Beiträge von olilolli189

    Der Hinweis auf die Rettungsaktion, an der sich auch viele Fans beteiligt haben, ist nicht von der Hand zu weisen. Dennoch gilt es an der Stelle zu differenzieren: Die Hilfsaktion hatte nur das eine Ziel, die Saison 2010/11 zu Ende spielen zu können. Das ging nur mit einem erfolgreich abgewickelten Insolvenzplanverfahren und hatte mit der Saison 2011/12 direkt nichts zu tun.

    Natürlich war damit bei allen Beteiligten die Hoffnung verbunden, dass es in der nun laufenden Spielzeit anders und besser wird. Ist es aber leider nicht, ganz im Gegenteil.
    1. Das Sportliche
    Der DHC steht nach einem überraschend guten Saisonauftakt unter Berücksichtigung des vollen Punktabzuges mittlerweile auf dem ersten Abstiegsplatz. Selbst wenn ich zum Ende der Hinrunde nur die Hälfte abziehe, komme ich angesichts der Verletzung von Breuer und Zdrahala zu der Erkenntnis, dass es nun erst mal nur darum geht, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen - und nicht mehr um eine sorgenfreie Saison, von der Trainer Richard Ratka noch vor dem Bietigheim-Spiel gesprochen hat. Spätestens seit Oktober ist in den Spielen immer offensichtlicher, wie begrenzt das spielerische Korsett ist, das Ratka seiner Mannschaft bisher verpasst hat. Selbst die Deckungen der biedersten Gegner (wie Potsdam) oder der Teams, die gerade nicht gut drauf sind (wie Friesenheim), können sich auf das ziemliche unkreative "Geschiebe" im aufgebauten Angriff nach 15 bis 20 Minuten einstellen. Manndeckung oder Verletzung im Rückraum – schon ist ein Bruch im Spiel, der leider nicht mehr behoben werden kann… Hinzu kommt die verfehlte Personalpolitik: Warum wurde mit Petro der vierte Kreisläufer verpflichtet? Oder wollte Heinz Lieven angesichts von damals 16:2 Punkten ein Zeichen in Richtung "Wir wollen den Aufstieg" setzen? Warum hat man da nicht auf das Tandem Michael Wittig/Alexander Kübler vertraut? Wollte Ratka Petro überhaupt haben? Warum spielt ein erfahrener, slowakischer Nationalspieler so wenig? Vielleicht weil er offensichtlich nicht austrainiert ist? Hätte man das Geld für seinen Vertrag nicht besser gespart, um etwas in der Hinterhand zu haben, wenn auf einer Position etwas passiert, die nur einfach besetzt ist - wie jetzt bei David Breuer?
    2. Das Wirtschaftliche
    Petro wurde verpflichtet, bevor die Berufsgenossenschaft für Arnaud gezahlt hat. Sind dadurch zusätliche Kosten angefallen? Der in der Pressekonferenz vor Saisonbeginn vorgegebene Zuschauerschnitt von 1.400 pro Heimspiel wurde zwar noch offiziellen Angaben bisher erreicht, doch selbst der DHC-Pressesprecher gibt mittlerweile zu, dass dabei immer aller Dauerkarten mit ausgewiesen wurden, egal ob die Inhaber in der Halle waren oder nicht. Also hier bereits ein erstes Defizit. Hinzu kommen die hartnäckigen Gerüchte, die seit November dahin gehen, dass Heinz Lieven schon wieder (privates) Geld nachschießen musste. Tendenz: Der vorgegebene Etat von 1 Million € wird nicht erreicht. Wer finanziert die Unterdeckung?
    3. Sponsorenpflege/Marketing/Öffentlichkeitsarbeit
    Vor der Saison wurde aus Kostengründen das Team neben dem Spielfeld rasiert: Aus vier (Thomas Dröge weg, Joachim Kurth weg) mach zwei! Aus dem Marketingassistenten wurde der Marketingleiter, der auch noch den Teammanager und den Co-Trainer geben sollte. Letzteres wurde nach zwei Wochen eingestellt. Warum nur? Was das Marketing angeht, sprechen viele Dormagener Sponsoren nicht nur untereinander nur noch von "dem Schweiger". Wobei zu hören ist, dass es in den vergangenen Wochen besser geworden ist. Kein Wunder, geht es doch um die Wirtschaftlichkeit, die für den Lizenzantrag nachzuweisen ist. Also Abklappern der Geldgeber, um den Etat benennen zu können. Lieber spät, als gar nicht... Aus der Geschäftsstellensekretärin wurde die Marketingassistentin, die ihre vorherigen Aufgaben aber auch noch erledigen muss. Dazu ein ehrenamtlicher Geschäftsführer, der sich in der One-Man-Show offensichtlich immer mehr als völlig überfordert erweist, und ein Pressesprecher, der nur auf Honorarbasis arbeitet. Wieviele Pressemitteilungen hat der DHC veröffentlicht, seitdem vor fast zwei Wochen die ersten Hinweise auf das Lizenzwirrwarr auftauchten? Keine einzige. Statt dessen lügt Heinz Lieven einen freien Mitarbeiter des Schaufensters an, als dieser mit einer entsprechenden Presseanfrage anruft. Statt dessen wird ein Asics-Werbefilm ins Internet gestellt und unter Facebook bittet der Marketingleiter darum, dort nur noch in einer Ecke über den DHC zu diskutieren. Ob das nur auf seinem eigenen Mist gewachsen ist? Oder ist er dort nun nebenberuflich auch noch Admin? Fazit: Provinzielle Strukturen für eine Profi-Sportverein, laienhaftes Vorgehen in vielen, wichtigen Bereichen.

