Beiträge von olilolli189

    Bevor die Märchenstunde weiter geht, eine Bewerung als neutraler Zuschauer, die sich weitgehend mit der des Gummersbacher Trainers deckt: Den Hausherren ist gegen die 3:3-Abwehr der HSG in den letzten 15 Minuten einfach nichts eingefallen - und das trotz einer Auszeit.
    Die drei schnellen Leute der Wetzlarer (Salzer, Jungwirth, Schmidt) haben da vorne einen richtig guten Job gemacht. Durch die offensive Aufstellung war es dann auch möglich, endlich mal mit Tempo in die erste und zweite Welle zu kommen. Hinzu kam die Torhüterleistung (klares Plus für die Gäste) und auch die Schiris hatten ein "gewisses Einsehen", nachdem sie vorher eine fünfminütige Phase hatten, wo sie alles gegen die HSG gepfiffen hatten. In den letzten zwei Minuten lief irgendwie alles auf ein Remis hinaus, doch Pfahl vergab den 7m. Trotzdem noch mal Ballbesitz für den VfL, der aus den 15 Sekunden aber nichts mehr machen konnte. Aufgrund der ersten 20 Minuten und aufgrund der letzten Viertelstunde ist der Wetzlarer Erfolg nicht unverdient, wenn auch glücklich, denn eine Punkteteilung wäre gerechter gewesen. Aber auch das hätte der HSG zum Klassenerhalt gereicht.

    Bastien Arnaud hat sich im Training erneut schwer am Knie verletzt. Leider mit "Ansage": Das wäre ja auch eine Rekonvaleszenz in Rekordzeit gewesen... Da scheint er wohl zu früh wieder voll ins Training eingestiegen zu sein. Hätte ihn da nicht jemand bremsen müssen?

    Das mit der "40 oder 50 plus x" war dann wohl eine nicht zutreffende Erinnerung an meine Recherchen in der DHB-SpielO... Einschlägig ist § 2 Nr. 1a der HBL-LizenzO: "Als Bewerber im Sinne der weiteren Regelungen dieser Lizenzierungsrichtlinie gilt ... bei Ausgliederung des Bundesligaspielbetriebs der im Antrag konkret bezeichnete wirtschaftliche Träger. Jeglicher Wechsel nach dem 1.12. ist ausgeschlossen." Dazu dann noch § 1 Nr. 3 der HBL-LizenzO: "Sofern der Verein (hier TSV Bayer Dormagen) selbst die Lizenz beantragt und den Bundesligaspielbetrieb auf einen wirtschaftlichen Träger (hier DHC Rheinland GmbH) überträgt, muss der Verein mit mehr als 25 % der Stimmenanteile an dem wirtschaftlichen Träger beteiligt sein."

    Die fixe Idee von der Spielgemeinschaft, die Heinz Lieven die Möglichkeit geboten hätte, sich endlich aus dem operativen Bereich zurückzuziehen, und das "Herausdrängen" des TSV Bayer Dormagen als Mehrheitsgesellschafter aus der DHC Rheinland GmbH, um statt dessen den DHC Rheinland e.V. zu gründen und an die Stelle des TSV zu setzen, war der entscheidende Fehler. Die Lizensierungskommission hat spätestens anhand der Unterlagen zur Wirtschaftlichkeit, die am Donnerstag (1.3.) vorliegen mussten, Kenntnis davon erlangt, dass es beim DHC einen Wechsel beim wirtschaftlichen Träger gegeben hat. Da dieser nicht zulässig ist, wäre der Lizenzantrag abgelehnt worden.

    Diese Vorabinfo dürfte Heinz Lieven aus Dortmund sehr schnell erreicht haben. Da auch die Spielgemeinschaft verbandsrechtlich nicht umsetzbar war, hat er darauf hin ganz offensichtlich beschlossen, sofort die Flucht nach vorne anzutreten. Der Insolvenzantrag und die Rücknahme des Lizenzantrages am Dienstag (6.3.) diente demzufolge offenbar nur dazu, sich die öffentliche Peinlichkeit zu ersparen, dass es letztlich aufgrund eines formalen Fehlers keinen Zweitliga-Handball mehr in Dormagen geben würde.

