige Rückgrat hat, um dem Trainer den Weg vorzugeben, der für den VfL nur der konsequente Einbau von jungen Spielern heißen kann, noch das Wissen und die Erfahrung besitzt, um trotz geringer Mittel auf dem Transfermarkt das eine oder andere Schnäppchen zu machen, sieht die sportliche Zukunft des VfL eher grau in grau aus.
Sollte die neue Halle kommen, was für die Region durchaus zu begrüßen wäre, würde die Euphorie gerade eine Saison lang halten. Spielt man mit dem vorhandenen oder ähnlichen Personal dann wieder um die Plätze 7 bis 12, werden wir erleben, dass die neue Halle gerade mal halbvoll ist. Und ob das dann die Sponsoren mitmachen? Oder Leute wie Pfahl und Schindler, die gerne auch einmal in der Spitzengruppe mitspielen würden? Da reicht dann auch nicht der Erfolg im Pokalsieger oder EHF-Cup, der sportlich zudem mehr als fragwürdig ist. Bis auf die Finalisten haben die meisten Teilnehmer allenfalls Zweitliganiveau.
Sportlich wäre es sinnvoll, wenn sich der VfL von teuren Spielern trennen und nur eine Handvoll Leistungsträger mit Erfahrung behalten würde. Dazu eine Reihe von jungen, begeisterungsfähigen Spielern, die Potential haben. Dann könnte man ein Team entwickeln, hätte enormen Rückhalt in der Region, eine Perspektive für Sponsoren und Fans. Und dann spielt es auch keine Rolle, wenn man mal einige Jahre nur Mittelmaß spielt.
Nur - leider - statt dem Mut, neue Wege zu beschreiten, gibt es beim VfL noch zu viele, die davon träumen, mit den großen Hunden pinkeln zu können.

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Original von Snuffmaster
Genau den meinte ich. Da ist der VfL der stärkste Teilnehmer. Und auch National sollte da ganz klar ein Platz unter den ersten 7 zu erreichen sein. Ein Figo macht noch lange keinen Sommer. Im Grunde ist der Kader mehr verstärkt als geschwächt worden. Mit Anic und Wiencek hat man 2 sehr gute Talente auf der KM Position holen können, die im Defensiven auch noch stärker sind als Gunarsson. Sicherlich hat meinen einen guten Kopf abgegeben, aber man sollte bedenken, dass er erst beim VfL wieder zur alten Stärke gefunden hat. Ich denke sehr wohl, dass sowohl Krantz als auch Vukovic diese Lücke schließen können. Und wo hat man dann noch Probleme?
Der VfL sorgt seit 2 Jahren jede Saison für Überraschungen, da sollte man sich ja langsam dran gewöhnen...;)Zunächst mal wünsche ich dem VfL wirklich alles Gute, nur liegt mir die rosarote Brille nun mal gar nicht, die hier gerne aufgesetzt wird.
Bleiben wir doch mal bei den Fakten:
Richtig ist, dass der VfL in den vergangenen Jahren die Abgänge von Rückraum-Stars wie Yoon, Narcisse und Ilic überraschend gut kompensieren konnte.
Richtig ist aber auch, dass aktuell Szilagyi Denker und Lenker des VfL-Spiels war. Er sorgte für die Anspiele und auch für die Tore in vielen entscheidenden Situationen. Die Achse Szilagyi/Gunnarsson war für den VfL enorm wichtig. Beide haben nicht nur für sportlichen Erfolg gesorgt, sondern dem Team ein Gesicht gegeben. Beide sind nun weg.
Dass Krantz oder Vukovic - bei allen vorhandenen Qualitäten - Szilagyi ersetzen könnten, ist illusorisch. Faktisch besitzt der VfL keinen Mittelmann von Format - aber drei Kreisläufer. Da muss die Frage des Sinns solcher Transfer schon erlaubt sein. Warum wurde nicht ein junger Nachwuchsmann für den rechten Rückraum geholt, der Pfahl entlasten könnte. Vielleicht wäre auch ein weiterer Linksaußen hinter Wagner sinnvoll gewesen. Ob Teppich dort den Durchbruch schafft, sei dahingestellt.
