Beiträge von olilolli189

    Zum letzten Absatz: Mag zwar richtig sein, trotzdem deckt §10 der HBL-Lizenzordnung nicht alle insolvenzrechtlich denkbaren UND praktizierten Verfahren ab. Insoweit muss ich dem Kollegen aus Leverkusen (tsvfieber) zustimmen. In §19 nimmt die LizenzO direkt Bezug auf die Insolvenzordnung. Diese Verknüpfung ist eindeutig und sollte - hoffentlich - ausreichen, damit die grundsätzliche Frage, ob sich diese Verbandsstatuten über geltendes deutsches Recht stellen dürfen, selbst wenn sie von allen Beteiligten akzeptiert wurden, justiziabel ist. Ich ziehe da den Vergleich zum Arbeitsrecht, wo es auch ein Schlechterstellungsverbot gibt: Wenn eine individuelle Regelung den Arbeitnehmer benachteiligt, ist sie nicht anwendbar, soweit es eine übergeordnete Regelung gibt, die für den Arbeitnehmer günstiger ist. Mein Rechtsverständnis und die Entscheidung der "unabhängigen" (was für ein Treppenwitz, wenn dort ein Hauptamtler der HBL sitzt) Lizensierungskommission passen nicht zusammen.

    Schaue ich mir die Besetzung des Präsidiums an, dann steht doch zu 99,9% fest, dass es bei der Ablehnung bleibt. Da sind einfach zu viele Protagonisten dabei, die eine Interessenlage versus Dormagen haben. In diesem Zusammenhang noch einmal schöne grüße nach Kiel: Vielen Dank, Uli Derad, dass Du in zehn Jahren mehr als 5 Millionen € in den Sand gesetzt hast! Ohne Dich wäre es erst gar nicht so weit gekommen, denn alleine mit den mehr als 3 Millionen € aus den beiden Spielzeiten zuvor, gäbe es die aktuellen Probleme gar nicht. Von daher tut es mir auch gar nicht leid, dass Du in diesem Jahr auf dem Kieler Rathausbalkon keine Deutsche Meisterschaft feiern kannst. Ein Manager ist eben nicht immer ein Manager und eine Hauptgeschäftsführer nicht immer ein Hauptgeschäftsführer!

    Um das so beurteilen zu können, müsstest Du bei allen Kontakten von Herrn Lieven und Herrn Andres mit der HBL dabei gewesen sein. Ist schon interessant, dass die Behauptung, die HBL habe dem DHC empfohlen, mit dem Insolvenzantrag bis nach Ablauf der Wechselfrist zu warten, nicht dementiert wurde!
    Im übrigen fand ich die Ausführungen von tsvfieber zu dem Punkt sehr interessant, warum es in der Kürze der Zeit nicht gelingen konnte, einen neuen wirtschaftlichen Träger aus dem Boden zu stampfen. Schon klar, dass auch dieser Aspekt formal-juristisch nicht in die Bewertung der Kommission einfließen wird...

    Schon klar, Lothar.
    Schon klar ist auch, dass es letztlich nicht an der offensichtlich nicht nur bei der HBL und dem DHB fehlenden Lobby für den Handball-Standort Dormagen scheitern wird, sondern rein formal-juristisch an der Lizenzordnung.
    Schon klar ist leider auch, wie die Entscheidung am Montag ausfallen wird.

    Lothar Frohwein: "Zudem verwirrt auch der öffentlich ausgerufene und ständig wechselnde Wasserstand (wie Ebbe und Flut) zum Thema zu Ende spielen oder nicht zu Ende spielen. Wenn man sagt, es sei noch nicht sicher, dass die Saison zu Ende gespielt werde, kann man nicht gleichzeitig behaupten, man sei wirtschaftlich leistungsfähig. Das ist zwingend logisch."

    Es gilt zwei Dinge zu unterscheiden:
    1. Vorhandene Masse = reicht bis Ende April
    2. Rettungsaktionen = "Etat" für die Zeit ab dem 1. Mai bis einschließlich zum 4. Juni.
    Verständlich ist doch, dass es Unruhe bei den Sponsoren gibt, die über ihr grundsätzliches Saisonengagement hinaus im Rahmen der Rettungsaktion zusätzliche Gelder geben wollen. Wenn es nicht in der Zweiten Liga weiter geht, müssen sich die Firmen doch berechtigterweiser selber fragen, ob sie ihr Geld auch für ein Fass ohne Boden geben wollen oder ob es für sie unter Umständen doch eine Perspektive wäre, dem Gesamtkonstrukt "Handballstandort Dormagen" auch in der Dritten Liga die Stange zu halten...

