Beiträge von rrbth

    Servus,

    auf den Schiedsrichterseiten des BHV-Mittelfranken findet sich ein fehlerhafter Spielberichtsbogen, den man korrigieren soll.

    Einsendeschluß war der 20. März; deshalb werden wir nicht zuviel verraten, wenn wir das hier diskutieren. Man kann beim Zählen der Fehler — je nachdem, wie pingelig man ist bzw. wie sehr man aufdröselt — zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, man sollte aber auf jeden Fall deutlich mehr als 5 Fehler auf jeder Seite finden.

    Ich hab mal die XLS-Datei für mich bearbeitet und rot markiert, was ich für falsch halte: Es ist ziemlich viel geworden.

    Viel Spaß.

    Zitat

    Original von Lasse
    Für solche Situationen wäre es vielleicht sinnvoll, wenn die Spieler den Torraum nur über die Torauslinie verlassen dürften und dann außerhalb des Torraums wieder eintreten müssten.


    Womit es für die Abwehr zum effektiven taktische Mittel würde, die Angreifer (wie auch immer) in den Torraum zu befördern.

    Umgekehrt würde das Sprungwürfe deutlich risikoreicher machen.

    Das wäre insgesamt eine deutliche Schwächung der Offensive und würde wahrscheinlich zu durchschnittlich weniger Toren pro Spiel führen.

    Uwe aus LD:
    Es hängt (aus meiner Sicht) an der Bewertung der 2-3 Schritte im Kreis:

    • macht er sie, um von der Abwehr wegzukommen und sich einen Vorteil zu verschaffen oder

    • ist es ein im Bewegungsablauf „normales“ Abstoppen oder Auslaufen?

    Ja, ich glaub, genau das ist entscheidend.

    Nicht der einzige:

    Zitat

    Original von SteamboatWillie
    Ich würds abpfeifen. Nachdem der Kreisspieler in der Kreis gedrängt wurde / im Zweikampf in den Kreis geriet, macht er bewußt noch ein zwei Schritte von den Spielern weg ehe er sich dann umsieht und direkt raus rennt.

    Zitat

    Original von TLpz
    Also man kann subjetkiv entscheiden ob er auf kürzestem Wege herauskommt oder nicht. Danach fällt man die Entscheidung.


    Ah, gut.
    Das heißt also, der SR hätte durchaus (und regelgerecht) abpfeifen und FW für Schwarz geben können.

    Nachdem der SR aber (und ich hab ihn gefragt) der Meinung war, daß Rot auf direktem Weg (ich vermeide mal „kürzestem“, bevor noch jemand auf die Idee kommt nachzumessen) den Torraum verlassen hat, war auch diese Entscheidung korrekt und regelgerecht.

    Ich hab noch gar nicht gesucht: Gibt's genau dazu in den Regeln, Erläuterungen etc. was Schriftliches?

    Danke. Wenn die „Zeitlupe“ nicht so ruckeln würde, wär's noch schöner, aber inzwischen weiß ich wohl, was ich da falsch gemacht habe ...

    Und:
    Wenn's Interesse gibt, könnte ich öfters solche Szenen hochladen. Ich filme ja nun doch öfters, und da passiert schon einiges.

    Nun zum Fall:

    Zitat

    Original von SteamboatWillie
    der Kreisspieler [...] macht [er] bewußt noch ein zwei Schritte von den Spielern weg ehe er sich dann umsieht und direkt raus rennt.


    Vor allem ist Rot aus dem Wahrnehmungsbereich der Abwehr. Das ist so ähnlich, wie bei einer Ampel: Wenn ich „Grün“ hab, kann aus der „Rot“-Straße keiner kommen ...

    Ich hätte das Spiel wohl auch weiterlaufen lassen (und „Tor“ gegeben), aber wenn der SR abgepfiffen hätte, hätte ich es ohne jedes Murren akzeptiert.

    Für's Weiterlaufenlassen spricht, daß Rot von Schwarz in den Kreis gedrängt wurde, und irgendwo muß er da ja wieder raus. Allerdings hätte er sich nicht so perfekt freistellen brauchen, und das kann man ihm ankreiden und deshalb auch abpfeifen.