    Wenn es schon aktuell nicht gut läuft, wie soll es dann erst in der Handball-Ehe zwischen Dormagen und Düsseldorf werden? Herr Flatten hat seine entsprechenden „Qualitäten“ ja sowohl beim HSV als auch bei der HSG unter Beweis gestellt… Wobei es ja mittlerweile aus verbands- und lizenzrechtlicher Sicht sehr zweifelhaft erscheint, ob die SG DDHC überhaupt so zustande kommt, wie sie am 27. Dezember verkündet wurde. Gestern Abend hat der TSV-Vorstand getagt. Es bleibt mehr als spannend: Der 1. März naht!

    Mein Kenntnisstand: sofortige Wirkung!
    So hat es Heinz Lieven auch in der Pressekonferenz in Neuss am 27. Dezember vorgetragen. Diese SG sollte dann für die neue Saison (2012/13) um den Düsseldorfer Part erweitert werden. Da der HSV da schon in der Insolvenz war, wurde im siwssotel kein Name genannt. Danach wurde der eingetragene Verein HSG Düsseldorf gegründet, der der SG beitreten soll.

    Das ist zutreffend. Die Verträge wurden am 8. Dezember beim Notar unterschrieben:
    1. Beendigung des Gesellschafterdaseins des TSV Bayer Dormagen
    2. Vertrag über die Spielgemeinschaft zwischen dem TSV und DHC Rheinland e.V., der dazu eigens gegründet worden ist (vorher gab es ja nur die GmbH und die GmbH & Co. KG).

    Steinar
    Ich sehe da eher das generelle "Unternehmerleitbild" des DHC-Geschäftsführers Heinz Lieven als maßgeblich an: In den Bereichen, in denen ich nicht kompetent (genug) bin, wird sich schon jemand finden, der den Karren aus dem Dreck zieht! Oder dem ich die Schuld geben kann, wenn es am Ende doch schief läuft... Das ganz aktuelle Motto: Ich setze darauf, dass niemand der Totengräber für den Dormagener Profi-Handball werden will! TSV-Vorstand, bitte verzichte auf deine Herrenmannschaften und komm in mein "Schuldenboot" ODER komm zurück in GmbH (& Co. KG), damit wir doch noch die Lizenz für die nächste Saison bekommen...

    Es war auch nicht zu erwarten, dass er sich anders äußert. Heinz Lieven geht ganz konsequent "seinen" (!) Weg - und das in seiner (!) Art und Weise. Wenn man liest, was Frank Flatten nun zu der Insolvenz der HSG-Spielbetriebsgesellschaft erklärt hat, und wenn man mitbekommt, was er für ein Standing in Düsseldorf hat, könnte man meinen, dass da zwei ganz besonders ausgemachte Experten vor den Handball-Traualtar treten. Wobei ich gerade nicht weiß, ob ich das mit einem Augenzwinkern oder einem Mundwinkel nach unten garnieren soll...

    Wenn es so ist, wie ich von Leuten höre, die seit vielen Jahren in der Ersten und Zweiten Liga auf beiden Ebenen (als Spieler und als Funktionär) aktiv sind und waren, dann gilt nach wie vor, dass der sportliche Lizenzgeber (hier TSV Bayer Dormagen) nicht einfach so von dieser auf die nächste Saison ausgetauscht werden kann. Für eine solche Trennung braucht es demnach mindestens drei Spielzeiten. Und das ist ja nur die lizenzrechtliche Seite, die die HBL zu beurteilen hat. Die Anerkennung der "SG DDHC Rheinland" mit den drei e.V. TSV/DHC/HSG ist Sache der beiden Landesverbände HVM/HVN und kann erst nach dem Ende dieser Saison entschieden werden. Die HBL, die an das DHB-Recht gebunden ist, kommt aber viel früher wieder ins Spiel - nämlich, wenn die Herren Lieven/Flatten die Unterlagen zur Wirtschaftlichkeit des Lizenzantrages bis zum 1.3. einreichen müssen. Ich zitiere ein Mitglied der Lizensierungskommission, der sich in der vergangenen Woche selbstverständlich nur in der reinen Theorie geäußert hat: "Das ist ein sehr, sehr schwerer Weg."