    1) Die Gesellschaft ist derzeit nicht wirtschaftlich leistungsfähig, sonst befände sie sich nicht in einem Insolvenzverfahren.
    2) Eine Lizenz wird unter einer Bedingung erteilt, wenn die Liquidität nicht ausreicht.
    4) Derzeit ist der Etat bis zum 30.Juni nicht abgedeckt und es gibt Altlasten. Das dürfte auch anhand der Dornagener Verlautbarungen unstreitig sein.


    Zu 1) Das gilt nicht in der Absolutheit, denn schon zum Zeitpunkt, als der Insolvenzantrag gestellt wurde, war noch Masse vorhanden. Diese dürfte aufgrund der neuen Einnahmen (Heimspiele, Rettungsaktionen) nicht kleiner, sondern größer geworden sein, zumal die Ausgaben reduziert wurden (z.B. Verzicht auf Teile der Spielergehälter). Die Masse ist auch so groß, dass der Insolvenzverwalter davon bezahlt wird.
    Zu 2) Dann eben nicht. Die Liquidität für die nächste Saison ist übrigens genau so gegeben wie für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs bis zum 4. Juni!
    Zu 4) Es mag zwar sein, dass der ursprüngliche Etat bis Ende Juni nicht abgedeckt ist, dennoch ist zumindest die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit da, um unter den geänderten Rahmenbedingungen die Saison zu Ende spielen zu können. Altlasten aus der Saison davor gibt es nicht! Altlasten aus dieser Saison mag es geben, denn sonst hätte der Insolvenzantrag zurückgezogen werden können. Dafür wären etwa 600.000€ erforderlich gewesen, in den Rettungsaktionen sind aber "nur rund 200.000€ zusammen gekommen.

    Noch einmal, auch wenn ich mich wiederhole: Nach Angaben von Heinz Lieven hat es vor der Antragstellung einen fachanwaltliche Beratung gegeben. Im übrigen ist unter den damaligen Voraussetzungen vielleicht gar nicht der falsche Antrag gestellt worden: Wenn es bereits Schulden gab und wenn absehbar war, dass die restliche Masse nicht ausreichen würde, um die Februar-Gehälter am Ende des Monats zu bezahlen, dann wäre ein Antrag nur wegen drohender Zahlungsunfähigkeit nicht vollständig gewesen. Ob das so juristisch dennoch machbar ist, entzieht sich meiner Kenntnis... Vielleicht hat nur der konkret gestellte Antrag die Option eröffnet, über die Agentur für Arbeit Unterstützung für die Bezahlung der Spieler zu bekommen (Ausfallgelder, Überbrückungsgelder)?

    Wie wäre es mit einer Lizenzerteilung unter der Auflage, dass bis zum Ende der Saison (30.6.) nachgewiesen werden muss, dass der Insolvenzplan erfolgreich umgesetzt wurde und das Amtsgericht die Spielbetriebsgesellschaft wieder in die wirtschaftliche Eigenständigkeit entlassen hat?

    Gerade hat die HBL ihr "Echo" in Form einer Pressemitteilung veröffentlicht:
    "Die unabhängige Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga e. V. wird in ihrer nächsten Sitzung am 11. April auch darüber beraten, welche Konsequenzen sich für den DHC Rheinland aus der Eröffnung des Insolvenzverfahren ergeben.
    Fest steht, dass der Dormagener Handballclub Rheinland GmbH & Co KG (DHC Rheinland) keine Lizenz für die kommende Spielzeit (2011/12) der TOYOTA Handball-Bundesliga erhalten wird. Damit steht der DHC Rheinland als erster Absteiger der 1. Handball-Bundesliga fest.
    Eine Entscheidung über den Antrag des Dormagener Handballclub Rheinland GmbH & Co KG (DHC Rheinland) auf Erteilung einer Lizenz für die kommende Spielzeit (2011/12) der 2. Handball-Bundesliga ist bisher nicht ergangen. Die Entscheidung über die Erteilung einer solchen Lizenz wird auf Grundlage der von allen Bewerbern für die 2. Handball-Bundesliga einzuhaltenden Lizenzierungsrichtlinien erfolgen.
    Der DHC Rheinland ist in den letzten Wochen durch die Lizenzierungskommission mehrfach darauf hingewiesen worden, dass eine von den Vorgaben der Lizenzierungsrichtlinien abweichende Sonderregelung nicht erfolgen wird."