    Jede Medaille hat zwei Seiten. Heinz Lieven hat auf seine Art und Weise viel Positives für den Profi-Handball am Höhenberg bewegt. Ohne ihn wäre der Aufstieg in die Erste Liga vermutlich nicht gelungen. Leider hat er in der zweijährigen DHC-Phase auch viele Fehler gemacht. Der entscheidende Fehler war finaler Natur.

    Für mich ist es nun so gut wie amtlich: Aus gut unterrichteter und kompetenter Quelle höre ich, dass der Lizenzantrag für die neue Saison aus formellen Gründen abgelehnt worden wäre (also noch vor der Prüfung der Wirtschaftlichkeit). Der Grund dafür: Die Veränderung der Gesellschafterstruktur nach der Stellung des Lizenzantrages im Dezember. Das ist nach der Lizenzordnung nicht zulässig. Ist wohl irgendeine Vorschrift recht weit hinten (40 oder 50 plus x). Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich die vor Uhrzeiten hier schon mal erwähnt... Nun ja, ist ja eh alles Geschichte! Der Blick geht jetzt nur noch nach vorne.

    Da scheint mir die Erinnerung respektive Wahrnehmung aus der Ferne doch sehr getrübt zu sein. Natürlich gibt es immer Kritiker. Die gab es in Dormagen auch schon zu Zeiten der Zweiten Liga. Aber es waren 1) nie viele (auch nicht hier in der handballecke) und 2) haben von diesen wenigen, die meinten, ständig meckern zu müssen, einige (auch hier in der handballecke) mittlerweile Abbitte geleistet. In Dormagen hat die ganz überwiegende Zahl der Fans und Zuschauer immer honoriert, dass KW immer einen modernen und disziplinierten Handball hat spielen lassen. Teilweise hat er sich speziell für ein Spiel etwas Neues einfallen lassen, teilweise wurden seine Konzepte in der Liga kopiert. Neben Brack ist KW zum Beispiel ein Fachmann für den Einsatz des siebten Feldspielers...

    Falsch ist auch die Mär von dem dezimierten Kader in der vergangenen Saison: Der Kader zum Zeitpunkt der Insolvenz war deutlich stärker als zu Saisonbeginn (neu: Lindt, Konitz, Tesch). Abgänge waren dann Sveinsson, Nippes und Feshchanka. Das konnte sehr gut kompensiert werden, wie die Rückrunde gezeigt hat. Sportlich ist KW noch nie aus der Ersten Liga abgestiegen.

    Ansonsten: Bis zum Heimspiel gegen Hannover ist genug Zeit, um der HSG wieder etwas mehr Struktur einzuhauchen. Die Spieler sind nun eh gefordert, haben keine Ausrede mehr. In diesem Sinne fand ich die Analyse im Gießener Anzeiger übrigens sehr interessant.

    Die HSG Wetzlar hat sich einen extrem kompetenten Handballfachmann/Trainer geholt, der nicht nur über einige Erfahrung im Abstiegskampf in der Ersten Liga verfügt, sondern in seiner Zeit in Dormagen nachgewiesen hat, dass er junge Talente nicht nur an die Bundesliga heranführen, sondern auch zu Stammspielern machen kann. Kai Wandschneider hat am Höhenberg unter oft schwierigen Umständen immer das Optimum aus den vorhandenen Möglichkeiten gemacht. Ich wünsche ihm für sein neues Engagement alles Gute und vor allem möglichst viel Erfolg!

    Was kein Gerücht ist, ist, dass es in Dormagen erstmal für längere Zeit keinen höherklassigen Handball mehr gibt. Das kann man Heinzi jetzt nicht vorwerfen, denn ohne ihn wäre schon früher Schluss gewesen.

