Beiträge von olilolli189

    Der Abstieg stünde nur dann nicht fest, wenn der I-Antrag wegen "drohender Zahlungsunfähigkeit" gestellt worden wäre.
    Das ist so aber nicht kommuniziert worden.


    Das ist zwar auf der Pressekonferenz am 7.2. vom DHC-Geschäftsführer nicht gesagt worden, dafür hat es aber der Insolvenzverwalter in der PK am Sonntagabend nach dem Melsungen-Spiel gemacht: Der Insolvenzantrag wurde wegen "drohender Zahlungsunfähigkeit" gestellt!

    Einige Richtigstellungen, die sich vermutlich auch aus der Berichterstattung in den Printmedien ergeben werden:
    1. Es ist am Wochenende kein Sponsor abgesprungen. Es haben von sechs Großunternehmen, die sich ernstlich (mehr als zweimal verhandelt) für den Hallennamen interessiert haben, die letzten beiden abgesagt, die sich noch für dieses Saison hätten engagieren können. Von den anderen hatte es schon Absagen oder die Aussage gegeben, dass die Sache "mittelfristig" (Heinz Lieven) interessant sei. Aber eben kein frisches Geld mehr in dieser Saison!
    2. Die Verantwortlichen, allen voran Heinz Lieven, haben bis zu der letzten Absage am Sonntag alle gehofft, dass sich aus den verschiedensten Aktionen der vergangenen Wochen und Monate, insbesondere aus dem Japan-Konzept (Kontakt gab es aber auch mit zwei deutschen Großunternehmen), wenigstens eine Zusage in einem größeren Bereich ergibt. Die Vereinsführung wollte alles dafür tun, doch noch den Klassenerhalt zu schaffen! Deswegen die Verpflichtungen von Tesch und Konitz. Im Gegenzug wurde Sigtryggsson an Bittenfeld abgegeben, der laut Heinz Lieven alleine beinahe so viel verdient hat wie die beiden Neuen zusammen. Rein rechnerisch dürfte das also keine ausschlaggebende Position gewesen sein.
    3. Das Loch, dass HR-C gerissen hat, liegt über den 300.000€, die Heinz Lieven nach eigenen Angaben im November auf den Tisch geblättert hat, damit der Etat zumindest teilweise wieder im Lot war. Das macht ein so seriöser Unternehmer nicht, wenn er nicht daran glaubt, dass es weiter geht! Und er selber hat ja nicht nur finanziell, sondern auch persönlich ein exorbitant großes Engagement gezeigt. Wobei das vielleicht auch ein kleiner Hasenfuß war: Neben Heinz Lieven hat sich flankierend offenbar "nur" Heinz Hilgers als Aufsichtsratsvorsitzender um die "Großen" gekümmert. Vielleicht hätte man sich da etwas breiter aufstellen müssen...
    Aktuell sind dann auch noch fünf zugesagte Arbeitsplätze im "Dualen Modell" von einigen Unternehmen "gekündigt" worden. Dann haben noch zwei Dormagener Unternehmen ihr Engagement für die nächste Saison um zwei Drittel gekürzt (energieversorgung dormagen) bzw. ganz auf Null zurückgefahren (VR Bank Dormagen). Hinzu kam die nicht vorhandene Unterstützung aus der Politik vor Ort. Vor allem der Dormagener Bürgermeister hat sich für Handball überhaupt nicht interessiert, ist nur zweimal im Sportcenter gesehen worden. Da kann ich schon verstehen, dass Lieven und die Gesellschafter am Wochenende an den Punkt gekommen sind, wo aus ihrer Sicht jegliche Perspektive gefehlt hat, um weiter zu machen.
    Schade finde ich allerdings, dass der Weg "Insolvenz/Zwangsabstieg, Spielbetrieb aufrecht erhalten, nächste Saison in der eingleisigen Zweiten Liga weiterspielen" offenbar nicht ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Die finanziellen Bedingungen für ein Zweitligateam, das nicht direkt wieder gegen den Abstieg spielt, müssten doch trotz all dieser Schwierigkeiten zu schaffen gewesen sein. Der TV Korschenbroich ist derzeit Vierter in der Südgruppe und hat einen Etat von rund 500.000€... Letztlich eine Sache des Anspruchs! Die Gesellschafter haben sich aber für das endgültige "Aus" entschieden. Und an ein Wunder in Form von ganz neuem, frischen, großen Geld wird nun niemand mehr glauben (können)...

