Beiträge von olilolli189

    Ratka-Team gewinnt noch nicht einmal gegen HSG-Rumpftruppe
    Ist der DHC Rheinland noch zu retten? 
    Wie ein geprügelter Hund saß Richard Ratka in der Pressekonferenz und musste mit anhören, wie sein Trainerkollege den Punktgewinn und die Leistung seiner HSG-Rumpftruppe zu Recht lobte. Lob hatte der Trainer des DHC Rheinland nur für den Kampf übrig, den sein Team bis zur letzten Minute geliefert hatte. Danach erntete Ratka erstmals sogar Pfiffe von den Zuschauern, die sich anhören mussten, dass es der fehlende Input von außen sei, der die Spieler so verunsichere. Der Druck von außen werde immer größer, den Spielern fehle dadurch das Selbstvertrauen. Die Krönung war der Ausblick auf das Erlangen-Spiel: Da sich dann die beiden besten Abwehrreihen der Liga begegneten, so Ratka, müsse der DHC dort eine sehr gute Abwehr hinstellen. Dabei hatte es im Lokalderby nicht an der Defensive und auch nicht am Torhüter gelegen, dass es nicht für zwei Punkte reichte. Erneut fehlten im Angriff spielerische Elemente, die selbst in der Landesliga zum Standard gehören. Warum nimmt Ratka seinem Team jegliches Tempo, indem er sofort den Doppelwechsel ausführen lässt? Gerade gegen die HSG, die mit der ersten Sechs quasi durchspielen musste, wäre das ein probates Mittel gewesen, um den Gegner zu zermürben. So wirkt der Trainer nur noch überfordert und hilflos. Doch es mangelt dem DHC derzeit an viel mehr: Im Team ist keine Struktur erkennbar, der Leitwolf auf dem Feld fehlt auch mit Neuzugang Michael Hegemann, der von Ratka gerade dafür auserkoren worden war, seinen Leistungszenit aber überschritten hat. Hinzu kommen einzelne Spieler, die es mit diesem Trainer offensichtlich nicht gut können und/oder einfach nur ihren Job machen. Womit ihnen genau das Herzblut abgeht, das auch Ratka fehlt und das es besonders in einer solchen Krise braucht. Genau in der Tageszeitung, in der Ratka seine Parolen verbreiten darf („Das Team steht hinter mir"), hatte Heinz Lieven am Montag erklärt, ihm fehle in dieser Situation die „harte Hand". Die Androhung arbeitsrechtlicher Sanktionen durch den Geschäftsführer dürfte an den meisten Spielern abtropfen und eher dazu beitragen, dass sie für den DHC noch nicht einmal ihr vorletztes Hemd geben. So jedenfalls wird das Abstiegsgespenst nicht vertrieben. Endgültig jenseits jeder Dormagener Realität bewegt sich aber, wer meint, kritische Stimmen in Internetforen seien Schuld an der fehlenden Unterstützung der Fans sowie an der Verunsicherung von Trainer und Spielern. Schon im sportlichen Bereich verwechselt dies in fataler Weise Ursache und Wirkung. Noch schlimmer aber wird es im nicht-sportlichen Bereich: Die Rettungsaktion der vergangenen Saison war in jeglicher Hinsicht einmalig. Dass es viele Fans, Sponsoren und anderweitig Beteiligte gibt, die in dieser Spielzeit nicht wieder helfen würden, hat sich der DHC, hat sich vor allem Heinz Lieven selber zuzuschreiben. In der ihm eigenen Art hat er vielen Menschen einmal zu oft vor das berühmte Schienenbein getreten. Das gravierende Defizit in Sachen Kommunikation und Außendarstellung ist nicht erst, aber besonders seit der Pressekonferenz am 27. Dezember 2011 offensichtlich. An der Stelle schließt sich leider der Kreis: Sollten nach dem Weggang von Uli Derad nicht genau diese Dinge besser werden? (http://www.rheinischer-anzeiger.de/)

    Damit es auch für "Handballfachleute mit Tunnelblick" klar wird: ERST kamen die schlechten Leistungen, ERST kam das Sich-Aufgeben gegen Potsdam und Hamm, ERST kamen so viele Heimniederlagen wie noch nie in Zweitligazeiten (zumindest in den vergangenen 15 Jahren nicht), ERST kam der ewige, unattraktive Angriffshandball => BEVOR die Fans und Zuschauer deutlich reservierter wurden. Reserviert bedeutet ja auch, dass Trainer und Team noch nicht während oder nach dem Spiel ausgepfiffen wurden. Das sollte Fans und Zuschauern hoch angerechnet werden, anstatt auf ihnen in Pressekonferenzen und Tageszeitungen herumzutrampeln, was eher dazu führen wird, dass die Absender dieser Botschaft noch weniger oder gar nicht mehr ernst genommen werden - und vor allem noch weniger Zuschauer zu den Heimspielen kommen. Gründe für ein gellendes Pfeifkonzert gab es in dieser Saison seit dem 10. Oktober 2011 schon häufig genug! Ratka hat selber einmal gesagt, dass die Mannschaft sich die Unterstützung der Fans erst einmal wieder verdienen muss - und das, bitte schön, nicht nur durch Punkte, sondern auch durch einen attraktiveren Handball. Ich bin mir aber sicher, dass es zumindest das Zweite unter diesem Trainer nicht mehr wirklich geben wird, auch wenn es noch irgendwie mit dem Klassenerhalt hinhauen sollte. Je länger Ratka den DHC trainiert, desto schlechter ist er geworden!

