Beiträge von löwe

    aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung.


    Heidelberg. (dh) Michael Knudsen und Thomas Mogensen, über die bis zuletzt immer wieder behauptet worden war, dass sie vor einem Wechsel zu den Rhein-Neckar Löwen stehen würden, haben gestern ihre im Sommer auslaufenden Verträge bei der SG Flensburg-Handewitt verlängert. Kreisläufer Knudsen bleibt für drei weitere Jahre, Mittelmann Mogensen hängt zwei Jahre dran.
    Wer nun meint, bei den Badenern sei der große Frust ausgebrochen, der irrt sich. „Mit Michael Knudsen gab es vor rund einem halben Jahr lose Gespräche“, berichtet Löwen-Manager Thorsten Storm: „Zu einem wirklichen Angebot von unserer Seite ist es letztlich aber nie gekommen.“ Ähnliches gilt für die Spekulationen um Mogensen. Storm sagt: „Mit ihm haben wir keine Verhandlungen geführt. Es gibt sehr viele Spieler, die mit uns in Verbindung gebracht werden.“
    Trotzdem hielten sich die Mutmaßungen um Mogensen und Knudsen besonders hartnäckig. Storm glaubt den Grund zu kennen: „Gerade die Geschichte mit Knudsen war eher ein Thema der Medien. Für uns war er hingegen nie ernsthaft ein Thema.“
    In Sachen Henning Fritz deutet bei den Löwen mittlerweile übrigens alles auf eine weitere Zusammenarbeit hin. Der Torhüter der Gelbhemden äußerte sich in der Mittwochsausgabe der Magdeburger Volksstimme wie folgt über seine Zukunft: „Es gibt viele Möglichkeiten, das ist keine Frage. Nach einigen Gesprächen mit den hiesigen Verantwortlichen sehe ich die Chancen, dass ich bei den Löwen bleibe, aber als besser an“, so der 35-Jährige.
    Fakt ist: Storm und Fritz, der sich in den letzten Wochen meist in Topform präsentierte, haben sich schon mehrfach getroffen. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus. „Momentan läuft es darauf hinaus, dass Henning seine Option zieht, und somit noch zwei Jahre bei uns hinten dranhängt. Das hat er uns signalisiert. Aber wir werden da nochmals darüber sprechen.“ Der Welthandballer von 2004 hütet seit 2007 das Löwen-Tor und es ist kein Geheimnis, dass sich die Familie Fritz im Badenerland sehr wohl fühlt.

    Aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung:

    ....Die Chancen, dass sich die Badener noch ein rund 1,80 m großes Weihnachtsgeschenk unter den Baum legen werden, stehen übrigens nicht schlecht. Ivan Cupic, der sich künftig mit Patrick Groetzki die rechte Außenbahn teilen soll, befindet sich möglicherweise bald im Anflug: „Es ist kein Geheimnis, dass wir mit ihm einen Vorvertrag abgeschlossen haben. Nun will Velenje mit uns sprechen“, berichtet Storm. Oder anders ausgedrückt: Die Slowenen würden Cupic gerne noch in dieser Saison ziehen lassen, um so den einen oder anderen zusätzlichen Euro abgreifen zu können. Storm betont: „Wir werden uns das in Ruhe überlegen.“

    Aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung: Interview mit Michael Haaß vor dem Landesderby gegen Göppingen

    Verlieren verboten! Die Rhein-Neckar Löwen stehen vor dem morgigen Süd-Gipfel unter Druck. Bei Frisch Auf Göppingen (17.45 Uhr/live im DSF) sollte möglichst doppelt gepunktet werden. Andernfalls würden die Badener im Rennen um den dritten Tabellenplatz, den Champions League Platz, weiter an Boden verlieren. Löwen Manager Thorsten Storm bleibt dennoch verhältnismäßig entspannt. Von einer besonderen Drucksituation will er jedenfalls nichts wissen: ,,Wir müssen eigentlich immer gewinnen. Daran hat sich auch nach der schlechten Leistung und der Niederlage gegen Flensburg nichts geändert", erklärt der 45 Jährige. Im Vorfeld des Landesderbys sprach die RNZ mit Michael Haaß, 25, Göppingens Mittelmann, der einst auch für die Löwen spielte.

