Beiträge von Bayerwisser

    Traurig, traurig: mit Daniel Mestrum verlässt der nächste (talentierte) Spieler Dormagen und schließt sich dem Ligakonkurrenten Korschenbroich an.
    Offenbar bietet selbst das kleine Korschenbroich mittlerweile mehr Perspektive, als der Höhenberg...
    Ich wüsste gern, was den Ausschlag gibt? Das Finanzielle? Das Sportliche? Das (professionelle?) Umfeld? Die Vereinsführung?

    Vom alten DHC Kader sind damit meines Wissens bis auf den Dauer- und weiter Langzeitverletzten Arnaud und Alexander Kübler (Tobi Plaz klammere ich mal aus) alle aus der letztjährigen DHC-Truppe weg. Mit Doetsch gibt es immerhin einen Neuzugang für die Oberligamannschaft.
    Wie lange das wohl gut geht, wenn nach dem Abstiegskampf in Liga 1 und dem Abstiegskampf in Liga 2 nun bald auch der Abstiegskamnpf in Liga 3 ansteht?

    Im Internet ist der DHC Rheinland bereits Geschichte: seit 2 Tagen ist die Seite des DHC abgeschaltet.

    Das letzte Kapitel am Samstag war einfach nur unwürdig für den Club und seine Fans: Kein Hallenheft, keine Pressekonferenz, keine Verabschiedung der Spieler, auch nicht für den langlanglangjährigen Betreuer Herbert Genzer.
    Der TSV Bayer lies (mal wieder) die Chance verstreichen, für sich selbst Werbung zu machen, quasi "Kunden zu binden".
    Kein Dank von irgendeiner Seite an Spieler, Fans und Sponsoren, die lange die Treue hielten und Geduld bewiesen. Weder in der Halle noch über die Homepage.
    Sich selbst verdrückt, für dier Homepage Knöpfchen gedrückt.

    Zapp. Aus.

    Beispiellos stillos.

    Leider falsch spekuliert, Geige.
    Nachdem Du Deinen Club genannt hast, habe ich nachgeschlagen, wann Dormagen gegen Leipzig gespielt hat und mir daraufhin den Thread rausgesucht. :baeh:

    Das mit Essen habe ich nur als Beleg genommen für die Eindimensionalität Deinerseits, die Du anderen vorwirfst.

    Und zum Schluss: ich habe keinen Zwist mit Dir. Warum auch?
    Entspricht es etwa Deiner Mentalität, Dich geprügelt zu fühlen, wo keine Prügel ist? :rolleyes:

    Meine Beiträge in diesem Thread sollten nur dazu dienen, bei den Dormagenern -und vielleicht auch dem einen oder anderen Ehemaligen oder Auswärtigen- Erinnerungen an 29 Jahre Dormagener Handball wachzurufen oder wiederzubeleben.
    Du hast Deinen Beitrag geleistet, ob es mir passt oder nicht, ich habe eine andere Meinung zum Spiel und deinem Beitrag, dass muss halt Dir passen oder nicht.
    Keine zwei Meinungen sollte es über die Art und Weise geben, mit der Du hier eröffnet hast... :verbot:

    Ihr habt eine grandiose Saison gespielt, oft auch Auswärts prima aufgetrumpft und viele Spiele in der Schlussphase entschieden: es ist gar nicht nötig da "nachzutreten" wo nix zum treten ist.

    Geige

    Mit "Ich bin ein Scheiß Ossi" wäre übrigens die Clubzugehörigkeit -bei mehren Clubs aus dem Osten der Repubik- immer noch nicht geklärt, immerhin hast Du ja 2 Posts weiter mal den Club genannt. Prima.

    Im übrigen weiss ich echt nicht, was Dein Problem ist:
    - Falscher Thread für derartiges Nachtreten.
    - Du hast bereits mehrfach im Thread "16.Spieltag" Deine Meinung zum Spiel DHC gg. Leizpig und TuSEM gg. Leipzig kundgetan, warum hier auch noch, wo das Spiel des DHC gegen Leipzig keinerlei Erwähnung oder gar Wertung erfährt, außer der, dass mit der Heimniederlage der sportliche Niedergang des DHC begann?

    Was willst Du also?
    Die Erinnerungen an das Spiel waren es mir einfach nicht wert, Erwähnung zu finden; so einfach ist das.


    Am Ende halte ich es mit Steinar aus dem post
    http://www.handballecke.de/board2-nationa…012/#post681079

    Zitat:

    Zitat

    Du machst dich echt noch lächerlich ... aber schön dass du Spaß hast. [...]

    So, die Messe ist gelesen, das Buch Profihandball in Dormagen zugeklappt.
    Wie angekündigt habe ich den letzten Teil nun aktualisiert und abgeschlossen. Er bezieht sich nur auf diese Saison, der Rest der Texte ist unverändert und steht ja in den anderen Beiträgen zu Verfügung.