    Nach meiner Einschätzung geht es nur mit der Rolle rückwärts: Der TSV müsste also über seinen Schatten springen und wieder als Mehrheitsgesellschafter in die GmbH (wirtschaftlicher Träger) und damit auch in die Spielbetriebsgesellschaft (GmbH & Co. KG) zurück. Das könnte den Lizenzantrag vielleicht noch "heilen". Dann bräuchte es auch keine Spielgemeinschaft: Herr Flatten wird von der GmbH & Co. KG als Geschäftsführer eingestellt und bringt seine Düsseldorfer Sponsoren mit. Das wäre vor allem die Firma Burgwächter. Deswegen werden dort ja auch in der nächsten Saison hälftig die Heimspiele ausgetragen, obwohl es unter allen anderen Gesichtspunkten nur einen sinnvollven Weg gibt: Alle Heimspiele in die wunderschöne Handballhalle namens Sportcenter legen!

    Nach Angaben des HVM-Präsidenten Lutz Röhmer, mit dem ich heute vor einer Woche telefoniert habe, hat der DHC von ihm Post bekommen. Das war genau das Schreiben, das danach als Zweitschrift beim TSV ankam. An der Stelle muss ich Heinz Lieven leider unterstellen, dass er die Anfrage von Lukas Will nicht wahrheitsgemäß beantwortet hat. Wenn dem so ist, wird es nur noch trauriger. Ich habe mich daher nun entschieden: Setze die Mundwinkel nach unten!

    PS: Ein Stück weit traurig finde ich übrigens auch, dass es der TSV noch immer nicht geschafft hat, sich - egal mit welchem Ergebnis - zu positionieren. Die ARTler haben gezeigt, wie es geht. Da kam schon in der zweiten Woche nach der Pressekonferenz in Neuss die erste offizielle Meldung (Wir machen alleine weiter! Sponsoren gewonnen, Etat steht!). Mittlerweile haben die nicht nur ein Konzept, sondern auch einen neuen Trainer (Khalid Khan) zur neuen Saison verpflichtet und werden auch noch die Lizenz des HSV übernehmen, so dass sie in der Saison 2012/13 mit ihrer ersten Mannschaft als ART in der Dritten Liga spielen können. Hut ab!

    Weiter geht der lizenzrechtliche Exkurs: Sowohl der HVM als auch der HVN haben keinen Gebrauch davon gemacht, einen Ausnahmetatbestand vorzusehen, so wie er gemäß § 4 SpielO möglich wäre. Es gilt also ausschließlich das, was der DHB für eine Spielgemeinschaft (SG) geregelt hat. Demnach hat die SG mit DHC e.V. und TSV e.V. für die laufende Saison keinerlei Relevanz. Das liegt schon allein an der Nichteinhaltung der Antragsfrist (1.4. für die nächste Saison). Das liegt aber auch daran, dass bislang noch mindestens zwei weitere formale Dinge nicht beigebracht worden sind. Siehe dazu unten...

    Es geht also nur noch um die SG DDHC Rheinland, die nach den Plänen von Heinz Lieven für die Spielzeit 2012/13 vom TSV und den beiden eigens dafür gegründeten Vereinen (DHC Rheinland e.V. und HSG Düsseldorf e.V.) gebildet werden soll. Diese SG muss von beiden Landesverbänden anerkannt werden. Ohne diese Anerkennung wird sie auch von der HBL nicht akzeptiert, da diese an das DHB-Recht gebunden ist.
    Für die Anerkennung ist aber nach § 4 Absatz 6 SpielO erforderlich, dass die davon betroffenen Mannschaften den Spielbetrieb der laufenden Saison beendet haben. Mit einer Entscheidung der beiden Landesverbände kann folgerichtig erst ab Mitte Mai gerechnet werden.
    Für die Anerkennung ist auch erforderlich (§ 4 Absatz 1 Satz 3 SpielO), dass der TSV alle seine Herrenmannschaften abmeldet. Diese "Verzichtserklärung" dürfte der TSV nach derzeitiger Lage der Dinge so gut wie sicher nicht abgeben. Oder will er es seinen vier Seniorenmannschaften im HVM etwa zumuten, ab September mit dem Namen "DDHC Rheinland" und in DDHC-Trikots womöglich auch noch in den Spielklassen des HVN mitzumischen, da bei der Beteiligung zweier Landesverbände ja auch noch entschieden werden muss, wer "seine Heimat" aufgibt??? Bevor dass passiert, wird zwischen Rheinfeld und Monheim wohl eher noch eine Rheinbrücke gebaut...
    Im übrigen dürfte der TSV auch kein Interesse daran haben, in eine "gesamtschuldnerische Haftung" einzutreten, wie sie § 4 Absatz 5 SpielO zwingend erfordert. Denn dann wäre der größte Dormagener Sportverein ja wirtschaftlich wieder viel näher am letztlich nur von Heinz Lieven und bald auch Frank Flatten gesteuerten Zweitliga-Geschehen dran, als ihm lieb sein kann. Auch der TSV wird einen Grund dafür gehabt haben, warum er im Dezember mit dem DHC-Geschäftsführer zum Notar gegangen ist, um sein Gesellschafterdasein zu beenden...