    > Michael Haaß, für Göppingen läuft es in der Bundesliga richtig gut. War mit solch einem Start zu rechnen?
    Wir haben eine gute Mannschaft. Dass wir soweit oben stehen, hängt aber vor allem mit zwei Siegen zusammen, die so nicht unbedingt zu erwarten waren. Ich meine damit den Erfolg in Berlin und den Heimsieg gegen Hamburg. Die Niederlage in Melsungen war hingegen zum schwarz ärgern. Trotz allem sehe ich uns nicht auf den ersten drei Plätzen. Soweit sind wir noch nicht.

    > Wie sieht die Zielsetzung in Göppingen für diese Saison aus?
    Wir möchten uns für den europäischen Wettbewerb qualifizieren und haben uns konkret den sechsten Platz vorgenommen.

    > Wer ist im Landesderby der Favorit?
    Die Löwen. Da genügt schon ein Blick auf die Etats beider Vereine. Aber natürlich darf man uns daheim nicht unterschätzen. Doch zu favorisieren sind wir deshalb trotzdem nicht.

    > Verfolgen Sie noch, was bei den Löwen passiert?
    Klar. Immer. Mit Uwe Gensheimer und Michael Müller stehe ich zudem stets in einem engen Kontakt. Dort verfolgt man ein klares Ziel: Titel. Und das wird sicher auch klappen, aber alles dauert seine Zeit.

    > Ihr damaliger Abschied war nicht einfach ...
    Wenn man irgendwo scheitert, dann fällt ein Abschied nie leicht. Aber es war letztlich das Beste für meine persönliche Entwicklung. Denn bei den Löwen bekam ich kaum noch Einsatzzeiten, saß nur noch auf der Bank. Zunächst wurde ich ja lediglich nach Minden ausgeliehen, aber ehrlich gesagt habe ich danach noch immer keinen Platz für mich bei den Löwen gesehen.

    > Wie haben Sie sich in Göppingen eingelebt?
    Sehr gut. Hier ist alles super. Und es läuft auch sportlich richtig gut. Nach meiner Zeit in Minden ist es eben auch mal schön, nicht gegen den Abstieg zu spielen. Wobei auch das eine wichtige Erfahrung für mich gewesen ist.

    > Im Januar finden in Österreich die Europameisterschaften statt, ist Michael Haaß dabei?
    Puh, da mache ich mir wirklich keinen Kopf. Ich versuche einfach immer mein Bestmögliches zugeben. Den Rest entscheidet der Bundestrainer.

    Zitat

    Original von Juraschick


    Steffen Fäth schon vergessen? ;)

    Der wäre natürlich die beste Lösung :). Und auf seine Rückkehr hoffe ich auch. Aber das hatte ich einst bei Michael Haaß auch getan, was vergebens war. Denn der würde uns auf der Mitte derzeit sicher nicht verschlechtern!!!

    Zur RNZ sagte Storm vor ein, zwei Monaten, dass an Jurecki kein Interesse besteht...
    Doch bei einem Abschied von Harbok, sein Vertrag läuft aus, wäre er sicher nicht die schlechteste Alternative für die Löwen im Gespann mit Bielecki.

    Der weitere Verbleib von Harbok bei den Löwen scheint ja sowieso mehr als fraglich zu sein.

