Beiträge von löwe

    @ dubbeglas: RNZ hatte gestern Abend bereits als erstes Schwalb als langfristige Lösung. Stand auch in der Überschrift. Ich habe gegoogelt, ging glaube ich um 22 uhr online.Der mm hat dann nachgezogen. Bei der Arbeit habe ich rnz und mm als Printausgaben. In der druckausgabe des mm stand der Artikel komischerweise gar nicht heute.
    Denke aber, dass es auf Schwalb raus läuft, wenn es beide schreiben.

    In der Rhein-Neckar Zeitung äußert sich Interimstrainer Michel Abt. Ob er am Mittwoch auf der Bank sitzt, wisse er selbst nicht. Es sei nicht mal klar, ob er am Dienstag überhaupt noch das Training leitet. So sei aber Stand Montagabend mal der Plan. Zu seinem Nachfolger will und kann er sich offenbar nicht äußern. Es könnte jedoch ganz schnell gehen.
    Laut der Zeitung sei Martin Schwalb wohl ein heißer Kandidat für eine längerfristige Lösung. Auch Gudmundsson soll noch im Rennen sein .


    https://www.rnz.de/sport/rheinnec…rid,501304.html

    Naja, Gensheimer nach Paris hatten sie damals auch rund drei Monate vor allen anderen und der offiziellen Bekanntgabe der Löwen. Damals hieß es von Vereinsseite auch, dass da nichts dran sei. Vielleicht kommen die Infos ja aus der gleichen Quelle? Wobei ich mir auch nicht vorstellen kann, dass Jacobsen im Sommer 2018 geht. Dazu waren seine Aussagen zu seinem Verbleib einfach viel zu eindeutig…

    Uli Roth im Interview in der Rhein-Neckar Zeitung zur Bundestrainer-Suche

    Handball-Bundestrainer-Suche: "Das ist dilettantisch" - Löwen - Rhein Neckar Zeitung

    Von Daniel Hund

    Heidelberg. Die Tage von Dagur Sigurdsson als Trainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft sind gezählt. Der Erfolgscoach zieht seine Option und verlässt den Europameister. Die WM in Frankreich (11. bis 29. Januar 2017) wird sein letztes großes Turnier mit der DHB-Auswahl sein. Momentan läuft die Suche nach seinem Nachfolger auf Hochtouren. Christian Prokop (37) vom SC DHfK Leipzig und Markus Baur (45) vom TVB Stuttgart sind die heißesten Kandidaten auf das Sigurdsson-Erbe.

    Sonderlich professionell geht der DHB dabei aber nicht vor. Am Trainer-Casting gibt es viel Kritik. Die RNZ sprach mit Uli Roth, dem einstigen deutschen Rekordnationalspieler und jetzigen Manager der SG Leutershausen.

    Uli Roth, wie schwer wiegt denn der Abgang von Bundestrainer Dagur Sigurdsson?

    Zunächst muss man mal sagen, dass die Verpflichtung Sigurdssons als Bundestrainer eine sehr gute war. Er ist ein Top-Trainer, mit viel Erfahrung und einem seriösen Auftreten. Er hat in seiner Amtszeit sofort mutige und wichtige personelle Entscheidungen getroffen. Dagur hat der deutschen Mannschaft eine neue Stärke verliehen, die allerdings auch immer da war, sie hat nur niemand freigesetzt. Keine Frage, für den DHB ist und war er Gold wert. Sein Vorgänger Martin Heuberger war hingegen ein Fehler. Dass uns Dagur nun wieder so schnell verlässt, ist sehr sehr schade. Da wurde ein Fehler im Vertrag gemacht. Dieser hätte niemals eine Ausstiegsklausel beinhalten dürfen. Das muss sich das Management ankreiden.

    Aktuell läuft die Suche nach seinem Nachfolger. Und ganz Deutschland ist mittendrin statt nur dabei...