    Wer jetzt wieder mit den verletzten "Stammspielern" oder einseitigen Schiedsrichterleistungen ankommt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Schlechte Schiedsrichterleistungen gab es auch schon als TSV Bayer Dormagen und TSV Dormagen oft genug. Was die Verletzungen angeht: Wie oft und lange war ein Florian Wisotzki verletzt, ohne dass der damalige Trainer einen Ersatz bekommen hat? Hat Kai Wandschneider für Kjell Landsberg einen Ersatz am Kreis und in der Abwehrmitte bekommen, als sich dieser am 3. Spieltag der Aufstiegssaison das Kreuzband gerissen hat? Usw. usw. usw.

    Soso, die handvoll "anonymer" Internet-Aktivisten ist also an allem Schuld. :pillepalle:


    Da wurde nicht nur mit Blick auf das Sportliche Ursache und Wirkung völlig verwechselt! Mehr dazu später und an anderer Stelle.

    Nur ein Beispiel für so manche "Verklärtheit". Ich zitiere aus der NGZ am Samstag: "Mit einer vernünftigen Torhüterleistung vor der Pause wären die Düsseldorfer erst gar nicht auf 9:6 (14.) und 15:13 (31.) weggezogen." Mathias Lenz kam in der 12. Minute ins Spiel: Bis zur Pause hat er 5 Bälle gehalten. Das ist zwar nicht die Welt, darunter waren aber 3 (!) Siebenmeter. Hält er die nicht, führt die HSG beim Seitenwechsel mit 17:13... Im übrigen ist ein Torhüter ja immer auch von der Arbeit der Abwehr abhängig. Was können Meyer und Lenz dafür, wenn die drei Rückraumschützen der HSG reihenweise bei gefühlten 7m werfen durften, ohne dass sie richtig angegangen, geschweige denn festgemacht wurden?
    Bis zum Torwartwechsel kam Jendrik Meyer auf 2 Paraden, Almantas Salvonis auf 3 (darunter 1 Siebenmeter). Nach dem Torwartwechsel kam Lenz auf 10 Paraden (darunter 3 Siebenmeter), bei Salmonis waren es 8 Paraden (darunter 2 Siebenmeter). Macht insgesamt 12:11 für den DHC und 3:3 bei den Siebenmetern.

    By the way: Was ist an den Gerüchten dran, dass Bartosz Konitz zur neuen Saison nach Essen wechselt?

    tja oli. so kann man sich irren....die abwärtsspirale der dormagener dreht sich weiter....


    Ein Irrtum mit schwerwiegenden Folgen: Denn nun ist der DHC am bereinigten Tabellenende angekommen - und das völlig zu Recht! So gesehen wäre eine Stallorder zugunsten der Hausherren besser gewesen, denn dies hätte zwei Punkte für den DHC zur Folge gehabt. So haben nun die Recht behalten, die schon vorher der Meinung waren, dass Ronny Rogawska und seine Truppe aufgrund der jüngsten Entwicklung gar kein Interesse daran haben, irgendjemandem und schon gar nicht dem DHC Punkte auf dem Silbertablett zu servieren.

    Sei froh, dass Du doch nicht in die Halle gekommen bist. Wobei mir die Düsseldorfer spielerisch sogar noch ganz gut gefallen haben. Spannend war es auch. Außer dem einen Punkt und des Kampfes bis zum Ende - eine Selbstverständlichkeit - ist es das auf Seiten des DHC aber auch schon gewesen. Der Rest war einmal mehr eine Katastrophe! Vor diesem Hintergrund können Richard Ratka und seine Spieler noch froh sein, dass es nur bei der Pressekonferenz Pfiffe gab. Die Spielweise und das Ergebnis haben die Dormagener mehr oder weniger "reaktionslos" zur Kenntnis genommen. Wenn ich daran zurückdenke, was es in der vergangenen Saison noch für Pfiffe gegen Kai Wandschneider und die damalige Mannschaft gegeben hat, als es gegen Hannover überhaupt nicht gut lief. Aber damals konnten sich die Dormagener noch mit dem Projekt "DHC" identifizieren. Diese Bindung ist in dieser Spielzeit immer mehr verloren gegangen, besser kaputt gemacht worden... Dafür werden es mit jedem Heimspiel auch weniger: Gegen Hamm waren es mit gutem Willen knapp über 1.000, gegen Düsseldorf eindeutig keine 1.000 Zuschauer mehr.

    Manchmal sind Namen ja wie Schall und Rauch. Ab sofort schreibe ich nur noch ASV! :hi:

    Viel interessanter finde ich den Hinweis, den ich heute aus der Landeshauptstadt bekommen habe. Das Burgwächter Castello heißt seit ein paar Wochen Castello Düsseldorf. Auf der Homepage steht nun auch DüsseldorfCongress als Betreiber. Da scheint die Firma Burgwächter ja zusammen mit den beiden Spielern Hegemann und Lenz ganz schnell die Rheinseite gewechselt zu haben... ;)

    In Sachen PR-Arbeit gibt es seit heute Mittag zumindest eine persönliche Äußerung von Heinz Lieven, den ich vor der DHC-Geschäftsstelle getroffen haben: "Ab morgen gibt es wieder Punkte." Antwort von mir: "Für morgen ist das ja klar. Wichtig ist dann nächste Woche." Dann geht es zum Tabellendritten nach Erlangen!

    Stellen wir uns mal vor, die Rogwaska-Truppe spielt morgen Abend wieder so erfrischend kreativ im Angriff auf wie am vergangenen Wochenende - und der DHC wieder einmal ziemlich unerfrischend. Nicht, dass irgendwann die Dormagener anfangen, bei Toren der HSG zu applaudieren...