    Erstaunlich, dass für derartige Selbstverständlichkeiten eigens eine Presseinfo herausgegeben wird. Einzige Aussage: Wir werden uns an die Regeln halten und wir werden für den DHC keine Ausnahme von den Regeln machen! Des Pudels Kern wird damit nicht getroffen, wenn es wirklich so sein sollte, dass die drei Herren zum ersten Mal darüber befinden müssen, inwieweit das "ggf." in §10 den Spielraum eröffnet, mit dem gleichen wirtschaftlichen Träger weiter zu machen, wenn dieser bis zum Ende der "Insolvenzsaison" (hier 30.6.2011) wieder aus der Insolvenz heraus ist, weil der Insolvenzplan erfolgreich umgesetzt wurde.

    Dann hoffen wir mal, dass es "verhindert" wird... (siehe dazu den DHC-Thread)

    Verdienter Sieg für den DHC, der vor allem in der ersten Halbzeit das bessere Team war. Die Gäste nach dem Ausfall von Kogut spielerisch kaum noch vorhanden (höchstens über den Kreis). Bis dahin hatte aber auch nur ein Spielzug geklappt: Vier Tore von Dissinger, der geholt wird, über die Mitte zieht und immer ins kurze Eck trifft (Gruß an den ansonsten starken Vortmann). Zweite Halbzeit dann stark vom Kampf geprägt.
    So stark Dissinger vor der Pause auch war, so stark hat er es auch mit der Härte übertrieben. Erste Halbzeit: Ellenbogen raus am Kreis gegen Linder; Hände am Hals von Wernig, der beim Gegenstoß in die Mitte zieht. Nur einmal Zwei Minuten. Zweite Halbzeit: Die Aktion gegen Böhm war ein klarer Fauststoß, vermutlich aus Frust oder Übermotivation (oder beides). Es hat richtig geklatscht, es hat geblutet... Habe lange nicht mehr ein so brutales Foul gesehen. Zuletzt bei der Relegation des TSV Bayer Domagen gegen die Ahlener SG - Faustschlag ins Gesicht von Koke, der danach aussah wie ein Alien... Dissinger und die TSG können froh sein, dass es keinen Ausschluss gab. Das war purer Vorsatz, die Verletzung nicht mehr nur grob-fahrlässig in Kauf nehmend!

    Die SR haben die Gäste auch nicht benachteiligt. Alleine nach der Pause hat die TSG in mehr als fünf Angriffen bis zu fünf Freiwürfe für Allerweltsaktionen und Schauspielereien zugesprochen bekommen. Passivanzeige = Fehlanzeige, statt dessen am Ende auch noch ein paar Tore für die Gäste. Ohne diese Vorgehensweise der SR hätte die TSG die zweite Halbzeit nicht gewonnen.

    Fazit: Der DHC ist Zwangsabsteiger, die TSG wird ihr sportlich folgen. Für die Erste Liga reicht das einfach nicht!

    Dann ist allerdings erklärungsbedürftig, wieso man din Dormagen lange Zeit davon ausgegangen ist (und das auch kommuniziert hat), dass es keinen Zwangsabstieg gibt.

    Die Diskussion darüber wurde hier schon drei Seiten zuvor geführt. Sie ist genau so müßig wie die Frage, ob der Insolvenzantrag richtig oder falsch gestellt wurde, weil das Insolvenzverfahren nun eröffnet ist (Folge: Zwangsabstieg, Abzug von acht Pluspunkten), und die Thematik jetzt eine andere ist.

    Die Pressemitteilung, die der Pressesprecher des Insolvenzverwalters gestern Mittag herausgegeben hat, ging meines Erachtens inhaltlich viel zu weit. Sie war vor allem überflüssig. Es hätte völlig gereicht, sich abends nach dem Spiel in der Pressekonferenz zu äußern. Statt dessen wurde die ursprüngliche Version der Pressemitteilung auf der Homepage tagsüber durch eine Variante ersetzt, in der die Auswirkungen auf die Sponsorenzusagen herausgenommen worden war. In der Pressekonferenz wurde dann ja auch der Eindruck vermittelt, dass die Lage nun doch nicht ganz so schlimm ist. Tenor: Wenn die Sponsoren bei der Stange bleiben, dann werden alle Mittel und Wege beschritten, um die Saison zu Ende zu spielen!