    Da hat aber jemand eine deutliche verzerrte Wahrnehmung dessen, was seit November abgelaufen ist! Natürlich hat Heinz Lieben selber erheblich, am Ende sogar entscheidend (weil im Alleingang und in Außerachtlassung anderer Alternativen) dazu beigetragen, dass es jetzt so kommt. Richtig ist, dass der TSV ohne ihn vermutlich nicht aus der Zweiten Liga aufgestiegen wäre. Ohne sein Geld hätte es keinen Vitali im Tor und kein Maciej in der Abwehr gegeben. Und ohne die beiden, wäre der Aufstieg vermutlich nicht gelungen.

    Schön, dass sich Herr Bohmann dazu positioniert. Noch schöner wäre es, wenn er sich endlich mal deutlich mehr um die Kontrolle "seiner" Lizenznehmer kümmern würde. Das ist längst überfällig! Noch viel, viel schöner wäre es, wenn die HBL endlich die Farce rund um den Spielbetrieb der HSG beenden würde. Die Nummer gegen Emsdetten war ja wohl die absolute Wettbewerbsverzerrung. Finde es gut, dass sich der TVE auf seiner Homepage da eindeutig und richtig positioniert hat!

    Analyse: Der 63-Jährige zog mit der Insolvenz ohne jede Rücksichtnahme die Reißleine
    Am Ende zeigte Heinz Lieven sein wahres Gesicht
    => http://www.rheinischer-anzeiger.de/

    Garniert wurde das Ganze durch das süffisante Lächeln, mit dem er beim Emsdetten-Spiel auflief - so nach dem Motto: "Seht Ihr, jetzt habt Ihr den Salat! Ohne mich geht hier gar nichts!" Schon alleine gegenüber den Spielern, von denen er ja gerade noch zwei Neue verpflichtet hatte (war da vor einem Jahr nicht schon die Nummer mit Bartosz Konitz und Oliver Tesch?), ist dies eine bodenlose Frechheit. Die stehen nach den sechs Wochen mit dem Insolvenzgeld erst mal vor dem Nichts...
    Und die Aussage nach und zum Erlangen-Spiel verdeutlicht ja wohl auch, dass Lieven von seinem Trainer sehr enttäuscht war. Nur: In diesem Punkt hätte er schon viel früher reagieren müssen - und das nicht mit arbeitsrechtlichen Drohungen in Richtung der Spieler. Ich bin mir sicher, dass Lieven durchgezogen hätte, wenn nicht der sportliche Abstieg immer näher gerückt wäre. Und ohne die beiden HSG-Punkte aus der Hinrunde sieht es diesbezüglich ja noch schlechter aus...

    Nicht uninteressant die Frage, führt aber mit Blick nach vorne nicht weiter. Ich vertraue da auch auf die Aussage aus dem TSV-Vorstand, dass dieser alles in seiner Macht liegende dafür getan hat, damit es auch in der Saison 2012/13 Profi-Handball in Dormagen hätte geben können. Ansonsten kristallisiert sich doch immer mehr heraus, dass Heinz Lieven tatsächlich seine ganz persönliche Reißleine gezogen hat - und das ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste. Die Aussage beim Kollegen Marc Pesch steht doch für sich: "Ich wollte nicht mehr weiter!".

    Ich muss mich korrigieren. Er hat gesagt: "Ich mache es einfach nicht mehr." Ist im Ergebnis aber kein Unterschied...

    Vielleicht die Königsfrage:
    War der TSV e.V. am 01. März 2012 als Gesellschafter des wirtschaftlichen Trägers, mit dem am 01. Dezember 1011 in das Lizenzierungsverfahren gegangen wurde, im Handelsregister eingetragen?

    Nicht uninteressant die Frage, führt aber mit Blick nach vorne nicht weiter. Ich vertraue da auch auf die Aussage aus dem TSV-Vorstand, dass dieser alles in seiner Macht liegende dafür getan hat, damit es auch in der Saison 2012/13 Profi-Handball in Dormagen hätte geben können. Ansonsten kristallisiert sich doch immer mehr heraus, dass Heinz Lieven tatsächlich seine ganz persönliche Reißleine gezogen hat - und das ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste. Die Aussage beim Kollegen Marc Pesch steht doch für sich: "Ich wollte nicht mehr weiter!".

