Beiträge von Bayerwisser

    Aus der NGZ von heute:

    U.a. heißt es dort:
    "Gut möglich, dass das Präsidium der Handball-Bundesliga in seiner für heute anberaumten Sitzung die Beschwerde des DHC Rheinland wegen der Nicht-Erteilung der Lizenz für die kommende Saison ablehnt."

    Interessant ist, dass hier wieder spekuliert wird, anstatt das zu schreiben, was wirklich alle interessiert, nämlich z.B. WANN diese Zusammenkunft stattfindet.
    Keine saubere Recherche.

    Eigentlich alles so wie immer gegen Balingen: Litty Ettwein mit roter Karte und Dr. Brack rastet aus; Spiele gegen Balingen sind seit Jahren der Saisonhöhepunkt! :lol:

    Und doch war es diesesmal anders; der TSV-Fuchs hat es ja gut zusammengefasst. Die Stimmung vor gut 1900 anwesenden Zuschauern war von Beginn an sehr intensiv, unsere Jungs hellwach und bestens von KW eingestellt.

    Die Schiris auf beiden Seiten gleich schwach, Mahé wird gefällt, es gibt weder 2min noch rot, Immel zwei Mal mit Stürmerfoul, das nicht abgepfiffen wird, Brack kommt ohne "technische" Zeitstrafe davon undsoweiter. Schlechte Noten für das Magdeburger Gespann. :nein:
    Richtig lagen Sie allerdings mit glatt Rot für Konitz - warum lässt er nicht die Finger weg... :wall:

    Ärgerlich auch die Provokationen einiger Balinger Fans im Spiel Richtung Dormagener Zuschauer; bisher hatte ich die Balinger Gruppe eigentlich immer als faire und sympathische Gruppe in Erinnerung. :verbot:

    Dormagen kämpft weiter an allen Fronten für Bundesligahandball: Fans und Zuschauer, Spieler, Funktionäre und Sponsoren.
    (Uns) Allen weiter einen langen Atem!!!
    Am 26.04.gibt es in Dortmund das nächste Endspiel.

    NGZ von morgen:

    Dirk Andres schaltet Anwalt für Sportrecht ein
    VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 18.04.2011 - 20:01

    DHC Rheinland (NGZ). Die Bandagen werden härter, mit denen der Dormagener HC Rheinland um die Lizenz für die Zweite Handball-Bundesliga kämpft. Insolvenzverwalter Dirk Andres hat nicht nur fristgerecht Beschwerde gegen die Entscheidung der unabhängigen Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga (HBL) eingelegt, sondern auch den auf Sportrecht spezialisierten Rechtsanwalt Thomas Summerer eingeschaltet.

    Der Münchner Anwalt gilt als Experte in Sachen Lizenzierungsverfahren. Mit seiner Hilfe – die Kosten für das Engagement übernimmt der DHC-Sponsor TPG Dormagen – sollen "alle weiteren zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel" ausgeschöpft werden. Zunächst wird sich das Präsidium der HBL in einer Sitzung am 26. April mit der Dormagener Beschwerde beschäftigen.

    Folgt es der Auffassung der Lizenzierungskommission, bleibt dem DHC Rheinland noch der Gang vor das Schiedsgericht der HBL ehe unter Umständen der Klageweg beschritten wird. Andres machte jetzt vor den Sponsoren des DHC deutlich, dass er gewillt ist, alle Mittel auszuschöpfen. Er hält die Einschätzung der Lizenzierungskommission, wegen des laufenden Insolvenzverfahrens über das Vermögen der DHC Rheinland GmbH & Co. KG sei mit Blick auf die neue Saison die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben, für "schlichtweg falsch. Durch das finanzielle Engagement von Fans und Sponsoren kann der DHC die Saison zu Ende spielen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit haben wir der HBL äußerst umfassend und transparent dargelegt", sagt Andres.

    Die "anwesenden Sponsoren" hätten auf der Informationsveranstaltung ihre Unterstützung "wiederholt bekräftigt. Damit können wir unser Konzept umsetzen und den DHC Rheinland über ein Insolvenzplanverfahren entschulden", zeigt Andres die weitere Vorgehensweise auf. "Die Insolvenz wäre dann voraussichtlich bis spätestens Mitte Juni beendet und der DHC könnte dann in der nächsten Saison ohne Verbindlichkeiten in der Zweiten Liga antreten."

