Trotz sehr vielfältigen Musikgeschmacks, dies ist wirklich einer meiner Lieblingslieder:
Beiträge von Diddi
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Original von Olaf
Kreis. Ein ausländischer Nationalspieler ist erst ab 2008 verpflichtet, Linders-Ersatz ist noch nich da und Ahlm kommt erst im November vollwertig zurück. Ergo: da muss noch einer kommen, der so gut ist, dass er auch ohne Rückhalt durch Weltklassemann Ahlm spielen kann, es dann aber auch verkraftet, evtl nur 2. Mann zu sein und ab 2008 vielleicht auch nur dritter. Nicht so einfach...Wer kommt den 2008? Knudsen?
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Da ich nicht genau wußte, wohin mit diesem Artikel und weil ich glaube uns dieses Thema noch länger beschäftigen wird, hier der neueste Stand der Dinge:
ZitatDie EHF wird auch bei einem leidigen Thema in Gummersbach in Kürze eine große Rolle spielen, denn der Streit um VfL-Star Daniel Narcisse geht in die nächste Runde. Der französische Verein Chambéry HB hat einen Antrag auf Freigabe von Narcisse beim VfL gestellt, was Gummersbach ablehnte. Nun wird der Fall wahrscheinlich zur EHF und in zweiter Instanz zum EHF-Sportgericht gehen. Mit einer Entscheidung rechnet der VfL Ende Juli.
Quelle: Kölnische Rundschau! -
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„Der VfL ist etwas ganz Besonderes“
ERSTELLT 31.05.07, 20:19h
Bild: Privat
Francois-Xavier Houlet 1989 im Trikot von US Creteil.
Bild: Dahmen
Der Franzose 16 Jahre später als Kapitän des VfL Gummersbach.Artikel mailen
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KÖLNER STADT-ANZEIGER: Monsieur Houlet, Sie nehmen am Samstagnachmittag vor großer Kulisse in der Kölnarena Ihren Abschied als aktiver Handballer - da kommt wahrscheinlich Wehmut auf . . .FRANÇOIS-XAVIER HOULET: Natürlich, und ein bisschen mulmig ist es mir schon. Ich schlafe in dieser Woche von Nacht zu Nacht immer etwas weniger, es kommen viele Emotionen hoch. Aber eigentlich geht es bei diesem Spiel überhaupt nicht um mich.
Sondern?
HOULET: Für den VfL Gummersbach geht es um die Qualifikation zur Champions League und für Düsseldorf gegen den Abstieg. Es hängt für alle Beteiligten enorm viel ab vom Resultat. Das wird also keine Houlet-Gala, sondern ein verdammt hartes Stück Arbeit. Und wenn wir verlieren sollten, kann ich auch überhaupt nicht feiern, dann wäre das eine Katastrophe. Es geht für uns nur ums Gewinnen, da wäre es schließlich auch völlig egal, wenn ich nicht eine einzige Sekunde zum Einsatz käme.
Und danach wird man den Handballer Houlet nie wieder sehen, oder springen Sie vielleicht doch noch irgendwann mal als Nothelfer ein?
HOULET: Definitiv nicht, unter gar keinen Umständen. Das macht mein rechter Fuß auch nicht mehr mit.
Den hätten Sie vor einigen Monaten beinahe verloren. Nach einer eigentlich harmlosen Operation hatte sich eine hartnäckige Infektion gebildet, es musste Haut transplantiert werden, und plötzlich drohte sogar die Amputation.
HOULET: Ja, das stimmt leider. Mit etwas Pech hätte das auch passieren können, damit hätte ich dann leben müssen und irgendwann auch können. Aber damals in der Klinik in Ludwigshafen habe ich Leute kennen gelernt, denen es bedeutend dreckiger ging als mir. Da relativiert sich doch vieles.
Sie waren damals immerhin noch Berufssportler . . .
HOULET: Schon, aber einer von fast 38 Jahren in seiner ohnehin letzten Saison. 1989, zu Beginn meiner Profikarriere, da war's etwas anderes. Damals hätte ich nach einem ähnlichen Krankheitsverlauf fast meinen rechten Arm verloren. Aber es ist gerade nochmal gut gegangen.