    Dann sind deine Infos nicht richtig gewesen: Die Türe war offen, auf der kleinen Empore saßen in beiden Halbzeiten mehr als zehn "Zuschauer"! ;)
    Immerhin konstatiert der BHC selber, dass der letzte Test misslungen ist. Herr Karason durfte übrigens auch dreimal im Angriff ran, zeichnete sich dabei aber nur durch ein schönes Tor, mehr aber durch einige Fahrkarten aus. Der Test im Abwehrzentrum war auch nur von kurzer Dauer, was daran lag, dass ihm da die nötige Aggressivität völlig abging... Das Spiel war über weite Strecken nicht ausgeglichen, sondern bis auf die letzten zehn Minuten vor der Pause und die ersten 15 Minuten nach der Pause klar vom DHC dominiert. Den Testspielstatus hatte der BHC vor allem in den ersten 20 Minuten. Deswegen hat Hade Schmitz beim 7:11 (12.) auch eine Auszeit genommen und vor allem den fehlenden Einsatz kritisiert.

    Gestern am späten Nachmittag in der Solinger Klingenhalle:
    Bergischer HC - DHC Reinland 25:28 (11:13)

    Der Tabellenführer der Zweiten Liga-Süd präsentierte sich spielerisch überraschend schwach, ließ zudem in den ersten 20 Minuten den nötigen Einsatz vermissen. Der DHC führte Mitte der ersten Halbzeit schon mit sechs Toren. Ohne die beiden Schiedsrichterinnen, die den Erstligisten in den letzten zehn Minuten vor der Pause klar benachteiligten, wäre der BHC, der über 60 Minuten kein einziges Mal in Führung gehen konnte, wohl nicht mehr herangekommen. Mitte der zweiten Halbzeit war der Zweitligist auf ein Tor dran, danach legte der Dormagener HC wieder einen Gang zu und setzte sich recht mühelos wieder ab.

    Bartosz Konitz hat wohl eine Zerrung in der Leiste. Gestern beim Testspiel beim Bergischen HC wurde er jedenfalls noch geschont, um kein Risiko einzugehen... Der DHC gewann in der Solinger Klingenhalle gegen den Tabellenführer der Zweiten Liga-Süd nach einer guten Leistung verdient mit 28:25 (13:11). Dass die Führung zur Pause nicht höher ausfiel (die Gäste lagen schon mit sechs Toren vorne) hatten die Gastgeber einer in den letzten zehn Minuten vor der Pause sehr einseitigen Regelauslegung der beiden Schiedsrichterinnen zu verdanken. Die beiden Mädels haben sich danach aber Gott sei Dank wieder zurückgenommen... Der BHC präsentierte sich spielerisch überraschend schwach. lies zudem in den ersten 20 Minuten den nötigen Einsatz vermissen.

    Der rechte Rückraumspieler Arni Thor Sigtryggsson verlässt den Dormagener Handball-Club Rheinland und trägt ab sofort das Trikot des ambitionierten Süd-Zweitligisten TV Bittenfeld. Der Anfang Januar 26 Jahre alt gewordene Isländer verständigte sich mit dem Handball-Bundesligisten auf die vorzeitige Auflösung des eigentlich noch bis Ende der Saison geltenden Vertrages. Der Linkshänder war Mitte 2010 vom isländischen Erstligisten Akureyri an den Rhein gewechselt. Im Laufe der Saison erzielte er 20 Tore für den DHC. "Wir wünschen Arni viel Erfolg beim TV Bittenfeld", erklärt DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven.
    (Quelle: DHC Rheinland)

    Die HSG hatte zuvor schon zwei Testspiele absolviert, für den DHC war es das erste nach einer sehr harten Trainingswoche mit dem Schwerpunkt im athletischen Bereich. Da ist es schon mal erklärlich, warum in einer Halbzeit die Beine nicht so recht wollen. Hinzu kommt die Integration der neuen Spieler. Wobei die 34 kassierten Tore trotzdem zu viel sind...
    Wann hat Kai Wandschneider am Höhenberg mal wenig Arbeit gehabt? ;)

