Beiträge von olilolli189

    Nach meinen Informationen hatte der TSV durchaus einige Kontakte zu deutschen (jungen) Spielern, die dann alle nicht weiterverfolgt wurden, weil sich irgendwann im Frühjahr die Strukturen dahingehend geändert haben, dass Jojo Kurth nicht mehr Teammanager war, sondern nur noch Torwarttrainer. Mir stellt sich das so dar, dass diese Kontakte einfach nicht weiterverfolgt wurden, weil auf der TSV-Seite auf einmal der Ansprechpartner nicht mehr da war. Daher verwundert es auch nicht, dass das nun offensichtlich alles nur über Spielerberater läuft und nur noch ausländische Spieler zum Probetraining auftauchen. Fakt ist: Rund vier Wochen vor dem ersten Meisterschaftsspiel sind zwei wesentliche Positionen nicht zweifach und schon gar nicht adäquat besetzt! Das kann sich zwar noch ändern, aber ich kann schon jetzt das vorauseilende Argument hören, dass die Mannschaft nicht eingespielt genug war und noch Zeit braucht, weil Rückraummitte und -rechts erst spät eine zweite Besetzung erhalten haben - und die Sprachprobleme - und in der Heimat noch Dinge zu regeln waren... Für mich ist das ein nahezu hausgemachtes Problem, das nichts mit Urlaub und Klassenerhalt zu tun hat, der by the way überhaupt nicht so spät feststand. Dass ich an Spielern dran bin, die nur kommen, wenn der Klassenerhalt gelingt, das gehört zum normalen Tagesgeschäft. Ich muss nur an ihnen dran sein. Das war zunächst der Fall, dann offensichtlich gar nicht mehr. Das Ergebnis bisher: Fehlanzeige!

    Gut, dass Du das mit den Experten in Gänsefüßchen gesetzt hast, tsvfieber!
    Ich habe gehört, dass der Rumäne für die Mitte schon wieder weg ist. Der war wohl nicht gut genug. Aber es ist ja kein Problem, gegen Ende Juli noch etwas Passendes auf dem Spielermarkt zu finden - vielleicht direkt für die Saison 2016/17!? ;)

    Der letzte Eintrag gehört dann wohl eher in einen anderen Thread: Hier geht es um den TSV und nicht um den WHV.

    Bei den Spielerverpflichtungen sehe ich ein weites Spannungsfeld mit vielen schwierigen Komponenten:
    - Mittlerweile suchen auch alle Erstligisten nach jungen, deutschen Spielern, die sie früh verpflichten und aufbauen können; bei Linkshändern ist dies bekanntlich ein noch engerer Markt
    - Selbst wenn man am Höhenberg in die Branche hinein so gut vernetzt sein sollte, dass man an solche jungen, deutschen Spieler herankommt, könnte das für diese das Signal sein, sich erst mal einen Spielerberater zuzulegen - und schon wird es deutlich schwieriger und vor allem teurer...
    - Sind die Verantwortlichen am Höhenberg wirklich so gut vernetzt, dass sie im besten Fall auch ohne Spielerberater auskommen, einfach weil sie sehr gute Kontakte haben? Da nur noch von Ausländern die Rede ist, erscheint mir dies zumindest fraglich.
    - Wer kümmert sich denn rund um die Zweitliga-Mannschaft um das Thema "Scouting"? Die Strukturen, die nach der WM-Pause im Februar da waren, gibt es so nicht mehr, also keinen Teammanager (Jojo Kurth) mehr, der in den Vorjahren durch seine guten Kontakte meines Wissens nach einige Transfers von jungen, deutschen Spielern ohne Spielerberater einstiehlen konnte (z.B. Max Bettin) und auch für die Saison 2015/16 einige Kontakte hergestellt hat, die im Sande verlaufen sind, weil er nun nur noch ausschließlich im Bereich der Handball-Abteilung wirkt.
    - Die Spieler, die zum TSV kommen, müssen nicht nur sportlich und finanziell, sondern auch menschlich passen - alles im Sinne des Konzeptes.
    - Letztlich entscheiden neben der zeitlichen Schiene (Wie früh fange ich mit der konkreten Personalplanung an?) die finanziellen Möglichkeiten.