    In der PK wurde auch gesagt, dass dieser Fall des geordneten insolvenzrechtlichen Rückzugs Neuland für die HBL sei. Dem DHC sei am Anfang sogar nahe gelegt worden, doch erst mal bis nach dem Ablauf der Wechselfrist zu warten. Wenn das so war, dann brauche ich mich über die jetzigen Eiertänze eines Herrn Bohmann nicht zu wundern. Der HBL ist es also offensichtlich lieber, dass ein Verein so lange wartet und seinen Spielern so lange keine Gehälter mehr bezahlt, bis auch wirklich alle Barkassen und Konten leer sind!!! Ein Verein, der die Misere seriös abwickelt, sich rechtzeitig zu dem finanziellen Engpass bekennt und sich den Spielern gegenüber auch noch fair verhält (vor der Wechselfrist die Hose runter), soll einfach in die Drittklassigkeit verbannt werden, nur weil man so einen Fall noch nicht hatte??? Natürlich eröffnet das "ggf." in §10 der LizenzO einen Ermessensspielraum, aber nicht die Möglichkeit einer Entscheidung nach dem Motto: "Dormagen hat keine Lobby in der Liga, also weg damit!" Von einem gesunden Rechtsverständnis kann dabei auch keine Rede sein. Das Insolvenzrecht zielt ja gerade darauf ab, das bestehende Unternehmen möglichst aus der Misere herauszuführen, damit es danach wieder eigenständig wirtschaftlich arbeiten kann. In Dormagen wurden diese Voraussetzungen in den vergangenen Wochen geschaffen: Die Sanierung, das wurde gestern auch noch mal gesagt, wird im Juni abgeschlossen sein. Dann ist der Insolvenzplan abgearbeitet, der gesetzliche Zweck erfüllt - und der DHC kann ohne Schulden und mit einem abgesicherten, von Wirtschaftsprüfern durchleuchteten Etat in der Zweiten Liga starten. Einigen Herren bei der HBL scheint es aber wichtiger zu sein, die LizenzO über das Insolvenzrecht zu stellen. Wer hat daran ein Interesse, dass der Handballstandort Dormagen in der Versenkung verschwindet? Mir fallen da gleich zwei Namen ein, einer davon ist sogar Vize-Präsident...
    Wer aber hat ein Interesse daran, dass damit der ganze Unterbau, die gesamte Nachwuchsarbeit (Landesleistungsstützpunkt, Teil- und Vollinternat) gefährdet wird??? Der deutsche Männer-Handball steht doch auch so schon schlecht genug da (schlechtes Abschneiden bei der WM, Olympia-Qualifikation gefährdet, Nationalspieler spielen in ihren Vereinen überwiegend keine tragende Rolle), da muss man nicht auch noch Eckpfeiler der eigenen Jugendarbeit kastrieren!!!

    Noch ein Wort zum Ausfall des Hallensponsors: Es sind alle üblichen Auskünfte, z.B. bei der Creditreform, eingeholt worden. Wer behauptet, es sei absehbar gewesen, dass die Fima so schnell Pleite geht, der muss dies auch beweisen können. Ansonsten ist er nämlich nur schlau, weil es hinterher ist...
    Im übrigen darf der Fan aus Düsseldorf durchaus mal vor seiner eigenen Türe kehren. Selbst mit dem "Zugpferd" Daniel Stephan ist es der HSG im Saisonverlauf nicht gelungen, zusätzliche 250.000€ zu akquirieren. In Dormagen ziehen alle Beteiligten an einem Strang und es sind in nicht mal acht Wochen mehr als 200.000€ zusammen gekommen. Ich hoffe, es kommt nächste Saison wieder zu zwei schönen Rheinderbys!

    Mein Wunschkonzert:
    1. Der DHC steht nach dem letzten Spieltag am 4. Juni auf dem Relegationsplatz und setzt sich in der Relegation gegen den Zweitligisten durch, um sich als nicht-sportlich abgestiegen in die Zweite Liga zu verabschieden.
    2. Es werden alle juristischen Wege beschritten, an deren Ende festgestellt wird, dass die Lizenz für die Zweite Liga zu erteilen ist.
    Bisher hat als Externer nur ein Einziger dem Dormagener Handball geholfen: Bob Hanning. Seine Ausführungen als anerkannter Experte zu der Situation waren zutreffend. Deshalb: JETZT ERST RECHT! Kämpfen, alle Wege gehen, die es gibt, um das Ziel zu erreichen - und um den HBL-Verantwortlichen zu zeigen, wie wenig auf sie das Wort "professionell" zutrifft!!!