    Storm und Harbok äußersten sich dazu in der Montagsausgabe der RNZ:

    ....Ob Siarhei Harbok die nächste Stufe noch miterlebt, ist fraglich. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Erste Gespräche wurden geführt. Doch momentan deutet vieles auf seinen Abschied hin. „Siarhei hat große Fähigkeiten, aber was er zurzeit abruft, ist zu wenig – für ihn und den Verein“, erklärt Storm. Eine endgültige Entscheidung über Harboks Zukunft soll Ende Dezember fallen. Der Weißrusse betont: „Falls die Löwen mit mir verlängern wollen, wäre ich bereit.“ Kürzlich hörte sich das noch ein wenig anders an. Laut Storm bat Harboks Manager im Oktober um eine vorzeitige Freigabe für einen direkten Wechsel zu Medwedi Chechov. „Das haben wir aber abgelehnt: Wir brauchen ihn, die Saison ist lang. Über die weitere Zukunft werden wir mit ihm sprechen. Wir wissen, dass er mehr kann.“....

    aus der RNZ von heute


    ...Mit Oliver Roggisch, Michael Müller, Patrick Groetzki und Uwe Gensheimer hat Heiner Brand vier weitere Löwen für den Länderspiel-Doppelpack nominiert. Alle wollen sich mit guten Leistungen aufdrängen, hoffen auf einen Startplatz bei den Europameisterschaften im Januar in Österreich. Bei Groetzki ist der Druck jedoch weniger groß. „Für Patrick ist es eine tolle Bestätigung, dass er gegen Weißrussland dabei sein darf. Aber die EM ist für ihn noch kein Thema, er konzentriert sich voll auf die Aufgabe bei seinem Klub“, sagt Groetzkis Manager Marc Rapparlie.

    Was dieser Tage nicht leicht fällt. Der Abiturient macht sich so seine Gedanken. Der nahende Transfer von Ivan Cupic ins Löwengehege sorgt für gemischte Gefühle. Rapparlie versteht seinen Schützling: „Warum soll einem der größten deutschen Talente ein Weltklasse-Mann vor die Nase gesetzt werden? Patricks Vertrag läuft 2011 aus. Wir werden die Situation bis dahin genau beobachten.“ Fest steht: Einen wie Patrick Groetzki, eine Identifikationsfigur, möchten die Gelbhemden nicht verlieren. Sie bauen auf ihn. Storm stellt klar: „Patrick ist ein Riesen-Talent, das bei uns reichlich Spielzeit bekommt. In welchem Top-Verein spielt ein deutsches Talent so viel? Ola Lindgren setzt auf ihn, möchte aber einen zweiten Rechtsaußen.“

    @ vorlaut

    Du bist und bleibst trotzdem mein Vorbild. Ich freue mich immer wieder über Deine Beiträge, die geistreich und beleidigend zu gleich wirken sollen.

    Wie wäre es mit einer eigenen Kolumne.

    Der Titel: Der vorlaute Dummlaut...


    Und wenn Du als Barkeeper vom Golfclub in St.Leon die Möglichkeit hast, mal im Golfclub in Viernheim vorbeizuschauen, dann komm vorbei: Ich ordere Dir dann gleich mehrere Flaschen Bier - dann bist Du vielleicht einigermaßen zu ertragen. Und noch was: Mit Aldder kommst Du dort nicht weit...

    @ vorlaut:

    Du bist halt der Insider schlechthin. Das hast Du hier ja schon mehrfach bewiesen :)

    Bin mal gespannt wann der Mogensen-Transfer zu den Löwen, den Du ja schon als perfekt gemeldet hast, und den Storm im Bauernblatt ausdrücklich dementiert hat ("Es gibt keine Verhandlungen. Dieser Spieler wird zur neuen Saison definitiv nicht zu den Löwen wechseln."), endlich eintritt.
    Aber das gehört wahrscheinlich alles zu Deinem Insider-Plan.

    Zitat

    Original von ojessen

    Den Sinn versteh ich da aber immer noch nicht, außer, wenn Fritz aufhören würde. Zumindest seh ich ihn nicht als wahnsinnigen Schritt nach vorne auf der Position.