    Dauert trotzdem alles zu lange. Ziel hätte es doch sein müssen, den Neuzugang/die Neuzugänge beim Start der Saisonvorbereitung offiziell vorzustellen. Statt dessen höre ich, dass sich nach wie vor "nur" Spieler zum Probetraining am Höhenberg aufhalten. Für die Rückraummitte soll es ein Este sein, für den rechten Rückraum ein Bulgare. Wenn neben den beiden auch noch der Basic im Rückraum (links) spielt, dann gibt es ab dem 21. August bei jedem Heimspiel einen "Spieltag der Kulturen"! ;)

    Wenn hier jetzt schon ein Frederic Rudloff, der im Angriff nie das auf die Platte bringt, was er im Training zeigt, der Rettungsstrohhalm ist, dann stirbt die Hoffnung wirklich erst ganz am Ende. Die Abwehr und die Torhüter sind nicht das Problem, sondern vor allem die vielen Fehler im Tempogegenstoß und im Überzahlspiel sowie das gegen Bittenfeld ab einem gewissen Zeitpunkt viel zu sehr durch die Mitte angelegte Spiel im aufgebauten Angriff. Knackpunkt war in dem Spiel aber die Phase kurz vor der Pause: Da hat der TSV es versäumt, mit 15:11 oder 16:11 in die Kabine zu gehen. Bittenfeld war fast schon gebrochen, wurde dann aber wieder ins Spiel gelassen (12:14).
    Auf Marijan Basic bin ich sehr gespannt, denn der TSV brauchte in der Situation nicht noch einen weiteren Rechtshänder für den Rückraum (oder sollen dort dann drei davon spielen, wenn Genz und Plaz nicht gut drauf sind? Auf Rückraumrechts hätte ich nach der WM-Pause viel lieber öfter Peter Strosack gesehen. Sehr schade, dass er sich verletzt hat. War ja konstant gut drauf.). Necj Poklar passt gut, sportlich wie menschlich. In vier Spielen erst zwei Siebenmeter verworfen. Das sah in der Hinrunde ja teilweise ganz anders und viel erschreckender aus.
    Gegen Aue muss sich der TSV die beiden Punkte holen, die er gegen Bittenfeld hat liegen lassen! Und dann müssen nach meiner Rechnung noch mal zwei big points her, denn die Pflichtsiege alleine könnten am Ende nicht reichen. Vielleicht gibt es ja ein Endspiel am letzten Spieltag gegen Großwallstadt.

    Da habe ich ja schon den richtigen Riecher. Hätte mich auch gewundert, wenn es zwischen Jörg Bohrmann und ihm nicht funktioniert hätte...

    Angesichts der anderen Ergebnisse unter der Woche sieht es für den TSV ja mittlerweile zappenduster aus. Selbst wenn der Pflichtsieg gegen Hildesheim morgen Abend gelingen sollte, bleibe ich bei meiner Prognose: Die "Bohrmänner" überwintern auf dem ersten/einem Abstiegsplatz!Mal schauen ob Geschäftsführer, Marketingleiter und Beirat im Bereich Sponsoring noch eine sinnvolle Verstärkung möglich machen. Sie scheint mir neben dem Psychologen zur Aufarbeitung des Siebenmeterproblems (Quote unter 60%) dringend erforderlich zu sein!

    Vielleicht ist Andreas Simon am Höhenberg auch einfach nicht so gut mit dem Trainer klargekommen oder es hat an anderer Stelle, zum Beispiel bei der beruflichen Perspektive, nicht so hingehauen, wie bei der Verpflichtung avisiert? Zur richtigen Einordnung ist aber eines ganz wichtig: Er wurde nicht für Linksaußen, sondern für Rückraum Mitte verpflichtet! Dort hat er nur anfänglich gespielt, am Ende sogar viel auf der Bank gesessen.

