Erstens, ist der VFL nicht Eigentümer der Halle, sondern es gibt eine Betreiber- und Eigentümergesellschaft mit mehreren Investoren.
Diese Investoren werden sich sicherlich nicht auf den VFL alleine für den Ertrag der Halle verlassen. Und die Schwalbe wird ja auch aktuell regelmässig für etliche gut besuchte Veranstaltungen gebucht.
Zweitens denke ich, dass sowohl die aktuelle Geschäftsführung und der Aufsichtsratmitglieder des VFL als auch der Betreiber- und Eigentümergesellschaft der Schwalbe Arena sich sehr wohl überlegen werden wie nachhaltig solch ein Kapazitätserweiterung sein könnte.
Drittens geht es im Moment nur um eine Prüfung mit offenem Ausgang.
Viertens wird die neue TV-Präsenz dazu führen, dass über kurz oder lang von der HBL und DYN größere Hallen und höhere Life-Zuschauerzahlen gefordert werden um mehr Sponsoren generieren zu können.
Es wird sicherlich bald gefordert sein, dass jeder Verein der 1. Liga je Session mindestens 100.000 Zuschauer bei seinen Heimspielen generiert.
Selbst wenn die Schwalbe bei allen 17 Heimspielen ausverkauft wäre, reicht das nur für knapp über 70.000 Zuschauer im Jahr. Die Folge wäre 2 bis 4 Spiele müssten z.B. in der Lanxess Arena ausführt werden. Vor dem Hintergrund ist es doch gut, zumindest mal zu prüfen, ob ggf. mit machbaren Möglichkeiten und Risiken diese Zuschauersessionszahlen auch allein in Gummersbach zu erreichen sind.
Aus Pessimismus alles beim Alten zu lassen, ist in jeder Lebenssituation schlecht für eine erfolgreiche Nachhaltigkeit.
Eine kritische risikooptimierte Machbarkeitsanalyse für eine nachhaltige Zukunft ist die richtige Vorgehensweise um am Schluß zu entscheiden welche Maßnahmen die Zielführend und optimal sind.