Beiträge von löwe

    Zitat

    Original von - F -


    Ich möchte meinen, dass ein Sieg der RNL über FAG im Hinblick auf das darauf folgende BuLi-Spiel für den THW besser wäre.

    Das mag sein. Aber wenn die Löwen in Göppingen verlieren, ist die Saison wohl nicht mehr zu retten...

    aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung


    ...Siarhei Harbok verlässt den Verein, wird er in der kommenden Saison durch Steffen Fäth ersetzt?
    Zunächst einmal haben wir unsere Vertragsoption gezogen. Will heißen: Steffen wird Gummersbach nach dieser Saison – auch auf eigenen Wunsch hin – wieder verlassen. Er hatte dort zu wenige Spielanteile, um sich weiterentwickeln zu können. Möglicherweise wird er in der kommenden Saison bei einem anderen Bundesligaverein als Nummer eins große Spielanteile bekommen. Dann würde sich die Option der Löwen auf Fäth um ein weiteres Jahr verlängern. Somit würden wir über 2011 reden. Auch ein Fußball-Talent wir Toni Kroos hat erst bei Bayer Leverkusen den Durchbruch geschafft. Steffen wird seinen Weg gehen, wenn er jetzt Gas gibt und sich nicht ablenken lässt.

    Folglich schauen sich die Löwen nach einem Harbok-Ersatz für die neue Saison um...
    Wir befinden uns in intensiven Gesprächen. Unser Trainer Ola Lindgren hat hier genaue Vorstellungen, was den zweiten Mann hinter Karol Bielecki betrifft.

    Aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung: Storm zur EM, Fäth und einem Benefiz-Spiel für Velyky


    Heidelberg/Wien. Mindestens ein Mal im Jahr treffen sich die stärksten Handball-Nationalteams, um sich zu messen, um den Besten zu ermitteln: EM, WM, Olympia. Ein Großereignis jagt das nächste. Der Terminkalender ist voll, zu voll! Viele Sportfans fühlen sich übersättigt, sprechen von einer Reizüberflutung. Thorsten Storm, 45, Manager der Rhein-Neckar Löwen, beurteilt die Lage ähnlich. Am Wochenende war er in Wien, verfolgte den EM-Endspurt aus nächster Nähe.

    Thorsten Storm, wie fällt ihr EM-Fazit aus?
    Ich habe diesmal keinen guten Handball gesehen. Spannend war es trotzdem: Weil sich Top-Mannschaften wie beispielsweise Frankreich auch nur mühsam ins Turnier gekämpft haben. Man hat den Spielern angemerkt, dass sie nicht mehr können. Der Bogen ist längst überspannt. Körper und Geist sind nicht mehr belastbar. Eine EM wie diese könnte man auch „enorme Belastung“ nennen. Es ist einfach nichts Besonderes mehr, was nicht an den Spielern oder dem Sport liegt, sondern an der inflationären Anzahl an Wettbewerben.

    Demnach gibt es zu viele Handball-Großereignisse...
    Geld mit einer EM oder WM zu verdienen ist das eine. Auch die Spieler profitieren davon. Und zwar durch ihren ansteigenden Marktwert, der sich dann finanziell für sie auszahlt. Aber bei dieser EM war das Niveau wirklich schlecht. Das merken auch die Zuschauer und die Medien. Außerhalb des Handball-Dunstkreises haben viele Menschen diese EM gar nicht erst wahrgenommen. Somit können auch die finanziellen Einnahmen wieder sinken. Willst du etwas gelten, komme selten – hat meine Oma früher immer gesagt.

    Folglich wäre eine Anpassung an den Fußball sinnvoll...
    Ja. Eine EM oder WM alle vier Jahre ist völlig ausreichend. Und wertet diese Wettbewerbe zudem noch auf. Vereine und Verbände müssen zusammen arbeiten und nicht ihre eigene Suppe kochen. Letztlich hat sich der Handball doch toll entwickelt.

