Zitat"Wollen zeigen, dass wir sehr wohl noch Bock haben"
(AT) Noch zwei Spiele stehen für die SG Leutershausen in der 2. Handball-Bundesliga an. Und weil die Teufel sowohl heute um 19.30 Uhr gegen Solingen, als auch am kommenden Samstag gegen den TV Willstätt Heimrecht in der Beck-Halle genießen, wollen sie sich natürlich von ihren Fans auch mit Siegen verabschieden.
Der letzte Leutershausener Erfolg ist schon eine Weile her, am 9. April bezwangen die Bergsträßer zuletzt den EHV Aue mit 35:33. Danach setzte es in Obernburg, gegen Bietigheim, Friesenheim und zuletzt beim empfindlichen 21:36 in Dormagen vier Niederlagen in Folge.
"Es wird Zeit, dass wir wieder mal einen Sieg landen", hofft nicht nur Axel Wilbrandt, dass die schwarze Serie zu Ende geht. Gegen die SG Solingen sollte der torgefährlichste Angriff der 2. Liga eigentlich keine Probleme haben. Die Klingenstädter haben den Klassenverbleib bereits geschafft und werden in der kommenden Saison ohnehin nicht mehr als SG Solingen auflaufen. Zusammen mit dem LTV Wuppertal fusioniert man zu den "Bergischen Löwen" und hoffen so, die rückläufigen Zuschauerzahlen zu stoppen und wieder mehr Sponsoren für sich zu gewinnen.
Für Leutershausen geht es darum, wieder zur spielerischen Linie zu finden. Nicht nur die Abwehrarbeit ließ zu wünschen übrig, zuletzt waren auch die Angreifer nicht mehr bei der Sache, verzettelten sich in Einzelaktionen und vergaßen das Mannschaftsspiel. "Das muss besser werden, schließlich wollen wir uns gut verabschieden, auch wenn einige Spieler den Verein verlassen", macht Petr Hrachovec nach der Lizenzerteilung am Dienstag wieder bessere Stimmung aus. "Das war sehr wichtig für den Verein und die Region."
Der 33-jährige Rechtsaußen geht davon aus, dass er seinen Vertrag bei den Teufeln verlängern wird. "Ich möchte bleiben, wir sind uns praktisch einig." Das gleiche gilt auch für Florian Schmitt und auch mit Daniel Pankofer befindet man sich noch im Gespräch. "Ich hoffe, dass noch in der laufenden Saison eine Entscheidung fällt, aber es müssen einige Punkte geklärt werden." Der Freude über die Lizenzerteilung steht nicht nur bei Pankofer die Trauer über den Weggang von Hannes Volk gegenüber. "Das ist bitter für die Mannschaft, wenn auch sportlich und menschlich nachvollziehbar."
So empfindet das auch Thomas Zahn, der seine nahe Zukunft weiter in der Region sieht. "Mein Studium steht an vorderster Stelle, deshalb habe ich über ein Angebot aus Gummersbach auch gar nicht groß nachgedacht. Allerdings kann ich jeden der weg geht verstehen - so wie hier mit den Leuten umgegangen wird. Es wird halt viel gesagt und wenig getan und so macht man eine Mannschaft auch kaputt."Unabhängig vom Umfeld fühlt sich der 23-Jährige im Team richtig wohl - auch wenn die Mannschaft in der kommenden Saison ein völlig neues Gesicht haben wird. Heute wollen sich Zahn&Co deshalb noch einmal zusammen reißen. "Wir haben uns den Sieg vorgenommen. Es ist nicht so, dass wir keinen Bock mehr haben und das wollen wir auch zeigen." 2. Handball-Bundesliga: SG Leuters-hausen - SG Solingen heute , 19.30 Uhr, Heinrich-Beck-Halle
Quelle: Weinheimer/Odenwälder Nachrichten 13.05.2006