Original von tausendfeuer
BVB-Handballfrauen
Die Lage ist hoffnungslos
Von Dirk Krampe am 8. November 2009 14:53 Uhr
DORTMUND Wenn ein Trainer von einer „großen Tragik“ und aus seinen Worten vor allem Mitleid spricht, dann sagt das viel über den Zustand einer Mannschaft aus. Nach dem 28:35 (15:17) des BVB in Frankfurt ist die Lage beinahe hoffnungslos. Es wurde es eine lange und schweigsame Rückfahrt nach Dortmund.
Die Chance auf eine sportliche Wende ist nach der neunten Niederlage im neunten Spiel in den Promille-Bereich gesunken. Die Mission Klassenerhalt, im Sommer mit neu entfachter Euphorie und viel Optimismus angegangen, scheint kläglich gescheitert.
„Die Zeit“, meinte Gustl Wilke nüchtern, „ist gekommen, sich jetzt Gedanken zu machen, alles kritisch zu analysieren und dann in Ruhe zu planen, wie es weitergehen kann.“ Der Trainer wirkt desillusioniert, genauso ergeht es wohl den Spielerinnen. Wieder bewies der BVB sein großes Kämpferherz, doch das allein reichte nicht, weil es nicht gelang, die vielen Fehler abzustellen, weil es nicht gelang, als Team gesammelt auf dem notwendigen Niveau zu spielen.
Zahlen lügen nicht
„Die Zahlen lügen nicht“, gab Wilke zu. „Wir haben wieder mehr als 30 Gegentore bekommen, und wir schaffen es nicht, selbst 30 zu werfen.“ Dass Dortmund in den ersten 30 Minuten spielbestimmend war, schlug sich nicht im Resultat nieder. „Statt 15:17 muss es 20:15 für uns stehen“, haderte Wilke mit elf Fehlwürfen frei vor dem Tor.
Sechs Minuten nach der Pause glich der BVB dennoch auf 20:20 aus und folgte dann einem schon bekannten Muster. „Wir werfen auf Teufel komm raus und laden den Gegner zu einfachen Gegenstößen ein.“ Fünf Minuten dauerte es, da stand es 20:26 – und das Spiel war entschieden.
Da half auch nicht, dass Dagmara Kowalska rackerte und die offensive Deckung gegen Franziska Mietzner weitgehend funktionierte. Es gab andere, die bei Frankfurt in die Bresche sprangen, der BVB, dem Tore von Porvaznikova, Glathe und Paulus fehlten, hatte diese Spielerinnen nicht.
Schäfer ein Lichtblick
Wilke gab daher Mieke Köhler Einsatzzeit wie auch auf Linksaußen Karina Schäfer, die für den einzigen Lichtblick sorgte und couragiert ihr Herz in die Hand nahm – es war schon ein Ausblick, wie die Zukunft des BVB aussehen könnte.
BVB: Roch, Roelofs, Trodler – Kowalska (8/3), Cocx, Kramer (je 5), Schäfer (3), Kunze, Glathe (je 2), Porvaznikova (2/1), Paulus (1)
Quelle: http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmu…/art2105,725118
Ich würde nur gerne wissen, wer denn auf der Platte stand, als die verrückten fünf Minuten abliefen.