    Es gibt aus der Zeit vor der DHC-Gründung, also als es noch der TSV (Bayer) Dormagen war, keine Altlasten, die der neu gegründete DHC ganz oder teilweise abzutragen hätte.
    Alles, was der Insolvenzverwalter bisher zu den Verbindlichkeiten gesagt hat, bezog sich meines Erachtens nur auf diese Saison. Ergo wäre der Etat mit den fehlenden 200.000€ glatt gebügelt gewesen. Zur Erinnerung: Im November hatte Heinz Lieven privat 300.000€ in den DHC gesteckt, um den Ausfall des Hallennamensponsors im ersten Anlauf zu kompensieren. Der soll für 600.000€ "gut" gewesen sein. Diese Zahlen passen mit denen aus der heutigen Lage doch ganz gut zusammen.
    Nach meinen Informationen gab es eine fachanwaltliche Beratung, bevor der Insolvenzantrag gestellt wurde.
    Unklar ist mir, warum die heutige Pressemitteilung und die Version, die nun auf der Internetseite steht, nicht (mehr?) deckungsgleich sind.
    Klar ist, dass in den Rettungsaktionen nicht etwa 160.000€ zusammen gekommen sind, die im Falle der endgültigen Abwicklung des DHC in soziale Zwecke fließen. Beim ersten Spendenkonto wird alles zurückgezahlt, was größer als 10€ ist. Beim Spendenkonto der Bürgermeister fließt alles an die Geber zurück.
    Alle weiteren Klarheiten und Unklarheiten werden sich hoffentlich heute Abend in der Pressekonferenz nach dem Spiel beseitigen lassen. "April April" wird es da sicherlich und leider nicht heißen...

    Wieso sollten sich die Fans denn vera...t vorkommen? Es wurde doch die ganze Zeit kommuniziert, dass Lieven auch weiterhin die Geschäftsführung haben wird und ob Personalwechsel einfach mal ohne eine "neugegründete" GmbH möglich sind?

    Auf der PK am Tag vor der Insolvenzantrag wurde auf Nachfrage gesagt, dass es das war, dass es keine Planungen für die Zweite Liga gibt. War das Taktik oder Zeugnis des eigenen Anspruches (nur Erste Liga)? Oder von beidem etwas?

    Mit den 200.000€ gibt es im übrigen keine Schulden mehr, das HRC-Loch ist aufgefangen.

    Angesichts der faktischen Planungen in Richtung Zweite Liga - wirtschaftlich wie sportlich der einzig logische Weg angesichts dieser Saison und der beiden Spielzeiten davor - mutet das Sezieren auf juristischem Niveau doch eher wie Besserwisserei und Haarspalterei an. Letztlich egal, denn jeder muss für sich entscheiden, ob er das Glas für halb voll oder für halb leer hält. Letztlich ist auch egal, was eventuell Alles hätte besser gemacht werden können, wenn die neuerliche Aktion zum Erfolg führt, bis zum 4. Juni also weiter gespielt wird.
    Im übrigen bin ich mir sicher, dass sich viele Beteiligte vor Ort darüber im Klaren sind, dass es danach, auch wenn es eine Etage tiefer ist, ein einfaches "Weiter so wie bisher" nicht geben kann und darf! Das betrifft viele Bereich, unter anderem auch die Strukturen im Bereich Sponsorenakquise/Marketing oder das Thema "Die längste Theke von Dormagen". Eines nach dem Anderen...

    Es ist ja nun wirklich kein Geheimnis mehr, dass alle Bemühungen darauf ausgerichtet sind, diese Saison zu Ende spielen zu können und die nächste Saison mit einem gesicherten, vernünftigen wirtschaftlichen Rahmen in der Zweiten Liga anzugehen.