    Viel Spaß beim Lesen.


    P.S.: auf Grund der beschränkung auf 150KB der Anhang zunächst als Textdatei, ich tausche ihn morgen gegen pdf.

    PDF Anhang ist nun auch da.

    Da Bietigheim freundlicherweise einer Spielverlegung in den Mai nicht zugestimmt hat, geht die Geschichte des TSV / DHC mit einer weiteren Farce zu Ende:

    Zitat

    Das letzte Spiel des "Dormagener Handball-Club Rheinland" / DHC erwartet heute um 19.30 Uhr die SG BBM Bietigheim
    Für die Gäste aus Bietigheim ist die heutige Partie im TSV Sportcenter der Saisonabschluss - für den DHC Rheinland ist das 19. Heimspiel nicht nur das Ende dieser Spielzeit 2011/12: Der Dormagener Handball-Club Rheinland verabschiedet sich heute auf dem Parkett und in Kürze auch als Gesellschaft. Die wird alsbald nach den Regeln des Insolvenzrechtes endgültig abgewickelt. Die meisten DHC-Spieler werden heute auf der Tribüne sitzen und das hat einen nachvollziehbaren Grund: Sollte sich jemand eine langwierige Verletzung zuziehen, ist der angemessene Lohnersatz nicht gewährleistet. So wird Richard Ratka zum Ende seiner Trainerzeit in Dormagen im Wesentlichen auf Spieler des TSV Bayer Dormagen zurückgreifen. Die Schiedsrichter Markus Kropp und Sebastian Siebert (Melle/Osnabrück) pfeifen das Spiel um 19.30 Uhr an.

    Das ist der passende Deckel für diesen Pott.

    Neben unserem Spiel, ist auch der Kampf um Platz 3 interessant, denn die Duelle Essen gegen Emsdetten, Eisenach gegen Erlangen und Neuhausen gegen Bietigheim (Derby) verspricht sehr viel Spannung. Davon profitieren könnten Hamm, die in Potsdam ran müssen und Leipzig, wenn sie heute gegen Bad Schwartau und Sonntag gegen Friesenheim, gewinnen. Es könnte sein, dass die Tabelle mächtig durchgemischt wird.

    Die Tabelle könnte allerdings danach noch einmal kräftig durcheinandergewirbelt werden, sollte Dormagen die Saison nicht zu Ende bringen.
    Entschieden werden soll das wohl heute abend auf einem Treffen mit den Sponsoren. Dem vernehmen nach sollen wohl einige Sponsoren nicht mehr bereit sein, Ihren Verpflichtungen nachzukommen, darüber hinaus sind zwei Spieler und zwei Vereinsangestellte wohl nicht bereit, ab Mai weiterzumachen.

    Das Kapitel Ende des Profihandballs in Dormagen könnte also eine letzte beschämende Wendung nehmen... :kotzen:

    Die GWD Fans haben lange und mächtig Stimmung gemacht in Dormagen - war zwar eher dem Fußball entlehnt, aber gut.
    Für die Mindener Anhänger hoffe ich mal, dass man das Spiel beim DHC auf die leichte Schulter genommen hat, denn wenn das, was GWD gestern abend gespielt hat, Normalform sein sollte, dann gibt der Aufstieg ein Debakel a la Hidesheim.
    Außer Doder und mit Abstrichen Schmidt ein ganz, ganz schwacher Auftritt.
    Sorry, GWD-Fans, aber das war nix. Dennoch herzliche Glückwünsche zum Aufstieg!!!

    Der DHC mit seiner Rumpftruppe und A-Jugend-Torhüter Hermann zumindest kämpferisch stark, 5 Minuten nach der Pause Unkonzentriertheit genügten GWD, um sich vorentscheiden abzusetzen. Schade, der DHC hätte einen Punkt verdient gehabt.

    Bei Dormagen fehlten neben den Verletzten Meyer, Lenz (TW), Mestrum, Plaz, Arnaud und Petro (Holmgeirsson mit Kurzeinsätzen) nun auch Konitz, der unverletzt auf der Tribüne saß und wohl auf Grund des auslaufenden Insolvenzgeldes nicht mehr für den DHC spielte und spielen wird. Sein neuer Verein kann sich auf einen charakterstarken Spieler freuen.

    Dafür gab der ebenfalls A-Jugendliche Simon Ernst sein Zweitligadebüt, durfte für die letzten 2 Minuten spielen, machte ein Tor und zeigte einmal mehr, was für ein hervorragender Ausbildungsstandort Dormagen für talentierte Handballer ist...