    Exotisch:
    Als Spielfortsetzung könnte ich mir sogar FW für Rot vorstellen, nachdem vorher Rot von Schwarz bei der Ballannahme behindert und in den Kreis gedrängt wurde. Allerdings ist dafür schon zu viel Zeit vergangen.

    Gegen Schwarz (und für „Tor“) spricht, daß Schwarz den roten Spieler in den Torraum befördert hat.

    Servus,

    schaut euch mal das bei YouTube an.

    Wenn man (als SR) gewußt hätte, was sich entwickelt, hätte man beim Anspiel von Rot an den Kreis gleich Freiwurf gegen Schwarz gepfiffen.

    Das ist aber nicht passiert, denn Rot ist in Ballbesitz geblieben. Blöderweise ist Rot dabei in den Torraum geraten. Beim Herauslaufen aus dem Torraum ist Rot natürlich in die Abwehrlücke gelaufen, wurde dort völlig freistehend angespielt und konnte ins Tor werfen.

    Eure Meinung?

    Zitat

    Original von Blueboy
    Laut dem Artikel nutzt der Spieler die Verwirrung durch den "Fan" auf dem Feld und verwandelt den Anwurf direkt zum Torerfolg. Folglich ist der Anwurf noch nicht ausgeführt als der "Fan" das Spielfeld betritt.


    Nur zur Klarstellung:
    Ein Wurf gilt als ausgeführt, wenn (evtl. nach Anpfiff, wie beim Anwurf immer) der Ball die Hand verlassen hat (15:2). Wenn nach einem Anwurfanpfiff ein Tor direkt erzielt wurde, war der Anwurf natürlich ausgeführt. Die Spielfortsetzung kann dann alles mögliche, aber keine Wiederholung des Anwurfs sein.

    Zitat

    Original von Arcosh
    Somit wäre die Entscheidung auf Siebenmeter ein spielentscheidender Regelverstoß der Schiedsrichter gewesen, oder?


    Meiner Meinung nach, ja.

    Wie du ja ausgeführst hast, wird durch das Eingreifen des Zuschauers die Torchance erst ermöglicht.

    Nachdem es ein Zuschauer aus dem eigenen Lager war, könnte man die Vorteilsregel anwenden, weil der eigene TW behindert wird. Diese Überlegung lag wahrscheinlich auch der 7-m-Entscheidung zu Grunde.

    Aber: Kein Zuschauer hat etwas auf dem Spielfeld zu suchen und schon gar nicht ins Spiel einzugreifen. Deshalb ist das Spiel zu unterbrechen, und es greift m.M.n. Regel 13:4 (Spielfortsetzung FW).

    Andererseits:
    Die angreifende Mannschaft wird um ihren Vorteil gebracht, deshalb ist ein FW unbefriedigend (aber regelgerecht, denke ich).

    Aber das ist ein schwieriger Fall. Einspruch wurde keiner eingelegt?

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    Ich hab mal bei den beteiligten Vereinen nachgeschaut. Bei der Mannschaft, die den (nicht regelgerechten) 7-m zugesprochen bekam, liest es sich so:

    Zitat

    Es entwickelte sich nun ein wahrer Schlagabtausch. Bei 59:45 Min. ( 34:34 ) scheiterte unser Gegner wiederholt an Toby und er konnte den Ball selber im gegnerisch verwaisten Gehäuse zum 35:34 ( 59:53) unterbringen. Die Halle stand Kopf und im Gefühl des sicheren Sieges lief einer unserer Anhänger im Freudentaumel auf das Spielfeld auf unseren Torhüter zu. Dieser dachte daraufhin, das Spiel sei vorbei und verließ sein Gehäuse. Ein Oberwiehler Spieler konnte dann den Ball aus 25 Metern mit der Schlusssirene in unserem Gehäuse unterbringen. Das Schiedsrichtergespann musste jetzt handeln und gab einen Strafwurf für diese Situation. Nach Regelauslegung hätte es aber nur zu einem Freiwurf kommen dürfen. Sei`s drum. Der verhängte Strafwurf wurde verwandelt und Oberwiehl konnte im Endeffekt glücklich zum 35:35 in letzter Sekunde ausgleichen.