    Abseits der EM-Partien hat ein Treffen zwischen der IHF und den europäischen Spitzenklubs stattgefunden. Nach den ganzen Streitereien soll zu einer Annäherung gekommen sein...
    Wir sitzen doch alle in einem Boot. Und jeder von uns muss ein bisschen von seiner egoistischen Linie weg. Denn unsere Top-Zugpferde sind jeweils die gleichen: die Spitzenspieler. Wir als Vereine zahlen ihre hohen Gehälter. Deshalb müssen wir künftig besser abgesichert sein. Die IHF will uns diesbezüglich nun entgegengekommen. Doch es bleibt abzuwarten, ob auch Taten folgen. Aber auch die Liga muss etwas geben. Etwa eine Reduzierung auf 16 Mannschaften. Auch eine abgespeckte Champions-League wäre aus meiner Sicht ratsam.

    Mit Uwe Gensheimer und Michael Müller standen zwei junge Löwen in der DHB-Auswahl. Wie haben sie sich verkauft?
    Uwe hat gegen Ende des Turniers gezeigt, was für ein großes Talent er ist. An ihm sieht man, dass es auch in einem mit europäischen Topspielern besetzten Team möglich ist, sich toll zu entwickeln. Ein Stück weit liegt es eben immer an einem selbst. Um voranzukommen heißt es: Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Im täglichen Training entwickelt man sich weiter. Uwe hat das getan. Michael steht sich zurzeit hingegen selbst im Weg. Er braucht ein Aha-Erlebnis. Er setzt sich selbst zu sehr unter Druck, hat dadurch seine Unbekümmertheit und seine Konzentration verloren. Wir werden ihm alle helfen, denn in ihm steckt viel Potenzial.

    Siarhei Harbok verlässt den Verein, wird er in der kommenden Saison durch Steffen Fäth ersetzt?
    Zunächst einmal haben wir unsere Vertragsoption gezogen. Will heißen: Steffen wird Gummersbach nach dieser Saison – auch auf eigenen Wunsch hin – wieder verlassen. Er hatte dort zu wenige Spielanteile, um sich weiterentwickeln zu können. Möglicherweise wird er in der kommenden Saison bei einem anderen Bundesligaverein als Nummer eins große Spielanteile bekommen. Dann würde sich die Option der Löwen auf Fäth um ein weiteres Jahr verlängern. Somit würden wir über 2011 reden. Auch ein Fußball-Talent wir Toni Kroos hat erst bei Bayer Leverkusen den Durchbruch geschafft. Steffen wird seinen Weg gehen, wenn er jetzt Gas gibt und sich nicht ablenken lässt.

    Folglich schauen sich die Löwen nach einem Harbok-Ersatz für die neue Saison um...
    Wir befinden uns in intensiven Gesprächen. Unser Trainer Ola Lindgren hat hier genaue Vorstellungen, was den zweiten Mann hinter Karol Bielecki betrifft.

    Der Tod von Oleg Velyky war auch für das Löwen-Umfeld ein großer Schock!
    Wir sind alle sehr traurig, dass er so früh gehen musste. Oleg war drei Jahre lang ein Rhein-Neckar Löwe und unser Kapitän. Wir möchten nun seiner Familie helfen: Wir planen in der Vorbereitung ein Benefizspiel und haben schon mit Daniel Hopp und der SAP Arena gesprochen. Der Erlös geht an seine Frau und seinen Sohn. Angedacht ist ein Spiel gegen eine Weltauswahl. Das wäre sicher in seinem Sinne, denn er hat immer für den Handball gelebt und alles gegeben.

    Aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung


    Heidelberg. Seit Ende Dezember ruht in der Handball-Bundesliga der Ball. Für die Rhein-Neckar Löwen war Ruhe zu Jahresbeginn trotzdem ein Fremdwort. Vor allem aus Dänemark schwappten mal wieder Neuigkeiten rüber. Neuigkeiten, die zwar nur indirekt mit den Gelbhemden zu tun haben, aber trotzdem die Löwen-Gerüchteküche anheizten: Jesper Nielsen, Gesellschafter und Aufsichtsrats-Vorsitzender der Kurpfälzer, und sein dänischer Klub AG Handbold fusionierten mit dem finanziell angeschlagenen Champions-League-Teilnehmer FC Kopenhagen Handbold – die RNZ berichtete.