    Pressemitteilung der Stadt Dormagen von heute Mittag:

    1000 Retter für den Handball
    Mit 100 Euro kann jeder dem DHC helfen

    Dormagen. Es ist ein einfaches Rechenbeispiel: 1000 Fans geben jeweils 100 Euro. Dann wäre die Rettung des Handball-Spitzensports in Dormagen möglich. Genau diesen Aufruf starten jetzt Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann und sein Amtsvorgänger Heinz Hilgers. „Dormagen ist eine handballbegeisterte Stadt. Mit Hilfe unserer Bürgerschaft können wir es schaffen, den DHC Rheinland zu erhalten und weiter Bundesligaspiele in unserer Stadt zu ermöglichen“, sind sie überzeugt. Ein Konto wurde bei der VR Bank Dormagen eingerichtet, auf das ab sofort eingezahlt werden kann. Die beiden Initiatoren garantieren: „Wenn es durch diese Aktion nicht gelingen sollte, unser Ziel zu erreichen, erhalten alle Helfer ihre Geldbeträge umgehend zurück.“

    Klar ist auch, dass die Initiative schnell zum Erfolg führen muss. Bis Ende März bleibt dem Handball-Club in dem laufenden Insolvenzverfahren Zeit, die erforderlichen Summen aufzubringen, um den Spielbetrieb bis zum Ende der Saison fortzuführen. Dann würde für die nächste Saison eine verlässliche Perspektive zumindest für die zweite Liga bestehen.

    „Große Schritte sind zur Rettung des DHC schon in den vergangenen Wochen gemacht worden“, erläutert Dormagens ehemaliger Bürgermeister Hilgers, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Bundesligisten ist. Durch Sponsorenzusagen konnte ein Zweitliga-Etat für die Saison 2011/12 bereits gesichert werden. Einen Lizenzantrag hat der Verein inzwischen ebenfalls beim Deutschen Handball-Bund gestellt. Nun geht es darum, noch einmal 200 000 Euro zu schultern, um in der laufenden Saison bis Juni weiterzuspielen – eine zwingende Voraussetzung, um die Lizenz nicht zu verlieren.

    Der aktuelle Zwischenstand: Durch bisherige Spenden der Fans sind schon rund 30 000 Euro zusammengekommen. Weitere 40 000 Euro konnte der Verein zusätzlich bei Sponsoren einwerben – davon allein 20 000 Euro bei den RheinLand-Versicherungen. „Die Chancen stehen gut, mit Hilfe auch noch weiterer Sponsoren auf einen Betrag von mindestens 100 000 Euro zu kommen“, macht Hilgers deutlich. So will sich Bürgermeister Hoffmann unter anderem bei der evd energieversorgung dormagen dafür einsetzen, in der besonderen Notlage des DHC noch einmal eine Unterstützung zu gewähren.

    Die dann noch fehlenden 100 000 Euro sollen durch weitere Hilfen aus der Bürgerschaft zusammenkommen. „Wir greifen damit eine Idee auf, die Thomas Merbeck von der Initiative Dormagen hatte – nämlich dass die Fans selbst die Zukunft ihres Vereins in die Hand nehmen“, sagt Bürgermeister Hoffmann. Die neue Aktion soll keine Konkurrenz zu der bereits bestehenden Rettungsinitiative von Fans sein: „Auf welches Konto die Unterstützungen gezahlt werden, ist letztlich egal. Wir wollen mit dem erneuten Aufruf nur deutlich machen, dass nach erst sehr düsteren Aussichten jetzt tatsächlich eine Rettungschance für den Handball besteht“, so Hoffmann.

    Auf einer Danktafel im Sportcenter am Höhenberg sollen alle Helfer am Ende verewigt werden. Natürlich freuen sich die Initiatoren dabei auch über jeden solventen Förderer, der statt 100 vielleicht 1000 Euro geben kann – wie etwa Unternehmen. Dies würde den erhofften Erfolg der Aktion beschleunigen. Es wäre ein kleines Handball-Wunder in Dormagen – frei nach dem berühmten Motto David Ben Gurions: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“

    Das Sammelkonto für den Handball hat die VR Bank Dormagen (BLZ 305 605 48) unter der Kontonummer 30 100 000 16 eingerichtet. Stichwort: „Rettet den Handball in Dormagen“.

    ... Die Verletzung von Tesch war mit Sicherheit spielentscheidend, Absicht aus dem Spiel heraus ohne eine Wiederholung zu sehen würde ich mich da nicht trauen zu unterstellen. Und wenn man schon so auf das Verhalten des Gegners einprügelt, dann sollte man auch entsprechend für das Verhalten von Kentin Mahe in der Schlussphase mindestens genauso wenig Verständnis aufbringen.
    ... Die Meinung von Kai Wandschneider, dass an diesem Abend irgendetwas drin gewesen wäre teile ich jedenfalls in keinster Weise.