    Heinz Lieven hat sich durch das Ausscheiden des TSV aus der Spielbetriebsgesellschaft die nach den HBL-Lizensierungsrichtlinien erforderliche 51% Mehrheit der Stimmenanteile gesichert. Damit war der Weg frei für den Gesellschafterbeschluss zur Eheschließung mit Frank Flatten, äh... mit der HSG Düsseldorf... Denn auch dazu hätte der TSV sicherlich nicht "Ja" gesagt. So aber wurden Karl-Josef Ellrich und Frank Neuenhausen erst gar nicht gefragt, geschweige denn rechtzeitig informiert.

    Was passiert nun aber, wenn der TSV nicht mitspielt, der DHC und die HSG also alleine die neue SG bilden müssen, die als "Stammverein/Mehrheitsgesellschafter" erforderlich ist, um mit der Spielbetriebsgesellschaft auch in der neuen Saison in der 2. Liga spielen zu können? Wie wird der Lizenzantrag der GmbH&Co. KG bewertet, den der TSV damals noch als Mitgesellschafter mit unterschrieben hat? Die HBL-Lizensierungskommission wird ja spätestens mit den vorgelegten Unterlagen zu Wirtschaftlichkeit - also zum Stichtag 1.3. - sehen, dass und wie sich die Gesellschafterstruktur verändert hat. Auf dem Papier steht dann zwar die "SG DDHC Rheinland", doch deren Anerkennung für die neue Saison steht meiner Meinung nach auf mehr als wackeligen Füßen!

    Ob das Alles im Sinne der meisten Fans sowie vieler kleiner und mittelgroßer Sponsoren auf lokaler Ebene liegt, darf getrost bezweifelt werden. Heinz Lieven hatte in der PK in Neuss ja schon selber geschätzt, dass der DDHC etwa 30% der Sponsoren verlieren wird. Genau diese Chance hat die ART in Düsseldorf bereits genutzt, um sich eigenständig zu positionieren. Genau das ist die Chance des TSV Bayer Dormagen, um vor Ort in einem seriösen und realistischen Rahmen Gleiches zu machen. So schwer (teuer) kann es nicht sein, mit der dann wieder eigenen 1. Mannschaft in die 3. Liga aufzusteigen. Und wer weiß, ob daraus dann nicht mit dem richtigen Konzept, den richtigen Leuten in der operativen Verantwortung und einer behutsamen Vorgehensweise irgendwann wieder die 2. Liga möglich ist...

    Lizenzrechtliche Konsequenzen aufgrund der veränderten Gesellschafterstruktur des DHC in der laufenden Saison sind übrigens immer noch nicht ganz auszuschließen, aber wohl eher theoretischer Natur. Seitens HBL/DHB wird niemand ein Interesse daran haben, dieses Vorgehen zu sanktionieren, solange der DHC die Saison zu Ende spielt und seinen finanziellen Verpflichtungen bis dahin nachkommt.

    Mittelrhein und Niederrhein gehören zumindest greographisch gesehen zu einem Bundesland (NRW). Aber das muss für die Verbandsstruktur (DHB/HBL - WHV - HVM/HVN) ja nichts bedeuten. Wenn die, die das auf der Verbandsseite egal auf welcher Ebene zu entscheiden haben, mitspielen, dann lässt die Öffnungsklausel in der SpielO ja möglicherweise auch einen individuelle Ausnahmeregelung zu, die in den Zusatzbestimmungen nicht grundsätzlich geregelt wurde. Nur: Warum spricht Heinz Lieven mit zwei Mitgliedern der HBL-Lizensierungskommission, wenn ihm zuvor ein Schreiben des HVM im Auftrag des WHV signalisiert, dass das mit der "SG DHC Rheinland" nicht einfach so anerkennungswürdig ist? Alles sehr merkwürdig, alles wenig vertrauenserweckend!


    Da steht aber auch "Die Landesverbände können für ihren Bereich abweichende Regelungen treffen", was durchaus auch bedeuten könnte, dass beide Landesverbände auch verbandsübergreifende Spielgemeinschaften mit dem jeweiligen anderen Verband zulassen können.
    Oder sehe ich das falsch?

    In den Zusatzbestimmung des WHV zu § 4 SpielO DHB steht dazu nichts (s.o.), also gibt es keine abweichende Regelung. Es sei denn, es wird in diesem Fall eine Ausnahme gemacht und damit individuell entschieden. Eine Ebene darunter geht nichts mehr, denn der HVM und HVN sind ja wohl keine Landesverbände, oder?