    In Dänemark war’s ein Urknall, dessen Echo auch die Löwen erreichte: Angeblich könnte es nun auch länderübergreifend zu einer Fusion kommen. Löwen-Manager Thorsten Storm kann darüber nur schmunzeln: „Eine Verschmelzung mit uns oder gar ein Zusammenschluss ist völlig absurd. Fusionieren werden nur die beiden dänischen Vereine.“

    Es wird vielmehr eine ähnliche Kooperation angestrebt wie bisher mit AG Handbold, dem Heimatverein von Jesper Nielsen. „Mit ihm kooperieren wir schon seit dieser Saison, halten dort Trainingslager ab und die Trainer tauschen sich aus.“ Um in Kopenhagen schnellstmöglich professionelle Strukturen aufzubauen, fliegt Storm morgen nach Dänemark: „In Mannheim haben wir einiges auf die Beine gestellt, die gleichen Baustellen gibt es nun in Dänemark. Deshalb setzen wir uns zusammen und tauschen uns aus – das ist alles.“

    Ein starker Partner wäre auch für die Löwen kein Nachteil. Storm: „Es ist dann vielleicht leichter, einen skandinavischen Spieler nach Süddeutschland zu holen.“ Auch ein neuer Mann für das Löwen-Trainerteam ist offenbar im Gespräch: Nielsen erklärte, dass Magnus Andersson, momentan noch Coach in Kopenhagen, in den Löwen-Stab wechseln könnte. Storm sagt: „Bislang haben wir darüber noch nicht gesprochen, es ist also rein spekulativ.“ Und was würde dann aus Kent-Harry Andersson, dem Sportlichen Berater der Löwen? „Er wird auch weiterhin für beide Klubs arbeiten“, stellt Storm klar. Kent-Harry Andersson könnte demnach eine Art Bindeglied zwischen den Vereinen, könnte den jeweiligen Trainern und Geschäftsführern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Doch das ist Zukunftsmusik. Siarhei Harbok wird ihr nicht mehr lauschen. Sein Abschied steht fest: „Wir hätten ihn gerne behalten, er ist ein Super-Typ, der sich zuletzt wieder stark präsentierte“, so Storm, „aber er hat unser verbessertes Angebot leider ausgeschlagen. Seinem Berater scheint ein besser dotiertes vorzuliegen.“ Wo es den Familienvater hin verschlägt, ist derzeit noch nicht bekannt. Medwedi Tschechow galt kürzlich noch als Favorit. Doch auch der TBV Lemgo und Celje, der neue Klub von „Noka“ Serdarusic, sollen Interesse haben.

    Neuigkeiten gibt es auch über Henning Fritz zu berichten. Er hat seine Option gezogen, bleibt wohl zwei weitere Jahre. „Nach der EM werden unser Trainer Ola Lindgren, Kent-Harry Andersson und ich aber nochmals das Gespräch mit ihm suchen“, verrät Storm: „Wir brauchen im Tor einfach mehr Stabilität.“ Kommt etwa Kopenhagens Keeper Kaspar Hvidt, den Nielsen ins Spiel brachte? „Das ist ein Topmann, aber mit ihm gab es keine Gespräche“, beteuert Storm: „Ola sprach bislang nur mit unseren Torhütern. Und was Szmal kann, zeigt er bei der EM: Es wäre schön, wenn das auch bei uns so wäre.“

    Dieses Klein-Interview stand im Vorfeld des Brasilien-Spiels in der Rhein-Neckar-Zeitung

    ...Dominik Klein, es läuft für die deutsche Handball-Nationalmannschaft noch nicht optimal. Bei wie viel Prozent des Leistungsvermögens ist man momentan?
    Das ist derzeit nur sehr schwer zu sagen. Klar ist, dass wir uns Schritt für Schritt steigern wollen. Und wenn man nun die beiden Partien gegen Island mit dem Spiel gegen Österreich vergleicht, dann ist uns dies auch gelungen. Schade ist nur, dass uns die angestrebte Revanche gegen Island am Sonntag nicht geglückt ist. Aber wir verfügen sicher noch über reichlich Potenzial. Und das werden wir auch ausschöpfen.

    Sind Ergebnisse wie gegen Island beunruhigend?
    Nur bedingt. Ich würde sie auch nicht als Rückschläge bezeichnen, sondern vielmehr als eine Art Hilfestellung, die uns klar erkennen lässt, woran es noch zu arbeiten gilt. Der Bundestrainer setzt dann die entsprechenden Prioritäten.