    Da die Sponsoren ihre Bereitschaft signalisiert hätten, sei er "weiterhin sehr zuversichtlich, bis Saisonende durchspielen zu können", meint der Insolvenzverwalter. Die nächsten beiden Partien stehen rund um Ostern auf dem Programm: Am Donnerstag kommt die HBW Balingen-Weilstetten ins Sportcenter, die Partie wird um 20.15 Uhr von den Schiedsrichtern Ronny Dedens und Nico Geckert angepfiffen. Vorverlegt ist das nächste Auswärtsspiel bei FrischAuf Göppingen: Es steigt am Dienstag, 26. April – am Tag, an dem das HBL-Präsidium entscheidet.

    Also ich persönlich bin da offen was das Thema Lizenz für die zweite Liga angeht. Wenn diese nicht erteilt wird, weil sich die aktuelle Spielbetriebsgesellschaft in einem Insolvenzverfahren befindet, was (wahrscheinlich) zu einer erfolgreichen Weiterführung des Betriebs verlaufen wird sehe ich kein Problem für eine Lizenz. Allerdings verstehe ich auch die Lizenzgeber, dass die mögliche Unsicherheit bezüglich der Gläubigerversammlung Ende Mai für "Unruhe" sorgt. Ich denke der Fall Delitzsch hat dazu sein übriges getragen.

    So sehe ich das auch. Letztlich hat die Lizensierungskommission recht, was aber vor dem HBL-Präsidium oder dem Schiedsgericht nichts heißen muss, da dort die erwähnten "weichen" Fakten eine Rolle spielen KÖNNEN.
    Das sich viele Dormagener hier über die HBL-Lizensierungskommission aufregen, kann ich nicht verstehen. Als es die "Lex Gummersbach" gab, hat sich fast ganz Deutschland aufgeregt, danach hat es ein Umdenken im Deutschen Handball gegeben und die Lizensierungsrichtlinien sind immer weiter angepasst und verfeinert worden.
    Jetzt auf "früher" zu verweisen ist Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Paragrafenreiterei vorzuwerfen ist auch so eine Sache: man stelle sich nur einen Zivilgerichtsprozess vor, in dem ich verliere, weil das Gericht die unumstößlichen Fakten, die für mich sprechen, zu Gunsten der Gegenpartei auslegt!
    Ich kann übrigens auch die Verschwörungstheorien bezüglich Uli Derad nicht verstehen, die hier postuliert werden.
    Welches Interesse sollte er daran haben, den Dormagener Handball "platt" zu machen? Über die wirtschaftliche Seite kann und will ich öffentlich nicht urteilen, Fakt ist aber, dass er bis zum Angebot des THW Kiel für den Dormagener Handball 24S tunden am Tag gelebt hat - fragt mal seine Frau Barbara.

    Was ich nur nicht verstehe ist, wenn der DHC eine neue Gesellschaft gegründet hätte und diese die Lizenz beantragt hätte, hätte sie diese als "Nachfolgeverein" bekommen? Sehe ich das richtig?


    Ja (bis auf die Einschränkung von LF im Post davor), das hat doch der TuS Nettelstedt zwei Mal innerhalb von kürzester Zeit vorgeführt, als er vom TuS Nettelstedt zu Lübbecke und später zu N-Lübbecke wurde und sich alle gefragt haben, ob das denn so rechtens wäre...

    Auch wenn es viele nicht hören wollen: ich persönlich plädiere weiter für eine kreisweite Lösung im Verbund mit dem TV Korschenbroich; die Bergischen Löwen sind für mich da ein gutes Vorbild.

    Den Ausführungen von Ronaldo und Lothar ist leider nichts entgegenzusetzen, außer Wut und Emotionen, die aber keine Rolle spielen. Der DHC hat va banque gespielt und verloren. Die Statuten hat auch der DHC mitgetragen und den (grob) fahrlässigen Fehler gemacht, sich nicht beim Torwarttrainer, der Justiziar der HBL ist, im Vorfeld eines Insolvenzantrages kundig zu machen.
    Hier rächt es sich vielleicht, dass mit Herrn Lieven einer in der ersten Reihe sitzt, der keine sportpolitische Kontakte besitzt.