    Das "PR"-Desaster geht in der Tat weiter, wenn ich mir die heutige NGZ anschaue. Mal abgesehen von dem Umstand, dass da sowohl Richard Ratka als auch Frank Flatten vorgaukeln, es werde keine Stallorder geben, und mal abgesehen von dem Umstand, dass dort immer noch von einer "Spielgemeinschaft" die Rede ist (die lizenzrechtlich, so wie es bisher gesagt worden ist, gar nicht funktioniert) finden sich dort auch einige andere interessante Aussagen. Hier das herausragende Beispiel:

    "Er (Ratka) ärgert sich, dass "die Ausfälle (Arnaud, Zrdrahala, Breuer) in der Beurteilung unserer Leistungen nie eine Rolle spielen. Seit Bastien (Arnaud) fehlt" - der Kreisläufer zog sich am 1. Oktober beim Sieg in Emsdetten einen Kreuzbandriss zu - "sind wir doch überhaupt nicht mehr zur Ruhe gekommen".
    Wenn Ratka den Kommentar im Rheinischen Anzeiger vom 15. Februar gelesen hätte, dann wäre ihm aufgefallen, dass die Bedeutung von Arnaud dort besonders herausgestellt wurde. Bis zur Pressekonferenz in der DHC-Geschäftsstelle am 16. Januar hat Ratka selber die Wichtigkeit dieses Spielers nie in dieser Form herausgestellt. Dort hat er es auch erst auf eine explizite Frage des Rheinischen Anzeigers hin gemacht ("Das könnte sicherlich ein Knackpunkt gewesen sein"). Woher kommt diese späte Einsicht? Resultiert sie nur aus der immer größer werdenden Kritik in Dormagen? Immerhin wurde für Arnaud ein slowakischer Nationalspieler verpflichtet, von dem Ratka damals gesagt hat, dass er schon alleine aufgrund seiner Körpergröße in der Abwehr (Mittelblock) helfen wird. Hat Petro das bisher? Eher nicht: zu viele Zeitstrafen, zu wenig Tore, zu langsam, mit ihm bisher noch kein Spiel gewonnen (gegen Saarlouis und in Korschenbroich war er verletzt). Zrdrahala hat erst im Spiel in Korschenbroich am 10. Dezember erstmals eine höhere Einsatzzeit gehabt als Holmgeirsson. Bis zum 15. Spieltag war er also kein Stammspieler. Breuer hat zwar immer und viel gespielt, ist aber bei weitem nicht so zur Geltung gekommen, wie im Spielsystem des TVK, das noch von Trainer Khalid Khan geprägt war. Warum kam er nicht so zur Geltung? Weil das Spiel des DHC unter Ratka deutlich langsamer und vor allem deutlich ausrechenbarer ist, als es ein Kai Wandschneider und ein Khalid Khan spielen lassen. Ratka kann sich sicher sein, dass es genug Zuschauer gibt, die so viel Ahnung vom Handball haben, dass sie das im Gesamtzusammenhang erkennen. Sie erkennen leider auch, dass sich die Mannschaft spielerisch überhaupt nicht weiter entwickelt hat. Der Rheinische Anzeiger hat es schon am 4. Januar nach dem Eigeninterview von Ratka im Hallenheft zum Friesenheim-Spiel kritisiert: Während der Trainer da sein Team in der Gesamtentwicklung auf dem richtigen Weg sah (immer die gleichen Phrasen...), waren sich viele Zuschauern darin einig, dass das spielerische Niveau, das der DHC auf die Platte bringt, nicht zweitligatauglich ist!

    Zurück zur "PR": Flatten gibt immerhin zu, dass "wir das Zusammengehen solch langjähriger Rivalen etwas besser" hätten vorbereiten müssen. Inzwischen sei aber eine "deutliche Versachlichung" eingetreten, "weil die meisten die Notwendigkeit unseres Schrittes einsehen". Am Ende liegt er damit ziemlich falsch, denn die meisten Dormagener Fans haben kapituliert, haben eingesehen, dass diese aus ihrer Sicht unsägliche Handball-Ehe offensichtlich nicht mehr zu verhindern ist! Insbesondere Flatten wird hier vor Ort sehr, sehr, sehr kritisch gesehen...

    Das schreibt die HSG in ihrer eigenen Vorschau:
    Dennoch sieht sich Trainer Rogawska mit seinem Team nicht in der Favoritenrolle: „ Es ist ein Lokalderby und die Mannschaften kennen sich untereinander. Dennoch reisen wir nach dem Sieg am Wochenende mit Sicherheit nicht als Favorit an. Aber die Jungs haben gesehen, was möglich ist und wie sie das erreichen können. Alle haben einen weiteren Schritt nach vorne gemacht, was auch schon in den Auswärtsbegegnungen zuvor zu erkennen war.“
    Dabei kann die HSG auf fast die gesamte Mannschaft zurückgreifen, die auch am vergangenen Wochenende im Einsatz war. Lediglich Rückraumspieler Marco Bauer wird bei seiner Rückkehr zu seinem alten Verein nicht aktiv mit eingreifen können. Bei ihm wurde ein Riss im Außenmeniskus festgestellt. Ebenfalls fehlen wird neben den Langzeitverletzten Alexander Auerbach und Bastian Roscheck aufgrund einer angebrochenen Rippe weiterhin Tim Bauer. Hinter den Einsätzen von Thomas Bahn (Knieprobleme) und Patrik Ranftler (krank) stehen derweil noch Fragezeichen.