    Schon die Vorrundengruppe hat es in sich...
    Es sind sicherlich sehr namenhafte Gegner dabei. Aber das ist egal. Denn du musst jedem Gegner den nötigen Respekt entgegenbringen. Besonders bei einer Europameisterschaft, bei der es nie leichte Spiele gibt.

    Schlagbar sind sie die Gruppengegner aber allemal, oder?
    Daran denken wir momentan noch gar nicht. Wichtig ist vielmehr, dass wir zunächst einmal unsere eigenen Baustellen schließen. Ein guter Start wäre optimal, gerade für eine Turniermannschaft wie uns, die sich von Spiel zu Spiel steigern kann.

    Am Mittwoch steht in der Mannheimer SAP Arena der letzte Test gegen Brasilien an...
    Das ist eine Begegnung, die wir unbedingt gewinnen möchten. Wir möchten unseren deutschen Fans etwas bieten, ihnen ein gutes Gefühl für die nahende EM vermitteln.

    Heiner Brand wird den EM-Kader nochmals reduzieren. Wie sehen Sie ihre Chancen danach noch dabei zu sein?
    Wann er seine endgültige Entscheidung fällt, weiß ich nicht. Ich habe diese Situation ja nun schon häufiger erlebt. Derzeit versuche ich mich bei jeder Gelegenheit zu präsentieren. Es gilt in jedem Training Gas zu geben. Man muss seine Position im Team finden.

    Und wie ist das Bauchgefühl?
    Ich weiß es wirklich nicht. Der Bundestrainer hält sich mit Signalen zurück. Für mich spricht die Erfahrung der letzten Jahre und die würde ich natürlich gerne wieder einbringen.

    Aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung

    Klimovets: "Ich hatte eine tolle Zeit hier..."

    Heidelberg. Er kam zu einer Zeit, in der man noch weit entfernt war von der nationalen Spitze. Andrej Klimovets war einer der ersten Stars die bei den Rhein-Neckar Löwen – damals noch SG Kronau-Östringen – anheuerten. Der wuchtige Kreisläufer kam 2005 von der SG Flensburg-Handewitt in die badische Manege: Süden statt Norden, Handball-Niemandsland statt Ballwurf-Hochburg. Ein Titel sprang für ihn bei den Gelbhemden bislang nicht heraus, doch gerade im DHB-Pokal schrammten die Löwen und der gebürtige Weißrusse mehrfach nur knapp am ganz großen Wurf vorbei. Ob er doch nochmals als Löwe die Hand an den Pott bekommt, ist äußerst fraglich. Dem Familienvater läuft die Zeit davon: Er wird Saisonende aussortiert. Sein Vertrag wird nicht verlängert. Der Nachfolger ist bereits gefunden: Ab dem Sommer wirbelt der Isländer Robert Gunnarsson am Kreis.

    Im RNZ-Interview bezieht Klimovets, 35, Stellung, wirkt aber alles andere als verbittert.

    Andrej Klimovets, mit Robert Gunnarsson kommt ein neuer Kreisläufer zu den Löwen. Für Sie ist dann kein Platz mehr...

    Ich sehe mich deshalb nicht als Verlierer. Ich hatte eine tolle Zeit hier und bin Realist. Ich weiß, dass ich nicht mehr zu den jüngsten gehöre. Ich finde es nur schade, dass man in Mannheim leider nicht mehr mit mir rechnet. Ich kam als die SG Kronau-Östringen noch in der Zweiten Liga spielte. Zu einer Zeit, als nur ein paar Leute an das glaubten was heute passiert. Es ist schade, dass ich bei der Ernte der Saat von damals vielleicht nicht dabei sein kann.

    Welche Ernte?

    Nun ja, mittlerweile verfügen wir über die Möglichkeiten, auch große Erfolge zu feiern. Wir haben eine Mannschaft mit einem tollen Gefüge. Jetzt noch die Kontinuität, dann ist hier viel möglich. Aber warten wir ab. Ich werde alles dafür tun, dass wir schon in dieser Saison vielleicht eine Titelüberraschung schaffen.

    Wie schwer fällt Ihnen der Abschied?

    Sehr schwer. Ich fühle mich hier sehr wohl, habe viele Freunde gefunden. Und nun geht die Zeit langsam zu Ende. Das ist schade: Ich hätte mir auch vorstellen können, hier meine Karriere zu beenden. Aber so ist das Profigeschäft. Jetzt nehme ich all meine Erfahrungen der letzten Jahre mit zu meinem neuen Verein.