    Die HBL hat auch in der vor einer Woche abgegeben PM deutlich gemacht, dass man sich an die Spielregeln aller halten werde - das Urteil kommt alleine deshalb nicht überraschend.
    Warum die HBL gerade von der Mölichkeit, eine vielleicht bestehende Lücke zu Gunsten des DHC zu nutzen nicht Gebrauch gemacht hat, zeigt die PM der HBL heute: Zweifel am Dormagener Zukunftskonzept.

    Sachlich also alles richtig, nur das es halt diesesmal "uns" trifft, und nicht einen anderen Verein...

    Ernsthaft hat der DHC eigentlich nur noch den "Gnadenweg" über das HBL-Schiedsgericht vor sich, bei dem er entweder abseits der Lizensierungsrichtlinien die Richter überzeugen kann, oder es werden innerhalb der Einspruchsfrist neue Fakten geschaffen, sprich Abschluss des Insolvenzverfahrens oder Vorverlegung der Gläubigerversammlung mit einer Absichtserklärung der Gläubiger, die vielleicht ausreicht. Letzteres natürlich mit Fragezeichen.
    Ob der Atem lang genug dafür ist, bei den derzeitigen Spielern, dem designierten Trainer, den Gläubigern, den Sponsoren und den Fans und Zuschauern kann ich nicht beurteilen, ich befürchte aber, dass jetzt die Ersten einknicken werden.

    Gespannt bin ich, wie sich Leistungszentrum und Sportinternat weiterentwickeln werden; Dormagen wird nicht nur um den Bundesligahandball ärmer...

    Mit der dpa wurde auch gesprochen ;)

    Folgendes von der DHC Homepage:

    Zitat

    "Wir wollen keine Sonderregelung"
    Dr. Dirk Andres: Etat für kommende Saison ist abgesichert

    Die Berliner Füchse stellten einen Spieler ab, mehrere Bundesliga-Teams übernahmen die Fahrtkosten vom insolventen DHC Rheinland. Nun planen die Fans sogar eine Demo zur Handball-Zentrale in Dortmund. Ein Club kämpft ums Überleben, die Solidarität ist groß. Der Club wird mit Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres gegen die Ablehnung der Lizenz für die 2. Bundesliga Beschwerde einlegen. "Der Etat für die kommende Saison in der 2. Bundesliga ist bereits abgesichert. Die entsprechenden Verträge, der genaue Ablauf des Insolvenzplanverfahrens für die Entschuldung der GmbH liegen der HBL bereits vor. Am 26. Mai müssen die Gläubiger nur noch zustimmen", sagte Andres heute der Nachrichtenagentur dpa. "Wir wollen keine Sonderregelung, nur bestehende Regeln anwenden. Wir sind sicherlich leistungsfähiger als der ein oder andere Ligakontrahent." Andres will den HBL-Bescheid nun genau prüfen und dann weitere rechtliche Schritte einleiten.

    Immerhin konnten mit der Insolvenz, die spätestens am 10. Juni abgearbeitet ist, die alten Verbindlichkeiten der GmbH beglichen werden. Der Etat für die neue Zweitliga-Saison soll bei 1,1 Millionen Euro liegen, entsprechende Verträge von Wirtschaftsprüfern sind dem Lizenzierungsantrag für die 2. Bundesliga bereits beigefügt worden. Offenbar wurde dies von der HBL nicht berücksichtigt, die Lizenzierungskommission fällte das Urteil aufgrund von formalen Richtlinien.

    Der DHC Rheinland hatte nach Bekanntwerden der finanziellen Probleme am 8. Februar Insolvenzantrag gestellt. Die Schwierigkeiten im 1,5-Millionen-Etat entstanden durch die Nichteinhaltung der Verpflichtungen eines Namenssponsors für die DHC-Spielstätte. Dank der Initiative des Clubs, der Fans, der Sponsoren und auch durch die Hilfe anderer Erstliga-Vereine konnten zuletzt 200.000 Euro akquiriert werden, damit die Erstliga-Saison zu Ende gespielt werden kann.

    Tja, wenn der Kopf abgeschlagen wird, zuckt der Körper noch nach.