    Auf dieser Position ist es ohnehin schwer einen Schritt nach vorne zu tun. Da kommen meiner Meinung nach vielleicht zwei, drei Keeper in Frage, die sich wirklich eklatant von Szmal und Fritz abheben. Aber die bekommen die Löwen nicht. Zur gewünschten skandinavischen Ausrichtung in Mannheim würde ein Beutler hingegen schon besser passen als ein Fritz oder ein Szmal.

    aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung


    Mannheim. Ola Lindgren kam als Erster, über der Schulter hing seine Sporttasche. Sie baumelte hin und her. Eigentlich wirkte er wie immer, der Trainer der Rhein-Neckar Löwen, Kaugummi kauend wartete er auf den Beginn der Pressekonferenz. Nur eins fehlte: Sein Lächeln. Er hatte es verloren. Der Blick leer, die Stirn in tiefen Falten. Die Enttäuschung stand ihm nach der 26:30-Niederlage gegen Flensburg ins Gesicht geschrieben. Ausgerechnet Flensburg, ausgerechnet gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Champions-League-Plätze. Und das ausgerechnet im ersten Heimspiel seit rund zwei Monaten in der SAP Arena. „Wir hatten uns so viel vorgenommen“, zuckte Lindgren mit den Schultern, „wollten unseren Fans eine tolle Leistung präsentieren.“

    Was bleibt ist die Frage, haben die Löwen etwa einen Arena-Komplex? Manager Thorsten Storm ist ratlos: „Irgendwie sind wir auswärts tatsächlich besser.“ Eine bittere Erkenntnis, denn gerade ein aufstrebender Klub wie die Löwen muss daheim glänzen: Nur so lassen sich weitere Sponsoren akquirieren, nur so lässt sich eine dauerhafte Zuschauer-Identifikation aufbauen. Storm weiß das. Unmittelbar nach der bitteren Pleite sprach er Klartext: „Das war ein großer Rückschritt.“ Und weiter: „Gegen Teams wie Kiel, Hamburg oder Ciudad Real darfst Du verlieren – aber eben nicht gegen Flensburg.“

    Einer, der sein Gastspiel in der SAP Arena in vollen Zügen genossen hat, ist Dan Beutler. Flensburgs Torhüter saugte das Drumherum förmlich auf: „Das ist eine der schönsten Hallen überhaupt“, betonte der „Hexer“. Vielleicht spielt er ja bald selbst in ihr? Die Gerüchteküche brodelt bekanntlich! „Ich habe mir vorgenommen, dass ich dazu nichts sage.“ Beutler grinst, als er das sagt, fasst sich immer wieder an seine Nase. Es schien ihm unangenehm zu sein. Kurz darauf begann er dann von den Gelbhemden zu schwärmen: „Traum-Mannschaft, Traum-Verein, super Trainer. Hier wird über kurz oder lang etwas wirklich Großes entstehen.“

    Sein Arbeitstag in der Höhle der Löwen begann äußerst durchwachsen. In den ersten Minuten krachte dem Schweden die Harz-Kugel nur so um die Ohren. „Manch ein Trainer hätte ihn da vielleicht schon rausgeholt. Aber Carlén vertraute ihm und wurde dafür belohnt: Beutler hat das Spiel letztlich gedreht. Er ist ein kluger Torwart“, verneigt sich Löwen-Aufsichtsrats-Chef Jesper Nielsen verbal. Und ein besonnener Zeitgenosse ist er noch dazu. Als in der Schlussphase bei so manchem Protagonisten die Sicherungen durchbrannten, warf sich der 32-Jährige beherzt dazwischen: „Solch ein Gerangel gehört einfach nicht aufs Feld. Ich habe für so etwas keinerlei Verständnis.“

    Ein Mann mit vielen Vorzügen also. Storm über Beutler: „Dan ist ein guter Torhüter – mit einem Vertrag in Flensburg.“ Stimmt. Bis 2012 hat sich der Nationalkeeper an die Nordlichter gebunden. Doch das muss kein Hindernisgrund sein. Schließlich soll Flensburg finanziell nicht mehr auf Rosen gebettet sein. Eine saftige Ablöse käme da (vielleicht) gerade recht...