    Ist in Sachen neuer Klub schon eine Entscheidung gefallen?

    Nein. Ich bin aber in der glücklichen Position, dass andere Vereine auf meine Stärken und meine langjährige nationale und internationale Erfahrung bauen möchten. Ich bin dabei, mir diese Angebote gut durchzulesen. Aber wohin es gehen wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Ich weiß aber, dass ich noch Ziele habe und den Anspruch und die Kraft, Titel zu gewinnen. Bei meinem neuen Arbeitgeber möchte ich Verantwortung übernehmen. Für eine Mannschaft ist das Vertrauen in die Führung und Kontinuität in der Personalplanung ganz wichtig. Nur so kann in Ruhe gearbeitet werden. Das sieht man bei den derzeit erfolgreichen Teams in der Bundesliga. Vielleicht habe ich bei einem neuen Klub ja auch die Möglichkeit, mir eine berufliche Perspektive zu erarbeiten. Wichtig ist für mich auch, dass mein Sohn und meine Frau in eine Umgebung kommen, in der wir uns alle wohl fühlen und beste Möglichkeiten haben.

    Sie sind nun 35 Jahre alt. Wie viel Zeit bleibt Ihnen noch auf der „Platte“?

    Je älter der Wein…..! Nein, im Ernst. Es ist wie es ist. Ich muss und werde mit der Situation zu Recht kommen. Ich denke, dass schon andere Spieler gezeigt haben, dass man in dem Alter noch eine wichtige Säule sein kann. Stefan Lövgren oder Christian Schwarzer sind doch die besten Beispiele. So gesehen habe ich noch 4 Jahre auf hohem Niveau vor mir. Aber natürlich beschäftige ich mich auch mit der Zeit nach dem aktiven Handball.

    Wie sieht der Plan nach der aktiven Karriere aus?

    Ich hoffe, dass mir mein neuer Verein helfen wird, mich weiter zu entwickeln. Es ist eben nicht nur ein Wechsel in sportlicher Hinsicht, sondern es soll auch in den nächsten drei bis vier Jahren ein langsamer Wechsel vom aktiven Handball in eine neue Karriere angepeilt werden. Wenn ich beides verbinden könnte, wäre das eine tolle Sache.

    Rhein-Neckar-Zeitung von heute

    "Auf uns werden harte Zeiten zukommen"


    Heidelberg. Ein guter Rutsch war’s nicht, Ausrutscher trifft’s eher: Die Rhein-Neckar Löwen blamierten sich am Tag vor Silvester bis auf die Knochen. Ideenlos, orientierungslos, hilflos. Erschreckend war’s, was das badische Starensemble im Rahmen der 26:31_Pleite bei der TuS Nettelstedt-Lübbecke auf die „Platte“ brachte. Besonders ärgerlich: Mit einem Sieg hätten sich die Löwen auf den dritten Tabellenplatz schieben können, wären quasi im Soll gewesen. Die Chance sich schnellstmöglich zu rehabilitieren be_ steht nicht. Die Bundesliga pausiert: Vom 17. bis zum 31. Januar verlagert sich das Geschehen zwischen den beiden Kreisen nach Österreich, wo die Handball-Europameisterschaften ausgetragen werden.

    Thorsten Storm, der Manager der Rhein-Neckar Löwen, erlebte den neuerlichen Untergang des blau-gelben Flaggschiffs von der Tribüne aus mit. Und was der 45-Jährige sah, ließ ihn sprachlos zurück. Mittlerweile hat er sich wieder gesammelt. Seine Enttäuschung kann der gebürtige Kellinghusener dennoch nicht verbergen, was sich im RNZ-Interview zeigte.

    Thorsten Storm, die Rhein-Neckar Löwen überwintern mit elf Minuspunkten auf dem fünften Tabellenplatz, das ist frustrierend, oder?

    Das ist sicherlich nicht das, was wir uns alle erhofft haben. Aber da hilft jetzt kein Jammern, sondern nur harte Arbeit: In der Rückrunde müssen wir es nun besser machen.

    Welche der Niederlagen waren besonders bitter?