    Nach Bartosz Konitz hat Handball-Bundesligist DHC Rheinland einen weiteren Spieler verpflichtet: Oliver Tesch unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2012 und trägt ab sofort das Trikot des Dormagener Handball-Clubs mit der Nummer 19. Der Kreisläufer spielte bis Ende der Saison 2009/10 für den Liga-Konkurrenten TuS N-Lübbecke. Danach wechselte er zur Turngemeinde Münden, die ungeschlagen die Tabelle der 3. Liga Ost anführt. Oliver Tesch ist ein alter Bekannter in Dormagen: Er kam 2004 von TUSEM Essen zum damaligen Zweitligisten TSV Bayer Dormagen. Zwei Jahre später ging er zum Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Hildesheim bevor er sich TuS N-Lübbecke anschloss.

    "Ich freue mich, dass wir kurzfristig die Zusage von Oliver Tesch erhalten haben", sagt DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven. Er und Trainer Kai Wandschneider sind der festen Auffassung, dass der Kreisläufer "uns im Abstiegskampf helfen wird." Wandschneider: "Aufgrund seiner Erfahrung wird er sich schnell in unser Spielsystem einfügen können."
    (Quelle: http://www.dhc-rheinland.de)

    Es gehört ja zu den Eigenarten einer handballerischen "Drecksau", dass mit den Jahren und mit der wachsenden Erfahrung das Dreckige nicht mehr ganz so oft so dreckig ist... ;) Bei seinen Gastspielen mit Lübbecke hat er jedenfalls kämpferisch und in der Abwehr überzeugt sowie im Angriff gezeigt, dass er zumindest etwas gereift ist. Außerdem hat er einige Erfahrung im Abstiegskampf. Von daher sehe ich die Verpflichtung und die Laufzeit des Vertrages zunächst einmal positiv.
    In der Tat hatte der Trainer damals einige Probleme mit Tesch, weil dieser einfach sehr undiszipliniert war. Das sollte jetzt besser sein (s.o.). Außerdem ist der damalige Rudelführer nicht mehr da, sondern mittlerweile in Eisenach gelandet... Ansonsten galt es doch nur abzuwägen: Was gibt der Markt überhaupt noch her, was ist für den DHC finanzierbar und welcher Spieler ist angesichts der aktuellen Situation überhaupt noch bereit, nach Dormagen zu wechseln? Von daher hat die DHC-Führung zwei wichtige Lebenszeichen gesetzt!

    Fakt ist, dass ein Spieler verpflichtet wurde, der in dieser und in der vergangenen Saison nur wenig Spielpraxis sammeln konnte. Die Frage ist, ob er besser als Joey Duin ist? Die Hoffnung besteht darin, dass es so ist, denn sonst hilft er dieser Mannschaft nicht weiter. Gut ist, dass die Vereinsführung ein Zeichen gesetzt hat, auch wenn noch ein zweites für die Kreisläuferposition notwendig ist, da Herr Wittig es noch nicht einmal schafft, in der Oberliga-Mannschaft des TSV Bayer Dormagen Leistungsträger zu sein!
    Am Montagabend ist Sponsorentreffen. Vielleicht kommt danach auch ein Signal für die nächste Saison...

    "Für die Eröffnungsentscheidung kam es nach Rechtsauffassung des Gerichts auf den sportlich und für den THW Kiel entscheidenden Umstand nicht an, ..."
    Was bedeutet das im Umkehrschluss? Dass es dem THW nur darauf ankommt, dass das Spiel rein sportlich entschieden wurde? Dass es dem THW darüber hinaus egal ist, ob eine sportethische oder gar rechtlich verwerfliche Handlung stattgefunden hat? Dass es dem THW darüber hinaus egal ist, wenn den Gesellschaftern im Fall der Fälle für das Jahr 2008 eine in einem Punkt unkorrekte Jahresbilanz vorgelegt wurde?
    Diese Presseinformation ist keine Nullmeldung, sondern eine Minusmeldung!