    Ja, da passieren momentan ein paar Dinge, über die man nur schmunzeln kann. In der breiten Öffentlichkeit wird ein chaotischer Eindruck erweckt. Das tut unserem Sport nicht gut. Zudem ist es völlig unnötig. Fraglich ist auch, weshalb Bob Hanning gleichzeitig als Geschäftsführer für die Füchse Berlin arbeitet und auch die Nationalmannschaft managt. Das sind zwei Jobs, die viel Zeit in Anspruch nehmen. Vielleicht hat er es deshalb nicht geschafft, sich mit den Vereinen zu unterhalten, an deren Trainern er interessiert ist. Das hätte hinter verschlossenen Türen passieren müssen und zwar bevor man die Kandidaten in den Medien nennt. Wäre es um den Berliner Trainer gegangen, hätte den Füchsen solch eine Vorgehensweise sicher auch nicht gepasst.

    Kurzum: Bob Hanning macht derzeit nicht die beste Figur.

    Ja, das muss man so sagen. Was schade ist, schließlich hat er ja auch dazu beigetragen, dass der Erfolg zurückgekehrt ist. Und jetzt wird wieder kräftig am Image gekratzt. Das ist dilettantisch. Wenn ein Trainer wie Christian Prokop in Leipzig noch einen Vertrag bis 2021 hat, muss man vorab einfach mit dem Verein reden - und nicht denken, das wird sich schon irgendwie regeln lassen.

    Neben Prokop befindet sich auch Stuttgarts Markus Baur im DHB-Trainer-Casting. Dieses öffentliche Tauziehen schadet beiden, oder?

    Natürlich. Jeder will Bundestrainer werden. Das ist das höchste Traineramt, das du in Deutschland erreichen kannst. Und da ist es doch klar, dass jeder Trainer sein Interesse bekundet. Aber wenn man es dann nicht wird, bleibt etwas hängen, das man nicht mehr so schnell los wird. Traurig finde ich auch, dass man andere Kandidaten gar nicht erst berücksichtigt. Ein Martin Schwalb wäre beispielsweise frei. Er bringt viel Erfahrung mit und kostet keine Ablöse. Aber Trainertypen, die dem Präsidium nicht immer nach dem Mund reden und vielleicht auch mal etwas unbequemer sind, sind wohl nicht erwünscht. Martin hat selbst an die 200 Länderspiele gemacht, er kennt das Ganze aus dem Effeff. Dass man so einen Mann nicht mal fragt, ärgert mich und ist traurig.

    Was muss der neue Bundestrainer denn mitbringen?

    Er hat die Elite unter sich. Und braucht erst einmal den nötigen Respekt seiner Spieler. Erfahrene Trainer haben den schnell, weil sie ihn sich jahrelang erarbeitet haben. Christian Prokop hat diese Erfahrung noch nicht. Man muss lernen wie man mit Stars, die oftmals empfindlicher sind, umzugehen hat. Da braucht man ein gutes Gespür. Deshalb ist Prokop vielleicht noch einen Tick zu jung für diesen Job. Ich würde mich eher für einen erfahreneren Trainer aussprechen.

    Themenwechsel: Seit Ende letzter Woche ist klar, dass Nikolaj Jacobsen neben den Rhein-Neckar Löwen auch die dänische Nationalmannschaft trainieren wird. Ab Sommer 2017 wird er diese Doppelfunktion antreten. Ist das ein Risiko für die Löwen?

    Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich kein Freund von Doppelfunktionen und Zweitspielrechten bin. Aber man kann sich alles schön reden. Fakt ist nun mal, dass die Bundesliga in Verbindung mit der Champions League und dem DHB-Pokal extrem anstrengend und zeitintensiv ist. Man ist ständig unterwegs. Ich persönlich glaube, dass da kein Raum mehr für einen Zweitjob bleibt. Und Dänemark ist nicht Albanien. Dort ist der Anspruch und der Druck groß. Aus meiner Sicht braucht man eine hundertprozentige Zugehörigkeit.