    Das Spiel daheim gegen die SG Flensburg-Handewitt, die Partie bei den Füchsen Berlin und die kürzliche Niederlage in Lübbecke. Das waren allesamt Tage, an denen wir uns fast schon selbst schlugen.

    Worauf sind die ständigen Leistungsschwankungen zurückzuführen. Schließlich hat man gerade gegen Lemgo oder Magdeburg gezeigt, dass man es deutlich besser kann...

    In Stress-Situationen und unter Druck findet die Mannschaft leider oftmals nicht zu ihrer optimalen Leistung. Handball spielen, wenn es läuft, ist etwas völlig anderes, als kämpfen und sich wehren, wenn es mal hart auf hart kommt. Auf uns alle kommt jetzt viel Arbeit zu.

    Kann es sein, dass der eine oder andere Spieler vielleicht nicht mit ganzem Herzen bei der Sache ist?

    Das wäre schlimm. Aber ehrlich gesagt glaube ich das nicht. Bei uns ist das eher eine Sache des Kopfes und der Hierarchie innerhalb der Mannschaft.

    Demnach deutet vieles auf eine neue, weitere Umstrukturierung des Kaders hin, oder?

    Wir wollen nicht jedes Jahr alles austauschen. Die Löwen brauchen Konstanz. Aber wir haben einen neuen Leistungsanspruch vorgegeben. Dazu gehören auch Veränderungen.

    Den Torhütern allein die Schuld zu geben wäre zu einfach. Fakt ist aber, dass man aktuell in Sachen Keeper nicht zu den Topteams der Liga gehört!

    Das stimmt. Wir haben nicht das Niveau anderer Spitzenteams und im Tor kann man sich nicht verstecken. Wir müssen uns hier leistungsmäßig verbessern. In der Rückrunde der vergangenen Saison hatten wir hier sowohl bei Henning Fritz als auch bei Kasa Szmal ein wesentlich höheres Niveau. Zurzeit helfen sie uns nicht, wie wir uns das alle wünschen.

    Auch auf der Spielmacherposition fehlen oft die zündenden Ideen. Unmittelbar nach dem Lübbecke-Spiel sagten Sie, dass Sie sich das nicht bieten lassen wollen. Was heißt das konkret?

    Nach Ergebnissen wie nun in Lübbecke bin ich einfach unglaublich enttäuscht. Ich liebe dieses tolle Projekt der Rhein-Neckar Löwen. Es ist mittlerweile zu meinem Verein geworden. Und wenn man mit dem ganzen Herzen dabei ist, sagt man eben auch mal emotionale Dinge. Aber generell reicht eben auch auf der Mitte die Leistung nicht aus. Unser verletzter Spielmacher Grzegorz Tkaczyk konnte bislang leider nicht adäquat ersetzt werden.

    Karol Bielecki, der zu Saisonbeginn noch die ganze Liga mit seinen krachenden Toren aus dem Rückraum begeistert hat, tauchte zuletzt auch vermehrt ab...

    Karol ist ausgepumpt. Er hat einen großen Schritt nach vorne gemacht. Aber auch er hat gerade im spielerischen und taktischen Bereich noch Defizite. Beziehungsweise noch Potenzial, das er noch nicht ausgeschöpft hat. Daran muss Karol arbeiten. Und das wird er auch. Die Löwen setzen auf Karol.

    Im Umfeld wurden zuletzt auch vermehrt kritische Stimmen laut, die Trainer Ola Lindgren in Frage stellten. Wie sieht das der Manager?

    Er steht nicht zur Diskussion. Ola Lindgren hat nach wie vor unser vollstes Vertrauen. Wir werden alle zusammen unsere Saisonziele erreichen. Aber klar ist: Auf uns alle werden harte Zeiten zukommen.

    Trotz der derzeit unbefriedigenden Situation ist der dritte Platz, der zur erneuten Champions-League-Teilnahme berechtigen würde, realistisch, oder?