    Für die Abwehr ist Bastien Arnaud mit Sicherheit eine sinnvolle Verstärkung, zumal er dort die erforderliche Aggressivität gepaart mit Emotionen reinbringt. Für den Angriff darf dies aber schon ein gutes Stück weit bezweifelt werden, da er einige Monate raus war und Alexander Kübler zuletzt recht konstant in seiner Leistung war. Eines dürfte aber auch klar sein: Mit Blick auf der grundsätzliche Konzept der Wiesel-Familie passt Arnaud überhaupt nicht in diese Mannschaft! Ich sehe es eher finanziell: Es ist ein Tausch mit Simon und nur deshalb war diese Personalie möglich...

    Geht doch! 29:23 in Friesenheim gewonnen. Aus dem Lazarett hat sich gestern Abend Abwehrspezialist Klesniks zurückgemeldet und sein obligatorisches Ich-spiele-auch-im-Angriff-Tor geworfen.
    Jetzt am besten am Samstag gegen den Bergischen HC nachlegen, wobei der auch ohne Szilagyi Zuhause gegen Balingen gewonnen hat, und es sieht gleich schon wieder viel besser aus im Bestreben, sich von der Abstiegszone abzusetzen.

    "Die HSG Wetzlar hat auf seine Verletzten-Misere reagiert und den montenegrinischen Nationalspieler Vladan Lipovina verpflichtet. Der 21 Jahre alte Rückraumspieler, der zuletzt beim mazedonischen Spitzenklub Metalurg Skopje spielte, kommt ablösefrei bis zum Saisonende zu den Hessen. Lipovina, auf seiner Position eines der größten Talente überhaupt, hatte seinen Vertrag in Skopje aufgelöst, nachdem der Klub in finanzielle Schwierigkeiten gekommen war. Wegen ausstehender Gehaltszahlungen boykottieren Metalurgs Spieler derzeit das Training." (Quelle: sport1.de)
    Die Info habe ich gestern Abend auch schon im Videotext gefunden (ARD oder ZDF).

    Ich kenne Kai Wandschneider recht gut aus seiner langen Zeit hier bei uns in Dormagen. Was er sagt, hat Hand und Fuß. Er verfolgt vor allem ein Ziel: Seine Mannschaft, die einzelnen Spieler besser zu machen, das Optimum aus beidem (Mannschaft, Spieler) herauszuholen. Dabei gilt auch genau diese Reihenfolge: Mannschaft vor Spieler. Von daher wird er nicht ohne Grund eine Nachverpflichtung eingefodert haben, die ja nun auch erfolgt ist. Ein Rückraum mit einem Rechtshänder auf RR und ein Team, das ständig auf zwei Kreisläufer auflöst, ist in dieser Liga und auf diesem Niveau einfach viel zu leicht auszurechnen. Von daher kann es jetzt also nur wieder berg auf gehen - hoffentlich direkt mit einem Sieg heute Abend gegen Friesenheim. Wandschneider hat in Wetzlar mit der ihm jeweils zur Verfügung stehenden Mannschaft Einiges erreicht. Da hat er jetzt, wo es eine Krise gibt, erst Recht das Vertrauen und Zeit verdient. Die Saison ist noch lange genug - und einige der Verletzten werden zurückkommen, so dass die Mannschaft wieder stärker und punkten wird.

    Eines ist doch auch klar: Nicht alle Personalien werden nach dem Geschmack des Trainers sein, er muss damit aber leben. Das kann er im Einzelfall aber nicht nach außen tragen. Der Stil von Wandschneider ist das ohnehin nicht, da ist er genau wie in der Arbeit mit der Mannschaft absoluter Profi. Ich persönlich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, dass er den Mitläufer auf RM, der nur recht sporadisch gute Leistungen zeigt, nicht haben wollte, mit Harmandic aber leben muss. Dafür musste er auf Salzer verzichten. Das war bestimmt nicht sein Wunschkonzert!

    Einige Ergebnisse lassen aufhorchen:

    Zweitliga-Aufsteiger Dormagen wirft die HSG Nordhorn aus dem Pokal, Drittligist TSB Horkheim eliminiert den TV Großwallstadt und Drittligist TV Korschebroich bietet dem TSV Hannover-Burgdorf, Erstligist mit Europapokal-Ambitionen, 55 Minuten lang Paroli.