    TV Siegburg

    Also nach dieser Schilderung wäre die korrete(re?) Entscheidung Tor gewesen. Der TW wurde nicht behindert, sondern er hat sein Tor verlassen, weil er glaubte, das Spiel sei aus. Da ist er selber (mit) schuld.

    Und ich denke, die abgeklärte Schilderung (sei's drum) im Spielbericht zeigt, daß die Siegburger das auch so sehen. Der Regelverstoß durch den zu unrecht gegebenen 7-m hat, weil er zu einem Tor führte, nur den Zustand hergestellt, der ohne den Regelverstoß geherrscht hätte: Tor für Oberwiehl in der letzten Sekunde.

    Hätten die Oberwiehler verworfen, hätte dann ein Einspruch von ihnen Erfolgsaussichten haben können? Ich meine, ja.

    Ja. Regelfrage 46:

    Zitat

    Bei einem Gegenstoß von A – klare Torgelegenheit – begeht B3 einen Wechselfehler. Sekretär/Zeitnehmer reagieren nicht, aber der Feldschiedsrichter hat das Vergehen bemerkt. Richtige Entscheidung?

    1. Sofortige Hinausstellung von B3 und Freiwurf für A
    2. Sofortige Hinausstellung von B3 und 7-Meter-Wurf für A
    3. Torchance abwarten, dann Hinausstellung von B3 und Freiwurf für A
    4. Torchance abwarten, dann Hinausstellung von B3 und Wurf gemäß Spielsituation


    Richtig ist d) (4:5, 14:2).

    Wenn man sicher ist, daß da einer simuliert hat, sind (eigentlich) mindestens 2 Minuten fällig; ich denke, da sind sich alle einig.

    Nur ist das natürlich nur schwer sicher festzustellen.

    Das Spiel erstmal weiterlaufen zu lassen und anschließend (z.B. nach der 1. Welle) zu bestrafen ist, wenn man alleine pfeift, nur schwer möglich.

    Und damit ich als Zuschauer die Welt nicht (mehr) verstehe, braucht es gar nicht solche Spezial- und Sonderfälle, wofür gibt es denn die Schritte-Regel?

    @ Celian:
    Wenn ein Tempogegenstoß abgepfiffen wird, muß aber m.M.n. (mindestens) eine Zeitstrafe erfolgen. Wobei ein erzieltes Tor (was natürlich auch nicht sicher ist) evtl. wichtiger sein könnte ...

    Ja, du hast [SIZE=7](eigentlich)[/SIZE] recht (13:4).

    Klimmzug-Modus AN
    Aber (und das ist schon etwas abenteuerlich, geb ich zu) Regel 14:1 sagt

    Zitat

    Auf 7-m-Wurf wird entschieden bei:
    b) unberechtigtem Pfiff während einer klaren Torgelegenheit;


    Nun, wenn ich feststelle, der Spieler hat simuliert, dann war mein Pfiff unberechtigt, oder?

    Und: Es ist ja wohl nicht erlaubt zu simulieren, und deshalb liegt eine Regelwidrigkeit vor, die in diesem Fall (bei Tempogegenstoß) eine klare Torgelegenheit verhindert hat.
    Klimmzug-Modus AUS

    Zitat

    Original von TLpz
    Warum das schnelle Spiel abpfeifen? Warten bis der Angriff gelaufen ist und dann Time- Out. Hast ja somit den Gegner benachteiligt und eigentlich genau das gemacht was der Spieler erreichen wollte...

    Genau so ist es. Es gibt Verletzungen, wo man sofort abpfeifen muß, doch das ist relativ selten. Man erkennt die oft daran, daß der verletzte Spieler weder schreit noch sich bewegt ...

    Vor allem wenn man im Team pfeift, kann man das Spiel (zumindest kurz) weiterlaufen lassen: Einer beobachtet das Spiel, und der Kollege schaut, was mit dem Verletzten ist.

    Nur in ganz seltenen Fällen sollte es notwendig sein, eine Gegenstoßsituation zu unterbrechen ...

    ... wobei dann die Spielfortsetzung auch ein 7-Meter sein kann.