In der Anfangszeit als Profi hat es Sie nie lange irgendwo gehalten . . .
HOULET: In den zehn Jahren in Frankreich bin ich zehnmal umgezogen, niemals länger als zwei Jahre bei einem Klub geblieben, manchmal auch nur für drei Monate. Das hatte die unterschiedlichsten Gründe und war gelegentlich auch ziemlich doof von mir. Mit der Zeit bin ich dann geduldiger und kompromissfähiger geworden. Aber manchmal musste ich auch weg, weil der Verein plötzlich kaputt und finanziell am Ende war, so wie der TV Niederwürzbach, meine erste Station in Deutschland.
Woraufhin Sie nach Gummersbach gewechselt sind und als einstiger Nomade ausgerechnet hier sesshaft geworden sind.
HOULET: Ja, das war schon seltsam. Aber irgendwann muss man ja auch an die Familie denken, da kann man nicht mehr so viel Blödsinn machen. Außerdem ist die Lebensqualität hier hoch, die Leute sind nett, wenngleich am Anfang Fremden gegenüber auch etwas schwierig. Wir fühlen uns hier als Ausländer jedenfalls voll integriert. Und schließlich ist der VfL ja auch nicht irgendein Verein, sondern etwas ganz Besonderes, er hat etwas, das man nur ganz schwer erklären kann.
Nun ja, Ende der 90er Jahre war der VfL insofern etwas Besonderes, weil er wirtschaftlich und sportlich dem Untergang geweiht war.
HOULET: Stimmt, aber gerade in der tiefsten Krise hat man doch gespürt, was für ein außergewöhnlicher Verein das doch ist, plötzlich nahmen die Medien eines ganzen Landes an seinem Schicksal Anteil.
Ihr damaliger Klubkollege Kyung-Shin Yoon hat einmal erzählt, dass es seinerzeit den größten Spaß gemacht hat, für den VfL Gummersbach Handball zu spielen . . .
HOULET: Da hat er völlig Recht, so komisch das vielleicht auch klingen mag. Auch ich erinnere mich wirklich gerne an diese Zeit meiner Sportlerkarriere. Jeder Einzelne in der damaligen Mannschaft hat gekämpft wie noch nie in seinem Leben. Wir alle wussten: Wenn wir jetzt auch noch sportlich versagen, ist alles am Ende. Das war so eine Art Überlebensreaktion.
Auch Sie hatten in dieser Zeit Angebote anderer, zahlungskräftiger Vereine und haben sie - ebenso wie Yoon - ausgeschlagen.
HOULET: Ein Wechsel kam für mich auch nie in Frage. Meine Familie und ich, wir haben die Hoffnung nie aufgegeben, dass es hier weitergehen würde. Und dann, im November 2001, hat uns plötzlich die Kölnarena die Tür aufgemacht. Da kamen fast 20 000 zum Spiel gegen Kiel zusammen, und ich wusste: Jawohl, wir sind auf dem richtigen Weg.
Einstweilen trägt der VfL seine Liga-Heimspiele allesamt in Köln aus.
HOULET: Ja, aber ich hoffe sehr, dass wir kurz- oder mittelfristig auch wieder in Gummersbach in einer neuen Halle für 4000 bis 5000 Zuschauer auftreten werden.
Weil Sie inzwischen ein echter Gummersbacher sind . . .
HOULET: Ein echter Franzose immer noch, aber mittlerweile auch ein echter Gummersbacher - ja, das könnte man so sagen. Vielleicht gehen wir irgendwann zurück nach Frankreich, aber erst mal bleiben wir hier, mindestens die nächsten drei Jahre, solange läuft erst mal mein Vertrag als Sportdirektor.
In dieser Funktion wollen Sie nun das schaffen, was Ihnen als Spieler des VfL verwehrt geblieben ist: einen Titelgewinn.
HOULET: Wenn das gelingen würde, wäre das schön, aber als Spieler hätte ich viel lieber was mit dem VfL geholt, das können Sie mir glauben. Und dass es nie geklappt hat, ist auch eine echte Enttäuschung. Aber Albträume werde ich deshalb bestimmt nicht bekommen.