    Den Dormagener Sieg gilt es aber auch nicht überzubewerten: Beide Teams mit einer Angriffsleistung, die im Alltag der Zweiten Liga wohl kaum reichen wird, um die jeweilige Zielsetzung (TSV = Klassenerhalt; HSG = ganz oben mitspielen) zu erreichen. Der Aufsteiger hatte vor allem in der Moral und Abwehr sowie auf der Torhüterposition seine Pluspunkte. Nordhorn hat mich vor allem angesichts der Harmlosigkeit im Rückraum (Wer soll denn da von Halblinks für Gefahr sorgen???) enttäuscht. Von daher am Ende ein verdienter Sieg der Dormagener!

    Scheffhexe, sei mir bitte nicht böse, aber da hast Du Dich gerade auf den falschen Besen gesetzt!
    Die Regelung ist eindeutig und sie besteht völlig zu Recht: Mannschaften/Vereine, die während der Saison in die Insolvenz gehen müssen und damit zum Zwangsabsteiger werden oder aus dem gleichen Grund keine Lizenz erhalten und zur nächsten Spielzeit runter müssen, werden auf die Abstiegsplätze angerechnet. Hätte der HSVH mit dem Geld, das er tatsächlich hatte, die Saison 2013/14 bestritten, dann hätte der Kader deutlich anders/schwächer besetzt ausgesehen. Folglich wären der HSVH in der Tabelle auch nicht so weit oben gewesen, folglich hätten auch die Teams ganz unten eher die Chance gehabt, gegen Hamburg zu punkten. Die Diskussion darüber, ob diese Regelung Sinn macht, ist in diesem Forum auch schon seitenweise geführt worden, hat aber in diesem Post nichts zu suchen, da es hier um ein anderes Thema (Lizenz für den HSVH; Auswirkungen auf Balingen und Saarlouis) geht.

    Und nur die HBL könnte es auf das Hauptsacheverfahren ankommen lassen oder danach, wenn das Urteil wiederum positiv für die HBW ausfällt, Rechtsmittel einlegen, wenn diese zulässig sind oder vom Gericht zugelassen werden. Richtig ist, dass eine positiv vom Gericht beschiedene Einstweilige Verfügung (EV) eine ganz klare (positive) Tendenz für die Entscheidung im Hauptsacheverfahren beinhaltet. Es erfolgt zwar nur eine "summarische Prüfung", aber die Tendenz ist damit dennoch klar gesetzt. Und: Mit welcher Begründung sollte die HBL nun die EV nicht beachten oder versuchen, diese im Hauptsacheverfahren (oder danach mit einem Rechtsmittel) anzugreifen??? Die HBW hatte für die 1. Liga eine Lizenz bekommen, Saarlouis für die 2.Liga - und die HBL hat die Interessen der beiden Ligen und all ihrer Vereine zu wahren. Da es hier nur um die HBW und um Saarlouis geht, dürfen Hamburger Interessen bei der HBL und ihrem Vorgehen keinen Vorrang haben. Sollte der HSV also bis morgen 17h die Bedingung aus dem Schiedsgerichtsurteil erfüllen und sollte die HBL die EV beachten oder nicht weiter gegen sie vorgehen, müsste es in der 1. Liga in der neuen Saison 19 Teams geben. Das Argument, dass damit der Spielplan aufgebläht wird, dürfte rechtlich belanglos sein, denn es ging ganz alleine darum, ob Balingen und Saarlouis dazu berechtigt sind, in der Saison 2014/15 in der 1. bzw. 2. Liga zu spielen.

    Lauth wechselt nach Wetzlar, Mraz nach Hüttenberg. Der Newsletter kam heute Mittag:


    "Der Handball-Erstligist HSG Wetzlar hat sich für die kommende Saison auf der Spielmacher-Position verstärkt. Florian Laudt wechselt im Sommer vom benachbarten Zweitligisten TV Hüttenberg an die Lahn. Nach bestandenem Medizin- und Kardiocheck unterzeichnete der 29-Jährige dieser Tage einen Zweijahresvertrag bei dem aktuellen Tabellenachten der DKB Handball-Bundesliga. Laudt wird ab der kommenden Spielzeit gemeinsam mit Adnan Harmandic das Gespann auf der Rückraum Mitte bilden. „Florian erfüllt unsere Anforderungen an einen Spieler auf der Position Rückraum Mitte in jeder Hinsicht“, ist sich HSG-Geschäftsführer Björn Seipp sicher. „Er verfügt über ein enormes Spielverständnis, die nötige Torgefahr, jede Menge Erfahrung und Führungsqualitäten, nicht umsonst war Florian über viele Jahre Kapitän und Kopf der Hüttenberger Mannschaft. Dazu ist er auch in der Abwehr variabel einsetzbar und ein waschechter Mittelhesse!“ Nach Eigengewächs Sebastian Weber, der die vergangenen drei Spielzeiten in Hüttenberg gespielt hat, ist Florian Laudt der zweite Spieler der im Sommer den Weg vom TVH nach Wetzlar findet. Bereits in der Saison 2005/2006 war der 1,92 Meter große Rechtshänder für die Grün-Weißen kurzzeitig aufgelaufen, nach knapp einem Jahr jedoch wieder zu seinem Heimatclub zurückgekehrt. „Am Aufstieg des TV Hüttenberg in die DKB Handball-Bundesliga hatte Florian einen nicht unerheblichen Anteil und dort regelmäßig unter Beweis gestellt, über welches enorme handballerische Potential er verfügt“, so Björn Seipp. „Florian muss und wird seinen Fokus ab dem Sommer verstärkt auf den Handball legen und die Stunden als Mathematik- und Sportler entsprechend reduzieren. Dies ist von seiner Seite mit der Schule abgestimmt, so dass er den Anforderungen, die wir und die 1. Liga an ihn stellen, gerecht werden kann“. Laudt freut sich auf die neue sportliche Herausforderung: „Ich habe in dem Erstliga-Jahr mit Hüttenberg richtig Blut geleckt und möchte mich in Zukunft wieder in der stärksten Liga der Welt beweisen. Aufgrund meiner privaten und beruflichen Situation wollte ich gerne in Mittelhessen bleiben und habe mit der HSG Wetzlar den perfekten Verein gefunden, um auch meine sportlichen Visionen umsetzen zu können. Der Club hat in der aktuellen Saison einen tollen Weg eingeschlagen und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, diesen erfolgreich weiterzugehen. Ich freue mich schon jetzt auf die tolle Stimmung in der Rittal Arena und meine neuen Trainer und Mitspieler.“

    Nach Saisonende wird dahingegen Alois Mráz die HSG Wetzlar verlassen. Der 118-fache tschechische Nationalspieler hat bei beim benachbarten TV Hüttenberg einen Vertrag bis zum 30.06.2016 unterzeichnet. „Alois hat aus Hüttenberg ein attraktives Vertragsangebot erhalten, was es ihm zum einen möglich macht noch mindestens drei Jahre professionell Handball zu spielen und zum anderen den beruflichen Werdegang nach der Sportkarriere einzuleiten. Wir können absolut verstehen, dass er diese Offerte nach reiflicher Überlegung nicht ausschlagen konnte. Auch aufgrund der großen Verdienste, die Alois um die HSG Wetzlar hat, haben wir seinem Wunsch entsprochen und den Vertrag vorzeitig aufgelöst“, so Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp. „Alois ist ein Musterprofi, auf den sich die Mannschaft und Fans in Hüttenberg freuen können. Nach sechs Jahren im grün-weißen Trikot und annähernd 200 Spielen für die HSG Wetzlar wird er eine große Lücke in unserem Club hinterlassen, nicht nur sportlich sondern auch menschlich.“