    Storm plagen derzeit aber andere Sorgen: „Wir schauen auf unsere eigenen Baustellen.“ Und dazu zählen unter anderem auch die Torhüter: „Unsere beiden halten mal Weltklasse und mal weniger gut. Diese Schwankungen fallen im Tor besonders auf. Aber diesmal hat man gesehen, dass nicht nur die Torleute große Schwankungen haben. Scade, denn die Tendenz ging zuletzt in die richtige Richtung.“ Die eine oder andere Umstrukturierung im Kader ist demnach vorprogrammiert. Vor allem auf der rechten Außenbahn besteht Handlungsbedarf.

    Nielsen redet im RNZ-Gespräch auch gar nicht lange um den heißen Brei herum: „Wir brauchen eine Ergänzung zu Patrick Groetzki. Thomas Bruhn wird sie langfristig nicht sein. Er will wieder heim nach Dänemark.“ Kein Problem: Ivan Cupic scharrt ohnehin bereits mit den Hufen und wartet bei Gorenje Velenje angeblich schon seit Wochen auf sein Gehalt. Am Rande des Löwen-Spiels in Slowenien sangen die Heimfans minutenlang: „Gebt den Spielern endlich ihr Geld.“ Ein Cupic-Verkauf in die badische Manege – noch in diesem Jahr – gilt als wahrscheinlich.

    Zitat

    Original von UlfN

    Na, woher hast Du das denn her? Okay, das Durchschnittseinkommen wird deutlich unter dem hier liegen, die Preise aber nicht mehr so wirklich.

    Von jemandem, der dort her ist, und zum Arbeiten in Deutschland ist. Ich war aber auch selbst kürzlich dort und habe dort mein Auto umlackieren lassen. War drei Tage dort. Hotel, Werkstatt und Essen war um einiges günstiger als bei uns. Der Unterschied ist merklich. Aber natürlich war es auch dort schon mal günstiger...

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    Original von Borah

    Jeder Manager eines Spitzenclubs, der sich nicht um so einen Spieler bei auslaufendem Vertrag bemühen würde, hat seinen Beruf nicht verstanden.

    Das sehe ich genauso. Und genau deshalb wird er am Ende wohl auch nicht bei den Löwen landen. Kiel wird da eher das Rennen machen. Siehe Narcisse

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    Original von Müllers Omar
    Nix gegen Kielce, aber an die Finanzkraft der Kröten kommen die doch niemals ran...

    Denke ich auch. Doch dort ist auch ein ganz anderer Lebensstandard. 15.000 Euro sind dort wohl wie 20.000 bei uns...

    zu Beutler und Gerüchten, die ihn mit den Löwen in Verbindung bringen.

    In der Rhein-Neckar-Zeitung von heute sagt er zu den Spekulationen um seine Person folgendes: "Das will ich nicht kommentieren. Aber das ist ein Traum-Verein und eine Traum-Mannschaft. Man hat hier Riesen-Möglichkeiten..."

    Szmal und Bielecki nach Polen?

    Aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung

    Heidelberg. Es gibt Handball-Spiele und es gibt Handball-Feste. Und heute steht wohl mal wieder eine rauschende Harz-Party in der Mannheimer SAP Arena an. Um 19.15 Uhr treffen die Rhein-Neckar Löwen im Bösfelder „Ufo“ auf die SG Flensburg-Handewitt, einen echten Ballwurf-Dino. Rund 10.000 Zuschauer werden dabei sein. „Vieles spricht für ein sehr interessantes Duell“, freut sich Löwen-Manager Thorsten Storm, „denn die Flensburger brauchen sich vor uns sicher nicht zu verstecken.“