    Westdeutsche Zeitung von heute:
    „Meine Spieler können es kaum erwarten, gegen Dormagen zu spielen. Das wird eine ganz heiße Kiste“, sagt HSG-Trainer Ronny Rogawska (43), der einige Jahre Co-Trainer von Dormagens Chefcoach Richard Ratka (48) war. ... HSG-Manager Frank Flatten betrachtet die Entwicklung in Dormagen mit gemischten Gefühlen. ... Der anvisierte Schritt zu einer Spielgemeinschaft mit Erstliga-Ambitionen könnte in einem Fiasko in der dritten Liga enden, denn erst einmal muss der DHC Rheinland den Klassenerhalt schaffen. ... Die HSG hingegen hat nichts mehr zu verlieren, nach der Saison wird sie von der Bildfläche verschwinden.

    Es tut mir aufrichtig leid, dass ich den Namen des Vereins sogar noch dann falsch geschrieben habe, nachdem ich darauf aufmerksam gemacht wurde! Ich gelobe Besserung.
    Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbringen, dass mein Augenmerk seit Mitte Oktober auf ganz anderen Dingen als dem Namen des DHC-Gegners liegt, zum Beispiel auf dem Tabellenbild, auf der zweiten Niederlagenserie in dieser Saison, auf dem drohenden Abstieg in die Dritte Liga, auf den verbands- und lizenzrechtlichen Problemen rund um die verkündete Spielgemeinschaft, auf dem falschen, respektive fehlenden Krisenmanagament, auf der defizitären Außendarstellung usw. usw. usw. ... Das trübt mein Konzentrationsvermögen, weil es so viele Baustellen auf einmal sind!

    Es gibt Niederlagen, ... , die trotz der verlorenen Punkte einen gewissen Grad der Zufriedenheit auslösen. Das 24:25 (Halbzeit 12:14) des DHC Rheinland von Freitagabend beim TV Bittenfeld, die sechste Niederlage in Folge des Handball-Zweitligisten gehört zur letzteren Kategorie. Zumindest aus Sicht von Richard Ratka. "Wir haben die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, weitgehend umgesetzt", sagt der Trainer im Nachhinein, "wir hatten eine vernünftige Deckung und endlich mal wieder einen guten Torhüter. Letztlich sind wir an Kleinigkeiten gescheitert." Zu denen gehörte eine zumindest diskussionswürdige Regelauslegung durch die Unparteiischen ... "Wir sind nicht besonders gut weggekommen, aber damit muss man in Auswärtsspielen halt leben", sagt Ratka mit Blick auf die höchst ungleiche Verteilung der Zeitstrafen – 10 Minuten für Bittenfeld, 20 Minuten für Dormagen – und der Strafwürfe – fünf für die Hausherren, einer für die Gäste. "Was ärgerlich war, war die mehrfache Doppelbestrafung von Siebenmeter plus Zeitstrafe", so Ratka, der gleichwohl zugibt, "dass uns da auch ein bisschen die Cleverness fehlt."
    Im Gegensatz zum Heimspiel gegen den ASV Hamm vor einer Woche (23:28) ließen die Dormagener diesmal nicht die Köpfe hängen: .. Nach Gunnarssons Treffer zum 25:23 blieben dem DHC zweieinhalb Minuten, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Doch es reichte nur noch zum Anschlusstreffer, ... "Dass wir danach noch mal bis auf ein Tor herangekommen sind, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", meint Ratka, "die letzten zehn Minuten waren gut und für die Mannschaft wichtig." (Alles aus NGZ-Online)

    Die Kombination von Niederlage und Zufriedenheit verbietet sich doch zumindest dann, wenn nicht der von vorneherein hoffnungslos unterlegene Underdog gegen den absoluten Goliath antreten musste und das Spiel den erwarteten Ausgang nahm, der Underdog sich dabei aber noch passabel aus der Affäre gezogen hat (quasi analog zu Hildesheim gegen Hamburg)... An der fehlenden Cleverness gerade bei den jüngeren, unerfahreneren Abwehrspielern hätte man doch schon längst arbeiten können. Dennis Szczesny beispielsweise hat ja schon beim Saisonauftakt in Ahlen gezeigt, dass er oft zu ungestüm ans Werk geht. Und das Michael Wittig gerne mal im 1:1 aussteigt oder den Kreisläufer nicht im Griff hat, ist auch keine neue Erkenntnis... Dazu dann eine Bankstrafe wegen Meckerns. Ja, da war bestimmt gar nichts! Die Schiedsrichter wollten eben nur, dass Bittenfeld gewinnt... Und am Ende: Toll gekämpft, auch wenn es dafür noch nicht mal den einen Punkt gab. Was, bitte schön, soll an all dem der richtige Weg sein? Das gaukelt Richard Ratka den Medien und Fans doch schon seit Beginn der Saison vor. Erst lief es sehr gut ("Es werden noch Rückschläge kommen"), seit Mitte Oktober läuft es bis auf ein kurzes Strohfeuer nur noch schlecht ("Sind auf einem guten Weg") - und der DHC ist nach dem Überraschungserfolg der HSG gegen Bietigheim auf einmal nur noch Tabellenvorletzter! Hat der DHC nicht erst neulich gegen den gleichen Gegner mit 28:31 verloren? Nicht, dass die Rogwaska-Truppe am kommenden Freitag vorne wieder so einen kreativ-guten Tag erwischt... Aber halt, das Endergebnis steht ja eh schon fest. Ist auch besser so, denn ein sportlich unvoreingenommenes Lokalderby wäre für den DHC in der derzeitigen Lage vermutlich nicht das beste... Nun ja, ich bin gespannt, wie viele Zuschauer sich das Punkte-Geschiebe anschauen wollen. Viele gehen eh nur noch ins Sportcenter, um an der längsten Theke Dormagens Freunde zu treffen und ein Bierchen zu trinken. Da war jedenfalls in der zweiten Halbzeit gegen Ahlen mehr los als auf dem Spielfeld... Die Vorschau in der DHC-Presseinfo von heute ist jedenfalls eine Farce:

    Die ersten beiden Punkte im Jahr 2012 sind indes bei der Heimpartie gegen die HSG Düsseldorf Pflicht. Die in der nächsten Saison anstehende Spielgemeinschaft interessiert bei dieser Begegnung nicht - beide Mannschaften sind in der laufenden Meisterschaftsrunde Konkurrenten. ... "Wir haben nach dem schwachen Spiel gegen Hamm gemeinsam intensiv daran gearbeitet, Wege aus der unbefriedigenden Situation zu finden. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns gegenüber der zu großen Teilen guten Leistung gegen Bittenfeld weiter steigern und damit auch wichtiges Selbstvertrauen für die kommenden schweren Aufgaben erarbeiten", betont Richard Ratka.

    Aha: Zwei geschenkte Punkte sorgen für das Selbstvertrauen, das der DHC nach zwölf sportlich verlorenen Punkten in Folge nicht mehr hat. Traurig, traurig, traurig!!!

    Die Einschätzung in Bezug auf Potsdam teile ich absolut nicht. Die angespannte finanzielle Lage (wer hat die nicht?) stimmt auf jeden Fall, die 200.000 € der Statt werden wohl im Februar ausbezahlt und dann ist man wieder auf dem Laufenden.

    In Potsdam steht seit vier Wochen eine neue Halle, der VfL hat neue Sponsoren - ein geordneter Rückzug kann ausgeschlossen werden. Im Gegenteil, da gibt es einen Erstligisten in unmittelbarer Nähe, der ein großes Interesse an einem Farmteam in der Zweiten Liga hat, insbesondere als Zwischenstation für den eigenen Nachwuchs.

    Um so besser, dann kann Richard Ratka ja bei "nur" zwei Absteigern, die schon feststehen, beweisen, dass die Mannschaft hinter ihrem Trainer steht, wie er es heute in der NGZ kolportiert hat. Am besten geht das schon heute Abend in Bittenfeld los und führt endlich mal wieder zu zwei Punkten für den DHC. An Altweiber gestern hatten in Dormagen alle, die sich für den Handball hier interessieren, jedenfalls ein Top-Thema: die Trainerfrage... Interessant, dass nach Aussage von Ratka im NGZ-Interview dem DHC das System abhanden gekommen ist, weil David Breuer sich verletzt hat. Umkehrschluss: Bis dahin gab es ein System! Dumm nur, wenn selbst Leute ohne spezifischen Handballsachverstand seit dem Sieg gegen Neuhausen im Oktober zunehmend und am Ende ein System gänzlich vermisst haben! Zitat Ratka: "... ohne Selbstvertrauen kannst du nicht kämpfen." Ohne guten Trainer kannst du auch nicht in die Erste Liga aufsteigen - es sei denn, der Kader ist ein Selbstläufer...

    Natürlich verliert Potsdam nicht alle restlichen Spiele, denn es wird nach dem heutigen Stand der Dinge auf jeden Fall einen Heimsieg gegen den DHC geben! Und gegen Düsseldorf holen ja auch alle anderen Teams zwei Punkte...

    Die finanzielle Lage in Potsdam soll jedenfalls sehr, sehr angespannt sein. Ich vermute, dass die analog zu der vom TVK gewählten, offiziellen Variante nun in den Rückrunde die inoffizielle versuchen: Wir spielen so, dass wir absteigen, auch ohne zum Amtsgericht zu laufen... Demnach könnten folgende Absteiger feststehen:
    1. HSG Düsseldorf
    2. TV Korschenbroich
    3. VfL Potsdam
    Dann ginge es also "nur" noch darum, den vierten Abstiegsplatz zu vermeiden. Dumm nur, dass ich nicht erkennen kann, dass die DHC-Führung auf den Tiefpunkt am vergangenen Freitag richtig reagiert (hat). Zu hören ist etwas von einem Straftraining am Sonntagmorgen und einer Teamansprache am Montag, bei der Heinz Lieven mit Gehaltskürzungen und Entlassungen gedroht haben soll... Offiziell lese ich statt dessen wieder etwas über das Japan-Projekt, das in Dormagen aber so gut wie keinen interessiert. Vor Ort wird nur noch darüber diskutiert, ob das mit diesem Trainer noch etwas wird. Die Tendenz ist dabei sehr eindeutig: Richard Ratka ist nicht der geeignete Coach, müsste also eigentlich sofort entlassen werden! Oder will Lieven abwarten, bis es weitere Niederlagen gibt, was nicht so unwahrscheinlich ist, und es zum ersten richtigen Abstiegsshowdown im Heimspiel gegen Rostock am 16.3. kommt? Das allerdings muss dann unbedingt gewonnen werden. Ob dieses Team mit diesem Trainer diesem Druck dann stand hält? Bis dahin ist aber schon wieder ein Monat weg, in dem es bis zum Rostock-Spiel nach meiner derzeitigen Prognose, wenn es keine gravierende Veränderung gibt, auf 2:8 Punkte hinausläuft:
    17.02. TV Bittenfeld - DHC Rheinland = Niederlage
    24.02. DHC Rheinland - HSG Düsseldorf = Sieg
    03.03. HC Erlangen - DHC Rheinland = Niederlage
    07.03. DHC Rheinland - TV Emsdetten = Niederlage
    11.03. TUSEM Essen - DHC Rheinland = Niederlage
    Wie gesagt, da jedes Team gegen die HSG zwei Punkte holt, hilft das dem DHC nicht wirklich weiter...