    Alles schön und gut - und schon alleine aus der sportlichen Sicht und Entwicklung in dieser Saison heraus zwingend. Nur: Wer soll den Sprung nach oben denn bezahlen? Da ist es mit 200.000€ plus "x" (Zuschauereinnahmen; das jetzige Modell kann so nicht ewig weiter betrieben werden, wenn das mal wieder eine feste Größe werden soll) nicht getan. Im Falle eines Aufstiegs muss eine eigenständige Finanzierung von mindestens 450.000€ bis 500.000€ stehen, um in der Zweiten Liga bleiben zu können. Nur dann wird die Bayer AG diesen Schritt auch zulassen. Ohne Ausgründung geht es also nicht. Neben den höheren Spielbetriebskosten und Personalkosten fallen dann auch wieder Hallenmieten (Training, Spiele) an. Aus dem Bereich Dormagen lässt sich das wirtschaftlich nicht stemmen. Also entweder taucht ein neuer Großsponsor auf und/oder der Weg der Kooperation wird endlich so vorangetrieben, dass es über recht unverdindliche Informationsgespräche hinausgeht und endlich auch wieder die Transparenz hergestellt wird, die nach den bitteren DHC-Erfahrungen der Öffentlichkeit zugesagt wurde. Nicht nur auf einer Ebene ein ganz schön dickes Brett, das es da zu bohren gilt!

    Arnheim - TSVII 36:18 (2x30)
    TSVI - TSVII 12:10 (2x10)
    TSVI - Arnheim 41:22 (2x30)
    Draußen heißer als drinnen, dennoch nicht wirklich erträglich. Zuschauer: Mehr als 50, keine 100. Teamvorstellung per Kurzinterview: parallel zum Warmwerfen, leider nicht mit allen Akteuren und die, die am Mikrofon waren, waren so gut wie gar nicht zu verstehen (zu leise). Der Versuch mit zwei schnurlosen Mikrofonen ging daneben (Störgeräusch). Dafür mussten sich die beiden Moderatoren noch mit Tobias Plaz vor laufendem Mikrofon verständigen, wie man das nun macht mit der Vorstellung. Beim Spiel I-II nur ein Schiri, keine zweite Pfeife in der Halle. Zumindest das etwas chaotisch... Die Holländer deutlich schlechter als Geelen, hatten vor allem keinen Rückraum. Linksaußen sehr gut. Gut war auch die Siebenmeterwurfaktion für Kinder, von denen sich am Ende quasi alle über eine Foto-T-Shirt mit "ihrem" Spieler aus der I freuen konnten.

    Der Unterschied ist, dass in der Vorsaison die Zuschauereinnahmen von Anfang an Bestandteil des Etats waren - und nicht wie jetzt on top angesetzt wurden. Beim DHC hat sich die Zuschauerprognose nicht erfüllt, wodurch ein Loch in die Kasse gerissen wurde. In dieser Saison kann das so beim TSV nicht passieren! Im übrigen sollte man den Verantwortlichen des vereinsinternen Projektteams und dem Trainerteam zugestehen, dass sie nach zwei, drei Monaten festgestellt haben, dass man "nur" 200.000€ zusammen bekommen hat (was angesichts der jüngeren Vergangenheit wahrlich keine schlechte Leistung war) und damit dennoch seriös die neue Saison spielen kann. Was wäre die Alternative gewesen? Keine Mannschaft in der Dritten Liga zu melden und damit der sehr guten Jugendarbeit sowie der sehr guten Infrastruktur endgültig den Todesstoß zu versetzen? Macht nicht wirklich Sinn, wenn man sieht, was für gute Jungs da aus der eigenen Jugend kommen (das derzeit beste Beispiel ist Simon Ernst). Deutscher B-Jugend-Meister ist der TSV auch gerade geworden: Da kommt also noch mehr nach, wenn die Spieler weiter so gut ausgebildet werden und vor Ort eine Perspektive haben. Richtig ist sicherlich, dass die Zuschauereinnahmen auch optimistisch gerechnet und angesichts der Spende an den Kinderschutzbund vermutlich keinen fünfstelligen Betrag ausmachen werden.

    Ich glaube nicht, dass die Lauers dauerhaft die Bewirtung des Sportcenters machen. Dann hätten sie ja auch gleich den Sportlertreff weiter machen können. Ich bleibe bei der Flambouraris-Lösung, von der ich gehört habe (s.o.).