    Stimmt. Auch dort tummelt sich Weltklasse zwischen den Kreisen. Etliche Nationalspieler stehen bei den Nordlichtern unter Vertrag. Vor allem die erste Reihe ist mit Ausnahmekönnern bestückt. Storm beurteilt die Lage ähnlich, sieht aber dennoch einen möglicherweise entscheidenden Vorteil auf der Seite der Badener: „Wir haben die bessere Bank, sind einfach breiter besetzt.“

    Und dennoch: Für Flensburg ist Verlieren verboten. Ansonsten ist der endgültige Absturz ins Bundesliga-Mittelmaß wohl nicht mehr zu verhindern. Selbst ein Remis wäre zu wenig. Eigentlich muss ein Auswärtssieg her, einer, der die Hoffnung auf Platz drei, der gleichbedeutend mit der direkten Champions-League-Qualifikation ist, am Leben erhält.

    Mit Dan Beutler wird heute zudem ein Torhüter vor den Toren Mannheims auflaufen, der auf dem Wunschzettel der Löwen stehen soll. Storm sagt: „Wir haben zwei Torhüter, die zuletzt gute Leistungen gezeigt haben. Wenn sie so halten, gibt es nicht viele, die uns weiterbringen würden.“ Aber auch: „Beutler hält aber sicher auf einem ähnlichen Niveau. Doch er besitzt in Flensburg einen langfristigen Vertrag.“ Klar ist: Kommen könnte er ohnehin nur dann, wenn ein Platz im Löwengehege frei wird. Und danach sieht es momentan nicht aus. Henning Fritz besitzt eine Option, mit der er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag um zwei weitere Jahre verlängern könnte – die RNZ berichtete –, und Slawomir Szmals Kontrakt läuft noch bis 2011. Doch es ist kein Geheimnis, dass der Pole, der eine Ausstiegsklausel besitzt, heftigst von KS Kielce umworben wird.

    Beim aufstrebenden und finanzstarken polnischen Klub, der sich den sportlichen Aufstieg der Löwen zum Vorbild genommen hat, soll er über kurz oder lang einmal zwischen die Pfosten rücken. Karol Bielecki, der in Kielce seine Karriere startete, taucht übrigens ebenfalls auf der Einkaufsliste auf. Hierzu passt auch ein kürzlich erschienenes Interview mit Kielce-Star Mariusz Jurasik, dem ehemaligen Löwenspieler. In einer großen polnischen Sportzeitung wird er folgendermaßen zitiert: „Meine Aufgabe in Kielce ist auch, dass ich anderen polnischen Nationalspielern diesen Verein schmackhaft mache.“ Kielces Präsident Bertus Servaas zur RNZ: „Szmal ist ein Weltklasse-Torhüter und für Bielecki, den ich persönlich sehr gut kenne, steht unsere Tür immer ganz weit offen...“ Storm lassen derartige Aussagen kalt.

    Er weiß, wie der „Transfer-Hase“ läuft: „Es kursieren immer wieder Gerüchte, die uns zum Thema haben, aber in der Regel bleiben es dann eben auch Gerüchte“, sagt der Manager. Die Spekulationen um Flensburgs Thomas Mogensen, der seit Monaten als angeblicher neuer Spielermacher bei den Badenern gehandelt wird, dienen laut Storm diesbezüglich als bestes Beispiel: „Es gibt keine Verhandlungen mit Mogensen. Dieser Spieler wird zur neuen Saison definitiv nicht zu den Löwen wechseln.“

    aus der Rhein-Neckar-Zeitung von heute

    ....Angesprochen auf seinen als sicher geltenden Wechsel zu den Löwen, hielt sich der 23-Jährige gestern nach wie vor bedeckt: „Wann ich wechsle, steht noch nicht fest. Noch sind alle Optionen offen.“ Aus Szenekreisen ist jedoch zu vernehmen, dass sein Verein ihn gerne schon während der laufenden Saison in die badische Manege entlassen würde. Und zwar nicht, weil sie mit seiner Leistung nicht zufrieden wären, sondern viel mehr deshalb, weil sich ein vorzeitiger Abschied für Velenje finanziell auszahlen würde. Doch die Löwen verspüren keinerlei Druck, schließlich haben sie mit Thomas Bruhn bis zum Saisonende noch einen zweiten Rechtsaußen neben Jungstar Patrick Groetzki in der Hinterhand. Cupic scheint den Transfer allerdings förmlich herbeizusehnen: „Die Löwen haben ein ganz positives Auftreten. Ich sehe dort sehr gute Möglichkeiten, mich weiter zu entwickeln.“

    Aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung


    Einer, der in Slowenien erneut zum Matchwinner werden könnte, ist Henning Fritz. Der Weltmeister von 2007 präsentierte sich in Lemgo in Topform, wirkte phasenweise wie eine Mauer. Unüberwindbar und stark. „Ich habe mich sehr über seine Leistung gefreut, er war der Matchwinner. Wir haben mit Szmal noch einen weiteren Torhüter, der Spiele gewinnen kann“, so Storm. Dass die Löwen und Fritz – sein Vertrag läuft nach dieser Runde aus – nach der Saison getrennte Wege gehen werden, liegt übrigens nicht nur in den Händen des Vereins. Laut Storm existiert eine „beidseitige Option“, die es Fritz erlauben würde, seinen Vertrag eigenhändig um zwei weitere Jahre zu verlängern. Was sich im ersten Moment unfassbar anhört, ist in Wirklichkeit aber nachvollziehbar: Andernfalls hätte der ehemalige Welthandballer, der ähnlich wie ein Christian Schwarzer oder ein Oliver Roggisch viel für das Image der Löwen getan hat, wohl nie in die badische Manege gelotst werden können. Wer nun meint, „Fritze“ könnte sich fortan auf die faule Haut legen, der ist aus Sicht von Storm auf der falschen Fährte: „Da ist Henning gar nicht der Typ zu.“

    Kraus und der Mannheimer Morgen werden wohl keine Freunde mehr...


    ...Und dann mussten Sie am Morgen danach auch noch zum Rapport, wegen eines Interviews, das Volker Zerbe und Fynn Holpert nicht gefallen hat . . .
    KRAUS: Ja, da hatte ich einiges richtig zu stellen. Ganz klar: Ich habe nie gesagt, dass ich den TBV Lemgo verlassen werde, wenn wir in dieser Saison nicht die Champions League erreichen. Ich bin da einem Journalisten, der mich mit seiner mir vertrauten badischen Mundart ein bisschen eingelullt hat, böse auf den Leim gegangen. Der hat aus meinen Aussagen, dass ich mir schon vorstellen könne, irgendwann wieder im Süden, in meiner Heimat, und möglichst bald Champions League zu spielen, diese Schlagzeile gemacht. Ich bekenne mich aber ganz eindeutig zu Lemgo und will mit dem TBV noch viel erreichen.

    RNZ von heute


    Lemgo. Das ohrenbetäubende Pfeifkonzert der Lemgoer Fans nach dem 22:38-Desaster gegen die Rhein-Neckar Löwen war am Dienstagabend schon lange verklungen, als Henning Fritz immer noch als letzter Gästespieler in der Lipperlandhalle stand. Mit großer Geduld erfüllte der 35-Jährige jeden Autogramm- und Fotowunsch, bevor er auf dem Weg in die Kabine am verletzten Lemgoer Nationalspieler Sebastian Preiß vorbei musste, der ihm zu seiner Leistung gratulierte. Wie zuvor die Fans wusste auch der Kapitän des TBV, dass sein Kollege aus dem Weltmeisterteam 2007 der Mann des Abends war.