    DHC Rheinland im Abstiegskampf: Trainer Richard Ratka zunehmend in der Kritik
    Endzeitstimmung für den Dormagener Profi-Handball
    Kaum hat DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven in wirtschaftlicher Hinsicht den Kyocera-Coup präsentiert, verhageln ihm zwei Tage später Trainer Richard Ratka und seine Mannschaft die „nur" noch von Lizensierungsproblemen für die nächste Saison überschattete gute Laune. Man kann gegen Ahlen-Hamm verlieren, das kann auch vor dem eigenen Publikum passieren, man kann einen rabenschwarzen Tag erwischen, aber eines darf man dabei zu keinem Zeitpunkt: das Kämpfen einstellen, sich als Team aufgeben. Zu Zeiten von Ex-Trainer Kai Wandschneider, der auf Einladung von Lieven am Freitagabend erstmals nach seinem Ausscheiden wieder im Sportcenter war, hätte es derart katastrophale Auftritte wie in der zweiten Halbzeit gegen Potsdam und jetzt gegen Ahlen nicht gegeben. Seit dem Heimsieg gegen Neuhausen am 21. Oktober (!) befindet sich der DHC in einer erschreckenden Abwärtsspirale. Auslöser dafür könnte die Verletzung von Kreisläufer Bastien Arnaud gewesen sein, der nicht nur im Angriff, sondern vor allem in der Abwehr als Leitwolf im Mittelblock eine ganz wichtige und gute Rolle spielte. Doch die Talfahrt liegt nicht alleine an den verletzt fehlenden Stammspielern, zu denen derzeit auch David Breuer und Ondrej Zdrahala gehören, der bis in den November hinein gar kein Stammspieler war. Die Talfahrt trägt vor allem die Handschrift Ratkas, der es weder geschafft hat, seiner Truppe ein spielerisches Korsett zu verpassen, das zweitligatauglich ist (Überzahlspielzug? Unterzahlspielzug? Auflösen Manndeckung? Variationen im aufgebauten Angriff?), noch eine Hierarchie im Team zu formen, die gerade dann greift, wenn es nicht läuft. Ratka vermittelt auch durch seine Körpersprache nicht den Eindruck, als ob er derjenige ist, der von außen entscheidende Impulse setzen kann: Sein vermehrtes Achselzucken nach der Pause wird nicht nur vielen Zuschauern aufgefallen sein... Ratka vermittelt aber um so mehr den Eindruck, dass er das Projekt „DHC-Neuaufbau nach der Insolvenz" letztlich nur als (Wiedereinstieg in den) Job ansieht. Ein Auftreten und Arbeiten mit Herzblut sieht jedenfalls ganz anders aus. Und die Kritik an seiner Arbeit als Coach ist nicht neu, blickt man nur mal auf seine Zeit bei GWD Minden zurück. Fakt ist: Es reicht nicht, wenn sich die Führung des DHC darauf verlässt, dass im März Breuer und Zdrahala und im April Arnaud wieder dabei sind. Die Vorbereitung auf die Saison 2012/13 beginnt erst im Juli: Jetzt geht es erst einmal nur darum, dem Abstiegsstrudel zu entkommen!

    http://www.rheinischer-anzeiger.de/ (siehe dort auch den Spielbericht "Kein Häuptling und ganz viele schwache Indianer.." und die "Frage der Woche")

    @Lukas: Ich gehe mal davon aus, dass Du das hier sehr genau verfolgt hast, seitdem ich vor mehr als zwei Wochen das erste Mal etwas zu den Problemen Spielgemeinschaft/Lizenz geschrieben und das in den Tagen danach nach weiteren Recherchen vertieft sowie präzisiert habe. Von daher jetzt keine langen Wiederholungen, sondern nur eine Zusammenfassung:
    1. Die Spielgemeinschaft für die nächste Saison wird von den Landesverbänden (HVM/HVN) nur anerkannt, wenn der TSV auf alle Herrenteams nach dieser Saison verzichtet und eine Erklärung für eine gesamtschuldnerische Haftung unterschreibt. Das ist äußerst unwahrscheinlich, ich schließe es sogar defintiv aus.
    2. Den Lizenzantrag für die nächste Saison hat der sportliche Lizenzgeber TSV noch als Hauptgesellschafter mit unterschrieben, ist danach aber aus der GmbH (&Co. KG) ausgeschieden. Das geht weder nach den Lizensierungsrichtlinien der HBL noch nach der DHB-Spielordnung. Stand heute würde der DHC also keine Lizenz für 2012/13 kriegen. Die "Trennung" über den Weg der SG geht nur über drei Spielzeiten hinweg, wobei die Übertragung in der mittleren Saison (wäre hier 2013/14) erfolgen wurde. Das aber geht nur, wenn die formalen Voraussetzungen erfüllt werden (siehe unter 1.). Da der TSV das nicht will, muss Heinz Lieven den TSV also als Mehrheitsgesellschafter zurückholen, sonst läuft die Lizenz am 30. Juni final aus.
    3. Weder für die Oberliga noch für die 3. Liga braucht es eine Lizenz. Das geht erst mit der 2. Liga los.
    Eine Light-Version stand übrigens schon vergangene Woche im Rheinischen Anzeiger.