Das Gespräch führte Christoph Pluschke
KSTA
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Original von Ronaldo
Ja, ja, der Generationenunterschied - ich dachte an Dieter Thomas Kuhn

Und Svenja, wenn Du damit beweisen willst, Du wärst nüchtern gewesen - no chance

naja, Du bist 2 Jahre älter und sprichst vom Generationsunterschied? Naja, mancher ist älter als seine Jahre!

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Wo hat es denn jetzt Lazarow hingezogen? Wirklich nach Kroatien! Den würde ich auch gerne in der Bundesliga sehen!
Edit: Schön, wenn man sich seine eigenen Fragen beantworten kann:
ZitatFür die nächste Saison hat sich der Meister auf der rechten Seite mit den beiden Hochkarätern Kiril Lazarov (von MKB Veszprem) und Mirza Džomba (kehrt aus Ciudad Real heim) äußerst prominent verstärkt. Von Kadetten Schaffhausen wird ferner Torhüter Dragan Jerkovi zum Team stoßen, während der Rumäne Alin Sania die linke Angriffsseite verstärken soll. Aus Celje kommt schließlich Spielmacher Denis Špoljari nach Zagreb.
Quelle: Handball-welt.de -
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Original von agusta
Gute Nacht, Freunde. Es wird Zeit für mich zu gehen....
Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette,
und ein letztes Glas im Stehen!
Der großartige Reinhard Mey! Super!
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Original von ostufer
Ob "lustig" nun das richtige Wort ist? Nach Ansicht der gestrigen Pressekonferenz (zugegeben, für den "Aussenstehenden" mit erheblichem Schmunzelfaktor versehen), konnte ich mich des Gefühls des Bedauerns, ja Mitleides mit den SCM Fans nicht erwehren....

Aber nun wird ja alles gut.....Ja natürlich! Mein Beitrag war halt etwas mit Ironie gewürzt!

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Original von wintermute
Das verstehst Du falsch. Ich mache mich nicht darüber lustig, ich finde es lustig. Wenn ich mich darüber lustig machen würde, zöge ich es hier ins lächerliche, würde Witze darüber machen usw. ust. Da muss man schon richtig differenzieren.
Am lustigsten finde ich übrigens immer die Diskussionen im SCM-Forum.
Das ist vor allem bei diesem Thema gar nicht notwendig! Es ist einfach so lustig!

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VfL-News: Adnan Harmandic kommt nicht, aber französischer Nationalspieler Geoffroy Krantz hat bereits unterschrieben
(pl/30.5.2007 AKTUALISIERT vom 19.5.2007) Gummersbach – Der Kader des VfL Gummersbach für die kommende Saison nimmt weiter konkrete Formen an. So hat man Adnan Harmandic eine Absage erteilt, aber mit dem französischer Nationalspieler Geoffroy Krantz einen starken Ersatz gefunden.
Laut Krantz’ Heimatverein Montpellier HB hat der Rückraum-Shooter bereits bei den Gummersbachern unterschrieben - was der VfL Gummersbach heute bestätigte. Der Rechtshänder ist 1,87 Meter groß und bringt 100 Kilo auf die Waage. Auf elf Einsätze in der französischen Nationalmannschaft bringt es der 25-Jährige, der bereits seit sieben Jahren für Montpellier aufläuft. Der Kontrakt in Gummerbach ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt.
Zerschlagen haben sich dagegen die Gummersbacher Pläne, den Bosnier Adnan Harmandic an sich zu binden. Offenbar hat der 24-Jährige beziehungsweise sein Heimatverein RK Sarajevo, bei dem er noch bis 2008 unter Vertrag steht, zu hoch gepokert. Die Rede ist von 100.000 € Ablösesumme, die der VfL nicht aufbringen wollte.
Quelle: Oberberg- Aktuell
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Original von Bundesbibo
Keiner spricht hier von Mitleid. Hätte man in den letzten Sekunden gegen Wetzlar etwas mehr Glück gehabt und ein Tor mehr erzielt, wäre Düsseldorf jetzt durch. So einfach ist das...