    Aus der Spielordnung des DHB: § 4 Spielgemeinschaften
    Absatz 1 = Mehrere Vereine eines Landesverbands können mit sämtlichen Mannschaften der
    Handballabteilungen oder mit sämtlichen Mannschaften in den Bereichen Männer,
    Frauen, männliche Jugend, weibliche Jugend eine Spielgemeinschaft bilden. Diese
    Spielgemeinschaften sind bis zur DHB-Ebene sowie den durch die Ligaverbände
    durchzuführenden Wettbewerben spielberechtigt. Die Bildung von Spielgemeinschaften
    ist zulässig, wenn die beteiligten Vereine in dem jeweiligen Bereich den
    eigenen Handballspielbetrieb einstellen.
    Die Landesverbände können für ihren Bereich
    abweichende Regelungen treffen.
    Absatz 2 = Die Landesverbände können ausschließlich für ihren Bereich Spielgemeinschaften
    zulassen, die nur aus einzelnen Mannschaften gebildet sind, ohne dass die Vereine
    den übrigen eigenen Spielbetrieb in dem jeweiligen Bereich eingestellt haben.

    Absatz 4 = Der schriftliche Antrag auf Genehmigung ist von den an der Spielgemeinschaft beteiligten
    Vereinen an den zuständigen Landesverband bis zum 1. April eines Jahres
    zu stellen. Die Landesverbände können andere Antragsfristen festsetzen.
    Absatz 6 = Die Genehmigung kann frühestens zu dem Zeitpunkt erteilt werden, zu dem sämtliche
    aufzunehmenden Mannschaften die Spielsaison beendet haben.

    Beim WHV gibt es Zusatzbestimmungen zur DHB-SpielO, auch zum § 4. Dort wurde von der Möglichkeit abweichender Regelungen zu den o.g. Absätzen aber kein Gebrauch gemacht.

    Wenn ich die Regelungen alle richtig lese und verstehe, dann kann die Spielgemeinschaft zwischen dem DHC Rheinland e.V. und dem TSV Bayer Dormagen e.V. für die laufende Saison nicht anerkannt werden. Gründe:
    1. Die Antragsfrist ist am 1.4.2011 für die Saison 2011/12 verstrichen. Bis zum 1.4.2012 ist nur noch der Antrag für die nächste Saison (2012/13) möglich.
    2. Sämtliche aufzunehmende Mannschaften haben die Spielsaison noch nicht beendet, der DHC Rheinland hat ja noch nicht einmal die Rückrunde beendet.
    3. Eine Ausnahme durch den WHV wäre nur "für den eigenen Bereich" möglich. Wenn ich das richtig sehe, endet dieser spätestens mit der 3. Liga. Die 2. und 1. Liga werden direkt vom DHB und der HBL gesteuert.

    Im übrigen finde ich auch Absatz 1 äußerst interessant, denn das würde ja bedeuten, dass mindestens alle Seniorenmannschaften des TSV Bayer Dormagen nach Anerkennung der Spielgemeinschaft unter der Flagge des DHC, also mit dem Namen DHC Rheinland auflaufen müssten. Ich glaube nicht, dass der Vorstand des TSV das seinen Spielern vermitteln könnte. Ich glaube aber, dass er das gar nicht will (siehe meine Posts von gestern).

    Fazit: Ich bin aktuell sehr, sehr skeptisch, ob Heinz Lieven die Ausnahmegenehmigung für die "SG DHC Rheinland" für die laufende Saison bekommt. Es sei denn, alle Verantwortlichen bei HVM, WHV, DHB und HBL bauen ihm goldene Brücken. Allein der Glaube daran fehlt mir... Vielleicht gelingt es ja für die nächste Saison, die formale Hürde ist dann aber noch höher, weil gleich zwei Verbände (HVM und HVN) zustimmen müssen - und es im Grunde genommen nur um eine Mannschaft, nämlich die in der 2. Liga, geht.
    Wenn die SG für die laufende Spielzeit nicht anerkannt wird, hat Heinz Lieven die XXXL-Arschkarte gezogen, denn ich glaube nicht, dass der TSV sich dazu hergibt, seinen Dilettantismus dadurch zu korrigieren, dass der TSV wieder in die Spielbetriebsgesellschaft zurückkehrt. Dafür hat Heinz Lieven seinen "Partner" seit Mitte Dezember einfach viel zu respekt- und niveaulos behandelt.

    Mein Szenario rund um Weihnachten: Herr Flatten muss für den HSV die Insolvenz beantragen und weiß damit auch direkt, dass es für die HSG keine Rettung geben wird. Wer kennt die beidseitigen Zahlen besser als er. Einen Tag später ruft er Heinz Lieven an, da er sich daran erinnert, dass vor Monaten die Herren Schierle und Lieven einmal zusammen einen Kaffee getrunken und über die allgemeine Lage räsoniert haben. Wiederum einen Tag später treffen sich die drei Herren. Über die groben Punkte gibt es schnell eine Einigung, weil diese ja auch die persönlichen Interessenlagen bestens bedient. Es ist ein Tag vor Weihnachten. Flugs wird zur Pressekonferenz einen Tag nach Weihnachten eingeladen, obwohl ganz, ganz viele Details noch gar nicht richtig besprochen und geklärt sind. Die PK sollte eigentlich viel später sein, weil man vor allem erst auch mit den Spielern sprechen wollte, bei denen man befürchten musste, dass sie als Leistungsträger schnell einen neuen, anderen Verein finden. Aber die Gerüchteküche brodelte einfach schon zu stark. Macht zusammen mit bösem Willen vielleicht maximal eine Woche Vorbereitungszeit vor der PK. Mit gutem Willen liefen die Gespräche wirklich schon länger. Wobei länger dann höchstens Oktober, November sein wird und sich zugleich die Frage stellt, warum so viele Dinge nicht geklärt waren/sind, als man den Weg in die Öffentlichkeit gegangen ist...

