ZitatAber wie heißt es so schön, erst in der Not erkennt man seine Freunde!! das ist mit den echten Fans nicht anders. Die leute, die das Risiko auf sich genommen haben, haben einiges zu verlieren. Der Fan "nur" sein Hobby.
Rückt zusammen und helft, auch wenns zunächst schwer fällt und die Enttäuschung noch groß ist. Die anderen lachen sich über die Rheinländer ins Fäustchen.
Also ich gehe beispielsweise seit 1983 zum Handball, war damals 14, bin heute 40. Das ist für mich mehr als mein Hobby, der Handball in Dormagen war ein großer Teil meines Lebens!
Das, was sich hier allerdings in den letzten zwei Jahren entwickelt hat, insbesondere sportlich und von der sportlichen Leitung her, lässt es selbst mir schwer fallen, noch an den Dormagener Handball zu glauben. Ich muss gehstehen, dass ich die letzten Heinspiele meine Dauerkarte einfach "abgesessen" habe, gegen Göppingen bin ich nichtmal mit Freude hingegangen, sondern nur, weil ich das Spiel bereits bezahlt hatte.
Dann sitzt man da und nach 10 Minuten weiss man, dass man mit dem Abend besser was anderes gemacht hätte: denn während in den letzten Jahren die "Großen" auch mit 10 Toren gewonnen hatten, mussten sie sich dort noch anstrengen, um so hoch zu gewinnen. Jetzt aber ist jedes Heimspiel ein Trainingsspiel für den Gegner. Und da der Funke von (der nicht mehr bei den Fans präsenten) Mannschaft nicht mehr auf die Tribüne umspringt, sitzen die paar Zuschauer da und ertragen das Spiel.
Ich bin auch in Hamm gewesen, mit drei Freunden, die ebenfalls schon seit "Ewigkeiten" zum Handball gehen. Wir waren alle niedergeschlagen ob der Qualität der Mannschaft und dass man bei einem solchen Gegner (Sorry, liebe Ahlener und Hammer!) solche einfachen Punkte liegen lässt.
Und dann die PK, in der die Abwehr gelobt wird (die Holmgeirsson und Pomeranz ständig frei zum Wurf kommen lies, weil keiner mal dem Schützen entgegen gekommen ist), sogar Vitali gelobt wird (der keinen hoch geschossenen Ball hielt, sondern bei fast jedem dieser Bälle den Kopf einzog oder runter ging) und der Trainer sich zufrieden zeigt.
Eine Auszeit, in der die Torhüter zunächst unter sich sind, bevor Herr Dröge mit Händen in den Hosentaschen locker zu den beiden herüber schlurft - was ist das denn für eine Körpersprache? Signalisiert das der eigenen Mannschaft und dem Gegner Siegbereitschaft?
Es fällt mir zunehmend schwerer, mich für den Handball in Dormagen, egal welches Etikett er trägt, zu begeistern - wie denn auch?
P.S.: Mein Sohn ist in einem Alter, in dem er anfängt, sich für Sport zu interessieren; er erkundigt sich nach dem DHC, wenn ich da war, würde gerne auch ab und an Heimspiele besuchen.
Aber wie soll ich ihn begeistern, bei einem Spielplan, der nur gegen Gummersbach und Lemgo die Möglichkeit lies, den Nachwuchs überhaupt mitzunehmen? Und wenn ich dann immer nach Hause komme und erzählen muss, dass der TSV oder DHC wieder mal verloren hat, dann fragt er völlig zu recht, was das denn für eine schlechte Mannschaft sei.
Dann erzähle ich ihm das, was ihr hier immer erzählt: rückt zusammen, wir haben kein Geld und so weiter.
Mittlerweile fragt er nach den Fußballergnissen...