    Ich persönlich bin immer Optimist. So ist meine Lebenseinstellung, die sich auch durch Begegnungen wie in Lübbecke nicht ändern wird. Nun müssen eben alle Spieler beweisen, dass sie zurecht unser Vertrauen genießen. Und das werden sie auch tun!

    aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung

    Heidelberg/Lübbecke. Es sollte ein Abschluss nach Maß werden, ein finaler Beutezug in der Fremde. Doch es kam anders: Die Handballer der Rhein-Neckar Löwen verabschiedeten sich gestern mit einem Debakel in die EM-Pause. Oliver Roggisch und Co. enttäuschten auf der ganzen Linie, zahlten im alten Jahr nochmals reichlich Lehrgeld: Die Lindgren-Sieben verlor bei Aufsteiger TuS N-Lübbecke mit 26:31 (10:16). „Wir haben gerade in der Abwehr wieder nicht richtig zugepackt. Das war dumm“, sagt Löwen-Manager Thorsten Storm und legt nach: „Das sind Dinge, die wir nicht hinnehmen können und auch nicht werden. Offenbar hat nicht jeder unserer Spieler einen Hintern in der Hose.“
    Eine Pleite, die so natürlich nicht einkalkuliert war und eine unschöne Randerscheinung mit sich bringt: Die Badener, die sich in Lübbecke eine kollektive Auszeit gönnten, überwintern nur auf dem fünften Rang. Ein Tiefschlag für den ambitionierten Klub. „Es wird immer von der Champions League geredet, wenn du aber einen Elfmeter nach dem anderen vergsiebts, brauchst du das nicht zu tun.“
    Die Löwen erwischten einen Katastrophen-Start. Das badische Starensemble lief von Beginn an hinterher. Bereits nach rund drei Minuten führten die Hausherren mit 4:1. Nettelstedt traf und traf, spielte sich phasenweise in einen Rausch. Vor allem einen ostwestfälischen Legionär bekam man nie in den Griff. Gemeint ist Tomasz Tluczynski, der linke Flügelflitzer, der polnische Vize-Weltmeister von 2007. In den ersten dreißig Minuten brachte es der 30-Jährige auf sieben Treffer. Nach der Schluss-Sirene waren es deren 11 – fünf davon versenkte er von der Siebenmeterlinie aus.
    Ex-Löwe Alexis Alvanos, über dessen Wechsel zu den Ostwestfalen die RNZ im Oktober berichtet hatte, lief gestern übrigens trotz einer internen, schriftlich fixierten Absprache zwischen beiden Klubs auf. Storm: „Mir wurde kurz vor Spielbeginn telefonisch mitgeteilt, dass er spielen wird.“ Die Begründung: Lübbeckes Anwälte gaben grünes Licht, meinten, dass solch eine Vereinbarung nicht tragbar sei. „Das wusste ich selbst, aber es war eine Absprache unter Kollegen, quasi eine der Bedingungen für das Zustande kommen des Transfers. Lübbecke wusste aber wohl schon bei der damaligen Unterschrift, dass sie uns gewissermaßen betrügen werden.“

    @ copa51

    Ich bin selbst kein Jurist! :)

    Aber genau so interpretiere ich Storms Zitate in der RNZ:

    Im Rahmen des Transfers haben sich beide Seiten darauf verständigt, dass Alvanos nicht gegen die Löwen aufläuft. „Das wurde schriftlich für die laufende Saison vereinbart“, sagt Storm, „und ich kenne es von meiner Seite her nur so, dass man sich auch daran hält, andernfalls hätten wir es nicht unterschreiben müssen.“ Ob sich die Ostwestfalen an die Abmachung halten, bleibt allerdings abzuwarten. „Es ist keine Frage des Rechtes oder von Anwälten“, so Storm, „eher eine Vereinbarung zwischen Kollegen, da wir Nettelstedt und Alvanos zum Zeitpunkt des Wechsels geholfen haben.“

    Storm sagt doch, dass es keine Frage des Rechtes oder von Anwälten sei, eher eine Vereinbarung.

    Und ich sehe darin auch keinen Widerspruch zu dem, was im Mannheimer Morgen steht.

    Also ich sehe das mit Alvanos so:

    Storm hat da eine Vereinbarung mit Nettelstedt getroffen, die auf einem Versprechen basiert und schriftlich fixiert wurde. Trotzdem muss sie nicht zwangsläufig eingehalten werden: Denn eine Nichteinhaltung wäre kein Verstoss - zumindest nach juristischen Gesichtspunkten.

    Falls Alvanos nun heute doch spielt, ist es eine Art "Vertrauensbruch". Nicht mehr und nicht weniger.