    Das Gespräch fand übrigens doch schon gestern statt - mit zwei Mitgliedern der Lizensierungskommission. Dabei scheint es nach dem Schreiben des HV Mittelrhein vor allem darum gegangen zu sein, wie der formal richtige Weg aussieht, der dem Antragsteller offenbar so noch nicht klar war:

    1. Lizenzantrag der DHC Rheinland GmbH & Co. KG für die Saison 2012/13
    Wurde fristgerecht vor dem 1.12. gestellt, damals noch mit dem TSV Bayer Dormagen als Mitgesellschafter. Überraschung: Zumindest einer der Gesprächsteilnehmer wusste bis heute Nachmittag nichts davon, dass der TSV nach der Antragstellung in der ersten Dezemberhälfte als Gesellschafter aus der Spielbetriebsgesellschaft ausgeschieden ist! Das scheint aber insoweit unschädlich zu sein, als auch eine Spielbetriebsgesellschaft eine Lizenz beantragen kann. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass der Stammverein 51% der Anteile hält. Das scheint in Dormagen insoweit gegeben zu sein, als der neue DHC Rheinland e.V. dieser Mehrheitsgesellschafter ist.

    2. Gründung der Spielgemeinschaft DHC Rheinland e.V. und TSV Bayer Dormagen e.V.
    Den Antrag dafür hat Heinz Lieven offensichtlich beim HV Mittelrhein gestellt - und das für die laufende Saison. Geht ja auch nicht anders, denn für diese Spielzeit ist der TSV der sportliche Lizenzinhaber. Die Reaktion ist das o.g. Schreiben des HVM. Die Genehmigung richtet sich nicht nach HBL-Regularien, sondern nach den DHB-Statuten - und ist meines Erachtens der Knackpunkt. Wenn die Spielgemeinschaft nicht anerkannt wird, müsste Heinz Lieven die Rolle rückwärts versuchen. Die aber wird der TSV vermutlich nicht mitmachen (siehe mein Post von heute Mittag).

    3. Erweiterung dieser Spielgemeinschaft um den HSG Düsseldorf e.V. für die Saison 2012/13
    Diese müsste erneut beantragt werden - und das nicht nur beim HVM (Dormagen), sondern auch bei dem für Düsseldorf zuständigen HV Niederrhein.

    Das Konstrukt "DDHC" könnte also unter formalen Gesichtspunkten möglicherweise doch noch auf den Weg gebracht werden. Wobei der Termin gestern schon ein Stück weit wie eine Nachhilfestunde anmutet... Dass das Formale gerade im Detail sehr wichtg sein kann, wissen die Dormagener noch zu gut aus der vergangenen Spielzeit und der damaligen Insolvenz. Was wäre richtig gewesen: ein Antrag oder zwei Anträge? Aber das ist Schnee von gestern... Die Überraschungsinfo (s.o.) dürfte jedenfalls das Vertrauen in den Antragsteller nicht gerade befördert haben...

    Alle weiteren Fragen zur neuen Saison dürften sich spätestens nach dem 1.3. klären. Denn bis dahin muss die Spielbetriebsgesellschaft die wirtschaftlichen Unterlagen zu ihrem Lizenzantrag einreichen. Es bleibt also spannend!

    Beim DHC Rheinland haben sich offenbar Probleme mit dem Lizenzantrag ergeben. Unklar ist, ob es dabei nur um den Lizenzantrag für die kommende Saison geht, die als DDHC Rheinland gespielt werden soll, oder ob auch die laufende Spielzeit betroffen ist? Heinz Lieven ist heute jedenfalls in Dortmund.

    In der Pressekonferenz in Neuss hatte er den Austritt des TSV Bayer Dormagen aus der DHC Rheinland GmbH & Co. KG bekannt gegeben. Statt dessen gebe es nun eine Spielgemeinschaft zwischen dem TSV Bayer Dormagen e.V. und dem dafür eigens gegründeten DHC Rheinland e.V., der zur nächsten Saison der HSG Düsseldorf e.V. beitreten soll. Das sei mit dem WHV und der HBL alles besprochen. Es gebe aber noch keine schriftliche Bestätigung, so Lieven am 27. Dezember im swissotel.