    Kannst Dir ja mal das Video ausleihen... Natürlich können die Schiris, wenn sie es nicht klar gesehen haben, keine Absicht unterstellen. Deswegen ja auch meine Einschränkung, dass sie trotzdem falsch gelegen haben, weil es nach dem Tritt auf den Knöchel Freiwurf und damit Ballbesitz für den DHC hätte geben müssen. Statt dessen gab es Siebenmeter für den TVG und zwei Minuten gegen den DHC. Hinzu kommt der Ausfall von Tesch, der für den Rest der Partie nicht nur in der Abwehr schmerzlich vermisst wurde. Ist dann in der Summe eine fünffache Bestrafung...

    Nach dem 4:0-Lauf ist etwas drinnen gewesen. Selbst nach der Auszeit ist dem TVG im Angriff im ersten Anlauf nichts eingefallen. Im zweiten Anlauf wurde den Gästen dann die Überzahl geschenkt! Wenn der DHC (nicht in Unterzahl) da noch ein oder zwei Tore nachlegt, wird es eng, denn die Halle wäre noch mehr gekommen. Und die Großwallstädter machten schon acht Minuten vor Schluss nicht mehr den frischesten Eindruck.

    Der letzte Beitrag ist dann doch stark eingefärbt durch die Sicht mit der Siegerbrille. Richtig ist, dass Andersson im Tor letztlich den Ausschlag gegeben hat (18 Paraden gegenüber 1 Parade von Vortmann und 4 Paraden von Schlingmann). Richtig ist auch, dass Spatz sehr abschlusssicher war. Herr Kneer hat trotz seiner Tore schon deswegen kein gutes Spiel gemacht, weil er meiner Meinung nach absichtlich Oliver Tesch auf den Knöchel getreten ist, nachdem ihn dieser gefoult hatte. Selbst wenn die Absicht mit der Folge des Ausschluss nicht zu beweisen ist, hätte es definitiv Ballbesitz für den DHC und zwei Minuten für Kneer geben müssen! Statt dessen kam Kneer noch mal an den Ball, wurde gefoult - Siebenmeter für Großwallstadt, zwei Minuten für den DHC.

    Aber das ist nur eine, wenn auch wichtige Szene, weil Tesch verletzt ganz ausfiel, in der die beiden schlechten "Unparteiischen" den Gästen geholfen haben. Weitere Beispiele: Köhrmann schlägt Mahé in der ersten Halbzeit im Sprung voll auf das Brustbein - noch nicht einmal eine gelbe Karte, obwohl das klare zwei Minuten waren. Schritte zählen beim TVG - Fehlanzeige! Passivregel beim TVG anwenden - viel zu spät, viel zu selten! Dafür wurde auf der anderen Seite deutlich früher der Arm gehoben. Verteilung der Zwei-Minuten-Strafen - vor allem in entscheidenden Momenten eindeutig zu Lasten des DHC. Auf jedes Kopf-nach-hinten-Zucken sind die beiden Schiris reingefallen. Entscheidend dann die Zeitstrafe nach dem 4:0-Lauf der Hausherren zum 23:28, als die Halle wach wurde, Großwallstadt im Angriff nichts mehr einfiel und das Spiel neun Minuten vor dem Ende zu kippen drohte: Die beiden "Unparteiischen" schicken Dmytruszynski auf die Bank, obwohl die Aktion ein ganz normaler Freiwurf war. Das hat nach dem Spiel selbst TVG-Coach David zugegeben. Die Gäste nahmen das Geschenk dankend an. Christian Moles und Lutz Pittner hatten offensichtlich keine Lust auf eine enge Kiste in den letzten acht Minuten. Entsprechend einseitig haben sie gepfiffen!

    Zur Klarstellung: Der Sieg des TVG war verdient, er ist aber Dank der Schiris um drei bis vier Tore zu hoch ausgefallen!

    Beim HSV lagen die Nerven (unverständlicherweise) blank, vor allem bei Schwalbe. Dabei kann er sich noch bei Jogi bedanken, dass er den letzten Wurf von Løke gehalten hat. Seine PK und sein Getue nach dem Schlusspfiff waren nicht sonderlich professionell. Gefühlte drei Sätze, keine Analyse. Schlechter Punktabgeber.