    Die Diskussion über die PK und etwaige dortige Fragen nimmt abstruse Dimensionen an:
    1. Was hat das mit dem Thema des hiesigen Threads zu tun?
    2. Ich bin mir sicher, dass mein "neuer Freund" Christian mir darin zustimmt, dass es nicht die Qualität eines Mediums ausmacht, ob und welche Fragen wann und wo offiziell und inoffiziell gestellt wurden. Entscheidend ist wie im Sport auf der Platte, also die Berichterstattung in der nächsten (!) gedruckten Ausgabe oder im nächsten (!) gesendeten Beitrag. Von daher warte doch einfach mal die beiden nächsten Tage ab!
    3. Als die PKs noch im Raucherraum (schon alleine das war eine Zumutung) und öffentlich stattfanden, hat es so gut wie keine Fragen gegeben (höchstens mal von der Gästepresse). Fragen der Öffentlichkeit waren zu Recht nicht zugelassen. Und was war die Folge dieser Rahmenbedingungen? Die Fans gaben schön hörbar ihre Kommentare ab, teilweise wurde der damalige Trainer auch angepöbelt. Das ist dann nur noch stillos und hat mit einer PK nichts mehr zu tun. Folgerichtig ging es aus diesem Raum wieder heraus. Meine Idealvorstellung für die PKs im Sportcenter wäre übrigens vor der Theke/Kopftribüne unten direkt am Tor, das dazu genau so abgebaut wie das Fangnetz hochgezogen wird. Begleitend die Übertragung auf die Monitore.
    4. Gerade Du, Christian, hast ja alle Kanäle gefunden und benutzt sie auch sehr eifrig, um Deine Meinung auch öffentlichkeitswirksam zu artikulieren: Leserbriefe, Forumseinträge, Abstimmung mit den Füßen (jetzt sogar schon ganz früh an die Theke!). Von daher: Wenn es mit diesem DHC nicht besser wird und Dir das dann noch mehr stinkt, dann bleib doch einfach ganz Zuhause oder halte in der Halle ein Banner mit einem entsprechenden Text hoch oder organisiere eine Demo vor der Halle. Über Letzteres würde ich übrigens garantiert berichten! ;)

    Übrigens: Der Schreriber der NGZ verließ noch mit Beginn der Pressekonferenz die Halle! Habe ich so auch noch nicht erlebt. Von den andereen anwesenden Journalisten hatte natürlich auch mal wieder niemand etwas zu fragen - kein Wunder, wenn man weiss, dass D(D)HC-Geschäftsstelle, Schaufenster-, Rheinischer Anzeiger- udn NGZ-Geschäftsstelle in Dormagen insgesamt nur 25 Meter voneinander entfernt sind...Und so blieb das Publikum mal wieder unvertreten durch Ihre Pressevertreter zurück.

    Christian, bei allem Verständnis für Deine Frustration und Deine Verärgerung, aber hier schießt Du mal wieder gewaltig übers Ziel hinaus! Du liest die Zeitungen alle, Du liest, was online so geschrieben wird - in den Medien und in den Fanforen oder bei Facebook. Wie kannst Du dann alles in einen Topf schmeißen, nur weil die Geschäftsstellen so nahe beiander liegen, was sich nun wirklich niemand ausgesucht hat und was nun wirklich nicht bedeutet, dass man sich regelmäßig auf eine Tasse Kaffee trifft, um sich auszutauschen? Herr Ratka, der D(D)HC und Heinz Lieven haben sowohl vom Schaufenster als auch vom Rheinischen Anzeiger spätestens seit Ende Dezember ordentlich Gegenwind bekommen. Dann kritisier doch bitte auch konkret nur die Journalisten/Medien, die immer erst viel später wach werden - nämlich dann, wenn sie die Gefahr erkennen, dass sie einen (weiteren) Erst- oder Zweitligisten verlieren könnten. Wobei der Journalist mit dem Tunnelblick heute nur auf den Spielern rumhackt und dem Trainer - völlig unverständlich - attestiert, taktisch keine Fehler gemacht zu haben.

    Was soll man Ratka, der selber nur noch blutleer wirkt, nach so einer blutleeren Vorstellung in der zweiten Halbzeit denn noch fragen? Der Mann ist doch die Ratlosigkeit und Überforderung in fast perfekter und damit fataler Kombination! Jeder, der von Handball auch nur etwas Ahnung hat, sieht, dass die aktuelle Truppe spielerisch noch nicht mal 15% dessen drauf hat, was Kai Wandschneider alles an Konzepten hat spielen lassen. Mit Ratka als Trainer kann der DHC von Glück sagen, wenn es für den Klassenerhalt reicht. Zum Aufstieg in der Saison danach wird es mit ihm nie und nimmer reichen - es sei denn, die Mannschaft wird so verstärkt, dass das ein Selbstläufer wird, weil der Trainer dann nicht mehr so wichtig ist und die Spieler das quasi selbst machen. Das aber ist nicht nur wirtschaftlich eine Utopie.

    Und noch einen Satz von Dir kann ich so nicht stehen lassen: "Kai Wandschneider hatte taktische Defizite." In der vergangenen Woche klang das noch ganz anders bei Dir.

    @Lukas
    Die Frage ist doch nur noch, zu welchem "Preis" sich der TSV-Vorstand von Heinz Lieven wieder in das Gesellschafterboot zurückholen lässt, um die Lizenz für die Saison 2012/13 nicht zu gefährden? Beide haben ihre Interessenlage, beide wollen nicht dafür verantwortlich sein, dass nach dieser Saison mit dem Dormagener Profi-Handball Schluss ist. Doch Heinz Lieven hat meiner Meinung nach die deutlich schlechteren Karten, so wie das seit Anfang Dezember vor allem zwischen den beiden "Partnern" gelaufen ist... Der Februar ist schon halb rum: Stichtag ist der 1. März. Bis dahin muss und wird so oder so etwas passieren!