    Der WHV hat über den HVM mittlerweile offenbar mitgeteilt, dass es nach den Statuten nicht zulässig sei, mitten im Lizensierungsverfahren eine neue Spielgemeinschaft ins Leben zu rufen respektive diese zu erweitern. Beim DHC Rheinland ist der TSV Bayer Dormagen der Träger der sportlichen Lizenz. Bei der HSG Düsseldorf ist dies der insolvente HSV Düsseldorf, der wiederum eine Spielgemeinschaft mit ART Düsseldorf bildet.

    Der TSV könnte zwar wieder als Gesellschafter in die GmbH & Co. KG aufgenommen werden. Der neu gegründete HSG Düsseldorf e.V. müsste dann ebenfalls Gesellschafter werden, wenn das Konstrukt über die erweiterte Spielbetriebsgemeinschaft nach den Statuten nicht genehmigungsfähig ist. Nur: Der TSV dürfte nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen nach den Ereignissen seit Dezember sehr wahrscheinlich überhaupt kein Interesse daran haben, wieder Gesellschafter zu werden. Der TSV könnte genau wie ART Düsseldorf (siehe dazu den heutigen Lokalsport der WZ) selber die Lizenz nutzen, um mit einer verstärkten U23-Mannschaft nach dem Aufstieg in der Saison 2013/14 in der Dritten Liga zu spielen.

    Das Lizenzproblem könnte für den DDHC vielleicht schon das frühzeitige Aus bedeuten. Dann hätten die Herren Lieven und Flatten den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht: Lizenz über den HSV Düsseldorf wegen der Insolvenz weg (es reicht nicht für ein Planverfahren, sondern Abwicklung und Auflösung; Zugriff auf die Lizenz hat dann aber noch der Spielgemeinschaftspartner ART); Lizenz über den TSV Bayer Dormagen weg (nutzt diese spätestens 2013/14 selber)! Neben vielen "wenn" und "wäre" ist jedenfalls Fakt, dass der eine oder andere als "Kooperationspartner" benannte Verein ganz offensichtlich nicht gewillt ist, die für ihn vorgesehene Rolle im Konstrukt "DDHC" zu übernehmen. Auch aus Rheinhausen ist zu hören, dass der OSC ganz andere Pläne hat, als sich der Dormagen-Düsseldorfer Handballehe anzuschließen.

    Die Westdeutsche Zeitung hat darüber heute auch schon berichtet. Außerdem gibt es bei Facebook eine ausführliche Diskussion zu dem Fantreffen.
    Schon in der Pressekonferenz am Montag hatte Heinz Lieven sich sinngemäß dahin gehend geäußert, dass Emotionen zwar wichtig seien, die Fans, die für 10€ in der Halle stünden, ihm aber nicht den Spielbetrieb finanzieren. Diese Meinung kann er unabhängig davon, ob sie ganz oder in Teilen oder gar nicht richtig ist, gerne haben. Es ist jedoch ungeschickt und in der jetzigen Phase letztlich nur kontraproduktiv, so etwas gegenüber der Presse und dann in ähnlicher Form auch gegenüber den Fans zu äußern. Mal abgesehen davon, dass es in einigen Fällen eine Personenidentät zwischen Fan und Sponsor gibt...
    Schon jetzt zeigt sich: Die handelnden Personen scheinen nicht dazu in der Lage zu sein, die erforderliche neue Identität zu kreieren, geschweige denn alle Beteiligten inhaltlich und zeitlich angemessen auf den neuen Weg mitzunehmen. Das ist allerdings auch ohne handwerkliche Fehler als Aufgabe schon schwer genug. Aber vielleicht gilt ja das Prinzip Hoffnung: Ähnlich wie zu Beginn dieser DHC-Saison (16:2 Punkte) kann ja der sportliche Erfolge eine gewisse Akzeptanz schaffen. Was aber, wenn der Erfolg (auf einmal) ausbleibt?

    Pressemitteilung DHC Rheinland von gestern Abend

    Ondrej Zdráhala fällt länger aus

    Nur ungerne wird sich Ondrej Zdráhala an das gestrige Testspiel beim TuS Wermelskirchen (35:27 für den DHC Rheinland) erinnern: Die eingehende Untersuchung des verletzten Daumens der rechten Hand bestätigte den Verdacht eines Bruchs. Die Fraktur wird am kommenden Montag mit Schrauben fixiert. Der tschechische Rückraumspieler des Dormagener Handball-Clubs Rheinland fällt voraussichtlich sieben Wochen aus. "Das ist natürlich sehr unerfreulich", sagt Trainer Richard Ratka. "Ondrej hat sich gut entwickelt, deshalb hatte ich immer mehr auf ihn gesetzt. Insofern können wir in dieser Situation um so froher sein über die Verpflichtung von Michael Hegemann."

    Zu viel der Ehre: Vielen Dank nach Leverkusen! ;)

    Heinz Lieven hat in der PK übrigens auch ausdrücklich seinen Mitarbeiter für ihre Loyalität und Verschwiegenheit im Vorfeld der Pressekonferenzen gedankt. Vorher sei leider nicht immer alles unter dem Deckel geblieben... Quod erad demonstrandum. Und: Wer im Nachhinein so mit Dreck um sich schmeißt, der muss aufpassen, dass er sich dabei nicht selber dreckig macht!