    Auch hier helfen die Regelfragen, wobei b und d (13:4a) richtig sind:

    Zitat

    250. B11 ist in Ballbesitz und versucht, Abwehrspieler A2 zu umspielen. Aufgrund eines Pfiffs aus dem Zuschauerbereich stellt A2 seine Aktivitäten ein; B11 kommt frei zum Torwurf. Richtige Entscheidung?
    a) 7-Meter-Wurf für B
    b) Time-out, Rücksprache mit Zeitnehmer
    c) Freiwurf für A
    d) Freiwurf für B

    Auch hier, bei Regelfrage 250, entsteht erst durch das Eingreifen eines Zuschauers die Torchance. Allerdings erfolg hier der Pfiff (TO) wohl, bevor der Ball im Tor ist.

    Regel 13:4

    Zitat

    Zusätzlich zu den Situationen gemäß Regel 13:1a bis b wird in bestimmten Fällen, in denen das Spiel ohne Regelverstoß einer Mannschaft unterbrochen wurde (d.h. wenn der Ball im Spiel ist), ein Freiwurf zur Wiederaufnahme des Spiels gegeben:

    1. wenn eine Mannschaft zum Zeitpunkt der Unterbrechung in Ballbesitz ist, behält sie den Ballbesitz;
    2. wenn keine der Mannschaften in Ballbesitz ist, erhält die Mannschaft, die zuletzt in Ballbesitz war, erneut den Ballbesitz;
      [/list=a]Die "Vorteilsregel" gemäß Regel 13:2 gilt nicht in den in Regel 13:4 aufgeführten Situationen.

      Dabei ist interessant, daß der letzte Satz [list]Die "Vorteilsregel" gemäß Regel 13:2 gilt nicht in den in Regel 13:4 aufgeführten Situationen.

    in den neuen Regeln fehlt. Bedeutet das, daß man dann (also nach dem 01.07.2010) das Spiel hätte weiterlaufen lassen können, mit der Konsequenz, daß ein gültiges Tor von B11 hätte erzielt werden können?

    Ah, schön.

    Mal zum Inhalt:

    Den Torwart als zusätzlichem Feldspieler einzusetzen ist jetzt nicht unbedingt die taktische Variante, die schon im Jugendbereich geübt werden müßte.

    Ballgröße: Wie's im Text ja schon steht: Meinetwegen soll im (internationalen) Leistungsbereich schon in der B-Jugend mit dem großen Ball gespielt werden, für die sogenannte Basis ist das nichts. Hier sind die Spieler im Durchschnitt nicht nur kleiner, sondern es werden auch keine Haftmittel verwendet.

    Wenn man es genau nimmt, begeht man eine Urheberrechtsverletzung, wenn man größere (zusammenhängende) Passagen eines Textes kopiert. Das ist hier der Fall.

    Wenn auszugsweise zitiert wird, ist die Quelle anzugeben. „hw.com“ ist mehr als dürftig.

    Aber wie gesagt, wenn man es genau nimmt ...

    ... wobei es sich — unabhängig von irgendwelchen Urheberrechten — schon gehört, einen ordentlichen Link zu setzen.

    Also bei uns (Süddeutscher HV) steht eindeutig „Unterschrift des Mannschaftsverantwortlichen“ auf dem Spielprotokoll, wobei es in den Erläuterungen dazu heißt:

    „Unterschrift des MV [der Heim-/Gastmannschaft] oder eines Offiziellen“

    Wer auch immer ein „Offizieller“ ist, ein Spieler ist das (im Normalfall) auf jeden Fall nicht.

    Zitat

    Original von Dany
    Wenn du als Trainer was über die Leistung des SR eintragen lassen möchtest geht dies nur über die Ankündigung des Einspruches.

    Eben.

    Bei der Gelegenheit:
    Wie lange hat man dazu Zeit? Denn man sollte sich schon genau überlegen (können), was man schreibt, und dazu gehört auch ein bißchen Abstand. Eine halbe Stunde sollte angemessen sein, oder?

    Es braucht ja dann kein Einspruch erfolgen. Wobei mir klar ist, daß dann damit offiziell wohl nichts passiert ist.