    Das Hallennamenssponsoring sollte nach marktüblichen Preisen in vergleichbaren Hallen einen mittleren fünfstelligen Betrag pro Saison einbringen. Das Trikot allerdings auch. Andererseits stellt sich ja beim Trikot auch immer die Frage - an welcher Stelle? Zusätzlich zu den bestehenden Partnern oder springt da jemand ab? ;)

    Selbst wenn es nicht sechsstellig, sondern irgendwas zwischen 60.000€ und 80.000€ ist (weitere Spekulationen sind müßig...), es hilft wirtschaftlich auf jeden Fall und es ist ein wichtiges Signal, da sich bei der Neukundenakquise ja nun lange nichts neues Großes mehr ergeben hat.

    Entscheidend bleibt aber die Frage, wie sich TSV-Vorstand und Lieven darauf verständigen, wie es in Sachen Spielgemeinschaft/Lizenz weiter geht! Immerhin sind erste Gerüchte aufgetaucht, wonach Herr Flatten nun doch nicht Geschäftsführer beim DHC/DDHC werden soll...

    Bei aller berechtigten Kritik möchte ich Heinz Lieven zunächst einmal gratulieren, dass er diesen Deal hinbekommen hat! Das habe ich heute Morgen auch persönlich getan, als wir uns vor der Geschäftsstelle getroffen haben. Unabhängig von der nächsten Saison verschafft mir der Kyocera-Einstieg auch eine gewisse Sicherheit, dass diese Saison in finanzieller Hinsicht unfallfrei über die Bühne gehen wird. Sonst würde sich der Geschäftsführer ja selber um die Früchte seiner Arbeit und seines eigenen, erheblichen finanziellen Engagements bringen.

    Ansonsten bleibt es dabei, dass neben einigen anderen Dingen vor allem die Kommunikation die größte Schwäche von Heinz Lieven ist. Anstatt auch nur ansatzweise etwas dazu zu erklären, wird in der Presseinfo tatsächlich nur der Name DHC verwendet. Dazu schreibt der Neusser Journalist mit dem "Tunnelbllick", dass es beim "Kürzel" DHC bleibt, die Spielgemeinschaft also doch nicht DDHC Rheinland heißen soll. Warum auf einmal diese Einsicht?

    Wenn es sich tatsächlich um die Größenordnung wie bei HR-C handelt, dann dürfte es um jährlich etwa 100.000€ plus "x" gehen. Allein der Hallenname dürfte einen sechsstelligen Betrag Wert sein. Das Trikot noch einmal 20.000€ oder mehr. Das dürfte dann unter den derzeit sehr schwierigen Umständen (nur Zweite Liga; durchwachsener Saisonverlauf, der aktuell in den Abstiegskampf geführt hat; holprige Planung der "Spielgemeinschaft", wenn es denn überhaupt eine wird...) ein "günstiger" Paketpreis geworden sein. Aber wie gesagt: Hut ab, dass eine so große Nummer überhaupt finalisiert werden konnte!

    Gespannt bin ich darauf, wie sich der TSV und der DHC über die Hallenmiete für die neue Saison einigen. Eine lineare Fortschreibung der Miete kann es schon allein aus mathematischer Sicht nicht geben, wenn im Sportcenter nur noch 50% der bisher üblichen Heimspiele stattfinden.

    Gespannt bin ich nicht nur in sportlicher Hinsicht auf Freitagabend: Auf Einladung von Heinz Lieven wird sich erstmals in dieser Saison Ex-Trainer Kai Wandschneider ein Spiel des DHC anschauen. Vielleicht sorgt das ja für die paar Prozentpunkte mehr Leistung bei einigen Spielern, die es braucht, um gegen den ASV zu gewinnen. Denn es verdichtet sich nun ja leider seit Monaten immer mehr der Eindruck, dass der aktuelle Trainer Richard Ratka in spieltaktischer Hinsicht enorm limitiert unterwegs ist. Spannend ist auch: Warum hat Heinz Lieven Kai Wandschneider ausgerechnet jetzt eingeladen, nachdem zuvor monatelange Funkstille zwischen beiden geherrscht hat?

    christian: Wer hätte gedacht, dass ich jemals von Dir 100% Zustimmung erfahren würde. Erinnerst Du Dich noch an die Phase vor zwei Jahren, wo Du aus allen Rohren gegen den damaligen Trainer Kai Wandschneider geschossen hast? Heute weißt offenbar auch Du, wie wichtig es ist, dass ein Coach aus den vorhandenen personellen Möglichkeiten insbesondere im spielerischen Bereich immer das Optimale herausholt. Das kann mitunter bedeuten, dass ich mir nur für ein Spiel, nur für einen Gegner etwas Neues einfallen lasse... Ich wage mal den Vergleich: Die heutige DHC-Truppe hat unter Trainer Richard Ratka nicht einmal 15% von dem drauf, was die alte DHC-Mannschaft unter Wandschneider spielerisch zu bieten hatte.

    Ansonsten muss ich mich an einer Stelle korrigieren: Am Montagabend hat nicht der TSV-Vorstand getagt, sondern es gab die Mitgliederversammlung der Handballabteilung des TSV. Wobei ich schon hoffe, dass sich mittlerweile auch der TSV-Vorstand darüber klar geworden ist, wie es nun mit Blick auf die kommende Spielzeit weiter gehen soll...