Oberliga-Spitzenreiter im Torrausch
Handball: Das Männerteam der HSG Henstedt-Ulzburg besiegt die Lübecker TS mit 41:23
Von Joachim Jakstat
Henstedt-Ulzburg - Nach vierwöchiger Pause wegen starker Achillessehnenbeschwerden bestand Frank Moreau den Leistungstest mit Bravour. Beim 41:23 (21:12)-Heimerfolg der Oberliga-Handballer der HSG Henstedt-Ulzburg gegen die Lübecker TS stand der 36 Jahre alte Linkshänder mehr als 30 Minuten auf dem Parkett, fügte sich nahtlos in das Spiel des Tabellenführers ein und traf viermal. Mit Routinier Frank Moreau hat HSG-Trainer Olaf Knüppel vor dem Gipfeltreffen beim härtesten Verfolger Kropp-Tetenhusen am kommenden Sonnabend (18.45 Uhr) zusätzliche personelle Alternativen.
Im Duell gegen die abstiegsbedrohten Hanseaten konnte Knüppel experimentieren. "Kropp hat die Partie auf Video aufgezeichnet. Da habe ich mir natürlich nicht in die Karten schauen lassen", so der Coach des Spitzenreiters. Trotz des deutlichen Erfolges der Gastgeber war die Begegnung wenig ansehnlich. "Lübeck hat die Zeit ständig runtergespielt, das Tempo verzögert und durch übertriebene Härte den Spielfluß zerstört", analysierte Knüppel die unattraktive Spielweise der Gäste. Zwar ahndeten die Schiedsrichter die Verzögerungstaktik kaum, doch gleich zwei Akteure der Lübecker kassierten nach rüden Attacken die Rote Karte. Insgesamt 14 Zeitstrafen gegen die LT-Spieler und lediglich eine Hinausstellung gegen die HSG dokumentieren die harte Gangart, mit der sich der Aufsteiger in der Oberliga zu halten versucht. Doch gegen die spielerische Dominanz der HSG, die nun schon zehn Begegnungen ohne Punktverlust absolvierte, reichte das nicht. "Immer, wenn wir im Ballbesitz waren, haben wir mit Zug zum Tor gespielt", so Knüppel. Ein Sonderlob kassierte Kreisläufer Thomas Stegmann, der in nur einer Halbzeit sechs Treffer markierte. Tim Ullrich, Jens Thöneböhn und Andre Seifert liefen Gegenstöße am Fließband und spielten die Gäste zeitweise schwindelig. "Wir sind für das Duell in Kropp gerüstet und können dort frei aufspielen. Der Druck des Gewinnenmüssens liegt bei den Hausherren", meint Knüppel.
Die Tore der HSGHU: Tim Ullrich (7), Thomas Stegmann, Matthias Sellmer (je 6), Andre Seifert (5/2), Philipp Liebe, Frank Moreau (je 4), Jan Wrage (2), Christoph Palder (2/1).
Quelle: Norderstedter Zeitung 29.11.04