    Interessant: während der Dormagener Pressesprecher in offizieller Funktion von

    Zitat

    Die unabhängige Lizenzierungskommission der TOYOTA Handball-Bundesliga e. V.


    schreibt (http://www.dhc-rheinland.de),
    ist auf seiner eigenen Internetpräsenz (auch ohne den Hinweis auf eine PM des DHC) von

    Zitat

    Die "unabhängige" Lizenzierungskommission der TOYOTA Handball-Bundesliga e. V.


    die Rede (http://www.dormago.de)

    Ebenfalls interessant, der Artikel auf Handball-world.com, in dem es u.a. heißt:

    Zitat

    Darüber hinaus aber hatte die Lizenzierungskommission offenbar deutliche Zweifel am Zukunftskonzept der Dormagener, die Richtlinien der HBL ließen im Grunde auch keine andere Entscheidung zu.


    und:

    Zitat

    Die immer wieder kursierenden Grüchte, seitens der Liga sei im Gespräch mit dem DHC nicht mit offenen Karten gespielt worden, wies der Ligaverband unterdessen zurück. "Der DHC Rheinland ist von der Lizenzierungskommission seit Anfang März 2011 mehrfach, sowohl in Gesprächen als auch schriftlich, auf die Konsequenzen einer Insolvenzeröffnung hingewiesen worden", erklärte die HBL:

    Sollte der DHC innerhalb einer Woche (Einspruchsfrist gegen die Entscheidung) die Insolvenz positiv beenden können, könnte die Lizenz doch noch erteilt werden.
    Glaubt wer daran?

    Ich denke, gegen Balingen am Gründonnerstag (wie passend zu Ostern) wird der DHC zu Grabe getragen. Letztes Heimspiel, Saison vorbei.


    Kommentieren werde ich den Ganzen Vorgang nicht, ich wäre dazu nicht fähig, das Ganze objektiv und neutral zu sehen...

    So sehr mir auch das Herz blutet und so sehr ich es mir anders wünschen würde: die Argumente, Richtlinienzitate und Schlußfolgerungen von Helge sind m.E. nach nicht nur richtig, sondern auch stichfest.
    Da ich ihn Fachmann sehr schätze, bleibt dem DHC wohl nur die Hoffnung auf eine positive Auslegung der Tatsachen oder eventuell ein "Gnadengesuch" vor dem Schiedsgericht.

    Und seien wir ehrlich: alles andere scheint nicht seriös.
    nervös macht mich insbesondere der Satz aus der PM der HBL:
    "Die Entscheidung über die Erteilung einer solchen Lizenz wird auf Grundlage der von allen Bewerbern für die 2. Handball-Bundesliga einzuhaltenden Lizenzierungsrichtlinien erfolgen."

    Offenbar ist der Insolvenzverwalter auch aus den anderen Sportarten andere Lizensierungsrichtlinien gewöhnt, denn sonst hätte er selbst sich kaum so "siegessicher" von Anfang an gezeigt.
    Und ob der "Lieven-Bericht" jetzt für gute Stimmung bei der HBL sorgt, kann sich auch jeder selbst beantworten...

    Bleibt nur noch eine Kerze aufzustellen und zu hoffen, dass allen Unbillen, allen Fehlern und allen Personen zum trotz am 11.04. nicht die Lichter in Dormagen ausgehen.

    Interessant was zusätzlich zum oben bereits bekannten Artikel auf der DHC Homepage steht:

    Zitat

    Der DHC Rheinland sei in den letzten Wochen durch die Lizenzierungskommission mehrfach darauf hingewiesen worden, dass eine von den Vorgaben der Lizenzierungsrichtlinien abweichende Sonderregelung nicht erfolgen werde. Die unabhängige Lizenzierungskommission setzt sich zusammen aus Dr. Siegfried Friedrich, Wirtschaftsprüfer der Firma Rölfs Partner, Rolf Nottmeier, Vorsitzender Richter am Arbeitsgericht Minden und Frank Bohmann, Geschäftsführer der TOYOTA HBL.

    Die Stellungnahme der Liga macht aus Sicht des DHC deutlich, dass einer Lizenzvergabe für die 2. Liga nichts im Wege steht. Eine Sonderregelung werde von den Rheinländern schließlich nicht gefordert. Die Position von Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres wird auch deutlich im Video auf DHC-TV. Es wurde von Herbert Kurth bei der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Friesenheim erstellt. Aufgrund einer technischen Störung enthält das Video nicht alle Beiträge der Pressekonferenz. Wir danken für den von Marc Pesch zur Verfügung gestellten Ton.