Fakt ist: Der VfL hat nur dann eine Chance auf einen einstelligen Tabellenplatz, wenn die erste Sieben von Verletzungen verschont bleibt. Fallen ein Pfahl, Anic, Zrnic oder Stojanovic länger aus, wäre das für den VfL fatal.
Unter den vorgenannten Argumenten von einem Titel zu sprechen, ist deshalb - trotz der nicht so namhaften Gegner im Pokalsiegerwettbewerb - sowohl verfrüht als auch mehr Wunschdenken denn realistisch.
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Original von Snuffmaster
Auch in diesem Jahr sollte ein Titel drinnen sein...Da bin ich mir mehr als sicher!Bei aller Sympathie für den VfL: Das ist nun wirklich Traumtänzerei.
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Original von Jasmin1986
Vukovic und Krantz, wobei auch Schindler sicherlich mal auf der Mitte aushelfen könnte.
Abwarten, wie wir diesen Abgang verkraften können. Kommt jedenfalls sehr unverhofft. Aber die Welt wird sich weiter drehen, wir haben schon mehrere Abgänge verkraftet, wo jeder dachte, das wars.
Viktor S. ist mit Abstand der beste Rückraumspieler des VfL - mit Übersicht und Torgefahr. Er ist qualitativ derzeit aus dem bestehenden Kader nicht annähernd zu ersetzen. -
Es kommt nicht drauf an, woher die Sponsoren kommen, sondern letztlich, wieviel letztlich im Geldtopf vorhanden ist. Und da habe ich meine Zweifel, ob man an die Zahlen der vergangenen Saison rankommt. Szilagyi ist zwar seit heute nicht mehr auf der Gehaltsliste, aber sportlich ist das ne echte Katastrophe. Da bekommt man nicht so schnell gleichwertigen Ersatz - oder dem VfL gelingt ein Glücksgriff. Das aber müsste schnell gehen.
By the way: Jetzt sieht man auch mal, dass man auf die Verträge mit den Spielern im Prinzip gar nichts mehr geben kann. Nahezu alle haben nach den finanziellen Schwiewrigkeiten im vergangenen Jahr Ausstiegsklauseln in ihren neuen Vertragswerken, was sich in den kommenden Monaten und Jahren noch fatal auf den VfL auswirken könnte.
Man stelle sich nur mal vor, die Saison läuft nicht so wie erwartet, und Leistungsträger wie Stojanovic oder andere erhalten Angebote von Vereinen, in denen sie bessere Perspektiven sehen. Da könnte das VfL-Management nur noch zusehen. Ein wahres Horrorszenario.
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Original von Snuffmaster
Die Rechnung geht in soweit nicht auf, da hier Zahlen durcheinander geworfen werden und mit falschen Zahlen gearbeitet wird.Schalbe zahlt je Saison etwa eine Millionen. Die Hallenrechte wurden für 6 Jahre gekauft mit der Summe von 2 Millionen Euro. Und da ist dann der Fehler zu finden!
Dass Schwalbe eine Million pro Saison zahlt, halte ich dann mal für ein Gerücht. Zumal das Unternehmen ja auch noch weitere Vereine (Tischtennis) und Veranstaltungen mit nicht unerheblichen Summen fördert und trotz guter Geschäftslage über diesen finanziellen Background wohl nicht verfügt.
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Die Entwicklung des VfL ist wirklich sehr erfreulich - vor allem, unter welchen Rahmenbedingungen (Kleiner Kader usw.) die jüngsten Erfolge errungen wurden.
Auch der Hallenbau ist grundsätzlich zu begrüßen, wenn auch noch nicht in trockenen Tüchern. Man wird abwarten müssen, ob sich die neue Landesregierung an die 4 Millionen-Zusage hält.