    Ungewohnt moderate, ja teilweise sogar kritische Töne, die da heute in der NGZ erklingen. Jetzt, wo die Kuh vom Eis ist, gibt es auch keinen Grund mehr, Parolen durchzuwinken. Dafür ist jetzt also mal wieder hauptsächlich die Bayer AG schuld. Vielleicht fragt Volker Koch sich ja mal selber nach seinem Beitrag zur aktuellen Entwicklung. Er war so nah dran an Heinz Lieven, dass er sowohl mit seiner Berichterstattung als auch in Gesprächen zumindest hätte versuchen können (müssen?), diesen zu einer Veränderung in bestimmten Bereichen zu bewegen. So aber hat er bis zum letzten Tag fast jegliche Kritik hinterm Berg gehalten, die heute zumindest in moderater Form zu lesen ist. Bei manchen dauert es eben etwas länger: Auch Uli Derad hat Koch selbst noch in Kiel in der Anfangsphase zwei wohlwollende Artikel gewidmet, ehe er eingesehen hat, dass dieser für das erneute Millionenloch am Höhenberg hauptverantwortlich war. By the way: Wenn die NGZ heute schon auf den Ausstieg der Bayer AG vor drei Jahren zurückblickt, dann hätte dort eben auch etwas zu den erheblichen Fehlleistungen von Derad stehen müssen. Denn richtig ist ja, dass Heinz Lieven angetreten war, um dessen Scherbenhaufen zusammen zu kehren, um es besser zu machen.

    Richtig amüsant finde ich, dass Detlev Zenk in seiner Analyse ("Warum das Fass übergelaufen ist") als allerersten (!) Punkt ausgerechnet den fehlenden VIP-Raum im Sportcenter ins Spiel bringt. 1. Gab es dieses Jahr einen, wenn es auch nur ein Zelt war, durch das es in die Kabine reingenässt hat... 2. Gab es davor einen, der dann vom Pächter/Hallenwirt einkassiert und wieder als Raucherraum genutzt wurde. Dafür hat Uli Jung aus seiner Warte sicherlich gute Gründe gehabt, die auch etwas damit zu tun haben, wie Heinz Lieven mit ihm umgegangen ist. Nicht nur einmal sind zwischen den beiden ja lautstark verbale Scharmützel erfolgt... 3. Gab es doch im Untergeschoss mal einen VIP-Raum, der direkt neben dem Raum lag, in dem mal die Pressekonferenzen stattgefunden haben. 4. Ist es sicherlich nicht der Vorstand des TSV Bayer Dormagen schuld, dass die aktuelle Lösung die aktuelle Lösung war. Die Zeltpläne waren ja ureigenst von Heinz Lieven. 5. Steht und fällt das Wohl und Wehe eines Handball-Zweitligisten nicht mit diesem Thema. Aus der Zweiten Liga aufgestiegen ist der TSV ohne einen VIP-Raum, die PKs waren im Raucherraum! Insofern wirft es ein bezeichnendes Licht auf den DHC-Pressesprecher, wenn er in seinem lokalen Internetportal als "Journalist" ausgerechnet diesen Punkt on top setzt! Da ich ihn gut genug kenne, erahne ich auch schon seine Replik: Die Reihenfolge hatte keinerlei wertende Bedeutung. Geschenkt, Detlev! :hi:

    Last but not least: Dass Heinz Lieven wieder einmal in einem gutsherrenartigen Alleingang entschieden und diese Entscheidung vermutlich ohne jegliche Beratung mit sachkundigen Dritten gleich auch noch in die Tat umgesetzt hat und dabei noch nicht einmal die Herren Schierle, Flatten, Ratka informiert hat, ist leider völlig typisch für ihn - und das bei allem Positiven, was er in den vergangenen Jahren für den Dormagener Profi-Handball geleistet hat, in einem ganz negativen Sinne. Ich glaube, Heinz Lieven war in seiner One-Man-Show insgesamt nicht nur völlig überfordert, er war am Ende auch völlig fertig und hat von Montag auf Dienstag einen ganz persönlichen Rettungsanker geworfen, der aber auch eine persönliche Bankrotterklärung ist. Ich war mir bis dahin sicher, dass er angesichts des Kyocera-Deakls und der neuen Sponsoren/Mitgesellschafter Schierle und Burgwächter bis zum Saisonende durchzieht, dann an Flatten übergibt, sich in den Aufsichtsrat und dann auch recht schnell ganz zurückzieht. So aber ist er gescheitert - und das leider vor allem an sich selbst...

    lieber detlev,
    ich hoffe sehr, dass dein heutiger querschuss in richtung schaufenster und rheinischer anzeiger gesteuert war und damit nicht auf deinem mist gewachsen ist. wir hatten uns ja schon bei der jüngsten "was gibt's neuss?"-veranstaltung am 2. februar über das thema unterhalten. schon damals habe ich dir unter zeugen gesagt, dass es eine grenze dafür gibt, ob es eine wiederholung zur vorsaison geben kann, wo wirklich alle beteiligten an einem strang gezogen haben, um den profi-handball in dormagen zu retten. "alle" impliziert aber auch die geschäftsführung - und die hat nun leider auch in der aktuellen saison eklatante fehler gemacht! ich zitiere aus meinem kommentar aus der vorwoche:

    "Dass es viele Fans, Sponsoren und anderweitig Beteiligte gibt, die in dieser Spielzeit nicht wieder helfen würden, hat sich der DHC, hat sich vor allem Heinz Lieven selber zuzuschreiben. In der ihm eigenen Art hat er vielen Menschen einmal zu oft vor das berühmte Schienenbein getreten. Das gravierende Defizit in Sachen Kommunikation und Außendarstellung ist nicht erst, aber besonders seit der Pressekonferenz am 27. Dezember 2011 offensichtlich."

    im übrigen verweise ich auf den gerade online gestellten aufmacher und dazu gehörigen kommentar unter http://www.rheinischer-anzeiger.de/!
    gruß
    oliver

    NGZ-Online von heute:
    Allerdings ist durch die Verletzung von Petro "alles, was wir uns in den letzten drei Wochen im Training erarbeitet haben, wieder Makulatur. Jetzt müssen wir zum x-ten Male wieder von vorne anfangen", sagt Ratka ..."
    Bedeutet das, dass die beiden anderen Kreisläufer, Alexander Kübler und Dennis Szczesny, der diese Rolle in der Hinrunde ja sehr oft eingenommen hat, im Training immer nur danaben gestanden haben, während mit Petro irgendwelche Spielkonzepte (Da habe ich gegen Düsseldorf eigentlich nur die beiden Bodenanspiele von Tobias Plaz auf Petro gesehen) geübt wurden!?
    "Wir müssen (gegen Emsdetten) da weitermachen, wo wir in Erlangen aufgehört haben", fordert Ratka – meint damit aber nicht das Endergebnis.
    Hoffentlich meint er damit auch nicht die Phase von der eigenen, letzten Führung (17:16) bis zum Endergebnis (18:19). Immerhin waren das acht ganze Minuten!
    Von 94 Siebenmetern hat der DHC Rheinland nur 63 verwandelt, was einer Quote von 67 Prozent entspricht. Damit ist der DHC Vorletzter, nur Rostock ist noch schlechter. Michiel Lochtenbergh hat 10 von 21, Florian von Gruchalla 20 von 30, David Breuer 30 von 37 Strafwürfen verwandelt.
    Gegen Düsseldorf waren es drei vergebene Siebenmeter, in Erlangen nun vier.

    Die Rückkehr von Arnaud war für April avisiert worden. Zdrahala und Breuer sollten im März wieder einsatzbereit sein.