    Die drei finanziellen Spritzen aus Leverkusen sehe ich als Schulden des Gesamtvereins. Es macht ja keinen Sinn, dass nun die neue Amateurmannschaft in der Dritten Liga die Schulden der Profi-Mannschaft der Ersten Liga von vor drei Jahren und davor abbezahlen soll. Es gibt ja auch keinen wirtschaftlichen Zweckbetrieb für den Handball mehr. Also alles eine Kasse. Bei der Bonität der Bayer AG bin ich mir ziemlich sicher, dass der TSV seine Schulden auch noch in den nächsten 30 Jahren abbezahlen kann. Wenn es eng wird, wird der Schuldendienst eben umgestellt: Der TSV bezahlt also weniger ab, dafür aber länger. Das sollte ja nun wirklich nicht das Problem des neuen Drittliga-Teams sein, das über ein separates Konto gesteuert wird. Wäre es anders, hätte die Bayer AG auch etwas gegen den Aufstieg in die Zweite Liga. Hat sie aber nicht, solange sich das Projekt eigenständig finanziert!

    Die Fragen aus Leverkusen sind ja quasi schon alle beantwortet worden.
    Ich war auch sehr verwundert, als ich von der "Personalie" Zenk erfahren habe. Er hat Anfang Februar bei einer Veranstaltung in Neuss - und sicherlich nicht nur dort - öffentlich verkündet, dass doch niemand Handball in der Dritten Liga sehen wolle. Das sei völlig unattraktiv. Nun ja, ist ja auch schon ein halbes Jahr her und offensichtlich hat bei ihm ein gewisses Umdenken statt gefunden. Alternative Vorschläge zur personellen Abdeckung der Pressearbeit hat es übrigens gegeben.
    Meinen Informationen nach soll die Hallenbewirtung in der Saison übrigens von Jorgos Flambouraris und seinem Team bei Veranstaltungen auf der Freilichtbühne übernommen werden. Nur für den Übergang macht das die Handball-Abteilung selber.
    Zur Erinnerung: In dem Etat sind die Zuschauereinnahmen nicht enthalten. Die kommen auf die 200.000€ also noch oben drauf - zuzüglich der Hoffnung auf den einen oder anderen neuen Sponsor, wenn der Saisoneinstieg gelingt.

    Vom alten DHC Kader sind damit meines Wissens bis auf den Dauer- und weiter Langzeitverletzten Arnaud und Alexander Kübler (Tobi Plaz klammere ich mal aus) alle aus der letztjährigen DHC-Truppe weg. Mit Doetsch gibt es immerhin einen Neuzugang für die Oberligamannschaft.
    Wie lange das wohl gut geht, wenn nach dem Abstiegskampf in Liga 1 und dem Abstiegskampf in Liga 2 nun bald auch der Abstiegskamnpf in Liga 3 ansteht?

    Solange Du nicht den vollständigen Kader kennst, solange Du nicht weißt, wie hoch der Etat wirklich ist, solange Du nicht weißt, wie die Saisonvorbereitung gelaufen ist, und solange Du nicht weißt, wie der Saisonstart verlaufen ist, wäre es für alle Beteiligten nur hilfreich, wenn Du Deine negative Orakelei lassen würdest! Wenn der TSV nach den ersten fünf, sechs Spiel unten steht, dann kannst Du Deinen Apokalypsegedanken freien Lauf lassen. Bis dahin und vor allem Stand heute sind Deine Ausführungen nur eines: kontraproduktiv!

    Traurig, traurig: mit Daniel Mestrum verlässt der nächste (talentierte) Spieler Dormagen und schließt sich dem Ligakonkurrenten Korschenbroich an.
    Offenbar bietet selbst das kleine Korschenbroich mittlerweile mehr Perspektive, als der Höhenberg...
    Ich wüsste gern, was den Ausschlag gibt? Das Finanzielle? Das Sportliche? Das (professionelle?) Umfeld? Die Vereinsführung?

    Frag doch mal einfach jemanden, der Dir dazu etwas sagen kann, anstatt hier wild herumzuspekulieren. Oder warte einfach mal den nächsten Mittwoch und die für 13h angesetzte Pressekonferenz ab. Und noch was zu Deinem letzten Post von 13:22h: Nach allem, was Du hier von Dir gegeben hast, scheinst Du auf jedenfall etwas erwartet zu haben. Sonst wärst Du ja nicht zu so einem frühen Zeitpunkt und ohne bestätigtes Detailwissen so negativ unterwegs...