Zu hoffen bleibt, dass die Halle auch den Ansprüchen der Fans an einen Handballtempel entspricht. Wer sich umhört, weiß genau, dass man für rund 8 Millionen Euro Erstellungskosten alles andere als ein "handballerisches Wohnzimmmer" erwarten darf.
Noch was zu Schwalbe:
Das Unternehmen hat dem VfL zwei Millionen Euro für sechs Jahre geboten, also rund 330.000 Euro pro Jahr. Da Moeller in Zukunft seine Zahlungen von 750.000 Euro auf etwa 100.000 Euro reduziert, bleibt ein Minus von 300.000 Euro.
Von den Namensrechten der Halle dürfte die VfL-Kasse auch zumindest nicht direkt profitieren, da die Halle dem Verein ja nicht gehört.
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Original von haruki
ohne frage: ich nehm die etablierten da nicht aus.
aber es ist doch auch klar, dass gerade die retorten so mit der kohle um sich werfen, dass sie einen sehr großen anteil am aktuellen gehaltsgefüge haben. konnten vor langer zeit eher kiel oder flensburg (ich weiss, früher minden und was weiss ich noch wer) richtig was bieten, so sind das heute eben einige mehr. und deren "gönner" sind finanziell eben so gut ausgestattet, dass sie in ihre spielzeuge auch so abartige summen stecken können, bei denen es selbst den kielern heute schlecht wird. und darum gehts. die retorten machen den anderen damit so einige probleme, die es sonst nicht in diesem ausmaß in der ganzen liga geben würde.Mal ganz ehrlich: Ist doch völlig egal, ob der Verein nun eine lange Tradition hat oder ne kurze: Entscheidend ist, ob er viele Sponsoren und Mäzene auftreiben kann. Und dann hat der eine eben mehr Kohle übrig als der andere: Is genauso wie im richtigen Leben. Kann man beklagen, is aber nun mal so.
Also hinnehmen, nicht jammern
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@Loran
RoninnBringt ja eigentlich auch nicht viel, die Vergangenheit komplett offen legen zu wollen, zumal wir alle nicht alle Infos kennen. Wichtig ist nur, das man einiges für die Zukunft lernt. Zum Beispiel sollten die Verantwortlichen klar sagen, wohin sie in den kommenden Jahren wollen. Öffentlichkeit und Fans können dann viel besser mit ihrem verein umsehen, wenn sie wissen, was auf sie zukommt. Wenn man also - auch aufgrund der finanziellen Engpässe - vornehmlich auf junge, hungrige Talente setzt, und sich nur noch wenige "gesettelte" Spieler leisten kann, dann sollte man das auch kommunizieren.
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@Loran:
Ich bin weit davon entfernt, Kienbaum hier an den Pranger stellen zu wollen. Er hat ganz sicher seine Verdienste, und er hat dem VfL auch finanziell zur Seite gestanden - allerdings nicht in der Höhe, die häufig kolportiert wird. Dies also vorab: Er hat für den VfL einiges geleistet.
Aber es gibt auch die andere Seite des JK. Dass der ganze Vorgang Houlet ein kommunikationspolitisches Desaster war, haben andere hier schon erklärt. Dass aber viele noch glauben, die Kölner Fraktion (Horstmann) habe Houlet auf dem Gewissen, stimmt einfach nicht. Es war JK, der Houlet vor die Tür gesetzt hat, Horstmann musste nur zustimmen - und hat sich nicht gewehrt. Es waren auch keine "echten" Gründe, weswegen es zu der Entlassung kam, sondern persönliche. Houlet hatte es gewagt, Kienbaum in fachlichen, für den Verein wichtigen Zukunftsfragen zu widersprechen. Deshalb war Funkstille zwischen den beiden seit einigen Monaten. Aber von einem leitenden Angestellten erwartet man ja eigentlich auch konstrruktive Kritik.
Und auch finanzielle Gründe sind nicht richtig: Ein bundesweit, ja international tätiger Unternehmensberater hätte sicherlich die Möglichkeiten gehabt, Houlet einen Mann mit kaufmännischem Sachverstand an die Seite zu stellen - wenn man es gewollt, und es für nötig befunden hätte. Und zwar ohne, dass JK selbst in die Tache gegriffen hätte.
