Den Ausführungen von Ronaldo und Lothar ist leider nichts entgegenzusetzen, außer Wut und Emotionen, die aber keine Rolle spielen. Der DHC hat va banque gespielt und verloren. Die Statuten hat auch der DHC mitgetragen und den (grob) fahrlässigen Fehler gemacht, sich nicht beim Torwarttrainer, der Justiziar der HBL ist, im Vorfeld eines Insolvenzantrages kundig zu machen.
Hier rächt es sich vielleicht, dass mit Herrn Lieven einer in der ersten Reihe sitzt, der keine sportpolitische Kontakte besitzt.
Die HBL hat auch in der vor einer Woche abgegeben PM deutlich gemacht, dass man sich an die Spielregeln aller halten werde - das Urteil kommt alleine deshalb nicht überraschend.
Warum die HBL gerade von der Mölichkeit, eine vielleicht bestehende Lücke zu Gunsten des DHC zu nutzen nicht Gebrauch gemacht hat, zeigt die PM der HBL heute: Zweifel am Dormagener Zukunftskonzept.
Sachlich also alles richtig, nur das es halt diesesmal "uns" trifft, und nicht einen anderen Verein...
Ernsthaft hat der DHC eigentlich nur noch den "Gnadenweg" über das HBL-Schiedsgericht vor sich, bei dem er entweder abseits der Lizensierungsrichtlinien die Richter überzeugen kann, oder es werden innerhalb der Einspruchsfrist neue Fakten geschaffen, sprich Abschluss des Insolvenzverfahrens oder Vorverlegung der Gläubigerversammlung mit einer Absichtserklärung der Gläubiger, die vielleicht ausreicht. Letzteres natürlich mit Fragezeichen.
Ob der Atem lang genug dafür ist, bei den derzeitigen Spielern, dem designierten Trainer, den Gläubigern, den Sponsoren und den Fans und Zuschauern kann ich nicht beurteilen, ich befürchte aber, dass jetzt die Ersten einknicken werden.
Gespannt bin ich, wie sich Leistungszentrum und Sportinternat weiterentwickeln werden; Dormagen wird nicht nur um den Bundesligahandball ärmer...