    Mit einem derart pomadigen Auftreten hat Herr Schwalb ja nicht das erste Mal geglänzt. Es ist danach schon zu Recht gepostet worden: Sachliche Analysen kommen von ihm nur, wenn er gewonnen hat oder wenn er nicht am Spiel beteiligt war. Schlechter Stil, der in Hamburg aber offensichtlich reicht, um von der Trainerbank eine Etage nach "oben" zu kommen... ;)

    @oliolli: Da wäre ich mir an Deiner Stelle nicht sicher. Gemäß Homepage des DHC ist die Spielbetriebsgesellschaft die "DHC Rheinland GmbH & Co. KG" - folglich muss es auch eine "DHC Rheinland GmbH" geben. Vermutlich müsste die auch insolvent sein, da sie als Komplementärin der KG voll in der Haftung steckt.

    Edit: Lothar war schneller - für beide Gesellschaften wurde gleichzeitig der Insolvenzantrag gestellt.

    Mit meiner These "Ein Unternehmen, ein Insolvenzantrag" verbinde ich die Hoffnung, dass für die HBL-Statuten die Spielbetriebsgesellschaft entscheidend ist. Ergo: Wenn der Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit zurückgezogen werden kann, gibt es hoffentlich auch keinen Zwangsabstieg!

    Herr Dr. Andres hat es in der PK genau so gesagt und ich glaube, er ist als Insolvenzverwalter so kompetent und erfahren, dass er weiß, was er sagt. Im übrigen hat er dort auch selber eine rechtliche Bewertung vorgenommen, wonach der DHC kein Zwangsabsteiger ist, wenn der Insolvenzantrag zurückgezogen wird. Dass nun in der Öffentlichkeit Darstellungen auftauchen, wonach es mehr als einen Insolvenzantrag gegen soll, ist sicherlich irritierend. Es gibt nur eine Spielbetriebsgesellschaft. Eine Firma, ein Insolvenzantrag!

    Das ist doch nur eine ehrliche Antwort, die sich mit dem deckt, was Kai Wandschneider dazu schon einige Male in den vergangenen beiden Wochen gesagt hat. Die beiden vergangenen Jahre hatten schon sehr viele Tiefen, ständig gab es Nackenschläge - auch an der finanziellen Front. Ich habe Verständnis dafür, dass sich der Trainer ein weiteres Jahr mit solch einem Himmelfahrtskommando grundsätzlich (!) nicht mehr antun möchte. Neben der aktuell drohenden Insolvenz dürften ihm den letzten Rest die Pfiffe im letzten Heimspiel vor der WM-Pause und die Anfeindungen einzelner Zuschauer gegeben haben. Beim Heimsieg gegen Melsungen haben dann wieder alle gejubelt...

    Gegen Melsungen war auch zu sehen, dass weder Kai Wandschneider noch Thomas Dröge in irgendeiner Form mit dem DHC abgeschlossen haben. Beide haben sich über den Überraschungserfolg mächtig gefreut, auch wenn sich das bei Dröge "nur" in einem mittelbreiten Lächeln kurz vor Spielende ausgedrückt hat. Für ihn aber schon eine starke äußere Emotion. Der Trainer hat nicht nur in den letzten Spielmunten einige Male breit gelächelt, er hat snach Spielende in der abgesperrten Zone mit einem Jubelschrei seine große Freude kund getan. Mal abgesehen von diesen Emotionen: Wer hat denn die Mannschaft auf das Spiel gegen Melsungen vorbereitet, wer hat es am Spielfeldrand durch die 60 Minuten geführt? Selbst wenn die sportliche Leitung in Flensburg nicht in ähnlicher Form emotional unterwegs war, kann das Spiel gegen Melsungen als Beweis dafür, dass beide innerlich mit Dormagen abgeschlossen haben, nicht herangezogen werden.
    Und dass in Flensburg sehr früh feststand, dass dort nichts zu holen ist, dass dort ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch Ergebniskosmetik betrieben wurde, dass es dennoch ein gelungenes Debüt eines jungen Spielers gab und zwei andere junge Spieler weitere Einsatzzeiten bekommen haben, das ist ja wohl nichts Verwerfliches. Eine Niederlage mit 13 Toren Unterschied ist kein Grund für positive Emotionen. Wer lächelt schon, wenn es nach acht Minuten 1:6 steht!? Und zumindest im DHC-TV ist nichts davon zu hören, dass Kai Wandschneider überwiegend von "Ende" und "abwickeln" gesprochen hat.