Aus der Rhein-Neckar- Zeitung von heute
Mittlerweile ist Gudmundsson zurück, aber die Sorgenfalten werden nichtkleiner: Die Torwartsituation bei den Löwen, sprich die Verletzung von Henning Fritz, bereitet vor dem Heimspiel gegen die MTMelsungen (Mittwoch, 20.15 Uhr, SAP Arena) Kopfzerbrechen, Bauchschmerzen. Drei bis vier Wochen wird er nach seinem Muskelfaserriss im rechten
Oberschenkel wohl ausfallen. Ein schwerer Schlag, der kaum zu kompensieren ist. Zumindest nicht aus den eigenen Reihen. Kasa Szmal wird somit zum Einzelkämpfer, darf sich auf keinen Fall verletzen. Oder besteht vielleicht noch eine andere Möglichkeit? Theoretisch könnte doch ein „Hexer“ im Ruhestand aushelfen, einer, der aktuell nirgendwo unter Vertrag steht.
Eine Idee, die Löwen-Manager Thorsten Storm in den letzten Tagen ebenfalls beschäftigt zu haben scheint. Er sagt: „Es ist ja klar, dass das keine einfache Situation für uns ist. Was sollen wir machen, wenn plötzlich auch noch Kasa ausfällt? Natürlich hält man da die Augen offen.“ Aber auch: „Uns würde nur jemand weiterbringen, der die Bundesliga kennt, sich sofort zurecht findet.“
So weit so gut. Doch wer passt überhaupt ins Beuteschema und wer fällt
durchs Raster? Namen drängen sich einige auf. Peter Genzel (41) zum Beispiel. Und Jan Holpert (42). Vielleicht aber auch Chrischa Hannawald (39). Oder doch Jesper Larsson (37)? Storm setzt sein Pokerface
auf. Er lässt sich nicht in die Karten schauen. Von niemandem. Aber wer ihn kennt, weiß, dass er längst an einer Lösung bastelt, dass er seine Kontakte spielen lässt. Klar ist: Egal, wer kommt, es wird nur ein
Kurz-Comeback, nur, so lange bis „Fritze“ wieder fit ist. „Wir hoffen einfach, dass Henning in drei Wochen zurück ist,
aber bei so einer Verletzung muss man abwarten“, betont Storm.