Richtig ist aber auch, dass JK in der Vergangenheit durch Unterlassen dazu beigetragen hat, dass sich die finanzielle Situation des VfL in Schieflage befindet. In der Ära Krämer ist nämlich nicht nur Geld eingesammelt, sondern auch massiv verbrannt worden. Über Einzelheiten dazu will ich hier nicht reden. Aber JK hat dies alles geduldet, seinen Mund intern nicht aufgemacht, die Zustände zum Anlass genommen, mit bder Faust auf den Tisch zu schlagen.
Es gäbe noch weitere Dinge, aber die Zeit reicht nicht. Es gibt - wie so oft - immer zwei Seiten einer Medaille. Und das gilt auch bei der Bewertung von JK.
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Na, das ist ja mal ganz großer Sport, der hier von den so genannten VfL-Fans verbreitet wird.
1. Der Rauswurf von Houlet war ein Rauswurf - ob man so was auf die Schnelle macht oder mit Verzögerung: Es bleiben die Tatsachen.
2. Houlet hat für den VfL viel mehr geleistet, als man das von Außen sehen könnte. Doch er ist kein Typ, der nachher schmutzige Wäsche wäscht. Deshalb werden viele Internas nie so wirklich ans Licht kommen - etwa die Roille, die der stv. Aufsichtsratschef Jochen Kienbaum beim VfL spielt

3. Houlet hat die Vorgabe des Ausichtsrates, wonach die Spieler "auf jeden Fall", einer Gehaltskürzung zustimmen sollten, erfüllt. Allerdings unter der unangenehmen Begleiterscheinung, dass alle, die in den vergangenen Monaten ihre Verträge verlängert hatten, sich nun über neue Verträge freuen dürfen, in denen eine Ausstiegsklausel definiert ist. Wer also woanders mehr Geld verdient, kann sofort gehen, und der VfL bekommt noch nicht einmal eine Ablösesumme. Fragt euch doch mal, wer dann daran verdient????
4. Houlet und die Spieler hatten ein enges Verhältnis. Wer anderes behauptet, hat keine Ahnung. Und Gunnarsson wird aus eben diesem Grund nicht der Letzte sein, der weggeht. Natürlich geht niemand wegen dem Houlet-Rauswurf, aber es erleichtert manchem diersen Schritt gewaltig.
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In der Mannschaft des VfL ist schon seit Mitte November bekannt, dass Houlet gegangen wird. Da ist es wirklich kein Zufall, dass Gunnarsson wenige Wochen später bei den Löwen unterschreibt - wenn man weiß, dass Houlet und das Team einen engen, freundschaftlichen Kontakt hatten. Und Robbie wird nicht der Letzte sein, der geht. Man hört da auch noch andere Namen, die von diersem VfL die Nase voll - und Angebote - haben
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Ich weiß nicht, in welcher Welt alle diejenigen leben, die glauben, mit "Still-sein" und "Maul-halten" würde sich alles zum Besseren wenden für den VfL Gummersbach.
Jeder, der den Verein auch nur ein bisschen kennt, spürt, dass hier vieles im argen liegt - und das liegt nicht nur am Geld. Da passt vieles nicht zusammen. Doch die Vereinsspitze tut so, als wenn das alles nur böse Verleumdungen seien, von Leuten, die vom VfL keine Ahnung hätten oder ihm gar schaden wollten. Diese Selbstgefälligkeit und Beratungsresistenz ist das, was mich so aufregt. Warum legt man nicht die Karten ganz offen auf den Tisch: Dann kann sich jeder ein Bild machen, man kann Pläne entwickeln und schließlich entscheiden, wie und auf welchem Niveau man weitermachen will.
So hat das Ganze für mich etwas von einem schleichenden Sterben - viele sehen es, aber die Ärzte faseln immer noch etwas von "kerngesund" und "quietschlebendig".