    ...Nur wurde Daniel Stephan nicht unbedingt dafür geholt, neue Sponsoren zu generieren. Sein Aufgabengebiet zielte eher darauf ab, junge, hochtalentierte Spieler günstig nach Düsseldorf zu holen...durch seinen Namen...


    Pressemitteilung der HSG Düsseldorf:
    PM Verpflichtung Daniel Stephan
    in der es u.a. heißt:

    Zitat

    Neben der Verantwortung, die Daniel Stephan im sportlichen Bereich übernimmt, soll der gebürtige Rheinhausener gemeinsam mit Manager Frank Flatten Sponsorenpflege und -gewinnung betreiben.


    und

    Zitat

    Er kann dem Verein helfen gemeinsam mit Manager Frank Flatten Türen in der regionalen Wirtschaft zu öffnen.

    Welch ein Desaster.

    Ich denke, viele die heute abend kommen, kommen in der Hoffnung, dass es mit den 200.000 gereicht hat und der DHC und damit Dormagens liebstes Kind fortbesteht.
    Was für eine Enttäuschung, dass es nach(!) der Zielgerade doch nicht gereicht hat.

    Wie bitter, wenn Du mit guten Nachrichten rechnest und dann heute nicht die Rettung, sondern das (vor)letzte Heimspiel feierst.

    Was der Dormagener Handball und die Zuschauer in den letzten drei Jahren an Höhen, Tiefen, Wundern und Wunderlichkeiten erlitten hat, das erleiden andere Vereine in ihrem ganzen Lebenszyklus nicht...

    cmb

    Die DHC-Homepage ist nicht (mehr) erreichbar.
    Was genau steht denn dort?

    Das hier habe ich eben gefunden unter:
    http://www.insolvenz-ratgeber.de/lizenzerteilun…fae/2011/04/01/

    Zitat

    Die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga hat im Laufe dieser Woche den vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres darüber informiert, dem DHC Rheinland die Lizenz für die 2. Bundesliga aller Voraussicht nach nicht zu erteilen.

    „Wir können diese Entscheidung absolut nicht nachvollziehen und werden rechtliche Schritte einleiten“, sagt Andres. Laut HBL-Lizenzierungsbedingungen könne nach Auffassung der Kommission nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Lizenz auch für die 2. Handball-Bundesliga nicht erteilt werden. „Wir sehen das anders. Unseres Erachtens decken die Lizenzierungsbedingungen eine derartige Entscheidung nicht“, so Andres weiter.

    Der DHC Rheinland könne nach Auffassung von Andres durch den vorbereiteten Insolvenzplan die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sicherstellen und somit den Spielbetrieb aufrecht erhalten. Das Amtsgericht Düsseldorf wird heute das Insolvenzverfahren über das Vermögen der DHC Rheinland GmbH & Co. KG eröffnen.

    Vor dem Hintergrund der zu erwartenden HBL-Entscheidung muss Andres die Situation beim DHC Rheinland vollständig neu bewerten. „Einige Sponsorenzusagen wurden unmittelbar nach Bekanntwerden der HBL-Auffassung bereits wieder zurückgezogen, so dass wir den Geschäfts- und Spielbetrieb bis zum Ende der Saison nicht gewährleisten können“, sagt Andres. Ohne ein positives Signal der HBL-Lizenzierungskommission könne man den Spielbetrieb voraussichtlich nur bis Ende April sicherstellen. „Dabei hätten wir gemeinsam mit tatkräftiger Unterstützung der Fans und Sponsoren unser Ziel erreicht“, ergänzt Lieven.