    Der schwarzhaarige Keeper saß auf dem Mattenwagen und gab seine Antworten, wobei er starr geradeaus schaute. Mit seinem Tunnelblick war der gebürtige Magdeburger zuvor zum Triumphator und Matchwinner im Lemgo geworden. Hoch konzentriert, völlig fokussiert, einfach wie in Trance agierte der zweifache Familienvater und brachte mit vielen spektakulären Paraden bei seinen 20 abgewehrten Würfen die TBV-Angreifer zur Verzweiflung. Wie in seinen besten Tagen ballte der in der Halle emotionale, sonst eher introvertiert wirkende Europameister von 2004 nach gelungenen Aktionen die Faust, gab seinen Mitspielern Anweisungen und diskutierte mit den Schiedsrichtern. Mit seiner Weltklasseleistung erinnerte der alte Fritz an seine überragenden Vorstellungen bei der WM 2007 in Deutschland.

    „Ich hatte ein gutes Timing. Zudem hat das Zusammenspiel mit der Abwehr geklappt“, sagte der Mann mit der Rückennummer 12, dem Gäste-Trainer Ola Lindgren „eine Superleistung“ attestierte. Mit dieser ragte der Welthandballer von 2004 aus dem glänzend aufgelegten Löwen-Rudel etwas heraus und toppte die starke Leistung insbesondere seiner Rückraumspieler sogar noch. Während der neunmal erfolgreiche Halblinke Karol Bielecki mit seinen knallharten Würfen für ein Raunen bei den frustrierten TBV-Fans sorgte, und Mittelmann Snorri Gudjonsson, so Lindgren „sehr gut das Spiel geleitet hat“, strahlte auch der rechte Rückraumspieler Olafur Stefansson mit sechs Feldtoren die Torgefahr aus, die dem Neuzugang von Ciudad Real bisweilen gefehlt hatte. „Wir haben die Hoffnung ganz oben anzugreifen nicht aufgeben“, machte der Isländer eine Kampfansage in Richtung Kiel und Hamburg, nachdem die Löwen „nach 60 Minuten Teamwork, an einem Tag, an dem alles klappte“, so Lindgren, ihr großes Potenzial abgerufen hatten.

    „Kiel und Hamburg sollen spüren, dass wir sie jagen“, sagte der Löwen-Coach, der bei diesem Vorhaben auch auf Fritz setzt. „Er hat gut trainiert und immer gute Laune gehabt. Ich habe mich auch deshalb sehr für ihn über seine Leistung gefreut, nachdem er bisher wie die ganze Mannschaft eine Saison mit Höhen und Tiefen gespielt hat“, sagte Lindgren. „Manche Sachen kann man im Sport nicht erklären. Ich habe mich für das Spiel in Lemgo nicht anders vorbereitet als sonst auch“, sagte der Routinier. „Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen. Damit haben wir ein Zeichen gesetzt und endlich etwas für unser Selbstbewusstsein getan, denn ohne Selbstvertrauen reicht es nicht aus, auf dem Papier eine super besetzte Mannschaft zu haben“, analysierte Fritz. „Das Potenzial ist da. Deshalb müssen wir unsere Gegner mehr dominieren. So wie in Lemgo, wo wir das perfekt gemacht haben, stelle ich mir das vor“.

    Obwohl er von Bundestrainer Heiner Brand vor 14 Monaten ausgemustert wurde, hat der 235-fache Nationalspieler die Hoffnung auf die Rückkehr in die DHB-Auswahl noch nicht aufgeben. „Ich kann mir gut vorstellen, da noch mal zu spielen. Der Bundestrainer hat mir gesagt, dass ich mich über die Bundesliga anbieten und gute Leistungen zeigen muss“, sagte der Ex-Kieler dessen Vertrag bei den Löwen am 30. Juni 2010 ausläuft. Über seine weitere Zukunft beim Champions League-Halbfinalisten habe es erste „lose Gespräche“ mit Manager Thorsten Storm gegeben, berichtet Fritz, dessen Zukunft bei den Löwen fraglich scheint, auch weil dort der Flensburger Keeper Dan Beutler als neuer Torwart gehandelt wird. „Ich habe ein, zwei andere Optionen. Aber wenn man die Mannschaft in Ruhe arbeiten lässt, kann ich mir gut vorstellen länger hier zu bleiben“, sagte der Schlussmann.