    Handball-Bundesligist DHC Rheinland hat heute den 60-fachen niederländischen Nationalspieler Bartosz Konitz bis zum Ende der laufenden Saison verpflichtet. Der 26-Jährige, der auch die polnische Staatsbürgerschaft besitzt, trug seit Beginn der Saison 2010/11 das Trikot des Liga-Rivalen TuS N-Lübbecke. Zuvor spielte er vier Jahre für den polnischen Erstligisten KS Vive Kielce. Der Rechtshänder kann sowohl im linken Rückraum als auch in der Mitte eingesetzt werden. Aus den Spielen mit dem niederländischen Nationalteam kennt Konitz DHC-Linksaußen Michiel Lochtenbergh.

    DHC-Trainer Kai Wandschneider ist davon überzeugt, dass "uns Bartosz Konitz im Rückraum und in der Abwehr weiterhelfen wird." Der 1,97m lange Handballer trifft seine neuen Mannschaftskollegen beim ersten Training nach der Pause am Montag, 17. Januar. Trainingsspiele stehen am 23. Januar (bei der HSG Düsseldorf), 28. Januar (Turnier in Minden) und am 2. Februar (beim Bergischen HC) an.
    (Quelle: http://www.dhc-rheinland.de)

    Die "meisten" lässt sich recht einfach präzisieren. Da kommen nur vier Namen in Frage, wobei bei dem einen oder anderen aufgrund der Entwicklung in den vergangenen Woche Abstriche zu machen sind:
    1. Max Holst
    2. Kentin Mahé
    3. Kristian Nippes (wenn er aus dem Loch wieder herauskommt und an die Leistungen vom Ende der Vorsaison anknüpfen kann)
    4. Sigurbergur Sveinsson (wenn er wieder so spielt wie vor der ersten Länderspielpause).

    Sicherlich ist es richtig, dass Kai Wandschneider mit seinem Team sehr viele taktische Varianten einstudiert hat, die die Neuen dann erst einmal lernen müssen. Muss er auch, denn wenn der Rückraum nicht gut genug ist, der Kreis auch kein Reißer ist und alle Abwehrreihen mit den Hacken am Kreis stehen sowie eng verschieben, geht es nur über Konzepte, die druckvoll und mit hohem Tempo gespielt werden. Sicherlich ist es auch richtig, dass in Dormagen so mancher Fan und/oder "Experte" meint, dass der Trainer damit in dem einen oder anderen Fall den Spieler zu sehr in ein Korsett zwänge, wobei dann die Entfaltung der individuellen Klasse "unterdrückt" werde. Da mag ein Stück weit etwas dran sein, in der Absolutheit ist es meiner Meinung nach falsch. Denn auch im disziplinierten Konzepthandall kann der Spieler genau dann seine Qualität einsetzen, wenn er derjenige ist, der in die Wurfposition gebracht werden soll. Auch wenn das nicht so gut klappt, wie geplant, kann jeder seine Stärken ausspielen, es zumindest versuchen... Letztlich alles eine Frage der individuellen Voraussetzungen. Blindes Rumgeballere und 1:1-Gewürge wird jeder Erstliga-Trainer nicht gerne sehen, wenn es nicht nur unerfolgreich ist, sondern auch dazu führt, dass das Angriffsspiel zu langsam wird. Herr Balomenos war so ein Experte dafür. Dann wiederum sind adäquate Wechselmöglichkeiten gefragt, wenn man sie denn im Kader hat...

    Völlig richtig, deswegen habe ich den "Spielzug" auch in An- und Abführung gesetzt! Gespielt werden Konzepte, die dazu dienen sollen, einen der beteiligten Spieler in eine torgefährliche Wurfposition zu bringen. Führt das Konzept an der einen Stelle nicht zum Erfolg, soll es weitergespielt werden, um einen anderen Spieler in diese Position zu bringen. Im Falle von Sveinsson sieht das beim Weiterspielen dann so aus, dass der Akteur, der dann auf der rechten Rückraumposition steht, den Ball bekommt. Meistens ist das aber nicht der dort eigentlich eingesetzte Linkshänder, sondern der Mittelmann, weil der Rückraum schon einmal gekreuzt hat. Leider verpufft das Konzept an der Stelle, den der Rechtshänder (Holst, Mahé) kann dort genau so wenig ausrichten, wie die Linkshänder (Nippes, Sigtryggsson), die dann schon auf der linken Rückraumseite sind.