    Der Handball-Bundesligist DHC Rheinland hatte am 8. Februar 2011 beim zuständigen Amtsgericht in Düsseldorf Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Daraufhin wurde Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

    :pillepalle:

    Viele gute Ansätze bei den Überlegungen von tsvfieber, aber auch viele Spekulationen.
    Das ausdünnen der Funktionsträger halte ich dann nicht für verkehrt, wenn im Gegenzug eine Agentur auf Provisiosbasis sich um das Sponsorengeschäft kümmert.
    D.h. Jojo und Roman würden den organisatorischen Bereich beackern, was ihnen vermutlich auch mehr liegt.
    Mit Khalid käme mein Wunschtrainer, der mit entsprechender "Machtfülle" im sportlichen Bereich ausgestattet werden muss. Dann könnte es funktionieren.
    Wichtig ist, wie der finanzielle Spielraum aussieht, den der DHC nächste Saison hat. Sollte der Etat keine Mannschaft hergeben, die im oberen Drittel der zweiten Liga mitspielen kann, sollten die bisherigen Spieler, wovon ich ausgehe, tatsächlich überwiegend weggehen, dann wird sich -angesichts der 8 Punkte Hypothek- sicher auch die Liebe der Fans und Zuschauer zum DHC schnell erkalten...

    Die Noch Euphorie des "Wir schaffen das" muss jetzt ziemlich schnell auf belastbare Fakten zur nächsten Saison gestellt werden. Dafür müssen die DHC-Verantwortlichen raus aus dem Schneckenhaus und aktiv das Gespräch mit dem Umfeld suchen, ihr Konzept erläutern und dieses und sich selbst vielleicht auch mal öffentlich auf den Prüfstand stellen lassen.

    Denn da sehe ich es ganz genau wie TSV-Fuchs: "Insofern sollte die DHC-Führung zusehen, dass sie nicht das (letzte) größte Kapital des Vereins, die starke Verbundenheit seiner Fans, verspielt."

    Auszug eines Artikels der DHC-Homepage:

    „Nur wenn wir die Saison zu Ende spielen, haben wir die Voraussetzung geschaffen, den DHC Rheinland über einen Insolvenzplanverfahren zu sanieren und dem Profihandball in Dormagen eine Zukunft zu geben“, erklärt Andres. Ein weiterer nennenswerter Betrag sei kurzfristig nötig, um die Insolvenz und damit den Zwangsabstieg abzuwenden.

    In der nächsten Saison würde der DHC Rheinland dann in der 2. Handball-Bundesliga spielen. „Wir haben einen betriebswirtschaftlich fundierten Etat aufgestellt. Den Lizenz-Antrag hat Geschäftsführer Heinz Lieven persönlich bei der HBL eingereicht. Um allerdings überhaupt erst in der nächsten Saison antreten zu können, müssen wir über Sponsoren die bestehende Deckungslücke schließen“, sagt Andres.

    Ich bin gespannt,bis April ist jetzt Zeit !


    Ist es das?
    Zeit ist doch nur bis zum 01.03., denn -so habe ich es bis jetzt verstanden- bis dahin müssen die Unterlagen für die Lizenzerteilung 2011/12 eingereicht werden, oder?

    Ein Bekannter sagte mir übrigens gestern, dass es an der Sponsorenfront nach wie vor "mau" aussähe.
    Scheint so, dass außer 2500 Handballverrückten und ein bis zwei handvoll Sponsoren niemand Handball in Dormagen sehen will...

    Steinar
    auch hier 100% Zustimmung. Ich habe immer große Stücke auf Khalid gehalten!!!

    M.E. nach könnte das noch viel weiter gehen: wenn der DHC alleine nicht überlebensfähig im Kreis Neuss ist, andererseits den Korschenbroichern die Infrastruktur fehlt, wäre es fatal, zwei Bundesligisten im Kreis zu haben, die beide mehr schlecht als recht über die Runden kommen.

    Oli
    Volle Zustimmung zu Deinem Beitrag. Ich kann verstehen, dass Kai nach 10 Jahren, wovon viele nicht einfach waren, quittieren will.
    Er hat -auch von mir- in den Jahren bis zum Aufstieg einiges an Prügel einstecken müssen, danach aber seine Linie gefunden (mit Ausreißern nach unten) und ist der Vater der drei Jahre Bundesliga, die wir derzeit erleben.
    Ich halte ihn für so professionell, dass er bis zum Ende alles gibt - das haben seine Spieler hier auch jederzeit gezeigt!
    Die letzten zwei Jahre "Dormagener Umfeld" hat kein Trainer der Welt verdient, am wenigsten einer, der sich so für seinen Verein engagiert hat...
    Das mit dem Ende habe ich mal bewußt offen gelassen - hoffentlich "nur" das Ende der Ära Kai Wandschneider...