Es scheinen einige bloß nicht zu wissen, dass das Schicksal des gesamten Vereins am Klassenerhalt hängt. Um es nochmals klar zu stellen: Zweitliga-Handball in Düsseldorf ist mehr als fraglich!!@ Diddi
Jeder sieht es so wie er will. Natürlich war die HSG nicht aggressiv genug. Aber die Kljaic-Handschrift erkannte man von Anfang an. Oft genug hingen die TuS-Spieler an den Wurfarmen der HSG-Spieler, dafür brauche ich mir kein Video anschauen. Ich bin kein Freund dieser Spielweise, deshalb kann ich beispielsweise auch mit Melsungen wenig anfangen...Also vorweg: Ich habe das Spiel nicht gesehen und kann daher nicht auf Spielszenen besonders eingehen, aber nur 2x 2 Minuten sind für solch ein wichtiges Spiel für Düsseldorf zu wenig, da muss der Einsatz nicht gestimmt haben! Meine Antwort war eher eine replique auf Karls Aussagen, den ich wohl falsch verstanden habe!
Und ich weiß, dass du Kliajc nicht magst, ich finde ihn halt sehr witzig! Gerade seine Interviews! Aber ich kann diese Abneigung natürlich verstehen, er polarisiert, mit dem was er sagt und mit dem wie er spielen lässt! Seine Fähigkeiten sind meiner Meinung nach aber völlig unumstritten!
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Was mich mal interessieren würde; wie sieht es eigentlich mit den Altlasten des VEreins aus? Der Verein scheint ausreichend liquide zu sein! Sind die Schulden damals von Klaus Schorn getragen worden? Oder was war da los! Weiß das jemand? Und was macht dieser MAnn eigentlich im Moment?
Ach ja, wollte kein Haar in der Suppe suchen, interessiert mich einfach!
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Original von Karl
Nuja,nehme ich mal die letzten 4 Spiele: beim Derby waren es 20 Strafminuten (incl. 3 Disq.); in Balingen hat Hermann eine direkte Disq wg. Foulspiel kassiert; gegen Hamburg waren es 20 Strafminuten; gegen Nordhorn hatte Fölser seine 3 Zeitstrafen schon nach 18 Minuten weg.Das fällt schon auf: deutet für mich daraufhin, daß 'Selbstvertrauen' über eine aggressive Grundeinstellung und Deckungsverhalten (+Attacken gegen DHB-Verantwortliche) aufgebaut wurde.
Nur mal zu Erinnerung: Nettelstedt befindet sich im Abstiegskampf! Da gehört das Kämpfen =>das Klammern=>2- Minuten Strafe zum Spiel! So lange das keine üblen Fouls und wie Lothar bestätigt waren es beispielsweise beim Düsseldorfspiel keine harten Fouls, ist doch alles in Ordnung!
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Original von Ronaldo
Darf ich mal laienhaft fragen, welche Position Luca Toni spielt? Dessen Verpflichtung wurde ja heute bekannt. Oder habe ich das hier überlesen?klassischer Mittelstürmer; geholt, um auch mal hohe Bälle ins Tor zu befördern!
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THW Kiel - HSG Nordhorn
TV Großwallstadt - SG Flensburg-Handewitt
HSG Wetzlar - SC Magdeburg
TuS N-Lübbecke - Eintracht Hildesheim
Vfl Gummersbach - HSG Düsseldorf
SG Kronau/Östringen - GWD Minden
TBV Lemgo - HBW Balingen-Weilstetten
FA Göppingen - HSV Hamburg
Melsungen - Wilhelmshavener HV -
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Original von Thainobbi
Heute in der Rheinischen Post:Zitat Kretzsche zu seinem Karriereende:
Ich habe in meinem Alter beispielsweise auch keine Lust mehr, mir meine harte Arbeit durch willkürliche Schiedrichterentscheidungen kaputt machen zu lassen.

Habe mir die Pressekonferenz angesehen, im SCM Forum gibt es dazu ein Link, und habe mich auch besonders über diese Stelle aufgeregt! Sowas hat ein Kretzsche eigentlich nicht nötig!
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Wilhelmshaven verpflichtet Kelm
Der Wilhelmshavener HV hat für die kommende Saison in der Bundesliga den Jugendnationalspieler Dominic Kelm vom TSV Anderten verpflichtet.