    Was hättest Du denn an Stelle von Trainer, Teammanager und Geschäftsführer in dieser Situation gemacht? Die Verpflichtungen von Immel und Wernig wurden vor der Relegation gegen Emsdetten bekannt gegeben. Hättest Du da gesagt: "Sorry, Leute, wir haben nächste Saison genau so wenig Geld wie in dieser, wir wissen noch nicht, ob wir die Klasse halten, wir konnten auf dem Spielmarkt erst tätig werden, als feststand, dass der DHC überhaupt gegründet wird, was erst im März der Fall war, wo der Markt so gut wie leer war. Und deshalb, sorry Leute, können wir nur einen abgehalfterten Ex-Nationalspieler und einen weiteren Ausbildungsspieler holen. Von den beiden Isis versprechen wir uns viel, aber in der deutschen Bundesliga weht ein anderer Wind als in deren Heimat. Von daher, sorry Leute, wird das wohl nichts mit dem Klassenerhalt in der nächsten Saison. Aber wenn wir die Relegation überstehen, sind wir überglücklich, weil wir uns dann nicht in der Zweiten Liga-Süd für die eingleisige Zweite Liga qualifizieren müssen. Wir müssen dann aber die Eintrittspreise erhöhen, auch wenn absehbar ist, dass wir Zuhause nix gewinnen und teilweise richtig schlecht spielen, weil der personelle Umbruch in der Mannschaft einfach viel zu groß ist."
    Die Verantwortlichen haben immer versucht, die Situation realistisch, aber auch positiv darzustellen. Was bringt es auch, dem eigenen Kader vor Saisonbeginn zu sagen: "Ihr seid nicht wettbewerbsfähig, macht das Beste draus!" Ein Freibrief für alle. Und gegenüber den Sponsoren und der Öffentlichkeit kannst du es in keiner Hinsicht verkaufen, wenn du anstelle des Ziels "möglichst direkter Klassenerhalt" die Parole ausgibst "Es geht nur darum, nicht Letzter, sondern nur Vorletzter zu werden"...
    Die aktuelle Situation würde - unabhängig vom Punktestand - nur besser aussehen, wenn alle Neuzugänge voll eingeschlagen hätten (Qualität) und wenn der Kader von Anfang an die erforderliche (!) Breite (Quantität) gehabt hätte. Beides war und ist leider nicht der Fall! Deshalb sind viele Niederlagen auch so bitter zustande gekommen. Fünf Prozent mehr, dann wäre die eine oder andere Partie anders gelaufen. Aber wo sollen mit dem schlechtesten Kader seit dem Aufstieg - und der im Aufstiegsjahr war der Beste - diese entscheidenden Prozente herkommen, die vermitlich gereicht hätten, um in Balingen und Hamm sowie gegen Wetzlar zu gewinnen? So musste und muss der Unerfahrenheit und Jugend leider Tribut gezollt werden. Daher auch die Einbrüche - entweder im Spiel selbst oder von einem Spiel auf das andere (z.B. beste Saisonleistung in Balingen, Katastrophenspiel gegen Göppingen). Daher auch die vielen Konzentrationsfehler, die bei den Heimspielen mindestens einmal zu dem "Highlight" führen, dass ein Spieler den Ball einfach ins Aus passt, weil er dort einen Mitspieler vermutet. Die Zahl der technischen Fehler dürfte auf Rekordniveau liegen... Daher auch in einigen Spielen der Eindruck, dass die Spieler nicht wie früher bis zur letzten Sekunde kämpfen, auch wenn es nur noch um die Höhe der Niederlage geht. Ich bin mir sicher, dass keiner absichtlich abschenkt, aber die Qualität und Quantität ist einfach nicht da, um über 60 Minuten auf dem erforderlichen Niveau gegenzuhalten. Der Trainer hat in der PK nach dem Wetzlar-Spiel völlig richtig festgestellt, dass ein gestandener Kreisläufer und ein gestandener Rückraumspieler geholt werden müssten, die beide in Angriff und Abwehr so gut sind, dass sie dem Team sofort richtig weiterhelfen. Nur: Woher soll das Geld dafür kommen???

    "Updates" schieben seriöse Leute nur öffentlich hinterher, wenn es auch welche gibt. Ich tue es ungerne, aber ich zitiere den Herren, der den Dormagener Handballkarren verantwortlich in den Sand gesetzt hat und der jetzt auf der Kieler Bank Momir Ilic die Wasserflasche reichen darf: "Erst wenn die Unterschrift unter dem Vertrag steht, gibt es etwas bekannt zu geben."