    Mal sehen, ob er heute nun wirklich spielt, vielleicht will man die Löwen auch nur verwirren?!

    Wie es auch immer kommen mag: Solche Absprachen sind mehr als nur fragwürdig...

    aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung (Roggisch, Harbok, Cupic, Prieto)


    ...Weil auch Harbok, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, seine vermehrten Spielanteile gefallen, will der Weißrusse, so Storm, nun gerne bei den Löwen bleiben. „Er ist auf uns zugekommen“, sagte Manager Thorsten Storm, der mit dem Rückraumspieler heute über eine Vertragsverlängerung verhandelt. Mit Roggisch ist Storm diesbezüglich „schon sehr weit“. Der Nationalspieler geht von einer Einigung „in der nächsten Woche“ aus. Die Zeichen stehen gut“, sagte der Abwehrhüne, der es im Hinblick auf eine für den Erfolg erforderliche Kontinuität wichtig findet, „dass wir nicht mehr fünf Leute austauschen, damit Ruhe reinkommt.“
    Auch Storm möchte in die Transferpolitik „Ruhe reinbringen“. Dabei hofft er bis zum Ende der Wechselfrist am 15. Februar Kreisläufer Carlos Prieto noch von der Gehaltsliste zu bekommen, während er ausschließt, dass Rechtsaußen Ivan Cupic (RK Velenje) bereits nach der EM-Pause die Löwen verstärkt. „Er kommt erst zur neuen Saison“, sagt Storm über den Kroaten.

    Groetzki hat sich gegen Magdeburg wohl doch stärker verletzt. In der Rhein-Neckar-Zeitung von heute steht, dass eine Kernspin-Untersuchung durchgeführt wurde und er wohl mindestens drei Spiele ausfallen wird.

    aus der Rhein-Neckar-Zeitung:

    ...Auch mit Trainer Ola Lindgren und Kent-Harry Andersson, dem Sportlichen Berater der Löwen, tauscht sich Storm derzeit häufiger aus. Das Trio bastelt im Stillen am Kader, überlegt, versucht so manche Baustelle im Hinblick auf die neue Saison zu schließen. Handlungsbedarf besteht auf mehreren Positionen. Gerade am Kreis wird sich sicher etwas tun. Der Vertrag von Andrej Klimovets läuft aus und Spanien-Import Carlos Prieto wurde trotz eines Vertrags bis 2011 längst einWechsel nahe gelegt: „Carlos, der vor den Planungen mit Lindgren bei uns eine Rolle spielen sollte, ist nur dritte Wahl. Und mit Andrej hat es noch keine Gespräche gegeben.“ Und dazu wird es wohl auch nicht mehr kommen. Es gilt als sicher, dass Bjarte Myrhol, den Storm als „Super-Typen, der den Handball lebt“, bezeichnet, im Sommer einen neuen Kreispartner zur Seite gestellt bekommt. „Wir analysieren die Situation. Im diesem Monat oder im Januar wird eine Entscheidung fallen“, verrät Thorsten Storm im RNZ-Gespräch.

    Aber auch über andere Positionen wird gegrübelt: Bei Siarhei Harbok, Oliver Roggisch und Henning Fritz laufen die Verträge aus. Fritz besitzt bekanntlich eine Option, die es ihm erlauben würde, seinen Kontrakt eigenhändig um zwei weitere Jahre zu verlängern; Harbok wollte weg, will nun aber angeblich doch bleiben. Und wie steht's um Roggisch? „Oli ist unser Schichtführer in der Abwehr, durch ihn haben wir mittlerweile hinten drin mehr Stabilität“, betont Storm, „aber manchmal spielt er noch zu sehr mit dem Herz und nicht mit seinem Kopf. Da ist sicher noch Steigerungspotenzial drin.“

    Kopfarbeit ist auch auf der Mitte gefragt. Und hier wird an der Seite von Grzegorz Tkaczyk, der derzeit noch seine Verletzung am linken Knie auskuriert, ebenfalls ein Platz frei: Nikola Manojlovic und Snorri Gudjonsson haben beide jeweils nur einen Einjahresvertrag unterschrieben. „Klar, dass wir uns da Gedanken machen“, so Storm: „Die Situation ist aber nicht einfach, denn noch wissen wir nicht, wie Grzegorz nach seiner schweren Verletzung zurückkommt.“