Außerdem verlängerten die Norddeutschen den Vertrag mit Torhüter Jendrik Meyer um ein weiteres Jahr.
Quelle: Sport1.de -
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Wilhelmshaven verpflichtet Kelm
Der Wilhelmshavener HV hat für die kommende Saison in der Bundesliga den Jugendnationalspieler Dominic Kelm vom TSV Anderten verpflichtet.
Außerdem verlängerten die Norddeutschen den Vertrag mit Torhüter Jendrik Meyer um ein weiteres Jahr.
Quelle: Sport1.de -
Das wird ein ganz ganz enges Ding morgen für den VLF! Alfred sagt nicht zu Unrecht, dass das genauso schwer für den VLF wird in Hamburg wie an diesem Samstag in Minden zu gewinnen! Die Mindener werden kämpfen wie die Löwen! Schade, hätte ich ein Auto würde ich hinreisen, aber so geht das leider nicht und mir bleibt zum Glück wenigsten HBL.tv!
Erstaunlich finde ich, dass die Halle nicht ausverkauft sein wird! Haben die alle keine Lust? -
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Stefan Kretzschmar
„Ich bin ausgebrannt und satt"
Der Star der Branche tritt ab. Nach 16 Jahren in der Handball-Bundesliga beendet Stefan Kretzschmar im Sommer seine Karriere und wechselt ins Management seines Klubs SC Magdeburg. WELT ONLINE sprach mit dem 34-Jährigen über die Beweggründe für seinen Abschied, Wehmut und Visionen.WELT ONLINE: Herr Kretzschmar, nach vier Verhandlungsrunden haben Sie sich mit den Verantwortlichen des SC Magdeburg geeinigt, im Sommer Sportdirektor des Klubs zu werden.
Stefan Kretzschmar: Ich freue mich auf die neue Herausforderung, künftig mit dem Managerteam Holger Kaiser und Steffen Stiebler den Klub voran zu bringen. Ich möchte jetzt auf dieser Ebene erfolgreich sein und Titel gewinnen.
WELT ONLINE: Kommt nicht Wehmut bei dem Gedanken auf, nur noch zweimal in der Bundesliga zu spielen?
Kretzschmar: Darüber habe ich mir noch keinen Kopf gemacht. Mein Wunsch war immer, weiter für meinen Traumverein zu arbeiten. Das ist nun gegeben.
WELT ONLINE: Zuletzt glich der Klub aber eher einem Alptraumverein. Es gab eine Etatunterdeckung von 600¿000 Euro, der SCM war Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen. Und Sie selbst sind für Ihre Kritik an der Personalpolitik von Präsident Rolf Oesterhoff abgemahnt worden. Sogar Ihre berufliche Zukunft war gefährdet.
Kretzschmar: Normalerweise musste ich damit rechen, dass sie mich abmahnen. Von Bernd-Uwe Hildebrandt (entlassener Ex-Manager – d. Red.) bin ich vor Jahren schon mal abgemahnt worden. Damals hatte ich die Entmachtung unseres Trainers Lothar Doering kritisiert, weil ich mit der Art und Weise seines Abgangs nicht einverstanden war. Diesmal fand ich nur komisch, dass im selben Gespräch über meine Zukunft in Magdeburg geredet und mir auch gleich meine Abmahnung gegeben wurde.
WELT ONLINE: Hatten Sie Angst vor dem Rauswurf?
Kretzschmar: Mir war klar, dass man sich gegebenenfalls von mir trennen würde, falls die Situation eskaliert. Da kann ich aber den Arbeitgeber verstehen, wenn man zu unangenehme Mitarbeiter hat, trennt man sich von ihnen. Ich habe aber nur auf das gepocht, was mir zugesichert worden war.
WELT ONLINE: Warum haben Sie sich entschieden, Ihren Vertrag als Spieler bis 2008 nicht mehr zu erfüllen?