    In der Pressekonferenz wurde das gesamte Konzept noch einmal ausführlich dargestellt. Quasi als Korrektur zu den Ausführungen am 27.12. wurde gesagt, dass der DDHC keine eigene 2. Mannschaft in der 3. Liga spielen lassen will. Die jungen Talente sollen über die diversen Kooperationspartner in die 3. Liga und Oberliga verteilt werden.

    Michael Hegemann und Mathias Lenz werden ab dem 1.2. für den DHC Rheinland spielberechtigt sein. Sie werden heute Abend das erste Mal mit ihrer neuen Mannschaft trainieren. Beide sprachen von positiven Gesprächen mit den Verantwortlichen in Düsseldorf und Dormagen sowie davon, dass sie das Gesamtkonzept überzeugt habe, um mit einem gesunden Unterbau über die nächste Saison hinaus ein Gerüst aufzubauen, dass stabil genug ist, um in die 1. Liga aufzusteigen und sich dort zu behaupten. Beide gaben auch an, dass es Anfragen von anderen Vereinen gegeben habe. Michael Hegemann sagte dazu, dass er aber eigentlich keine Verhandlungen geführt habe, da er sich recht schnell für das Gesamtkonzept DDHC und damit auch für den jetztigen Wechsel nach Dormagen entschieden habe.

    So ähnlich ist es ja in den ersten acht, neun Spielen in dieser Saison gelaufen: Da war der neue DHC so erfolgreich, dass er sogar den vor der Saison angesetzten Zuschauerschnitt von 1.400 pro Heimspiel geschafft hat. Seitdem gehen die Zuschauerzahlen genau so bergab wie die spielerische Leistung. Pluspunkte gab es seitdem auch nur noch vier... Bei den letzten drei Heimspielen vor der EM-Pause wurden ganz offensichtlich alle Dauerkarten mitgezählt, auch wenn diese gar nicht am Eingang gescannt worden sind. Gegen Friesenheim waren nur etwas über 1.000 Zuschauer im Sportcenter, angegeben wurden mehr als 1.300...

    Am Montag um 10.15h werden die Herren Lieven und Ratka in der DHC-Geschäftsstelle in einer Pressekonferenz über "weitere Schritte" nach der Bekanntgabe der Spielgemeinschaftsbildung und über die "aktuelle Entwicklung" informieren. Vielleicht gibt es dann ja schon erste Aussagen darüber, ob und welche Spieler der HSG ab dem 3.2. im DHC-Trikot auflaufen müssen/werden.

    Die beste Saisonleistung des DHC über 30 Minuten habe ich am ersten Spieltag in Hamm gesehen. Das war in der zweiten Halbzeit, als alle Mannschaftsteile - und alle eingesetzten Reservespieler - wie aus einem Guss konstant am oberen Level gespielt haben.
    Die erste Halbzeit des DHC gegen den TVK war gut, aber das lag vor allem daran, dass die Abwehr der Korschenbroicher oftmals den Namen nicht verdient hatte. Was für ein Vergnügen muss das für Bartosz Konitz gewesen sein, aus 6 1/2 Metern im Sprungwurf zu treffen, ohne von einem Abwehrspieler berührt worden zu sein! Auf der anderen Seite sind 15 Gegentore gegen Korte&Breuer (mehr war es ja nicht) nach 30 Minuten einfach zu viel. Im aufgebauten Angriff und bei Gleichzahl auf dem Spielfeld fiel dem TVK ja kaum etwas ein. Und im 1:1 waren es immer dieselben Aktion, auf die vor allem die DHC-Youngster reingefallen sind... Letztlich hätte der DHC schon zur Pause höher führen müssen, er hätte das Spiel auch nach dem Wechsel früher für sich entscheiden müssen. Wobei richtig ist, dass erst die vielen Zeitstrafen und die vielen Siebenmeter gegen den DHC dazu geführt haben, dass der Vorsprung nach dem 25:19 (41.) schmolz. Da haben die Schiris nur noch eine Linie gepfiffen - und die ging immer gegen den DHC. Gut, dass das am Ende nicht spielentscheidend war.

    Mal unabhängig vom Sportlichen: Wo sollte denn auf einmal das wirtschaftliche Vermögen für die Erste Liga herkommen?

    Das Niveau war in der Tat nicht berauschend, aber dafür stand für beide Mannschaften auch zu viel auf dem Spiel. Für die Gäste war dies nämlich die dritte Niederlage in Folge.

    Ob damit die Krise des DHC beendet ist, wird sich erst am Samstag im Kreisderby zeigen. Ohne eine Steigerung im Angriff wird es beim TVK sicherlich sehr schwer.

    1.363 Zuschauer habe auch ich gestern nicht im Sportcenter gesehen.