    Ich bleibe dabei, dass viele Zuschauer nach einigen Spielen in dieser Saison die Relation verloren haben. Das macht keiner mit Absicht, liegt aber in der Natur der Sache, wenn man jahrelang die Spiele im Sportcenter verfolgt hat. Man muss sich immer wieder davon frei zu machen, Vergleiche zur Vorsaison (noch mit Schindler, noch mit Meyer, noch mit Wisotzki, noch mit Landsberg) zu ziehen. Das fing doch schon gegen Berlin an, die zu dem Zeitpunkt durchaus schlagbar waren... Natürlich hätte der DHC mit einem Schindler sicherlich schon zwei oder mehr Heimsiege eingefahren und vielleicht in Balingen sowie in Hamm gepunktet. Den DHC gibt es aber nur ohne Schindler! Selbst ein Balomenos, der von vielen Zuschauern auf einmal herbeigesehnt wird, wäre keine Garantie dafür, dass es bisher anders gelaufen wäre. Dafür hat er hier nun wirklich keine Bäume ausgerissen - im Gegensatz zu einigen anderen Spielern, die nicht mehr da sind. Im Umfeld des DHC sollte sich jeder Zuschauer, der zu einem Spiel geht, vorher noch einmal ins Gedächtnis rufen: Der Kern der Aufstiegsmannschaft ist weg und der Kern des Rückraums der Vorsaison ist weg!!! Wer dennoch Vergleiche zieht, der legt falsche Maßstäbe an.

    Fakt ist: Der DHC hat bis auf ganz wenige Ausnahmen einen Zweitliga-Kader, der in der aktuellen Südgruppe vermutlich nicht den Aufstieg schaffen würde, sondern sich strecken müsste, um nicht schlechter als Platz 9 abzuschneiden. Wie soll das reichen, um in der Ersten Liga die Klasse zu halten???

    Diesen "Spielzug" gibt es, er war bei den Heimspielen auch schon mehrfach zu sehen. Der Isländer steigt dann auch wunderbar hoch, oft genug verweigert er aber den Wurf - entweder, weil er meint, dass die Abwehr zu gut vor ihm steht, oder, weil ihm das Selbstvertrauen fehlt. Wenn er aus der Situation heraus mal geworfen hat, hat er oft genug nicht getroffen. Das war nur in den drei Spielen vor der vorletzten Länderspielpause anders, wo er zur Tormaschine mutiert ist. Aber da hat auch seine Freundin im Sportcenter gesessen...

    Mit Blick auf das Alter und die letzte Station von Immel (viele Verletzungen) kann niemand ernsthaft geglaubt haben, dass da ein Spieler an den Höhenberg kommt, der in jedem Spiel im Angriff für fünf Tore und mehr gut ist! Er sollte seine Erfahrung einbringen und vor allem in der Abwehr weiterhelfen. Zumindest in zweiter Hinsicht hätte ich durchaus mehr von ihm erwartet. Richtig schlecht wurde es im Angriff dann, wenn er frei durch die sicheren Dinger verballert hat. Das ist leider schon mehrfach passiert. Da muss ich von einem so erfahrenen Spieler erwarten dürfen, dass er die Bude macht! Vorne gab es eigentlich nur eine gute Leistung - in Ludwigshafen. Unterm Strich insgesamt sicherlich zu wenig, aber wer deutlich mehr erwartet hat, hat Immel überschätzt.

    Richtig ist leider, dass sich stimmungsmäßig immer mehr zwei Lager in Dormagen auftun: Da gibt es die, die mit den Akteuren eher Mitleid haben. Und da gibt es die, die schimpfen und kritisieren. Letzteres aber gerne auch überzogen, denn in eigentlich allen Medien ist vor Saisonbeginn ein realistisches Lagebild gezeichnet worden. Der eine oder andere scheint das aber nach ein paar Spielen in der Saison gerne zu verdrängen!

    Ganz ungeschminkt lautete das Motto für diese Saison doch: Lieber für die nächste Saison die Zweite Liga (eingleisig) sicher in der Tasche haben, als in der jetzigen Südgruppe um die schwierige Qualifikation dafür zu kämpfen!