Kretzschmar: Mehrere Faktoren haben dabei eine Rolle gespielt. Nächstes Jahr wäre der zweitälteste Spieler nach mir 28 Jahre alt gewesen, da können wir auch jetzt einen richtigen Umbruch machen und eine neue Hierarchie aufbauen. Auf der anderen Seite ist es so, dass ich müde bin und ich die Motivation, den Antrieb nicht mehr habe. Ich bin ausgebrannt und satt – und kann mich mit dem EHF-Cup-Gewinn verabschieden, das ist doch eine schöne Sache.
WELT ONLINE: Wann reifte bei Ihnen erstmals der Gedanke aufzuhören?
Kretzschmar: Als Oleg Kuleschow frei gegeben wurde (der Russe wechselt zum VfL Gummersbach – d. Red.). Er ist einer der intelligentesten Handballer der Welt, das Gehirn dieser Mannschaft, er hat uns allein in dieser Saison viele Spiele gerettet. Alle anderen Abgänge standen schon früh fest, das war klar, dass die nur schwer zu halten waren. Aber Kuleschow gehen zu lassen – das habe ich nicht verstanden.
WELT ONLINE: Ziehen Sie auch die Notbremse, um möglicherweise in der kommenden Saison nicht als Sündenbock auf dem Feld dazustehen?
Kretzschmar: Ich hatte immer den Anspruch, hier um die Meisterschaft mitzuspielen. Man muss sehen, was nächstes Jahr kommt, ich bin nicht davon überzeugt, dass diese Mannschaft um die Meisterschaft mitspielen kann. Wenn man sieht, wie stark die Konkurrenz ist.
WELT ONLINE: Deshalb werden Sie lieber Sportdirektor?
Schlagworte
Handball Stefan Kretzschmar Karriereende SC Magdeburg Sportdirektor
Kretzschmar: Die Herausforderung ist für mich größer, wenn ich solche Projekte wie den Ausbau der Bördelandhalle oder Verstärkungen für die Mannschaft in Angriff nehme, als weiter zu spielen. Ich habe hier alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Aber jetzt ist auch wirklich Zeit für den zweiten Lebensabschnitt, wo man aus den Turnklamotten mal rauskommt. Ich bin wirklich leer. Selbst im Wettkampf – so ein Spiel wie gegen Wilhelmshaven –, da kann ich mich nur wegen der Zuschauer motivieren. Früher war ich nervös vor dem Spiel, positiv nervös, heute fühle ich mich einfach nicht mehr gut. Ich bin nicht mehr so hundertprozentig heiß, und ich habe immer gesagt: Wenn mir diese Lust am Sport irgendwann fehlt, höre ich auf. Nur wegen der Kohle weiterzumachen, darauf habe ich keinen Bock. Das merken die Fans sofort.
WELT ONLINE: Die Fans haben Sie aber gerade als Spieler lieb gewonnen.
Kretzschmar: Das weiß ich. Aber wenn wir gesagt hätten, okay, ich führe das Team noch ein Jahr lang an, wäre ich es doch gewesen, der hier nächstes Jahr auf die Mütze kriegt, wenn es nicht läuft.
WELT ONLINE: Neben dem Gewinn des EHF-Cups machte der SCM zuletzt Schlagzeilen wegen des der Steuerhinterziehung beschuldigten und inzwischen entlassenen Managers Hildebrandt.
Kretzschmar: Es war notwendig, dass man da einen Wechsel vollzieht, die Sache war nicht länger tragbar. Ich finde nur die Art und Weise nicht okay. Ein Hildebrandt hat Respekt verdient, er hat diesen Verein 20 Jahre am Leben gehalten und zu allen Titeln geführt. Auf welche Art auch immer, da blicken wir ja alle nicht durch. Trotzdem muss man ihn mit Respekt verabschieden, das hat er verdient, egal, wie viel er sich zu Schulden hat kommen lassen.
WELT ONLINE: Zwei Spiele stehen in der Bundesliga noch aus. Welche Ambitionen hat der SCM?
Kretzschmar: In Kiel oder Flensburg zu gewinnen, war nicht eingeplant. Wenn wir die Champions-League-Teilnahme verspielen sollten, haben wir sie vorher vergeigt. Bei uns gehen alle auf dem Zahnfleisch. Ich auch. Deshalb ist es Zeit, in einer Woche Schluss zu machen.
Quelle: Welt.de