    Völlig richtig, Steinar, und damit sind wir direkt wieder beim eigentlichen Thema: David Breuer ist in dieser Saison nicht annähernd so konstant gut zur Geltung gekommen wie zuvor beim TVK. Da waren vielleicht zwei, drei Spiele mit einem Ausreißer nach oben, ansonsten war er relativ wirkungslos, wenn auch als Linkshänder ein guter, weil schneller Passpieler auf der Position. Woran liegt das? Weil das "System" des Trainers nicht im Tempospiel liegt. Breuer braucht Tempo ohne Ende, braucht die zweite Welle in brutaler Konsequenz. So hat es Korschenbroich immer gespielt. Bei Richard Ratka sieht das halt ganz anders aus. Insofern komme ich an der Stelle zu folgendem Schluss: Der erste Trainer, mit dem Heinz Lieven verhandelt hat, wäre der richtige gewesen - Khalid Khan!

    Btw:
    Weiss schon jemand etwas über den einzureichenden Antrag als Spielgemeinschaft?

    Mensch, Du bist doch hier so oft unterwegs, dass Du es besser weißt: Es geht aktuell nicht um die Spielgemeinschaft, die verbands- und lizenzrechtlich für die nächste Saison nicht darstellbar ist, sondern nur um die "Rolle rückwärts"! Und die erfolgt nach meinen Informationen, sprich: Der TSV Bayer Dormagen ist oder wird wieder Mehrheitsgesellschafter im wirtschaftlichen Träger (GmbH) und damit auch Gesellschafter in der Spielbetriebs-GmbH & Co. KG. Entweder ist das schon passiert oder man hat vielleicht eine kleine Fristverlängerung aus Dortmund bekommen. Das mit der Spielgemeinschaft kann erst nächste Saison umgesetzt werden - es sei denn, die HBL und der DHB bauen den Herren Lieven/Flatten eine ganz goldene Ausnahme-Brücke. Das bezweifel ich aber.

    Aus der NGZ-Dormagen von heute: "Lieven jedenfalls gewährte (im städtischen Sportausschuss) einen detaillierten Einblick in das Zahlenwerk des Vereins. Er sprach von einem Schnitt von 1000 Zuschauern."
    Klingt doch schon viel realistischer als das, was der Hallensprecher immer durchgeben muss.

    Und dann gibt es da noch das Interview mit DHC-Kapitän Tobi Plaz unter http://www.ngz-online.de/dormagen/dhc-r…nicht-1.2736358.
    Man kennt ja seine Pappenheimer über die Jahre. Ich hatte schon damit gerechnet, dass die große Verteidigungsarie nun von einem Spieler kommen würde, der in der offiziellen Lesart ja erst Recht einen Tunnelblick haben muss, um sich nicht gleich nach dem Erscheinen eine Abmahnung abholen zu müssen. Angesichts der gesamten Vorgeschichte in Dormagen kamen für die Aktion nur Michiel Lochtenbergh und der Kapitän in Frage. Es glaubt doch niemand im Ernst daran, dass der gute Tobi in einem solchen Interview bei den Gretchenfragen auch nur annähernd das sagt, was er dazu wirklich denkt. Sonst könnte er sich ja gleich krank melden, bevor er für den Rest der Saison den ganz überwiegenden Teil der Spiele auf der Auswechselbank verbringen muss...

    Oli

    Danke. :Hail:

    Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, am Freitag nach dem Spiel in der PK eine Frage zu stellen. Die Antwort hat Richard Ratka dann aber schon selber gegen Ende seiner Ausführungen vorweggenommen. Weitere Fragen erübrigten sich angesichts dessen, was der Trainer da in seiner Hilflosigkeit und Überforderung alles an Abenteuerlichem von sich gegeben hat. Die Erlangen-Krönung scheint ja gestern Abend im center-tv noch einmal extra garniert worden zu sein: Da schwant mir ja schon wieder Schlimmes, denn wenn es das nächste Mal drauf ankommt, also am 16. März gegen Rostock, ist der DHC ja wieder Favorit! ;)