    Noch ist nicht klar, ob dieses Spiel gegen Minden das letzte Heimspiel des DHC war. Zumindest wurde eine spontane "Abschiedsparty" für die Mannschaft gefeiert. Derzeit sieht es so aus, als wäre das Spiel in Saarlouis am 28. das letzte Zweitligaspiel einer Dormagener Handballmannschaft.

    730 Zuschauer waren Zeuge dieser vielleicht historischen Begegnung.

    Ich sehe ein ganz anderes Problem. Sollten sowohl die DEG als auch die Handballer weg sein aus dem Profibereich, bleiben doch recht große Hallen zurück, die nicht mehr genutzt werden. Die Kosten dafür muss - natürlich - die Stadt tragen.


    Meines wissens nach wird das Castello privat von der Messe GmbH getragen und finanziert und auch der ISS Dome und die Ex-Phillips_Halle sind in privaten Händen - ich sehe nicht, dass die Stadt Düsseldorf da irgendwelche Kosten hätte.
    Düsseldorf hat -genau wie Dormagen (nur kleiner) ein Imageproblem: man will sich als Sportstadt geben, allerdings blutet der Sport aus, weil nicht mehr finanzierbar. Und von der öffentlichen Hand erwarte ich da auch keine unterstützung - da gibt es hüben wie drüben dringlichere Probleme, die finanziert und gelöst werden müssen.

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    Das war er, mein Rückblick auf 29 Jahre Spitzenhandball in Dormagen mit all seinen Höhen und Tiefen. Weder ist er vollständig, noch sollte er das sein, vielleicht ist manches nicht ganz richtig, obwohl ich mich sehr darum bemüht habe; es sind meine Erinnerungen, zumindest die, die teilenswert waren. Einiges behalte ich für mich, einiges weiß ich nicht mehr, einige Spieler sind zu kurz gekommen, ich bin mir dessen bewußt.
    Zum Abschluss noch der Versuch, so eine Art „Ehrenteam“ aufzustellen aus diesen 29 Jahren. DAS Dormagener Team schlechthin. Das ist natürlich nicht einfach und wird und soll zu Diskussionen führen, aber hier ist mein Team (mit Backup):
    Tor: Andy Thiel, Olli Bartke
    Linksaußen: Jörg „Dumbo“ Scheuermann, Nikolaj Jacobsen
    Linker Rückraum: Gerry Vukoje, Heinz Baldus
    Mitte: Dieter Springel, Michael Klemm
    Kreisläufer: Maik Handschke, Karl-Heinz „Kalle“ Töpfer
    Rechter Rückraum: Marian Dumitru, Robert Andersson
    Rechtsaußen: Tobias Plaz, Mirko Bernau
    Abwehr: Klaus Dyllong, Pascal Mahé
    Trainer: HaDe Schmitz, Kai Wandschneider

    Mein persönlicher Rückblick auf 29 Jahre Dormagener Handball:

    F) Die 2010er Jahre, Teil 2 – Alles falsch gemacht reloaded


    2011/12
    2. Bundesliga ??. Platz, Zwangsabstieg in die 3.Liga wegen Insolvenz
    Der DHC zur neuen Saison wurde wieder einmal kräftig umstrukturiert. Neben dem neuen Trainer Richard Radtka war insbesondere „der Praktikant“ Roman Kaminski neues Mädchen für alles beim DHC des Heinz Lieven und die Geschäftsstellenangestellte nun offiziell Marketing-Ansprechpartner.
    Auch die Japan-Träume wurden weiter hochgehalten, auch wenn es den VIP-Raum auf Intervention des Pächters und Wirt im Sportcenter, Uli Jung, nicht mehr gab. Radtka konnte zur neuen Saison auf Spieler bauen, die vom Potenzial her um den Aufstieg hätte mitspielen können, wären da nicht die abgezogenen 8 Punkte aus dem Lizenzentzug und Zwangsabstieg.
    Die Zweigleisigkeit der zweiten Liga war seit dieser Saison Geschichte, 20 Teams kämpften in der eingleisigen Liga nun gegeneinander.
    Mit breiter Brust ging der TSV in die Saison, gewann die ersten 5 Saisonspiele auch bei favorisierten Mannschaften und hatte vor dem Spitzenspiel gegen Essen bereits die 8 Punkte wettgemacht. Garant dafür war unter anderem der Neuzugang am Kreis und insbesondere in der Abwehr, Bastien Arnaud.
    Doch eben dieser verletzte sich vor dem Spiel gegen Essen und fiel rund 6 Monate aus. Essen teilte gut aus im Spitzenspiel, war auf das Dormagener Spiel gut eingestellt und gewann verdient 23:20. Bis zum 15. Spieltag ging es danach durchwachsen weiter: 6 Siegen standen 4 Niederlagen gegenüber.
    Mit der Heimniederlage gegen den Aufsteiger Leipzig Anfang Dezember begann für den DHC Rheinland der sportliche Abstieg: in den folgenden 12 Punktspielen verlor der TSV 11 mal! Trainer Radtkas Konzept wirkte mehr und mehr unflexibel, der Trainer selbst zunehmend ratlos.
    Nach den Weihnachtstagen platzte dann beim DHC die erste Bombe: der DHC Rheinland hatte zunächst den TSV Bayer Dormagen aus der DHC Rheinland GmbH herausgekauft, obwohl der Sportverein Lizenznehmer war, um anschließend zu verkünden, dass man mit der Insolventen HSG Düsseldorf in der kommenden Saison eine Spielgemeinschaft eingehen wolle: das Konstrukt sollte DDHC heißen und die Spiele abwechseln in Dormagen und Düsseldorf stattfinden. Der in Dormagen noch immer schlechter Erinnerung bleibende Frank Flatten sollte Geschäftsführer des Vereins werden, der den Bundesligaaufstieg anpeilte.
    Die Fans liefen Sturm: eine Spielgemeinschaft mit Düsseldorf ging gar nicht. Flatten ging gar nicht. Heimspiele in Düsseldorf gingen gar nicht. Nun hatte sich endlich auch die Dormagener Presse auf dieses theoretische Konstrukt gestürzt und zerrissen es in der Luft. Ständige Dementis und Richtigstellungen zuvor gemachter Aussagen wirkten nicht nur unprofessionell, sie kosteten auch den letzten Kredit bei dem größten Faustpfand, dass der TSV hatte: seine treuen Fans und Zuschauer.
    Auch der Wechsel von Michael Hegemann und Matthias Lenz von der auseinanderbrechenden HSG Düsseldorf nach Dormagen und der Deal mit Kyocera, die den Hallennamen zur kommenden Saison gekauft hatten, ließen Kritiker und Zweifler nicht mehr verstummen, zu viel Porzellan hatte Lieven in den letzten Monaten zerschlagen, zu viele Leute vor den Kopf gestoßen.
    Sportlich gab es die größte Demütigung für den DHC am 22. Spieltag: am 24. Februar kam der DHC nicht über ein 23:23 gegen das Rumpfteam des feststehenden Absteigers Düsseldorf hinweg. Der sportliche Tiefpunkt war erreicht.
    Der absolute Tiefpunkt in der Dormagener Handballgeschichte war das allerdings nicht, den gab es ein paar Tage danach, am 06.März 2012: ohne seine neuen Partner in Düsseldorf zu informieren, ohne Spieler zu informieren oder irgendjemanden ins Vertrauen zu ziehen oder zur Beratung Kontakt aufzunehmen, melde Geschäftsführer Heinz Lieven erneut Insolvenz an und setzte dem ganzen noch die Krone auf, indem er auch die Lizensierungsunterlagen für die kommende Saison zurückzog.
    Somit war dem DHC Rheinland jeglicher Handlungsspielraum unter dem Boden weggezogen worden, wirtschaftlich bankrott und als Absteiger in die 3. Liga feststehend war der DHC Rheinland in dem Moment Geschichte, denn in Liga 3 würde die Lizenz wieder an den TSV Bayer Dormagen gehen – und dieser hat keine Ambitionen mehr, in den Profihandball zurückzuzkehren.
    Grund für diesen Schritt waren offiziell die Anfeindungen in der Presse und den Internetforen, inoffiziell scheint jedoch die Beratungsresistenz des Geschäftsführers und ein falsch gestellter Lizensierungsantrag der Grund für den Rückzug zu sein.
    Seit dem kämpft das DHC/TSV-Team –ohne Lieven, der zum ersten Heimspiel nach dem Antrag grinsend auf der Tribüne saß- weiter: das Team um Punkte (am 25.03. der erste Sieg in der Rückrunde), die wenigen, noch verbliebenen Zuschauer um würde und Anstand, der Insolvenzverwalter für ein sportliches Saisonende und der TSV Bayer Dormagen für eine solide Finanzierung eines Drittligateams.
    Nach dem nun feststehenden dritten Zwangsabstieg ist das Kapitel Bundesligahandball (Erste und Zweite Bundesliga) offiziell erledigt. Dormagen verschwindet von der Bundesligalandkarte.
    Was bleibt ist Platz 16 von 88 in der ewigen Tabelle der Bundesliga mit 16 Spielzeiten, Platz 18 von 158 in der ewigen Tabelle der zweiten Bundesliga mit nur 12 Spielzeiten – und diese Erinnerungen.
    Mach´s gut, TSV. Danke für viele schöne Jahre und Momente in meinem Leben.

    Mit Ablauf der Saison wird der Rückblick auf die laufende Saison noch einmal aktualisiert werden.